Nega­tiv­se­rie geht nun auch inter­na­tio­nal weiter

Bro­se Bam­berg ver­liert gegen Gol­den Eagle Ylli

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Golden Eagle Ylli
Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg hat am 3. Spiel­tag des FIBA Euro­pe Cups 2022 zum ers­ten Mal in die­sem Wett­be­werb ver­lo­ren und unter­lag Gol­den Eagle Ylli mit 78:81. Nach dem Spiel bat Trai­ner Amiel die Fans für den „pein­li­chen Auf­tritt“ um Verzeihung.

Bam­bergs Nega­tiv­se­rie von vier Nie­der­la­gen in Fol­ge in der Bun­des­li­ga und dem Poka­laus scheint sich nun auch inter­na­tio­nal fort­zu­set­zen. Nach zwei Sie­gen ver­lor die Mann­schaft am drit­ten Spiel­tag des FIBA Euro­pe Cups zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son. 78:81 hieß es am Ende gegen den Gol­den Eagle Ylli aus dem Koso­vo. Noch hat Bam­berg den ers­ten Platz in Grup­pe A inne. Die Leis­tung aus dem Spiel machen jedoch wenig Hoff­nung, dass Bro­se die­se Plat­zie­rung bis zum Ende der Grup­pen­pha­se hal­ten kann.

Mit Füh­rung in die Pause

Das ers­te Vier­tel ver­lor Bro­se Bam­berg klar. Zwar gestal­te­ten die Haus­her­ren die ers­ten zwei Minu­ten noch aus­ge­gli­chen, anschlie­ßend lie­ßen sie die Gäs­te aber zu ein­fach punk­ten. Egal, ob direkt am Korb oder aus der Distanz – Gol­den Eagle Ylli traf und bestraf­te die Bam­ber­ger Lethar­gie ein ums ande­re Mal (9:18, 5.).

Acht Minu­ten muss­ten ver­ge­hen, ehe Bro­se defen­siv etwas bes­se­ren Zugriff bekam und offen­siv erfolg­rei­cher war. Nach einem zwi­schen­zeit­li­chen 6:0‑Lauf betrug der Rück­stand 120 Sekun­den vor Vier­te­len­de nur noch drei Zäh­ler: 19:22. Die letz­ten fünf Punk­te des Abschnitts aber gehör­ten wie­der den Gäs­ten: 19:27.

Im zwei­ten Vier­tel war es zunächst ein ähn­li­ches Bild. Bro­se ver­such­te vie­les, aber die Wür­fe fan­den nicht den Weg in den Korb. Nach dem sechs­ten Drei­er von Gol­den Eagle Ylli war der Bam­ber­ger Rück­stand Mit­te des zwei­ten Vier­tels auf zwölf Punk­te ange­wach­sen: 24:36.

Aller­dings schien Bam­berg, das trotz bis dahin schwa­cher Leis­tung durch­gän­gig laut­stark vom Publi­kum unter­stützt wur­de, die­sen Rück­stand gebraucht zu haben. Von einer auf die nächs­te Minu­te war die Kör­per­spra­che eine ande­re. Bro­se stand nun bes­ser in der Ver­tei­di­gung und erar­bei­te­te sich gute Wurf­chan­cen, die plötz­lich auch fie­len. Der Rück­stand von 12 Punk­ten ver­wan­del­te sich bis zur Pau­se durch in einen 15:0‑Run in eine 39:36-Führung.

Die glei­chen Feh­ler wie in den Spie­len zuvor

Vier wei­te­re Bam­ber­ger Punk­te nach dem Sei­ten­wech­sel mach­ten einen vier­tel­über­grei­fen­den 19:0‑Lauf aus der Serie. Und Bro­se blieb nun dran, blieb bis­sig und treff­si­cher. Nach einem Drei­er von Seng­fel­der lag Bam­berg mit 14 Punk­ten in Front (53:39, 24.).

