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Andreas Starke

Unter­schrif­ten für mehr Platz vor der Gaststätte

Gas­tro­no­mie for­dert grö­ße­re Freischankflächen

Bam­ber­ger Gas­tro­nom­in­nen und Gas­tro­no­men for­dern, wei­ter­hin grö­ße­re Freischank­flä­chen nut­zen zu dür­fen. Dies habe sich in der Pan­de­mie-Zeit bewährt und könn­te nun wie­der wich­tig werden.

Im klei­nen Sit­zungs­saal des Bam­ber­ger Rat­hau­ses tra­fen sich am Diens­tag, 6. Dezem­ber, eine Dele­ga­ti­on aus der Bam­ber­ger Gas­tro­no­mie mit Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler und Ord­nungs­re­fe­rent Chris­ti­an Hin­ter­stein. Das teil­te das Rat­haus mit. Die Gas­tro­nom­in­nen und Gas­tro­no­men for­der­ten, die erwei­ter­ten Freischank­flä­chen aus den Coro­na-Jah­ren auch in Zukunft nut­zen zu kön­nen. „Das hat uns das Über­le­ben gesi­chert“ oder „die Gäs­te wol­len jetzt auch gar nicht mehr so eng sit­zen wie vor der Pan­de­mie“ sind Argu­men­te, die die Gas­tro­no­mie­ver­tre­te­rIn­nen zur Bekräf­ti­gung nannten.

Wäh­rend der Pan­de­mie-Jah­re hat­te es die Stadt Bam­ber­ger Knei­pen, Bars und Cafés ermög­licht, die Freischank­flä­chen vor ihren Loka­len kos­ten­frei zu erwei­tern. „Die Gas­tro­no­mie­be­trie­be wur­den von den Coro­na­maß­nah­men hart getrof­fen. Das ist uns bewusst und wir wol­len unser Mög­lichs­tes tun, um die Gas­tro­no­men zu unter­stüt­zen“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Starke.

Aktu­ell hohe Ener­gie­prei­se stel­len die Gas­tro­no­mie aber bereits vor die nächs­te Her­aus­for­de­rung. Die gefor­der­ten erwei­ter­ten Außen­flä­chen könn­ten in die­ser schwie­ri­gen Lage hel­fen, etwa am Kat­zen­berg, in der Au- oder Sand­stra­ße. Ihr Anlie­gen unter­strich die Dele­ga­ti­on der Gas­tro­no­mie mit einer Unter­schrif­ten­lis­te, die sie dem Ober­bür­ger­meis­ter über­gab. Laut Anga­ben der Dele­ga­ti­on hat­ten etwa 1.000 Per­so­nen unter­schrie­ben, etwa 60 davon waren Gastronomiebetriebe.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zeig­te sich auf­ge­schlos­sen und kün­dig­te an, das The­ma bald im Stadt­rat, näm­lich in der ers­ten Voll­sit­zung nach der Win­ter­pau­se, am 25. Janu­ar 2023, bera­ten zu las­sen. „Wir wol­len Pla­nungs­si­cher­heit schaf­fen“, sag­te Starke.

Star­ke holt 6,75 Mil­lio­nen Euro in Ber­lin ab

För­de­rung für Obe­re Sand­stra­ße 20 bewilligt

Anfang der Woche fuhr Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke nach Ber­lin, um einen För­der­mit­tel­be­scheid zur Sanie­rung der Obe­ren Sand­stra­ße 20 abzu­ho­len. 6,75 Mil­lio­nen Euro beträgt die För­der­sum­me. Eine Mach­bar­keits­stu­die lotet bereits ver­schie­de­ne Nut­zungs­mög­lich­kei­ten des Gebäu­des aus.

Dem Zuschlag für die Obe­re Sand­stra­ße 20 war ein umfang­rei­ches Aus­lo­bungs­ver­fah­ren vor­aus­ge­gan­gen. Ins­ge­samt hat­ten sich 76 Kom­mu­nen mit Sanie­rungs-Pro­jek­ten beim Bun­des­pro­gramm „Natio­na­le Pro­jek­te des Städ­te­baus“ bewor­ben. Eine Mit­tei­lung der Stadt zitiert Andre­as Star­ke mit den Wor­ten: „Die Anstren­gun­gen haben sich für unse­re Stadt gelohnt.“

Eine Jury des Bun­des­pro­gramms hat 18 Städ­te und Land­krei­se aus­ge­wählt, die nun eine finan­zi­el­le För­de­rung erhal­ten. Kla­ra Gey­witz, Bun­des­mi­nis­te­rin für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen, sag­te bei der Bekannt­ga­be der För­der­be­schei­de: „Wir ehren heu­te die 18 Klassenbesten.“

Die Stadt Bam­berg ging mit dem Pro­jekt „Obe­re Sand­stra­ße 20“ ins Ren­nen. Kom­men­tar Star­ke: „Es han­delt sich um ein wich­ti­ges Objekt mit­ten im Welt­erbe. Wir müs­sen die­ses bau­fäl­li­ge Gebäu­de drin­gend sanie­ren. Dazu brau­chen wir eine finan­zi­el­le Unterstützung.“

Bam­berg habe nach Auf­fas­sung der Jury nicht nur mit dem bau­li­chen Kon­zept über­zeugt, teil­te die Stadt mit, son­dern auch mit guten Ideen und ers­ten Pro­jekt­skiz­zen, um die künf­ti­ge Nut­zung zu defi­nie­ren. Dabei gehe es um kul­tu­rel­le Auf­ga­ben und sozia­le Ein­rich­tun­gen, die dort in Zukunft Platz fin­den könnten.

