Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg ringt BG Göt­tin­gen nieder

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BG Göttingen
Symbolbild, Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg hat am 19. Spiel­tag der Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die BG Göt­tin­gen mit 95:92 besiegt. Dabei sah Bam­berg Mit­te des drit­ten Vier­tels schon wie der siche­re Ver­lie­rer aus. Am Ende muss­te jedoch eine Ver­län­ge­rung das Spiel entscheiden.

In der Anfangs­pha­se des Spiels von Bro­se Bam­berg gegen die BG Göt­tin­gen hieß es zunächst eigent­lich eher Bro­se gegen Harald Frey, spä­ter dann Bro­se gegen Rays­haun Ham­monds. Vor 3.354 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern in der Bam­ber­ger Are­na war Erst­ge­nann­ter für die ers­ten sechs Göt­tin­ger Zäh­ler zustän­dig, ehe der Zweit­ge­nann­te für die dar­auf­fol­gen­den fünf sorgte.

Für die Bam­ber­ger Gast­ge­ber war es das Kol­lek­tiv, das dem Spiel von Beginn an sei­nen Stem­pel auf­zu­drü­cken ver­such­te. So hat­ten bis Mit­te des ers­ten Vier­tels alle ein­ge­setz­ten Spie­ler getrof­fen. Nach fünf Minu­ten stand es 9:11 und das Spiel blieb eng.

Zwar konn­ten sich die Gäs­te der BG Göt­tin­gen kurz­fris­tig mit fünf Punk­ten abset­zen (9:14, 6.), aber Bro­se blieb dran. Dies vor allem in Gestalt von Guard Gerel Sim­mons, der nach zehn Minu­ten bereits sie­ben Punk­te erzielt hat­te. Die letz­ten vier davon fie­len in den Schluss-Sekun­den des Vier­tels zur Bam­ber­ger 25:24-Führung.

Im zwei­ten Vier­tel kam Bam­berg gut ins Spiel, stand defen­siv sicher und blieb offen­siv treff­si­cher. Ein 6:0‑Lauf brach­te nach gut 14 Minu­ten die bis dahin höchs­te Bam­ber­ger Füh­rung: 40:32. Die­se schwand in der Fol­ge aller­dings schnell, denn die BG Göt­tin­gen kam immer wie­der zu zwei­ten Chan­cen und traf soli­de von der Drei­er­li­nie. Der letz­te Göt­tin­ger Distanz­wurf fand mit der Sire­ne den Weg in den Bam­ber­ger Korb und brach­te Bro­se mit 46:48 in Rückstand.

Bam­ber­ger Schwä­che­pha­se im drit­ten Viertel

Die zwei­te Halb­zeit begann für Bro­se schlecht. Die Haus­her­ren fin­gen sich zwei schnel­le Drei­er und fan­den offen­siv nicht mehr ins Spiel. Bis zur 27. Minu­te gelang den Bam­ber­gern kein ein­zi­ger Korb aus dem Spiel, ledig­lich vier Frei­wür­fe brach­ten Punkte.

Göt­tin­gen nut­ze die­se Bam­ber­ger Schwä­che­pha­se und zog davon – aller­dings nicht in dem Umfang, den man hät­te erwar­ten kön­nen, wenn der Geg­ner kaum punk­tet. So war der Bam­ber­ger Rück­stand trotz allem nie höher als zwölf Zäh­ler (46:58, 23.).

Sie­ben Minu­ten dau­er­te es, bis Guard Patrick Mil­ler im drit­ten Vier­tel mit einem Korb­le­ger die offen­si­ve Erlö­sung brach­te: 54:63. Patrick Heck­mann leg­te ein And1 nach und Bro­se war beim 57:63 plötz­lich wie­der zumin­dest ansatz­wei­se im Spiel. Vor dem Schluss­ab­schnitt betrug der Rück­stand noch acht Zäh­ler, es stand 59:67.

Erst die Ver­län­ge­rung brach­te die Entscheidung

Die letz­ten zehn Minu­ten boten dem Publi­kum dann ein völ­lig ande­res Bild. Plötz­lich traf Bro­se aus allen Lagen, dafür hat­ten die BG Göt­tin­gen Pro­ble­me. Nach zwei frü­hen Frei­wür­fen tra­fen die Nie­der­sach­sen nichts mehr. Statt­des­sen trumpf­te Bro­se auf.

Drei­er von Rea­ves, Seng­fel­der, Bell, noch­mals Rea­ves und ein And1 von Seng­fel­der und Gabri­el Chach­ash­vi­li sorg­ten bin­nen fünf Minu­ten für einen 15:0‑Lauf und die Bam­ber­ger 74:69-Führung. Bam­bergs Fans reagier­ten laut­stark, vor allem als Bro­se nach­leg­te und den Vor­sprung vier Minu­ten vor Ende auf neun Punk­te erhöh­te: 80:71.

Dann pas­siert aber, was Bam­berg im Ver­lauf der Sai­son schon mehr­mals pas­siert war – urplötz­lich schlaff­te die Mann­schaft ab. Vor­ne fiel nichts mehr, hin­ten wur­den die Lücken wie­der grö­ßer und Bäl­le gin­gen leicht­fer­tig ver­lo­ren. Das nutz­ten die Göt­tin­ger aus, fan­den zurück ins Spiel und gli­chen durch Frei­wür­fe zwei Sekun­den vor Schluss zum 81:81 aus – Verlängerung.

Dort traf zunächst Seng­fel­der einen Drei­er, Ham­monds glich direkt im Gegen­zug aus (84:84, 41.). Crand­all hol­te per Frei­wurf die Füh­rung für die Gäs­te zwar zurück, doch im Gegen­zug traf Bam­bergs Young einen Drei­er und kurz dar­auf zwei Frei­wür­fe. Nach­dem dann auch Mil­ler feh­ler­frei von der Linie blieb, führ­te Bro­se Mit­te der Ver­län­ge­rung mit 91:85.

Doch Bam­berg gelang es nicht, die Füh­rung abzu­si­chern. Zu einer abso­lu­ten Unzeit pro­du­zier­te Bro­se zwei Offen­siv­fouls in Fol­ge, das zwei­te zudem unsport­lich. Göt­tin­gen nutz­te die Frei­wür­fe und kam auf einen Punkt ran: 93:92.

In den Schluss­se­kun­den hielt Bro­se dann aber cle­ver den Ball und dies­mal foul­te Göt­tin­gen – eben­falls unsport­lich. Sim­mons traf einen Frei­wurf, kurz dar­auf Mil­ler eben­so. Am Ende setz­te sich Bro­se Bam­berg knapp mit 95:92 gegen die BG Göt­tin­gen durch. Mit die­sem Sieg im Rücken kann die Mann­schaft nun das Ent­schei­dungs­spiel um den Vier­tel­fi­nal­ein­zug im FIBA Euro­pe Cup gegen Włocła­wek antreten.

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