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Alba Berlin

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg unter­liegt Alba Berlin

Bro­se Bam­berg muss­te sich im Auf­takt­spiel zur dies­jäh­ri­gen easy­Credit-Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga-Sai­son Alba Ber­lin mit 80:90 geschla­gen geben. Dabei war das Spiel über drei Vier­tel kom­plett aus­ge­gli­chen, erst im Schluss­ab­schnitt kamen die Gäs­te – ein­ge­lei­tet durch eini­ge ver­meid­ba­re Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te – auf die Siegerstraße.

Drei Bam­ber­ger Spie­ler punk­te­ten bei Bam­bergs Sai­son­auf­takt zwei­stel­lig, Vai­das Kari­ni­aus­kas war mit 15 Zäh­lern der treff­si­chers­te Bro­se-Spie­ler. Viel Zeit zum Durch­schnau­fen bleibt nicht, denn bereits am Diens­tag (19 Uhr) ist Crails­heim zu Gast in der Bro­se Arena.

Bam­bergs Trai­ner Oren Amiel gra­tu­lier­te sei­nem Gegen­über Isra­el Gon­zá­lez und wünsch­te alles Gute für die Euro­League. „Ich möch­te mich sei­nen Wor­ten anschlie­ßen. Die Stim­mung heu­te war gran­di­os. Unse­re Fans haben uns gepusht, auch wenn’s mal nicht so lief. Das war heu­te gute Wer­bung für unse­ren Sport, das haben wir alle sehr ver­misst. Wir wis­sen das sehr zu schät­zen und neh­men das nicht als Selbst­ver­ständ­lich­keit an. Das Spiel ist ein­fach zusam­men­ge­fasst: wenn du gegen solch ein Team in den ent­schei­den­den Pha­sen immer mal wie­der den Ball ver­lierst, vor allem in Pha­sen, in denen das Momen­tum zu dei­nen Guns­ten wech­seln könn­te, dann ist es schwer und du bezahlst das sofort. Wir hat­ten drei Tur­no­ver in Serie, sie mach­ten ein­fa­che Punk­te.“ Er lob­te den Ein­satz und die Lei­den­schaft sei­nes Teams. „Wir müs­sen ler­nen, gegen so phy­si­sche Teams bes­ser zu bestehen. Ich den­ke aber, dass uns das Spiel heu­te gut gezeigt hat, wor­an wir noch arbei­ten müs­sen. Und den­noch: wir haben bis zum Schluss alles gege­ben. Dar­auf kön­nen wir aufbauen.“

Gabri­el Chach­ash­vi­li eröff­ne­te die Par­tie mit einem Drei­er und leg­te damit den Grund­stein eines soli­den ers­ten Vier­tels für Bro­se Bam­berg. Vor allem ließ sich das Team auch von Ber­li­ner Läu­fen nicht aus dem Kon­zept brin­gen. Ein sol­cher 0:10-Lauf aus Bam­ber­ger Sicht brach­te einen zwi­schen­zeit­li­chen Sie­ben-Punk­te-Rück­stand (3:10, 4.). Amir Bell been­de­te den klei­nen Offen­siv­fluch, Jus­tin Wright-Fore­man leg­te nach, Jaromír Bohačík traf den Drei­er – Mit­te des Abschnitts war Bro­se wie­der auf vier dran: 10:14. Die­se minus vier wur­den zwar kurz vor Ende sogar minus neun, doch die letz­ten Aktio­nen gehör­ten bei­de den Haus­her­ren. Zunächst traf Solo­mon Young zwei Frei­wür­fe, kurz dar­auf setz­te Spen­cer Rea­ves den Buz­zer-Drei­er aus dem Lauf und der Ecke zum 20:24 nach zehn Minuten.

Und Bro­se blieb auch zu Beginn des zwei­ten Vier­tels dran. Bell traf den Drei­er, kurz dar­auf Patrick Heck­mann zwei Frei­wür­fe zur ers­ten Füh­rung nach der Anfangs­mi­nu­te (25:24, 11.). Es war jetzt eine kom­plett aus­ge­gli­che­ne Par­tie, in der bei­de Teams ihre guten Pha­sen hat­ten, aber auch nicht ganz so gute. Die Fol­ge: es blieb bis zur Halb­zeit nahe­zu durch­ge­hend ein One-Pos­ses­si­on-Game, das beim Stand von 40:42 in die Kabi­nen ging. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war bis dato Jaromír Bohačík mit zehn Punk­ten, bei Ber­lin war Jale­en Smith mit 13 Zäh­lern am treff­si­chers­ten. Aus­ge­gli­chen gestal­te­te sich auch die Rebound­bi­lanz (18÷19), ledig­lich bei den ver­teil­ten Assists war Ber­lin etwas bes­ser (9÷12), eben­so pass­ten die Gäs­te bis dato etwas kon­zen­trier­ter auf den Ball auf (6÷3 Ballverluste).


Aus­ge­gli­che­nes Spiel bis ins Schlussviertel

Blatt traf zu Beginn der zwei­ten Halb­zeit den Drei­er für Ber­lin, den Bro­ses Cen­ter Solo­mon Young kurz dar­auf eben­falls mit einem erfolg­rei­chen Distanz­wurf ega­li­sier­te. Es blieb ein span­nen­des Spiel, denn wann immer die Ber­li­ner sich leich­te Vor­tei­le erar­bei­te­ten, war einer der Bro­se-Spie­ler auf der Gegen­sei­te eben­falls zur Stel­le. Mal war es Seng­fel­der, dann wie­der Bell, dazu immer wie­der Solo­mon Young und Vai­das Kari­ni­aus­kas, die alle­samt eine geschlos­se­ne Bam­ber­ger Mann­schafts­leis­tung den Haupt­städ­tern gegen­über­stell­ten. Fol­ge­rich­tig konn­te sich auch im drit­ten Abschnitt kei­nes der Teams abset­zen, ging es nach einem Kari­ni­aus­kas-Korb­le­ger kurz vor der Sire­ne mit 60:62 in den Schlussabschnitt.

Dort blieb es zunächst das glei­che Bild. Ber­lin traf, Bro­se ant­wor­te­te. Bro­se traf, Ber­lin ant­wor­te­te. So ging das bis etwa Mit­te des letz­ten Vier­tels hin und her. Dann aber leis­te­ten sich die Haus­her­ren eini­ge Ball­ver­lus­te, die die Gäs­te auf der Gegen­sei­te gna­den­los aus­nutz­ten. Die Fol­ge: Alba konn­te sich nun doch etwas abset­zen, lag nach zwei erfolg­rei­chen Blatt-Frei­wür­fen vier Minu­ten vor Schluss erst­mals zwei­stel­lig in Front: 69:80. Doch Bro­se kämpf­te, Bro­se zeig­te Moral, kam auch wei­ter­hin immer wie­der zu schö­nen Abschlüs­sen, bekam aller­dings in der Ver­tei­di­gung kei­nen wirk­li­chen Zugriff mehr, um noch mehr Stopps zu gene­rie­ren und den Rück­stand damit wie­der weni­ger wer­den zu las­sen. Am Ende muss­te sich Bro­se Bam­berg mit 80:90 geschla­gen geben, hat jedoch bereits am Diens­tag die Mög­lich­keit zur Reha­bi­li­ta­ti­on. Dann sind um 19 Uhr die Hakro Mer­lins Crails­heim zu Gast in der Bro­se Arena.

