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Musik-Neu­erschei­nung

Kon­stan­tin Wecker: Jeder Augen­blick ist ewig

Für die stil­len Tage prä­sen­tie­ren wir Ihnen eine Aus­wahl an neu­erschie­ne­nen Plat­ten. Zum Abschluss gibt es heu­te Kon­stan­tin Wecker mit Jeder Augen­blick ist ewig.

Im Mai ver­öf­fent­lich­te der Münch­ner Lie­der­ma­cher, Kom­po­nist, Autor und Schau­spie­ler Kon­stan­tin Wecker mit Fany Kam­mer­lan­der und Jo Barnikel das Live-Album „Poe­sie in stür­mi­schen Zei­ten“. Ein hal­bes Jahr spä­ter legt das Mul­ti­ta­lent nach. Für das im Thea­ter im Park in Wien auf­ge­nom­me­ne Live-Dop­pel­al­bum „Jeder Augen­blick ist ewig“ hat er sich Dör­te Lys­sew­ski (Schau­spie­le­rin am Wie­ner Burg­thea­ter) und Micha­el Dangl (Schau­spie­ler am Thea­ter in der Josef­stadt) als Gäs­te ein­ge­la­den. Zusam­men prä­sen­tie­ren sie ins­ge­samt 54 (!) Stü­cke. Ein poe­ti­sches, aber durch­aus nicht unpo­li­ti­sches Pro­gramm.
Zwi­schen „Begrü­ßung“ über „Ich wer­de dich zum Abend­essen essen“ und „Ich Flie­ge übers Ach-ich-kann-nicht-Meer“ bis hin zu „Jeder Augen­blick ist ewig“ bie­tet das Album einen Streif­zug durch das Schaf­fen des baye­ri­schen Künst­lers. Es fin­den sich Lyrik, Pro­sa und Lie­der von sei­nen Anfän­gen Ende der 1960-er Jah­re bis zur Gegen­wart auf dem Dop­pel-Ton­trä­ger. Ins­ge­samt ein inten­si­ves, sprach- und musik­ge­wal­ti­ges Kon­zert­er­leb­nis trotz Coro­na-beding­ter Einschränkungen.

Musik-Neu­erschei­nung

Ina Mül­ler: 55

Für die stil­len Tage prä­sen­tie­ren wir Ihnen eine Aus­wahl an neu­erschie­ne­nen Plat­ten. Wei­ter geht es heu­te mit 55 von Ina Müller

Ein Jahr nach­dem Ina Mül­ler den Deut­schen Fern­seh­preis für ihre Sen­dung „Inas Nacht“ gewon­nen hat, prä­sen­tiert sie mit „55“ (ange­lehnt an ihr Alter) ein neu­es Album. Die Sän­ge­rin und Enter­tai­ne­rin aus Ham­burg prä­sen­tiert dar­auf 12 deutsch­spra­chi­ge, facet­ten­rei­che Titel. Selbst­be­wusst nimmt sie ihre Höre­rIn­nen mit auf eine Ach­ter­bahn­fahrt der Gefüh­le, zwi­schen laut und leise.

Mit den bereits aus­ge­kop­pel­ten Stü­cken „Woh­nung gucken“ und „Wenn der lie­be Gott will“ gibt es schon ein­gän­gi­ge Hits zu hören, die über die, wie sie sagen wür­de, „Mül­ler­sche Drei­fal­tig­keit: Sin­gen, Sab­beln, Sau­fen“ hin­aus­ge­hen. Auch den rest­li­chen Titeln gelingt das Kunst­stück, unver­braucht, fast kind­lich ver­spielt und dabei wei­se und reso­lut zu klin­gen. Ins­ge­samt zeit­lo­ser deutsch­spra­chi­ger Pop, mit des­sen Musik und Tex­ten sich nicht nur die Künst­le­rin sel­ber iden­ti­fi­zie­ren kann. Nur scha­de, dass zwi­schen Album-Ver­öf­fent­li­chung und Live-Prä­sen­ta­ti­on mehr als ein Jahr ver­ge­hen wird.