BBL-Pokal-Top Four
BMA365 Bamberg Baskets treffen auf die Bayern
Der Gegner der BMA365 Bamberg Baskets für das Halbfinale beim TOP FOUR im Februar 2026 steht fest. Wie die Auslosung im Anschluss an die letzte Viertelfinal-Partie zwischen ALBA BERLIN und Science City Jena am Montagabend ergab, trifft das Team von Head Coach Anton Gavel in der Pokal-Vorschlussrunde auf den FC Bayern München Basketball.
Rapper Jalil Berkholz fungierte als Losfee bei der Auslosung und zog die Bamberger Kugel als zweite nach der des FC Bayern. Wo das TOP FOUR am Wochenende des 21. und 22. Februar 2026 ausgetragen werden wird, steht noch nicht hundertprozentig fest. Im Anschluss an das vierteljährliche Treffen der Klubs im Oktober, bei dem auch das Thema TOP FOUR diskutiert worden war, bestätigte der Geschäftsführer er easyCredit BBL Dr. Stefan Holz der SPORT BILD gegenüber, dass es von Seiten der Klubs einen klaren Wunsch gäbe, das Turnier in München austragen zu wollen. Die definitive Bekanntgabe des Austragungsorts, so der Liga-Boss bei der Auslosung, werde man in den kommenden Tagen bekanntgeben.
Die beiden Halbfinalpaarungen am 21. Februar 2026:
FC Bayern München Basketball vs. BMA365 Bamberg Baskets
ALBA BERLIN vs. EWE Baskets Oldenburg
Das Endspiel um den BBL-Pokal findet dann am 22. Februar 2026 statt.
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Basketball
Bamberg Baskets gelingt Hattrick gegen Alba Berlin nicht
Nach den beiden Heimsiegen gegen ALBA in Bundesliga und BBL-Pokal haben die Bamberg Baskets das dritte Aufeinandertreffen mit den Berlinern in dieser Saison verloren. In der Partie des 22. Spieltags in der Bundesliga unterlag das Team von Head Coach Anton Gavel am Montagabend in der Uber Arena bei den Albatrossen mit 77:86 (34:39).
Die 7.631 Zuschauer sahen über weite Strecken eine Partie zweier Teams auf Augenhöhe. Erst gegen Mitte des letzten Viertels konnte das EuroLeague-Team aus der Bundeshauptstadt seinen Vorsprung behaupten und letztlich von der im Vergleich schwächeren Feldwurfquote der Bamberger profitieren.
Erfolgreichster Punktesammler im Team aus Freak City war KeyShawn Feazell mit 18 Zählern. Topscorer der Albatrosse war Matt Thomas mit 14 Punkten.
Gut eingestellt und hoch fokussiert begannen die Bamberger das Gastspiel in der Hauptstadt. Immer wieder suchte das Team von Head Coach Anton Gavel in der Anfangsphase den Weg unter den Korb, wo man in Person von Filip Stanić nahezu spielerisch erfolgreich abschließen konnte (6:2/2.). Die Bedeutung dieses Spiels und der damit verbundenen Chance, in der Tabelle einen Sprung nach oben zu machen, sorgte jedoch ganz offensichtlich bei beiden Mannschaften für ordentlich Nervosität und so hatten beide Teams nach dem ersten Viertel bereits je sechs Ballverluste auf ihrem Konto. Nach dem Drei-Punkt-Spiel von Ibi Watson (9:2/4.) wurden die Albatrosse zur Mitte des ersten Abschnitts nun stärker. Der Dreier von Matt Thomas sowie ein erfolgreicher Korbleger von Justin Bean brachten die Hausherren erstmals in Führung (10:11/6.), die ihren Vorsprung mit einem 11:0‑Lauf gar bis auf 10:15 (7.) ausbauen konnten. Die Bamberger ließen sich aber dennoch nicht aus dem Konzept bringen und verkürzten bis zum Ende des ersten Abschnitts wieder auf 16:18.
Das zweite Viertel war gerade einmal 80 Sekunden alt, als KeyShawn Feazell mit dem ersten Bamberger Dreier des Abends die Führung wieder zurückholte (21:20/12.). Die Berliner suchten nun verstärkt den Weg in die Zone. Immer wieder cuttete man erfolgreich zum Korb und nach einem 7:0‑Run zum 21:27 (25.) zog Bambergs Head Coach Anton Gavel in Form einer Auszeit erst einmal die Bremse. Sein Team hatte die Ansage in der 60-sekündigen Unterbrechung ganz offensichtlich verstanden und ging wenig später durch den Dreier von Noah Locke wieder in Führung (30:29/18.). Einer der schönsten Bamberger Angriffe des gesamten Spiels zwang ALBAs Cheftrainer dann zu einer Auszeit. Ronaldo Segu hatte sich in die Berliner Zone bis unter den Korb durchgespielt. Anstelle jedoch selbst abzuschließen, steckte er den Ball durch zu KeyShawn Feazell, der zwischen zwei Berlinern den Ball zum 32:29 im Korb unterbringen konnte. Hatten die Berliner bis hierhin nur einen ihrer acht Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie getroffen, machten es Mattisseck und Hermannsson nun besser und ALBA lag wieder vorne (32:35/19.) Ein weiterer Distanzwurf von Yanni Wetzell sorgte drei Sekunden vor der Halbzeitsirene für den 34:39 Pausenstand.
„Wenn wir dann auch noch von außen nichts treffen, können wir in Berlin nicht gewinnen”
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war es kein hochklassiges Spiel. Beide Teams weiter mit vielen Fehlern, aber auch mit großem Kampf. ALBA in dieser Phase jedoch häufig einen winzigen Tick schneller und so konnten die Berliner ihre Pausenführung zunächst einmal behaupten (39:43/22.). William McDowell-White und Justin Bean packten dann jedoch nochmals fünf Punkte drauf und es folgte eine weitere Bamberger Auszeit (39:48/24.). Diesmal aber ließen die Gastgeber zunächst keinen Bamberger Konter zu und ALBA hatte nach dem Korbleger von Tim Schneider beim 44:55 (26.) seine höchste Führung des gesamten Spiels. Entschieden war das Spiel aber noch lange nicht, denn Anton Gavels Team gab noch einmal alles. Nach dem Korbleger von Kyle Lofton zum 54:58 war man 109 Sekunden vor Ende des dritten Viertels wieder im Spiel. Der Dreier von Ibi Watson zum Ende des Abschnitts verkürzte den Rückstand gar auf nur noch drei Zähler (59:62).
Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts kamen die Bamberger durch den Dunk von KeyShawn Feazell noch weiter heran (61:62/31.) Beide Mannschaften aber auch weiterhin mit wenig Wurfglück aus der Distanz. Die Berliner jedoch immer wieder über Offensiv-Rebounds erfolgreich (64:68/34.) und hier nun mit dem wahrscheinlich vorentscheidenden Zwischenspurt. Ein 7:0‑Lauf bescherte ALBA 4:11 Minuten vor dem Ende erneut eine 11 Punkte-Führung (64:75). Abermals versuchten die Baskets alles, doch der Korbleger von William McDowell-White zum 73:82 bei nur noch 48 Sekunden Restspielzeit bedeutete die Entscheidung. „Glückwunsch an Israel González und sein Team zum Sieg. Wir hatten heute im ersten und dritten Viertel eine Phase, wo wir Fouls zu geben hatten, diese aber nicht genutzt haben und so zwei Läufe von ALBA nicht unterbinden konnten. Dazu haben wir den einen oder anderen Offensivrebound zugelassen und unsere Ballverluste waren auch kontraproduktiv. Wenn wir dann auch noch von außen nichts treffen, können wir in Berlin nicht gewinnen”, resümierte Anton Gavel, der Head Coach der Bamberg Baskets.
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Basketball
Bamberg Baskets beginnen Roadtrip in Berlin
14 Tage nach dem Pokal-Wochenende und der daran anschließenden Länderspielpause in der easyCredit Basketball Bundesliga starten die Bamberg Baskets nun wieder voll durch. Für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel stehen in den nächsten acht Tagen gleich vier Partien auf dem Programm, zunächst am morgigen Montag bei Alba Berlin.
Vor den beiden Heimspielen gegen Frankfurt sowie gegen den FC Bayern München geht es für die Bamberger von Sonntag an erst einmal auf die Reise. Erste Station ist die Bundeshauptstadt, wo man am Montagabend um 20:00 Uhr in der Uber Arena zu Gast bei Alba Berlin sein wird. Nach dem Spiel bei den Albatrossen reist man von Berlin aus dann weiter nach Warschau, wo es am Mittwoch um 18:00 Uhr im Hinspiel des Playoff-Viertelfinales der European North Basketball League darum geht, bei Dziki Warschau eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel zwei Wochen später in Bamberg zu erzielen.
Los geht es für die Bamberg Baskets zunächst in Berlin. Die eigentlich für den gestrigen Samstag angesetzte Partie bei ALBA wurde aufgrund der EuroLeague-Partie der Berliner am Freitagabend bei Anadolu Efes Istanbul gleich zweimal verschoben. Tip-Off in der Uber Arena ist nun am Montagabend um 20:00 Uhr.
„Auch wenn wir in dieser Saison schon zweimal gegen die Berliner gewonnen haben, dürfen wir sie natürlich nicht unterschätzen. Zuhause spielen sie definitiv stärker und haben jetzt erst in dieser Woche nochmals nachverpflichtet, um ihren Kader nochmals tiefer zu machen“, so der Mannschaftskapitän der Bamberg Baskets, Karsten Tadda. „Unsere Trainer haben uns allerdings gut eingestellt und wir werden gut vorbereitet zum Auswärtsspiel nach Berlin fahren.“
Bamberg gewann im Pokal und in der Liga zuhause
Mit zwei Siegen aus den beiden letzten Partien vor der Länderspielpause gegen Hamburg (92:77) und in Rostock (78:71) haben die Berliner etwas an Fahrt aufgenommen und stehen mit einer Bilanz von neun Siegen und zehn Niederlagen auf Tabellenposition elf. Nach wie vor befinden sich gefühlt alle BBL-Teams im Kampf um die Playoff-Plätze, denn zwischen dem auf Rang vier stehenden Team von RASTA Vechta (elf Siege) und den auf Position fünfzehn rangierenden Telekom Baskets Bonn (acht Siege) liegen alle Mannschaften extrem eng beieinander. Personell hat man in Berlin nochmals nachgebessert. Nach der Verpflichtung von Big Man Michael Kessens Mitte Januar (gewann 2023 zusammen mit Karsten Tadda in Bonn die Basketball Champions League) gaben die Albatrosse am Donnerstag die Verpflichtung von Robert Baker II bekannt. Der 26-Jährige kommt vom Farmteam der Orlando Magic und war zuletzt noch mit Team USA bei den FIBA AmeriCup Qualifiers im Einsatz. Beim 72:71-Sieg der US-Amerikaner gegen Puerto Rico steuerte der 2,08-Meter-Mann 6 Punkte und 8 Rebounds bei. Beim 105:83-Sieg am Montag auf den Bahamas waren es 10 Punkte, 11 Rebounds sowie sieben geblockte Würfe.
Sowohl im Pokal als auch in der BBL standen sich beide Teams in dieser Saison schon einmal gegenüber. Beide Spiele fanden in Freak City statt und in beiden Spielen siegten die Bamberger. Nachdem man Anfang November zunächst im Ligaspiel mit 87:82 das bessere Ende für sich hatte, gewann man Anfang Dezember auch im Viertelfinale des BBL-Pokals mit 80:67.
Die auffälligsten Akteure im Ligaspiel waren Berlins Martin Hermannsson mit 28 Punkten und Bambergs Ibi Watson mit 23 Zählern.
Im Pokal-Viertelfinale traf Matt Thomas mit 15 Punkten am besten für ALBA. Großen Anteil am Top Four-Einzug der Bamberg Baskets hatten Ronaldo Segu mit 16 Punkten, 6 Rebounds und 8 Assists sowie Filip Stanić mit 12 Punkten und 11 Rebounds.
