Bas­ket­ball Bundesliga

Come­back nach 629-Fehl­start kos­tet BMA365 Bam­berg Bas­kets Kraft und Sieg in Vechta

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Vechta
Symbolbild, Foto: Pixabay
Betrach­tet man aus Bam­ber­ger Sicht das gesam­te Spiel, so kann man durch­aus fest­stel­len, dass der Aus­gang der Par­tie des 27. Spiel­tags der BMA365 Bam­berg Bas­kets bei RASTA Vech­ta am Don­ners­tag­abend so nicht hät­te sein müs­sen. Das Team um Kapi­tän Ibi Wat­son brach­te sich nach einem kapi­ta­len Fehl­start von 6:29 inner­halb der ers­ten gut sie­ben gespiel­ten Minu­ten jedoch selbst der­art weit ins Hin­ter­tref­fen, dass man am Ende nach zuletzt sechs BBL-Sie­gen in Serie mit 93:96 (38:50) wie­der eine Nie­der­la­ge hin­neh­men musste.

Vor 3.140 Zuschau­ern im aus­ver­kauf­ten RASTA Dome gelang den Bam­ber­gern bis zum Ende des drit­ten Abschnitts zwar tat­säch­lich das Come­back, doch die 71:66-Führung zu Beginn des Schluss­ab­schnitts kon­ter­ten die Vechtaer noch­mals stark und dreh­ten die Par­tie letzt­lich doch noch zu ihren Gunsten.

Die bes­ten Wer­fer waren Tevin Brown (Vech­ta) und Cobe Wil­liams (Bam­berg) mit je 22 Punk­ten. Effek­tivs­ter Spie­ler im Team aus Freak City war an die­sem Abend war Aus­tin Crow­ley (21), der neben sei­nen 15 Punk­ten auch 7 Rebounds ein­sam­mel­te, 5 Assists ver­teil­te und mit 25 den bes­ten Plus­/­Mi­nus-Wert aller Spie­ler auf dem Par­kett hatte.


Spiel­ver­lauf

Der alte BBL-Rekord wur­de gebro­chen, dann auch im 27. Bun­des­li­ga-Spiel die­ser Sai­son schick­te Head Coach Anton Gavel die glei­che Start­for­ma­ti­on mit Cobe Wil­liams, Richard Bal­int, Ibi Wat­son, Demar­cus Demo­nia und EJ Onu aufs Par­kett. Nicht nur die­se fünf staun­ten jedoch nicht schlecht, denn so gut wie nichts woll­te in den Anfangs­mi­nu­ten klap­pen. Die Vechtaer spiel­ten wie auf­ge­dreht und der zu die­sem Zeit­punkt bereits drit­te Drei­er der Haus­her­ren zum 2:17 ließ Bam­bergs Chef­trai­ner kei­ne ande­re Wahl, als die Par­tie mit sei­ner ers­ten Aus­zeit erst ein­mal zu unter­bre­chen. Doch auch danach wur­de es zunächst nicht bes­ser. In der Ver­tei­di­gung war man stets zu spät und auch offen­siv gelang es nicht, gute Wurf­mög­lich­kei­ten her­aus­zu­spie­len. Die Haus­her­ren hin­ge­gen lie­ßen nicht locker und zogen bis auf 6:29 (8.) davon. Moritz Krim­mer (mit zwei Drei­ern) und auch Aus­tin Crow­ley brach­ten gemein­sam nun deut­lich mehr Schwung ins Bam­ber­ger Spiel und man ver­kürz­te mit einem 8:0‑Lauf bis zum Vier­tel­en­de auf 14:29. 

Mit einem Drei­er von Zach Ens­min­ger star­te­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets ins zwei­te Vier­tel (17:29/11.). Jetzt dreh­te auch Cobe Wil­liams auf und nur wenig spä­ter waren die Bam­ber­ger auf 24:31 her­an, wor­auf nun Chris­ti­an Held sei­nem Team neue Anwei­sun­gen geben muss­te. Das gelang ihm aus­ge­zeich­net, denn RASTA zog wie­der an und lag nach einem 9:0‑Lauf wie­der mit 24:40 deut­lich in Füh­rung. Die Par­tie gestal­te­te sich nun aus­ge­gli­chen, wobei sich am Vor­sprung der Haus­her­ren nur wenig änder­te. Bis auf zwölf Zäh­ler Rück­stand konn­ten die Bam­ber­ger zur Pau­se ver­kür­zen (38:50).


