Bas­ket­ball Bundesliga

Nach Trier jetzt Jena – BMA365 Bam­berg Bas­kets emp­fan­gen den zwei­ten Aufsteiger

3 Min. zu lesen
Jena
Symbolbild, Foto: Pixabay
Am 28. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga erwar­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets am heu­ti­gen Oster­mon­tag in der BROSE ARENA mit Sci­ence City Jena erneut einen Aufsteiger.

Es ste­hen sich zwei Teams gegen­über, die mit Blick auf ihr zurück­lie­gen­des Spiel etwas gut­ma­chen wol­len. Die gast­ge­ben­den BMA365 Bam­berg Bas­kets wol­len nach der Nie­der­la­ge in Vech­ta und dem damit ver­bun­de­nen Ende ihrer zuletzt über­aus ein­drucks­vol­len Sie­ges­se­rie wie­der zurück in die Erfolgs­spur fin­den. Für die Gäs­te von Sci­ence City Jena geht es dar­um, in Freak City ein ande­res Gesicht zu zei­gen als noch vor vier Tagen bei der 58:90-Heimniederlage gegen die SKYLINERS. Tip-Off zur Par­tie ist heu­te um 16:30 Uhr.

„Nach dem letz­ten Spiel in Vech­ta müs­sen wir jetzt eine Reak­ti­on zei­gen. Vor allem gilt es bes­ser ins Spiel zu star­ten, denn das war in den letz­ten Spie­len nicht so wirk­lich gut. Wir wis­sen, dass es wie für uns auch für alle ande­ren Mann­schaft noch um etwas geht und des­halb müs­sen wir das ganz ein­fach anders gestal­ten. Das muss uns ganz ein­fach von Beginn an klar sein. Wir müs­sen hung­rig blei­ben, aggres­siv und vor allem phy­sisch, was anfangs zuletzt eben nicht der Fall war. Es ist jetzt unse­re Auf­ga­be, uns men­tal so ein­zu­stel­len, dass wir jeden Kampf auf dem Spiel­feld anneh­men kön­nen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

Der Auf­stei­ger aus Thü­rin­gen spielt eine äußerst soli­de Sai­son. Nach einem Sai­son­start mit drei Sie­gen und drei Nie­der­la­gen sowie dem Ein­zug ins Pokal-Vier­tel­fi­na­le (hier schied man mit 78:91 in Ber­lin aus) war schnell klar, dass Chef­trai­ner Björn Harm­sen eine schlag­kräf­ti­ge Mann­schaft zusam­men­ge­baut hat. Mit aktu­ell 10 Sie­gen und 15 Nie­der­la­gen steht Sci­ence City auf dem 15. Tabel­len­platz, hat aber vier Nie­der­la­gen weni­ger als der Tabel­len-Sieb­zehn­te aus Heidelberg.

Vier Tage vor Hei­lig­abend stan­den sich bei­de Mann­schaf­ten erst­mals in die­ser Sai­son gegen­über. (In der Vor­be­rei­tung tes­te­ten bei­de Teams beim Tag des Bas­ket­balls in Strul­len­dorf bereits ein­mal gegen­ein­an­der. Dabei hat­ten die Bam­ber­ger mit 98:86 das bes­se­re Ende für sich). Das ers­te Liga­spiel die­ser Serie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel in der Spar­kas­sen Are­na in Jena am Ende recht deut­lich. Im drit­ten Vier­tel konn­ten sich die Bam­ber­ger ent­schei­dend absetz­ten. Mit 34:19 gewann man die drit­ten zehn Minu­ten und erspiel­te sich hier den letzt­lich ent­schei­den­den Vorsprung.

Wie gefähr­lich und spiel­stark die Mann­schaft von Sci­ence City Jena sein kann, hat die Mann­schaft von Head Coach Björn Harm­sen schon mehr­fach unter Beweis gestellt. Sechs ihrer zehn Sie­ge hol­ten die Thü­rin­ger in frem­der Hal­le – in Hei­del­berg, Olden­burg, Trier, Wei­ßen­fels, Braun­schweig und Hamburg.

