Wil­ly-Brandt-Platz offi­zi­ell eingeweiht

Ein neu­es Schmuck­stück glänzt auf dem Lagarde-Campus

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Dritte Bürgermeisterin Eva Jutzler sprach von einem „weiteren Meilenstein bei der Entwicklung des Lagarde-Campus“.
Foto: Stadt Bamberg, Ronald Rinklef
Mit der Eröff­nung des Wil­ly-Brandt-Plat­zes ist der Lag­ar­de-Cam­pus um einen wei­te­ren Anzie­hungs­punkt rei­cher gewor­den. Gemein­sam mit Pro­jekt­be­tei­lig­ten sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern aus Poli­tik und Ver­wal­tung weih­ten Drit­te Bür­ger­meis­te­rin Eva Jutz­ler und Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid den neu­en Quar­tiers­platz offi­zi­ell ein, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Im Anschluss nutz­ten vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Gele­gen­heit, bei Füh­run­gen das neue Stadt­quar­tier ken­nen­zu­ler­nen und beim Bür­ger­fest „Bam­berg Ost kommt zusam­men“ auf dem Platz der Men­schen­rech­te zu feiern.

„Der Wil­ly-Brandt-Platz ist ein wei­te­rer Mei­len­stein zur Ent­wick­lung des Lag­ar­de-Cam­pus. Der Platz ist nicht irgend­ei­ne Frei­flä­che, son­dern er ist ein Platz, auf dem Men­schen zusam­men­kom­men, auf dem Kom­mu­ni­ka­ti­on statt­fin­det, auf dem man sich trifft und wo man im bes­ten Sin­ne Gemein­schaft erle­ben kann. Zugleich ist er auch eine Oase der Ruhe mit­ten in die­sem neu­en Quar­tier“, sag­te Drit­te Bür­ger­meis­te­rin Eva Jutz­ler bei der Eröffnung.

Der neue Platz bil­det künf­tig den reprä­sen­ta­ti­ven Mit­tel­punkt des öst­li­chen Quar­tiers auf dem Lag­ar­de-Cam­pus. Er dient als Treff­punkt für Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner, Beschäf­tig­te sowie Besu­che­rin­nen und Besu­cher und wird künf­tig auch den Men­schen offen­ste­hen, die im ent­ste­hen­den San­cu­raPark woh­nen oder dort Ange­bo­te nutzen.

Seit 2021 ent­steht auf rund 19 Hekt­ar eines der größ­ten Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te Bam­bergs. Bereits heu­te leben rund 1.300 Men­schen auf dem Lag­ar­de-Cam­pus, der sich Schritt für Schritt zu einem leben­di­gen Stadt­quar­tier mit Woh­nen, Arbei­ten, Kul­tur und Begeg­nung ent­wi­ckelt. Bun­des­weit gilt das Kon­ver­si­ons­pro­jekt als eines der inno­va­tivs­ten Städ­te­bau­vor­ha­ben. Dazu tra­gen unter ande­rem das nach­hal­ti­ge Ener­gie­kon­zept der Stadt­wer­ke Bam­berg mit einer weit­ge­hend loka­len Wär­me­er­zeu­gung sowie moder­ne Mobi­li­täts­an­ge­bo­te mit Mobi­li­täts­sta­tio­nen, Car­sha­ring, E‑Ladeinfrastruktur und Ange­bo­ten für Fahr­rä­der und Las­ten­rä­der bei.

Mit dem Wil­ly-Brandt-Platz ist die Ent­wick­lung des Quar­tiers noch lan­ge nicht abge­schlos­sen. Der benach­bar­te Lorenz-Krapp-Park befin­det sich der­zeit in der fina­len Pha­se der Fer­tig­stel­lung und soll im zwei­ten Halb­jahr eröff­net wer­den. Im kom­men­den Jahr folgt mit dem San­cu­raPark ein Gesund­heits­zen­trum für den Bam­ber­ger Osten, der unter ande­rem Pfle­ge­plät­ze für demenz­kran­ke Men­schen vor­sieht. Dar­über hin­aus ent­ste­hen Wohn­ge­bäu­de, ein Super­markt und wei­te­re Einrichtungen.


