Eine deutliche Niederlage haben die Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag in ihrer Partie des 16. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga hinnehmen müssen. Im Gastspiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg unterlag man in der mit 4.000 Zuschauern ausverkauften MHP Arena mit 73:92 (38:49).
Die Gastgeber dominierten die Partie, lagen kein einziges Mal in Rückstand und gewannen jedes einzelne Viertel. Auch das Rebound-Duell ging eindeutig mit 50:32 an die RIESEN, die sich zudem nur halb so viele Ballverluste wie die Bamberger leisteten (16:8).
Bester Punktesammler bei den Bamberg Baskets war Filip Stanic mit 12 Zählern. In Reihen der Gastgeber traf Ezra Manjon mit 17 Punkten am besten.
Mit der aggressiven Spielweise der Ludwigsburger und deren giftiger Verteidigung hatten die Bamberger von Beginn an ihre liebe Mühe. Schnell übernahmen die RIESEN so das Kommando auf dem Parkett und nach nur 3:25 Minuten lagen die Gastgeber nach einem Dreier von Yorman Polas Bartolo klar in Front (2:11). Anton Gavel nahm seine erste Auszeit und sein Team kam mit einem Dreier von Ronaldo Segu sowie einem Dunk von Ibi Watson schnell wieder zurück (7:11/5.). Mit diesen vier Zählern Rückstand ging es auch in die erste Viertelpause (19:23).
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schienen die Bamberger den Dreh nun gefunden zu haben und nach dem Dreier von Moritz Krimmer war man bis auf 24:25 (12.) wieder herangekommen. Nun aber zogen die RIESEN wieder etwas an und auch aufgrund vieler zweiter Chancen (13 Offensiv-Rebounds in der ersten Halbzeit) konnte sich das Team von John Patrick wieder etwas absetzen (27:36/14.). 3:25 Minuten vor der Halbzeitpause sorgte Justin Simon per Dreier für die erste zweistellige Führung der Hausherren (31:42), die exakt diesen Vorsprung auch in die Halbzeitpause mitnehmen konnten (38:49).
„So kann es sicherlich nicht weitergehen“
Auch nach der Pause änderte sich wenig. Zunächst verstanden es die Ludwigsburger geschickt, ihren Vorsprung zu halten (43:55/23.), ehe die circa 70 Bamberger Fans in der MHP Arena einen weiteren Zwischenspurt der RIESEN mit ansehen mussten. In knapp gut dreieinhalb Minuten legte man einen 11:3‑Run aufs Parkett und schraubte die Führung nach den beiden erfolgreichen Freiwürfen von Deane Williams erstmals auf 20 Zähler. Die Bamberg Baskets bemühten sich, wenn auch nur wenig gelingen wollte und so lag man nach dreißig Minuten mit 56:73 zurück.
Am Ergebnis tat sich im Schlussabschnitt dann nicht mehr viel. Die Ludwigsburger beherrschten weiter die Bretter und hielten souverän ihren Vorsprung. 3:53 Minuten vor der Schlusssirene sorgte Joel Scott an der Freiwurflinie beim 63:86 für die höchste RIESEN-Führung. Am absolut verdienten Heimsieg der Ludwigsburger (73:92) gab es aber schon weit vorher keine Zweifel. Ein Lob für ihre Leistung auf Seiten der Bamberg Baskets verdienten sich Kevin Wohlrath (6 Punkte, 2 Rebounds), der viel Energie aufs Parkett brachte sowie Gabriel Kuku, der seine knapp vier Minuten Einsatzzeit zu zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen und 6 Zählern nutzte.
„Glückwunsch an John und seine Mannschaft zum Sieg. Ich glaube, dass wir die Aggressivität nicht matchen konnten. Wir haben zu viele Offensivrebounds [21], zu viele zweite Chancen und Punkte [15] zugelassen. Dazu hatte Ludwigsburg 20 Freiwürfe mehr“, sagte Head Coach Anton Gavel nach dem Spiel. „Wir waren in keinem Zustand, dass irgendjemand uns irgendeinen Spot oder vor allem einen defensiven Stopp gibt. Wir wollten das dann immer mal wieder offensiv lösen – wozu wir nicht in der Lage sind. Wir müssen uns nach den paar Spielen, die wir jetzt verloren haben, wieder an die Arbeit machen. So kann es sicherlich nicht weitergehen. Das war jetzt keine Performance, mit der wir uns bei unseren Fans empfehlen können. Da muss ich sicherlich einen besseren Job machen, um die Mannschaft anders aussehen zu lassen, als dies in den letzten Spielen der Fall war.“