vbw zum Mercosur-Abkommen

Euro­päi­sche Unter­neh­men könn­ten jähr­lich vier Mil­li­ar­den Euro einsparen

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Symbolbild, Foto: Pixabay
Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. begrüßt die erfolg­te Ver­ab­schie­dung des Tex­tes des EU-Mer­co­sur-Frei­han­dels­ab­kom­mens durch die EU-Kommission.

„Das Abkom­men ist seit Mona­ten fer­tig. Ange­sichts der Belas­tun­gen im Welt­han­del unter ande­rem durch Trumps erra­ti­sche Poli­tik müs­sen Rat und EU-Par­la­ment jetzt zustim­men. Das Abkom­men ist nicht nur ein kla­res Signal an die US-Admi­nis­tra­ti­on. Mit dem Mer­co­sur-Abkom­men wür­de eine rie­si­ge Frei­han­dels­zo­ne mit 780 Mil­lio­nen Ein­woh­nern ent­ste­hen“, erläu­tert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Mit dem Weg­fall von Zöl­len für 91 Pro­zent aller Waren könn­ten euro­päi­sche Unter­neh­men pro Jahr etwa vier Mil­li­ar­den Euro ein­spa­ren. Das Abkom­men bie­te der EU gro­ße Chan­cen zur Markt­er­schlie­ßung, ver­bes­se­re die Roh­stoff­si­cher­heit und siche­re der EU welt­wei­ten Ein­fluss für höhe­re Stan­dards im Bereich der Nach­hal­tig­keit und Beschäf­ti­gung. „Zudem ist die EU der ers­te Part­ner, mit dem das süd­ame­ri­ka­ni­sche Staa­ten­bünd­nis ein Han­dels­ab­kom­men schließt – damit erzie­len wir gegen­über Chi­na einen deut­li­chen Wettbewerbsvorsprung.“

Ein Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und den Mer­co­sur-Staa­ten bir­ge umfas­sen­de wirt­schaft­li­che Poten­zia­le. „2024 ging nur ein knap­pes Pro­zent der baye­ri­schen Expor­te in die Mer­co­sur-Staa­ten. Aber unse­re stark unter der der­zei­ti­gen wirt­schaft­li­chen Schwä­che lei­den­den Unter­neh­men könn­ten vom Abbau der bestehen­den Zöl­le und von einem erleich­ter­ten Markt­zu­gang deut­lich pro­fi­tie­ren. Das gilt ins­be­son­de­re für die Auto­mo­bil­in­dus­trie, den Maschi­nen- und Anla­gen­bau sowie die Che­mie- und Phar­ma­in­dus­trie“, sagt Bros­sardt und ergänzt „Die Mer­co­sur-Staa­ten Bra­si­li­en, Argen­ti­ni­en, Para­gu­ay und Uru­gu­ay stel­len die fünf­größ­te Wirt­schafts­re­gi­on der Welt dar. Die Märk­te sind dank einer jun­gen und min­des­tens bis Mit­te des Jahr­hun­derts wach­sen­den Bevöl­ke­rung und demo­kra­ti­scher Struk­tu­ren mit engen Ver­bin­dun­gen zu Euro­pa sehr attraktiv.“

Laut vbw müs­se Euro­pa mit Blick auf die Aggres­si­on Russ­lands, die indus­tri­el­le Expan­si­on Chi­nas und die trans­at­lan­ti­sche Kom­pli­ka­ti­on Einig­keit und Stär­ke demons­trie­ren. „Wir sind über­zeugt, dass jedes Frei­han­dels­ab­kom­men unse­ren euro­päi­schen Wirt­schafts­raum stär­ker macht und davon alle Bran­chen pro­fi­tie­ren kön­nen. Bis­her wur­de das Mer­co­sur-Abkom­men öffent­lich nicht beson­ders gut ver­kauft. Mit dem ein­ge­lei­te­ten Rati­fi­zie­rungs­pro­zess ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt voll­zo­gen. Es gilt den Ver­trag über 25 Jah­re nach Beginn der Ver­hand­lun­gen wie geplant bis Ende des Jah­res abzu­schlie­ßen“, resü­miert Brossardt.

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