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Andreas Starke

Ära endet nach 20 Jahren

Stadt Bam­berg ver­ab­schie­det OB Andre­as Starke

Mit einem fei­er­li­chen Fest­akt im Hegel­saal der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le hat die Stadt Bam­berg am gest­ri­gen Don­ners­tag, 30. April 2026, ihrem lang­jäh­ri­gen Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke für sei­ne Diens­te gedankt. Nach 20 Jah­ren an der Spit­ze der Stadt endet damit eine prä­gen­de Ära der Bam­ber­ger Kom­mu­nal­po­li­tik. Gelas­sen und mit der bekann­ten Pri­se Humor ver­ab­schie­de­te sich Star­ke: „Ich schei­de aus dem Amt aus, nicht aus dem Leben.“

Den char­man­ten Auf­takt der Ver­an­stal­tung, die vom Horn­quar­tett der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker umrahmt wur­de, lie­fer­te die städ­ti­sche Beam­ten­an­wär­te­rin Lau­ra Alten­hö­fer. Sie wur­de im Novem­ber 2006 gebo­ren und kennt somit nur Andre­as Star­ke als Ober­bür­ger­meis­ter von Bam­berg. „Ich war über­rascht, dass das ab Mor­gen nicht mehr so sein soll. Des­halb fra­ge ich mich: Wer­den die Bus­se pünkt­lich fah­ren? Wird der Müll abge­holt? Wer­den wir jetzt von den Hall­stadt­ern über­rollt?“, scherz­te Altenhöfer.

Lau­nisch mach­te Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp wei­ter und sprach von der „Miet­sa­che Andre­as Star­ke“, die heu­te von der Stadt „wegen Eigen­be­darfs­an­mel­dung der Fami­lie“ zurück­ge­ge­ben wer­de. Er begrüß­te die rund 700 Gäs­te, dar­un­ter vie­le Män­ner und Frau­en, die Star­ke auf sei­nem Weg durch die Kom­mu­nal­po­li­tik beglei­tet haben. Er lob­te das Wir­ken von Star­ke in sei­ner Amts­zeit: „Dei­ne Art, Kon­flik­te zu mode­rie­ren, Lösun­gen zu suchen und Kom­pro­mis­se aus­zu­lo­ten, ist unüber­trof­fen. Du hast die­se Stadt­ge­sell­schaft in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren in die­sem Wachs­tum maß­geb­lich zusammengehalten.“


„Sie haben zuge­hört und vermittelt“

Im Anschluss wür­dig­te Joa­chim Herr­mann, Baye­ri­scher Staats­mi­nis­ter des Innern, für Sport und Inte­gra­ti­on, in sei­ner Anspra­che das Wir­ken von Andre­as Star­ke: „Nach 20 Jah­ren an der Spit­ze Bam­bergs endet heu­te eine Ära – ver­bun­den mit Ihrem Namen, lie­ber Herr Star­ke. Sie waren ein Ober­bür­ger­meis­ter, der den direk­ten Kon­takt zur Bür­ger­schaft gesucht hat. Gesprä­che vor Ort, Bür­ger­sprech­stun­den und der Aus­tausch mit den Stadt­tei­len waren für Sie selbst­ver­ständ­lich. Sie haben zuge­hört, erklärt und vermittelt.“

Wenn man auf Star­kes Amts­zeit zurück­bli­cke, wer­de deut­lich, dass die­ser die Stadt nicht nur ver­wal­tet, son­dern ent­schei­dend geprägt habe. „Sie haben Ent­wick­lun­gen ange­sto­ßen, Pro­jek­te umge­setzt und dabei immer das Gan­ze im Blick behal­ten. Sie haben gezeigt, was kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung leis­ten kann, wenn sie mit Über­zeu­gung, Augen­maß und Aus­dau­er aus­ge­übt wird. Ihr Wir­ken steht für Ver­läss­lich­keit, Boden­stän­dig­keit und einen kla­ren Kom­pass im Dienst der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Sie haben Ver­ant­wor­tung über­nom­men und die­ser Stadt über vie­le Jah­re hin­weg Rich­tung und Halt gege­ben.” Als sicht­ba­res Zei­chen die­ser Aner­ken­nung ver­lieh Herr­mann an Star­ke das kom­mu­na­le Ver­dienst­ab­zei­chen in Silber.


Schlag­fer­tig und selbstbewusst

Danach wur­de es per­sön­lich. Sein „stol­zer, klei­ner Bru­der“ Chris­toph Star­ke erzähl­te meh­re­re Anek­do­ten und beton­te, dass sein Bru­der „Schlag­fer­tig­keit und Selbst­be­wusst­sein auf ganz eige­ne Wei­se ver­kör­pert“ habe. „Du warst ein OB der beson­de­ren Art, der sei­nes Glei­chen sucht“, brach­te er sei­ne Rede auf den Punkt.

Star­kes Toch­ter Mei­ke und Sohn Moritz erwei­ter­ten die Per­spek­ti­ve um die Sicht der Kin­der. „Das Leben als Kind eines OB ist ein ande­res: Pri­va­tes und Öffent­li­ches las­sen sich nicht tren­nen“, erklär­te Mei­ke. Da wer­de ein pri­va­tes Abend­essen schnell mal zur Bür­ger­sprech­stun­de. Moritz Star­ke appel­lier­te an die Medi­en und die Öffent­lich­keit, grund­sätz­lich sen­si­bler mit Wer­tun­gen gegen­über Amts­trä­gern umzu­ge­hen: „Wir wis­sen wie es ist, wenn Schlag­zei­len plötz­lich per­sön­lich werden.“


OB: Wohl der Stadt an ers­ter Stelle

In sei­ner Abschieds­re­de blick­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke auf zwei Jahr­zehn­te im Amt zurück mit einer Mischung aus Dank­bar­keit, Selbst­iro­nie und kla­ren poli­ti­schen Bot­schaf­ten. Mit Blick auf eine funk­tio­nie­ren­de Gesell­schaft beton­te er die Bedeu­tung von Zusam­men­halt und Inter­es­sen­aus­gleich: „Vor allem in der Kom­mu­nal­po­li­tik brau­chen wir die Fähig­keit und den Wil­len zum Kom­pro­miss.“ Er mahn­te, das Wohl der Stadt stets über par­tei­po­li­ti­sche Inter­es­sen zu stellen.

