Bewer­bung zur „Host Town“ ist eingereicht

Stadt Bam­berg möch­te Gast­ge­ber­stadt für Spe­cial Olym­pics World Games 2023 werden

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Host Town
Die Botschafterinnen und Botschafter der Bewerbung (hinten von links): Andreas Schwarz (MdB); Daniela Kicker (mehrfache Kegelweltmeisterin), Chris Dels (Triathlon Weltmeister AK30), Melanie Huml (Bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales), David und Jonas Ochs („Bambäggä“). Vorne (von links) Mitglieder der Arbeitsgruppe, die die Bewerbung erstellt hat: Robert Bartsch (goolkids), Stadträtin Claudia John und Bildungs- und Sportreferent Dr. Matthias Pfeufer. Foto: goolkids/charlotte moser
Pünkt­lich vor Fris­ten­de hat die Stadt Bam­berg ihre Bewer­bung als „Host Town“ ein­ge­reicht, um im bes­ten Fall als eine von meh­re­ren Gast­ge­ber­städ­ten aus­ge­wählt zu wer­den. Zu den Spe­cial Olym­pics World Games 2023 in Ber­lin wer­den 170 Dele­ga­tio­nen inter­na­tio­na­ler Sport­le­rin­nen und Sport­ler erwartet.

Jede der 170 Dele­ga­tio­nen wird einer „Host Town“ zuge­ord­net, in der ein vier­tä­ti­ges Pro­gramm gebo­ten wird. Nach einem ein­stim­mi­gen Stadt­rats­be­schluss hat die Stadt Bam­berg ihren Hut in den Ring geworfen.

„Durch die­se Mög­lich­keit der Begeg­nung, des Mit­ein­an­ders, des Sports und der sozia­len Teil­ha­be kön­nen wir als gesam­te Stadt­ge­sell­schaft einen ‚Sprung nach vor­ne‘ machen und mit viel Rücken­wind unser Mot­to mit Taten stär­ken: Bam­berg l(i)ebt Inklu­si­on“, aüßert sich Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Die Bewer­bung besteht aus einem Moti­va­ti­ons­schrei­ben, einem Kurz­kon­zept und der Vor­stel­lung eines mög­li­chen Pro­gramms, das auf die Sport­le­rin­nen und Sport­ler in Bam­berg war­ten wür­de. Das Mot­to für die „Host Town“ lau­tet: „Bam­berg l(i)ebt Inklu­si­on“. Die­ses Mot­to muss­te nicht eigens für die Bewer­bung ent­wi­ckelt wer­den. Viel­mehr spie­gelt sich dar­in eine lan­ge Geschich­te in Bam­berg wider. Zunächst getra­gen von Ehren­amt­li­chen und der Zivil­ge­sell­schaft hat die Stadt Bam­berg weit vor der gesetz­li­chen Ver­pflich­tung einen Behin­der­ten­be­auf­trag­ten bestellt, einen Akti­ons­plan erstellt und auch mit einem eige­nen städ­ti­schen Amt für Inklu­si­on Zei­chen gesetzt.

„Bam­berg ist eine idea­le Gast­ge­ber­stadt für die Spe­cial Olym­pics World Games, gera­de auch, weil vie­le sehr unter­schied­li­che Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen davon über­zeugt sind und sich mit uns auf den Weg machen wer­den“, so Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke im Moti­va­ti­ons­schrei­ben. Mit dabei sind Ein­rich­tun­gen wie die Lebens­hil­fe Bam­berg e.V., die Offe­ne Behin­der­ten­ar­beit (OBA), die Arbeits­ge­mein­schaft chro­nisch-kran­ker und behin­der­ter Men­schen e.V.(ARGE) und der För­der­kreis gool­kids e.V. (Part­ner der Spe­cial Olym­pics Bay­ern SOBY).

Sport­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeufer ist über­zeugt, dass „gera­de der Sport eine Magie inne­hat, die sich posi­tiv auf Lebens­läu­fe aus­wirkt. Daher för­dern wir die­se Begeg­nun­gen von beein­träch­tig­ten und nicht-beein­träch­tig­ten Sport­le­rin­nen und Sport­lern auf loka­ler und regio­na­ler Ebe­ne.“ Ger­ne wol­le man die­se Begeg­nun­gen als „Host Town“ auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne erweitern.


Wie geht es mit der Bewer­bung weiter?

Vor­aus­sicht­lich im Dezem­ber oder Janu­ar wer­den vom Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee Spe­cial Olym­pics Deutsch­land die „Host-Town“-Kommunen benannt. Für den Fall des Zuschlags für Bam­berg wird das ört­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee bereits Anfang des Jah­res 2022 sei­ne Arbeit auf­neh­men. Wei­te­re Schrit­te sind bereits vor­ge­zeich­net wie die Teil­nah­me Bam­ber­ger Sport­le­rin­nen und Sport­ler bei den natio­na­len Wett­kämp­fen im Som­mer 2022 in Ber­lin, der städ­ti­sche Neu­jahrs­emp­fang 2023 unter dem Bewer­bungs­mot­to oder der Welt­kul­tur­er­be­lauf 2023. Auch über den Som­mer 2023 hin­aus und unab­hän­gig von den Spe­cial Olym­pics 2023 wird der Pro­zess in Bam­berg wei­ter­lau­fen. „Wir wer­den auf krea­ti­ve Wei­se und unter Ein­be­zie­hung mög­lichst vie­ler Akteu­re immer wie­der neu nach geeig­ne­ten Wegen suchen. Hier­zu tra­gen auch die Koope­ra­tio­nen mit den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät bei“, so Bil­dungs- und Sport­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeufer.

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