Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets zu Gast in Ulm

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Ulm
Symbolbild, Foto: Pixabay
Ein enorm wich­ti­ges Spiel steht den BMA365 Bam­berg Bas­kets am 29. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga an die­sem Wochen­en­de bevor. Für die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel geht es am Sams­tag um 18:30 Uhr in Ulm um wich­ti­ge Punk­te im Kampf um einen fes­ten Playoff-Platz.

Auch das Heim­recht in der ers­ten Play­off-Run­de ist dank ihrer aus­ge­zeich­ne­ten Tabel­len­po­si­ti­on für bei­de Teams bei noch sechs (Ulm hat noch sie­ben) aus­ste­hen­den Spie­len durch­aus machbar.

Mit einer Bilanz von 16 Sie­gen und 11 Nie­der­la­gen ste­hen die Ulmer aktu­ell auf Tabel­len­po­si­ti­on fünf. Die Bam­ber­ger sind Drit­ter und haben bereits zwei Sie­ge mehr (18−10) auf dem Kon­to, jedoch auch schon eine Par­tie mehr absolviert.

„Ulm hat uns im Hin­spiel mit 20 Punk­ten Dif­fe­renz eine Abrei­bung gege­ben und fast das gesam­te Spiel über domi­niert. Sie haben von Posi­ti­on eins bis zwölf Qua­li­tät im Kader und jeder von ihnen kann jeder­zeit heiß lau­fen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Das wird eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung für uns. Ulm ist defen­siv extrem stark und sie kön­nen Mann­schaf­ten mit ihrer Phy­sis domi­nie­ren. Dar­auf müs­sen wir bereit sein. In der Offen­si­ve müs­sen wir den Ball deut­lich bes­ser bewe­gen, als wir das im Hin­spiel getan haben. Sie spie­len wie wir um die vor­de­ren Plät­ze in der Tabel­le und des­halb ist es ein enorm wich­ti­ges Spiel.“

Nach einer zunächst noch aus­ge­gli­che­nen Anfangs­pha­se über­nah­men die Ulmer nach und nach das Gesche­hen auf dem Par­kett. Aus dem 27:28 (13.) wur­de bis zur Halb­zeit­pau­se ein 35:53-Rückstand. Die Bam­ber­ger kämpf­ten sich in die Par­tie zurück und ver­kürz­ten Mit­te des drit­ten Vier­tels wie­der bis auf 50:57, doch bis zum Start in den Schluss­ab­schnitt hat­ten die Ulmer dank ihrer an die­sem Tag her­vor­ra­gen­den Tref­fer­quo­te aus der Distanz den Vor­sprung wie­der auf 15 Zäh­ler aus­ge­baut (61:76). Ein 12:0‑Lauf zu Beginn des vier­ten Vier­tels zum 61:88 (33.) sorg­te dann schnell für die Vor­ent­schei­dung in die­ser Par­tie. Auf Bam­ber­ger Sei­te punk­te­ten Cobe Wil­liams (14), Richard Bal­int (11) sowie Aus­tin Crow­ley und EJ Onu (je 10) zwei­stel­lig. Bei den Ulmern waren es Mark Smith (29), Chris­ti­an Seng­fel­der (17), Chris­to­pher Led­lum (14) und Tobi­as Jen­sen (12).

Wenn man sich die bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se der Ulmer in die­ser Sai­son so ansieht, dann reibt man sich doch ein wenig die Augen, denn star­ken Auf­trit­ten wie zum Bei­spiel bei den Heim­sie­gen gegen Würz­burg, Trier, Olden­burg, Lud­wigs­burg, Bonn und dem MBC oder auch dem Sieg in Mün­chen ste­hen dann auf der ande­ren Sei­te gleich zwei Nie­der­la­gen in die­ser Serie gegen Hei­del­berg sowie jetzt auch am letz­ten Spiel­tag die Plei­te in Braun­schweig gegen­über. Unver­kenn­bar ist aber die Tat­sa­che, dass sich die Ulmer in eige­ner Hal­le in die­ser Sai­son deut­lich woh­ler füh­len als auf frem­dem Parkett.

