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ASV Neumarkt

„Dom­rei­ter“ mit sieb­tem Sieg in Folge 

FC Ein­tracht Bam­berg sichert sich die Herbstmeisterschaft

44 Punk­te aus 17 Spie­len in der Vor­run­de, nur 14 Gegen­to­re kas­siert und nun schon 11 Punk­te Vor­sprung auf Rang 3: Der FC Ein­tracht hat sei­ne beein­dru­cken­de Serie von 16 Spie­len ohne Nie­der­la­ge und sie­ben Sie­gen in Fol­ge gegen den ASV Neu­markt fort­ge­setzt und sich den Titel des „Herbst­meis­ters“ in der Bay­ern­li­ga Nord gesichert.

Dabei begann das Spiel gegen die Ober­pfäl­zer etwas ver­hal­ten, die „Dom­rei­ter“ brauch­ten eine gute Vier­tel­stun­de, dann spiel­ten sie ihr Pro­gramm wie schon seit Wochen mit enor­mer Sou­ve­rä­ni­tät und viel Spiel­freu­de vor den 386 Zuschau­ern auf der Sport­an­la­ge in Dörf­leins ab.

Den Auf­takt des Heim­sie­ges mach­te der seit Wochen in Top­form spie­len­de Marc Reisch­mann in der 28. Minu­te, als er eine Flan­ke von Tobi­as Linz zum 1:0 ver­wer­te­te. Rol­len­tausch dann zehn Minu­ten spä­ter, als Marc Reisch­mann Tobi­as Linz bedien­te und der Bam­ber­ger Außen­bahn­spie­ler mit sei­nem star­ken lin­ken Fuß den Ball aus 12 Metern Tor­ent­fer­nung in die Maschen drosch.


„Ich bin mega­stolz auf mei­ne Mannschaft“

Auch nach dem Pau­sen­pfiff setz­ten die „Dom­rei­ter“ ihr Spiel fort und erzwan­gen sich Tor­chan­cen im Minu­ten­takt. Bam­bergs Coach Jan Gern­lein brach­te im Lau­fe der zwei­ten Halb­zeit mit Luis Schnei­der, Simon Koll­mer, Luc­ca Leist­ner, Sebi Val­dez und Phil­lipp Hack fünf fri­sche Kräf­te aufs Feld, ohne dass es einen Bruch im Spiel der Gast­ge­ber gab, im Gegen­teil, der FC Ein­tracht schraub­te das Tem­po noch einen Gang höher. Felix Popp blieb es dann mit sei­nem bereits fünf­ten Sai­son­tor vor­be­hal­ten, in der 68. Minu­te auf 3:0 zu stel­len, als er sich nach einem Eck­ball von Simon Koll­mer in die Luft schraub­te und den Ball unhalt­bar ins Netz setz­te. Zehn Minu­ten vor Spie­len­de nutz­te Luca Ljev­sic einen Feh­ler im Auf­bau­spiel der Gäs­te, zog Rich­tung Tor und erziel­te mit einem sat­ten Rechts­schuss den 4:0 Endstand.

„Es ist über­ra­gend, was die Jungs heu­te und die kom­plet­te Vor­run­de gezeigt haben. Wir haben heu­te wie­der ein­mal Geduld bewie­sen, unser Spiel durch­ge­zo­gen und fol­ge­rich­tig den sieb­ten Sieg in Serie ein­ge­fah­ren. Tabel­len­ers­ter am Ende der Vor­run­de und das mit einem jun­gen Team, das sein Herz Woche für Woche auf dem Platz lässt und es immer wie­der schafft, den Fokus auf die Auf­ga­ben zu rich­ten. Ich bin mega­stolz auf mei­ne Mann­schaft, jetzt fei­ern wir auch mal eine gran­dio­se Vor­run­de und ab mor­gen läuft die Vor­be­rei­tung auf die Rück­run­de“, bilan­zier­te der Bam­ber­ger Coach Jan Gern­lein das Spiel und die Vorrunde.

„Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müssen“

FC Ein­tracht Bam­berg gegen ASV Neumarkt

Am dritt­letz­ten Spiel­tag der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord ist der FC Ein­tracht Bam­berg am mor­gi­gen Sams­tag Gast­ge­ber für den ASV Neu­markt. Gro­ßen Hoff­nun­gen auf den Auf­stieg gibt man sich unter­des­sen nicht mehr hin.

Die Aus­gangs­la­ge vor dem Spiel gegen den ASV Neu­markt könn­te bes­ser sein. Denn in sei­nem vor­letz­ten Aus­wärts­spiel der Sai­son hat es auch den FC Ein­tracht Bam­berg erwischt. In einem Nach­hol­spiel unter­la­gen die Dom­rei­ter am Diens­tag­abend beim ATSV Erlan­gen mit 2:3 und gin­gen zum ers­ten Mal in die­ser Spiel­zeit aus­wärts als Ver­lie­rer vom Platz. Beson­ders bit­ter ist die Nie­der­la­ge aus zwei Grün­den. Zum einen gaben die Ober­fran­ken eine 2:0‑Pausenführung aus der Hand. Zum ande­ren sicher­ten sich die Erlan­ger nach dem 1:0‑Hinspielsieg den direk­ten Vergleich.