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Bamberg Baskets besiegen Alba Berlin
Einzug ins Top Four des BBL-Pokals
Die Bamberg Baskets stehen im Top Four des BBL-Pokals! In der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften Brose Arena besiegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagabend im Viertelfinale den elfmaligen Cup-Gewinner aus der Bundeshauptstadt und machte so ihrem Spitznamen als „Albakiller“ einmal mehr alle Ehre.
Gut einen Monat nachdem die Bamberg Baskets in der Bundesligapartie Alba Berlin in Freak City bereits bezwingen konnten, siegten die Bamberger mit 80:67 (35:36) auch im Pokalwettbewerb und zogen so ins Halbfinale ein.
Aus einer starken Bamberger Mannschaft ragten Ronaldo Segu (16 Punkte, 8 Assists), MaCio Teague (15 Punkte) und Filip Stanić (12 Punkte, 11 Rebounds) heraus. Bester Werfer der Berliner war Matt Thomas mit 15 Zählern.
Ebenfalls qualifiziert für das Top Four sind der Syntainics MBC und die Skyliners Frankfurt. Der letzte Teilnehmer wird am Montagabend in der Partie zwischen dem FC Bayern München Basketball und Rasta Vechta ermittelt. Während mit dem Wochenende um den 15./16. Februar 2025 der Termin für das Top Four bereits fixiert wurde, steht der Austragungsort für das Finalturnier noch nicht fest.
Unter den Augen der beiden 3x3-Olympiasiegerinnen Svenja Brunckhorst und Sonja Greinacher entwickelte sich von Beginn an ein toller Pokalfight zwischen beiden Mannschaften. Den ersten erfolgreichen Dreier der Partie von Brandon Horvath konterten die Albatrosse blitzschnell (3:6/2.). Von Beginn an aber präsentierten sich die Baskets an beiden Enden des Feldes höchstkonzentriert. Während man es in der Verteidigung als Team sehr gut verstand, gemeinschaftlich den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Berlinern das Leben schwer zu machen, erspielte man sich im Angriff geduldig gute Möglichkeiten und nutzte diese zu einer 16:11 Führung (7.). Die Auszeit von Israel Gonzalez verpuffte zunächst, denn Moritz Krimmer per Dreier und Kyle Lofton mit Korbleger sorgten bereits im ersten Viertel für einen zweistelligen Bamberger Vorsprung (21:11/9.), an dem auch Ibi Watson mit allein 9 Punkten im ersten Viertel großen Anteil hatte. Unnötige Ballverluste ließen den Vorsprung bis zum Ende des Viertels jedoch wieder auf 21:16 schrumpfen.
Gleich mit zwei erfolgreichen Dreiern von KeyShawn Feazell starteten die Baskets in den zweiten Abschnitt und konnten sich so wieder etwas absetzen (27:18/12.). Nun aber ließen die Trefferquoten auf Seiten der Baskets etwas nach. Die Berliner schnappten sich die Rebounds (15 Rebounds allein im 2. Viertel) und über 29:25 führte Matt Thomas (9 Punkte im 2. Viertel) ALBA wieder heran (33:32/17.). 81 Sekunden vor der Halbzeitsirene war es dann Yanni Wetzell, der die Gäste wieder in Führung warf. Das 35:36 war auch der Halbzeitstand.
„Solche Energieleistungen müssen wir jetzt kontinuierlich bringen“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst knapp und ausgeglichen. Das 44:44 (25.) verwandelten die Berliner dann jedoch in nur 90 Sekunden zu einer 46:51 Führung (26.). Tono Gavel reagierte, nahm eine Auszeit und brachte sein Team sofort wieder in die Spur. 2:48 Minuten später war es dann nämlich Gäste Coach Gonzalez, der nach einem 11:0‑Run der Bamberger seinerseits eine Auszeit nehmen musste (57:51/29.). Die BROSE ARENA tobte und so war es wenig verwunderlich, dass das Freak-O-Meter in diesem Moment mit 101,9 Dezibel gar einen neuen Lautstärkerekord in der Halle ausspuckte. Die Baskets ließen sich nun von der unfassbaren Stimmung in der Arena tragen und entschieden die dritten zehn Minuten mit 27:17 für sich. 12 seiner insgesamt 15 Punkte sammelte MaCio Teague in diesem Viertel, an dessem Ende die Bamberger mit 62:53 die Nase vorne hatten.
Bamberg blieb fokussiert, vor allem in der Verteidigung und spielte sein Spiel. Zudem sah man nicht nur einem vorbildlich kämpfenden Moritz Krimmer den unbändigen Siegeswillen an. Das gesamte Team half zusammen und setzte sich so im Anschluss an die Auszeit von Tono Gavel in der 26. Minute mit einem 30:9‑Run in knapp neun Minuten Spielzeit bis auf 76:60 (35.) ab. Diese Führung ließen sich die Baskets nicht noch einmal streitig machen. Geschickt und äußerst geduldig spielte man die Angriffe nun zu Ende und brachte den Vorsprung letztlich souverän zu einem insgesamt absolut verdienten Heimsieg übe die Ziellinie.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir ins Top Four einziehen konnten. So weit ist das sicherlich ein sehr außergewöhnliches Top Four. Wenn man nur 67 Punkte zulässt gegen Alba Berlin, dann war das sicherlich eine Leistung, die wir uns so vorgestellt und erhofft hatten. Solche Defensiv- und Energieleistungen müssen wir jetzt aber auch kontinuierlich bringen und eben nicht nur an bestimmten Tagen“, so das Resüme von Bamberg Baskets-Head Coach Anton Gavel.
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Basketball
Heimsieg: Bamberg Baskets bezwingen Alba Berlin
Den Bamberg Baskets ist der erste Heimsieg der neuen Saison gelungen. In einem bis zum Ende ausgeglichenen Spiel bezwang die Mannschaft Alba Berlin.
Im dritten Anlauf haben es die Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag (3. November) geschafft, sich auf eigenem Parkett die ersten Punkte der Saison zu holen. Am 7. Spieltag der Basketball-Bundesliga holte die Mannschaft von Anton Gavel im Duell gegen Alba Berlin den ersten Heimsieg der Spielzeit mit 87:82.
