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Abbé Patrice Mor Faye

Gedenk­got­tes­dienst für den Pries­ter aus dem Senegal

Trau­er um Abbé Patri­ce Mor Faye

Der eme­ri­tier­te Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat den ver­stor­be­nen sene­ga­le­si­schen Pries­ter Patri­ce Mor Faye als wich­ti­gen Weg­be­rei­ter und Brü­cken­bau­er der Part­ner­schaft zwi­schen den Bis­tü­mern Thiès und Bam­berg gewür­digt. „Er war ein Pio­nier dabei und dafür!“, sag­te Schick am Mitt­woch­abend in sei­ner Pre­digt beim Trau­er­got­tes­dienst in Oberhaid.

Faye hat­te meh­re­re Jah­re im Erz­bis­tum Bam­berg gewirkt, unter ande­rem in Ober­haid, Unter­haid und Staf­fel­bach. Er sei der ers­te Pries­ter aus Thiès gewe­sen, „der zu einem fünf­jäh­ri­gen seel­sorg­li­chen Ein­satz im Erz­bis­tum Bam­berg bereit war und die­sen hier in Ober­haid leis­te­te, um die Part­ner­schaft zu fes­ti­gen und leben­dig zu hal­ten“, sag­te Schick. Bereits zuvor habe Faye jah­re­lang als Aus­hilfs­pries­ter in Holl­feld und Wai­schen­feld gear­bei­tet. Bei der Unter­zeich­nung der Part­ner­schaft im Jahr 2007 in Nürn­berg sei er eben­falls dabei gewesen.

Schick erin­ner­te auch an sei­ne per­sön­li­chen Begeg­nun­gen mit Faye. Seit sei­nem Amts­an­tritt 2002 in Bam­berg habe er mit ihm Kon­takt gehabt und ihn mehr­fach im Sene­gal besucht. Zuletzt habe er Faye im April die­ses Jah­res im Kran­ken­haus in Thiès getrof­fen, als die­ser bereits von sei­ner Krebs­er­kran­kung gezeich­net gewe­sen sei. „Wir haben uns ver­ab­schie­det und gegen­sei­tig geseg­net. Wir wuss­ten, dass wir uns im Him­mel wie­der­se­hen werden.“

Im Namen des Erz­bis­tums dank­te Schick dem Ver­stor­be­nen für sei­nen Ein­satz. „Patri­ce war ein lie­bens­wür­di­ger und stets freund­li­cher Mensch, dem der pries­ter­li­che Dienst in der Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums, der wür­di­gen Fei­er der Sakra­men­te, vor allem der Eucha­ris­tie und der indi­vi­du­el­len Seel­sor­ge ein Her­zens­an­lie­gen war.“ Er habe eif­rig für jeden pries­ter­li­chen Dienst zur Ver­fü­gung gestan­den. „Dafür und für alles, was er für unse­re Part­ner­schaft getan hat, im Namen des Erz­bis­tums Bam­berg tau­send­fach Dan­ke und Ver­gelts Gott.“

Patri­ce Mor Faye wur­de 1955 im Dorf Pal­lo im Sene­gal gebo­ren und wuchs mit vier Geschwis­tern in einer Bau­ern­fa­mi­lie auf. 1981 wur­de er im Wall­fahrts­ort Mont-Rolland zum Pries­ter geweiht. Sta­tio­nen als Phi­lo­so­phie­leh­rer im Col­lè­ge Saint Gabri­el in Thiès, als Pfar­rer in Bam­bey, Thiès, Mba­cke und Ndon­dol folg­ten. Er war eini­ge Jah­re Sekre­tär von Bischof André Gueye, bis er 2016 nach Ober­haid kam.

Bei sei­ner Bei­set­zung in sei­ner Hei­mat wür­dig­te Erz­bi­schof André Gueye ihn als „Pro­phet der länd­li­chen Welt“. An dem Got­tes­dienst in Ober­haid nah­men für das Erz­bis­tum Bam­berg auch Gene­ral­vi­kar Georg Kes­tel sowie Micha­el Klei­ner, Lei­ter der Stabs­stel­le Welt­kir­che, teil.