Kei­ne Nachwuchsprobleme

„Bam­berg on tour“ zu Besuch bei der Jugendfeuerwehr

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Bamberg on tour
Die Jugendfeuerwehr bei einer Einsatzübung, Foto: Pressestelle Stadt Bamberg / Michael Memmel
Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer von „Bam­berg on tour“ haben am 27. März die Jugend­ab­tei­lung der Bam­ber­ger Feu­er­wehr besucht. Vor Ort konn­ten sie sich ein Bild machen, wie inten­siv sich die Bam­ber­ger Feu­er­wehr um den Nach­wuchs kümmert.

Los ging es am Max­platz. Dort begrüß­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke die knapp 30 Rad­le­rin­nen und Rad­ler von „Bam­berg on tour“ zusam­men mit Stadt-Jugend­feu­er­wehr­wart Alex­an­der Wil­helm und sei­nem Stell­ver­tre­ter Alex­an­der Ohme. Star­ke lob­te die Ein­satz­be­reit­schaft der zumeist ehren­amt­lich täti­gen Feu­er­wehr zum Woh­le der Stadt.

Dann mach­te sich „Bam­berg on tour“ auf in die Lud­wig­stra­ße. Dort konn­te die Grup­pe „Flo­ri­an Bam­berg 11/​11/​1“, das Aus­bil­dungs­fahr­zeug der Jugend­feu­er­wehr, besich­ti­gen. Nicht nur ist es beson­ders, dass die Jugend­feu­er­wehr ein eige­nes Aus­bil­dungs­fahr­zeug unter­hält. Auch des­sen Finan­zie­rung durch aus­schließ­lich Spen­den „ist bay­ern­weit ein­ma­lig“ wie Alex­an­der Wil­helm beton­te. Bin­nen zwölf Mona­ten sei es gelun­gen, im Rah­men des Pro­jekts „Die Jugend­feu­er­wehr nimmt Fahrt auf“ 100.000 Euro für das Fahr­zeug zu sammeln.

Nicht nur sol­cher Aus­rüs­tung wegen, sag­te Alex­an­der Ohme, auch dank der 14 Mäd­chen und 22 Jun­gen, die aktu­ell bei der Jugend­feu­er­wehr ihr Hand­werks­zeug ler­nen, habe die Jugend­feu­er­wehr „kei­ne Nach­wuchs­pro­ble­me“ habe. Auch habe sich gezeigt, dass die Mehr­heit der Kin­der und Jugend­li­chen auch im Erwach­se­nen­al­ter der Feu­er­wehr treu bleibt. Auf 60 Pro­zent bezif­fer­te Ohme die Zahl der der­zeit etwa 360 ehren­amt­lich täti­gen Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, die aus der Jugend­feu­er­wehr kom­men. Die Über­tritts­quo­te von der Jugend zur akti­ven Wehr lie­ge bei 95 Prozent.

Was­ser­auf­bau für einen Löschangriff

Die Gerä­te­hal­le „Lösch­grup­pe 2/​Jugendfeuerwehr“ in der Wun­der­burg, die nächs­te Sta­ti­on von „Bam­berg on tour“, beher­bergt einen Unter­richts­raum. Neben die­sem konn­te „Bam­berg on tour“ auch eine Ein­satz­übung der Jugend­feu­er­wehr besich­ti­gen. Die Jugend­li­chen zeig­ten, wie mit Hil­fe ihres Trag­kraft­sprit­zen­an­hän­gers Was­ser zum Löschen her­bei­ge­bracht wird. Im Fach­jar­gon heißt das „Was­ser­auf­bau für einen Löschangriff“.

Koor­di­niert von Ein­satz­be­feh­len waren die Schläu­che in Sekun­den­schnel­le aus­ge­rollt, bis es hieß „Was­ser marsch“. Die Jugend­li­chen neh­men zwar nicht an Ein­sät­zen teil, erläu­ter­ten Wil­helm und Ohme. Sie kön­nen aber wäh­rend der Jugend­zeit die Prü­fung zur Trupp­füh­re­rin bezie­hungs­wei­se zum Trupp­füh­rer able­gen. Dies befä­higt sie zu Ein­sät­zen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen, sobald sie min­des­tens 16 Jah­re alt sind. Wei­te­rer Bau­stein der Nach­wuchs­ar­beit ist die Kin­der­feu­er­wehr, in der Kin­der im Alter von sechs bis zwölf Jah­ren spie­le­risch an die Feu­er­wehr her­an­ge­führt werden.

Das Kel­ler­ge­schoss der Vil­la Des­sau­er , die letz­te Sta­ti­on von „Bam­berg on tour“, beher­bergt einen eigens ein­ge­rich­tet Jugend­raum für die Jugend­feu­er­wehr. Die Stadt­spit­ze habe, so Ohme, von der Not­wen­dig­keit eines sol­chen Raums über­zeugt wer­den kön­nen. Nach weni­gen Mona­ten ent­stand aus dem nüch­ter­nen Unter­richts­raum der Feu­er­wehr besag­ter Jugend­raum mit klei­nem Büro. Beson­der­heit hier­bei: Der anspre­chend gestal­te­te Raum dient dem zwang­lo­sen Tref­fen der Jugend­li­chen. Er ist ihr eige­ner Rück­zugs­raum im gro­ßen Haus der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Bamberg.

Zum Abschluss die­ser „Bam­berg on tour“ wies Andre­as Star­ke auf die nächs­te Tour am 14. Mai hin, für die die Vor­be­rei­tun­gen bereits im Gan­ge sind.

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