Zugleich nutz­te Star­ke die Gele­gen­heit, sei­nem Nach­fol­ger alles Gute zu wün­schen: „Ich gra­tu­lie­re dem neu gewähl­ten Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er sehr herz­lich. Alles Gute und viel Erfolg im Inter­es­se unse­rer schö­nen Stadt.“

Star­kes beson­de­rer Dank galt sei­ner Fami­lie, sei­ner Frau Helen Galal, sei­nen Weg­ge­fähr­ten in Poli­tik und Ver­wal­tung sowie den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung. Die Leis­tungs­fä­hig­keit der Ver­wal­tung bezeich­ne­te Star­ke als ent­schei­den­de Grund­la­ge für die posi­ti­ve Ent­wick­lung Bam­bergs in den ver­gan­ge­nen Jahren.


„Gestal­tungs­mög­lich­keit, Bür­ger­nä­he und Menschlichkeit“

Auch die Her­aus­for­de­run­gen und Erwar­tun­gen an das Amt des Ober­bür­ger­meis­ters schil­der­te er mit einem Augen­zwin­kern und gro­ßer Anschau­lich­keit. Trotz aller Anfor­de­run­gen sei das Amt für ihn stets eine erfül­len­de Auf­ga­be gewe­sen: „In die­sem Amt steckt unheim­lich viel Gestal­tungs­mög­lich­keit, Bür­ger­nä­he und Menschlichkeit.“

Zum Abschluss sei­ner Rede unter­strich Star­ke die Bedeu­tung demo­kra­ti­scher Wer­te und rief dazu auf, den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt aktiv zu stär­ken. „Wir dür­fen Extre­mis­ten von links und rechts kei­ne Chan­ce las­sen“, beton­te er mit Blick auf aktu­el­le poli­ti­sche Entwicklungen.

Anschlie­ßend trug sich Andre­as Star­ke in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein, ehe der offi­zi­el­le Teil ende­te und der Drit­te Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner den Emp­fang im Foy­er der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le eröffnete.

„Ihr Ein­satz war wirk­lich vorbildlich“

OB Star­ke ver­ab­schie­det aus­schei­den­de Stadt­rats­mit­glie­der und Bürgermeister

In der letz­ten Voll­sit­zung der Amts­pe­ri­ode 2020 bis 2026 hat Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zahl­rei­che Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te sowie die bei­den Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp und Wolf­gang Metz­ner fei­er­lich ver­ab­schie­det, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Der OB dank­te den aus­schei­den­den Stadt­rats­mit­glie­dern: „Sie haben sich enorm enga­giert, und Ihr Ein­satz war wirk­lich vor­bild­lich. Sie haben einen wich­ti­gen Bei­trag zum Gelin­gen unse­rer Demo­kra­tie geleis­tet“, so Starke.

Zur posi­ti­ven Ent­wick­lung der Stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat auch der Stadt­rat maß­geb­lich bei­getra­gen. Gleich­zei­tig hob Star­ke die beson­de­re Bedeu­tung der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung her­vor: „Die Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te sind die ent­schei­den­den Säu­len für das Leben in unse­rer Stadt. Die­se unmit­tel­ba­re Ver­bin­dung zwi­schen Bür­ger­schaft, Ver­wal­tung und Stadt­ent­wick­lung kann gar nicht hoch genug ein­ge­schätzt werden.“

Mit Blick auf die künf­ti­ge Stadt­rats­ar­beit gab er den neu gewähl­ten Mit­glie­dern eine zen­tra­le Bot­schaft mit auf den Weg: „Die Ver­ant­wor­tungs­ethik muss wich­ti­ger sein als die Gesin­nungs­ethik. Auch Prag­ma­tis­mus ist ein guter Ratgeber.“

In einer Schwei­ge­mi­nu­te wur­de zudem des im März 2025 ver­stor­be­nen SPD-Stadt­rats Felix Hol­land gedacht, der dem Gre­mi­um über vie­le Jah­re ange­hört hatte.


Ver­ab­schie­de­te Bürgermeister

Jonas Glüsen­kamp (Grü­nes Bam­berg) gehör­te seit 2020 dem Stadt­rat an und wur­de zum Zwei­ten Bür­ger­meis­ter gewählt. In die­ser Funk­ti­on ver­ant­wor­te­te er zen­tra­le Berei­che wie Sozia­les, Jugend, Umwelt sowie Per­so­nal und Orga­ni­sa­ti­on. Als Stell­ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters präg­te er die Arbeit der Stadt­ver­wal­tung in wich­ti­gen Zukunftsfeldern.

Wolf­gang Metz­ner (SPD) war seit 2008 Mit­glied des Stadt­ra­tes und von 2014 bis 2026 Drit­ter Bür­ger­meis­ter der Stadt Bam­berg. Der Päd­ago­ge über­nahm neben reprä­sen­ta­ti­ven Auf­ga­ben auch die Lei­tung zahl­rei­cher Sit­zun­gen und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re im Kul­tur- und Schul­be­reich. Sei­ne lang­jäh­ri­ge Erfah­rung brach­te er in vie­le Gre­mi­en ein.


