vbw Pres­se­mit­tei­lung zum Digi­ta­len Euro

Glo­ba­ler digi­ta­ler Kon­kur­renz pra­xis­ge­recht standhalten

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Globaler
Symbolbild, Foto: Pixabay
Aus Sicht der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. hat der Digi­ta­le Euro das Poten­zi­al, die Stel­lung des Euros in der Welt zu stär­ken und auf digi­ta­le Inno­va­tio­nen bei Wäh­run­gen und im Zah­lungs­ver­kehr zu reagieren.

„Rich­tig aus­ta­riert kann der Digi­ta­le Euro digi­ta­le Zah­lun­gen ein­fa­cher und güns­ti­ger machen, fle­xi­ble Zah­lungs­op­tio­nen eröff­nen und euro­päi­sche Zah­lungs­dienst­leis­ter nach vor­ne brin­gen. Wir begrü­ßen daher, dass der Digi­ta­le Euro jetzt wie­der im Fokus des Euro­päi­schen Rats steht und auch die Bun­des­re­gie­rung das Vor­ha­ben unter­stützt“, sag­te vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Inter­ban­ken- und Wert­pa­pier­ge­schäf­te kön­nen aus Sicht der vbw von inno­va­ti­ven Ansät­zen zum Digi­ta­len Euro eben­so pro­fi­tie­ren wie indus­tri­el­le digi­ta­le Geschäfts­mo­del­le, auf die Unter­neh­men im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb immer stär­ker ange­wie­sen sind. „Auf die­sen Anwen­dungs­fäl­len soll­te der Fokus lie­gen, weil sich der Mehr­wert des Digi­ta­len Euros für Indus­trie- und Inter­ban­ken­ge­schäf­te deut­lich schnel­ler heben lässt als bei Ver­brau­cher­ge­schäf­ten. Bei Letz­te­ren ist es vor allem ent­schei­dend, offe­ne Fra­gen mit der gebo­te­nen Sorg­falt zu beant­wor­ten und vom Nut­zen zu über­zeu­gen. Nur so ent­steht das Ver­trau­en, das eine Wäh­rung braucht. Klar ist: Am Bar­geld und an der dafür erfor­der­li­chen Infra­struk­tur muss wie geplant auch lang­fris­tig fest­ge­hal­ten wer­den“, erläu­tert Bros­sardt. Das gebie­te sowohl das Ver­brau­cher­ver­trau­en in den Euro als auch die Rück­fall­op­ti­on für den Zah­lungs­ver­kehr in Krisenzeiten.

Ande­re Wäh­rungs­räu­me beschäf­ti­gen sich eben­falls inten­siv mit digi­ta­len Wäh­run­gen. „Die USA set­zen aus­schließ­lich auf Kryp­to­wäh­run­gen. Eine viel­sei­tig ein­setz­ba­re, durch fes­ten Wech­sel­kurs zum Dol­lar sta­bi­li­sier­te und durch die US-Regie­rung for­cier­te Kryp­to­wäh­rung wür­de die Kräf­te­ver­hält­nis­se zwi­schen den Wäh­run­gen glo­bal in Rich­tung der USA ver­schie­ben. Euro­pa muss daher eige­ne Ant­wor­ten fin­den und im Wett­be­werb der Wäh­run­gen an die Spit­ze vor­sto­ßen“, so Brossardt.

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank arbei­tet seit 2020 an der Ent­wick­lung des Digi­ta­len Euros. Über die Ein­füh­rung wur­de noch nicht abschlie­ßend ent­schie­den und der seit 2023 vor­lie­gen­de Kom­mis­si­ons­ent­wurf ist noch zu bera­ten. „Poli­tisch, recht­lich und tech­nisch sind etli­che Vor­aus­set­zun­gen noch zu schaf­fen. Beson­de­res Augen­merk muss der Sta­bi­li­tät des Finanz- und Kre­dit­markts sowie der Stär­kung euro­päi­scher Zah­lungs­dienst­leis­ter gel­ten. Nur wenn jetzt die Wei­chen rich­tig gestellt wer­den, kann das Pro­jekt für Ban­ken, Indus­trie und Ver­brau­cher und damit auch für Euro­pa zum Erfolg wer­den”, erklärt Bros­sardt abschließend.

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