Die phy­si­sche Stär­ke der Ulmer zeigt sich ganz klar beim Reboun­ding. Lie­gen die Bam­ber­ger – nur die defen­si­ven Abpral­ler betrach­tet – sogar mit 0,1 vor­aus (26,1), haben die Ulmer unter dem offen­si­ven Brett klar mit 12,9 zu 9,2 die Nase vor­ne. Ihre von Head Coach Anton Gavel ange­spro­che­ne defen­si­ve Stär­ke zeigt sich bei den Ste­als. Hier lie­gen die Ulmer im Liga­ver­gleich mit im Schnitt 8,3 geklau­ten Bäl­len auf Posi­ti­on zwei hin­ter dem FC Bay­ern (8,6).

Der Blick auf Sei­te zwei unse­res Team­ver­gleichs und die hier zu sehen­den Wurf­quo­ten dürf­te alle Bam­ber­ger Bas­ket­ball Anhän­ger posi­tiv stim­men. Aus allen Ent­fer­nun­gen haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets die bes­se­ren Quo­ten. Wie das aber mit den Sta­tis­ti­ken sein kann, hat das Hin­spiel gezeigt, als die Ulmer auch dank einer über­ra­gen­den Tref­fer­quo­te von jen­seits der 6,75-Meter-Linie die Punk­te aus Freak City mit­neh­men konnten.

Seit nun­mehr sechs Heim­spie­len sind die Ulmer in der ratio­ph­arm are­na unge­schla­gen. Der MBC, Bonn, Jena, Lud­wigs­burg, Olden­burg und Trier gin­gen alle­samt in Ulm als Ver­lie­rer vom Par­kett. 11 ihrer ins­ge­samt 16 Sai­son­sie­ge hat die Mann­schaft von Head Coach Ty Har­rel­son in eige­ner Hal­le geholt und ist damit hin­ter dem FC Bay­ern (10−1) die zweit­stärks­te Heim­mann­schaft der gesam­ten easy­Cre­dit BBL.

Wäh­rend die BMA365 Bam­berg Bas­kets in allen ihren bis­he­ri­gen Sai­son­spie­len (easy­Cre­dit BBL und BBL-Pokal) immer mit der glei­chen Start­for­ma­ti­on die Par­tien begon­nen haben, gilt dies im Kader von ratio­ph­arm ulm nur für einen Spie­ler. Tobi­as Jen­sen hat bis­lang alle 27 Sai­son­spie­le der Ulmer begon­nen und liegt damit weit vor Chris­to­pher Led­lum, der in 24 Spie­len ins­ge­samt 20-mal in der Start­ing Five stand. Exakt 28 Minu­ten steht der Däne dabei im Schnitt auf dem Par­kett und lie­fert hier durch­schnitt­lich 10,0 Punk­te, 3,4 Rebounds und 3,8 Assists ab.

Nach­dem man Ende Novem­ber mit Jus­tin Simon schon ein­mal nach­ver­pflich­tet hat­te, leg­ten die Ulmer Ende Janu­ar mit Joel Soria­no nun noch­mals nach. Der 2,11 Meter gro­ße Cen­ter spiel­te zuletzt in der ACB in Sara­gos­sa und soll, so Sport­di­rek­tor Thors­ten Lei­ben­ath, dem Ulmer Kader mit sei­nen Fähig­kei­ten und sei­ner Prä­senz an bei­den Enden des Fel­des zusätz­li­che Qua­li­tät und Tie­fe ver­lei­hen. Bis­lang kam Soria­no in neun Par­tien zum Ein­satz, von denen die Ulmer sechs gewannen.

Nach Mark Smith und Tobi­as Jen­sen bekommt Chris­to­pher Led­lum die meis­ten Ein­satz­mi­nu­ten (25:32) im Team der Ulmer. Der 25-Jäh­ri­ge ist ein ath­le­ti­sches Kraft­pa­ket mit Scoring-Qua­li­tä­ten. Außer bei der Heim­nie­der­la­ge gegen Hei­del­berg (6 Punk­te) scor­te der US-Ame­ri­ka­ner in die­ser Sai­son jeweils zwei­stel­lig. Sein bis­he­ri­ger BBL-Best­wert: 32 Zäh­ler bei der 81:90-Auswärtsniederlage Ende Okto­ber bei den MHP RIESEN Ludwigsburg.

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