Wenn sich im Januar 2026 die Türen der brose ARENA öffnen, steht die Region einmal mehr im Zeichen von Immobilien, Innovation und Inspiration. Die 23. Immobilienmesse Franken bringt am 24. und 25. Januar mehr als 150 Aussteller zusammen – von Bauträgern und Energieberatern bis hin zu Banken, Handwerksbetrieben und SmartHome-Spezialisten.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Immobilienmesse Franken eine feste Institution im fränkischen Veranstaltungskalender und konnte immer wieder zahlreiche Interessenten begeistern.
Gerade in einer Zeit, in der die Immobilienbranche unter veränderten Rahmenbedingungen steht – so beispielsweise steigende Baukosten, höhere Zinsen, Unsicherheit bei Förderungen und dergleichen – bietet die Messe eine wertvolle Plattform für einen konstruktiven Austausch, allgemeine Orientierung innerhalb des Immobiliensektors und selbstverständlich auch konkrete Lösungen für offene Fragestellungen.
Kontinuität und Aufschwung
„Natürlich hat sich in den 2020er Jahren zunächst die Besucherzahl verringert“, erinnert sich Yannick Beulcke, für Marketing zuständig beim Messeteam Bamberg. Die Coronajahre hätten auch hier deutliche Spuren hinterlassen. Doch schon bald nach der Pandemie sei spürbar gewesen, dass das Interesse am Thema Wohnen ungebrochen ist: „Nach Ende der Covid-19-Pandemie konnten wir wieder Jahr für Jahr eine Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen.“
Für 2026 blickt das Team optimistisch nach vorn und hofft erneut auf stabile Besucherzahlen: „Wir versuchen im kommenden Jahr wieder die Ursprungszahlen mit über 6000 Besuchern zu erreichen – und sind dahingehend zuversichtlich, dass das gut funktionieren wird“, so Beulcke.
Auch inhaltlich habe sich die Messe stetig weiterentwickelt: „Wir haben eine starke Basis an Stammausstellern, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Gleichzeitig stoßen immer wieder neue, spannende Unternehmen hinzu – das hält die Veranstaltung lebendig.“
Ein klarer Trend zeichnet sich dabei ab: Der Bereich Sanierung gewinnt zunehmend an Bedeutung: „Das merken wir bei unseren Besuchern deutlich“, sagt Beulcke und führt fort: „Dieser Themenkomplex wird immer beliebter – im Einklang mit der allgemeinen Marktentwicklung.“ Denn die Zahl der privaten und öffentlichen Baugenehmigungen gehe zurück. Dies habe mit den gestiegenen Zinsen, der unsicheren wirtschaftlichen Zukunftserwartung und natürlich mit hohen Preisen zu tun.
Digitalisierung trifft auf den Wunsch nach persönlichem Austausch
Die Messe 2026 steht unter dem Motto „Modernisieren, Renovieren, In- & Outdoor-Living, Energie, Service Wohnen, SmartHome, Sicherheit & Einbruchschutz & alternative Wohnformen“. Diese Themen spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, aber bieten im Umkehrschluss auch zahlreiche Chancen für beide Seiten: Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, digitale Steuerungssysteme und die Suche nach neuen Wohnkonzepten:
„Natürlich gibt es in diesen Bereichen durch technologische Entwicklungen spannende Neuerungen“, betont Beulcke. „Unsere innovativen Aussteller präsentieren diese auch auf der Messe“, lädt er herzlich alle Interessenten zur zukunftsorientierten Messe ein.
Auch organisatorisch hat sich die Messe modernisiert: mit einem Online-Ticketshop, neuen digitalen Werbekanälen und gezielten Social-Media-Aktivitäten. Trotzdem bleibe der persönliche Kontakt das Herzstück der Veranstaltung: „Das Messeerlebnis selbst lebt vom persönlichen Austausch. Messen sind der Treffpunkt zwischen Anbieter und Nachfrager, der alle Sinne bedient und den es seit Menschengedenken gibt.“
Gerade in einer zunehmend digitalen Welt sei es wichtig, reale Begegnungen zu ermöglichen. „Wir möchten in dieser Zeit bewusst einen Kontrast schaffen“, erklärt Beulcke und sagt weiter: „Bei der eigenen Immobilie spielt Vertrauen eine sehr große Rolle – und Vertrauen entsteht im persönlichen Gespräch. Die 23. Immobilienmesse Franken soll erneut eine Plattform für genau diesen Austausch sein. Zwischenmenschliche Beziehungen werden mehr und mehr digitalisiert.“
Organisation, Erfahrung und Begeisterung
Hinter einer Messe dieser Größenordnung steckt enorme Logistik. Die Koordination von über 150 Ausstellern, die Planung von Flächen, Technik, Werbung und Besucherströmen – all das erfordert Routine und Detailwissen: „Große Veranstaltungen sind mit großen Herausforderungen verbunden. Man muss zahlreiche Dinge unter einen Hut bringen“, so Yannick Beulcke.