För­de­rung in Rekord­zeit bewilligt

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort die Bedeu­tung des Plat­zes als wich­ti­gen Bestand­teil der Kon­ver­si­on und hob die lang­jäh­ri­ge Unter­stüt­zung durch die Städ­te­bau­för­de­rung her­vor. 80 Pro­zent der Bau­kos­ten wur­den durch die Städ­te­bau­för­de­rung von Bund und Frei­staat Bay­ern finan­ziert – bewil­ligt durch die Regie­rung von Ober­fran­ken in Rekord­zeit von nicht ein­mal drei Mona­ten. Seit 1975 sei­en auf die­sem Weg rund 150 Mil­lio­nen Euro nach Bam­berg geflos­sen, davon allein mehr als 41 Mil­lio­nen Euro für die Militärkonversion.

Mit Blick auf den Namens­ge­ber des Plat­zes erin­ner­te Luder­schmid an des­sen Frie­dens­po­li­tik. Er zitier­te Wil­ly Brandt mit den Wor­ten: „Krieg ist nicht mehr die ulti­ma ratio, son­dern die ulti­ma irra­tio.“ Dazu erklär­te der Regie­rungs­prä­si­dent: „Er woll­te alles dafür tun, um den Frie­den zu erhal­ten, und des­halb ist die­ses Zitat sehr pas­send in der heu­ti­gen Zeit, wenn wir sehen, was bei uns auf der Welt über­all los ist und wie viel Unfrie­den wir lei­der über­all haben.“

Eva Jutz­ler unter­strich die­se Aus­sa­gen und beton­te: „Wil­ly Brandt steht für Mut und Auf­rich­tig­keit als über­zeug­ter Geg­ner von Ras­sis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus. Sein Name erin­nert uns dar­an, dass Demo­kra­tie, Frie­den und Zusam­men­halt jeden Tag neu gelebt wer­den müssen.“


Abwechs­lungs­rei­cher Tag

Auf gro­ßes Inter­es­se stie­ßen auch die Füh­run­gen über den Lag­ar­de-Cam­pus, die am Nach­mit­tag ange­bo­ten wur­den. Äußerst gelun­gen war auch das Bür­ger­fest „Bam­berg Ost kommt zusam­men“ auf dem Platz der Men­schen­rech­te. Ver­ei­ne, Musik, Mit­ma­ch­an­ge­bo­te, inter­na­tio­na­le Gas­tro­no­mie sowie Stra­ßen­kunst sorg­ten für ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm und mach­ten deut­lich, wie leben­dig sich der neue Stadt­teil bereits heu­te präsentiert.

„Es ist ein Platz, der belebt wer­den soll. Des­halb freue ich mich, dass sich Wirt­schafts­trei­ben­de hier ansie­deln, wie etwa die Eis­die­le oder das Sushi-Restau­rant. Ich freue mich immer, wenn ich mit dem Rad hier unter­wegs bin und sehe, wie schnell das Vier­tel wächst und was sich hier alles tut“, sag­te Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

Ein beson­de­rer Dank galt dem Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost unter dem Vor­sitz von Jochen Kell­ner, der das Bür­ger­fest gemein­sam mit zahl­rei­chen Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern orga­ni­siert und umge­setzt hat­te. Durch das Pro­gramm führ­te Stadt­rat Wolf­gang Metz­ner als Moderator.


Gra­tis surfen

Men­schen, die den Lag­ar­de-Cam­pus besu­chen oder dort leben, kön­nen auf dem Platz der Men­schen­rech­te und auf dem Wil­ly-Brandt-Platz kos­ten­los über das Glas­fa­ser­netz der Stadt­wer­ke Bam­berg sur­fen. Die Nut­zung der Gra­tis-Hot­spots ist ohne Regis­trie­rung mög­lich: Ein­fach Netz­werk @baMbit free WiFi aus­wäh­len und Nut­zungs­be­din­gun­gen bestätigen.

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