Knapp 82 Punk­te erzie­len die Jena­er im Schnitt pro Par­tie und lie­gen im Liga­ver­gleich damit auf Posi­ti­on 16. Auch die nur 15,3 Assists pro Spiel sind im Ver­gleich aller 18 BBL-Teams nur Rang 17. Dafür aber ist Sci­ence City sehr stark beim Rebound und kann hier den dritt­bes­ten Wert in der easy­Cre­dit BBL vorweisen.

Mit einer Quo­te von knapp 43 Pro­zent aus dem Feld haben die Jena­er vor den Ros­to­ckern (42,2%) die zweit­schlech­tes­te Feld­wurf­quo­te. Dafür aber neh­men die Thü­rin­ger die meis­ten Wür­fe pro Par­tie. 69,2 Abschlüs­se aus dem Feld sind aktu­ell Ligabestwert!

Der tol­le Sai­son­start von Sci­ence City war eng ver­knüpft mit dem Namen Gre­at Oso­bor (4 Sie­ge, 3 Nie­der­la­gen). Der 23-jäh­ri­ge Cen­ter über­zeug­te von Beginn an mit sei­ner Viel­sei­tig­keit und steu­er­te bis zum ers­ten Län­der­spiel­fens­ter Ende Novem­ber gut 16 Punk­te pro Par­tie bei. Dann aber zog sich der Cen­ter im Team der Spa­ni­er in den WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spie­len einen Kreuz­band­riss zu, wel­cher für ihn das Sai­son­aus bedeu­te­te. Ersatz muss­te gesucht wer­den und Anfang des Jah­res wur­de er mit Wil­liam McN­air Jr. auch gefun­den. Der 2,10 Meter gro­ße US-Ame­ri­ka­ner kam vom slo­we­ni­schen Erst­li­gis­ten Olim­pi­ja Ljublja­na und trug in bis­her 12 BBL-Spie­len das Tri­kot von Sci­ence City.

Auch auf der Point Guard Posi­ti­on muss­ten die Thü­rin­ger wäh­rend der Sai­son umbau­en. Nach­dem man mit Eric Washing­ton, der zuvor bereits in Chem­nitz und in Hei­del­berg sei­ne BBL-Qua­li­tä­ten gezeigt hat­te, in die Sai­son gestar­tet war, zog der 32-Jäh­ri­ge die Aus­stiegs­klau­sel in sei­nem Ver­trag und ver­ließ Jena nach nur 14 Spie­len zurück in Rich­tung Chem­nitz. 16,2 Punk­te hat­te er bis hier­her pro Par­tie bei­gesteu­ert. Mit Uchen­na Iroeg­bu, der von Al Nasr Riyadh aus Sau­di-Ara­bi­en kam, hol­te man über den Jah­res­wech­sel Ersatz nach Jena. Der 29-jäh­ri­ge Point Guard (jün­ge­rer Bru­der von Iken­na Iroeg­bu, der in der Sai­son 2018/​/​19 in Jena unter Ver­trag stand) hat bis­her 13 Spie­le für Sci­ence City bestritten.

Die gro­ße Kon­stan­te im Kader der Thü­rin­ger heißt Joe Wie­skamp. Der US-ame­ri­ka­ni­sche Power For­ward lie­fert bestän­dig ab und hat sich zum Lea­der der Jena­er ent­wi­ckelt. Wie­skamp hat­te vor sei­nem Enga­ge­ment in Jena zuletzt in Aus­tra­li­en für South East Mel­bourne Phoe­nix gespielt. Der 26-Jäh­ri­ge kann zudem auf 39 NBA-Ein­sät­ze sowie 100 Spie­le in der NBA G‑League zurückblicken. 

Weiterer Artikel

Pre­digt Erz­bi­schof Gössl zu Ostern

„Ostern ist eine Lebens­quel­le, die uns mit Hoff­nung erfüllt“

Nächster Artikel

Ein­stim­mi­ge Ent­schei­dung des Stadtrats

Vol­ker-Hin­ni­ger-Preis 2026 geht an Sil­ja Beck