Ver­ab­schie­de­te Stadt­rä­tin­nen und Stadträte

Ali­na Acht­zi­ger (Die PARTEI) war seit 2022 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Sie rück­te nach und enga­gier­te sich in zahl­rei­chen Gre­mi­en, unter ande­rem im Per­so­nal­be­reich sowie im kul­tu­rel­len und sozia­len Bereich der Stadt.

Andre­as Dechant (CSU) gehör­te dem Stadt­rat seit 2018 an. Der Poli­zei­be­am­te brach­te sei­ne sicher­heits­re­le­van­te Exper­ti­se ins­be­son­de­re im Kon­ver­si­ons- und Sicher­heits­se­nat ein und war in meh­re­ren Auf­sichts­rä­ten tätig.

Andre­as Eichen­se­her (Grü­nes Bam­berg) wirk­te seit 2020 im Stadt­rat. Sei­ne Schwer­punk­te lagen in den Berei­chen Mobi­li­tät, Finan­zen sowie Kli­ma- und Umweltpolitik.

Karin Gott­schall (SPD) war mit Unter­bre­chung ein lang­jäh­ri­ges Stadt­rats­mit­glied, zuletzt rück­te sie 2025 wie­der in das Gre­mi­um. Sie enga­gier­te sich beson­ders im sozia­len Bereich und für die Belan­ge von Senio­rin­nen und Senioren.

Dr. Franz-Wil­helm Hel­ler (CSU) war mit meh­re­ren Amts­zei­ten seit den 1990er Jah­ren eine prä­gen­de Per­sön­lich­keit im Stadt­rat. Als Rechts­an­walt brach­te er sein juris­ti­sches Wis­sen in zahl­rei­che Ent­schei­dun­gen und Gre­mi­en ein.

Ste­fan Kurz (Grü­nes Bam­berg) saß seit 2020 im Stadt­rat. Als Kri­mi­nal­be­am­ter brach­te er viel­fäl­ti­ge gesell­schaft­li­che Per­spek­ti­ven ein und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in Sicher­heits- und Mobilitätsfragen.

Mar­tin Pöh­ner (FDP) war Mit­glied seit 2014. Der Schul­lei­ter setz­te sei­ne päd­ago­gi­sche Erfah­rung in ver­schie­de­nen Gre­mi­en ein und hat­te sei­nen Schwer­punkt im Bildungsbereich.

Dr. Ursu­la Red­ler (CSU) wirk­te seit 2014 im Stadt­rat, zuletzt auch als stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. Als Juris­tin setz­te sie wich­ti­ge Impul­se ins­be­son­de­re in der Fami­li­en- und Gleichstellungspolitik.

Danie­la Rein­fel­der (BUB) war seit 2008 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Die Archi­tek­tin enga­gier­te sich inten­siv in Bau‑, Stadt­ent­wick­lungs- und Infra­struk­tur­the­men sowie für ihren Stadt­teil Gaustadt.

Mar­kus Schä­fer (Grü­nes Bam­berg) kam 2021 in den Stadt­rat. Als Archi­tekt und Stadt­pla­ner brach­te er sein Fach­wis­sen ins­be­son­de­re in Bau- und Stadt­ent­wick­lungs­fra­gen ein.

Hein­rich Schwimm­beck (BaLi) war seit 2014 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Sei­ne Arbeits­schwer­punk­te lagen in der Woh­nungs­po­li­tik sowie in der Migra­ti­ons- und Sozialpolitik.

Ursu­la Sowa (Grü­nes Bam­berg) setz­te als lang­jäh­ri­ges Stadt­rats­mit­glied sowie Abge­ord­ne­te auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne vie­le Akzen­te. Sie präg­te ins­be­son­de­re den Bau- und Kul­tur­be­reich der Stadt.

Klaus Stier­in­ger (BuB) wur­de 2008 in den Stadt­rat gewählt. Als Geschäfts­füh­rer des Stadt­mar­ke­tings setz­te er sich beson­ders für die Ent­wick­lung der Innen­stadt und die Ver­bin­dung von Wirt­schaft und Poli­tik ein.

Andre­as Trif­fo (BBB) gehör­te seit 2014 zum Gre­mi­um. Er enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in sozia­len, kul­tu­rel­len und infra­struk­tu­rel­len The­men sowie im Ver­eins­le­ben der Stadt.

You Xie (CSU) saß seit 2014 im Stadt­rat. Der Gas­tro­nom brach­te inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ven ein und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in Kul­tur- und Integrationsfragen.


Bereits wäh­rend der lau­fen­den Legis­la­tur­pe­ri­ode schie­den Tama­ra Pruch­now (Grü­nes Bam­berg) und Fabi­an Dör­ner (Die PARTEI) aus dem Stadt­rat aus. Auch ihnen galt der aus­drück­li­che Dank des Oberbürgermeisters.

OB Star­ke gra­tu­liert zum 80. Geburtstag.

Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker tra­gen sich ins Gol­de­ne Buch ein

Die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker haben ihren 80. Geburts­tag in der Kon­zert­hal­le groß gefei­ert. Im Zuge des Jubi­lä­ums tru­gen sie sich auch ins Gol­de­ne Buch ein, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Beim Staats­emp­fang anläss­lich die­ses beson­de­ren Jubi­lä­ums gra­tu­lier­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke dem bedeu­ten­den Orches­ter: „Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unse­rer Stadt dür­fen stolz und dank­bar sein, dass die­ses Orches­ter seit nun­mehr 80 Jah­ren untrenn­bar mit Bam­berg ver­bun­den ist. Die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker tra­gen den Namen unse­rer Stadt in die Welt. Zugleich tra­gen sie die Welt nach Bam­berg. Sie sind das kul­tu­rel­le Aus­hän­ge­schild unse­rer Stadt, herz­li­chen Glück­wunsch!“, so OB Star­ke in sei­ner Rede.

