Hall­stadt

Ers­ter Spa­ten­stich des Clean­tech Inno­va­ti­on Parks

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Cleantech
Bei der Grundsteinlegung des Cleantech Innovation Parks von links: Peter Keller (Geschäftsführer Cleantech Innovation Park GmbH), Johann Kalb (Landrat Bamberg), Hubert Aiwanger (Wirtschaftsminister Bayern), Florent Menegaux (Präsident Michelin Gruppe), Maria Röttger (Präsidentin Michelin Europa Nord), Thomas Söder (Bürgermeister Hallstadt), Christian Metzger (ehemaliger Werkleiter Michelin Hallstadt), Foto: Michelin
Die Gesell­schaf­ter der Clean­tech Inno­va­ti­on Park GmbH haben in Hall­stadt den ers­ten Spa­ten­stich des künf­ti­gen Inno­va­ti­ons­zen­trums am ehe­ma­li­gen Miche­lin-Pro­duk­ti­ons­stand­ort unter­nom­men. Dort soll bald an Mobi­li­täts­kon­zep­ten, Antriebs­sys­te­men und grü­nen Tech­no­lo­gien geforscht wer­den. Bau­be­ginn für das Inno­va­ti­ons­zen­trum soll Ende August sein, sobald die Abbruch­ar­bei­ten abge­schlos­sen sind.

Der Clean­tech Inno­va­ti­on Park in Hall­stadt soll Unter­neh­men, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen ein Umfeld bie­ten, sich zu ver­net­zen und an Zukunfts­tech­no­lo­gien zu for­schen. Im Mit­tel­punkt der For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten ste­hen die The­men Clean Ener­gy, nach­hal­ti­ge und res­sour­cen­ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­on, künst­li­che Intel­li­genz und Digi­ta­li­sie­rung und lebens­lan­ges Lernen.

Rund 20 Mil­lio­nen Euro sol­len in das etwa 8.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Bau­pro­jekt Clean­tech Inno­va­ti­on Park flie­ßen, des­sen Grund­stein am 7. Juni auf dem ehe­ma­li­gen Gelän­de des Miche­lin­werks in Hall­stadt gelegt wur­de. Die Finan­zie­rung wer­den die drei Gesell­schaf­ter Miche­lin, die Stadt Hall­stadt und der Bam­ber­ger Land­kreis tra­gen. Ende 2023 soll das Inno­va­ti­ons­zen­trum den Betrieb aufnehmen.

„Wir sind sehr froh, dass der Clean­tech Inno­va­ti­on Park jetzt For­men annimmt“, sag­te Peter Kel­ler, Geschäfts­füh­rer der Clean­tech Inno­va­ti­on Park GmbH. „Ers­te Pro­jek­te aus den Berei­chen KI und Digi­ta­li­sie­rung, E‑Mobilität, Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz und Maschi­nen­bau sind in Vor­be­rei­tung. Auch das The­ma Was­ser­stoff bezie­hen wir, von den Fer­ti­gungs­pro­zes­sen von Brenn­stoff­zel­len bis zur Schaf­fung einer Fort­bil­dungs­in­fra­struk­tur, umfang­reich mit ein. So kön­nen wir mit der Fer­tig­stel­lung des Gebäu­des auch die ers­ten Pro­jekt­part­ner begrüßen.“

Zu den gro­ßen Trei­bern künf­ti­ger Ver­bund­pro­jek­te mit Pra­xis­nä­he zäh­len unter ande­rem ver­schie­de­ne Fraun­ho­fer-Insti­tu­te und die Uni­ver­si­tä­ten Bam­berg, Bay­reuth und Nürnberg-Erlangen.

Hall­stadt, der Land­kreis Bam­berg und Bay­ern ver­spre­chen sich von die­sem Inno­va­ti­ons­zen­trum für Unter­neh­men unter­schied­li­cher Grö­ße, Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Start-ups eine Stär­kung der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit der gesam­ten Regi­on. Denn die nord­baye­ri­sche Auto­mo­bil- und Zulie­fe­rer­in­dus­trie steht vor gro­ßen struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen. Des­halb soll der Clean­tech Inno­va­ti­on Park eine Keim­zel­le grü­ner Zukunfts­tech­no­lo­gien werden.

„Wir sehen den Clean­tech Inno­va­ti­on Park als neu­tra­le Inno­va­ti­ons­platt­form“, sag­te Prof. Dr. Ing. Frank Döp­per von der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, „sowie als Leucht­turm­pro­jekt und Inno­va­ti­ons­mo­tor für die Regi­on und dar­über hin­aus. Er schafft Ver­net­zungs­struk­tu­ren zwi­schen Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Gesellschaft“,

Ers­te Pro­jek­te festgelegt

Das Inno­va­ti­ons­zen­trum ist der eigent­li­che Ort für For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te von Unter­neh­men und Hoch­schu­len. Sechs Werk­hal­len bie­ten Raum, um Zukunfts­tech­no­lo­gien zu ent­wi­ckeln und markt­fä­hig zu machen. Dabei liegt dem Inno­va­ti­ons­zen­trum ein nut­zer­ori­en­tier­tes Kon­zept zugrun­de. Das bedeu­tet, dass sich die Art der Nut­zung danach rich­tet, was die Ver­bund­part­ner dort ent­wi­ckeln und erfor­schen wollen.

Prof. Dr.-Ing. Jörk Fran­ke von der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg sag­te bei der Grund­stein­le­gung: „Für Groß­pro­jek­te mit Unter­neh­men benö­ti­gen wir Werk­hal­len und Labo­re in ent­spre­chen­der Grö­ße und Aus­stat­tung. Hier­für bie­tet der Clean­tech Inno­va­ti­on Park die per­fek­te infra­struk­tu­rel­le Voraussetzung.“

Auch Prof. Dr. Ute Schmid von Ange­wand­ten Infor­ma­tik der Uni­ver­si­tät Bam­berg und Lei­te­rin einer Fraun­ho­fer Pro­jekt­grup­pe möch­te den Stand­ort als Platt­form nut­zen. „Der Clean­tech Inno­va­ti­on Park bie­tet eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit zum Wis­sens­trans­fer zwi­schen Hoch­schu­len und Unter­neh­men. Die Uni­ver­si­tät Bam­berg bringt sich hier ins­be­son­de­re mit inter­dis­zi­pli­nä­ren Pro­jek­ten im Bereich Künst­li­che Intel­li­genz und Ver­mitt­lung von Digi­ta­li­sie­rungs­kom­pe­ten­zen ein, um für Unter­neh­men der Regi­on digi­ta­le, intel­li­gen­te und nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on erleb­bar, ver­ständ­lich und anwend­bar zu machen.“

Aktu­ell sind eini­ge poten­zi­el­le Pro­jek­te in der Aus­schrei­bung. „Wir sind sehr zuver­sicht­lich, dass auf­grund unse­res Schwer­punkts der grü­nen Zukunfts­tech­no­lo­gien vie­le Akteu­re aus unter­schied­li­chen Berei­chen den Weg nach Hall­stadt fin­den wer­den“, sag­te Geschäfts­füh­rer Peter Keller.

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