Bas­ket­ball

Sai­son­auf­takt für Bro­se gegen Alba Berlin

Bro­se Bam­berg emp­fängt zum Sai­son­auf­takt der Bas­ket­ball­bun­des­li­ga 2022 /​/​2023 Meis­ter und Pokal­sie­ger Alba Ber­lin. Spiel­be­ginn ist am Sonn­tag um 15 Uhr, den die Bam­ber­ger mit Wut im Bauch antreten.

Für Alba Ber­lin ist das Spiel am Sonn­tag bereits die zwei­te BBL-Begeg­nung der Sai­son 2022 /​/​2023. Die Haupt­städ­ter setz­ten sich am ver­gan­ge­nen Mitt­woch in ihrem Sai­son­auf­takt-Spiel mit 81:78 gegen die Veo­lia Towers Ham­burg durch. Dabei taten sich die Ber­li­ner über wei­te Stre­cken der Par­tie schwer, ihr sonst so flüs­si­ges Spiel auf- und durchzuziehen.

Even­tu­ell lag das dar­an, dass Chef­trai­ner Isra­el Gon­zá­les ins­ge­samt sechs Spie­ler pau­sie­ren ließ. Dar­un­ter befan­den sich die bei­den EM-Bron­ze­me­dail­len­ge­win­ner und Ex-Bam­ber­ger Mao­do Lô und Johan­nes Thie­mann. Man kann aller­dings davon aus­ge­hen, dass bei­de am Sonn­tag in Bam­berg zum Ein­satz kommen.

Defi­ni­tiv feh­len wird jedoch Mar­kus Eriks­son. Der schwe­di­sche Scharf­schüt­ze lei­det an einer Ver­let­zung und wird erst in eini­gen Wochen im Kader zurück­er­war­tet. Apro­pos Kader – die­sen hat Ber­lin für die neue Sai­son nur punk­tu­ell ver­stärkt. 13 der ins­ge­samt 15 Akteu­re waren bereits im letz­ten Jahr für Alba tätig. Neu im Team sind ledig­lich der 20-jäh­ri­ge Ita­lie­ner Gabrie­le Pro­ci­da und der 26 Jah­re alte Neu­see­län­der Yan­ni Wetzel.

Ers­te­rer ist auf der Shoo­ting Guard/​Shooting For­ward-Posi­ti­on zu Hau­se. Der 2,06 Meter gro­ße Wet­zel unter­stützt hin­ge­gen Chris Koum­a­d­je, Ben Lam­mers und Johan­nes Thie­mann unter dem Korb als Center.

Bam­berg hat etwas gut zu machen

Oren Amiels Bam­ber­ger haben nach der ver­patz­ten BCL-Qua­li­fi­ka­ti­on eine Men­ge Wut im Bauch. Die­se Wut müs­sen Chris­ti­an Seng­fel­der und Co. Zum Sai­son­auf­takt in posi­ti­ve Ener­gie umwan­deln. Denn, dass sie es bes­ser kön­nen als ver­gan­ge­nen Sonn­tag gegen Lis­sa­bon, haben sie unter ande­rem gegen Kyiv bewie­sen. Dort stimm­te zwar auch nicht alles – konn­te es nach ledig­lich zwei gemein­sa­men Trai­nings­ein­hei­ten auch nicht – aber das Grund­sätz­li­che pass­te. Der Ball wur­de gut bewegt, der freie Mann gesucht und meist gefun­den. Die Mann­schaft spiel­te mit Selbst­ver­trau­en und die Tref­fer fielen.

Die­se Tugen­den braucht es auch am Sonn­tag gegen Alba Ber­lin. Nach der Rück­kehr aus Lis­sa­bon stan­den eini­ge Gesprä­che an, die Auf­ar­bei­tung war am Mit­te der Woche aber abge­schlos­sen. Seit­dem gilt der gan­ze Fokus dem Sai­son­auf­takt am Sonntag.

Dann wird es in ers­ter Linie dar­auf ankom­men, dass Bro­se in der Ver­tei­di­gung sicher steht. Denn dass die Bam­ber­ger offen­siv immer jeman­den haben, der ein Spiel ent­schei­den kann, haben sie bereits in der Pre­sea­son und auch gegen Kyiv gezeigt. Der Kader ist indes voll­stän­dig ein­satz­fä­hig und Oren Amiel kann per­so­nell aus den Vol­len schöpfen.

Chris­ti­an Seng­fel­der sag­te vor dem Spiel: „Alba ist zwei­fels­frei eines der Top­teams der BBL. Ihr gro­ßes Plus: sie sind bereits sehr gut ein­ge­spielt, da sie den Groß­teil ihres Kaders zusam­men­hal­ten konn­ten. Wir müs­sen phy­sisch dage­gen­hal­ten, müs­sen den Rebound kon­trol­lie­ren und den Ball gut beschüt­zen. Sie sind eine Mann­schaft, die enorm schnell spielt, den Ball gut bewegt, daher müs­sen wir kör­per­lich voll dagegensetzen.“

Bam­berg gegen Ber­lin endet 70:103

Bro­se Bam­berg schei­det im Vier­tel­fi­na­le aus

Bro­se Bam­berg hat auch das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs gegen Alba Ber­lin ver­lo­ren. Die Best-of-Five-Serie endet gegen über­le­ge­ne Ber­li­ner somit 0:3 und die Sai­son für Bro­se ist vorbei.

Auch wenn sie von knapp 4.000 Fans bis zum Schluss ange­feu­ert wur­den, war das drit­te Vier­tel­fi­na­le der Play­offs von Beginn an eine kla­re Ange­le­gen­heit gegen die Bam­ber­ger. Bro­se hät­te gewin­nen müs­sen, um sich Chan­cen auf die nächs­te Run­de zu wah­ren. Aber die Ber­li­ner punk­te­ten in der Bro­se Are­na zahl­reich, wäh­rend Bro­se zu kei­ner Zeit wirk­lich ins Spiel fand.

Die ers­ten gut zwei Minu­ten waren aus­ge­gli­chen (4:4). Anschlie­ßend zeig­te sich aber rela­tiv schnell, dass Ber­lin auch an die­sem Abend das Visier von jen­seits der Drei­er­li­nie opti­mal ein­ge­stellt hat­te. Lô und Delow tra­fen zwei Distanz­wür­fe inner­halb einer Minu­te (6:12, 5.).