„Ein­zel­hei­ten wol­len wir im Stadt­rat und einer breit ange­leg­ten Bür­ger­be­tei­li­gung klä­ren“, sag­te Star­ke. „Die Bür­ger­schaft soll letzt­lich ent­schei­den, was mit ihrem Gebäu­de gesche­hen soll.“

Sandstraße 20
Kla­ra Gey­wit­zund Andre­as Star­ke mit den Urkun­den zum För­der­be­scheid, Foto: Bir­git Scheer /​Stadt Bamberg
Mach­bar­keits­stu­die lotet Nut­zungs­mög­lich­kei­ten aus

Die Sanie­rung ist mög­lich, weil die Stadt Bam­berg vor drei Jah­ren das Haus aus einem Spe­ku­la­ti­ons­fond erwor­ben hat. Danach unter­nahm sie Not­si­che­rungs­maß­nah­men und bau­te ein weit in Sand­stra­ße ragen­des Holz­ge­rüst, um die Stand­si­cher­heit zu gewährleisten.

Andre­as Star­ke ver­si­cher­te der Bun­des­bau­mi­nis­te­rin, „dass jetzt der Weg frei ist, um mit der Umset­zung zu begin­nen“. Ohne die 6,75 Mil­lio­nen Euro wäre ein Start­schuss aber nicht mög­lich gewesen.

Zur „Obe­ren Sand­stra­ße 20“ gibt es bereits eine Mach­bar­keits­stu­die, wonach ver­schie­de­ne Nut­zun­gen denk­bar sind. So könn­ten in die Kel­ler­räu­me erneut ein Club ein­zie­hen und Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den. Im Erd­ge­schoss böte sich Gas­tro­no­mie an und in den übri­gen Räu­men des Anwe­sens ist Platz für sozia­le Initia­ti­ven, Büros, Woh­nun­gen und klei­ne­res Gewerbe.

Das Ensem­ble umfasst vier Gebäu­de­tei­le. Dass der Pro­zess über die Zukunft des Gebäu­des nun in Gang kommt, bestä­tigt Nata­lie Zitz­mann, Lei­te­rin Hoch­bau im Immo­bi­li­en­ma­nage­ment der Stadt. Jüngst habe ein Koor­di­nie­rungs­ge­spräch mit dem För­der­mit­tel­ge­ber – dem Bund – statt­ge­fun­den. „Der nächs­te Schritt ist, dass der Bund die Erlaub­nis für die ers­ten Pla­nungs­stu­fen erteilt. Dann kön­nen wir als Stadt Bam­berg ausschreiben.“

Ver­ein­ba­rung unterzeichnet

Stadt über­nimmt Trä­ger­schaft der Stadtbücherei

Die bis­lang in gemein­sa­mer Trä­ger­schaft von Stadt und Erz­diö­ze­se Bam­berg geführ­te Stadt­bü­che­rei Bam­berg geht ab dem 1. Janu­ar 2023 in die allei­ni­ge Trä­ger­schaft der Stadt Bam­berg über. Die Stadt­bü­che­rei wird so zukünf­tig in Trä­ger­schaft der Stadt Bam­berg mit der Erz­diö­ze­se Bam­berg als Koope­ra­ti­ons­part­ner geführt.

Gesetz­li­che Neu­re­ge­lun­gen hat­ten eine Neu­struk­tu­rie­rung der Trä­ger­schaft der Stadt­bü­che­rei Bam­berg not­wen­dig gemacht. „Es freut mich, dass die Stadt­bü­che­rei Bam­berg nun für die Zukunft gerüs­tet ist. Sie ist ein wich­ti­ger Auf­ent­halts- und Begeg­nungs­ort“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Am 21. Sep­tem­ber unter­zeich­ne­ten er und Gene­ral­vi­kar Prä­lat Georg Kes­tel eine Ver­ein­ba­rung zur allei­ni­gen Trä­ger­schaft der Biblio­thek der Stadt.

Gene­ral­vi­kar Kes­tel beton­te: „Die Stadt­bü­che­rei Bam­berg ist als Bau­stein einer wert­ver­mit­teln­den Bil­dungs­ar­beit heu­te wich­ti­ger denn je.“ Dar­um wer­de das Erz­bis­tum auch wei­ter­hin die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung der Biblio­thek mitbegleiten.

Eröff­net wur­de die Biblio­thek im Jahr 1961 in der Trä­ger­schaft des Lan­des­ver­ban­des des St. Micha­els­bun­des, Fach­ver­band für das katho­li­sche öffent­li­che Büche­rei­we­sen in Bay­ern und der Stadt Bam­berg als „Bam­ber­ger Volks­bü­che­rei“ im Gebäu­de Deut­sches Haus in der Obe­ren Königstraße.

