Impul­se für kom­mu­na­le Energiewende

Neue För­der­run­de für „Kom­mu­na­les Energiecoaching“

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Energiecoaching
Symbolbild, Foto: Pixabay
Der Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken bie­tet sei­nen Land­krei­sen seit 2012 ein Ener­gie­coa­ching. Um die Ener­gie­wen­de auf kom­mu­na­ler Ebe­ne vor­an­zu­trei­ben, soll das Pro­jekt Gemein­den ent­spre­chen­des Wis­sen und Res­sour­cen bereit­stel­len. In einer neu­en För­der­run­de wird das Pro­jekt nun in 15 aus­ge­wähl­ten Land­krei­sen fortgesetzt.

Kom­mu­nen spie­len, so eine Mit­tei­lung der ober­frän­ki­schen Regie­rung, eine zen­tra­le Rol­le bei der Umset­zung von Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de vor Ort. Aber vor allem klei­ne­re Gemein­den hät­ten oft nicht das dazu nöti­ge Know-how und die per­so­nel­len Res­sour­cen. Mit dem För­der­pro­jekt „Kom­mu­na­les Ener­gie­coa­ching“ möch­te die Regie­rung von Ober­fran­ken dar­um ins­be­son­de­re klei­ne und mitt­le­re Städ­te, Märk­te und Gemein­den im Regie­rungs­be­zirk mit Fach­be­ra­tung unter­stüt­zen. Die Kos­ten des Pro­jekts über­nimmt das baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Energie.

Da die För­de­rung bis­her auf gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen sei, wer­de sie nun fort­ge­setzt. Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz sag­te: „Das Ener­gie­coa­ching setzt rich­tungs­wei­sen­de Impul­se für eige­ne Ener­gie­pro­jek­te der Kom­mu­nen. Es ist daher sehr zu begrü­ßen, dass das För­der­pro­jekt in Ober­fran­ken fort­ge­setzt wer­den kann.“

In 15 aus­ge­wähl­ten Kom­mu­nen geht das Ener­gie­coa­ching nun in die nächs­te Run­de. Dabei han­delt es sich um den Markt Hirschaid und die Gemein­de Wals­dorf im Land­kreis Bam­berg, die Gemein­den Fich­tel­berg und Mehl­mei­sel (LK Bay­reuth), die Gemein­den Mee­der und Weitrams­dorf (LK Coburg), die Stadt Eber­mann­stadt, die Märk­te Eggols­heim und Göß­wein­stein (LK Forch­heim), die Gemein­de Leu­polds­grün und die Stadt Münch­berg (LK Hof), der Markt Markt­ro­dach (LK Kro­nach), die Gemein­de Köd­nitz und die Stadt Kup­fer­berg (LK Kulm­bach) und die Gemein­de Hoch­stadt am Main im Land­kreis Lichtenfels.

Bei­spie­le aus den Landkreisen

Kürz­lich hat­te zum Bei­spiel die Gemein­de Hoch­stadt am Main am Ener­gie­coa­ching teil­ge­nom­men und sich nun für die Fort­set­zung des Pro­jekts bewor­ben. Bür­ger­meis­ter Max Zeul­ner sag­te: „Das Ener­gie­coa­ching hat uns den Hand­lungs­be­darf, aber auch die kon­kre­ten Ansät­ze auf­ge­zeigt, um Ener­gie ein­zu­spa­ren und wel­che Mög­lich­kei­ten wir zur Selbst­ver­sor­gung haben, zum Bei­spiel durch Pho­to­vol­ta­ik. Im nächs­ten Schritt möch­ten wir nun unter­su­chen, ob eine Nah­wär­me­ver­sor­gung für die kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen im Orts­kern umsetz­bar ist.“

Auch die Gemein­de War­men­stein­ach (Land­kreis Bay­reuth) hat­te das Pro­jekt in Anspruch genom­men. Bür­ger­meis­ter Axel Herr­mann: „Durch das Coa­ching haben wir einen sehr gro­ßen Nut­zen erfah­ren, da wir nun aus­führ­li­che Daten für unse­re Lie­gen­schaf­ten vor­lie­gen haben.“ So habe sich im Fall der War­men­steinacher Sport- und Fest­hal­le gezeigt, dass der Ersatz­neu­bau wirt­schaft­li­cher als eine Sanie­rung sei.

Auch die Umset­zung von Pro­jek­ten zu erneu­er­ba­ren Pro­jek­ten unter­stützt die nächs­te För­der­run­de des Coa­chings. Wei­ßen­brunns Bür­ger­meis­ter Jörg Neu­bau­er berich­tet aus sei­ner Gemein­de: „Durch das Ener­gie­coa­ching wur­den und wer­den vie­le Ideen zu Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­ba­ren Ener­gien in die Tat umge­setzt. Ein Bei­spiel ist die Errich­tung einer PV-Anla­ge zur Nut­zung des selbst­er­zeug­ten Stroms für den Betrieb der Klär­an­la­ge. Dadurch konn­ten wir auch bezüg­lich der Wirt­schaft­lich­keit von erneu­er­ba­ren Ener­gien über­zeugt wer­den, trotz auf den ers­ten Blick höhe­rer Kosten.“

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