Bro­se hin­ge­gen tat sich schwer. Offen­siv woll­ten die Wür­fe nicht fal­len, hin­ten lie­ßen sie den Ber­li­nern oft­mals zu viel Platz. Und den nutz­ten die Haupt­städ­ter gna­den­los aus. Aber­mals benö­tig­ten sie nur 60 Sekun­den für zwei wei­te­re Drei­er in Serie und brach­ten die Bam­ber­ger kurz vor Vier­te­len­de erst­mals zwei­stel­lig in Rück­stand: 15:27. Mit der Sire­ne traf Robin­son aller­dings eben­falls noch einen Distanz­wurf zum 18:27.

War die Ber­li­ner Drei­er­quo­te in Abschnitt eins bereits gut (4÷6), soll­te sie im zwei­ten Vier­tel über­ra­gend wer­den. Den Beginn mach­te DaSil­va, gefolgt von drei­en in Serie von Jale­en Smith. Auch Lô traf mit, dazu spä­ter noch Olin­de und Blatt. Am Ende ver­senk­ten die Gäs­te bis zur Pau­se 13 Drei­er bei 18 Ver­su­chen, eine Tref­fer­quo­te von 72 Pro­zent. Da konn­te Bro­se offen­siv nicht dage­gen­hal­ten. Zwar ver­such­ten die Haus­her­ren vie­les, aber es blieb dabei, die Ber­li­ner waren bis­lang vor­ne wie hin­ten ein­fach zu gut. Daher ging es fol­ge­rich­tig mit einem 25-Punk­te-Rück­stand in die Kabi­ne, stand es 36:61.

Das Spiel war früh­zei­tig entschieden

Ehr­li­cher­wei­se war das Vier­tel­fi­na­le bereits zur Halb­zeit ent­schie­den. Vor allem, da es auch nach der Pau­se naht­los so wei­ter­ging, wie es in der ers­ten ende­te. Ber­lin war auf bei­den Sei­ten des Fel­des klar über­le­gen. Alba traf zwar fort­an nicht mehr in der hohen Fre­quenz der ers­ten Hälf­te, lag aber immer noch weit über dem Durchschnitt.

Bam­berg gab sein Bes­tes und ver­such­te immer wie­der den Pass zum Cen­ter oder zum frei­en Mann an der Drei­er­li­nie. Aber die Bemü­hun­gen blie­ben zu oft erfolg­los. Ent­we­der waren schnel­le Gäs­te­hän­de dazwi­schen oder die Wür­fe gin­gen an den Ring. Mit­te des Vier­tels traf Lam­mers aus der Halb­di­stanz zum 50:80. Spä­tes­tens da war allen klar, das wird nichts mehr.

Doch was mach­ten die Fans? Sie san­gen, sie push­ten, sie feu­er­ten wei­ter an, lie­ßen ihre Mann­schaft spü­ren, dass sie stolz auf das Erreich­te waren. Mit 54:84 ging es in den Schlussabschnitt.

Dort lie­ßen es dann bei­de Teams gemäch­li­cher ange­hen. Ber­lin, da sie nicht mehr tun muss­ten, Bro­se, da die Par­tie ent­schie­den war. Den­noch oder des­halb gab es auf bei­den Sei­ten schö­ne Aktio­nen, etwa, als Tomáš Kyzlink den ein­hän­di­gen Dun­king ins Netz bug­sier­te.
Am Ende unter­lag Bro­se Bam­berg im Vier­tel­fi­na­le star­ken Ber­li­nern mit 70:103 und ver­liert die Serie damit mit 0:3. Wäh­rend es für die Haupt­städ­ter nun im Halb­fi­na­le geht Lud­wigs­burg geht, ist für Bro­se Bam­berg die Sai­son been­det. Offi­zi­ell ver­ab­schie­det sich das Team am kom­men­den Mon­tag von den Fans. Dann ist die Sai­son­ab­schluss­fei­er am und im Trai­nings­zen­trum in Strullendorf.

Bro­se-Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Wir haben heu­te gegen ein Team ver­lo­ren, dass sehens­wer­ten Bas­ket­ball gezeigt hat. Das muss man aner­ken­nen. Das tun wir auch. Daher Glück­wunsch an Ber­lin, viel Glück in der nächs­ten Run­de. Zum Spiel will ich gar nichts sagen. Was ich aber sagen will: Dan­ke­schön. Dan­ke an mei­nen Staff, sie waren jeder­zeit für mich da, haben mir vor allem zu Beginn immer gehol­fen. Dan­ke an die Zuschau­er, die ich nicht Zuschau­er, son­dern Unter­stüt­zer nen­ne. Sie waren, nach­dem sie wie­der in die Hal­le durf­ten, immer da und haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt waren, in die Play­offs. Jetzt bli­cken wir nach vor­ne und bau­en eine tol­le Zukunft für Bro­se Bamberg.“

Bro­se Bam­berg gegen Alba Berlin

Zwei­tes Play­off­vier­tel­fi­na­le geht auch verloren

Bro­se Bam­berg unter­lag ges­tern im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le gegen Alba Ber­lin mit 85:97 und steht am Don­ners­tag in Spiel drei unter Zug­zwang. Bam­berg zeig­te sich im Ver­gleich zum ers­ten Spiel am Frei­tag men­tal und phy­sisch ver­bes­sert und hol­te sogar bei­na­he einen 22-Punk­te-Rück­stand auf. Sich dafür mit einem Sieg zu beloh­nen, gelang Bro­se aber nicht.

Den bes­se­ren Beginn im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le erwisch­ten die Ber­li­ner, die schon nach zwei Minu­ten mit sechs Punk­ten vor­ne lagen. Für Bro­se war Chris Dowe der Mann, der in den ers­ten Minu­ten den Ton angab. Er traf nicht nur den ers­ten Bam­ber­ger Korb, son­dern ließ dem wei­te­re acht Punk­te fol­gen und sorg­te somit dafür, dass die Gäs­te Mit­te des Vier­tels in Füh­rung lagen: 10:9. Was folg­te waren eine Men­ge teils frag­wür­di­ger Schieds­rich­ter­pfif­fe, die den Spiel­fluss kom­plett zum Erlie­gen brach­ten. Gegen Bro­se wur­den im ers­ten Vier­tel elf Fouls gepfif­fen, gegen Ber­lin sechs. Daher waren die letz­ten Zäh­ler des Abschnitts auch nahe­zu alle­samt Frei­wür­fe, so dass es mit 11:18 in die ers­te klei­ne Pau­se ging.

Waren es im ers­ten Vier­tel noch die Drei­er, die auf bei­den Sei­ten nicht fal­len woll­ten, stell­ten die Ber­li­ner die­sen Fakt im zwei­ten Vier­tel schnell ab. Bis zur Pau­se tra­fen sie sie­ben Mal für drei Punk­te. So wuchs der Bam­ber­ger Rück­stand auf teil­wei­se 16 Punk­te an (29:45, 18.).

Bei Bam­berg woll­te hin­ge­gen wei­ter­hin nur sel­ten etwas gelin­gen, lag die Aus­beu­te zur Pau­se bei 24 Pro­zent aus der Distanz und bei 33 Pro­zent aus dem Feld. Zur Halb­zeit lagen die Bam­ber­ger Gäs­te im zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le mit 13 Zäh­lern zurück, es stand 34:47.

