Gla­dia­tors Trier mit zwei Sie­gen aus den ers­ten bei­den Spielen

BMA365 Bam­berg Bas­kets rei­sen nach Trier

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Trier
Symbolbild, Foto: Pixabay
Nach den bei­den Aus­wärts­sie­gen im Pokal und in der Liga zum Auf­takt in die neue Sai­son wol­len die BMA365 Bam­berg Bas­kets nun am mor­gi­gen Sonn­tag wei­ter nach­le­gen. Für die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel geht es zum Zweit­li­ga­meis­ter der Vor­sai­son nach Trier.

Im Gast­spiel beim Auf­stei­ger müs­sen sich die Bam­ber­ger dabei auf ein extrem schwe­res Spiel ein­stel­len, denn nach dem Sieg im Pokal haben die Trie­rer auch ihre bei­den ers­ten BBL-Spie­le der Sai­son gegen Ros­tock und bei ALBA BERLIN gewon­nen. Tip-Off zur Par­tie der BMA365 Bam­berg Bas­kets in der SWT-Are­na in der Römer­stadt ist am Sonn­tag um 15:00 Uhr.

„Wir tref­fen auf einen Geg­ner, der zwei Sie­ge aus sei­nen ers­ten bei­den Spie­len geholt hat. Mit sehr star­ken indi­vi­du­el­len Spie­lern, die ein Spiel im Allein­gang ent­schei­den kön­nen, har­mo­nie­ren sie offen­siv und spie­len sehr gut Sie haben in bei­den Spie­len gezeigt, dass sie nie auf­ge­ben. Zuletzt in Ber­lin, als sie schon zwei­stel­lig in Rück­stand lagen, haben sie Cha­rak­ter bewie­sen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „In Trier zu bestehen ist für uns eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Drei Vier­tel ihrer Mann­schaft sind zusam­men­ge­blie­ben, dane­ben haben sie sich mit Brooks und King sehr gut ver­stärkt. Wir müs­sen gewapp­net sein, denn in Trier wird uns mit Sicher­heit alles abver­langt werden.“

Nach dem Aus­wärts­spiel in Braun­schweig hat­ten die Bam­ber­ger nun acht Tage Zeit, sich auf die Auf­ga­be in Trier vor­zu­be­rei­ten. Auf­grund der Teil­nah­me von RASTA Vech­ta am inter­na­tio­na­len Wett­be­werb muss­te die Begeg­nung des 2. Spiel­ta­ges ver­scho­ben wer­den und bescher­te Ibi Wat­son & Co. so die­se Pau­se. Die Trie­rer hin­ge­gen muss­ten am Frei­tag­abend noch in der Haupt­stadt bei ALBA BERLIN ran.

Nach dem Errei­chen des Ach­tel­fi­na­les im BBL-Pokal nach dem 87:67-Auswärtserfolg in Tübin­gen gewan­nen die Trie­rer auch ihr ers­tes Heim­spiel der neu­en BBL-Sai­son. Gegen die ROSTOCK SEAWOLVES setz­te man bei der Rück­kehr ins Ober­haus gleich ein dickes Aus­ru­fe­zei­chen. Mit 5.029 Zuschau­ern im Rücken bezwang man in der hei­mi­schen SWT-Are­na die von den Exper­ten extrem hoch ein­ge­schätz­ten Ost­see­städ­ter mit 88:78 und hol­te sich den ers­ten Saisonsieg.

Im Anschluss an den Auf­takt­sieg gegen Ros­tock ging es für die Mann­schaft von Trai­ner Jac­ques Schnei­der gut 700 Kilo­me­ter quer durch die Repu­blik nach Ber­lin, wo man am Tag der Deut­schen Ein­heit bei den Alba­tros­sen zu Gast war und auch hier gin­gen die Trie­rer am Ende als Sie­ger vom Par­kett. Nach­dem man im ers­ten Vier­tel noch etwas Respekt gezeigt hat­te (23:35) kam man im wei­te­ren Ver­lauf des Spiels immer bes­ser in sei­nen Rhyth­mus. Vier­tel Num­mer zwei, drei und vier hol­ten sich die Gla­dia­tors und sieg­ten am Ende in der Uber Are­na mit 97:92.