Der Zuspruch war von Anfang an groß. So öff­ne­te schon Ende 1963 eine Zweig­stel­le in Bam­berg-Ost im Frei­zeit­werk St. Hein­rich. Zum 1. Janu­ar 1970 erfolg­te die Umbe­nen­nung zur Stadt­bü­che­rei Bamberg.

In den Fol­ge­jah­ren wur­den die Pfarr­bü­che­rei­en von St. Kuni­gund in der Gar­ten­stadt und Maria Hilf in der Wun­der­burg als neue Zweig­stel­len in die Büche­rei inte­griert. Seit dem 1. Janu­ar 1981 befand sie sich in gemein­sa­mer Trä­ger­schaft von Erz­diö­ze­se Bam­berg und Stadt Bamberg.

Nach zwei Jah­ren Pause

Sand­kirch­weih zurück in Bamberg

Ges­tern Abend begann die 72. Bam­ber­ger Sand­kirch­weih. Der Don­ners­tag gehör­te tra­di­tio­nell größ­ten­teils den Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern. Zu grö­ße­ren War­te­zei­ten beim Ein­tritt kam es nicht.

Mit drei Schlä­gen stach Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke am Don­ners­tag­abend im Fest­zelt offi­zi­ell das ers­te Bier­fass der Sand­kirch­weih an. Dies teil­te das Rat­haus mit. Er wünsch­te eine fried­li­che Sand­ker­wa. Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml, eben­falls Schirm­her­rin, assis­tier­te beim Ein­schen­ken. Star­ke freu­te sich außer­dem über eine Dele­ga­ti­on von 52 Gäs­ten aus Bam­bergs öster­rei­chi­scher Part­ner­stadt Villach.

Kurz dar­auf gab Fest­wirt Jür­gen Wink­ler sei­nen Rück­zug von sei­nem Pos­ten und die Über­ga­be an sei­ne Toch­ter bekannt. Zudem wird es auch die letz­te Sand­ker­wa von Horst Feul­ner als einer der bei­den Geschäfts­füh­rer der Sand­ker­wa Ver­an­stal­tungs GmbH sein. Er geht in den Ruhe­stand. Seit 2018 orga­ni­sie­ren der Bür­ger­ver­ein IV. Distrikt und die Stadt Bam­berg gemein­sam das Volksfest.

Kaum War­te­zei­ten beim Eintritt

Damit die Ker­wa auch wei­ter­hin bestehen kann, kos­tet sie die­ses Jahr zum ers­ten Mal Ein­tritt. Der Kauf eines Fest­ab­zei­chens für sechs Euro gilt als Dau­er­kar­te für alle fünf Tage. Außer­dem gibt es die Mög­lich­keit, für 2,50 Euro ein Tages­ti­cket zu kau­fen. Frei­tag­mor­gen sei­en bereits etwa 25.000 Abzei­chen ver­kauft worden.

„Unser Kon­zept, die Fest­ab­zei­chen in grö­ße­rer Zahl anzu­bie­ten, ist auf­ge­gan­gen“, sag­te Horst Feul­ner. Zur Zufrie­den­heit der Besu­che­rin­nen und Besu­cher sei­en außer­dem kaum War­te­schlan­gen entstanden.

Poli­zei und Ret­tungs­kräf­te berich­te­ten nach dem Eröff­nungs­tag von einem „ruhi­gen Auf­takt“ der 72. Sand­ker­wa und nur klei­nen Ein­sät­zen. Wei­te­re Fazits der Poli­zei und die Aus­wir­kun­gen der Sand­kirch­weih auf die Zahl der Coro­na-Infek­tio­nen in Bam­berg blei­ben abzuwarten.

Umstruk­tu­rie­run­gen angekündigt 

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke akzep­tiert Strafbefehl

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke hat sich ent­schlos­sen, den gegen ihn ver­häng­ten Straf­be­fehl zu akzep­tie­ren. Die­ser war von der Staats­an­walt­schaft Hof auf­grund bean­stan­de­ter Bonus­zah­lun­gen an Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Stadt bean­tragt worden.

Es sei eine sei­ner schwers­ten Ent­schei­dun­gen in den 16 Jah­ren als Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Bam­berg gewe­sen, wie die Pres­se­stel­le mit­teilt. „Nach sorg­fäl­ti­ger Prü­fung habe ich mich ent­schlos­sen, den Straf­be­fehl zu akzep­tie­ren, auch wenn mei­ne Rechts­an­wäl­tin mir gera­ten hat, dage­gen vor­zu­ge­hen“, sag­te Star­ke. „Mir ist das Wohl der Stadt am wich­tigs­ten. Dem ist am meis­ten gedient, wenn das Ver­fah­ren been­det wird. Außer­dem will ich mei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern in der Stadt­ver­wal­tung zusätz­li­che Belas­tun­gen erspa­ren“, so Star­ke. Auch die bei­den betrof­fe­nen Refe­ren­ten und der frü­he­re Lei­ter des Per­so­nal­am­tes legen kei­ne Rechts­mit­tel ein, teil­te die Stadt Bam­berg mit.