Anschlie­ßend tru­gen sich der baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kunst Mar­kus Blu­me, Diri­gent Jakub Hrůša, Inten­dant Mar­cus Rudolf Axt sowie Orches­ter­vor­stand Mar­kus May­ers und der Vor­sit­zen­de der Freun­de der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker Wal­ter Schweins­berg in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein. Jakub Hrůša wur­de beim Emp­fang von Staats­mi­nis­ter Blu­me zur gro­ßen Freu­de auch mit dem Baye­ri­schen Ver­dienst­or­den geehrt. Zuvor hat­te der Chef­di­ri­gent der Sym­pho­ni­ker bei der Ver­lei­hung der Inter­na­tio­nal Clas­si­cal Music Awards (ICMA) den Award „Artist of the Year“ erhal­ten. Für sein Orches­ter gab es zwei wei­te­re Awards. Bei der fol­gen­den Gala im Joseph-Keil­berth-Saal tra­ten vie­le der ICMA-Preis­trä­ger auf.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke nimmt Urkun­de der Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land entgegen

Dank für jahr­zehn­te­lan­ges Tibet-Engagement

2026 ist ein beson­de­res Jahr für die Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land: Die Kam­pa­gne „Flag­ge zei­gen für Tibet“ fei­ert ihr 30-jäh­ri­ges Jubi­lä­um. Seit drei Jahr­zehn­ten set­zen Städ­te, Gemein­den und enga­gier­te Men­schen in ganz Deutsch­land ein sicht­ba­res Zei­chen für Frei­heit, Men­schen­rech­te und den Erhalt der tibe­ti­schen Iden­ti­tät. Auch Bam­berg hisst seit dem Jahr 1999 jedes Jahr die Tibet-Flag­ge. Als Dank über­reich­te Wolf­gang Gra­der, Vor­sit­zen­der der Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land, eine Urkun­de an Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Seit 1989 weist die Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land mit ihrer Arbeit auf die dra­ma­ti­sche Men­schen­rechts­la­ge in Tibet hin. Damit bestärkt sie das Recht der Tibe­te­rin­nen und Tibe­ter auf Selbst­be­stim­mung, tritt für die Wah­rung der Men­schen­rech­te in Tibet ein und setzt sich für den Erhalt der tibe­ti­schen Kul­tur, Reli­gi­on und Iden­ti­tät ein. Die Akti­on „Flag­ge his­sen für Tibet“ fin­det jedes Jahr am 10. März statt, um an den tibe­ti­schen Volks­auf­stand im Jahr 1959 zu erin­nern, den die chi­ne­si­sche Besat­zungs­macht blu­tig nie­der­schlug. Bun­des­weit his­sen jähr­lich über 460 Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se die tibe­ti­sche Flag­ge in einer gemein­schaft­li­chen Akti­on, orga­ni­siert von der Tibet Initia­ti­ve Deutschland.

„Die Men­schen in Tibet sind ver­zwei­felt wegen der kata­stro­pha­len Men­schen­rechts­la­ge vor Ort“, so Wolf­gang Gra­der, Vor­sit­zen­der der Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land, im Rah­men der Urkun­den­über­ga­be. Andre­as Star­ke unter­streicht: „Bam­berg unter­stützt seit Jahr­zehn­ten ger­ne das Enga­ge­ment der Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land. Damit wol­len wir unse­re Soli­da­ri­tät mit den Tibe­te­rin­nen und Tibe­tern aus­drü­cken und uns für Tibet, für Selbst­be­stim­mung und für Men­schen­rech­te in dem unter­drück­ten Land stark machen.“


Hin­ter­grund

Als Fol­ge der Beset­zung und Unter­drü­ckung Tibets durch Chi­na im Jahr 1949/​/​50 erhob sich das tibe­ti­sche Volk am 10. März 1959 gegen die chi­ne­si­sche Besat­zungs­macht. Aus Sor­ge um das Leben des Dalai Lama ver­sam­mel­ten sich etwa 300.000 Tibe­ter vor sei­ner Som­mer­re­si­denz Nor­bu­ling­ka. Der Dalai Lama muss­te ins Exil nach Indi­en flie­hen, und der Auf­stand wur­de blu­tig nie­der­ge­schla­gen. Min­des­tens 87.000 Tibe­ter kamen dabei ums Leben. Als Fol­ge leben heu­te etwa 150.000 der sechs Mil­lio­nen Tibe­ter im Exil. Im März 2026 jäh­ren sich auch die letz­ten gro­ßen Tibet-Auf­stän­de von 2008. Im Vor­feld der Olym­pi­schen Spie­le in Peking bra­chen in ganz Tibet Pro­tes­te aus. Die chi­ne­si­sche Regie­rung ant­wor­te­te mit mili­tä­ri­scher Gewalt. Tau­sen­de Tibe­ter wur­den fest­ge­nom­men, inhaf­tiert und gefoltert.

OB Star­ke infor­mier­te über aktu­el­le Entwicklungen

Zwei­te Bür­ger­ver­samm­lung des Jah­res im Klemens-Fink-Zentrum

Bei der Bür­ger­ver­samm­lung im Kle­mens-Fink-Zen­trum nutz­ten vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Gele­gen­heit, ihre Anlie­gen vor­zu­brin­gen. Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke ging in sei­ner Rede unter ande­rem aus­führ­lich auf die Ver­ein­ba­rung mit dem Frei­staat über die Flä­che des Anker­zen­trums ein.

