Service für die Bürger
Altkleider werden künftig flexibel abgeholt
Die Stadt Bamberg stellt die Sammlung von Alttextilien ab Januar 2026 um und sorgt damit für mehr Komfort, mehr Ordnung und mehr Nachhaltigkeit.
„Die Bürgerinnen und Bürger profitieren künftig von einem flexibleren Hol-Service, während gleichzeitig das Stadtbild sauber gehalten und die Recyclingqualität weiter verbessert wird“, erklärt Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp.
Ab 2026 wird die Sammlung von Alttextilien in die bestehende Sperrmüllsammlung integriert. Damit können Haushalte ihre gut verpackten und verschlossenen Alttextilien zweimal im Jahr ganz einfach zusammen mit angemeldetem Sperrmüll abholen lassen – direkt vor der Haustür. Die Online-Anmeldung wird dafür um die Auswahloption „Alttextilien“ erweitert. Bereits vorhandene Anmeldekarten können weiterhin genutzt werden, indem „Alttextilien“ handschriftlich ergänzt wird.
Pro Sperrmüllanmeldung dürfen bis zu drei 100-Liter-Säcke Alttextilien in haushaltsüblichen Mengen bereitgestellt werden. Größere Mengen können wie gewohnt am Wertstoffhof in der Rheinstraße 8 abgegeben werden. Die Annahme von Alttextilien ist dort zu den bekannten Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr; Samstag, 8 bis 12 Uhr) möglich. Dieses Angebot nutzten viele Bürgerinnen und Bürger bereits und steht auch weiterhin zur Verfügung. In einer Übergangszeit bis April können Altkleider auch noch wie bisher in Alttextilcontainern abgegeben werden.
„Mit der Integration der Alttextilien in die bewährte Sperrmüllsammlung schaffen wir ein modernes, bürgerfreundliches und zugleich nachhaltiges System“, freut sich Glüsenkamp. „So verbinden wir Komfort mit Umweltschutz.“
Alttextilien-Sammlung ab Januar 2026
Das darf in die Alttextil-Säcke
Gut erhaltene Damen‑, Herren- und Kinderbekleidung
Saubere Schuhe (paarweise gebündelt)
Hüte, Mützen, Handschuhe, Gürtel, Schals, Handtaschen
Haushaltswäsche, Tischdecken, Badetücher, Waschlappen, Wolldecken
Vorhänge, Gardinen
Bettwäsche, Daunendecken
Plüschtiere
Das muss draußen bleiben und gehört in die Restmülltonne
Verschmutzte oder nasse Textilien (mit Öl oder Farbe verschmutzte Kleidung)
Stark beschädigte Textilien (löchrige oder zerrissene Kleidung)
Steppdecken, Kissen
Skischuhe, Schlittschuhe, Rollerblades, Gummistiefel
Schmutzige und beschädigte Schuhe (kaputte Absätze)
Stoff‑, Woll- und Näh-Reste, Textilschnipsel
Polstermöbelstoffe und Matratzenbezüge
Matratzen und Schaumstoffe
Teppiche und Auslegeware (Teppichboden)
Technische Textilien wie Schutzkleidung, Tauchanzüge, Verbandsmaterial, Zelte und Planen
Müll oder Abfall jeder Art
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Entsorgung von Alttextilien nun auch dort möglich
Altkleidercontainer jetzt auch auf dem Wertstoffhof
Auf dem städtischen Wertstoffhof in der Rheinstraße wurden drei neue Sammelcontainer für Textilabfälle aufgestellt, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Damit haben die Bürgerinnen und Bürger in Bamberg nun eine zusätzliche Möglichkeit, Alttextilien zur Verwertung abzugeben, ergänzend zu den bereits vorhandenen Standorten im Stadtgebiet.
Hintergrund ist die Umsetzung der seit Januar 2025 geltenden EU-Abfallrahmenrichtlinie, die eine getrennte Erfassung von Textilabfällen durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger vorschreibt.
In diesem Zusammenhang erinnert der Bereich Abfallwirtschaft des Klima- und Umweltamtes eindringlich daran, dass stark beschädigte, verschmutzte oder anderweitig kontaminierte Textilien nicht in die Sammelcontainer gehören. Dies gilt insbesondere, wenn eine einfache Wäsche zur Reinigung keine Abhilfe schafft. Solche Textilien sind nicht für die Wiederverwendung oder Recycling geeignet.
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Was es zu beachten gilt
Entsorgung nicht wiederverwendbarer Altkleider über den Restmüll
Die Diskussion über die neue EU-Richtlinie verunsichert Bürgerinnen und Bürger. Aufgrund der aktuellen Pressemeldungen gingen in der Abfallwirtschaft des Klima- und Umweltamtes der Stadt Bamberg viele Anrufe von verunsicherten Bambergerinnen und Bambergern ein. Deshalb wolle die Stadt aufklären, was in den Altkleidercontainer und was in den Restmüll solle.
Der Textilsektor ist zum einen ressourcenintensiv, zum anderen treten in Bezug auf die Erzeugung von Rohstoffen und auf die Produktion von Textilien erhebliche Umweltbelastungen auf. Diese Umstände werden durch die sogenannte „Fast Fashion“, also der schnelllebigen Mode zu günstigen Preisen, noch weiter verschärft. Zudem führt der steigende Textilverbrauch zu mehr Textilabfällen.
Daher hat sich die EU zum Ziel gesetzt, die Textilindustrie nachhaltiger zu gestalten und die Recyclingquote zu erhöhen. Ein wichtiger Schritt dorthin ist die neue Abfallrahmenrichtlinie, die ab Januar 2025 die getrennte Sammlung von Textilien vorschreibt und bisher noch nicht EU-weit umgesetzt wurde. Die Stadt Bamberg hingegen kommt bereits seit Jahren in Kooperation mit unterschiedlichen Dienstleistern dieser Aufgabe nach.
Dennoch stellt sich die Frage, was darf und muss nun in die Altkleidersammelcontainer und was wird über den Restmüll entsorgt.
Verschmutzte oder stark beschädigte Textilien und Kleidung sind laut des Fachverbandes Textilrecycling für die Wiederverwendung und die Verwertung ungeeignet und müssen aus dem Recyclingprozess ausgesondert werden. Sie dürfen deshalb nicht in die Sammelcontainer, sondern müssen weiterhin über die Restmülltonne entsorgt werden. Noch tragbare gut erhaltene Kleidungsstücke müssen in Altkleidercontainern gesammelt werden. Das gilt für:
- Herren‑, Damen- und Kinderbekleidung
- Schuhe, paarweise gebündelt
- Unterwäsche und Socken (paarweise)
- Mützen, Hüte und Handschuhe (paarweise)
- Haushaltstextilien wie Tischdecken, Kissen- oder Bettbezüge
Es ist darauf zu achten, dass die Textilien gut verpackt und vor Feuchtigkeit geschützt, zum Beispiel in einem Plastiksack, in die Container gegeben werden. Somit kann die Kleidung dann von karitativen oder kommerziellen Organisationen sortiert und verwertet werden.
Eine Auflistung der Altkleidercontainer im Stadtgebiet findet sich auf der Website der Stadt Bamberg.