Bean­tragt wor­den waren die Straf­be­feh­le von der Staats­an­walt­schaft Hof, die in den ver­gan­ge­nen ein­ein­halb Jah­ren im Zusam­men­hang mit dem Bericht des Baye­ri­schen Kom­mu­na­len Prü­fungs­ver­ban­des (BKPV) aus dem Jahr 2020 ermit­telt hat­te. Bereits deut­lich vor­her wur­den die bean­stan­de­ten Zah­lun­gen an städ­ti­sche Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter durch die Stadt eingestellt.

Star­ke wie­der­hol­te sei­ne Auf­fas­sung, dass im Ver­wal­tungs­han­deln auch Feh­ler gemacht wur­den. Ande­rer­seits habe nie­mand die Absicht gehabt, der Stadt einen Scha­den zuzu­fü­gen. Er hält fest, dass den finan­zi­el­len Leis­tun­gen eine außer­ge­wöhn­li­che Mehr­ar­beit gegen­über­stand. Auch die Staats­an­walt­schaft habe aner­kannt, dass die über­wie­gen­de Anzahl der kom­mu­na­len Bediens­te­ten „über­ob­li­ga­to­ri­sche Leis­tun­gen erbracht haben.“ Letzt­lich habe die Stadt von die­ser hohen Ein­satz­be­reit­schaft der Mit­ar­bei­ten­den profitiert.

Ver­wal­tung soll neu auf­ge­stellt werden

Das Stadt­ober­haupt habe bereits im Früh­jahr 2021 wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen getrof­fen, um sicher­zu­stel­len, dass sich sol­che Vor­gän­ge nicht wie­der­ho­len kön­nen, berich­tet die Stadt wei­ter. Nun sol­le dar­über hin­aus die Ver­wal­tung mit einer Reform wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den: Star­ke wer­de des­we­gen dem Stadt­rat vor­schla­gen, einen Wech­sel an der Spit­ze des Per­so­nal­re­fe­rats zu voll­zie­hen. Künf­tig sol­le der Per­so­nal­be­reich von „ande­ren Köp­fen“ gelei­tet wer­den. Sei­ne Ideen und Vor­schlä­ge will Star­ke in den nächs­ten Tagen zunächst ver­wal­tungs­in­tern vor­be­rei­ten, nach der Som­mer­pau­se sol­len die erfor­der­li­chen Beschlüs­se im Stadt­rat bera­ten und her­bei­ge­führt werden.

Fest steht bereits, dass das Amt für Per­so­nal und Orga­ni­sa­ti­on ab Herbst 2022 eine neue Füh­rung erhält. Der Per­so­nal­rat unter­stüt­ze die Vor­schlä­ge des Ober­bür­ger­meis­ters und sei bereit, sich in den Pro­zess miteinzubringen.

Der Fach­be­reich Recht sol­le neu struk­tu­riert wer­den, um den wach­sen­den Ansprü­chen gerecht zu wer­den. Auch damit wer­de sich der Stadt­rat nach der Som­mer­pau­se befassen.

„Im Per­so­nal­be­reich ist es unser Anspruch, ein­wand­frei und vor­aus­schau­end zu han­deln. Wir müs­sen dem Fach­kräf­te­man­gel begeg­nen und die Per­so­nal­ent­wick­lung aktiv vor­an­brin­gen“, sagt das Stadtoberhaupt.

Erba-Erd­hau­fen

Stadt Bam­berg ver­folgt gericht­li­che Ver­fah­ren weiter

Bei zwei wei­te­ren Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen zum Erba-Erd­hau­fen dis­ku­tier­ten Anwoh­nen­de mit Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und wei­te­ren Ver­tre­tern der Stadt Bam­berg über den aktu­el­len Sach­stand. Nach einem Gespräch mit Ver­tre­tern der Stadt­ver­wal­tung und dem Anwalt der Gegen­sei­te zeig­te sich Star­ke opti­mis­tisch hin­sicht­lich der Besei­ti­gung der Hauf­wer­ke, sobald ein Nach­lass­ver­wal­ter bestellt sei.

Zahl­rei­che Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner lie­ßen sich jüngst bei den bei­den Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen zum Erba-Erd­hau­fen direkt vor Ort über den aktu­el­len Sach­stand von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und wei­te­ren Ver­tre­tern der Stadt Bam­berg in Kennt­nis setzen.

Dabei schil­der­te der OB sei­ne Gesprä­che mit der anwalt­li­chen Ver­tre­tung der Toch­ter des ver­stor­be­nen Inves­tors. Die Stadt, so Star­ke, „wird nicht locker las­sen“ bis der Erd­hau­fen auf der Erba-Insel besei­tigt ist. 

Durch den Tod des bis­he­ri­gen Inves­tors hät­ten sich die Rah­men­be­din­gun­gen im Ver­gleich zum ers­ten Ter­min Anfang Mai geän­dert, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. So wur­de das Straf­ver­fah­ren wegen des Betrei­bens einer ille­ga­len Depo­nie gegen den Ver­ur­sa­cher in Fol­ge sei­nes Able­bens ein­ge­stellt. Die bei­den ande­ren juris­ti­schen Ver­fah­ren lau­fen indes­sen wei­ter, da hier die Gesell­schaft des Inves­tors in der Pflicht ste­he. Dies gel­te sowohl für die öffent­lich-recht­li­che Besei­ti­gungs­an­ord­nung, zu der es eine Ver­hand­lung am Ver­wal­tungs­ge­richt Bay­reuth (VG) geben soll, die aller­dings noch nicht ter­mi­niert ist. Auch die Ver­pflich­tun­gen aus dem städ­te­bau­li­chen Ver­trag müss­ten erfüllt wer­den, beton­te der Oberbürgermeister.

