Erfin­der des Sams

Bam­berg und Ode­on gra­tu­lie­ren Paul Maar zum 85. Geburtstag

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Maar
Paul Maar signiert eines seiner Sams-Bücher im Odeon-Kino, Foto: Samira Rosenbaum
Viel Geki­cher und Geläch­ter, strah­len­de Kin­der­au­gen, Gebäck und ein Kino, das unter Anlei­tung von Bam­bergs Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner ein Geburts­tags­ständ­chen singt. Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch gab es zu Paul Maars 85. Geburts­tag gro­ßes Kino im Ode­on.

In sei­nem bis auf den letz­ten Platz gefüll­ten Saal zeig­te das Ode­on-Kino die Sams-Ver­fil­mung „Das Sams“. Anlass war der 85. Geburts­tag des Schöp­fers des Sams – Paul Maar. Der Film ist die ein­zi­ge Buch-Ver­fil­mung, zu der der Autor selbst das Dreh­buch schrieb und des­sen Film­mu­sik der oscar­prä­mier­te Musi­ker Nico­la Pio­va­ni komponierte.

Vor allem in Bam­berg ist man stolz auf den berühm­ten Schrift­stel­ler und dass das Sams Bam­ber­ger ist. Er wün­sche Paul Maar alles Gute zum 85. Geburts­tag „und wei­ter­hin vie­le krea­ti­ve Ein­fäl­le“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. „Denn: Jedes Kind kennt das Sams, nicht nur bei uns, son­dern überall.“

Genera­tio­nen von Kin­dern sind welt­weit mit den Geschich­ten vom Sams und Herrn Taschen­bier groß gewor­den. Das Sams, ein schlau­es und respekt­lo­ses klei­nes Wesen mit Rüs­sel­na­se und Wunsch­punk­ten im Gesicht, hält der erwach­se­nen Welt einen Spie­gel vor. Paul Maar hat­te sich die­se Geschich­ten bereits in den 1970-er Jah­ren aus­ge­dacht, als sei­ne eige­nen drei Kin­der noch klein waren.

Aber ins­be­son­de­re wegen sei­ner Ver­fil­mun­gen hat das Sams einen beson­de­ren Stel­len­wert in Paul Maars Hei­mat­stadt. Sowohl Hand­lungs- als auch Dreh­ort aller drei Sams-Kino­fil­me ist Bam­berg. Die Außen­ku­lis­se für Herrn Taschen­biers Haus fin­det man in der Juden­stra­ße 16. Es han­delt sich hier um das „Haus zum Ein­horn”, das bereits 1747 errich­tet wur­de. Wobei die Bam­ber­ge­rIn­nen oft den Namen „Taschen­bier-Haus“ ver­wen­den. Vie­le Innen­sze­nen, wie bei­spiels­wei­se die in der Woh­nung von Frau Rot­kohl, ent­stan­den in einer still­ge­leg­ten Fens­ter­fa­brik in Unter­haid. Und die Papier­fa­brik Elt­mann im Land­kreis Haß­ber­ge dien­te als Kulis­se für die Büro­räu­me der Schirm­fa­brik, in der Herr Taschen­bier arbeitet.

Eigent­lich hat­te Paul Maar nach dem ers­ten Sams-Buch ange­kün­digt, dass er kei­nen zwei­ten Band schrei­ben wür­de. Das war 1973. Nun hat er zu sei­nem 85. Geburts­tag den elf­ten Band, „Das Sams und die gro­ße Weih­nachts­su­che“, veröffentlicht.

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