Vor 5.117 Zuschauerinnen und Zuschauern lieferten sich beide Teams laut einer Mitteilung der Baskets einen tollen Kampf. Topscorer auf Bamberger Seite war Ibi Watson mit 23 Punkten, gefolgt von Ronaldo Segu (17) und MaCio Teague (16). Die Auffälligsten im Team der Berliner waren der Isländer Martin Hermannsson mit 28 Zählern sowie Trevion Williams mit zehn Punkten und zehn Rebounds.
„Es ist ein tolles Gefühl und eine großartige Erfahrung, gegen ein EuroLeague Team gewonnen zu haben“, sagte Segu nach dem Spiel. „Die Zuschauer waren großartig und wir haben an beiden Enden des Feldes heute gut gespielt.“
Teams im Gleichschritt
Beide Mannschaften kamen gut in die Partie und es entwickelte sich von der ersten Sekunde an eine interessante und intensive Partie. Auf Bamberger Seite waren es anfangs vor allem Filip Stanić und Ibi Watson, die den Abschluss suchten. Nach etwa drei Minuten hatten sie ihr Team mit 7:4 in Führung gebracht.
Martin Hermannsson dirigierte die Angriffe der Berliner, die dank bereits drei Offensiv-Rebounds in den ersten vier Minuten immer wieder zu zweiten Chancen kamen. Gabriele Procida sorgte mit einem Dreier beim 9:9 (7. Minute) für den Ausgleich.
Während bei den Gästen auch Elias Rapieque aus der Distanz erfolgreich war, ging bei Bamberg nur wenig aus der Distanz. Lediglich Ibi Watson traf und brachte mit seinem zweiten Dreier die Baskets wieder in Front (14:12/8. Minute). Tim Schneider hatte jedoch prompt ebenfalls per Dreier die passende Antwort parat. Mit 18:18 endete ein abwechslungsreiches erstes Viertel.
Quasi im Gleichschritt absolvierten beide Teams die ersten vier Minuten des zweiten Abschnitts (23:22/14. Minute). Erneut war es Ibi Watson, der mit einem weiteren Dreier das 26:22 (15. Minute) erzielte. Nach wie vor hatten die Bamberger beim Rebound jedoch Probleme mit den großen Berliner Flügelspielern. Dennoch aber stand die Bamberger Defensive gut und erlaubte den Hauptstädtern im zweiten Abschnitt nur 16 Zähler.
Offensiv trat bei den Baskets nun MaCio Teague ins Rampenlicht. Mit seinen beiden Dreiern in der Schlussphase der ersten Halbzeit sorgte er beim 37:31 für die bis dato größter Bamberger Führung. Diese hatte beim 39:34-Halbzeitstand beinahe noch Bestand.
Hitzige Zweikämpfe
Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Bambergern, die nach dem Dunk von Brandon Horvath mit 43:36 (22. Minute) führten. Die Albatrosse schlugen jedoch zurück. 1:38 Minuten später musste Coach Anton Gavel nach einem 8:0‑Lauf der Berliner beim 43:44 seine erste Auszeit der zweiten Hälfte nehmen (23. Minute).
5:04 Minuten waren im dritten Viertel noch zu spielen, als die Emotionen auf dem Spielfeld beim Stand von 47:46 plötzlich hochkochten. Justin Bean war bei einem Drive zum Korb in der Luft mit Filip Stanić zusammengeprallt und anschließend unglücklich mit der linken Hand voraus auf den Boden gestürzt.
Bean blieb liegen, Olinde schubste Stanić, Stanić schubste Olinde. Während der Berliner Flügelspieler vom Feld geführt wurde, dauerte es knapp fünfeinhalb Minuten, ehe es nach zwei unsportlichen Fouls gegen die beiden Schubser weitergehen konnte.
Bamberg legte im Anschluss wieder vor. Nachdem Ronaldu Segu mit seinem Drive in die Berliner Zone die komplette Defense der Gäste auf sich gezogen hatte, fand er in der rechten Spielfeldecke Ibi Watson. Dessen Dreier schlug zum 55:48 (27. Minute) im Alba-Korb ein.
Die Berliner aber antworteten sofort und kamen Sekunden vor der Viertelpause durch Daniele Procida bis auf 59:58 wieder heran. Für das 61:58 nach 30 Minuten sorgte auf der Gegenseite dann noch Moritz Krimmer, der nach einem Offensiv-Rebound erfolgreich abschließen konnte.
Watson macht alles klar
Nervenstärke war nun gefragt und das Team von Anton Gavel schien entschlossen, sich vor der Kulisse in der Brose Arena den ersten Heimsieg der Saison nicht nehmen zu lassen. Per Dreier und Alley Oop sorgte KeyShawn Feazell für das 66:58 (31. Minute). Nach dem Korbleger von Ronaldo Segu, 4:30 Minuten vor dem Ende, gingen die Bamberger erstmals zweistellig in Führung (72:62/36. Minute).
Das Spiel war aber noch lange nicht entschieden und durch das zweite unsportliche Foul gegen Filip Stanić, der damit das Spielfeld verlassen musste, bekamen die Berliner nochmals Aufwind. 1:50 Minuten vor dem Ende klaute Martin Hermannsson Ronaldo Segu den Ball an der Mittellinie und verkürzte zum 76:72 (39. Minute). Anton Gavel nahm seine nächste Auszeit und im Anschluss warf Ibi Watson seine Farben zum ersten Heimsieg. Neun Punkte erzielte Bambergs Nummer 2 in 83 Sekunden und beim 85:77 war elf Sekunden vor dem Ende die Entscheidung gefallen. Bamberg fuhr seinen ersten Heimsieg der Saison ein, das Spiel endete 87:82.
