Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets schla­gen den FC Bayern

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Bayern
Symbolbild, Foto: Pixabay
Drei Wochen nach dem Sieg im Halb­fi­na­le des BBL-Pokals beim BMW TOP FOUR in Mün­chen haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball auch in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bezwungen.

In einem inten­si­ven und bis in die Schluss­se­kun­de span­nen­den Spiel setz­ten sich die Bam­ber­ger am Ende in der mit 5.700 Zuschau­ern rest­los aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA gegen den amtie­ren­den Meis­ter mit 97:93 (48:40) durch und hol­ten so am 24. Spiel­tag ihren 15. Saisonsieg.

Bes­te Wer­fer waren Andre­as Obst auf Sei­ten des FC Bay­ern mit 31 Punk­ten sowie Ibi Wat­son in Rei­hen des Pokal­sie­gers mit 23 Zählern.


Der Spiel­ver­lauf

Den ers­ten Gän­se­haut-Moment gab es für die 5.700 Zuschau­er schon drei Minu­ten vor Spiel­be­ginn, als vor der Süd­tri­bü­ne das Pokal­sie­ger­ban­ner der BMA365 Bam­berg Bas­kets unter die Hal­len­de­cke gezo­gen wur­de. Deut­lich weni­ger auf­re­gend ging es dann hin­ein in die Par­tie des amtie­ren­den Meis­ters beim amtie­ren­den Pokal­sie­ger, die Bam­bergs Head Coach Anton Gavel auch zum 29. Mal in Fol­ge (BBL & Pokal) mit der iden­ti­schen Start­for­ma­ti­on begann. Ins­ge­samt dürf­te bei­den Trai­nern das ers­te Vier­tel sehr gut gefal­len haben, denn die Defen­siv­ar­beit ihrer Teams ließ den Angriffs­be­mü­hun­gen des Geg­ners nur sehr wenig Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten. Nach­dem Isia­ha Mike mit einem Drei­er die ers­ten Zäh­ler der Par­tie mar­kiert hat­te, brach­ten Cobe Wil­liams und Demar­cus Demo­nia die Bam­ber­ger in Front (6:3/4.). Beson­de­rer Bewa­chung erfreu­te sich auch dies­mal wie­der Andre­as Obst, der so zu Beginn mehr die Rol­le des Pass­ge­bers über­nahm und Isia­ha Mike auch sei­nen zwei­ten Drei­er des Spiels zum 6:8 (5.) auf­leg­te. Auch in den fol­gen­den Minu­ten blie­ben die Bay­ern in Füh­rung (6:12/7.) und nach dem Korb­er­folg von Jus­ti­ni­an Jes­sup zum 10:15 (10.) schien es, als könn­ten die Gäs­te doch mit einer klei­nen Füh­rung den ers­ten Abschnitt been­den. Demar­cus Demo­nia mit zwei Frei­wür­fen und EJ Onu per kra­chen­dem Dun­king stell­ten jedoch den Anschluss beim 14:15 nach dem ers­ten Vier­tel wie­der her. 

