„Tre­ten Sie auf und nicht aus“ 

Erz­bi­schof Schick lädt beim Hein­richs­fest Aus­tritts­wil­li­ge ein

1 Min. zu lesen
Heinrichsfest
Foto: S. Quenzer
Beim Hein­richs­fest auf dem Bam­ber­ger Dom­platz hat Erz­bi­schof Lud­wig Schick die Kir­che auf­ge­ru­fen, weni­ger um sich selbst und ihre Pro­ble­me zu krei­sen, son­dern die christ­li­chen Wer­te und Tugen­den zu leben und zu verkünden.

Das Hein­richs­fest steht in die­sem Jahr im Zei­chen des Jah­res­mot­tos des Bis­tums „Raus aus der Bla­se – Kir­che und ihre Mis­si­on heu­te“. Dies bedeu­te „Lebens­dien­li­che Got­tes­diens­te fei­ern, ein­an­der so begeg­nen, dass wir für­ein­an­der nütz­lich und hilf­reich sind. Das ist Kir­che“, so der Erz­bi­schof am Sonn­tag in sei­ner Pre­digt beim Fest­got­tes­dienst auf dem Domplatz.

Das Mot­to „Raus aus der Bla­se“ ergänz­te Schick mit den Wor­ten „Rein in die Kir­che“. Den­je­ni­gen, die an einen Aus­tritt den­ken, sag­te er: „Blei­ben Sie in der Kir­che! Tre­ten Sie auf und nicht aus!“ Der Erz­bi­schof lud sie ein, „mit­zu­ma­chen, wo immer sie wol­len und kön­nen.“ Kir­che sei viel ein­fa­cher als sie oft in Dis­kus­sio­nen und Schlag­zei­len dar­ge­stellt wer­de. „Kir­che ist Leben der Fro­hen Bot­schaft, die dann auch ‚Wer­ke‘ her­vor­bringt wie Kin­der­gär­ten und Schu­len, Alten­hei­me und Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen; all das, was nütz­lich ist für die Men­schen“, sag­te Schick.

Bun­tes Pro­gramm mit Talk, Musik und Zauberei

Rund um den Bam­ber­ger Dom fin­det nach zwei Jah­ren Pau­se auf­grund der Pan­de­mie wie­der ein bun­tes Fest mit Got­tes­diens­ten, Aktio­nen und Prä­sen­ta­tio­nen der Ver­bän­de und Ein­rich­tun­gen statt. Das Pro­gramm begann schon am Frei­tag­abend mit der „Prai­senight“ auf dem Dom­platz. Am Sams­tag­nach­mit­tag fand der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst statt. In der Alten Hof­hal­tung gab es Kaf­fee und Gegrill­tes, Live-Musik der „Jazz­Pantz“ und magi­sche Momen­te mit dem Bam­ber­ger Zau­ber­künst­ler Timm Full.

Wäh­rend im Hof der Jugend am Sonn­tag in der Dom­props­tei und auf dem Vor­platz des Diö­ze­san­mu­se­ums vie­le Mit­mach­ak­tio­nen gebo­ten wer­den, sind die Zuschau­er auf der Dom­platz­büh­ne zu ver­schie­de­nen Talks ein­ge­la­den sowie zu musi­ka­li­schen und tän­ze­ri­schen Ein­la­gen. Erz­bi­schof Schick führt auch in die­sem Jahr Kin­der durch den Dom. Dane­ben gibt es vie­le Ange­bo­te für die gan­ze Fami­lie, Auf­füh­run­gen, aber auch medi­ta­ti­ve Auszeiten.

Zum Abschluss des Hein­richs­fes­tes wird am Sonn­tag­nach­mit­tag eine Pon­ti­fi­kal­ves­per gefei­ert, in der die in den letz­ten Jah­ren erar­bei­te­ten 35 Pas­to­ral­kon­zep­te der Seel­sor­ge­be­rei­che fei­er­lich an den Erz­bi­schof über­ge­ben wer­den. Die Pon­ti­fi­kal­ves­per ist hier im Live­stream ab 17 Uhr zu sehen. Die Erlö­se und Kol­lek­ten des Fes­tes kom­men die­ses Jahr den vom Krieg betrof­fe­nen Men­schen in der Ukrai­ne sowie Flücht­lin­gen aus der Regi­on zugute.

Der hei­li­ge Hein­rich ist neben Kuni­gun­de und Otto einer der drei Bis­tums­pa­tro­ne. Sei­nen Fest­tag fei­ert die Kir­che am 13. Juli, das Bam­ber­ger Hein­richs­fest fin­det immer am zwei­ten Juli-Wochen­en­de statt.

Weiterer Artikel

Fri­sche Luft unter der Glasglocke

Began­za­preis­trä­ger Chris­toph Gatz

Nächster Artikel

„700 Mal im Monat wird einem ver­zwei­fel­ten Men­schen geholfen“ 

Kri­sen­dienst Ober­fran­ken fei­ert Jubiläum