vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum baye­ri­schen Außen­han­del im ers­ten Quar­tal 2026

Ex- und Impor­te zwar im Auf­wind, aber ver­schlech­ter­te Per­spek­ti­ven wegen Iran-Krieg

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Importe
Symbolbild, Foto: Pixabay
Die baye­ri­sche Wirt­schaft expor­tier­te in den ers­ten drei Mona­ten 2026 Waren im Wert von rund 57,5 Mil­li­ar­den Euro, wie die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. mit­teilt. Das waren 1,9 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­zeit­raum. Die Impor­te stie­gen von Janu­ar bis März die­ses Jah­res um 4,0 Pro­zent auf knapp 57,9 Mil­li­ar­den Euro.

Das Export­plus im ers­ten Quar­tal 2026 war vor allem dem kräf­ti­gen Anstieg von 8,5 Pro­zent im März zu ver­dan­ken. Das geht aus Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts her­vor, wel­che die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. aus­ge­wer­tet hat. Dazu erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt: „Der Anstieg der Aus­fuh­ren ist zwar erfreu­lich, gleich­zei­tig dür­fen die Zah­len nicht über­be­wer­tet wer­den. Der Iran-Krieg und sei­ne Fol­gen haben nicht nur zu mas­si­ven Stei­ge­run­gen der Ener­gie­kos­ten geführt, son­dern brin­gen die glo­ba­len Lie­fer­ket­ten durch­ein­an­der und schwä­chen damit die Welt­wirt­schaft.“ Die vbw gehe davon aus, dass sich die Aus­wir­kun­gen des Kon­flikts in den Zah­len der kom­men­den Mona­te nega­tiv nie­der­schla­gen wer­den. Bezeich­nend sei zudem, dass der Frei­staat im ers­ten Jah­res­vier­tel ein Han­dels­de­fi­zit von knapp 353 Mil­lio­nen Euro auf­weist, im Vor­jah­res­quar­tal habe es es noch einen Über­schuss von 827 Mil­lio­nen Euro gege­ben. „Das zeigt: Die schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage im In- und Aus­land geht an die Sub­stanz. Wir erwar­ten daher eine zügi­ge Eini­gung auf das von der Bun­des­re­gie­rung ver­spro­che­nes Reformpaket.“ 

Die Betrach­tung der wich­tigs­ten Export­märk­te ver­deut­licht die Rol­le Euro­pas als Sta­bi­li­täts­an­ker für den baye­ri­schen Export. „Die Aus­fuh­ren in unse­re EU-Part­ner­län­der stie­gen um fast zehn Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal. Nach Tsche­chi­en, Polen, Spa­ni­en und Ita­li­en gab es sogar zwei­stel­li­ge Wachs­tums­ra­ten“, betont Bros­sardt und macht deut­lich: „Euro­pa stärkt die baye­ri­sche Wirt­schaft. Gleich­zei­tig kom­pen­siert es die Ein­bu­ßen aus dem Han­del mit unse­rem wich­tigs­ten Export­markt, den USA. Die Aus­fuh­ren dort­hin san­ken im Vor­jah­res­ver­gleich um knapp 19 Pro­zent. Fakt ist: In einer Welt der Umbrü­che und Kri­sen bleibt der euro­päi­sche Bin­nen­markt unse­re Lebens­ver­si­che­rung. Die­sen gilt es wei­ter zu ver­tie­fen.“ Die Expor­te in die Volks­re­pu­blik Chi­na, dem größ­ten baye­ri­schen Han­dels­part­ner, stie­gen unter­durch­schnitt­lich um 1,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vorjahresquartal.

Die Daten zu den wich­tigs­ten Export­gü­tern zei­gen ein gemisch­tes Bild: So stie­gen im ers­ten Quar­tal vor allem die Aus­fuh­ren im Elek­tro­be­reich zwi­schen vier und acht Pro­zent. Dabei han­del­te es sich um nach­rich­ten­tech­ni­sche Gerä­te sowie Gerä­te zur Elek­tri­zi­täts­er­zeu­gung und ‑ver­tei­lung. Die Expor­te von Pkw san­ken dage­gen um 12,6 Pro­zent. Dazu Bros­sardt: „Die De-Indus­tria­li­sie­rung in den Bran­chen, die für unse­ren Stand­ort so zen­tral sind, setzt sich wei­ter fort. Ohne attrak­ti­ve Stand­ort­be­din­gun­gen kön­nen wir die­sen gefähr­li­chen Trend nicht auf­hal­ten. Wir appel­lie­ren daher umso ener­gi­scher an die Bun­des­re­gie­rung einer­seits, ein umfas­sen­des und grund­le­gen­des Reform­par­ket rasch in die Wege zu brin­gen, und ande­rer­seits an die Gewerk­schaf­ten, den hohen Arbeits­kos­ten Ein­halt zu gebie­ten, da die­se ein gro­ßes Inves­ti­ti­ons­hemm­nis dar­stel­len und den Ver­la­ge­rungs­druck deut­lich erhöhen.“

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