Ber­li­ner Nadelstiche

Die­ser Rück­stand wuchs mit Beginn der zwei­ten Halb­zeit zügig auf mehr als 20 Punk­te an. Ein Grund: Akil Mit­chell bekam sein zwei­tes unsport­li­ches Foul und muss­te nach rund 23 Minu­ten in die Kabi­ne. Kurz dar­auf traf Blatt den drit­ten Ber­li­ner Drei­er im drit­ten Vier­tel und stell­te auf 38:60 aus Bam­ber­ger Sicht.

Ohne Mit­chell muss­te Mar­ti­nas Geben in die Zone und der mach­te es mehr als gut. Er hielt sei­ne Mann­schaft mit zwi­schen­zeit­lich neun Punk­ten in Serie im Spiel. Und mehr noch: Bro­se kam in einen klei­nen Offen­siv-Flow. Nach Drei­ern von Pre­witt und Kyzlink war es Erst­ge­nann­ter, der die letz­ten vier Bam­ber­ger Punk­te des Vier­tels erziel­te. So gelang es Pre­witt, den Rück­stand auf elf Zäh­ler zu ver­kür­zen: 63:74.

Das zwei­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le ging in sei­nen Schluss­ab­schnitt. Bro­se ver­such­te noch­mals alles und kam durch Dowe und einen Robin­son-Drei­er nach gut 32 Minu­ten wie­der in den ein­stel­li­gen Rück­stands­be­reich: 68:76. Doch wie schon im ers­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le, kon­ter­te Ber­lin stark, sobald Bro­se dran war.

Dies­mal war es Mao­do Lô, der in die Bam­ber­ger Drang­pha­se immer wie­der Nadel­sti­che durch erfolg­rei­che Aktio­nen setz­te. So pen­del­te sich die Ber­li­ner Füh­rung immer um die zehn Zäh­ler ein. Und auch als die Gäs­te zwei Minu­ten vor Ende durch Seng­fel­der und Pre­witt den Rück­stand wie­der auf 81:90 ver­kür­zen konn­ten, war es dies­mal Smith, der im Gegen­zug den Distanz­wurf traf. Am Ende muss­te sich Bro­se Bam­berg mit 85:97 geschla­gen geben. Bro­se liegt nun mit 0:2 in Rück­stand und benö­tigt am Don­ners­tag einen Sieg, um ein vier­tes Spiel zu erzwingen.

Bro­ses Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel: „Ich den­ke, wir haben eine Reak­ti­on auf das ers­te Spiel gezeigt. Alba ist ein High-Level-Team, sie sind sehr phy­sisch, ath­le­tisch und wis­sen, wie man spie­len muss. Daher ist es nicht ein­fach, gegen sie einen Rück­stand auf­zu­ho­len. 97 Punk­te sehen viel aus, aber Ber­lin hat ein­fach die Qua­li­tät dafür. Nach über 20 Punk­ten Rück­stand haben wir nicht auf­ge­ge­ben und uns zurück gekämpft. Das ist sehr wich­tig für uns. Jetzt erwar­ten wir Alba am Don­ners­tag in Bamberg.“

Bro­se Bam­berg gegen Alba Berlin

Vier­tel­fi­nal­play­offs – Spiel 1

Im ers­ten Spiel der Vier­tel­fi­nal­play­offs ist Bro­se Bam­berg heu­te Abend bei Alba Ber­lin zu Gast. Kein leich­ter Geg­ner. Die Ber­li­ner wei­sen offen­siv und defen­siv Spit­zen­wer­te auf und das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen ende­te für Bam­berg mit einer hohen Nie­der­la­ge. Im Vor­feld des Spiels gab Bro­se unter­des­sen eine wich­ti­ge Per­so­nal­ent­schei­dung bekannt.

Bro­se Bam­berg steht seit 2002, also die 21. Sai­son in Fol­ge, in den Vier­tel­fi­nal­play­offs. Ledig­lich ein Ver­ein hat eine län­ge­re Serie vor­zu­wei­sen – und das ist Alba Ber­lin. Bemer­kens­wert ist aller­dings, dass sich beim Duell Bam­berg gegen Ber­lin – das heu­ti­ge Vier­tel­fi­na­le ist das 100. Auf­ein­an­der­tref­fen bei­der Teams – zwar 19 Meis­ter­ti­tel (zehn für Ber­lin und neun für Bam­berg) gegen­über­ste­hen, sich bei­de Teams aber in den Play­offs zuletzt kaum sahen. Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen ist schon elf Jah­re her. Es ende­te mit dem 3:2‑Finalsieg Bro­ses und dem Gewinn der vier­ten deut­schen Meisterschaft.

Alba Ber­lin geht zum ers­ten Mal seit 13 Jah­ren als Haupt­run­den­sie­ger in die Vier­tel­fi­nal­play­offs. Die­sen Platz haben sich die Haupt­städ­ter vor allem in den letz­ten Wochen ver­dient, denn sind sie seit elf Spie­len unge­schla­gen. Zuletzt gab es am ver­gan­ge­nen Diens­tag einen 83:78-Prestigeerfolg beim FC Bay­ern Mün­chen Basketball.

Über­haupt haben sich die Ber­li­ner vor allem offen­siv auf den Punkt genau gefun­den. Gab es zu Sai­son­be­ginn noch den einen oder ande­ren, auch indi­vi­du­el­len, Durch­hän­ger, läuft die Angriffs­ma­schi­ne­rie seit Mona­ten bestän­dig auf Hoch­tou­ren. 87 Punk­te erziel­te die Mann­schaft von Isra­el Gon­za­les bis­lang im Schnitt pro Par­tie. Das ist hin­ter Bonn (87,9) die bes­te Aus­beu­te aller BBL-Teams.

Vor allem von jen­seits der Drei­er­li­nie sind die Ber­li­ner treff­si­cher. Sie haben in Eriks­son, Schnei­der und Sik­ma gleich drei Spie­ler, die weit über 40 Pro­zent ihrer Distanz­wür­fe tref­fen. Dabei ist es auch nicht der eine Spie­ler, der regel­mä­ßig heiß läuft, es ist das gesam­te Kol­lek­tiv, das punk­ten kann. Das macht Ber­lin so unbe­re­chen­bar. Doch damit nicht genug: die Haupt­städ­ter haben auch die bes­te Defen­si­ve der gesam­ten Liga, lie­ßen bis­lang durch­schnitt­lich ledig­lich 72,9 Punk­te zu. Wie unschön ein Spiel gegen Ber­lin sein kann, muss­te Bro­se vor nicht all­zu lan­ger Zeit am eige­nen Leib erfah­ren. Mit 57:89 wur­de Bam­berg vor knapp drei Wochen chan­cen­los aus der Hal­le geschossen.

