Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bam­berg Bas­kets holen in Vech­ta ers­ten Saisonsieg

3 Min. zu lesen
Vechta
Symbolbild, Foto: Pixabay
Am 2. Spiel­tag in der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga haben die Bam­berg Bas­kets ges­tern bei RASTA Vech­ta mit 108:67 gewon­nen und damit ihren ers­ten Sai­son­sieg gefeiert.

Der RASTA Dome in der Pari­ser Stra­ße in Vech­ta gilt für Aus­wärts­teams auf­grund der immensen Laut­stär­ke als wohl eine der am unan­ge­nehms­ten zu spie­len­den Hal­len in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga. In der Par­tie des 2. BBL-Spiel­tags zwi­schen RASTA Vech­ta und den BMA365 Bam­berg Bas­kets war am Don­ners­tag­abend davon aber nur wenig zu hören, denn nach fünf zunächst aus­ge­gli­che­nen Minu­ten über­nah­men die Gäs­te aus Freak City das Kom­man­do auf dem Par­kett und zogen von hier an auf und davon.

Nach einem 32:13 im zwei­ten Vier­tel lag das Team von Head Coach Jesús Ramí­rez zur Pau­se vor 2.922 Zuschau­ern bereits klar mit 57:28 in Füh­rung. 41 Zäh­ler betrug letzt­lich der Bam­ber­ger Vor­sprung, nach­dem man auch die Abschnit­te drei und vier für sich ent­schei­den konn­te. Am Ende stand ein 108:67-Auswärtssieg der BMA365 Bam­berg Bas­kets auf der Anzei­ge­ta­fel, die so mit einem Sieg und einer Nie­der­la­ge gegen die an die­sem Spiel­tag eben­falls erfolg­rei­chen MHP RIESEN aus Lud­wigs­burg am kom­men­den Sams­tag in ihr ers­tes Heim­spiel der Sai­son gehen können.

Bes­ter Wer­fer bei RASTA war Arma­an Frank­lin mit 12 Punk­ten. Im Team der BMA365 Bam­berg Bas­kets punk­te­ten gleich sie­ben Spie­ler zwei­stel­lig (Wright 17, Obie­sie 15, Wil­son 14, Jones und Scott je 13, Hoch­stad­ter 11, Bal­int 10).


Der Spiel­ver­lauf

Im Ver­gleich zum Bay­ern-Spiel stell­te Coach Jesús Ramí­rez sei­ne Start­for­ma­ti­on dies­mal auf zwei Posi­tio­nen um. Jor­dan Jones und Jor­dan Wright began­nen die Par­tie im Vech­ta Dome anstel­le von Mylik Wil­son und Richard Bal­int, die zunächst auf der Bank Platz nah­men. Gleich von Beginn an zeig­te das Bam­ber­ger Team ein ande­res Gesicht als im ers­ten Sai­son­spiel. Mit gro­ßer Inten­si­tät ging man in der Ver­tei­di­gung zu Wer­ke und such­te in der Offen­si­ve immer wie­der den Weg zum Korb. Aus vier Korb­le­gern sowie einem erfolg­rei­chen Drei­er von Tre­von Scott resul­tier­ten die ers­ten 11 Bam­ber­ger Zäh­ler (11:11/5.). Vech­ta hin­ge­gen tat sich schwer in Korb­nä­he, vor allem weil an Geburts­tags­kind Hason Ward in der Anfangs­pha­se kein Vor­bei­kom­men war. Drei Wür­fe hat­te der Bam­ber­ger Cen­ter bereits in den ers­ten 3:40 Spiel­mi­nu­ten geblockt. Die Ver­tei­di­gung der Bam­ber­ger stand gut und immer wie­der konn­te man nach Ball­ge­win­nen Tem­po ins eige­ne Spiel brin­gen. 11 von 19 Bam­ber­ger Wür­fen im ers­ten Vier­tel fie­len und nach dem Drei-Punk­te-Spiel von Tre Scott gin­gen die Gäs­te mit einer 25:15-Führung in die ers­te Viertelpause.