Zwi­schen­zeit­lich erkann­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke aber auch posi­ti­ve Signa­le. Am Vor­tag des drit­ten Infor­ma­ti­ons­ter­mins fand ein Gespräch mit Ver­tre­tern der Stadt­ver­wal­tung und dem Anwalt der Gegen­sei­te statt. „Die Stadt hat die berech­tig­te Erwar­tung, dass alle Betei­lig­ten ihrer Ver­ant­wor­tung nach­kom­men“, beton­te Star­ke. Sobald das Gericht einen Nach­lass­ver­wal­ter bestellt hat, müs­se ein Fahr­plan für die Besei­ti­gung der Hauf­wer­ke unver­züg­lich erar­bei­tet werden.

Neue Foli­en für den Erdaushub

Mehr­fach wur­de bei den Gesprä­chen von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern der Wunsch geäu­ßert, dass die 35 Bäu­me in den Park­buch­ten der ein­zel­nen Stra­ßen end­lich gepflanzt wer­den. Die­ses Anlie­gen sei auch der Stadt Bam­berg sehr wich­tig. Eine Umset­zung stell­te Tho­mas Bee­se, Tech­ni­scher Werk­lei­ter der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be (BSB), in der anste­hen­den Pflanz­zeit im Herbst in Aus­sicht, wenn die juris­ti­schen Fra­gen bis dahin geklärt sind.

Der Lei­ter des Umwelt­am­tes, Tobi­as Schenk, berich­te­te außer­dem, dass das klei­ne­re Teil­hauf­werk dem­nächst mit einer sta­bi­len, UV-resis­ten­ten Folie erneut abge­deckt wer­den muss. Es han­de­le sich dabei um eine boden­schutz­recht­li­che Vor­sor­ge­maß­nah­me. Der grö­ße­re Teil des Hauf­wer­kes muss dage­gen nicht abge­deckt wer­den. Die Stadt steht in Kon­takt mit den Bau­fir­men zur bal­di­gen Umset­zung der Maßnahmen.

Die Teil­neh­mer ver­ein­bar­ten mit dem Ober­bür­ger­meis­ter eine Fort­set­zung des Dia­logs, „um gemein­sam zum Ziel zu kommen.“

Stadt­spit­ze löst Wett­schul­den ein

Bür­ger­meis­ter gie­ßen Stadtbäume

Nach­dem Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp und Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner eine Wet­te mit dem Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis ver­lo­ren hat­ten, ver­sorg­ten sie jetzt Stadt­bäu­me mit Wasser.

Ste­hen drei Bür­ger­meis­ter mit Gieß­kan­nen in der Hand am Mar­kus­platz und bewäs­sern einen Baum – was der Anfang eines Wit­zes sein könn­te, hat einen erns­ten Hin­ter­grund: Auf­grund der Tro­cken­heit lei­den die Stadt­bäu­me an Was­ser­man­gel. Eine der Fol­gen des Kli­ma­wan­dels, den es auf­zu­hal­ten gilt. „Wir müs­sen alle mehr Anstren­gun­gen unter­neh­men, um nicht zuletzt auch unse­re Stadt für künf­ti­ge Genera­tio­nen so lebens­wert zu erhal­ten, wie wir sie ken­nen“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Dem Kli­ma­wan­del begeg­net die Stadt Bam­berg bereits auf vie­len Gebie­ten: Durch kli­ma­re­sis­ten­te­re Stadt­bäu­me, Stär­kung von ÖPNV, Rad- und Fuß­ver­kehr oder durch ener­ge­ti­sche Sanie­rung von städ­ti­schen Gebäu­den. Außer­dem ist mit dem Pro­jekt „Mit­mach­kli­ma“ geplant, gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein kli­ma­freund­li­ches und lebens­wer­tes Bam­berg zu gestal­ten. „Es wer­den schon vie­le Din­ge umge­setzt, aber es reicht noch nicht“, mahnt Kli­ma­re­fe­rent und Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp auch vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Ener­gie­kri­se. Auch des­halb hat sich die Stadt Bam­berg im ver­gan­ge­nen Jahr an der deutsch­land­wei­ten Kli­ma­wet­te betei­ligt und so vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger moti­viert, mög­lichst viel CO2 bis zur Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Glas­gow im ver­gan­ge­nen Novem­ber ein­zu­spa­ren. Was ein Erfolg war: Gemein­sam wur­den in weni­gen Mona­ten 204 Ton­nen CO2 ein­ge­spart – deutsch­land­weit beleg­te Bam­berg damit den vier­ten Platz unter den Städ­ten bis 80.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern. Zur Ein­ord­nung: Um eine Ton­ne CO2 aus der Atmo­sphä­re auf­zu­neh­men, muss eine Buche cir­ca 80 Jah­re wachsen.