„Dann ist es schwie­rig, noch zu gewinnen“

Auch das drit­te Vier­tel began­nen die Bam­ber­ger mit einem erfolg­rei­chen Drei­er. Dies­mal traf Aus­tin Crow­ley aus der Distanz und lei­te­te damit einen 15:2‑Run ein, der mit dem Dunk von EJ Onu die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung des Abends bedeu­te­te (53:52/24.). Von hier an lie­fer­ten sich bei­de Teams einen offe­nen Schlag­ab­tausch. Einer leg­te vor, der ande­re kon­ter­te. Vor allem Phil­ipp Her­ken­hoff und Aus­tin Crow­ley taten sich hier für ihre Teams her­vor und stell­ten das Ergeb­nis knapp eine Minu­te vor Ende des drit­ten Abschnitts auf unent­schie­den (66:66). Den Korb­er­folg von Zach Ens­min­ger zum 68:66 beant­wor­te­te Tom­my Kuh­se auf der Gegen­sei­te dann zwar noch mit einem Floa­ter, sein Wurf kam jedoch einen Wim­pern­schlag zu spät und so gin­gen die BMA365 Bam­berg Bas­kets mit einer 68:66-Führung ins Schlussviertel. 

Aller guten Din­ge sind drei – sag­te sich Adri­an Pet­ko­vić und begann auch den Schluss­ab­schnitt für die Bam­ber­ger mit einem Tref­fer aus mehr als 6,75 Metern Ent­fer­nung (71:66/31.). Bei Vech­ta lief nun aber Tom­my Kuh­se heiß. Acht Punk­te mach­te der Point Guard in Fol­ge und brach­te sein Team so wie­der in Füh­rung (73:74/33.). Wenig spä­ter ließ Phil­ipp Her­ken­hoff zwei Drei­er fol­gen und Vech­ta zog auf 75:82 (35.) davon, ehe Tom­my Kuh­se noch­mals sechs Punk­te nach­leg­te und Vech­ta beim 77:90 (37.) schon wie der siche­re Sie­ger aus­sah. Die Bam­ber­ger aber bis­sen, kämpf­ten und kamen nach dem Alley-Oop von Demar­cus Demo­nia tat­säch­lich noch­mals her­an (85:90/39.) – Aus­zeit Vech­ta. Mit dem nächs­ten Spiel­zug brach­te Tevin Brown per Drei­er Vech­ta wie­der mit acht Punk­ten in Füh­rung, doch Cobe Wil­liams kon­ter­te auf der Gegen­sei­te prompt (88:93). Es folg­te ein Ball­ver­lust von Kuh­se, wor­auf EJ Onu per Dunk auf 90:93 ver­kürz­te. 18 Sekun­den vor dem Ende ging nun Lloyd Pan­di an die Frei­wurf­li­nie. Wäh­rend er nur einen traf, netz­te Zach Ens­min­ger gegen­über für drei zum 93:94 ein. Nun muss­te es schnell gehen und man foul­te Kuh­se, der bei­de Frei­wür­fe zum 93:96 traf. Neun Sekun­den blie­ben den Bam­ber­gern nun noch, um mit einem Drei­er das Spiel doch noch in die Over­ti­me zu schi­cken. Die Wür­fe von Aus­tin Crow­ley und Cobe Wil­liams ver­fehl­ten jedoch das Ziel und die Sie­ges­se­rie war gerissen. 

„Glück­wunsch an Vech­ta zu die­sem Sieg. Sie haben in der 1. Halb­zeit super­ag­gres­siv und phy­sisch gespielt. Das konn­ten wir am Anfang nicht matchen und hat uns den Sieg gekos­tet. Ich den­ke, dass das ers­te und das 3. Vier­tel ent­schei­dend waren. Wir waren schnell mit 23 Punk­ten im Rück­stand. Dann ist es schwie­rig, noch zu gewin­nen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Zwar haben wir noch einen Weg zurück ins Spiel gefun­den, aber im 4. Vier­tel fehl­ten uns dann erneut die Stopps, gera­de gegen Tom­my Kuh­se und das Pick and Pop mit Phil­ipp Her­ken­hoff. Das hat uns auf jeden Fall weh­ge­tan, da hät­ten wir bes­ser sein müs­sen. Am Ende haben wir noch zwei Wür­fe, um die Ver­län­ge­rung zu errei­chen. Das wäre aber nicht ver­dient gewe­sen. Bis jetzt habe ich noch kei­ne Gedan­ken an das Spiel am Mon­tag gegen Jena ver­wen­det. Ich den­ke, wir müs­sen uns erst ein­mal die­ses Spiel hier auf Video anschau­en, was wir dar­aus mit­neh­men kön­nen. Das wer­den genü­gend Din­ge sein und dann geht es dar­um sich auf Jena zu konzentrieren.“

Bereits am kom­men­den Mon­tag geht es für die BMA365 Bam­berg Bas­kets wei­ter. Am 28. Spiel­tag emp­fängt man dann zum Oster-Fami­li­en­spiel­tag den Auf­stei­ger aus Jena in der BROSE ARENA.

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