Zum Start des zweiten Projektdurchlaufs von „sprungbrett AzubiMentoring“ betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Vorteile für die erfahrenen Auszubildenden, die im Projekt eine Mentorenrolle einnehmen.
„Unsere Unternehmen sind für die Sicherung des Fachkräftebedarfs auf gut qualifizierte und engagierte junge Nachwuchskräfte angewiesen. Neben sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen spielen dabei auch die ‚soft skills‘ der Jugendlichen eine entscheidende Rolle, also etwa Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit zur Selbstreflexion, Konflikt- und Kulturkompetenz“, führt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt aus. Indem sie sich im Programm als Mentorinnen und Mentoren für Azubis mit Migrationshintergrund engagieren, schulten sie diese Fähigkeiten und erhöhten dadurch langfristig ihre Chancen, im Unternehmen eine verantwortungsvolle Rolle einzunehmen. Gleichzeitig trage das Mentoringprogramm dazu bei, die Integration der geflüchteten und zugewanderten Azubis in den Betrieb zu erleichtern. Von diesen Synergieeffekten profitierten alle Beteiligten.
Die vbw startete das Projekt im vergangenen Jahr, um Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund dabei zu unterstützen, sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden und ihnen einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Dabei werden den Jugendlichen während ihrer Ausbildung erfahrene Azubis zur Seite gestellt, die sie begleiten und beraten. „Die Auszubildenden aus höheren Lehrjahren werden auf ihre Mentorenrolle entsprechend vorbereitet und dafür qualifiziert. Mithilfe einer fünfteiligen digitalen Workshopreihe werden sie dabei unterstützt, in ihre Rolle zu finden, sodass sie den neuen Azubi entsprechend an die Hand nehmen können“, erklärt Brossardt das Konzept. Die Unternehmen selbst seien ebenfalls eng in das Programm eingebunden. So fänden in den Betrieben während der zweijährigen Projektlaufzeit insgesamt zwei Durchläufe statt.
„Langfristig möchten wir den Unternehmen mit Initiativen wie dieser das Handwerkszeug mitgeben, um ihre eigenen Programme aufzubauen und sie nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Hierfür stellen wir Ihnen ab Dezember 2025 eine Handreichung zur Verfügung, die wir auf Basis der Erkenntnisse aus dem sprungbrett AzubiMentoring erstellt haben“, betont Brossardt abschließend. Mit Hilfe dieser Schritt-für-Schritt Anleitung könnten die Betriebe mit geringem Aufwand selbstständig Mentorenprogramme wie dieses aufbauen. So steigerten sie die Erfolge der Azubis, verbesserten die Zufriedenheit der Jugendlichen während der Ausbildungszeit und gewännen langfristig als Arbeitgeber an Attraktivität.
Hauptförderer des Projektes sind die vbw sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Projektträger ist SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden.