Hat­ten die Bam­ber­ger im ers­ten Abschnitt noch kei­nen Drei­er getrof­fen (bei 8 Ver­su­chen) leg­te man dafür nun im zwei­ten Vier­tel los. Ibi Wat­son traf den ers­ten Bam­ber­ger Distanz­wurf (17:15/11.) und nach einem Ste­al schloss Aus­tin Crow­ley per Dunk zum 19:15 ab. Svet­is­lav Pesic unter­band das Spiel mit einer Aus­zeit, doch Aus­tin Crow­ley hat­te nun Feu­er gefan­gen. Mit zwei Drei­ern sowie einem Korb plus Bonus­frei­wurf erziel­te Bam­bergs Num­mer 85 auch die nächs­ten neun Zäh­ler. Doch auch die Münch­ner waren in die­ser Pha­se des Spiels äußerst treff­si­cher. Jes­sup, Mike und Obst tra­fen eben­falls von jen­seits der 6,75-Meter-Linie und so lag der amtie­ren­de Meis­ter wie­der vor­aus (30:31/16.). Anton Gavel reagier­te sei­ner­seits mit einer Aus­zeit. Zach Ens­min­ger schien bereits vor die­ser Unter­bre­chung bei sei­ner Ein­wechs­lung die hei­ße Hand von Aus­tin Crow­ley mit­be­kom­men zu haben, denn unmit­tel­bar nach der Aus­zeit benö­tig­te der Point Guard nur etwas mehr als ein­ein­halb Minu­ten, um gleich drei Drei­er in Fol­ge zu ver­sen­ken (39:34/17.). Die Are­na koch­te, doch Andre­as Obst war nicht in den Griff zu bekom­men und hielt auf Sei­ten der Bay­ern von nun an außer­ge­wöhn­lich stark dage­gen (41:37/19.). 13 Zäh­ler mach­te der Natio­nal­spie­ler allein im 2. Vier­tel, den­noch gaben die Bam­ber­ger jetzt wei­ter den Ton an. Der Spiel­zug vor dem Korb­er­folg von Moritz Krim­mer zum 45:37 (20.) war dann viel­leicht der schöns­te des gesam­ten Abends, auch wenn sein Drei­er, da über Brett, viel­leicht etwas glück­lich den Weg in den Korb fand. Mit dem ins­ge­samt ach­ten Drei­er (bei 12 Ver­su­chen) allein im zwei­ten Vier­tel leg­te EJ Onu zum 48:37 sogar noch einen hin­ter­her, doch aber­mals war es Andi Obst, der eben­falls per Drei­er mit der Halb­zeit­si­re­ne für den 48:40 Pau­sen­stand sorgte.


„Wir haben defen­siv sehr gut angefangen“

2:14 Minu­ten waren nach dem Sei­ten­wech­sel gera­de ein­mal gespielt, da war die schö­ne Pau­sen­füh­rung schon fast wie­der ver­spielt (50:48/23.). Andi Obst hat­te wie­der für drei Punk­te getrof­fen und zwar dies­mal bei ablau­fen­der Shot­clock über die Fin­ger­spit­zen von EJ Onu. Die Bam­ber­ger aber blie­ben in Füh­rung (55:50/24.), auch wenn Andi Obst den nächs­ten Wahn­sinns-Drei­er fol­gen ließ. Dies­mal netz­te er ein­bei­nig zum 55:53 (25.) ein, doch Ibi Wat­son kon­ter­te eben­falls für drei auf der Gegen­sei­te. Dani­el Kep­pe­l­er in der Zone und Ibi Wat­son nach tech­ni­schem Foul gegen Vla­di­mir Lucic von der Frei­wurf­li­nie erhöh­ten den Vor­sprung auf 61:53 (27.). Zeit auf Bay­ern-Sei­te mal wie­der für einen Andi Obst und die Num­mer 13 lie­fer­te erneut ab. Dies­mal netz­te er sei­nen Drei­er trotz Foul von Cobe Wil­liams ein und nut­ze den Bonus­frei­wurf im Anschluss noch zum 61:57 (28.). Das Momen­tum schien die Sei­te zu wech­seln, denn die Bay­ern jetzt auf­merk­sa­mer und mit Ball­ge­win­nen in der Ver­tei­di­gung. Eis­kalt bestraf­ten sie hier die Feh­ler der Gast­ge­ber und mit einem 10:2‑Lauf ging der FCBB 32 Sekun­den vor dem Ende des drit­ten Abschnitts 63:67 in Füh­rung. Glück­li­cher­wei­se konn­te Ibi Wat­son im letz­ten Bam­ber­ger Angriff die­ses Vier­tels aber noch einen wei­te­ren Drei­er ver­sen­ken und so lagen bei­de Teams vor dem Schluss­ab­schnitt wie­der bei­na­he gleich­auf (66:67). 