Lan­ge Bas­ket­ball­his­to­rie in Trier

Mit Maik Zir­bes haben die Trie­rer einen Mann in ihren Rei­hen, der bas­ket­bal­le­risch mit allen Was­sern gewa­schen ist. 259 BBL-Spie­le sowie 75 Län­der­spie­le für Deutsch­land hat der 35-Jäh­ri­ge bereits auf sei­nem brei­ten Buckel. Von 2012 bis 2014 spiel­te er in Bam­berg und gewann hier 2013 sei­ne ers­te Deut­sche Meis­ter­schaft. Neben ihm hat der Club ins­ge­samt neun wei­te­re Spie­ler aus der Auf­stiegs­mann­schaft gehal­ten. JJ Mann, Jor­dan Roland, Behnam Yakhcha­li, Nolan Ade­kun­le und Evan Rapi­que ver­fü­gen alle­samt nicht nur über BBL-Erfah­rung, son­dern sind als Team über die über­aus erfolg­rei­che Vor­sai­son zusam­men­ge­wach­sen und her­vor­ra­gend auf­ein­an­der eingespielt. 

Gezielt und punk­tu­ell hat der Coa­ching Staff der Gla­dia­tors die Mann­schaft erwei­tert. Von den Bak­ken Bears, Geg­ner der Bam­ber­ger in der Vor­sai­son in der Euro­pean North Bas­ket­ball League, kam Urald King. Der US-Ame­ri­ka­ner begann sei­ne Pro­fi­kar­rie­re beim TUS Bad Aib­ling in der 2. Regio­nal­li­ga, ehe ihn sein Weg über Island, Frank­reich, Finn­land, Däne­mark, Isra­el, Öster­reich und den Koso­vo nun wie­der zurück nach Deutsch­land führte. 

Direkt aus der NCAA von der Uni­ver­si­ty of Mar­quet­te wech­sel­te Dex­ter Akan­no in die ältes­te Stadt Deutsch­lands. Mit Jor­ke Aav haben die VET-CONCEPT Gla­dia­tors Trier zudem ein viel­ver­spre­chen­des Talent auf der Point Guard Posi­ti­on ver­pflich­tet. Der Junio­ren-Natio­nal­spie­ler Est­lands ist in Trier kein Unbe­kann­ter, denn bereits zur Spiel­zeit 2021/​/​22 spiel­te er für das Team Ehin­gen Urspring. Als damals 16-Jäh­ri­ger absol­vier­te er 17 Par­tien in der ProA und stand in bei­den Duel­len mit den Trie­rern auf dem Spiel­feld. Schon jetzt ist klar, wer im Spiel der Trie­rer die Fäden in der Hand hat. Eli Brooks war mit 17 Punk­ten und 8 Assists Tops­corer und Takt­ge­ber der Gla­dia­tors im Auf­takt­sieg gegen Ros­tock. Auch beim Aus­wärts­sieg in Ber­lin spiel­te der US-Ame­ri­ka­ner groß auf. 18 Zäh­ler trug er dies­mal zum Sieg bei. Nach­dem zunächst Behnam Yakhcha­li mit zwei erfolg­rei­chen Drei­ern für die ers­te Trie­rer Füh­rung der Par­tie gesorgt hat­te, brach­te der neue Gla­dia­tors Point Guard den Sieg über die Ziel­li­nie. 9 Punk­te erziel­te Brooks in nur 2:06 Minu­ten bis zum 95:83 und stutz­te so nahe­zu im Allein­gang den Alba­tros­sen die Flügel.

In der Som­mer­pau­se 2023 wech­sel­te der gebür­ti­ge Rhein­län­der Jac­ques Schnei­der an die Mosel. Dort über­nahm er zunächst den Pos­ten des sport­li­chen Lei­ters und fun­gier­te zudem als Co-Trai­ner von Don Beck. Nach­dem die Trie­rer 2024 den Auf­stieg in die BBL nur knapp ver­passt hat­ten, wur­de Schnei­der zum Chef­trai­ner ernannt und führ­te die Mann­schaft zur Meis­ter­schaft in der ProA. Vor sei­ner Zeit in Trier war Jac­ques Schnei­der von 2013 bis 2023 als Co-Trai­ner bei den Bay­er Giants in Lever­ku­sen tätig.

Die Bas­ket­ball­his­to­rie in Trier ist lang. Zwar nicht so lang wie die Geschich­te der ältes­ten Stadt Deutsch­lands, aber bei­des ver­bin­det sich im frü­he­ren Namen des Clubs. Die TBB Trier, also die Tre­ve­ri Bas­ket­ball GmbH Trier, wur­de benannt nach dem römi­schen Namen der Stadt Trier Augus­ta Tre­verorum. Die Bas­ket­ball-Abtei­lung des Ver­eins wur­de 1956 beim TV Ger­ma­nia Trier gegrün­det. 1998 und 2001 gewann man den Deut­schen Bas­ket­ball Pokal und ist nun nach dem Zwangs­ab­stieg in der Sai­son 2014/​/​2015 wie­der erstklassig.

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