Zwei­te Stel­le für Klimaschutzmanager:in

Eine wei­te­re loka­le Wet­te mit dem Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis, die Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner ange­nom­men hat­te, ging dage­gen ver­lo­ren: Ziel war, die Bevöl­ke­rung durch einen loka­len Akti­ons­plan zu unter­stüt­zen und eine wei­te­re Stel­le für eine Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin bezie­hungs­wei­se einen Kli­ma­schutz­ma­na­ger zu schaf­fen, um unter ande­rem die Beschlüs­se der Kli­ma­son­der­sit­zung des Stadt­rats aus dem Okto­ber 2021 umzu­set­zen. Der Antrag für die Stel­le ist inzwi­schen gestellt, was aller­dings auf­grund von Ver­wal­tungs­ab­läu­fen erst nach der Welt­kli­ma­kon­fe­renz im Novem­ber 2021 gelun­gen ist.

Um ihre Wett­schul­den ein­zu­lö­sen, grif­fen die drei Bür­ger­meis­ter des­halb zur Gieß­kan­ne, die ein Mit­ar­bei­ter der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be am Mar­kus­platz immer wie­der mit Was­ser befüll­te. Mit der Akti­on wol­le man auch „für mehr Kli­ma­schutz sen­si­bi­li­sie­ren“, so Bür­ger­meis­ter Metz­ner. Den sym­bo­li­schen Cha­rak­ter der Akti­on hält auch Simo­ne Jako­bi, Spre­che­rin des Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis­ses, für wich­tig. Kon­kret sei­en aber auch mehr Tem­po, Kon­se­quenz und Trans­pa­renz bei der Umset­zung der bis­lang im Stadt­rat getrof­fe­nen Beschlüs­se zum Kli­ma­schutz gefragt.

Mit der Über­ga­be einer Gieß­kan­ne an OB Star­ke und einer Lis­te der noch umzu­set­zen­den Beschlüs­se im Stadt­rat ver­lieh das Bünd­nis der Dring­lich­keit Nach­druck. Die Stadt­spit­ze sag­te zu, dass wei­te­re Anstren­gun­gen für mehr Kli­ma­schutz unter­nom­men werden.

Ver­rin­ger­te Gaslieferungen

Stadt rich­tet Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ein

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke hat die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ein­ge­rich­tet. Die acht­köp­fi­ge AG soll Mög­lich­kei­ten prü­fen, wie die Stadt im Ange­sicht ver­rin­ger­ter Gas­lie­fe­run­gen aus Russ­land ihren Ener­gie­ver­brauch redu­zie­ren kann. Ers­te Vor­schlä­ge hat die Stadt bereits umgesetzt.

Mit der Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ver­sucht die Stadt Bam­berg, sich auf loka­le Aus­wir­kun­gen der aktu­el­len Ener­gie­kri­se ein­zu­stel­len. Das gab sie am 15. Juli in einer Mit­tei­lung bekannt. Kon­kret befas­se sich die Arbeits­grup­pe mit ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en, die ent­ste­hen könn­ten, wenn Russ­land sei­ne Gas­lie­fe­run­gen wei­ter einschränkt.

Die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ erhielt vom Ober­bür­ger­meis­ter den Auf­trag, Ant­wor­ten auf Fra­gen zu erar­bei­ten wie: Wie wer­den sich die­se Sze­na­ri­en auf die Stadt Bam­berg und ihre Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus­wir­ken? Auf wel­che Her­aus­for­de­run­gen muss sich in die­sem Zusam­men­hang die Ver­wal­tung ein­stel­len? Wel­che Schrit­te kön­nen bereits prä­ven­tiv ein­ge­lei­tet wer­den, um die Fol­gen abzu­mil­dern? Wel­che Sofort­maß­nah­men müs­sen sein. Ers­te Ergeb­nis­se will die Arbeits­grup­pe in der Voll­sit­zung des Stadt­rats am 27. Juli vorstellen.

Neben Star­ke gehö­ren der rein männ­lich besetz­ten Arbeits­grup­pe auch Bam­bergs zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp, Ord­nungs­re­fe­rent Chris­ti­an Hin­ter­stein, Finanz­re­fe­rent Bert­ram Felix, Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler, Stadt­wer­ke-Geschäfts­füh­rer Dr. Micha­el Fie­del­dey, Stadt­bau-Geschäfts­füh­rer Veit Berg­mann und Andre­as Seh­rig, Lei­ter des Amts für Brand und Kata­stro­phen­schutz, an.

Meh­re­re Gebäu­de blei­ben dunkel

In einer ers­ten Sit­zung am Frei­tag, 15. Juli, iden­ti­fi­zier­te die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ bereits die The­men­fel­der, mit denen sich sich in den nächs­ten Wochen und Mona­ten beschäf­ti­gen will.

