Kul­tur­preis der Stadt Bam­berg ehrt zwei außer­ge­wöhn­li­che Persönlichkeiten

E.T.A.-Hoffmann-Preis 2026 für Dr. Bar­ba­ra Kah­le und Dr. Ulrich Kahle

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Kahle
E.T.A.-Hoffmann-Preisträger Ulrich und Barbara Kahle. Foto: Thomas Michel
Der E.T.A.-Hoffmann-Preis 2026 der Stadt Bam­berg wird an Dr. Bar­ba­ra Kah­le und Dr. Ulrich Kah­le ver­lie­hen, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Damit wür­digt die Stadt das außer­ge­wöhn­li­che ehren­amt­li­che Enga­ge­ment des Ehe­paars für die För­de­rung der zeit­ge­nös­si­schen Kunst und die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Bam­ber­ger Kul­tur­land­schaft. Der Stadt­rat bestä­tig­te in sei­ner Sit­zung am 29. Juli 2026 ein­stim­mig die Emp­feh­lung der Jury.

Die Vor­sit­zen­de der Jury, Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar, sagt: „Bar­ba­ra und Ulrich (Uli) Kah­le prä­gen seit vie­len Jah­ren die Kul­tur in Bam­berg. Mit rie­si­ger Ener­gie und gro­ßem Enga­ge­ment haben sich bei­de mit jeder Faser ihres Her­zens für den Kunst­ver­ein, das Kes­sel­haus und die gesam­te Kunst­land­schaft ein­ge­setzt. Bar­ba­ra Kah­le hat als Kunst­his­to­ri­ke­rin, Kura­to­rin und lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de des Kunst­ver­eins die zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Bam­berg ent­schei­dend mit­ge­prägt. Mit ihrer wis­sen­schaft­li­chen Exper­ti­se, ihrem hohen Qua­li­täts­an­spruch und ihrer Begeis­te­rung für die Kunst hat sie weit über die Stadt hin­aus Aner­ken­nung gefun­den. Und sie pack­te immer auch ganz prak­tisch mit an – ob mit einem selbst­ge­ba­cke­nen Scho­ko­ku­chen für die Ver­nis­sa­ge oder dem Cré­mant für die nächs­te Ver­an­stal­tung. Uli Kah­le war dabei der beschei­de­ne ‚Trou­ble­shoo­ter‘ im Hin­ter­grund. Kei­ne Lei­ter war ihm zu hoch, um noch schnell ein Bild auf­zu­hän­gen, und wenn es not­wen­dig wur­de, griff er kur­zer­hand selbst zum Farb­ei­mer und strich eine Aus­stel­lungs­wand. Gemein­sam haben Bar­ba­ra und Uli Kah­le nicht nur kul­tu­rel­le Pro­jek­te mög­lich gemacht, son­dern über vie­le Jah­re Men­schen für die Kunst begeis­tert und das kul­tu­rel­le Leben unse­rer Stadt nach­hal­tig bereichert.“

Dr. Bar­ba­ra Kah­le stand mehr als 15 Jah­re an der Spit­ze des Kunst­ver­eins Bam­berg und präg­te des­sen Ent­wick­lung maß­geb­lich. Wäh­rend ihrer Amts­zeit fei­er­te die ältes­te Bam­ber­ger Kul­tur­in­sti­tu­ti­on im Jahr 2023 ihr 200-jäh­ri­ges Bestehen. Auch nach ihrem Aus­schei­den aus dem Vor­stand im Früh­jahr 2025 bleibt sie dem Ver­ein eng verbunden.

Dar­über hin­aus enga­gier­te sie sich früh für die Ent­wick­lung neu­er Orte der zeit­ge­nös­si­schen Kunst. Als Mit­in­itia­to­rin der „Initia­ti­ve Kes­sel­haus“ leg­te sie 2009 gemein­sam mit wei­te­ren Akteu­rin­nen und Akteu­ren den Grund­stein für den spä­te­ren Ver­ein Kunst­raum JETZT!, der sich bis heu­te für die dau­er­haf­te Eta­blie­rung des Kes­sel­hau­ses als Kunst- und Kul­tur­ort einsetzt.

