Bam­berg vor (mög­li­chem) Endspiel

Ham­burg Towers in Bam­berg zu Gast

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Hamburg Towers
Foto: Pixabay
Bro­se Bam­berg emp­fängt in einem Nach­hol­spiel des 22. Spiel­tags der Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die Ham­burg Towers. Die Aus­gangs­la­ge ist klar: Mit einem Sieg qua­li­fi­ziert sich Bro­se Bam­berg zum 21. Mal in Serie für die Playoffs.

Bam­bergs direk­ter Kon­kur­rent um Platz 8, die HAKRO Mer­lins Crails­heim, spielt am heu­ti­gen Sams­tag sei­ne letz­te Nach­hol­be­geg­nung gegen Chem­nitz. Soll­ten die Mer­lins ver­lie­ren, wäre Bam­berg bereits vor dem Spiel gegen die Ham­burg Towers sicher für die Play­offs qua­li­fi­ziert. Geht die Par­tie für die Crails­hei­mer anders aus, muss Bam­berg gegen Ham­burg gewin­nen, um in die Post­sea­son einzuziehen.

Und es gibt sogar noch eine drit­te vor­zei­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit. Siegt Crails­heim gegen Chem­nitz und gewinnt die BG Göt­tin­gen gegen den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball, ist Bro­se auch in der End­run­de dabei.

Situa­ti­on in Hamburg

Die Ham­burg Towers haben sämt­li­che Rech­nun­gen vor einer Woche ad acta legen kön­nen. Mit einem 101:57-Erfolg beim SYNTAINICS MBC mach­ten die Han­se­städ­ter näm­lich die Play­offs klar, setz­ten sich auf Platz sie­ben fest. Dass sie vor der Par­tie gegen Bro­se nicht mehr zit­tern müs­sen, haben sie star­ken letz­ten zwei Mona­ten zu ver­dan­ken. Aus zehn Spie­len gab es sie­ben Sie­ge, dar­un­ter schön her­aus­ge­spiel­te wie gegen Mün­chen (87:83) oder in Chem­nitz (89:85).

Es scheint also, dass die Mann­schaft von Chef­trai­ner Pedro Cal­les genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt voll da ist. Hat­ten die Ham­bur­ger, wie nahe­zu jedes ande­re Team auch, wäh­rend der Sai­son immer wie­der mit Ver­let­zungs- und Coro­na­s­or­gen zu kämp­fen, hat sich die Mann­schaft in den letz­ten Wochen noch bes­ser gefun­den und stabilisiert.

Ganz vor­ne in der tea­m­in­ter­nen Punk­te­wer­tung der Ham­bur­ger steht Cal­eb Homes­ley (16,3) vor Jay­lon Brown (14,9) und Maik Kot­sar (14,1). Über­haupt sind die Ham­burg Towers ein sehr offen­siv­star­kes Team, erziel­ten bis­lang rund 86 Punk­te pro Par­tie. Dabei ist das Spiel sehr auf den frei­en Mann an der Drei­er­li­nie aus­ge­legt. Knapp 32 Wür­fe neh­men Homes­ley und Co. pro Par­tie von jen­seits der 6,75-Meter-Linie, ledig­lich Bonn ver­sucht es BBL-weit häu­fi­ger aus der Distanz.

Auch wenn nur etwas mehr als jeder drit­te Wurf den Weg in den Korb fin­det, so kre­ieren sich die Ham­bur­ger durch star­ke Rebound­ar­beit immer wie­der zwei­te und drit­te Chan­cen. 37 Abpral­ler sicher­ten sie sich bis dato im Schnitt pro Spiel, 13 davon allei­ne am offen­si­ven Brett. Bei­des ist Bun­des­li­ga-Top3-Niveau. Eben­so wie das Assist­ver­hält­nis. 21 direk­te Korb­vor­la­gen ver­teil­ten die Ham­burg Towers bis­lang durch­schnitt­lich pro Par­tie. Mehr als die Hälf­te davon ent­fal­len auf die bei­den Spiel­ge­stal­ter Hol­latz (5,7) und Homes­ley (4,7). Letz­te­rer konn­te aller­dings auch nicht die 75:87-Hin­spiel­nie­der­la­ge gegen Bam­berg sei­ner Mann­schaft Anfang Janu­ar ver­hin­dern – trotz sei­ner 27 Punkte.

„Do or Die“-Spiel für Bro­se Bamberg

Bro­se Bam­berg hat durch acht Sie­ge aus den letz­ten zehn Spie­len das vor ein paar Mona­ten noch für unmög­lich gehal­te­ne mög­lich gemacht und die Play­off­teil­nah­me in der eige­nen Hand. Ob es zu einem Ent­schei­dungs­spiel gegen Ham­burg kommt, hängt an eini­gen ande­ren Kom­po­nen­ten, ändert an der Spiel­vor­be­rei­tung aber gar nichts.

Head Coach Oren Amiel stellt sein Team gegen die Ham­burg Towers auf ein „Do or Die“-Spiel ein, der Fokus der gesam­ten Mann­schaft ist hoch und äußerst kon­zen­triert. Dabei ist die Vor­be­rei­tung nicht ein­fach, denn mit Chris­ti­an Seng­fel­der und Omar Pre­witt feh­len aktu­ell zwei Spie­ler mit Sprung­ge­lenks­ver­let­zun­gen. Dass das Team aber mitt­ler­wei­le so gefes­tigt ist, dass es auch ohne sei­nen Kapi­tän aus­kom­men und Spie­le gewin­nen kann, haben die Par­tien gegen Hei­del­berg und Braun­schweig gezeigt. In bei­den Begeg­nun­gen war Bro­se über nahe­zu die gesam­te Spiel­zeit die bestim­men­de Mann­schaft, hat­te die bei­den Sie­ge ver­dient und sich dadurch die Chan­ce auf die Play­offs gesichert.

Shoo­ting Guard Tomáš Kyzlink sag­te im Vor­feld der Par­tie gegen Ham­burg: „Jetzt haben wir uns die­se Chan­ce erar­bei­tet, dann wol­len wir natür­lich auch noch den letz­ten Schritt gehen. Was Coach, Staff, Team und Fans in den letz­ten Wochen geleis­tet haben, ist unglaub­lich. Vie­le hat­ten uns abge­schrie­ben, aber wir haben immer an uns geglaubt. Dass wir die Play­offs nun in der eige­nen Hand haben, ist Bür­de und Freu­de zugleich. Ham­burg kommt mit einem Kan­ter­sieg aus Wei­ßen­fels und ohne Druck zu uns. Sie kön­nen also frei auf­spie­len. Aller­dings ist das für uns eigent­lich irrele­vant, denn wir müs­sen und dür­fen sowie­so nur auf uns schau­en. Wir müs­sen ver­su­chen, wie im Groß­teil der letz­ten Spie­le, defen­siv kon­trol­liert zu ste­hen. Wenn die Ver­tei­di­gung läuft, kommt die Offen­si­ve von ganz allei­ne. Gemein­sam mit unse­ren Fans wol­len wir in die Playoffs.“

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