Tol­ler Kampf wird nicht belohnt

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen Tele­kom Bas­kets Bonn

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Bonn
Symbolbild, Foto: Pixabay
Mit gro­ßem Ein­satz, viel Lei­den­schaft und extrem hoher Inten­si­tät boten die Bam­berg Bas­kets dem Deut­schen Vize­meis­ter aus Bonn ges­tern Abend bis in die Schluss­pha­se der Par­tie des 31. Spiel­tags einen offe­nen Schlag­ab­tausch, unter­la­gen am Ende unglück­lich mit 79:89.

Auch von meh­re­ren klei­nen Runs der Tele­kom Bas­kets Bonn ließ sich die Mann­schaft von Head Coach Arne Wolt­mann nicht beir­ren, figh­te­te sich immer wie­der beherzt zurück. Nuan­cen und ein oft­mals das Wurf­glück gepach­tet haben­der Glynn Wat­son Jr. mach­ten am Ende den Unter­schied und sicher­ten den Rhein­län­dern den Sieg in Freak City.

In Sachen Ein­satz­be­reit­schaft war­fen die Bam­ber­ger vor 4.022 Zuschau­ern in der BROSE ARENA wahr­lich alles in die Waag­scha­le und gewan­nen das Rebound-Duell mit 39:35. Die Tele­kom Bas­kets Bonn hat­ten hin­ge­gen eine dop­pelt so hohe Tref­fer­quo­te von der Drei­punk­te-Linie. Wäh­rend die Bas­kets 30 Ver­su­che für ihre sie­ben Tref­fer benö­tig­ten (23%), genüg­ten den Bon­nern für ihre elf Tref­fer hin­ge­gen nur 24 Ver­su­che (46%).

Die erfolg­reichs­ten Korb­schüt­zen in Rei­hen der Bam­berg Bas­kets waren Malik John­son und Trey Wood­bu­ry mit je 13 Punk­ten, gefolgt von Filip Sta­nić und Adri­an Nel­son mit je 10 Zäh­lern. Tops­corer der Par­tie war Bonns Glynn Wat­son Jr. mit 22 Punkten.

Nach dem Heim­sieg am Wochen­en­de gegen die BG Göt­tin­gen haben die Bam­berg Bas­kets an die­sem Spiel­tag im Ren­nen um die Play-In-Plät­ze auf die Ham­burg Towers wie­der etwas an Boden ver­lo­ren, denn die Han­sea­ten konn­ten ihre Par­tie des 31. Spiel­tags gewin­nen. Mit 94:88 bezwan­gen die Towers in eige­ner Hal­le die HAKRO Mer­lins aus Crailsheim.


Bam­ber­ger kämp­fen sich immer wie­der zurück

Bis in die Haar­spit­zen moti­viert star­te­ten die Bam­berg Bas­kets hin­ein in die Par­tie gegen den Tabel­len­sechs­ten. Gleich von Beginn an waren John­son, Cope­land, Gray, Nel­son und Sta­nić auf Betriebs­tem­pe­ra­tur und arbei­te­ten gut unter den Bret­tern. Nach zwei erfolg­rei­chen Distanz­wür­fen von Jus­tin Gray führ­ten die Haus­her­ren nach drei Minu­ten mit 6:0. Doch auch der Deut­sche Vize­meis­ter benö­tig­te nicht lan­ge, um ins Spiel zu fin­den. Eben­falls per Drei­er hol­te Bri­an Fobbs wenig spä­ter erst­mals die Füh­rung auf die Sei­te von Bonn (7:6/4.). Bei­de Teams gin­gen extrem phy­sisch zur Sache und so ent­wi­ckel­te sich ein abwechs­lungs­rei­ches Top-Spiel zwei­er abso­lut eben­bür­ti­ger Mann­schaf­ten. Nach­dem Trey Wood­bu­ry sei­ne Frei­wür­fe nach dem Foul beim Drei­er alle­samt ver­wan­deln konn­te, lagen die Bas­kets 1:49 Minu­ten vor Ende des ers­ten Vier­tels mit 19:17 vor­ne. Ein nicht geahn­de­tes Foul beim Wood­bu­ry-Korb­le­ger, sowie zwei Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te waren den Bon­nern dann jedoch eine Steil­vor­la­ge, um zum Ende des ers­ten Abschnitts noch ein­mal davon­zu­zie­hen. Mit einem 8:0 Lauf sorg­ten die Gäs­te für das 25:19 nach zehn Minuten.

