vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Neu­er Höchst­stand der Rohstoffpreise

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Rohstoffpreise
Symbolbild, Foto: Pixabay
Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Mai erneut ange­stie­gen. Gegen­über April leg­te der Index um 3,5 Pro­zent zu und erreich­te mit 209,1 Punk­ten einen neu­en Höchststand.

Seit einem Jahr ist der Index, abge­se­hen von einem mini­ma­len Rück­gang im August 2025, jeden Monat gegen­über dem jewei­li­gen Vor­mo­nat ange­stie­gen. Im Ver­gleich zu Mai 2025 lag der Index um sat­te 42,5 Pro­zent höher. „Die mas­si­ven Preis­sprün­ge in den ver­gan­ge­nen Mona­ten kom­men vor allem durch den Iran-Krieg. Wir hof­fen, dass trotz des wie­der­auf­flam­men­den Kon­flikts zwi­schen den USA und dem Iran schnell eine dau­er­haf­te sta­bi­le Lösung gefun­den wer­den kann. Wie schnell dies gelingt und wie schnell sich die Märk­te erho­len, ist unklar. Fakt ist: Unse­re Unter­neh­men brau­chen auf der Kos­ten­sei­te drin­gend Ent­las­tun­gen. Hier spie­len die Roh­stoff­prei­se eine gro­ße Rol­le“, sagt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Die Prei­se für Indus­trie­me­tal­le stie­gen im Mai leicht unter­durch­schnitt­lich um 3,2 Pro­zent gegen­über dem Vor­mo­nat an. Deut­lich teu­rer wur­den im Mai vor allem Ger­ma­ni­um (+27,4 Pro­zent), Lithi­um (+13,7 Pro­zent) und Zinn (+10,0 Pro­zent). Auch die Prei­se für die für Bay­ern sehr wich­ti­gen Indus­trie­me­tal­le Kup­fer (+5,1 Pro­zent) und Alu­mi­ni­um (+2,1 Pro­zent) leg­ten wei­ter zu. „Nur weni­ge der im Index ent­hal­te­nen Indus­trie­me­tal­le wur­den im Mai güns­ti­ger. Gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat Mai 2025 ver­teu­er­ten sich Lithi­um und Wolf­ram mit Abstand am stärks­ten. Der Preis für Lithi­um stieg um 210,8 Pro­zent, der Preis für Wolf­ram sogar um 556,6 Pro­zent“, erläu­tert Brossardt.

Der Preis­in­dex der Sel­te­nen Erden ging – ent­ge­gen dem all­ge­mei­nen Trend – leicht um 0,5 Pro­zent zurück. Güns­ti­ger wur­den vor allem Pra­seo­dym und Dys­pro­si­um, jeweils um 4,3 Pro­zent sowie Neo­dym um 4,1 Pro­zent. Die Prei­se für Gado­li­ni­um (+6,2 Pro­zent) und Ceri­um (+2,5 Pro­zent) stie­gen hin­ge­gen erneut an. Die Prei­se für Edel­me­tal­le gin­gen im Mai gegen­über dem April um 0,2 Pro­zent zurück. Neben Pal­la­di­um (-5,3 Pro­zent) wur­den auch Gold (-2,8 Pro­zent) und Pla­tin (-1,7 Pro­zent) güns­ti­ger. „Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat ver­zeich­ne­ten hin­ge­gen alle im Index ent­hal­te­nen Edel­me­tal­le deut­lich höhe­re Prei­se. Das zeigt, dass wir uns nach wie vor auf einem deut­lich zu hohen Preis­ni­veau bewe­gen“, mahnt Brossardt.

Die vbw for­dert ange­sichts der hohen Prei­se, den Bezug von Roh­stof­fen poli­tisch drin­gend zu prio­ri­sie­ren: „Eine siche­re Roh­stoff­ver­füg­bar­keit zu bezahl­ba­ren Prei­sen bleibt für die Unter­neh­men eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Um Abhän­gig­kei­ten von ein­zel­nen Lie­fer­län­dern und der geo­po­li­ti­schen Welt­la­ge zu ver­rin­gern, müs­sen wir drin­gend neue Märk­te mit gleich­wer­ti­gen Wett­be­werbs­be­din­gun­gen erschlie­ßen“, so Brossardt.

Basis­jahr für den vbw Roh­stoff­preis­in­dex ist 2015 (2015=100). In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bay­ern. Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.

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