Mit einem Drei­er von Yuval Hoch­stad­ter star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets ins zwei­te Vier­tel. Allein in den ers­ten 73 Sekun­den des zwei­ten Vier­tels hat­ten Jor­dan Jones & Co. den Vecht­aern vier-mal den Ball abge­nom­men. Zu den 6 RAS­TA-Tur­no­vern im ers­ten kamen wei­te­re 10 im zwei­ten Vier­tel hin­zu, wel­che die Bam­ber­ger zu einem 19:1‑Run zum 44:16 (16.) nutz­ten. Dem Fast-Break-Dunk von Hason Ward nach wun­der­schö­nem Anspiel von Jor­dan Jones ließ der Auf­bau­spie­ler selbst einen wei­te­ren Korb­le­ger fol­gen und stell­te den Bam­ber­ger Vor­sprung erst­mals auf 30 Zäh­ler (51:21/18.). Beim Stand von 57:28 ging es in die Halb­zeit­pau­se, in der es ledig­lich die 10 Vechtaer Offen­siv-Rebounds zu monie­ren gab. 


„Wir hat­ten Kon­stanz in unse­rem Spiel“

Auch der Start in die zwei­te Halb­zeit gehör­te dem amtie­ren­den Pokal­sie­ger, der wei­ter­hin stark den Weg direkt zum RAS­TA-Korb such­te. Mit einem 10:0‑Run schraub­te man die Füh­rung auf 67:30 (23.), ehe nach dem Drei-Punk­te-Spiel von Yuval Hoch­stad­ter das Spiel nun etwas an Struk­tur ver­lor. Bei­de Teams nun mit vie­len Feh­lern im Spiel (73:44/28.), doch zum Ende des Vier­tels ver­stan­den es die BMA365 Bam­berg Bas­kets erneut, ihre Füh­rung vor dem Schluss­ab­schnitt auf 82:48 wie­der etwas auszubauen.

Die Bam­ber­ger hiel­ten auch zu Beginn des letz­ten Vier­tels die Kon­zen­tra­ti­on hoch und zogen wie­der etwas wei­ter davon (91:52/33.). Auch wenn die Par­tie bereits längst ent­schie­den war, ver­such­te RASTA sein Mög­lichs­tes und kam mit einer 15:5‑Serie bis zur 38. Minu­te noch­mals etwas her­an (96:67). Das Team von Jesús Ramí­rez schlug aber noch­mals zurück und been­de­te mit einem 12:0‑Lauf das Spiel. Brendan Ter­ry sorg­te mit sei­nen ers­ten BBL-Punk­ten für die Zäh­ler 99 und 100. Dani­el Kep­pe­l­er sorg­te mit einem wei­te­ren Korb­le­ger für den 108:67 Endstand.

Das hat das Spiel entschieden:

Die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung mach­te an die­sem Abend den Unter­schied. 19 Ball­ge­win­ne hat­ten Mylik Wil­son, Richard Bal­int & CO. am Ende auf dem Zet­tel ste­hen. Mit 40:36 gewan­nen die Bam­ber­ger zudem das Rebound-Duell. Das Ver­hält­nis zwi­schen Assists und Ball­ver­lus­ten sprach am Ende der Par­tie eben­falls ein­deu­tig für Bam­berg. Wäh­rend sich die BMA365 Bam­berg Bas­kets bei 22 Assists ins­ge­samt 16 Tur­no­ver leis­te­ten, waren es auf Sei­ten von RASTA bei nur 13 Korb­vor­la­gen unglaub­li­che 30 Ballverluste.

„Wir müs­sen die­ses Spiel ins Ver­hält­nis zu unse­rem vom Sonn­tag in Mün­chen set­zen. Heu­te haben wir eine Reak­ti­on dar­auf gezeigt – die war posi­tiv. Zugleich muss man sagen, dass Vech­ta war auf­grund der letz­ten Woche wirk­lich müde war“, so Bam­bergs Head Coach Jesus Rami­rez. „Ich möch­te RASTA an die­ser Stel­le auch noch zur BCL-Qua­li­fi­ka­ti­on gra­tu­lie­ren. Sie haben dafür allen Respekt ver­dient. Vier Spie­le in sechs Tagen inklu­si­ve Ver­let­zungs­pro­ble­men, das hat sei­nen Preis. Unab­hän­gig davon haben wir heu­te einen guten Job gemacht. Wir hat­ten Kon­stanz in unse­rem Spiel, haben über das gesam­te Spiel­feld Druck gemacht und phy­sisch gespielt. Das sind alles Din­ge, die wir trainieren.“

Weiterer Artikel

Herbst­fest im Tier­gar­ten Nürnberg

Wie berei­ten sich Tie­re auf den Win­ter vor?

Nächster Artikel

Sechs­te Aus­ga­be zeigt Entwicklungen

Sozi­al­struk­tur­at­las Bam­berg: Bam­berg ist jung – und wird älter