Anton Gavel sagte nach dem Spiel: „Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem enorm wichtigen Sieg. Wir wollen Spiele gewinnen, egal wer in die Halle kommt. Phasenweise haben wir heute gut gespielt. Vor allem offensiv war es besser als das, was wir die Spiele zuvor gezeigt haben. Wir müssen es aber noch besser schaffen, in solchen Spielen auch kühlen Kopf zu bewahren, denn ansonsten kann das dem Gegner Läufe gestatten oder uns schlechtestenfalls Spiele kosten. Hier müssen wir besser werden. Der Sieg heute war wichtig, aber er ist nur etwas wert, wenn wir ihn am Freitag auch bestätigen können.”
Dann, am 8. November, treffen die Baskets im nächsten Ligaspiel auf Rasta Vechta.
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Basketball
Bamberg Baskets verlieren gegen Alba Berlin
Auch die Bamberg Baskets haben die Siegesserie von Alba Berlin nicht stoppen können. Am 29. Spieltag der Basketball-Bundesliga verlor das Team gestern mit 92:98 in der Hauptstadt. Ein Rückschlag im Rennen um die Play-In-Plätze.
In der gewohnten Besetzung (Johnson, Copeland, Wohlrath, Nelson, Stanić) starteten die Bamberg Baskets vor knapp 7.000 Zuschauer:innen gestern (21. April) in die Partie gegen den Tabellenzweiten Alba Berlin. Durch zwei erfolgreiche Abschlüsse von Adrian Nelson lag Bamberg nach 77 Sekunden schnell mit 4:0 in Führung. Doch auch die Berliner, die auf sieben ihrer Stammspieler verzichten mussten, brauchten nicht lange, um Fahrt aufzunehmen.
Vor allem Tim Schneider, der nach dem ersten Viertel bereits neun Zähler auf seinem Konto hatte, war immer wieder zur Stelle und sorgte per Dunking zum 12:11 für die erste Berliner Führung des Spiels (6. Minute). Daraufhin setzte sich Alba leicht ab (16:11, 7. Minute), doch per Dreier holte Trey Woodbury die Führung zurück auf die Seite der Gäste aus Bamberg (16:17, 8. Minute). Diese hatte bis zum Viertelende Bestand (20:24).
Auch der Start in den zweiten Durchgang gehörte den Baskets. Nachdem zunächst Malik Johnson von jenseits der 6,75-Meter-Linie eingenetzt hatte, vollendete EJ Onu nach Zuspiel von Patrick Heckmann per Alley-Oop zum 20:29 (12. Minute). Die Albatrosse antworteten jedoch prompt und glichen in der 15. Minute aus: 32:32.
Bambergs Coach Arne Woltmann nahm daraufhin seine erste Auszeit. Nur zwei Minuten später rief Woltmann sein Team erneut neben dem Spielfeld zusammen, denn der Rückstand hatte sich vergrößert: 34:38, 17. Minute. Alba Berlin blieb jedoch weiter am Drücker und lag 61 Sekunden vor der Pause nach einem Dunk von Tim Schneider mit 45:39 vorne. Trey Woodbury konnte den Rückstand vor dem Gang in die Umkleidekabine jedoch nochmals reduzieren. Zunächst vollendete er einen Korbleger trotz Fouls und holte im Anschluss dann auch noch den Rebound nach seinem verworfenen Bonusfreiwurf, den er ebenfalls im Korb zum 43:45 Halbzeitstand unterbringen konnte.
Bamberg fällt in der Tabelle
Nach der Pause holte Zach Copeland mit einem Drei-Punkte-Spiel die Führung zunächst wieder auf die Seite der Bamberger Gäste. Alba aber konnte sich auf ihre Großen unter dem Korb verlassen. Tim Schneider und Kresimir Nikić waren von der Bamberger Verteidigung besonders in dieser Phase des Spiels nicht in den Griff zu bekommen. Nikić war es dann auch, der mit seinen Punkten 17 und 18 sein Team beim 65:55 (26. Minute) erstmals zweistellig in Führung warf.
Die Baskets blieben aber dran und nachdem EJ Onu zunächst bei einem Alley-Oop Pech im Abschluss hatte, da der Ball in dieser Szene vom Ring zurück ins Feld sprang, versenkte der Center im nächsten Angriff einen Dreier und stellte auf 63:69 (28. Minute). Beim Stand von 66:73 für Berlin ging es in den Schlussabschnitt.
Diesen begann Alba mit einem 13:2‑Run. In nur 2:49 Minuten zog die Mannschaft bis auf 86:68 davon und erspielte sich hier den höchsten Vorsprung des Spiels. Die Vorentscheidung war gefallen.
Dreieinhalb Minuten vor Schluss waren die Baskets beim 80:88 zwar nochmals herangekommen und 101 Sekunden vor dem Ende betrug der Rückstand nach einem weiteren Copeland-Dreier nur noch fünf Zähler (87:92). Insgesamt kam die Aufholjagd der Bamberger aber zu spät. Zudem machten die Albatrosse nicht den Anschein, als hätte man ihnen den letztlich verdienten und somit zwölften Sieg in Serie nochmals aus den Händen reißen können.
Durch die Niederlage ist Bamberg um einen Tabellenplatz gefallen. Hinter den Veolia Towers stehen die Baskets nun auf Position elf und wären somit nicht für die Play-In-Runde qualifiziert.
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Berliner seit elf Spielen unbesiegt
Bamberg Baskets wollen Siegesserie von Alba beenden
Der 29. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga führt die Bamberg Baskets an diesem Wochenende in die Bundeshauptstadt, wo es die Mannschaft von Head Coach Arne Woltmann am Sonntagabend mit der aktuell konstantesten Mannschaft der gesamten Liga zu tun bekommt. Alba Berlin, seit nunmehr elf BBL-Partien ungeschlagen, geht als klarer Favorit in die Partie.
Nach dem Heimsieg zuletzt gegen die Veolia Towers Hamburg nehmen die Bamberger jedoch viel Selbstvertrauen mit nach Berlin und werden dort alles daransetzen, die Siegesserie der Berliner zu beenden. Spielbeginn zwischen Alba Berlin und den Bamberg Baskets ist am Sonntag um 18:30 Uhr.
