Bas­ket­ball Bundesliga

Für die BMA365 Bam­berg Bas­kets gilt es in Lud­wigs­burg noch etwas gutzumachen

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Ludwigsburg
Symbolbild, Foto: Pixabay
Es ganz ein­fach: deut­lich bes­ser machen! Das dürf­ten sich die BMA365 Bam­berg Bas­kets für ihre Par­tie des 19. Spiel­tags in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga vor­ge­nom­men haben. Knapp einen Monat nach dem ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen die­ser Spiel­zeit in Bam­berg, das die Lud­wigs­bur­ger damals deut­lich mit 100:79 für sich ent­schei­den konn­ten, geht es nun für das Team von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag im Rück­spiel zu den MHP RIESEN.

Bei­de Teams haben im bis­he­ri­gen Sai­son­ver­lauf 10 Sie­ge ein­fah­ren kön­nen. Da die Lud­wigs­bur­ger jedoch erst 17 Par­tien gespielt haben, ste­hen die RIESEN auf Tabel­len­po­si­ti­on sechs, die Bam­ber­ger mit bereits 18 gespiel­ten Begeg­nun­gen auf Platz acht.

Tip-Off am Sams­tag in Lud­wigs­burg zwi­schen den RIESEN und den BMA365 Bam­berg Bas­kets, die übri­gens bei­de ihre letz­ten bei­den Spie­le gewon­nen haben, ist um 18:30 Uhr.

„Wir haben alle das Hin­spiel noch ziem­lich gut in Erin­ne­rung und wis­sen genau, was da pas­siert ist. Aus die­sem Grund haben wir dort noch etwas gut­zu­ma­chen. Lud­wigs­burg hat, wenn man sie lässt, offen­siv sehr gro­ße Qua­li­tät und vie­le Mög­lich­kei­ten zu sco­ren“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Zudem sind sie beim Offen­siv-Reboun­ding und was zwei­te Chan­cen angeht enorm gut. Dane­ben for­cie­ren sie sehr vie­le Tur­no­ver. Das sind genau die Din­ge, die uns im Hin­spiel unglaub­lich weh­ge­tan haben und somit müs­sen wir genau in die­sen Punk­ten am Sams­tag bereit sein. Es ist klar, dass sie aggres­siv spie­len wer­den. Das gilt es für uns zu matchen sowie cle­ver und abge­brüht in der Offen­si­ve zu agieren.“

Knapp einen Monat liegt das Hin­spiel in der BROSE ARENA zurück, das letzt­lich klar an die Gäs­te aus Lud­wigs­burg ging. Unheim­lich heiß star­te­ten die Gäs­te in Bam­berg in die Par­tie und sorg­ten so bereits schnell für das ers­te Über­ra­schungs­mo­ment. Mit 30:19 gewan­nen die RIESEN das ers­te Vier­tel und auch zur Pau­se lag man zwei­stel­lig in Front. Wat­son & Co. mobi­li­sier­ten nach der Pau­se noch­mals alle Kräf­te und hat­ten auch die Mög­lich­keit, den Rück­stand in den ein­stel­li­gen Bereich zu drü­cken, doch die Lud­wigs­bur­ger hat­ten an die­sem Abend stets die pas­sen­de und auch bes­se­re Ant­wort und sieg­ten so letzt­lich ungefährdet.

Die RIESEN sind groß­ar­tig ins neue Jahr gestar­tet. Vier ihrer fünf Spie­le im Jahr 2026 konn­ten sie gewin­nen. Ledig­lich gegen die Rhein­län­der aus Bonn muss­te man sich hauch­dünn geschla­gen geben und ran­giert so mit einer Bilanz von 10 Sie­gen und 7 Nie­der­la­gen auf Tabel­len­po­si­ti­on sechs. In eige­ner Hal­le stand man in die­ser Sai­son bis­lang 9‑mal auf dem Par­kett. Gegen Ulm, Olden­burg, Jena, Hei­del­berg und Braun­schweig konn­te man zuhau­se gewin­nen. Neben der bereits erwähn­ten Nie­der­la­ge gegen Bonn zog man in der MHP Are­na auch gegen Würz­burg (79:84), Trier (80:86) und gegen Vech­ta (80:86) den Kürzeren. 

Gut sie­ben Rebounds holen sich die Lud­wigs­bur­ger im Schnitt pro Par­tie mehr als die BMA365 Bam­berg Bas­kets. Hier wird es für EJ Onu, Dani­el Kep­pe­l­er & Co. dage­gen­zu­hal­ten hei­ßen. Zudem gilt es beson­ders gut auf den Ball auf­zu­pas­sen, denn neben den Rebounds waren die vie­len Ball­ver­lus­te im Hin­spiel der Kil­ler. Hier hat­ten die Bam­ber­ger im Ver­gleich zu ihrem aktu­el­len Liga­schnitt (Platz 2 in der easy­Cre­dit BBL) doch tat­säch­lich fast dop­pelt so vie­le Tur­no­ver. Ver­kehr­te Welt, denn in der Sta­tis­tik leis­ten sich eigent­lich die Lud­wigs­bur­ger liga­weit die ins­ge­samt zweit­meis­ten Ball­ver­lus­te (nur die Veo­lia Towers Ham­burg sind mit 16,1 schlechter).