Dr. Ulrich Kah­le hat die­se Ent­wick­lung von Beginn an maß­geb­lich mit­ge­stal­tet. Als Mit­in­itia­tor von Kunst­raum JETZT! erkann­te er früh das Poten­zi­al des Kes­sel­hau­ses und trieb des­sen Ent­wick­lung mit gro­ßem per­sön­li­chem Ein­satz vor­an. Die Erstel­lung der Mach­bar­keits­stu­die für die Zukunft des Kes­sel­hau­ses geht wesent­lich auf sei­ne Initia­ti­ve zurück.

Dar­über hin­aus warb er För­der­mit­tel und Spon­so­ren ein, ver­netz­te die betei­lig­ten Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen und enga­gier­te sich für den Erhalt des Kes­sel­hau­ses als Aus­stel­lungs­ort. Mit der Unter­zeich­nung der Ver­län­ge­rung des Nut­zungs­ver­trags im Jahr 2018 schuf er gemein­sam mit Ober­bür­ger­meis­ter a. D. Andre­as Star­ke eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die wei­te­re kul­tu­rel­le Nut­zung des Gebäudes.

Die Jury wür­digt ins­be­son­de­re das außer­ge­wöhn­li­che ehren­amt­li­che Enga­ge­ment des Ehe­paars. In ihrer Begrün­dung heißt es: „Die Bedeu­tung des Ehe­paars Kah­le für die Kul­tur­land­schaft Bam­bergs liegt in ihrem außer­ge­wöhn­li­chen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment und ihrer tie­fen Ver­bun­den­heit mit ihrer Stadt und den Men­schen.“ Wei­ter heißt es: „Sie gehö­ren ohne Zwei­fel zu den Per­sön­lich­kei­ten, die die Kul­tur­land­schaft Bam­bergs über vie­le Jah­re in beson­de­rer Wei­se geprägt haben.“


Kul­tur­preis der Stadt Bamberg

Der Kul­tur­preis der Stadt Bam­berg wird im jähr­li­chen Wech­sel als E.T.A.-Hoffmann-Preis oder als Kul­tur-För­der­preis ver­lie­hen. Bei­de Wür­di­gun­gen sind mit einem Preis­geld von 6.000 Euro dotiert. Nach der Ehrung des Kom­po­nis­ten und Musi­kers Jochen Neu­r­a­th durch den Kul­tur-För­der­preis 2025 wur­de in die­sem Jahr der E.T.A.-Hoffmann-Preis ver­ge­ben. Er wird an natür­li­che und juris­ti­sche Per­so­nen oder Grup­pen ver­lie­hen, die durch ihre inno­va­ti­ven Akti­vi­tä­ten das kul­tu­rel­le Ange­bot in und für Bam­berg berei­chert haben oder för­de­rungs­wür­di­ge Leis­tun­gen auf dem Gebiet von Kunst und Kul­tur erbracht haben, durch ihr Leben und ihre Arbeit mit Bam­berg ver­bun­den sind und wei­te­re posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen erken­nen lassen.

Über die Ver­lei­hung der Kul­tur­prei­se ent­schei­det eine Jury, die aus der Kul­tur­re­fe­ren­tin der Stadt Bam­berg, Ulri­ke Sie­ben­haar, als Vor­sit­zen­de sowie den Sach­ver­stän­di­gen Mar­tin Bey­er, Jas­per Bran­dis, Chris­ti­ne Fese­feldt, Syl­via Michel, Jochen Neu­r­a­th, Harald Rind und Georg Wunsch­el besteht. Die Ent­schei­dung der Jury bedarf der Zustim­mung des Stadtrates.

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