Der Start in den Schluss­ab­schnitt gehör­te den Bam­ber­gern. Den Drei­er von Ibi Wat­son zum Ende des drit­ten Vier­tels mit­ge­zählt, war es hier ein Bam­ber­ger 12:0‑Lauf, der den Pokal­sie­ger mit 75:67 (32.) wie­der etwas deut­li­cher in Füh­rung brach­te. Wie schon im Pokal-Halb­fi­na­le boten bei­de Mann­schaf­ten den Zuschau­ern ein hoch­klas­si­ges Spiel und die BMA365 Bam­berg Bas­kets konn­ten sich noch etwas wei­ter abset­zen. Nach dem Drei­er von Demar­cus Demo­nia (83:72/34.) war der Vor­sprung erneut zwei­stel­lig. Die Bay­ern aber blie­ben dran, doch nach­dem zunächst Moritz Krim­mer den Korb von Niels Gif­fey (85:79/38.) per Drei­er zum 88:79 gekon­tert hat­te und auch Aus­tin Crow­ley den erfolg­rei­chen Drei­er von Jus­ti­ni­an Jes­sup mit einem Drei­er beant­wor­ten konn­te, schien das Spiel zuguns­ten des Pokal­sie­gers ent­schie­den (91:82). Doch weit gefehlt, denn auch beim 95:88 bei noch 16 Sekun­den Rest­spiel­zeit soll­te es noch ein­mal span­nend wer­den. Natür­lich war es wie­der Andi Obst, der für drei Punk­te Maß nahm. Der Ball war bereits auf dem Weg zum Korb, als er von Ibi Wat­son gefoult wur­de. Zwei­mal sprang der Ball an den Ring, ging dann aber zum Glück nicht in den Korb, so dass es „nur“ drei Frei­wür­fe gab. Nach­dem Andi Obst die bei­den ers­ten zum 95:92 ver­wan­delt hat­te, ver­such­te er den drit­ten Frei­wurf absicht­lich zu ver­wer­fen, doch der Ball sprang aber­mals in den Korb und gab Anton Gavel so die Mög­lich­keit zur Aus­zeit, um den Ball dann im Vor­feld ein­wer­fen zu kön­nen. Die Bay­ern schick­ten Ibi Wat­son an die Frei­wurf­li­nie, wo der Kapi­tän Ner­ven­stär­ke bewies und mit zwei siche­ren Frei­wür­fen zum 97:93-Endstand den Sieg end­gül­tig sicherstellte. 

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zu die­sem Sieg. Wir haben defen­siv sehr gut ange­fan­gen, konn­ten uns aber in der Offen­si­ve dafür nicht beloh­nen. Unser ers­tes Vier­tel war offen­siv echt nicht gut. Die Bay­ern waren phy­si­scher und haben uns aus allem weg­ge­bracht. Das zwei­te Vier­tel war dann wich­tig für uns, was die Offen­si­ve angeht. Da haben wir vie­le gute aber auch toug­he Wür­fe getrof­fen und als wir dann am Ende des drit­ten Vier­tels hin­ten lagen, haben wir so ähn­lich wie im Pokal­spiel nicht auf­ge­ge­ben und Moral gezeigt. Die Mann­schaft hat dann gute Ent­schei­dun­gen getrof­fen und sich so wie­der auf 11 Punk­te abset­zen kön­nen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Trotz die­ser super Leis­tung heu­te müs­sen wir jetzt aber auf dem Boden der Tat­sa­chen blei­ben und uns auf Hei­del­berg vor­be­rei­ten. In jedem Spiel geht es jetzt für jede Mann­schaft um irgend­et­was und das sind alles wich­ti­ge Spie­le für uns.”

Am kom­men­den Wochen­en­de sind die BMA365 Bam­berg Bas­kets nun wie­der aus­wärts im Ein­satz. Am Sams­tag ist man um 18:30 Uhr im SNP Dome Gast der MLP Aca­de­mics Hei­del­berg. Das nächs­te Heim­spiel der Bam­ber­ger steht dann am Sonn­tag, den 29. März an, wenn man um 16:30 Uhr die VET-CONCEPT Gla­dia­tors Trier in Freak City emp­fan­gen wird.

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