Nach den NINERS Chem­nitz neh­men die Lud­wigs­bur­ger der­zeit pro Spiel die meis­ten Drei­er. 31,2‑Mal geht der Ball von hin­ter der 6,75-Meter-Linie in Rich­tung Korb, wobei man im Liga-Ran­king mit einer Tref­fer­quo­te von 32,6 Pro­zent nur auf Posi­ti­on 12 steht. Top sind die BMA365 Bam­berg Bas­kets der­zeit von der Frei­wurf­li­nie. Kei­ne ande­re Mann­schaft der Liga hat als Team einen Schnitt von über 80 Pro­zent. Mit 67,7 Pro­zent getrof­fe­nen Frei­wür­fen fin­den sich die RIESEN im Liga-Ver­gleich auf dem vor­letz­ten Platz, vor den Bon­nern, die es von der Frei­wurf­li­nie auf 62,8 Pro­zent bringen.

Schon beim Gast­spiel in Freak City hat Tra­ve­on „Tray“ Buchanan sei­ne offen­si­ven Qua­li­tä­ten ein­drucks­voll unter Beweis gestellt. Der phy­sisch sehr star­ke Guard erziel­te im Hin­spiel in Bam­berg 24 Punk­te und lag damit deut­lich über sei­nem aktu­el­len Schnitt von 16,9 Punk­ten pro Par­tie (Platz 6 in der gesam­ten easy­Cre­dit BBL). Im bis­he­ri­gen Sai­son­ver­lauf blieb der 27-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner über­haupt erst 3‑mal unter zehn Punk­ten in einem Spiel und zwar in Ber­lin (2), gegen Hei­del­berg (8) und am letz­ten Spiel­tag beim Aus­wärts­sieg in Jena (5 Punk­te). Mit 12,4 Abschlüs­sen pro Par­tie nimmt er gemein­sam mit Eli­jah Hug­hes (13,0) die meis­ten Wür­fe im Team der Lud­wigs­bur­ger. (Fotos: MHP RIESEN Ludwigsburg)

Im ins­ge­samt zweit­bes­ten Reboun­ding-Team der easy­Cre­dit BBL (0,5 Rebounds hin­ter Sci­ence City Jena) ist Kee­s­hawn Kell­mann der bes­te Reboun­der. 4,4 Rebounds unter dem eige­nen und 2,4 unter dem des Geg­ners bedeu­ten in Sum­me 6,8 ein­ge­sam­mel­te Bäl­le pro Par­tie und damit Platz 8 in der easy­Cre­dit BBL für den 25-jäh­ri­gen US-Ame­ri­ka­ner, der zudem auch die guya­ni­sche Staats­bür­ger­schaft besitzt. Der Cen­ter­spie­ler konn­te zuletzt jedoch nicht ein­grei­fen, nach dem er sich im Trai­ning Anfang Janu­ar im Vor­feld des 15. Spiel­tags eine Menis­kus­ver­let­zung zuge­zo­gen hat­te, die ope­ra­tiv behan­delt wer­den muss­te. Für ihn haben die RIESEN Gavin Schil­ling nach­ver­pflich­tet, der die Sai­son im Team der NINERS Chem­nitz begon­nen hatte.

Der im kana­di­schen Ajax, Onta­rio gebo­re­ne Ste­fan „Stef“ Smith führt im Team der RIESEN die Sta­tis­tik der Korb­vor­la­gen an. 4,9‑mal ser­viert der Point Guard pro Par­tie für sei­ne Neben­leu­te, ist aber auch selbst brand­ge­fähr­lich. Mit einem Punk­te­schnitt von 15,7 Zäh­lern pro Spiel liegt er nur knapp hin­ter Buchanan und vor Eli­jah Hug­hes (15,5). Smith wech­sel­te aus Frank­reich von Cho­let Bas­ket zu den RIESEN und brach­te aus sei­nen Pro­fi­jah­ren in der fran­zö­si­schen LNB, aus Ser­bi­en sowie sei­ner kana­di­schen Hei­mat viel Erfah­rung mit ans Neckarufer.

Neben sei­nen bereits erwähn­ten 4,9 Assists und den 15,7 Punk­ten pro Spiel schnappt sich Ste­fan Smith pro Par­tie zudem auch noch 4,0 Rebounds. Fast 32 Minu­ten Ein­satz­zeit bekommt er pro Par­tie von Head Coach Mik­ko Riipi­nen, die er mit einem Effek­ti­vi­täts­wert von 14,7 her­vor­ra­gend zu nut­zen weiß. Ste­fan Smit­hs Eltern,Verona und Lewis Smith, haben jamai­ka­ni­sche Wur­zeln, wes­halb Stef neben der kana­di­schen auch die Staats­bür­ger­schaft des Insel­staa­tes besitzt.

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