„Wir wol­len lang­fris­tig die Kon­trol­le über das Gebiet gewin­nen“, sag­te Star­ke. Außer­dem sei­en mit der Rege­lung zahl­rei­che Vor­tei­le für Bam­berg-Ost ver­bun­den. „Wir spre­chen über die Errich­tung einer bar­rie­re­frei­en Bus­hal­te­stel­le im Ein­gangs­be­reich des Anker­zen­trums, die Fort­set­zung des Ankers­hut­tles, die groß­zü­gi­ge För­de­rung der Sanie­rung des Bam­ba­dos-Frei­bads und des Volks­parks sowie die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung zur Rea­li­sie­rung eines neu­en Geh- und Rad­we­ges in der Armee­stra­ße.“ Der Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost begrü­ße die­sen Fort­schritt ausdrücklich.

Star­ke the­ma­ti­sier­te wei­ter­hin den städ­ti­schen Haus­halt und eini­ge Infra­struk­tur-Pro­jek­te. Trotz erschwer­ter Rah­men­be­din­gun­gen blei­be Bam­berg mit dem Haus­halt 2026 hand­lungs­fä­hig. So wer­de die Schlag­loch-Offen­si­ve fort­ge­setzt und „mas­siv in die Schul­land­schaft inves­tiert“. Eine wich­ti­ge Tief­bau-Maß­nah­me im Stadt­ge­biet in den kom­men­den Jah­ren sei der Tie­fen­samm­ler. Nach den Wor­ten des Ober­bür­ger­meis­ters dient der Bau dazu, gro­ße Was­ser­men­gen auf­zu­neh­men und dadurch die Stadt zu schüt­zen. Beginn der Maß­nah­me wird vor­aus­sicht­lich im Mai 2026 sein. „Dabei ist uns die Bür­ger­infor­ma­ti­on beson­ders wich­tig“, so Starke.


Zwei Jubi­lä­en

Der OB mach­te die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf zwei Jubi­lä­en in 2026 auf­merk­sam: Anläss­lich des 250. Geburts­tags von E.T.A. Hoff­mann wer­den vie­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen das Werk und das Wir­ken des Mul­ti­ta­lents beleuch­ten. Zudem fei­ern die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker ihr 80-jäh­ri­ges Bestehen. Zum Schluss for­der­te Star­ke alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf, bei der Kom­mu­nal­wahl 2026 von ihrem Wahl­recht Gebrauch zu machen und demo­kra­ti­sche Par­tei­en zu wählen.

Von der anwe­sen­den Bür­ger­schaft wur­den ins­ge­samt 14 Anträ­ge gestellt. Ange­nom­men wur­de bei­spiels­wei­se der Antrag, den vor­über­ge­hen­den Weg­fall der Ver­kehrs­we­ge am Ade­naue­ru­fer durch den Tie­fen­samm­ler zu kom­pen­sie­ren und für aus­rei­chen­de Umlei­tungs­stre­cken in bei­den Rich­tun­gen zu sorgen.

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke lobt die Qua­li­tät und das Tem­po der Arbeiten

Drei wich­ti­ge Bau­stel­len erfolg­reich abgeschlossen

Gleich drei lang ersehn­te Stra­ßen- und Wege­pro­jek­te im Stadt­ge­biet wur­den in den ver­gan­ge­nen Wochen erfolg­reich abge­schlos­sen, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke mach­te sich gemein­sam mit Rein­hold Zenk von Bam­berg Ser­vice vor Ort ein Bild von den Ergeb­nis­sen und zeig­te sich sehr zufrie­den mit dem Ver­lauf und der Qua­li­tät der Arbei­ten. „Es ist rich­tig, dass wir in unse­re Infra­struk­tur inves­tie­ren und schritt­wei­se unser Stra­ßen­sys­tem ver­bes­sern“, so Starke.

„Die­se Bau­maß­nah­men wur­den rei­bungs­los und schnell umge­setzt, das ist sehr erfreu­lich. Die Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner haben Geduld bewie­sen, und nun kön­nen alle von einer deut­lich ver­bes­ser­ten Infra­struk­tur pro­fi­tie­ren“, beton­te Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke beim Rundgang.

Beson­ders posi­tiv ver­lief die Sanie­rung der Bren­ner­stra­ße, die bereits am 22. Okto­ber – und damit zehn Tage frü­her als geplant – wie­der für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wer­den konn­te. Durch eine früh­zei­ti­ge Abstim­mung mit ansäs­si­gen Gewer­be­be­trie­ben und durch gute Ersatz­park­platz­re­ge­lun­gen konn­te die Maß­nah­me ohne grö­ße­re Stö­run­gen umge­setzt wer­den. Klei­ne­re Nach­ar­bei­ten am Geh­weg vor den Haus­num­mern 28 bis 36 wer­den bereits in die­sen Tagen durchgeführt.

Auch die Wil­densor­ger Haupt­stra­ße prä­sen­tiert sich frei von Schlag­lö­chern. Hier wur­de ein Teil­ab­schnitt mit dem Ver­fah­ren der „ein­fa­chen Ober­flä­chen­be­hand­lung“ saniert, das eine beson­ders kur­ze Bau­zeit ermög­lich­te und bereits erfolg­reich bei Geh- und Rad­we­gen am Trop­pau­platz und am Hein­richs­damm zur Anwen­dung gekom­men ist. Nach anfäng­li­cher Staub­ent­wick­lung und losen Splitt­kör­nern bei Abschluss der Arbei­ten hat Bam­berg Ser­vice bereits nach­ge­bes­sert. „Kur­ze Bau­zei­ten bedeu­ten weni­ger Belas­tung für Anwoh­ner­schaft und Ver­kehr. Das ist ein kla­rer Gewinn für Wil­densorg“, beton­te Starke.