Redu­zie­ren des Strom- und Gas­ver­brauchs hat vor­ran­gi­ge Prio­ri­tät. Aus die­sem Grund beschloss die Arbeits­grup­pe als ers­tes, die Beleuch­tung an zahl­rei­chen Gebäu­den, Skulp­tu­ren und Brü­cken abzu­schal­ten. Unter ande­rem wer­den somit das Rat­haus Max­platz, das Alte Rat­haus sowie die Kon­zert- und Kon­gress­hal­le nun nicht mehr beleuch­tet. Außer­dem wer­den die Effekt­lich­ter an der Luit­pold­brü­cke und der Löwen­brü­cke abge­schal­tet, auch die Ket­ten­brü­cke wird nicht mehr angeleuchtet.

Nach Abspra­che mit dem Alten­burg­ver­ein wird auch die Alten­burg nicht mehr ange­strahlt. Die Erz­diö­ze­se Bam­berg betei­ligt sich eben­falls an der Akti­on und lässt Dom und wei­te­re Kir­chen nicht mehr anleuchten.

Dar­über hin­aus prüft die Stadt­ver­wal­tung auch die Stär­kung von Home-Office-Arbeits­plät­zen für ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und eine Absen­kung der Tem­pe­ra­tur in den Büro­räu­men im Herbst und Winter.

Wei­te­re Maß­nah­men zum Ener­gie­spa­ren für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger will die Arbeits­grup­pe fol­gen lassen.

Bis dahin appel­lier­te Andre­as Star­ke an alle pri­va­ten Haus­hal­te und Unter­neh­men, Ener­gie zu spa­ren: „Jede ein­ge­spar­te Kilo­watt­stun­de ist eine gute, weil sie uns hel­fen kann, bei einer Gas­man­gel­la­ge erfolg­reich über den Win­ter zu kommen.“

Bun­des­ver­dienst­kreuz

Aus­zeich­nung für Emil Hart­mann von Don Bosco

Emil Hart­mann hat für sein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment in der Kin­der – und Jugend­so­zi­al­ar­beit die Ver­dienst­me­dail­le des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land erhal­ten. Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke über­gab dem Bam­ber­ger die Medail­le im Rah­men der offi­zi­el­len Ver­ab­schie­dung Hart­manns aus sei­nem Dienst beim Don Bosco Jugend­werk im Zir­kus­zelt Giovanni.

„Sie haben in Bam­berg ein dif­fe­ren­zier­tes Jugend­hil­fe­an­ge­bot ent­wi­ckelt, damit jun­ge Men­schen vor und in gefähr­den­den Lebens­si­tua­tio­nen geschützt wer­den und einen siche­ren Ort für ihre Ent­wick­lung fin­den kön­nen. Zudem haben Sie zahl­rei­che Pro­jek­te wie „Schü­ler, Bil­den Zukunft“, die Fäh­re, den Zahl­tag, den Hoch­seil­gar­ten, Life-Line ins Leben geru­fen. Damit haben Sie die Kin­der- und Jugend­so­zi­al­ar­beit ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt und die Zukunft des Don Bosco Jugend­werks lang­fris­tig gesi­chert.“ So zitiert eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke gegen­über Emil Hart­mann. Aus den Hän­den des Bür­ger­meis­ters erhielt Hart­mann am 14. Juli die Ver­dienst­me­dail­le des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutschland.

Mit die­sem Ver­dienst­or­den, meist Bun­des­ver­dienst­kreuz genannt, zeich­net die Bun­des­re­pu­blik Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für beson­de­re Leis­tun­gen auf poli­ti­schem, wirt­schaft­li­chem, kul­tu­rel­lem, geis­ti­gem oder ehren­amt­li­chem Gebiet aus. Der Orden hat acht Abstu­fun­gen. Die Ver­dienst­me­dail­le, die Emil Hart­mann bekom­men hat, ist die ers­te Stufe.

Zir­kus Giovanni

Der Ort der Medail­len­ver­lei­hung, das Zelt des Zir­kus Gio­van­ni, war dabei nicht ohne Bedacht gewählt wor­den. Der Zir­kus Gio­van­ni ist ein Sozi­al-Pro­jekt des Don Bosco Jugend­werks für Kin­der und Jugend­li­che aus Stadt und Land­kreis. Ein­zig­ar­tig ist das Pro­jekt, weil die Kin­der und Jugend­li­chen in ihm ler­nen, ohne es zu merken.

Sie erler­nen Fähig­kei­ten der Zir­kus­ar­tis­tik und dazu wich­ti­ge Lebens­kom­pe­ten­zen, soge­nann­te „Life Skills“. Sie ler­nen Ver­läss­lich­keit und Durch­hal­te­ver­mö­gen und wie man mit­ein­an­der im Team agiert. Dar­über hin­aus för­dert das Pro­jekt die Kin­der und Jugend­li­chen spie­le­risch in ihren psy­cho­so­zia­len Kom­pe­ten­zen. Die Krö­nung ihres Erfol­ges ist am Ende der Applaus in der Manege.

Eine gro­ße Stüt­ze für Ent­schei­dungs­trä­ger aus Poli­tik und Ver­wal­tung, aber auch für Kin­der, Jugend­li­che und deren Fami­li­en sei Emil Hart­mann zudem im Bereich der Jugend­hil­fe­pla­nung gewe­sen, sag­te Star­ke. Zusam­men mit allen Betei­lig­ten habe er aus­ge­han­delt, wel­che und wie vie­le Ange­bo­te für den loka­len Bedarf not­wen­dig seien.