Den klei­nen Vor­sprung aus ihrem Zwi­schen­spurt hiel­ten die Tele­kom Bas­kets zu Beginn des zwei­ten Vier­tels. Till Pape und Bri­an Fobbs tra­fen dann aber direkt nach­ein­an­der von jen­seits der 6,75-Meter-Linie und so ging das Team in Magen­ta erst­mals zwei­stel­lig in Front (36:26/14.). Zwei Minu­ten spä­ter kam es noch dicker für die Bam­ber­ger, als näm­lich Zach Cope­land nach einem Zusam­men­prall mit Noah Kirk­wood bereits sein drit­tes per­sön­li­ches Foul ange­krei­det bekam. Mit den gut 4.000 begeis­ter­ten Fans im Rücken kämpf­ten sich die Bas­kets aber zurück. 81 Sekun­den vor der Halb­zeit­si­re­ne glich Trey Wood­bu­ry mit sei­nem Dri­ve zum Korb beim 41:41 erneut aus. Doch wie schon zum Ende des ers­ten Vier­tels hat­te Bonn auch dies­mal noch einen klei­nen fina­len Run parat und gin­gen so mit 46:41 in die Kabine.


„Wir haben wirk­lich alles ins Spiel rein­ge­legt, was wir im Tank hatten“

Die Halb­zeit­pau­se schie­nen bei­de Teams her­vor­ra­gend genutzt zu haben, denn auch nach der Pau­se war kein Inten­si­täts­ver­lust zu erken­nen. Bei­de Teams ver­lang­ten sich gegen­sei­tig wei­ter­hin alles ab. Da auf Bam­ber­ger Sei­te die Wür­fe zu Beginn des Vier­tels aber nicht so fal­len woll­ten, zogen die Gäs­te wie­der zwei­stel­lig davon (43:53/23.). Das Team aus Freak City zeig­te nun noch­mals sei­ne gro­ße Kämp­fer­men­ta­li­tät und arbei­te­te sich zurück. 2:08 Minu­ten waren im drit­ten Vier­tel noch auf der Uhr, als Zach Cope­land einen sei­ner gefürch­te­ten Drei­er zur erneu­ten Bam­ber­ger Füh­rung durchs Netz jag­te (59:58/28.). Nun aber dreh­te einer auf Bon­ner Sei­te rich­tig auf. Glynn Wat­son Jr. leg­te noch­mals fünf Zäh­ler sowie den Assist für den Korb­le­ger von Till Pape nach und so führ­ten die Rhein­län­der nach 30 Minu­ten wie­der (65:62).

Und es blieb wei­ter span­nend, auch wenn Wat­son trotz guter Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung den Vor­sprung im Allein­gang bis auf 70:62 erst ein­mal erhöh­te. Bam­berg aber war noch lan­ge nicht fer­tig und kam nach einem Drei­er von Malik John­son aus der lin­ken Spiel­fel­de­cke wie­der auf 68:70 (33.) her­an. Exakt noch fünf Minu­ten waren im Schluss­ab­schnitt zu spie­len, als Zach Cope­land mit einem erfolg­rei­chen Dri­ve zum Korb plus anschlie­ßen­dem Bonus­frei­wurf auf 73:73 aus­glei­chen konn­te. Die Span­nung in der BROSE ARENA wuchs nun von Angriff zu Angriff und als Trey Wood­bu­ry 1:13 Minu­ten vor Schluss per Drei­er das 79:81 mar­kier­te, schien alles mög­lich. Bri­an Fobbs hat­te auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te jedoch eine Ant­wort parat (79:83). Tra­gisch dann im fol­gen­den Angriff schon fast der Schritt­feh­ler von Zach Cope­land, der unglück­li­cher­wei­se auf dem Boden aus­ge­rutscht war. Bei nur noch 45 Sekun­den Rest­spiel­zeit muss­ten es die Bam­ber­ger nun über Fouls pro­bie­ren, doch sowohl Glynn Wat­son Jr. als auch Sam Grie­sel zeig­ten kei­ne Ner­ven an der Frei­wurf­li­nie und brach­ten den Sieg für die Gäs­te letzt­lich ins Ziel.

„Wie schon so oft in der Sai­son waren auch heu­te die Live Ball Tur­no­vers unser größ­tes Pro­blem und haben den Aus­schlag gege­ben. Sicher­lich hät­ten wir in der zwei­ten Halb­zeit auch um eini­ges bes­ser reboun­den kön­nen, so dass sie in die­sen Pha­sen nicht so vie­le zwei­te Chan­cen bekom­men hät­ten“, blick­te Adri­an Nel­son auf das Spiel. „Am Ende aber waren es wie­der ein­mal die Klei­nig­kei­ten. Jetzt heißt es wei­ter­ar­bei­ten und sich vor­be­rei­ten für Samstag.“

Head Coach Arne Wolt­mann resü­mier­te, dass er stolz dar­auf ist, wie sei­ne Mann­schaft gekämpft hat. „Wir haben wirk­lich alles ins Spiel rein­ge­legt, was wir im Tank hat­ten und das war heu­te eine gan­ze Men­ge. Lei­der sind wir dafür nicht belohnt wor­den. 1:14 Minu­ten vor Schluss, nach­dem Trey den Drei­er getrof­fen hat­te, war es ein One-Pos­ses­si­on-Game. Lei­der haben wir dann aber kei­nen Korb mehr erzie­len und auch die Stopps in der Ver­tei­di­gung nicht mehr gene­rie­ren können.“

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