Ein drit­tes Pro­jekt betrifft den Fuß­weg am Wei­den­damm, der wegen Wur­zel­auf­wer­fun­gen lan­ge gesperrt war. Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger hat­ten aller­dings an die­ser Stel­le auf meh­re­re, unmit­tel­bar dane­ben ver­lau­fen­de Wege aus­wei­chen kön­nen. In nur einem Tag wur­de hier eine Zwi­schen­sa­nie­rung durch­ge­führt, um die Ver­kehrs­si­cher­heit wie­der­her­zu­stel­len, ohne die wert­vol­len Pap­peln zu gefähr­den. „Sol­che Maß­nah­men zei­gen, dass wir mit Augen­maß und Ver­ant­wor­tung han­deln“, unter­strich der OB.

Ein­zig­ar­ti­ge Ver­bin­dung von Natur­schutz und Flugbetrieb

„Brei­ten­au“ als neu­es und größ­tes Natur­schutz­ge­biet in der Stadt Bam­berg ausgewiesen

Die „Brei­ten­au“ ist jetzt offi­zi­ell das drit­te und größ­te Natur­schutz­ge­biet der Stadt Bam­berg. Dies teilt die Stadt Bam­berg mit.

„Das ist ein bedeu­ten­der Mei­len­stein für den regio­na­len Natur­schutz“, erklär­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke bei der fei­er­li­chen Ein­wei­hung gemein­sam mit Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid am Diens­tag. Das rund 80 Hekt­ar gro­ße Gebiet rund um den Son­der­lan­de­platz ver­eint auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se öko­lo­gi­sche Viel­falt und eine nach­hal­ti­ge Nut­zung durch den Flugbetrieb.

„Mit der Brei­ten­au schüt­zen wir den größ­ten Sand­le­bens­raum im Stadt­ge­biet und sichern zugleich den Fort­be­stand des tra­di­ti­ons­rei­chen Flug­be­triebs in Bam­berg – ein Vor­zei­ge­pro­jekt für Koope­ra­ti­on und Nach­hal­tig­keit“, sag­te OB Star­ke. Die­se Aus­wei­sung zei­ge, dass Umwelt­schutz und akti­ve Nut­zung kei­ne Gegen­sät­ze sein müs­sen, „son­dern sich – wie hier – gegen­sei­tig stär­ken können“.

Die Brei­ten­au blickt auf eine beweg­te Geschich­te zurück: Einst befand sich hier der rund 100 Hekt­ar gro­ße Brei­ten­see, spä­ter nutz­ten Mili­tär, US-Streit­kräf­te und schließ­lich der Aero-Club Bam­berg das Gelän­de. Seit 1969 ist die Brei­ten­au zudem Stütz­punkt der Luft­ret­tungs­staf­fel Bay­ern. Nach Auf­ga­be der mili­tä­ri­schen Nut­zung im Jahr 2012 begann ein lan­ger Pro­zess, der schließ­lich 2025 zur offi­zi­el­len Aus­wei­sung durch die Regie­rung von Ober­fran­ken führte.


Natur­schutz mit Modellcharakter

Das neue Natur­schutz­ge­biet umfasst 16 ver­schie­de­ne Bio­top­ty­pen, dar­un­ter Sand­ma­ger­ra­sen, Borst­gras­ra­sen, Tüm­pel und den rena­tu­rier­ten See­bach. Über 385 Pflan­zen­ar­ten – dar­un­ter 83 Arten der Roten Lis­te – sowie sel­te­ne Tier­ar­ten wie Kreuz­krö­te, Hei­de­ler­che, Reb­huhn und Bekas­si­ne fin­den hier ihren Lebens­raum. Fach­leu­te gehen sogar davon aus, dass über 500 Pflan­zen­ar­ten vor­kom­men könnten.

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid beton­te die über­re­gio­na­le Bedeu­tung der Aus­wei­sung: „Mit der Brei­ten­au ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein im Rah­men der San­dAch­se Fran­ken geschaf­fen wor­den. Die­ses Pro­jekt ver­netzt die wert­volls­ten Sand­le­bens­räu­me Bay­erns – von Bam­berg bis Wei­ßen­burg – und leis­tet einen ent­schei­den­den Bei­trag zum Erhalt unse­rer Biodiversität.“

Die Aus­wei­sung des Natur­schutz­ge­biets geht unter and­rem auf einen Bür­ger­an­trag des Bund Natur­schutz aus dem Jahr 2019 an die Stadt Bam­berg zurück und ist das Ergeb­nis einer inten­si­ven Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Regie­rung von Ober­fran­ken, der Stadt Bam­berg, dem Aero-Club Bam­berg, den Natur­schutz­ver­bän­den und dem Luft­amt Nordbayern.

„Die­ses Pro­jekt zeigt ein­drucks­voll, was mög­lich ist, wenn alle Betei­lig­ten an einem Strang zie­hen“, sag­te Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Die Brei­ten­au ist ein Sym­bol für einen moder­nen, part­ner­schaft­li­chen Natur­schutz, der die Inter­es­sen von Natur, Mensch und Infra­struk­tur in Ein­klang bringt. Sie ist ein Gewinn für die Arten­viel­falt und für Bam­berg als lebens­wer­te, grü­ne Stadt.“ Er dank­te ins­be­son­de­re dem Bund Natur­schutz für des­sen Initiative.


Das größ­te Natur­schutz­ge­biet der Stadt

Mit über 80 Hekt­ar Flä­che – das ent­spricht etwa 115 Fuß­ball­fel­dern – ist die Brei­ten­au fast dop­pelt so groß wie die bis­he­ri­gen Natur­schutz­ge­bie­te „Wolfs­ru­he“ und „Muna“. Ins­ge­samt ste­hen damit in Bam­berg nun rund 125 Hekt­ar Flä­che unter stren­gem Naturschutz.