„Aus Sicht des Don Bosco Jugend­werks Bam­berg und der Stadt Bam­berg haben Sie mit Ihrem sozia­len Enga­ge­ment Gro­ßes geleis­tet. Sie haben viel zu dem bei­getra­gen, was die Stadt Bam­berg heu­te aus­macht“, schloss Star­ke sei­ne Rede auf Emil Hartmann.

„Thank you and Prost“

Frank-Wal­ter Stein­mei­er in Bamberg

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er hat am Diens­tag, 5. Juli, mit dem Diplo­ma­ti­schen Korps Bam­berg besucht. Das Staats­ober­haupt blieb knapp drei Stun­den in der Stadt.

Am spä­ten Nach­mit­tag begrüß­ten die Bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Jonas Glü­sen­kamp Frank-Wal­ter Stein­mei­er am Obst­markt. Eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses zitiert Star­ke mit den Wor­ten: „Hoch ver­ehr­ter Herr Bun­des­prä­si­dent, ich hei­ße Sie in Bam­berg herz­lich will­kom­men!“ Und der Ange­spro­che­ne habe „Ich kom­me ger­ne“ geantwortet.

Frank-Wal­ter Stein­mei­er führ­te am Diens­tag eine Dele­ga­ti­on von rund 150 in Deutsch­land täti­gen aus­län­di­schen Bot­schaf­te­rin­nen und Bot­schaf­tern und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen an. Die­ses Diplo­ma­ti­sche Korps trifft sich seit 1996 ein­mal jähr­lich zu einer Infor­ma­ti­ons- und Begeg­nungs­rei­se. Dies­mal war die Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg mit dem the­ma­ti­schen Fokus auf Kli­ma- und Umwelt­schutz das Ziel. Nach Sta­tio­nen in Nürn­berg und Erlan­gen fand der Abschluss des Tages in Bam­berg statt. Ein Unfall auf der Auto­bahn hat­te dazu geführt, dass sich die Ankunft in Bam­berg um eine hal­be Stun­de verzögerte.

Bam­berg­pro­gramm

Vom Obst­markt aus spa­zier­te die gro­ße Grup­pe um Frank-Wal­ter Stein­mei­er durch die Innen­stadt hin­auf zum Dom­berg. Auf dem Weg erfüll­te Stein­mei­er Sel­fie-Wün­sche und begut­ach­te­te die Fas­sa­den­ma­le­rei am Brückenrathaus.

Am Dom­platz war­te­te bereits Erz­bi­schof Lud­wig Schick und nahm die Grup­pe in Emp­fang. „Dan­ke, dass wir kom­men dür­fen“, sag­te Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Im Publi­kum sahen das nicht alle so – beim Grup­pen­fo­to auf der Dom­trep­pe gab es ver­ein­zel­te Buhrufe.

Nach der anschlie­ßen­den Füh­rung durch den Dom ging es wei­ter in den Rosen­gar­ten der Neu­en Resi­denz. Dort hielt der Bun­des­prä­si­dent die Abschluss­re­de sei­ner Rei­se mit dem Diplo­ma­ti­schen Korps.

Zuvor, in einer Rede am Mit­tag in Nürn­berg, war Stein­mei­er unter ande­rem auf den Krieg in der Ukrai­ne und sei­ne Fol­gen ein­ge­gan­gen. „Er ist ein mör­de­ri­sches Ver­bre­chen, für das allein Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ver­ant­wort­lich ist.“ 2023 kön­ne es außer­dem zu Ver­sor­gungs­knapp­hei­ten kom­men, nach­dem es in die­sem Jahr bereits Preis­stei­ge­run­gen gege­ben habe. Dem­ge­mäß sei es die Pflicht rei­che­rer Län­der, ärme­ren Staa­ten zu hel­fen. Außer­dem beton­te Stein­mei­er, das Deutsch­land fest an der Sei­te der Ukrai­ne ste­he, was in ers­ter Linie poli­ti­sche und mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung bedeute.

In Bam­berg sprach Frank-Wal­ter Stein­mei­er vor­nehm­lich über Fran­ken. „Wir haben heu­te gese­hen, war­um Fran­ken so eine selbst­be­wuss­te Regi­on ist.“ Nürn­berg, Erlan­gen und Bam­berg sei­en wun­der­schö­ne Städ­te. Am Ende hat­te er noch einen Tipp für die Diplo­ma­tin­nen und Diplo­ma­ten. „My last advice being in Bam­berg: You should not miss the smo­ked beer!“ Mit den Wor­ten „Thank you and Prost“ been­de­te er sei­ne Rede.

Nach einem Abend­essen im Rosen­gar­ten ende­te auch der Bam­berg­be­such. Die Dele­ga­ti­on um Frank-Wal­ter Stein­mei­er brach wie­der auf und steu­er­te bereit­ste­hen­de Bus­se am Kra­nen an. „Es war für alle ein groß­ar­ti­ges Ereig­nis und eine Ehre für die Stadt. Ich glau­be, der Bun­des­prä­si­dent hat einen guten Ein­druck mit­ge­nom­men“, sag­te Andre­as Star­ke am Abend.

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