Fahr­rad­kli­ma-Test 2020 

Bam­berg holt bei Fahr­rad­för­de­rung und Wer­bung für das Rad­fah­ren auf

1 Min. zu lesen
Jonas Glüsenkamp
Bürgermeister Jonas Glüsenkamp betont, dass Bamberg zur Erreichung des Ziels, bis 2030 drei von vier Wegen mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen, weiter vorankommen muss. Foto: Sebastian Quenzer
Der All­ge­mei­ne Deut­sche Fahr­rad-Club (ADFC) hat die Ergeb­nis­se des Fahr­rad­kli­ma-Tests 2020 ver­öf­fent­licht: Bam­berg schnei­det mit einer Gesamt­no­te von 3,79 (Schul­no­te) im bun­des­wei­ten Ver­gleich (3,93) über­durch­schnitt­lich gut ab. Die Stadt Bam­berg darf sich bei neue­ren Maß­nah­men über gute Bewer­tun­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger freu­en. Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp sieht aller­dings auch noch Luft nach oben. 

In der bay­ern­wei­ten Orts­grö­ßen­klas­se sichert sich Bam­berg den Rang­platz eins von neun, im bun­des­wei­ten Ver­gleich liegt sie auf Platz 31 von 110. Beson­ders gut kom­men bei den Bürger:innen die jüngs­ten Maß­nah­men der Stadt Bam­berg an: die Wer­bung für mehr Rad­fah­ren in der Stadt und die geziel­te Fahr­rad­för­de­rung. „Die Unter­stüt­zung des Rad­ver­kehrs ist kein Selbst­zweck, son­dern die Umset­zung des ein­stim­mi­gen Stadt­rats­be­schlus­ses, dass im Jahr 2030 drei von vier Wegen in der Stadt mit dem Fahr­rad zu Fuß oder mit dem Bus zurück­ge­legt wer­den sol­len. Bei die­sem Ziel müs­sen wir immer wei­ter vor­an­kom­men“, so Bür­ger­meis­ter und Mobi­li­täts­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.


Mit der Note 3,8 liegt Bam­berg über dem bun­des­wei­ten Durchschnitt

Gro­ße Stär­ken in Sachen Rad­fah­ren in Bam­berg sehen die Teil­neh­men­den in der guten Erreich­bar­keit des Stadt­zen­trums, in der aus­ge­wo­ge­nen Mischung jün­ge­rer und älte­rer Rad­fah­rer sowie in den Gege­ben­hei­ten für ein zügi­ges Rad­fah­ren. Als Schwä­chen haben die Bürger:innen die Mög­lich­kei­ten zur Mit­nah­me von Rädern im Öffent­li­chen Nah­ver­kehr, die zu gerin­ge Kon­trol­le von Falsch­par­kern auf Rad­we­gen und deren Brei­te ausgemacht.

Ver­gleicht man die Bewer­tun­gen aus den Jah­ren 2012 bis 2020 dann zeigt sich, dass Bam­berg bei der Fra­ge der Rad­ab­stell­plät­ze in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­holt hat. Lagen die Wer­te 2016 und 2018 bei 4,1, sind sie in 2020 nun auf 3,8 geklettert.

Der ADFC Fahr­rad­kli­ma-Test wird aus Sicht der Ver­kehrs­pla­ner begrüßt, da das The­ma Rad­fah­ren eines der Hand­lungs­fel­der bei der lau­fen­den Aktua­li­sie­rung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­pla­nes ist. Im Zuge der Bestands­auf­nah­me ste­hen dabei Hin­wei­se auf Rad­weg­lü­cken und Pro­blem­stel­len, eben­so wie all­ge­mein zur Stär­kung des Rad­ver­kehrs oder eine all­ge­mei­ne Zie­le-Dis­kus­si­on im Mit­tel­punkt. Also: „Was läuft gut, was nicht?“ Die Pla­ner erhal­ten mit dem Test­ergeb­nis viel­fäl­ti­ge Hin­wei­se zur Qua­li­tät der Angebote.


ADFC-Fahr­rad­kli­ma-Test 

Der ADFC-Fahr­rad­kli­ma-Test ist eine der größ­ten Befra­gun­gen zum Rad­fahr­kli­ma welt­weit und fand 2020 zum neun­ten Mal statt. Geför­dert wird das Pro­jekt vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur (BMVI) aus Mit­teln zur Umset­zung des Natio­na­len Rad­ver­kehrs­plans (NRVP).

230.000 Rad­fah­ren­de haben sich am Fahr­rad­kli­ma-Test 2020 betei­ligt. Im Ver­gleich zu 2018 ist das eine Stei­ge­rung um 35 %. Sie haben 1.024 Städ­te und Gemein­den bewer­tet und damit so vie­le wie nie zuvor (2018: 683 und 2016: 539 Städte).

Weiterer Artikel

Welt­erbe Bamberg

Patri­cia Alberth ist die neue Vor­sit­zen­de der IAWHP

Nächster Artikel

Buch­erschei­nung

Flo­ri­an Herrn­le­ben: “Over­nör­gelism”