Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro- Arbeitgeberverbände bayme vbm haben sich zum Beginn des neuen Schuljahres zur Bildungsqualität in Bayern geäußert.
bayme vbm vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont zu Beginn des neuen Schuljahres die hohe Qualität des Bildungsstandortes Bayern: „Unser Schulsystem ist traditionell stark und der Nachwuchs findet im Freistaat beste Voraussetzungen, um früh die Grundlagen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu schaffen. Wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen und müssen dafür Sorge tragen, dass das Bildungsniveau weiter auf diesem hohen Level bleibt.“ Denn der PISA-Schock 2023 habe auch vor bayerischen Klassenzimmern nicht halt gemacht. Dass die Bayerische Staatsregierung zügig reagiere und mit ihrem Maßnahmenkatalog einen Schwerpunkt insbesondere auf Sprachförderung in den frühen Bildungsphasen gelegt habe, sei der richtige Schritt gewesen. „Ausgehend davon müssen wir nun alle weiteren Bildungsphasen systematisch in den Blick nehmen.“
Dabei müssten laut bayme vbm vbw gerade auch die sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen durchweg und gezielt gefördert werden. „Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir als rohstoffarmer Wirtschaftsstandort haben. Eine zentrale Stellschraube ist die Vermittlung einer gesicherten Sprachkompetenz“, führt Brossardt aus. „Mit der Einführung von verbindlichen Sprachtests eineinhalb Jahre vor der Einschulung und der gestärkten Förderung von Kernkompetenzen in der Grundschule wurden bereits wichtige Weichen gestellt. Als nächsten Schritt brauchen wir nun einen Maßnahmenplan für die weiterführenden Schulen.“
In dem Zuge fordert die vbw, auch die dritte und vierte Jahrgangsstufe sowie den Übertritt in die weiterführenden Schulen beweglicher zu gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass ein grundlegendes Kompetenzniveau erreicht wird und dafür, wenn erforderlich, auch die individuellen Lernzeiten flexibilisieren. Im Zuge des demografischen Wandels sind unsere Unternehmen auf jede junge Nachwuchskraft angewiesen. Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder und Jugendliche im Bildungssystem den Anschluss verlieren“, so Brossardt.