Das Messeteam Bamberg sei dabei ein eingespieltes Team: „Wir gehen die Sache sehr routiniert und strukturiert an. Das ist wichtig, damit am Ende alle Teile zusammenpassen.“
Und die Mühe lohnt sich: „Das Schönste ist, wenn am Ende alles funktioniert und man in glückliche Gesichter blickt, denn wenn wir unseren Job gut machen, geht jeder zufrieden nach Hause. Der Besucher hat eine Lösung für sein Anliegen gefunden – und auch für die Aussteller lohnt sich das Ganze. Dieses positive Feedback zu bekommen, macht einfach Freude. Dafür macht man es.“
Regionalität als Stärke
Ein besonderes Merkmal der Immobilienmesse Franken ist ihr starker regionaler Bezug. Sie versteht sich nicht nur als Branchentreff, sondern auch als eine Art „Schaufenster“ der regionalen Wirtschaftskraft. Hier wird Lokalkolorit vermittelt: „Der Großteil unserer Aussteller kommt aus der Region“, erklärt Beulcke und fügt selbstbewusst hinzu: „Franken ist nach wie vor eine wirtschaftsstarke Region – und das gilt auch für die Immobilienbranche.“
Auf der Messe lasse sich diese Vielfalt unmittelbar erleben: innovative Baukonzepte aus der Region, nachhaltige Energieprojekte aus dem Umland sowie kreative Innen- und Außenraumgestaltung aus dem Handwerk. „Wir möchten die kleine Hürde auf wieder über 6000 Besucher nehmen und für die 23. Immobilienmesse Franken begeistern“, betont Beulcke.
Zwischen Marktunsicherheit und Aufbruchstimmung
Die Lage auf dem Immobilienmarkt bleibt trotz guter Ideen und gesundem Optimismus nichtsdestotrotz angespannt: Zinsen und Baukosten bremsen Investitionen, gleichzeitig steigt der Bedarf an Wohnraum. Dennoch will Beulcke Mut machen: „Es sind herausfordernde Zeiten. Aber das heißt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben. Herausforderungen muss man entgegentreten – durch Aktion, nicht Resignation.“
Viele Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, hätten bereits frühere Krisen überstanden: „Diese Firmen sind stark, erfahren und verlässlich – und somit gute Ansprechpartner, wenn es um Neubauten, Sanierungen oder auch den Erwerb von Immobilien geht.“
Auch die Wünsche der Käuferinnen und Käufer hätten sich im Laufe der Zeit zum Teil deutlich gewandelt: „Es ist ganz normal, dass sich mit der Zeit Prioritäten verändern“, erklärt Beulcke. „Gerade die Themen rund um Energieeffizienz sind besonders stark nachgefragt, ebenso wie Sanierungen.“ Immer wichtiger werde zudem der Aspekt der Autarkie – also der Wunsch, unabhängiger zu werden, da die Zukunft auf allen Ebenen für immer mehr immer unberechenbarer werde aufgrund verschiedenster Dinge: „Dazu zählen spannende Lösungen im Energiebereich ebenso wie das Hochbeet im Garten oder Gärtnern auf dem Balkon.“
Innovationen, Förderungen und politische Weichenstellungen
Wer sich auf der Messe umschaut, kann hautnah erleben, wie rasant sich die Branche weiterentwickelt. In dieser Branche ist es bedeutend, immer mit der Zeit zu gehen: „Den neuesten Stand der Technik sieht man bei den Produkten der Aussteller“, erklärt Beulcke. „Ob bei Fenstern mit besseren Dämmwerten, höherwertigen Sicherheitsstandards, innovativen Baustoffen oder Heizsystemen mit gesteigerter Effektivität bei teilweise rückläufigen Preisen – Fortschritt ist überall sichtbar.“
Auch bei der Finanzierung und Förderung bleibt die Messe ein wichtiger Informationspunkt für alle Betroffenen und Interessenten: „In einigen Teilen gibt es Fördermöglichkeiten, in anderen spricht man darüber und hofft auf weitere Programme“, so Beulcke. „Letztendlich werden die Aussteller über den jeweils aktuellen Stand informieren. Niemand ist näher dran als diese.“
Doch auch die politischen Rahmenbedingungen beeinflussen die Dynamik des Marktes, darüber hinaus seien stabile wirtschaftliche Perspektiven entscheidend. „Weitere Förderprogramme, etwa für junge Familien, wären hilfreich. Und ein stabiler Arbeitsmarkt ist wichtig, damit Menschen es sich vorstellen und leisten können, in eine Immobilie zu investieren und aus einer perspektivisch prosperierenden und sicheren Zukunftserwartung heraus Kraft für eine Investition dieser Größenordnung zu schöpfen.“
Die Immobilienmesse Franken 2026 wird einmal mehr zeigen, dass die Branche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten voller Energie und Gestaltungswillen steckt. Zwischen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionaler Stärke bleibt sie das, was sie immer war: ein Ort, an dem Vertrauen entsteht, Ideen Gestalt annehmen und Zukunftspläne Form gewinnen – und das am allerbesten, wenn man sich gegenübersteht und von Angesicht zu Angesicht kommunizieren kann.
