Am 2. Spieltag in der Basketball-Bundesliga haben die Bamberg Baskets gestern bei RASTA Vechta mit 108:67 gewonnen und damit ihren ersten Saisonsieg gefeiert.
Der RASTA Dome in der Pariser Straße in Vechta gilt für Auswärtsteams aufgrund der immensen Lautstärke als wohl eine der am unangenehmsten zu spielenden Hallen in der easyCredit Basketball Bundesliga. In der Partie des 2. BBL-Spieltags zwischen RASTA Vechta und den BMA365 Bamberg Baskets war am Donnerstagabend davon aber nur wenig zu hören, denn nach fünf zunächst ausgeglichenen Minuten übernahmen die Gäste aus Freak City das Kommando auf dem Parkett und zogen von hier an auf und davon.
Nach einem 32:13 im zweiten Viertel lag das Team von Head Coach Jesús Ramírez zur Pause vor 2.922 Zuschauern bereits klar mit 57:28 in Führung. 41 Zähler betrug letztlich der Bamberger Vorsprung, nachdem man auch die Abschnitte drei und vier für sich entscheiden konnte. Am Ende stand ein 108:67-Auswärtssieg der BMA365 Bamberg Baskets auf der Anzeigetafel, die so mit einem Sieg und einer Niederlage gegen die an diesem Spieltag ebenfalls erfolgreichen MHP RIESEN aus Ludwigsburg am kommenden Samstag in ihr erstes Heimspiel der Saison gehen können.
Bester Werfer bei RASTA war Armaan Franklin mit 12 Punkten. Im Team der BMA365 Bamberg Baskets punkteten gleich sieben Spieler zweistellig (Wright 17, Obiesie 15, Wilson 14, Jones und Scott je 13, Hochstadter 11, Balint 10).
Der Spielverlauf
Im Vergleich zum Bayern-Spiel stellte Coach Jesús Ramírez seine Startformation diesmal auf zwei Positionen um. Jordan Jones und Jordan Wright begannen die Partie im Vechta Dome anstelle von Mylik Wilson und Richard Balint, die zunächst auf der Bank Platz nahmen. Gleich von Beginn an zeigte das Bamberger Team ein anderes Gesicht als im ersten Saisonspiel. Mit großer Intensität ging man in der Verteidigung zu Werke und suchte in der Offensive immer wieder den Weg zum Korb. Aus vier Korblegern sowie einem erfolgreichen Dreier von Trevon Scott resultierten die ersten 11 Bamberger Zähler (11:11/5.). Vechta hingegen tat sich schwer in Korbnähe, vor allem weil an Geburtstagskind Hason Ward in der Anfangsphase kein Vorbeikommen war. Drei Würfe hatte der Bamberger Center bereits in den ersten 3:40 Spielminuten geblockt. Die Verteidigung der Bamberger stand gut und immer wieder konnte man nach Ballgewinnen Tempo ins eigene Spiel bringen. 11 von 19 Bamberger Würfen im ersten Viertel fielen und nach dem Drei-Punkte-Spiel von Tre Scott gingen die Gäste mit einer 25:15-Führung in die erste Viertelpause.
Mit einem Dreier von Yuval Hochstadter starteten die BMA365 Bamberg Baskets ins zweite Viertel. Allein in den ersten 73 Sekunden des zweiten Viertels hatten Jordan Jones & Co. den Vechtaern vier-mal den Ball abgenommen. Zu den 6 RASTA-Turnovern im ersten kamen weitere 10 im zweiten Viertel hinzu, welche die Bamberger zu einem 19:1‑Run zum 44:16 (16.) nutzten. Dem Fast-Break-Dunk von Hason Ward nach wunderschönem Anspiel von Jordan Jones ließ der Aufbauspieler selbst einen weiteren Korbleger folgen und stellte den Bamberger Vorsprung erstmals auf 30 Zähler (51:21/18.). Beim Stand von 57:28 ging es in die Halbzeitpause, in der es lediglich die 10 Vechtaer Offensiv-Rebounds zu monieren gab.
„Wir hatten Konstanz in unserem Spiel“
Auch der Start in die zweite Halbzeit gehörte dem amtierenden Pokalsieger, der weiterhin stark den Weg direkt zum RASTA-Korb suchte. Mit einem 10:0‑Run schraubte man die Führung auf 67:30 (23.), ehe nach dem Drei-Punkte-Spiel von Yuval Hochstadter das Spiel nun etwas an Struktur verlor. Beide Teams nun mit vielen Fehlern im Spiel (73:44/28.), doch zum Ende des Viertels verstanden es die BMA365 Bamberg Baskets erneut, ihre Führung vor dem Schlussabschnitt auf 82:48 wieder etwas auszubauen.
Die Bamberger hielten auch zu Beginn des letzten Viertels die Konzentration hoch und zogen wieder etwas weiter davon (91:52/33.). Auch wenn die Partie bereits längst entschieden war, versuchte RASTA sein Möglichstes und kam mit einer 15:5‑Serie bis zur 38. Minute nochmals etwas heran (96:67). Das Team von Jesús Ramírez schlug aber nochmals zurück und beendete mit einem 12:0‑Lauf das Spiel. Brendan Terry sorgte mit seinen ersten BBL-Punkten für die Zähler 99 und 100. Daniel Keppeler sorgte mit einem weiteren Korbleger für den 108:67 Endstand.
Das hat das Spiel entschieden:
Die Bamberger Verteidigung machte an diesem Abend den Unterschied. 19 Ballgewinne hatten Mylik Wilson, Richard Balint & CO. am Ende auf dem Zettel stehen. Mit 40:36 gewannen die Bamberger zudem das Rebound-Duell. Das Verhältnis zwischen Assists und Ballverlusten sprach am Ende der Partie ebenfalls eindeutig für Bamberg. Während sich die BMA365 Bamberg Baskets bei 22 Assists insgesamt 16 Turnover leisteten, waren es auf Seiten von RASTA bei nur 13 Korbvorlagen unglaubliche 30 Ballverluste.
„Wir müssen dieses Spiel ins Verhältnis zu unserem vom Sonntag in München setzen. Heute haben wir eine Reaktion darauf gezeigt – die war positiv. Zugleich muss man sagen, dass Vechta war aufgrund der letzten Woche wirklich müde war“, so Bambergs Head Coach Jesus Ramirez. „Ich möchte RASTA an dieser Stelle auch noch zur BCL-Qualifikation gratulieren. Sie haben dafür allen Respekt verdient. Vier Spiele in sechs Tagen inklusive Verletzungsproblemen, das hat seinen Preis. Unabhängig davon haben wir heute einen guten Job gemacht. Wir hatten Konstanz in unserem Spiel, haben über das gesamte Spielfeld Druck gemacht und physisch gespielt. Das sind alles Dinge, die wir trainieren.“