Fokus­siert nach Berlin

Die­ses Spiel, die­ses Ergeb­nis ist natür­lich nach wie vor im Kopf, wenn es um die Vor­be­rei­tung auf die Vier­tel­fi­nal­se­rie geht. Den Fakt, dass Bro­se über­haupt zum 21. Mal in Serie in den Play­offs steht, hat sich die Mann­schaft in den letz­ten Wochen hart erar­bei­tet und ver­dient. Neun ihrer letz­ten elf Par­tien konn­te sie gewinnen.

Seit Mon­tag liegt der kom­plet­te Fokus nun auf den Spie­len gegen Ber­lin. Der Modus macht es mög­lich, mit einem gewon­ne­nen Spiel in der Haupt­stadt den Heim­vor­teil umzu­dre­hen. Doch das ist Zukunfts­mu­sik, die Auf­ga­be liegt im Hier und Jetzt.

Chef­trai­ner Oren Amiel hat aktu­ell alle Mann an Bord, kann also, bis auf den nach wie vor ver­letz­ten Patrick Heck­mann, per­so­nell aus dem Vol­len schöp­fen. Dabei kann er, ähn­lich wie Ber­lin, vor allem offen­siv auf vie­le Spie­ler ver­trau­en, die den Unter­schied machen können.

Gegen die Ham­burg Towers beim zuletzt so wich­ti­gen 77:67-Erfolg im Ent­schei­dungs­spiel um die Play­off­teil­nah­me, waren etwa Jus­tin Robin­son (20), Omar Pre­witt (12) und Tomáš Kyzlink (12) Bam­bergs bes­te Wer­fer. Eben­so sehr her­vor­zu­he­ben sind Ken­ny Ogbe und Chris Dowe. Sie mach­ten in ers­ter Linie defen­siv einen star­ken Job gegen Ham­burgs Dau­er­bren­ner Cal­eb Homes­ley. Genau­so fokus­siert muss Bro­se Bam­berg auch heu­te Abend gegen Ber­lin antre­ten und darf sich vom Namen und der Atmo­sphä­re nicht limi­tie­ren lassen.

Ein Blick in die Statistik

Even­tu­ell wer­fen Chris Seng­fel­der und Co. auch einen Blick auf die Sta­tis­tik. Die sagt näm­lich aus, dass ein Auf­ein­an­der­tref­fen des Tabel­len­füh­rers gegen den Tabel­len­ach­ten oft­mals viel knap­per war, als es auf dem Papier aus­sah. Bes­tes Bei­spiel: Bro­se ging letz­tes Jahr eben­falls als Ach­ter in die Vier­tel­fi­nal­play­offs und lie­fer­te dem Tabel­len­ers­ten Lud­wigs­burg, der in der Haupt­run­de ledig­lich vier Nie­der­la­gen auf­zu­wei­sen hat­te, einen har­ten Kampf über fünf Spiele.

Neben die­ser Par­tie muss­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fünf wei­te­re Spie­le zwi­schen dem Tabel­len­ers­ten und ‑ach­ten in ein ent­schei­den­des fünf­tes Spiel. Zwei­mal dar­an betei­ligt war Alba Ber­lin. Die Haupt­städ­ter benö­tig­ten 2006 gegen Olden­burg und 2009 gegen Pader­born jeweils die Ent­schei­dungs­par­tie, um ins Halb­fi­na­le ein­zu­zie­hen. Die Ber­li­ner waren auch – und jetzt wird es aus Bam­ber­ger Sicht inter­es­sant – das ers­te Team, das es als Tabel­len­füh­rer nicht schaff­te, sich gegen den Ach­ten durch­zu­set­zen. 2007 ging die Vier­tel­fi­nal­se­rie gegen Qua­ken­brück deut­lich und schnell mit 0:3 ver­lo­ren. Die­ses Miss­ge­schick pas­sier­te einem Haupt­run­den­ers­ten in den Vier­tel­fi­nal­play­offs anschlie­ßend nur noch ein ein­zi­ges Mal. Olden­burg muss­te sich 2010 Braun­schweig in vier Spie­len geschla­gen geben.

Chris­ti­an Seng­fel­der sag­te ges­tern: „Natür­lich haben wir noch das Spiel vor drei Wochen im Kopf. So etwas darf und wird uns nicht mehr pas­sie­ren. Wir müs­sen am Frei­tag viel phy­si­scher sein. Sie haben uns offen­siv wie defen­siv ihren Wil­len auf­ge­zwun­gen. Dar­auf müs­sen wir bes­ser vor­be­rei­tet sein. Wir müs­sen schau­en, dass wir sie aus ihrer Kom­fort­zo­ne brin­gen. Sie haben ja gemacht, was sie woll­ten. Unser Ziel muss sein, eines der bei­den Spie­le am Wochen­en­de zu klau­en. Viel­leicht unter­schät­zen sie uns auch nach ihrem deut­li­chen Sieg vor zwei Wochen etwas. Wir wit­tern auf jeden Fall unse­re Chance.“

Kon­ti­nui­tät auf dem Cheftrainerposten

Ein wenig beru­hi­gen­de Kon­ti­nui­tät könn­te ein Per­so­nal­ent­schei­dung vor den Vier­tel­fi­nal­play­offs in die Mann­schaft brin­gen. Denn Bro­se Bam­berg den vor­zei­tig den Ver­trag mit Chef­trai­ner Oren Amiel bis zum Ende der Spiel­zeit 2023/​2024 ver­län­gert. Das haben der Ver­ein und der 50-jäh­ri­ge Israe­li ges­tern bekannt­ge­ge­ben. Die Ver­trags­un­ter­zeich­nung fand bereits im Febru­ar statt und war damit unab­hän­gig vom Aus­gang der Saison.

Phil­ipp Galew­ski, Geschäfts­füh­rer der Bam­ber­ger Bas­ket­ball GmbH, sag­te: „Wir haben vom ers­ten Tag an gemerkt, dass Oren her­vor­ra­gend zum Bam­ber­ger Bas­ket­ball passt. Mit sei­nem unbe­ding­ten Wil­len, jeden Tag bes­ser wer­den zu wol­len, hat er jedem ein­zel­nen Spie­ler neu­es Selbst­ver­trau­en gege­ben und jeden bes­ser gemacht, sodass am Ende auch das Kol­lek­tiv bes­ser wur­de. Sei­ne ehr­li­che Art, sei­ne Emo­tio­nen am Spiel­feld­rand und der Respekt vor der Bam­ber­ger Bas­ket­ball­his­to­rie bie­ten jedem Fan ein her­aus­ra­gen­des Iden­ti­fi­ka­ti­ons­po­ten­zi­al. Daher haben wir uns schon im Febru­ar dazu ent­schie­den, den Ver­trag mit ihm vor­zei­tig zu ver­län­gern, um mit ihm zusam­men früh­zei­tig die neue Sai­son pla­nen zu können.“