Dann pas­sier­te aller­dings , was in die­ser Sai­son schon häu­fig pas­sier­te. Bro­se ver­lor den Faden, gab das Momen­tum aus der Hand und ließ die Koso­va­ren zurück ins Spiel kom­men. Zunächst war es Thre­att, der zwei Drei­er in Serie traf, kurz dar­auf Arm­s­tead, der acht Zäh­ler in Fol­ge bei­steu­er­te. So schmolz der Bam­ber­ger Vor­sprung auf einen Punkt (61:60, 29.). Letzt­lich ende­te das drit­te Vier­tel für Bam­berg mit einer Drei-Punk­te-Füh­rung: 63:60.

Dort war es zunächst Chris­ti­an Seng­fel­der, der für die Gast­ge­ber zwei­mal abschlie­ßen konn­te (67:62, 31.). Knapp 33 Minu­ten waren gespielt, als Gol­den Eagle Ylli jedoch wie­der zu domi­nie­ren begann. Erneut konn­te die Mann­schaft aus­nut­zen, dass die Bam­ber­ger Spie­ler an der Drei­er­li­nie zu weit von ihren Gegen­spie­lern ent­fernt standen.

In der 35. Minu­te lag Bam­berg wie­der zurück (69:70). Bro­se hat­te dem in der Fol­ge kaum mehr etwas ent­ge­gen­zu­set­zen und der Rück­stand ver­grö­ßer­te sich. Zwei Minu­ten vor Schluss stand es 71:79. Auch wenn es Bam­berg noch­mals gelang, durch Wright-Fore­man, Bohačík und Bell acht Sekun­den vor dem Ende wie­der auf einen Punkt her­an­zu­kom­men, konn­te das Team die Nach­läs­sig­keit aus dem drit­ten Vier­tel, einen 14 Punk­te-Vor­sprung ver­spielt zu haben, nicht wie­der ausgleichen.

Gol­den Eagle Ylli traf auf der Gegen­sei­te, ein letz­ter Drei­er­ver­such von Amir Bell lan­de­te nur am Ring und das Spiel war vor­bei. Bro­se Bam­berg ver­lor mit 78:81.

Trai­ner bit­tet um Verzeihung

Trai­ner Oren Amiel zeig­te sich nach der Par­tie zer­knirscht. „Es war ein pein­li­cher Auf­tritt und ich möch­te mich bei den Fans ent­schul­di­gen. Das ist nicht das, was wir ihnen zei­gen wol­len. So ein Spiel haben sie nicht ver­dient. Ich bin ehr­lich, das ist weit weg von dem, was ich erwar­te und vor allem, was wir erwar­tet haben, als wir das Team zusam­men­stell­ten. Wir spie­len nicht gut, sind nicht mal ansatz­wei­se auf dem Level, auf dem wir sein müss­ten und das jeder von uns erwar­tet. Es ist jetzt kei­ne Zeit für Selbst­mit­leid, aber wir müs­sen schnellst­mög­lich sehen, wie sich jeder ein­zel­ne von uns ver­bes­sern kann. Es ist eine har­te Nacht für mich, für das Team, für die Fans, eine hart Nacht für uns alle.“

Gegen Ham­burg soll der Kno­ten platzen

Am Frei­tag steht Bro­ses nächs­tes Bun­des­li­ga­spiel an. Am 5. Spiel­tag emp­fängt Bam­berg die Veo­lia Towers Ham­burg. Der Bam­ber­ger Kater­stim­mung in der Par­tie soll ein gesetzt werden.

Guard Jus­tin Wright-Fore­man sag­te heu­te Mor­gen: „Wir haben etwas gut­zu­ma­chen. So ein Spiel wie gegen Ylli darf uns nicht noch­mal pas­sie­ren. Gegen Ham­burg haben wir die nächs­te Chan­ce. Dass es schwer wird – kei­ne Fra­ge. Dass wir es schaf­fen kön­nen – natür­lich. Dazu müs­sen wir aber kon­stant auf star­kem Niveau ver­tei­di­gen und offen­siv unse­re Sys­te­me aus­spie­len. Wir dür­fen sie nicht ins Lau­fen kom­men las­sen, müs­sen aber in ers­ter Linie ver­su­chen, ihnen unser Spiel auf­zu­zwän­gen. Mit unse­ren Fans, die uns trotz der Leis­tung gegen Ylli gran­di­os unter­stützt haben, wol­len wir unse­ren ers­ten BBL-Sieg holen.“

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