Pres­se­mit­tei­lung zu den Ergeb­nis­sen der PISA-Stu­die 2025

Schü­ler in Kern­fä­chern wei­ter abgerutscht

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Schüler
Symbolbild. Foto: Pixabay
Die Ergeb­nis­se der PISA-Stu­die 2025 zei­gen, dass Schü­ler in Kern­fä­chern wei­ter abge­rutscht sind. Ein Alarm­si­gnal für den Wirt­schafts­stand­ort, wie die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. betont.

„Gut 20 Pro­zent der deut­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­fü­gen laut der aktu­el­len PISA-Stu­die über kei­ne siche­ren Basis­kom­pe­ten­zen in Mathe­ma­tik, Lesen und Natur­wis­sen­schaf­ten. Die­se Ergeb­nis­se sind alar­mie­rend, sie offen­ba­ren drin­gen­den Hand­lungs­be­darf. Die Jugend­li­chen sind in den Kern­kom­pe­ten­zen nach dem letz­ten PISA-Schock 2022 erneut zurück­ge­fal­len“, kom­men­tiert Bert­ram Bros­sardt, der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., die Ergeb­nis­se. Laut vbw ist die Ent­wick­lung höchst bedenk­lich, denn durch die schlech­ten Leis­tun­gen sin­ken auch die Chan­cen der Jugend­li­chen auf dem Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt. Bros­sardt macht klar: „Für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­or­tes sind wir auf gut qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­te- und Aka­de­mi­ker­nach­wuchs drin­gend ange­wie­sen. Er ist das Wert­volls­te, was wir als roh­stoff­ar­mes Land haben. Dar­um kön­nen wir uns sol­che Ergeb­nis­se schlicht­weg nicht leis­ten. Wir müs­sen drin­gend mit Maß­nah­men gegen­steu­ern, indem Bund und Län­der die ein­ge­lei­te­ten Refor­men nach PISA 2022 noch kon­se­quen­ter umset­zen. Das ist die ein­zi­ge Chan­ce, um inter­na­tio­nal nicht den Anschluss zu verlieren.“

Zen­tra­ler Hebel aus den ange­sto­ße­nen län­der­spe­zi­fi­schen Maß­nah­men wie der PISA-Offen­si­ve 2023 in Bay­ern ist laut vbw die kon­se­quen­te Sprach­för­de­rung. „Da eine gesi­cher­te Sprach- und Lese­kom­pe­tenz fächer­über­grei­fend aus­schlag­ge­bend für gute Leis­tun­gen ist, müs­sen wir die­se Fähig­kei­ten früh för­dern, Sprach­de­fi­zi­ten ent­ge­gen­wir­ken und Sprach­kom­pe­tenz mit Leis­tungs­tests auch an wei­ter­füh­ren­den Schu­len kon­ti­nu­ier­lich sicher­stel­len. Die Basis­kom­pe­ten­zen Deutsch und Mathe­ma­tik müs­sen wir ins Zen­trum rücken und für mehr Par­ti­zi­pa­ti­ons­ge­rech­tig­keit sor­gen, indem wir das Ganz­ta­ges­an­ge­bot wei­ter aus­bau­en. Auch die Poten­zia­le des bun­des­wei­ten Start­chan­cen-Pro­gramms müs­sen wir noch geziel­ter nut­zen. Uns darf kein Kind und kein Jugend­li­cher auf dem Bil­dungs­weg ver­lo­ren gehen“, so Brossardt.

Gleich­zei­tig macht die vbw klar, dass die deutsch­land­wei­te PISA-Stu­die nicht auto­ma­tisch Aus­sa­gen zu den län­der­spe­zi­fi­schen Leis­tun­gen zulässt. „Ent­spre­chend wich­tig sind für uns die Ergeb­nis­se der föde­ra­len Leis­tungs­tests wie dem INSM-Bil­dungs­mo­ni­tor, der am 14. Sep­tem­ber 2026 vor­ge­stellt wird. Die­ser und auch der IQB-Bil­dungs­trend haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gezeigt, dass die baye­ri­schen Schu­len bei einem bun­des­weit absin­ken­den Bil­dungs­ni­veau immer­hin noch bes­ser auf­ge­stellt sind als der Bun­des­durch­schnitt. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung hat mit ihrem Maß­nah­men­ka­ta­log nach dem letz­ten PISA-Schock 2022 an den rich­ti­gen Stel­len nach­ge­steu­ert, aber die­se nega­ti­ve Ent­wick­lung macht auch vor den Klas­sen­zim­mern im Frei­staat nicht halt. Wir dür­fen uns auf guten Ergeb­nis­sen nicht aus­ru­hen und müs­sen ins­be­son­de­re die mit der PISA-Offen­si­ve 2023 ein­ge­setz­ten Maß­nah­men, wie etwa die durch­gän­gi­ge Sprach­för­de­rung, gezielt wei­ter kraft­voll umset­zen”, betont Bros­sardt abschließend.

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