OB Star­ke fasst zusam­men: „Die Brei­ten­au ist ein Para­de­bei­spiel für vor­aus­schau­en­de Stadt­ent­wick­lung und geleb­ten Umwelt- und Arten­schutz. Sie beweist, dass Bam­berg Ver­ant­wor­tung über­nimmt – für sei­ne Geschich­te, für die Natur und für kom­men­de Generationen.“

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke besuch­te die neu­en Räum­lich­kei­ten in Gau­stadt und im Hain

Ganz­tags­be­treu­ung gut gestartet

Mit dem Schul­jah­res­be­ginn am 16. Sep­tem­ber 2025 ist auch der Bedarf an Ganz­tags­be­treu­ungs­plät­zen an den Schu­len im Hain und in Gau­stadt gestie­gen, Abhil­fe wur­de über die Som­mer­fe­ri­en geschaf­fen. Nun stat­te­ten Ober­bür­ger­meis­ter, Schul­re­fe­ren­tin und wei­te­re Fach­leu­te den Schu­len einen Besuch ab, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Über die Som­mer­fe­ri­en war es in kür­zes­ter Zeit gelun­gen, an bei­den Stand­or­ten zusätz­li­che Ange­bo­te zu schaf­fen. Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Schul­re­fe­ren­tin Gabrie­le Kepic und wei­te­re Fach­leu­te aus der Stadt­ver­wal­tung waren vor Ort, um „sich selbst einen Ein­druck über den Erfolg der durch­ge­führ­ten Maß­nah­men zu ver­schaf­fen“, so der Oberbürgermeister.

An der Bam­ber­ger Hain­schu­le wur­de inner­halb weni­ger Wochen die ehe­ma­li­ge Haus­meis­ter­woh­nung umge­stal­tet. Sie ist direkt ans Schul­haus ange­baut. Dani­el Reheu­ser, seit 1. März 2025 der neue Haus­meis­ter, lob­te die Moder­ni­sie­rungs- und Umbau­ent­schei­dun­gen. Gemein­sam mit dem Immo­bi­li­en­ma­nage­ment und dem Schul­ver­wal­tungs­amt der Stadt Bam­berg wur­den Hand­werks­fir­men orga­ni­siert, koor­di­niert und beauf­tragt. Es ent­stand ein gemüt­li­cher und kind­ge­rech­ter Raum im Erd­ge­schoss, der Platz für die mitt­ler­wei­le zwölf­te Mit­tags­be­treu­ungs­grup­pe bie­tet. 22 Kin­der von der ers­ten bis zur vier­ten Klas­se wer­den hier nach Schul­schluss unter Auf­sicht betreut. „Die Arbei­ten im Ober­ge­schoss, das eben­falls aus­ge­baut wer­den soll, wer­den im Lau­fe des aktu­el­len Schul­jah­res statt­fin­den. Die Räu­me sol­len dann zum Schul­jahr 2026/​/​2027 fer­tig sein. Dort wird Platz für wei­te­re 20 Kin­der sein“, kün­digt Schul­re­fe­ren­tin Gabrie­le Kepic an. Die Vor­sit­zen­den und päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te des Trä­ger­ver­eins „Mit­tags­be­treu­ung Hain­schu­le“ und Schul­lei­te­rin Jas­min Kre­mer begrü­ßen die Ent­wick­lung und dank­ten den städ­ti­schen Akteu­ren. An der Hain­schu­le wer­den bereits 140 Kin­der bis maxi­mal 16 Uhr betreut.


Pfarr­saal als Zwischennutzung

In Gau­stadt wer­den die städ­ti­schen Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Schul­lei­te­rin Susan­ne Dörf­ler und Pfar­rer Hel­mut Het­zel in Emp­fang genom­men. „Als wir von dem hohen Betreu­ungs­be­darf gehört haben, war für uns klar: Wir wol­len hel­fen“, sagt der Lei­ten­de Pfar­rer für den Seel­sor­ge­be­reich Bam­ber­ger Wes­ten. Nach den Bera­tun­gen in der Kir­chen­ge­mein­de war klar: Der Pfarr­saal von St. Josef wird über­gangs­wei­se zur Ver­fü­gung gestellt und die Stadt Bam­berg mie­tet die­sen von der Kir­chen­ge­mein­de St. Josef an. Dadurch kön­nen im aktu­el­len Schul­jahr dort ins­ge­samt 40 Kin­der in der Offe­nen Ganz­tags­schu­le betreut wer­den. Im Schul­haus selbst küm­mern sich Mit­ar­bei­ter des Trä­gers KoBiS gGmbH dar­über hin­aus um 120 wei­te­re Kin­der. Das län­ger­fris­ti­ge Ziel ist es, einen Teil des Dach­ge­schos­ses des Grund­schul­ge­bäu­des zu sanie­ren und auch hier die ehe­ma­li­ge Haus­meis­ter­woh­nung für schu­li­sche und Ganz­tags­an­ge­bo­te zu nut­zen. Die Pla­nung hier­für wird aktu­ell vor­an­ge­trie­ben, um das Pro­vi­so­ri­um durch eine end­gül­ti­ge Lösung zu ersetzen.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke: „Es ist dem außer­or­dent­li­chen Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten zu ver­dan­ken, dass wir inner­halb kür­zes­ter Zeit an bei­den Schu­len die­se zusätz­li­chen und drin­gend benö­tig­ten Plät­ze schaf­fen konnten.“