Oren Amiel sag­te: „Ich freue mich sehr, dass ich wei­ter­hin Chef­trai­ner eines solch tra­di­ti­ons­rei­chen Clubs sein darf. Es macht mir täg­lich aufs Neue Freu­de, in die Trai­nings­hal­le zu kom­men und mit den Jungs zu arbei­ten. Ich bedan­ke mich bei Phil­ipp und dem Auf­sichts­rat, dass sie mit mir in die Zukunft gehen. Ich den­ke, wir haben in den letz­ten Mona­ten den Spaß am Bas­ket­ball nach Bam­berg zurück­ge­bracht und aus Team und Fans wie­der eine Ein­heit gebil­det. Das ist das Wich­tigs­te für mich. Ich hat­te mit dem ers­ten Spiel, nach­dem die Zuschau­er zurück in der Are­na waren, das Gefühl, dass sie mich akzep­tie­ren. Das ist groß­ar­tig, dafür bin ich sehr dankbar.“

Oren Amiel trat Anfang Dezem­ber als Nach­fol­ger Johan Roi­jak­kers sei­nen Job in Bam­berg an. Zuvor war er unter ande­rem als Chef­trai­ner in Isra­el und Tsche­chi­en aktiv. Mit Bro­se Bam­berg hol­te der 50-Jäh­ri­ge zuletzt neun Sie­ge aus den letz­ten elf Sai­son­spie­len und schaff­te gemein­sam mit sei­nem Team den Ein­zug in die Viertelfinalplayoffs.

Nach Sieg über Hamburg

Bro­se Bam­berg in den Playoffs

Bro­se Bam­berg hat am 22. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga das Nach­hol­spiel gegen die Ham­burg Towers mit 77:67 gewon­nen. Mit die­sem Sieg zie­hen die Bam­ber­ger zum 21. Mal in Fol­ge in die Play­offs um die deut­sche Meis­ter­schaft ein. Dort war­tet am kom­men­den Frei­tag Meis­ter und Pokal­sie­ger Alba Berlin.

Gegen die Ham­burg Towers taten sich die Bam­ber­ger im Ent­schei­dungs­spiel um die Play­offs vor 3.777 Zuschau­ern in der ers­ten Halb­zeit schwer. Schnell lag die Mann­schaft mit acht Punk­ten hin­ten und konn­te einen anschlie­ßend her­aus­ge­spiel­ten 13-Punk­te-Vor­sprung nicht in die Pau­se ret­ten (38:38). Erst im drit­ten Vier­tel zog Bro­se davon und domi­nier­te die Ham­bur­ger. So sicher­te sich Bam­berg Abschnitt drei mit 27:9. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Jus­tin Robin­son mit 20 Punkten.

Bro­se Bam­berg war die Ner­vo­si­tät zu Beginn anzu­mer­ken. Vor­ne spiel­te die Mann­schaft oft zu fah­rig und unge­nau und in der Ver­tei­di­gung war sie immer einen Schritt zu weit vom Gegen­spie­ler ent­fernt. Nach vier Minu­ten hieß es 2:10 für Hamburg.

Erst all­mäh­lich tau­ten die Haus­her­ren auf. Bam­berg kämpf­te sich offen­siv und defen­siv in die Par­tie und kam durch einen 10:0‑Lauf nicht nur wie­der ran, son­dern 71 Sekun­den vor Vier­te­len­de erst­mals über­haupt an Ham­burg vor­bei: 16:14. Maß­geb­lich betei­ligt an die­sem Run war Jus­tin Robin­son, der sie­ben Punk­te in Fol­ge bei­trug. Nach­dem Akil Mit­chell noch kurz vor der Sire­ne den Korb­le­ger nach­leg­te, ging es mit einer Vier-Punk­te-Füh­rung in die ers­te Pau­se: 19:15.

Der Beginn des zwei­ten Abschnitts gehör­te dann zunächst kom­plett den Bam­ber­gern. Durch Geben und zwei Drei­er von Chris Seng­fel­der lagen sie nach 12 Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig vorn: 27:17. Kyzlink ließ einen wei­te­ren Distanz­wurf fol­gen und brach­te sei­ne Mann­schaft damit zwi­schen­zeit­lich mit 13 Zäh­lern in Front (30:17, 13.).

Danach aller­dings folg­te der Bruch im Bam­ber­ger Spiel. Zwar ver­such­ten die Haus­her­ren vie­les, genau­so viel woll­te nun aber nicht mehr gelin­gen. Die Fol­ge: die Ham­bur­ger kamen zurück ins Spiel, da Bro­se bis zur Pau­se ledig­lich noch acht Punk­te gelan­gen. Die Gäs­te erziel­ten 21 Zäh­ler, womit es unent­schie­den in die Kabi­nen ging: 38:38.

„Am Ende zählt für mich nur das Ergebnis“

Das drit­te Vier­tel war dann eines zum Zun­ge­schnal­zen aus Sicht der Bam­ber­ger. Die Inten­si­tät war von Beginn der zwei­ten Halb­zeit an voll da, vor­ne wie hin­ten wur­de um jeden Ball gekämpft.

Offen­siv lief die Bam­ber­ger Maschi­ne­rie von Minu­te 21 an nahe­zu per­fekt, in der Defen­si­ve waren es immer wie­der star­ke Blocks. Mit zwei Drei­ern von Robin­son und Dowe been­de­te Bro­se den drit­ten Spiel­ab­schnitt. Das waren die Punk­te 24 bis 27 für Bam­berg, die ihrer­seits gera­de ein­mal neun Ham­bur­ger Zäh­ler zulie­ßen und mit einer 18-Punk­te-Füh­rung ins letz­te Vier­tel gin­gen: 65:47.

Die Fra­ge für den Schluss­ab­schnitt lau­te­te: Kann Bro­se Bam­berg den Vor­sprung dies­mal ohne zu zit­tern über die Zeit brin­gen? Die Ant­wort ist so ein­fach nicht, denn Ham­burg bekam die zwei­te und drit­te Luft – und Bro­se zeig­te plötz­lich das eine ums ande­re Mal Ner­ven. Nach einem Drei­er von Chris­ten war der Vor­sprung drei Minu­ten vor Ende wie­der in den ein­stel­li­gen Bereich geschrumpft, es stand 71:62.

Omar Pre­witt aber war es, der im Gegen­zug eben­falls den Distanz­wurf ver­senk­te und kurz dar­auf noch einen Frei­wurf nach­leg­te (75:62, 38.). Die letz­ten 120 Sekun­den spiel­ten die Bam­ber­ger dann die Zeit cle­ver von der Uhr und gin­gen nach 40 Minu­ten beim 77:67 als ver­dien­ter Sie­ger vom Platz. Der Erfolg – der neun­te aus den letz­ten elf Spie­len – war gleich­be­deu­tend mit dem Ein­zug in die Play­offs – den 21. in Serie. Dort trifft Bro­se ab kom­men­dem Frei­tag auf Alba Ber­lin.