In der Tabel­le ran­gie­ren die Dom­rei­ter jetzt mit 68 Punk­ten auf Tabel­len­platz vier. Der Rück­stand zu Tabel­len­füh­rer DJK Vil­z­ing drei Spiel­ta­ge vor Sai­son­ende beläuft sich auf vier Punk­te. Zudem haben die Vil­z­in­ger den direk­ten Ver­gleich gegen die Bam­ber­ger gewonnen.

Für die Ein­tracht geht es jetzt allen­falls nur noch um Platz zwei. Die­ser berech­tigt zur Rele­ga­ti­ons­run­de der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Auf­grund der Jäger­rol­le darf es jetzt jedoch kei­ne Aus­rut­scher mehr geben. Hin­zu kommt, dass Bam­berg auf Pat­zer der Kon­kur­renz hof­fen muss.

Kon­kur­ren­ten sind die SpVgg Ans­bach als Zwei­ter mit 72 Punk­ten – der FCE ist im direk­ten Ver­gleich bes­ser – und der Drit­te ATSV Erlan­gen mit 69 Zäh­lern. Die Auf­ga­be gegen den ASV Neu­markt wird nicht ein­fach wer­den. Zwar konn­te Bam­berg das Hin­spiel am 9. Okto­ber letz­ten Jah­res mit 4:2 gewin­nen, die Neu­mark­ter spie­len bis­her aber eine star­ke Sai­son und bele­gen mit 58 Punk­ten Rang fünf.

In Bam­berg kann der ASV Neu­markt daher locker und befreit auf­spie­len. Außer­dem kom­men die Ober­pfäl­zer mit einer klei­nen Serie in die Dom­stadt. Die letz­ten drei Begeg­nun­gen gewan­nen sie, zwei davon aus­wärts. Die Bam­ber­ger soll­ten also gewarnt sein.

Stim­men vor dem Spiel

Ein­trachts Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß sag­te am Don­ners­tag: „Es hat schon ein wenig weh­ge­tan am Diens­tag­abend, als wir inner­halb von 25 Minu­ten alles ver­spielt haben, was wir uns zuvor in knapp 65 Minu­ten beim ATSV Erlan­gen erar­bei­tet hat­ten. Den­noch haben wir nicht den gerings­ten Grund zum Jam­mern. Im Gegen­teil: Was die­se jun­ge Mann­schaft mit einem Schnitt von nicht ein­mal 24 Jah­ren in die­ser Sai­son geleis­tet hat, war schlicht­weg gigan­tisch. Dass ihr jetzt im Schluss­spurt etwas die Luft aus­ge­gan­gen ist, hat Gründe.

Ich bin ein­fach nur stolz auf unse­re jun­gen Dom­rei­ter. Und alle unse­re Fans kön­nen das auch sein. Damit wir doch noch in die Regio­nal­li­ga auf­stei­gen könn­ten, müss­ten gleich drei Teams in den letz­ten drei Spie­len pat­zen. Das ist unwahr­schein­lich. Und auch Platz zwei ist nach der Nie­der­la­ge in Erlan­gen in Fer­ne gerückt. Gegen den ASV Neu­markt, nächs­te Woche gegen den SC Feucht und nicht zuletzt beim Der­by-Fina­le in Wil­densorg wer­den die Dom­rei­ter noch mal alles geben, um im Fall der Fäl­le dabei zu sein, wenn es um die Ver­ga­be der bei­den ers­ten Plät­ze geht.“

Trai­ner Juli­an Kol­beck sieht die Aus­gangs­la­ge ähn­lich: „Es war eine ganz bit­te­re Nie­der­la­ge am Diens­tag in Erlan­gen, die wir erst­mal ver­dau­en müs­sen. Wenn du 2:0 zur Halb­zeit führst, willst du natür­lich was mit­neh­men. Aber es soll­te ein­fach nicht sein. Den Frust, der sich jetzt ange­sam­melt hat, wer­den wir uns am Sams­tag von der See­le schie­ßen. Mit Neu­markt erwar­tet uns ein schwe­rer Geg­ner, der frei auf­spie­len kann und auch wird. Wir wol­len unse­ren Fans und Unter­stüt­zern ein schö­nes Spiel lie­fern und noch­mal alles Mög­li­che ver­su­chen, wei­ter oben dran zu blei­ben, bis es rech­ne­risch nicht mehr geht. Wir haben und wer­den uns nie geschla­gen geben. Die Mann­schaft spielt eine über­ra­gen­de Sai­son und will das in den letz­ten Spie­len auch noch­mal zeigen.“

Und Mit­tel­feld­spie­ler Lukas Schmitt­sch­mitt füg­te an: „Mit einer bit­te­ren Nie­der­la­ge im Spit­zen­spiel gegen Erlan­gen sind wir alles ande­re als gut in die Woche gestar­tet. Den­noch heißt es, Mund abput­zen und nach vor­ne schau­en. Als nächs­ter Geg­ner steht der ASV Neu­markt vor der Tür. Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müs­sen, um die drei Punk­te in Bam­berg zu behalten.“

Vor­aus­sicht­li­ches FCE-Auf­ge­bot: Dell­er­mann, Olschew­ski– Hack, Heinz, Hel­mer, Kau­be, Kett­ler, Koll­mer, Lang, Linz, Ljev­sic, Popp, Reck, Reisch­mann, Sapry­kin, Schmitt, Schmitt­sch­mitt, Stroh­mer, Valdez.