Vogel­grip­pe-Schutz­maß­nah­men aufgehoben

Mehr Vögel im Tier­gar­ten zu sehen

1 Min. zu lesen
Tiergarten
Foto: Tiergarten Nürnberg / Tom Burger
Ange­sichts der rasan­ten Aus­brei­tung der Vogel­grip­pe hat­te der Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg im Novem­ber letz­ten Jah­res umfang­rei­che Schutz­maß­nah­men ergrif­fen und sämt­li­che Vogel­ar­ten in Stäl­len oder abge­deck­ten Volie­ren unter­ge­bracht. In enger Abstim­mung mit dem Vete­ri­när­amt der Stadt Nürn­berg wer­den die­se Maß­nah­men nun schritt­wei­se auf­ge­ho­ben – vie­le Vögel sind bereits in ihre Anla­gen zurückgekehrt.

Seit Anfang die­ser Woche sind unter ande­rem die Hum­boldt­pin­gui­ne, Anden­kon­do­re, Emus sowie Haus- und Perl­hüh­ner wie­der für Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu sehen. Bei den Pin­gui­nen fin­den wie­der die täg­li­chen Füt­te­run­gen um 15 Uhr statt. Das Pro­gramm „Besuch beim Lieb­lings­tier“ ist für die Pin­gui­ne eben­falls wie­der buch­bar. Sofern es die Wit­te­rung zulässt, dür­fen auch die Kra­ni­che wie­der in ihre Gehe­ge. Auch die Hya­zinth-Aras kön­nen ab sofort wie­der ihre Außen­vo­lie­re nut­zen. Jun­ges Bart­gei­er­paar in begeh­ba­rer Volie­re Zum Wochen­en­de wer­den die begeh­ba­ren Volie­ren der Wald­rap­pe und Bart­gei­er wie­der geöff­net. In Letz­te­re wird ein neu­es Bart­gei­er-Pär­chen ein­zie­hen. Nach dem Tod des Weib­chens im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res und vor dem Hin­ter­grund der Vogel­grip­pe ist das 46 Jah­re alte Männ­chen auf die Außen­stel­le des Tier­gar­tens Gut Mit­tel­büg gezo­gen und hat dort eine neue Part­ne­rin bekom­men. In der Bart­gei­er­vo­lie­re war somit wie­der Platz für ein neu­es Zucht­paar. Die bei­den Vögel kom­men aus der Eulen- und Greif­vo­gel­sta­ti­on Haring­see in Öster­reich. Das Männ­chen kam bereits weni­ge Tage nach dem Schlupf in den Tier­gar­ten und wur­de vom Nürn­ber­ger Bart­gei­er­paar adop­tiert und auf­ge­zo­gen. Der Tier­gar­ten hofft, mit dem jun­gen Paar an die erfolg­rei­che Hal­tung und Zucht der Bart­gei­er anzuknüpfen.

Der Tier­gar­ten Nürn­berg hält – mit nur kur­zen Unter­bre­chun­gen – seit 1965 Bart­gei­er. Sie sind Teil des Erhal­tungs­zucht­pro­gramms des Euro­päi­schen Zoo­ver­bands EAZA (EAZA Ex-situ Pro­gram­me, kurz EEP), das den Erhalt der Art und deren Wie­der­an­sie­de­lung in der Natur zum Ziel hat. Allein das letz­te Pär­chen hat fünf Jung­tie­re erfolg­reich groß­ge­zo­gen, vier davon wur­den im Rah­men des EEPs in Spa­ni­en und Frank­reich aus­ge­wil­dert. In die Bart­gei­er­vo­lie­re keh­ren zudem die Schwarz­stör­che und Fel­sen­tau­ben zurück. Auch die Schnee­eu­len dür­fen wie­der zurück in ihre Voliere.

Wei­ter­hin in ihren Win­ter­quar­tie­ren blei­ben vor­erst Fla­min­gos, Peli­ka­ne und Har­py­ien wegen der anhal­tend kal­ten Wit­te­rung. Die auf­grund der Vogel­grip­pe vor­über­ge­hend ein­ge­stell­te Win­ter­füt­te­rung von hei­mi­schen Wild­vö­geln kann nun eben­falls wie­der statt­fin­den. Als Teil eines euro­päi­schen FFH-Gebiets (Flo­ra-Fau­na-Habi­tat-Gebiet) ist der Tier­gar­ten für sie ein wich­ti­ger Lebensraum.


Schutz­maß­nah­men erfolgreich

Ziel aller Maß­nah­men war es, den Vogel­be­stand des Tier­gar­tens best­mög­lich zu schüt­zen und den Kon­takt zwi­schen Zoo- und Wild­vö­geln zu mini­mie­ren. Die­ses Ziel wur­de erreicht: Im Tier­gar­ten gab es kei­nen Fall von Vogel­grip­pe. Die kon­kre­ten Maß­nah­men erfolg­ten in enger Abstim­mung mit den Vete­ri­när­äm­tern des Land­krei­ses Nürn­ber­ger Land und der Stadt Nürnberg.

Weiterer Artikel

OB Star­ke: „Finn­land ist ein wich­ti­ger Partner“

Fin­ni­scher Bot­schaf­ter zu Gast in Bamberg

Nächster Artikel

Schlüs­sel­spiel im Ren­nen um die Playoff-Plätze

CERATONIA Vol­leys vor rich­tungs­wei­sen­dem Duell gegen Leipzig