Am 28. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga erwarten die BMA365 Bamberg Baskets am heutigen Ostermontag in der BROSE ARENA mit Science City Jena erneut einen Aufsteiger.
Es stehen sich zwei Teams gegenüber, die mit Blick auf ihr zurückliegendes Spiel etwas gutmachen wollen. Die gastgebenden BMA365 Bamberg Baskets wollen nach der Niederlage in Vechta und dem damit verbundenen Ende ihrer zuletzt überaus eindrucksvollen Siegesserie wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Für die Gäste von Science City Jena geht es darum, in Freak City ein anderes Gesicht zu zeigen als noch vor vier Tagen bei der 58:90-Heimniederlage gegen die SKYLINERS. Tip-Off zur Partie ist heute um 16:30 Uhr.
„Nach dem letzten Spiel in Vechta müssen wir jetzt eine Reaktion zeigen. Vor allem gilt es besser ins Spiel zu starten, denn das war in den letzten Spielen nicht so wirklich gut. Wir wissen, dass es wie für uns auch für alle anderen Mannschaft noch um etwas geht und deshalb müssen wir das ganz einfach anders gestalten. Das muss uns ganz einfach von Beginn an klar sein. Wir müssen hungrig bleiben, aggressiv und vor allem physisch, was anfangs zuletzt eben nicht der Fall war. Es ist jetzt unsere Aufgabe, uns mental so einzustellen, dass wir jeden Kampf auf dem Spielfeld annehmen können“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Der Aufsteiger aus Thüringen spielt eine äußerst solide Saison. Nach einem Saisonstart mit drei Siegen und drei Niederlagen sowie dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale (hier schied man mit 78:91 in Berlin aus) war schnell klar, dass Cheftrainer Björn Harmsen eine schlagkräftige Mannschaft zusammengebaut hat. Mit aktuell 10 Siegen und 15 Niederlagen steht Science City auf dem 15. Tabellenplatz, hat aber vier Niederlagen weniger als der Tabellen-Siebzehnte aus Heidelberg.
Vier Tage vor Heiligabend standen sich beide Mannschaften erstmals in dieser Saison gegenüber. (In der Vorbereitung testeten beide Teams beim Tag des Basketballs in Strullendorf bereits einmal gegeneinander. Dabei hatten die Bamberger mit 98:86 das bessere Ende für sich). Das erste Ligaspiel dieser Serie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel in der Sparkassen Arena in Jena am Ende recht deutlich. Im dritten Viertel konnten sich die Bamberger entscheidend absetzten. Mit 34:19 gewann man die dritten zehn Minuten und erspielte sich hier den letztlich entscheidenden Vorsprung.
Wie gefährlich und spielstark die Mannschaft von Science City Jena sein kann, hat die Mannschaft von Head Coach Björn Harmsen schon mehrfach unter Beweis gestellt. Sechs ihrer zehn Siege holten die Thüringer in fremder Halle – in Heidelberg, Oldenburg, Trier, Weißenfels, Braunschweig und Hamburg.
Knapp 82 Punkte erzielen die Jenaer im Schnitt pro Partie und liegen im Ligavergleich damit auf Position 16. Auch die nur 15,3 Assists pro Spiel sind im Vergleich aller 18 BBL-Teams nur Rang 17. Dafür aber ist Science City sehr stark beim Rebound und kann hier den drittbesten Wert in der easyCredit BBL vorweisen.
Mit einer Quote von knapp 43 Prozent aus dem Feld haben die Jenaer vor den Rostockern (42,2%) die zweitschlechteste Feldwurfquote. Dafür aber nehmen die Thüringer die meisten Würfe pro Partie. 69,2 Abschlüsse aus dem Feld sind aktuell Ligabestwert!
Der tolle Saisonstart von Science City war eng verknüpft mit dem Namen Great Osobor (4 Siege, 3 Niederlagen). Der 23-jährige Center überzeugte von Beginn an mit seiner Vielseitigkeit und steuerte bis zum ersten Länderspielfenster Ende November gut 16 Punkte pro Partie bei. Dann aber zog sich der Center im Team der Spanier in den WM-Qualifikationsspielen einen Kreuzbandriss zu, welcher für ihn das Saisonaus bedeutete. Ersatz musste gesucht werden und Anfang des Jahres wurde er mit William McNair Jr. auch gefunden. Der 2,10 Meter große US-Amerikaner kam vom slowenischen Erstligisten Olimpija Ljubljana und trug in bisher 12 BBL-Spielen das Trikot von Science City.
Auch auf der Point Guard Position mussten die Thüringer während der Saison umbauen. Nachdem man mit Eric Washington, der zuvor bereits in Chemnitz und in Heidelberg seine BBL-Qualitäten gezeigt hatte, in die Saison gestartet war, zog der 32-Jährige die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und verließ Jena nach nur 14 Spielen zurück in Richtung Chemnitz. 16,2 Punkte hatte er bis hierher pro Partie beigesteuert. Mit Uchenna Iroegbu, der von Al Nasr Riyadh aus Saudi-Arabien kam, holte man über den Jahreswechsel Ersatz nach Jena. Der 29-jährige Point Guard (jüngerer Bruder von Ikenna Iroegbu, der in der Saison 2018//19 in Jena unter Vertrag stand) hat bisher 13 Spiele für Science City bestritten.
Die große Konstante im Kader der Thüringer heißt Joe Wieskamp. Der US-amerikanische Power Forward liefert beständig ab und hat sich zum Leader der Jenaer entwickelt. Wieskamp hatte vor seinem Engagement in Jena zuletzt in Australien für South East Melbourne Phoenix gespielt. Der 26-Jährige kann zudem auf 39 NBA-Einsätze sowie 100 Spiele in der NBA G‑League zurückblicken.
