vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum baye­ri­schen Außen­han­del im Jahr 2025

Aus­fuh­ren gehen leicht zurück

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Ausfuhren
Symbolbild, Foto: Pixabay
Die baye­ri­sche Metall- und Elek­tro­in­dus­trie expor­tier­te im Jahr 2025 Waren im Wert von 148,7 Mil­li­ar­den Euro ins Aus­land, das waren 0,3 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Dies teilt die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. mit.

Damit san­ken die M+E‑Exporte das zwei­te Jahr in Fol­ge. Ins­ge­samt mach­ten die M+E‑Ausfuhren im Frei­staat knapp zwei Drit­tel aller Pro­duk­te aus, die ins Aus­land expor­tiert wur­den, so die Berech­nun­gen der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm auf Basis von Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes. „Fakt ist: Die M+E‑Industrie ist das Herz der Wirt­schaft im Frei­staat, sie steht für mehr als 830.000 Beschäf­tig­te in Bay­ern. Auch wenn die gesam­ten baye­ri­schen Expor­te wie­der leicht im Auf­wind sind, ist unse­re wich­tigs­te Bran­che wei­ter am Kämp­fen“, so bay­me vbm Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. „Die chao­ti­sche Lage der Welt­wirt­schaft kön­nen wir nicht ändern – vor allem mit Blick auf die unbe­re­chen­ba­re Han­dels­po­li­tik der US-Regie­rung, den erheb­lich ver­teu­er­ten Euro und die star­ke glo­ba­le Kon­kur­renz. Fatal ist aber, dass zu dem schwie­ri­gen inter­na­tio­na­len Umfeld haus­ge­mach­ten Hür­den kom­men. Wir müs­sen unse­re Stand­ort­be­din­gun­gen drin­gend ver­bes­sern, damit unse­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit von die­ser Sei­te nicht noch wei­ter zusätz­lich belas­tet wird.“

2025 führ­ten baye­ri­sche Unter­neh­men M+E Pro­duk­te im Wert von 20,2 Mil­li­ar­den Euro in die USA aus, das ent­spricht 13,6 Pro­zent aller baye­ri­schen M+E Expor­te. „Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten blei­ben auch im M+E Bereich unser wich­tigs­ter Absatz­markt, obwohl sich die Expor­te dort­hin um sat­te 11,3 Pro­zent ver­rin­ger­ten. Der Han­dels­streit und die aggres­si­ve Zoll­po­li­tik der US-Regie­rung tref­fen auch unse­re M+E Indus­trie hart“, so Bros­sardt. Aber auch die Aus­fuh­ren in den zweit­größ­ten M+E Export­markt Chi­na sind um 10,4 Pro­zent ein­ge­bro­chen. „Die mas­si­ve Kon­kur­renz vor Ort in Kom­bi­na­ti­on mit wett­be­werbs­ver­zer­ren­den Maß­nah­men und Pro­tek­tio­nis­mus schwä­chen unse­re Fir­men im glo­ba­len Wett­be­werb“, so Bros­sardt und sagt wei­ter: „Mit Blick auf die gro­ßen Schwie­rig­kei­ten im welt­wei­ten Export­ge­schäft zeigt sich auch bei den M+E Export­zah­len der Trend, dass noch mehr Geschäft in Euro­pa gemacht wird: Inzwi­schen ent­fal­len 47 Pro­zent der baye­ri­schen M+E Expor­te auf die EU, gegen­über dem Vor­jahr stie­gen sie um 5,2 Prozent.“

Bei den wich­tigs­ten Export­gü­tern im M+E Bereich gab es 2025 eine gemisch­te Ent­wick­lung. Die Expor­te von Kfz und Kfz-Tei­len betru­gen 52,5 Mil­li­ar­den Euro (Pkw davon mit 38,5 Mil­li­ar­den Euro), und ent­spra­chen damit 35,3 Pro­zent der gesam­ten M+E Aus­fuh­ren. Sowohl Aus­fuh­ren von Pkw als auch von Kfz-Tei­len san­ken um drei bis fünf Pro­zent. Auch bei den Maschi­nen, die für ein Export­vo­lu­men von 39,5 Mil­li­ar­den Euro ste­hen, gin­gen die Expor­te im letz­ten Jahr um rund drei Pro­zent zurück. Auf­fäl­lig ist dage­gen das star­ke Wachs­tum bei den Luft­fahr­zeu­gen und Luft­fahr­zeug­tei­len, die gegen­über 2024 um 41,1 Pro­zent stie­gen. Sie ste­hen für ein Export­vo­lu­men von immer­hin 6,6 Mil­li­ar­den Euro. Bros­sardt resü­miert: „Es gibt zwar ein­zel­ne erfreu­li­che Ent­wick­lun­gen. Aber bei unse­ren wich­tigs­ten Export­gü­tern ver­lie­ren wir wei­ter an Boden. Das kann auch der über­ra­schend star­ke Zuwachs an ande­rer Stel­le nicht kom­pen­sie­ren. Wir brau­chen die­ses Jahr einen gro­ßen Wurf, um die tief­grei­fen­den Struk­tur­pro­ble­me zügig anzu­ge­hen. Nur so brin­gen wir unse­ren Stand­ort wie­der auf Vordermann.“

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