Coach Oren Amiel sag­te nach dem Spiel und vor dem Play­offs: „Was soll ich sagen? Wenn ich mir anschaue, wo wir vor ein paar Mona­ten waren und wo wir jetzt sind… Wir haben heu­te gegen eines der am schwers­ten zu spie­len­den BBL-Teams gewon­nen. Wir haben es geschafft, über wei­te Stre­cken ihre Phy­sis und ihre Aggres­si­vi­tät zu matchen. Am Ende zählt für mich nur das Ergeb­nis. Es inter­es­siert mich nicht, wer gut oder nicht so gut war. Wir haben heu­te unse­ren Fans etwas zurück­ge­ben kön­nen, was sie mehr als ver­dient haben. Ich bin unglaub­lich stolz!“

Play­offs immer noch möglich

Bro­se Bam­berg ist in Ber­lin chancenlos

Bro­se Bam­berg muss­te am 32. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ges­tern Abend bei ALBA BERLIN eine 57:89-Niederlage hin­neh­men. Die Play­offs kön­nen die Bam­ber­ger den­noch immer noch erreichen.

Über die gesam­te Spiel­zeit war der amtie­ren­de Meis­ter und Pokal­sie­ger das bes­se­re Team, ließ den Gäs­ten vor 7.232 Zuschau­ern in der Mer­ce­des-Benz Are­na nicht den Hauch einer Chan­ce. Bereits nach dem ers­ten Vier­tel lag Bro­se mit 8:23 in Rück­stand, lief die­sem kon­ti­nu­ier­lich hin­ter­her und hat­te durch schwa­che Wurf­quo­ten (31 Pro­zent Feld‑, 14 Pro­zent Drei­er­quo­te) kei­ne Mög­lich­keit, die Par­tie aus­ge­gli­chen zu gestal­ten. Da brach­ten auch 22 Offen­siv­re­bounds nichts. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Chris­ti­an Seng­fel­der mit 17 Punkten.

Das ers­te Vier­tel ist schnell zusam­men­ge­fasst: Bro­se traf nichts. Weder von außen, noch unter dem Korb – nichts. Ende des Abschnitts stan­den drei Tref­fer bei 19 Ver­su­chen auf dem Sco­ring­bo­gen, dazu ein getrof­fe­ner Frei­wurf. Nach zehn Minu­ten bedeu­te­te das nur acht Bam­ber­ger Punk­te. Anders die Ber­li­ner, die von Beginn an treff­si­cher agier­ten und fol­ge­rich­tig bereits nach sechs Minu­ten Bro­se zwei­stel­lig in Rück­stand brach­ten: 5:15. Aus den zehn Zäh­lern hin­ten wur­den bis Vier­te­len­de 15 und es ging mit 8:23 in die ers­te Pause.

Im zwei­ten Abschnitt wur­de es aus Bro­se-Sicht etwas bes­ser, ohne aller­dings rich­tig gut zu wer­den. Vor allem von jen­seits der 6,75-Meter-Linie woll­te bei den Gäs­ten wei­ter­hin nichts fal­len. Zur Pau­se stand ledig­lich ein Tref­fer bei 15 Drei­er­ver­su­chen zu Buche. Zu wenig, um den Rück­stand ent­schei­dend zu ver­kür­zen. Mehr noch: da die Gast­ge­ber ihre Drei­er gut tra­fen (6÷14) lag Bro­se teil­wei­se mit 19 Punk­ten zurück (22:41, 19.). Dowe traf noch kurz vor der Halb­zeit den Floa­ter und „ver­kürz­te“ auf 24:41.

„Sie waren uns in allen Belan­gen überlegen“ 

Nach der Pau­se keim­te kurz­zei­tig Hoff­nung bei den rund 30 mit­ge­reis­ten Bam­ber­ger Fans auf, als näm­lich ein 10:0‑Lauf dazu führ­te, dass Bro­se den Rück­stand auf wie­der elf Punk­te ver­kür­zen konn­te (36:47, 24.). Weni­ger als die­se elf Zäh­ler soll­ten es aber nicht wer­den, denn die Ber­li­ner zogen bis Ende des drit­ten Vier­tels wie­der defen­siv die Zügel an und erlaub­ten den Gäs­ten nur noch wei­te­re vier Punk­te. Selbst erziel­ten sie deren 18, was zum 41:64 aus Bam­ber­ger Sicht nach 30 Minu­ten führte.

Im Schluss­ab­schnitt betrieb Bro­se für die Drei­er­quo­te etwas Kos­me­tik – Seng­fel­der und Robin­son tra­fen, jedoch blieb es wei­ter­hin dabei, dass die Wurf­quo­te ins­ge­samt unge­nü­gend war. Am Ende soll­ten von der Drei­er­li­nie vier Tref­fer bei 28 Ver­su­chen gelin­gen (14%), total traf Bam­berg 23 Wür­fe bei 74 Ver­su­chen aus dem Feld (31%). Und auch von der Frei­wurf­li­nie sah es mit 719 (37%) nur mar­gi­nal bes­ser aus. Am Ende stand eine ver­dien­te 57:89-Niederlage zu Buche, die Bro­se im Kampf um die Play­offs zwar etwas zurück­wirft, aber noch nicht eliminiert.

„Blo­wout. Mehr kann man dazu nicht sagen. Sie waren uns in allen Belan­gen über­le­gen. Sie haben gezeigt, wie man als Euro­League-Team auf­tritt, waren fokus­siert, spiel­ten inten­siv. Zwei Tage nach dem schwe­ren spiel in Crails­heim gebührt ihnen dafür jeder Respekt. Für uns gilt es, die Nie­der­la­ge schnell zu ver­ar­bei­ten, denn das nächs­te Spiel ist ein enorm wich­ti­ges“, resü­mier­te Bro­se-Trai­ner Oren Amiel. 

Bam­berg ist in Ber­lin gefordert

Alba Ber­lin vs. Bro­se Bamberg

Nach zuletzt fünf Heim­spie­len in Serie gas­tiert Bro­se Bam­berg am 32. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei Alba Ber­lin. Noch haben die Bam­ber­ger Chan­cen auf die Play­offs, sind dabei aber auf Punkt­ver­lus­te der Geg­ner angewiesen.

Alba Ber­lin ist nach den Tele­kom Bas­kets Bonn das aktu­ell erfolg­reichs­te Team der Liga. Die Ber­li­ner haben ihre letz­ten sechs Spie­le gewon­nen und im gesam­ten Jahr 2022 natio­nal erst zwei­mal verloren.

Ins­ge­samt sind es in der lau­fen­den Sai­son sechs Nie­der­la­gen, was die Haupt­städ­ter aktu­ell auf den zwei­ten Tabel­len­platz bringt. Vier die­ser sechs Nie­der­la­gen gab es dabei vor hei­mi­schem Publi­kum, die letz­te Ende Janu­ar gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg.

Zuletzt aber lief die Alba-Maschi­ne­rie rei­bungs­los. Am Mitt­woch­abend tat sich das Team von Isra­el Gon­za­les zwar bei den Hakro Mer­lins Crails­heim über drei Vier­tel etwas schwer.

