vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Arbeits­markt im Mai

Leich­te Früh­jahrs­be­le­bung kein Grund zum Aufatmen

1 Min. zu lesen
Frühjahrsbelebung
Symbolbild, Foto: Pixabay
Der baye­ri­sche Arbeits­markt befin­det sich aus Sicht der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. wei­ter­hin in einer her­aus­for­dern­den Lage. So wir­ken sich neben den kon­junk­tu­rel­len Belas­tun­gen durch den Iran-Krieg vor allem die struk­tu­rel­len Stand­ort­pro­ble­me nega­tiv auf die Ein­stel­lungs­be­reit­schaft der Unter­neh­men aus.

„Zwar sorgt eine leich­te Früh­jahrs­be­le­bung für einen Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit und Bay­ern behält sei­ne Posi­ti­on als Land mit der nied­rigs­ten Arbeits­lo­sen­quo­te bei. Die Lage bleibt ins­ge­samt aber ange­spannt und die Unter­neh­men sind wei­ter­hin ver­un­si­chert“, erklärt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt anläss­lich der ver­öf­fent­lich­ten Arbeits­markt­zah­len für Mai durch die Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit (hier die Zah­len des Agen­tur­be­zirks Bam­berg-Coburg).

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Frei­staat sank im Mai sai­son­be­dingt auf 4,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,1 Pro­zent). Gleich­zei­tig lag sie im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat immer noch um 0,1 Pro­zent­punk­te höher. „Das letz­te Mal, dass wir in Bay­ern im Mai eine Arbeits­lo­sen­quo­te von über vier Pro­zent hat­ten, war im Jahr 2010 – kurz nach der Finanz­kri­se. Ins­ge­samt ist die abso­lu­te Zahl an Arbeits­lo­sen seit dem Früh­jahr 2022 um über 100.000 gestie­gen. Gleich­zei­tig liegt die Zahl der offe­nen Stel­len um knapp 10 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Das zeigt: Die Unter­neh­men hal­ten sich mit Neu­ein­stel­lun­gen wei­ter zurück. Für eine Ent­war­nung ist es zu früh“, fasst Bros­sardt die Lage zusammen.

Laut vbw bleibt die Situa­ti­on ernst. „Die De-Indus­tria­li­sie­rung in den Bran­chen, die für unse­ren Stand­ort so zen­tral sind, setzt sich wei­ter fort. Ohne attrak­ti­ve Stand­ort­be­din­gun­gen kön­nen wir die­sen gefähr­li­chen Trend nicht auf­hal­ten. Wir appel­lie­ren daher umso ener­gi­scher an die Bun­des­re­gie­rung einer­seits, ein umfas­sen­des und grund­le­gen­des Reform­par­ket rasch auf den Weg zu brin­gen, und ande­rer­seits an den Sozi­al­part­ner, den hohen Arbeits­kos­ten Ein­halt zu gebie­ten. Hier ste­hen auch die Gewerk­schaf­ten beson­ders in der Pflicht“, führt Bros­sardt aus und ergänzt: „Nach einer kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Stu­die der vbw stel­len die Arbeits­kos­ten für rund 28 Pro­zent der Unter­neh­men das größ­te Inves­ti­ti­ons­hemm­nis dar, und in glei­chem Umfang stel­len sie Geschäfts­mo­del­le in Fra­ge – bei­des zusam­men erhöht den Ver­la­ge­rungs­druck deut­lich. Das ist bedenk­lich. Wir müs­sen mit maß­vol­ler Ent­wick­lung beim Ent­gelt entgegensteuern.“

Weiterer Artikel

„Gegen Ängs­te und Angstmacher“

Fron­leich­nam in Bamberg

Nächster Artikel

Bas­ket­ball Bundesliga

Aus­ver­kauf­te Hal­le peitscht BMA365 Bam­berg Bas­kets zum Sieg gegen Berlin