Seit Ende Januar ungeschlagen
Kein Team war zuletzt besser drauf als die Berliner. Seit der 75:76-Niederlage am 28. Januar in Würzburg hat die Mannschaft von Cheftrainer Israel Gonzales in der Bundesliga nicht mehr verloren. Elf Spiele in Serie konnten die Albatrosse seither gewinnen und sich hinter die Bayern und die Niners aus Chemnitz auf Platz drei der Tabelle vorarbeiten. Gegen die Münchner gab es in der Bundesliga bislang noch keinen Vergleich beider Mannschaften, da die Partie des 10. Spieltags auf den 10. Mai verschoben wurde. Gegen die zweitplatzierten Sachsen hat Alba bereits beide Spiele gewonnen und somit ist der Sprung an die Tabellenspitze für Johannes Thiemann & Co. durchaus noch möglich.
„Berlin ist eine EuroLeague-Mannschaft, die über die in der EuroLeague nötige Physis und auch Länge verfügt. Ihr Spielstil ist sehr frei und aus diesem Grund muss man sie, wenn möglich, erst einmal ins Halbfeld bringen“, so Bambergs Head Coach Arne Woltmann. „Sie versuchen auch nach Gegenkörben immer wieder sehr schnell nach vorne zu spielen und den Ball mit Pässen aus der eigenen Hälfte nach vorne zu bewegen, um so frühzeitig attackieren zu können. Offensiv verfügen sie über verschiedene Waffen und haben seit der Nachverpflichtung von Martin Hermannsson, der ja beim Hinspiel in Bamberg noch nicht dabei war, jetzt auch einen Ball-dominanten Guard.“
Der Run der Berliner gewinnt noch zusätzlich an Qualität, wenn man sich die personelle Situation von Alba in den letzten Wochen einmal etwas genauer ansieht. Für den italienischen Shooting Guard Gabriele Procida ist die Saison gelaufen, nachdem er infolge einer chronischen Reizung der linken Patellasehne operiert werden musste. Weltmeister Johannes Thiemann (wiederkehrende Schmerzen im Rücken) und Matteo Spagnolo (Fußprobleme) fallen voraussichtlich einige Wochen aus.
Beim Spiel der Berliner in Hamburg am Mittwoch mussten zudem Louis Olinde (Fußgelenk), Matt Thomas (Oberschenkel) und auch Yanni Wetzell (Knöchel) passen.
97:77-Heimsieg im Hnspiel
Mit einer Trefferquote aus dem Feld von 51,3 Prozent führen die Berliner die Bundesliga im Moment an und erzielen im Schnitt pro Partie stolze 91,4 Punkte. Da ist nur Ulm mit 91,8 etwas besser. Im Hinspiel in der damals ausverkauften Brose Arena waren es allerdings nur 77 und die Begegnung ging mit 97:77 letztlich deutlich an die Bamberger.
Vor allem im letzten Viertel, das die Baskets mit 36:17 dominierten, merkte man den Berlinern die Strapazen der vorangegangenen Woche mit dem Spitzenspiel gegen Chemnitz sowie die beiden EuroLeague-Partien in Kaunas und gegen Bologna deutlich an. Tadda & Co. nutzten die sich so bietende Chance eiskalt und spielten sich in den letzten zehn Minuten buchstäblich in einen Rausch. Nur acht Ballverluste und ein Rebound-Verhältnis von 42:28 (Stanić 11, Onu 9) ebneten den Weg zum Bamberger Heimsieg. Beste Werfer bei den Baskets waren Zach Copeland (24), Adrian Nelson (18) und Justin Gray (14). Bei den Albatrossen gingen Sterling Brown (21), Matt Thomas (14) und Gabriele Procida (12) voraus.
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Basketball
Deutlicher Sieg: Bamberg Baskets schlagen Alba Berlin
Die Bamberg Baskets sind mit einem Heimsieg gegen Alba Berlin ins neue Jahr in der Basketball-Bundesliga gestartet. Gegen das Top-Team aus der Hauptstadt gewann die Mannschaft deutlich mit 97:77.
Am Sonntagnachmittag (7. Januar) haben die Bamberg Baskets in der zum zweiten Mal in Folge ausverkauften Brose Arena am 15. Spieltag der Basketball-Bundesliga ihren sechsten Saisonsieg eingefahren. Gegen den Euro-League-Vertreter Alba Berlin steigerten sich die Baskets von Viertel zu Viertel und gewannen die Partie durch ein dominantes Schlussviertel deutlich mit 97:77.
Vor allem unter dem Korb hatten die Baskets gegen die Albatrosse klare Vorteile. Sowohl bei den Rebounds (42:28) als auch was die erzielten Punkte in der gegnerischen Zone (40:12) anging, hatte man am Ende ganz klar die Nase vorne. Beste Punktesammler auf Seiten Bambergs waren Zach Copeland mit 24, gefolgt von Adrian Nelson mit 18 und Justin Gray mit 14 Zählern.
Besserer Start für Berlin
Alba Berlin startete besser ins Spiel und führte 0:7 nach drei Minuten. Nach zweieinhalb Minuten waren es dann Zach Copeland, Karsten Tadda, Adrian Nelson, Filip Stanić und Trey Woodbury, die die ersten Bamberger Punkte erzielen konnte. Ein Spieler Berlins machte den Bambergern jedoch besonders zu schaffen. Matt Thomas markierte acht der ersten zehn Berliner Punkte, weshalb Baskets-Head-Coach Oren Amiel im Anschluss seine erste Auszeit nahm. Weitere Dreier von Berlins Yanni Wetzell und Sterling Brown folgten jedoch und vergrößerten den Bamberger Rückstand (2:16, 5. Minute).
Dann aber kamen auch die Bamberger besser ins Spiel und trafen aus der Distanz. EJ Onu und Justin Gray versenkten ihre Würfe und Bamberg war nach siebeneinhalb Minuten wieder da (13:19). Beim Stand von 15:23 ging es in die erste Viertelpause.
Vor 5.700 Fans legten die Bamberg Baskets im zweiten Viertel einen Gang zu. Ein Dreier von Kevin Wohlrath und Korberfolge von Adrian Nelson und Filip Stanić brachten die Gastgeber auf 26:28 (14. Minute) heran.