Dele­ga­ti­on aus der Dom­stadt besucht Part­ner­städ­te in Österreich

80. Vil­la­cher Kirch­tag begeis­tert Bam­ber­ge­rin­nen und Bamberger

Eine Abord­nung bestehend aus Bam­ber­ger Gärt­nern, der Feu­er­wehr, des Stadt­ra­tes und der Stadt­ver­wal­tung, unter ihnen Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp, reis­te am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de zum 80. Kirch­tag in Bam­bergs Part­ner­stadt Vil­lach, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Höhe­punkt des Fest­wo­chen­en­des war ein Trach­ten­zug mit rund 2.000 Teil­neh­men­den und 55 Grup­pen. Mit von der Par­tie war auch eine Grup­pe der Bam­ber­ger Gärt­ner, die Bür­ger­meis­ter Gün­ther Albel aus Vil­lach und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke aus Bam­berg jeweils eine Zwie­bel­ket­te über­reich­te. Eben­so ver­tre­ten war eine Abord­nung der Bam­ber­ger Feu­er­wehr, die gemein­sam mit ihren Vil­la­cher Kame­ra­den im Fest­zug mit­mar­schier­ten. Trotz hef­ti­ger Regen­fäl­le säum­ten vie­le Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er die Stra­ßen. Im Rah­men des Vil­lach-Besuchs der Bam­ber­ger Dele­ga­ti­on ernann­te die Faschings­gil­de Lands­kron Vil­lach Bam­bergs Zwei­ten Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp zum NÄR­Ri­ty-Bot­schaf­ter und über­reich­te ihm Orden und Urkunde.

Neben Vil­lach besuch­ten die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger auch die wei­te­re Part­ner­stadt Feld­kir­chen, wo gemein­sam die lan­ge Ein­kaufs­nacht eröff­net wur­de. Bür­ger­meis­ter Mar­tin Treff­ner zeig­te den Bam­ber­ger Gäs­ten auch den Bam­ber­ger Amt­hof, der der­zeit im Inne­ren saniert wird und anschlie­ßend wie­der als belieb­tes Kul­tur­zen­trum wei­ter­ge­führt wer­den soll.

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke traf sich mit der Anwohnerschaft

Die Gestal­tung des Erba-Parks beginnt sofort

Der Bam­ber­ger Stadt­rat hat in der Voll­sit­zung am Mitt­woch den Weg für die Gestal­tung des Erba-Parks frei­ge­macht. Mit der nun erfolg­ten Auf­trags­ver­ga­be begin­nen ab sofort die Bau­ar­bei­ten auf dem Are­al an der Krack­hardt­stra­ße, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Wir freu­en uns, dass es nun kon­kret wird“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke bei einem Besuch der Bau­stel­le. „Der Erba-Park wird ein wich­ti­ger Nah­erho­lungs­raum für unse­re Stadt – grün, offen und nutz­bar für alle.“ Star­ke beton­te, dass die Pla­nung ganz eng mit der Anwoh­ner­schaft abge­stimmt wor­den ist. 

Der neue Stadt­park wird im Rah­men des För­der­pro­jekts Mit­Mach­Kli­ma des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz der Stadt Bam­berg rea­li­siert. Ziel ist es, die ehe­ma­li­ge Brach­flä­che öko­lo­gisch auf­zu­wer­ten, einen Begeg­nungs­raum zu schaf­fen und die Auf­ent­halts­qua­li­tät zu erhö­hen. „Mit dem Erba-Pocket-Park ver­bes­sern wir das Mikro­kli­ma ent­schei­dend und schaf­fen hier einen begrün­ten Treff­punkt für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, erklär­te Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Ich freue mich sehr, dass nun dank des Pro­jekts Mit­Mach­Kli­ma ein tol­les Pro­jekt zur Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät in der Stadt Bam­berg umge­setzt wird.“

Zu Beginn wird der bestehen­de Bau­zaun erwei­tert, um aus­rei­chend Platz für die anste­hen­den Arbei­ten zu schaf­fen. Anschlie­ßend wird die gesam­te Flä­che vor­be­rei­tet: Die obers­te Boden­schicht wird abge­tra­gen, Pflanz­gru­ben wer­den aus­ge­ho­ben und für die zu pflan­zen­den Bäu­me mit hoch­wer­ti­gem Pflanz­sub­strat gefüllt. Hier­für muss kurz­fris­tig tem­po­rär ein neu­es, klei­ne­res Hauf­werk ent­ste­hen, das bin­nen cir­ca vier bis sechs Wochen beprobt und ent­sorgt wer­den soll. Danach wird Ober­bo­den aufgetragen.


Vor­schlä­ge der Bür­ger­schaft berücksichtigt

Stell­plät­ze müs­sen für die Bau­maß­nah­me vor­aus­sicht­lich nicht gesperrt wer­den. Die Zufahrt für das Bau­feld erfolgt über die öffent­li­che Wege­ach­se zwi­schen bei­den Bau­fel­dern. Die­se muss des­halb für die Dau­er der Bau­maß­nah­men gesperrt wer­den. Die Vor­schlä­ge aus der Bür­ger­schaft lau­te­ten im Wesent­li­chen: Begeg­nen, Begrü­nen und Beschat­ten. „Das haben wir berück­sich­tigt“, erklär­te der Ober­bür­ger­meis­ter an Ort und Stel­le beim Baubeginn.

Im nächs­ten Schritt folgt die Anla­ge von Wege­ver­bin­dun­gen und Auf­ent­halts­flä­chen sowie die Instal­la­ti­on von Park­mö­beln und Aus­stat­tungs­ele­men­ten. Die Bepflan­zung des Gelän­des ist für Okto­ber 2025 vor­ge­se­hen. Die Fer­tig­stel­lung und damit der Abschluss aller Arbei­ten ist für Dezem­ber 2025 geplant.

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