Im Schluss­ab­schnitt zog Alba Ber­lin das Tem­po aber an und sicher­te sich mit dem 78:70-Erfolg den 22. Sai­son­sieg. Vor allem im Rebound über­zeug­ten die Ber­li­ner, die ins­ge­samt 44 Abpral­ler ein­sam­mel­ten, 18 davon allei­ne am offen­si­ven Brett.

Über­haupt sind die Alba­tros­se das bis­lang stärks­te Rebound­team der gesam­ten BBL. Allen vor­an Luke Sik­ma (5,5) und Oscar da Sil­va (5,3) tun sich dabei her­vor. Ber­lin ist ein unaus­re­chen­ba­res Team, da nahe­zu alle Spie­ler scoren und eine Par­tie durch indi­vi­du­el­le Klas­se ent­schei­den können. 

Aus­gangs­la­ge für Berlin

Daher ist es kein Wun­der, dass es bei Alba Ber­lin nicht den einen Tops­corer gibt, son­dern vie­le Akteu­re, die kon­ti­nu­ier­lich hoch punk­ten. Am bes­ten bis­lang mach­te das Mar­cus Eriks­son mit durch­schnitt­lich 13,5 Punk­ten. Der schwe­di­sche Scharf­schüt­ze – Wurf­quo­te von 55,4 Pro­zent, Drei­er­quo­te 48,4 – ist aktu­ell aller­dings ver­letzt. Sein Ein­satz am Frei­tag gegen Bam­berg ist ungewiss.

Auch das Mit­wir­ken von Ben Lam­mers ist frag­lich, der in den letz­ten Wochen an Mus­kel­pro­ble­men litt. Defi­ni­tiv nicht dabei sein wird Tim Schnei­der, der sich vor kur­zem eine Menis­kus­ver­let­zung zuge­zo­gen hat. Von den aktu­ell ein­satz­fä­hi­gen Ber­li­nern sind Oscar da Sil­va und Jale­en Smith am treffsichersten.

Mit im Schnitt 85,2 erziel­ten Punk­ten ist Alba Ber­lin das dritt­stärks­te Offen­siv­team der Bun­des­li­ga. Die­se Punk­te wer­den meist gut her­aus­ge­spielt, denn mit durch­schnitt­lich ver­teil­ten 22,6 Assists sind die Haupt­städ­ter liga­weit in die­ser Kate­go­rie führend.

Dabei ist es vor allem Luke Sik­ma, der sei­ne Mit­spie­ler mit direk­ten Korb­vor­la­gen bes­tens in Sze­ne setzt. Doch nicht nur offen­siv setzt Ber­lin oft­mals ein State­ment, vor allem defen­siv sind die Man­nen von Gon­za­les beein­dru­ckend stark. In den bis­lang absol­vier­ten 28 BBL-Par­tien erlaub­ten die Haupt­städ­ter ihren Geg­nern im Schnitt ledig­lich 72,9 Punk­te. Das ist Liga­best­wert. Knapp 17 Zäh­ler mehr erziel­te Bro­se Bam­berg im Hin­spiel. Aller­dings hat­ten die 89 Punk­te, dar­un­ter 29 von Chris­ti­an Seng­fel­der, beim 89:101 am 6. Spiel­tag nicht für einen Sieg gereicht.

Aus­gangs­la­ge für Bamberg

Für Bro­se Bam­berg gilt es, den posi­ti­ven Flow der letz­ten bei­den Spie­le mit nach Ber­lin zu neh­men. Emo­tio­nal waren die Par­tien gegen Göt­tin­gen und zuletzt gegen Ulm kaum zu über­bie­ten. Denn auch wenn spie­le­risch sicher­lich eini­ges nicht opti­mal war, so waren es der Kampf und die Lei­den­schaft der Man­nen von Oren Amiel allemal.

Die­se Tugen­den gilt es nun wei­ter zu fes­ti­gen, wol­len Seng­fel­der und Co. die Tür zu den Play­offs offen­hal­ten. Rech­nen wäre bei noch vier aus­ste­hen­den Spie­len fehl am Platz. Denn Bro­se benö­tigt nach wie vor jeden Sieg – und ist zudem wei­ter­hin auf Nie­der­la­gen der Kon­kur­renz angewiesen.

Dass die Mann­schaft aber mit Druck umge­hen und unter ihm per­for­men kann, hat sie nicht zuletzt gegen Ulm ein­drucks­voll bewie­sen. Vor allem Chris Dowe war ner­ven­los, als er 3,5 Sekun­den vor Ende der zwei­ten Ver­län­ge­rung sei­ne drei Frei­wür­fe versenkte.

Neben Bam­bergs Auf­bau­spie­ler waren vor allem die Groß­ge­wach­se­nen gut drauf. Chris­ti­an Seng­fel­der und Akil Mit­chell erziel­ten jeweils 23 Punk­te. Jedoch war es eine kol­lek­tiv star­ke Leis­tung, die den Sieg bescher­te. Jeder ein­ge­setz­te Spie­ler punk­te­te, sechs Akteu­re dabei zwei­stel­lig. Zudem wur­den ein­mal mehr stark gere­boun­det und die Ball­ver­lus­te in Gren­zen gehalten.

In Ber­lin wird es aller­dings ein ganz ande­res Spiel. Den­noch müs­sen die Bam­ber­ger Tugen­den auch dort gleich­blei­ben. Denn auch das hat Bro­se in den letz­ten Par­tien immer wie­der bewie­sen: eine Comeback-Mentalität.

Auch wenn die Bam­ber­ger zwei­stel­lig hin­ten lagen, auf­ge­ben war nie eine Opti­on. Vor allem, da Bro­se vor­ne immer etwas bewe­gen kann. Mit im Schnitt bis­lang erziel­ten 84,9 Punk­ten sind sie knapp hin­ter Ber­lin das vier­stärks­te Offen­siv­team der Liga. Das Man­ko liegt eher in der Defen­si­ve, denn die durch­schnitt­lich kas­sier­ten 87,4 Zäh­ler sind nach wie vor zu viel.

Kom­men­tar vor dem Spiel

Shoo­ting Guard Tomáš Kyzlink sag­te vor der Par­tie gegen Alba Ber­lin: „Natür­lich wird es in Ber­lin schwer. Sie sind ein Euro­League-Team, das die letz­ten sechs Spie­le nicht ver­lo­ren hat. Trotz­dem wis­sen wir, was wir kön­nen. Um aller­dings dort zu bestehen, müs­sen wir ein per­fek­tes Spiel ablie­fern. Wir müs­sen defen­siv bes­ser ste­hen und dür­fen sie nicht ihr Spiel spie­len las­sen. Wenn wir es nicht schaf­fen, sie zu stop­pen, dür­fen wir uns nicht unter­krie­gen las­sen. Am Ende geht es dar­um, dass wir über 40 Minu­ten inten­siv und aggres­siv spie­len. Sie haben vie­le Spie­ler, die ein Spiel ent­schei­den kön­nen. Daher sind sie unbe­re­chen­bar. Wir wer­den aber alles ver­su­chen, um den­noch dort zu bestehen.“