Die Chance, erstmals in dieser Partie in Führung zu gehen, konnten in der Folge jedoch weder Zach Copeland noch Filip Stanić nutzen. Stattdessen wurde Alba Berlin nun wieder etwas stärker und erspielte sich mit einem 11:4‑Run eine solide Pausenführung (33:41).
Bamberg führt erstmals
Die Halbzeitpause schien den Bamberg Baskets aber gut getan zu haben, denn mit Beginn der zweiten Hälfte drehte die Mannschaft auf. Ein 11:2‑Run in den ersten drei Minuten brachte die erste Bamberger Führung der Partie.
Beide Mannschaften schenkten sich in der Folge nichts und die Partie wogte hin und her. Nach einem Dreier von Karsten Tadda und zwei erfolgreichen Abschlüssen von Malik Johnson hatten sich die Bamberger zum Ende des dritten Abschnitts etwas abgesetzt (61:56). Doch die Berliner konterten. Gabriele Procida versenkte zunächst einen Dreier mit Foul. Den fälligen Bonusfreiwurf vergab der Italiener zwar, doch Khalifa Koumadje holte den Offensiv-Rebound und ging nach Foul von EJ Onu selbst an die Freiwurflinie. Von dort versenkte er einen seiner beiden Würfe zum 61:60 Zwischenstand nach 30 Minuten.
Im Schlussviertel zog Bamberg davon
Auch im Schlussviertel erwischten die Bamberg Baskets einen Start nach Maß. Mit einer 9:0‑Serie ginge sie in der 33. Spielminute erstmals zweistellig in Führung (70:60). Alba gab sich aber noch nicht geschlagen und kam schnell wieder auf 70:65 heran (34. Minute).
Die Baskets ließen aber nun nicht mehr locker und konterten ihrerseits (75:65, 35. Minute). Während auf Seiten der Berliner die Kräfte schwanden, hatten die Bamberger mit ihren Fans im Rücken nun einen Lauf. Die Dreier fielen und als Zach Copeland mit einem Einwurf von der Seitenlinie Justin Gray unter dem Korb bediente, der dort drei Minuten vor dem Ende mit Foul zum 86:68 abschließen konnte, war die Gegenwehr der Berliner gebrochen. Bis auf 97:74 zogen die Baskets davon, ehe Gabriele Procida mit der Schlusssirene per Dreier den verdienten 97:77-Endstand herstellte.
Oren Amiel sagte nach dem Spiel: „Der Schlüssel zum Sieg heute war, dass wir daran geglaubt haben, guten Basketball spielen zu können und so auch gegen Berlin eine Chance haben. Für uns ist es nach wie vor das Wichtigste, Konstanz in unser Spiel zu bringen. Wir kannten ihren Spielplan und wussten, dass er sehr anstrengend ist und haben deshalb versucht, mit mehr Geschwindigkeit und Intensität zu spielen. Das Allerwichtigste heute war aber, dass wir diesmal am Ende die grundlegenden Sachen richtig gemacht haben. Wir haben den Ball gereboundet, uns gute Würfe herausgespielt und so immer mehr an Selbstvertrauen gewonnen. Zudem standen die Leute wieder hinter uns, die Stimmung in der Halle war verrückt und am Ende haben die Spieler einfach nur Spaß auf dem Feld gehabt.“
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets empfangen Alba Berlin
Mit dem Start ins neue Jahr treffen die Bamberg Baskets in der Basketball-Bundesliga in einer Art Vorab-Check auf die weiteren Teilnehmer am diesjährigen Top Four-Turnier um den BBL-Pokal. Vor dem Gastspiel beim Ausrichter der Pokalendrunde, dem FC Bayern München Basketball, am kommenden Freitag und dem Heimspiel gegen den Meister aus Ulm am 19. Januar steht am morgigen Sonntag um 15:30 Uhr zunächst das Heimspiel gegen ALBA Berlin auf dem Programm.
Die Terminkalender beider Teams sahen kurz vor sowie in den Tagen nach Silvester doch recht unterschiedlich aus. Während die Bamberger nach der Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn am 29. Dezember ein paar Tage freimachen und sich im Anschluss vollends der Vorbereitung auf das Match gegen die Albatrosse widmen konnten, beschloss ALBA das Jahr 2023 am Silvestertag mit dem Spitzenspiel gegen den Tabellenführer der easyCredit BBL aus Chemnitz. Nach dem 101:90-Heimsieg gegen die NINERS ging es für Weltmeister Johannes Thiemann und seine Mannschaftskameraden ohne Pause weiter. Bereits zwei Tage später war man auswärts in der EuroLeague bei Zalgiris Kaunas gefragt. Hier spielten die Berliner lange gut mit, mussten sich am Ende im ersten Spiel der Litauer unter der Regie von Head Coach Andrea Trinchieri allerdings mit 71:77 geschlagen geben. Damit jedoch noch nicht genug, denn die erste Kalenderwoche des Jahres 2024 sieht in Europas höchster Spielklasse einen Doppelspieltag vor und so ist ALBA am Freitagabend gleich nochmals im Einsatz gewesen. Keine 48 Stunden vor dem Tip-Off in Bamberg empfing ALBA Berlin diesmal den Tabellenzweiten der EuroLeague, Virtus Segafredo Bologna, und unterlag mit 68:83.
Breit aufgestellter Berliner Spielerkader
Allein dieser kleine Auszug aus dem Spielplan der Berliner macht klar, warum der Kader der Albatrosse mit insgesamt 19 (BBL) beziehungsweise 20 (EuroLeague) Spielern extrem breit aufgestellt ist. Head Coach Israel Gonzalez hat aber nicht nur viele Spieler zur Verfügung, sondern gibt ihnen auch die Möglichkeit, sich auf dem Spielfeld zu beweisen. Insgesamt 13 Spieler im Team der Berliner haben in der easyCredit Basketball Bundesliga Einsatzzeiten von im Schnitt mehr als 15 Minuten.
Wenn man überhaupt eine Schwäche im Team von ALBA Berlin finden möchte, dann ist es vielleicht der noch sehr junge und damit unerfahrene Backcourt, bestehend aus den beiden Italienern Matteo Spagnolo (20) und Gabriele Procida (21) sowie dem 22-jährigen von Hamburg nach Berlin zurückgekehrten Ziga Samar. Während ALBA in Statistiken wie zum Beispiel Punkte pro Spiel, Effektivität, Feldwurfquote und auch Assists unter den Top-Teams der Liga rangiert, gehen nur die Mannschaften aus Crailsheim und Hamburg noch unachtsamer mit dem Ball um. Knapp 42 Prozent aller Ballverluste (15,8 pro Spiel) gehen dabei auf die Konten von Spagnolo (1,9), Procida (1,7) und Samar (3,0).
Neben dem italienisch-slowenischen Backcourt, dem langzeitverletzten Schweden Marcus Eriksson und dem aus dem Tschad stammenden Khalifa Koumadje hat ALBA in dieser Saison noch drei US-Amerikaner im Team: Small Forward Sterling Brown (28 Jahre) ist mit einem Wert von 14,3 hinter Johannes Thiemann (17,2) der zweiteffektivste Spieler im Team. Shooting Guard Matt Thomas (29 Jahre), der von Panathinaikos Athen in die Hauptstadt wechselte, ist hinter Weltmeister Thiemann (15,7) mit durchschnittlich 13,6 Zählern pro Spiel zweitbester Scorer. Ebenfalls hinter JT findet sich bei den Rebounds in der ALBA-Statistik der dritte US-Amerikaner im Team. Power Forward Justin Bean greift sich bislang 4,3 Abpraller pro Partie. Neben Thiemann (4,8) ist hier aber auch Koumadje (5,4) noch besser als der 27-Jährige.
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Basketball
Brose Bamberg unterliegt gegen Alba Berlin
Brose Bamberg hat am 25. Spieltag der Basketball Bundesliga mit 67:84 gegen Alba Berlin verloren. Eine gute Halbzeit reichte den Berlinern, um zu gewinnen und Bamberg von den Playoff-Plätzen zu verdrängen.
Brose Bamberg kam stark ins Spiel gegen den Tabellenersten Alba Berlin. Vor allem defensiv standen die Gäste von Anfang an gut. Offensiv traf zunächst Chachashvili zur 2:0‑Führung. Diesen Vorsprung gaben die Bamberger bis Ende des Viertels nicht mehr ab. Geschuldet war dies neben der guten Verteidigung auch einer treffsicheren Offensive. Zwar fiel nicht alles, was Bamberg versuchte, aber zwei Dreier, vier Halbdistanzwürfe und zwei Freiwürfe sorgten für die 16:13-Führung nach zehn Minuten.
Berlins Smith glich jedoch direkt nach Beginn des zweiten Abschnitts per Dreier aus. Doch im Gegenzug traf Wohlrath ebenfalls aus der Distanz und Chachashvili legte nach 13 Minuten nach: 21:16.
Es blieb dabei: Die Berliner Hausherren bissen sich immer wieder an der Bamberger Defense die Zähne aus und schafften es auch bis zur Pause nicht, in Führung zu gehen. Diese behielt Brose und mehr noch, die Bamberger bauten sie auf sechs Zähler aus: 34:28.
Berlin zieht in der zweiten Hälfte an
Diese sechs Punkte waren nach zwei schnellen Berliner Dreiern aber nach einer Minute in Hälfte zwei aufgebraucht: 34:34. Drei weitere Minuten dauerte es, ehe Alba Berlin Brose Bamberg erstmals in Rückstand brachte (40:41, 34.).
Die Bamberger Gäste leisteten sich in dieser Phase einige leichte Ballverluste und trafen lediglich einen ihrer zehn Dreierversuche. Anders die Berliner: Sie standen nun kompakt in der Verteidigung und netzten sechs Distanzwürfe bei sieben Versuchen ein. Brose musste das dritte Viertel mit 11:31 abgeben und ging damit mit einem Rückstand von 14 Punkten in den Schlussabschnitt: 45:59.
Dort bäumten sich die Bamberger aber nochmals auf. Der Dreier fiel nun wieder etwas besser, zudem war Patrick Miller weiterhin Broses bester Werfer. Ein And1 von ihm brachte die Gäste rund dreieinhalb Minuten vor Schluss wieder auf sechs Zähler ran: 64:70.
Im Gegenzug traf allerdings Smith den nächsten Berliner Dreier – am Ende versenkten sie 13 bei 27 Versuchen – und Brose musste sich geschlagen geben. Eine gute Halbzeit hatte Berlin gereicht, Bamberg zu besiegen, auch wenn die 67:84-Niederlage etwas zu hoch ausfiel.
Playoff-Platz verloren
Broses Trainer Oren Amiel sagte nach dem Spiel: „Wir wussten, dass wir ihr Tempo nicht über die komplette Spielzeit würden mitgehen können. Daher haben wir unser Spiel etwas verlangsamt. Das hat uns in der ersten Halbzeit sehr geholfen. Anfang des dritten Viertels haben sie dann jedoch in ihr Spiel gefunden, konnten es schneller machen, wir hatten ein paar Fehler, sie sind in Führung gegangen und haben Selbstvertrauen bekommen. Das kann schnell zu einem Vorsprung von 25 oder gar 40 Punkten führen. Das haben wir aber nicht zugelassen. Wir haben dagegengehalten, behielten unseren Kopf oben und haben den Rückstand immer so um die zehn Zähler halten können. Am Ende zählt, dass wir über weiteste Strecken des Spiels gut mitgespielt haben. Jetzt ist es wichtig, dass wir unsere verletzten Spieler schnellstmöglich wieder fit bekommen, da wir sie im Playoff-Endspurt definitiv brauchen.“
Durch die Niederlage fiel Bamberg in der Tabelle auf Position neun und steht somit nicht mehr auf einem Playoff-Platz. Diesen kann die Mannschaft aber bereits am kommenden Wochenende wiedergewinnen, wenn der Tabellenachte, die Würzburg Baskets, zum Frankenderby in Bamberg gastiert. Das Hinspiel im Januar konnte Bamberg gewinnen.