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Ausfuhren

vbw zum deut­schen Außen­han­del 2025

Deut­sche Aus­fuh­ren sta­gnie­ren – Chi­na über­holt die USA als wich­tigs­ten Exportmarkt

Die deut­schen Waren­ex­por­te sind 2025 kaum gewach­sen. Dem­nach wur­den 2025 Waren im Wert von rund 1.570 Mil­li­ar­den Euro ins Aus­land expor­tiert, das war ledig­lich ein Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Impor­te stie­gen im sel­ben Zeit­raum um 4,4 Pro­zent auf 1.367 Mil­li­ar­den Euro. Dadurch sank der deut­sche Export­über­schuss um mehr als 42 Mil­li­ar­den auf rund 203 Mil­li­ar­den Euro. Aus Sicht der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. sind die vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt ver­öf­fent­lich­ten Zah­len ein kla­res Warn­si­gnal für den Standort.

„Die struk­tu­rel­len Stand­ort­pro­ble­me sind ein immenser Wett­be­werbs­nach­teil auf den Welt­märk­ten, bei ohne­hin gro­ßen außen­wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen für unse­re Unter­neh­men. Die erra­ti­sche US-Zoll­po­li­tik bremst die Welt­wirt­schaft ins­ge­samt. Das belas­tet die tief in den Welt­han­del inte­grier­ten Volks­wirt­schaf­ten Bay­erns und Deutsch­lands in beson­de­rem Maße. Auch der stark auf­ge­wer­te­te Euro stellt eine Bedro­hung für unse­re stark export­ori­en­tier­te Indus­trie dar“, erläu­tert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Die Expor­te in die wich­tigs­ten Märk­te ver­zeich­ne­ten teil­wei­se star­ke Rück­gän­ge. „Es ist sehr bedau­er­lich, dass die Expor­te in die USA auf­grund der aggres­si­ven US-Zoll­po­li­tik um 9,3 Pro­zent auf 146,9 Mil­li­ar­den Euro zurück­ge­gan­gen sind. Auch die Aus­fuh­ren nach Chi­na haben mit einem Rück­gang in glei­cher Höhe deut­lich an Schwung ver­lo­ren. Erfreu­lich sind die gestie­ge­nen Expor­te in die EU-Staa­ten um über vier Pro­zent“, so Bros­sardt weiter.

2025 war Chi­na mit einem Außen­han­dels­vo­lu­men von 251,8 Mil­li­ar­den Euro Deutsch­lands wich­tigs­ter Han­dels­part­ner, noch vor den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit einem Außen­han­dels­um­satz von 240,5 Mil­li­ar­den Euro. Dass Chi­na die USA im Außen­han­del mit Deutsch­land über­holt hat, zei­ge die enge Ver­flech­tung mit dem chi­ne­si­schen Markt. Zugleich ver­deut­li­che der Rück­gang des Han­dels mit den USA, wie stark die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen den Außen­han­del beein­flus­sen und wie wich­tig es ist, die Han­dels­be­zie­hun­gen zu diver­si­fi­zie­ren und resi­li­en­ter auf­zu­stel­len. „Die Zustim­mung des EU-Par­la­ments zum Mer­co­sur-Abkom­men wäre ein wich­ti­ges Signal gewe­sen. Wich­tig ist es jetzt, dass die Kom­mis­si­on die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Abkom­mens beschließt. So kann die Wirt­schaft von den Vor­tei­len des Abkom­mens pro­fi­tie­ren, wäh­rend die Ent­schei­dung des EuGH abge­war­tet wird. Auch das abge­schlos­se­ne Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Indi­en bie­tet immense Chan­cen. Wir sind über­zeugt, dass jedes Frei­han­dels­ab­kom­men unse­ren euro­päi­schen Wirt­schafts­raum und unse­re baye­ri­sche Volks­wirt­schaft stär­ker und unab­hän­gi­ger macht“, erläu­tert Brossardt.

vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Anstieg der Roh­stoff­prei­se im Juli

Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Juli 2025 um 1,6 Pro­zent gegen­über dem Vor­mo­nat ange­stie­gen und ver­harrt damit wei­ter­hin auf einem hohen Niveau, bei 151,5 Punkten.

„Der siche­re und bezahl­ba­re Bezug wich­ti­ger Roh­stof­fe bleibt eine stän­di­ge Her­aus­for­de­rung für die hei­mi­schen Unter­neh­men“, so vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Der Teil­in­dex für Indus­trie­me­tal­le stieg im Juli um 1,4 Pro­zent an. Das ins­be­son­de­re für die baye­ri­sche M+E Indus­trie sehr wich­ti­ge Alu­mi­ni­um war mit einem Anstieg um 3,5 Pro­zent mit­ver­ant­wort­lich für die­se Ent­wick­lung. Zur M+E Indus­trie zäh­len gro­ße Indus­trie­zwei­ge wie die Auto­mo­bil­in­dus­trie, der Maschi­nen­bau und die Elek­tro­in­dus­trie. Über­durch­schnitt­lich stieg im Juli der Teil­in­dex, der die Prei­se für Sel­te­ne Erden abbil­det. Gegen­über dem Vor­mo­nat Juni nahm er um 2,0 Pro­zent zu. Grund dafür waren unter ande­rem Neo­dym und Pra­seo­dym mit Preis­an­stie­gen von 7,4 und 7,0 Pro­zent. Mit einem Plus von 3,2 Pro­zent leg­te auch der Teil­in­dex für Edel­me­tal­le deut­lich stär­ker zu als der Gesamt­in­dex. Neben Sil­ber (+4,7 Pro­zent) ver­teu­er­ten sich im Juli ins­be­son­de­re Pla­tin (+11,7 Pro­zent) und Pal­la­di­um (+13,2 Pro­zent). Der Preis für Gold (-0,4 Pro­zent) ging hin­ge­gen das ers­te Mal seit Dezem­ber 2024 wie­der leicht zurück. „Die chi­ne­si­schen Export­kon­trol­len für Sel­te­ne Erden und Magne­te blei­ben spür­bar und trei­ben die Prei­se in die Höhe. Hier brau­chen die Unter­neh­men drin­gend Sta­bi­li­tät“, erläu­tert Brossardt.

Die vbw for­dert, den ver­läss­li­chen und bezahl­ba­ren Bezug von Roh­stof­fen poli­tisch und in der unter­neh­me­ri­schen Pla­nung drin­gend zu prio­ri­sie­ren. „Für die baye­ri­schen Unter­neh­men ist das ein Schwer­punkt­the­ma. Unser Indus­trie­stand­ort benö­tigt die siche­re Roh­stoff­ver­füg­bar­keit zu bezahl­ba­ren Prei­sen. Einer­seits gilt es, die Abhän­gig­keit von ein­zel­nen Roh­stoff­lie­fe­ran­ten und ‑län­dern zu ver­rin­gern. Ande­rer­seits müs­sen wir die Roh­stoff­ef­fi­zi­enz durch geziel­te For­schung vor­an­trei­ben sowie die Gewin­nung von Sekun­där­roh­stof­fen durch eine ganz­heit­li­che Kreis­lauf­wirt­schaft stär­ken“, sagt Bros­sardt abschließend.

In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bay­ern. Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.

vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Leich­ter Anstieg der Roh­stoff­prei­se im Mai

Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Mai 2025 gegen­über dem Vor­mo­nat April um 0,8 Pro­zent gestiegen.

„Nach einem deut­li­chen Rück­gang der Roh­stoff­prei­se im April ist unser vbw Roh­stoff­preis­in­dex im Mai wie­der leicht ange­stie­gen. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 liegt er damit nach wie vor um gut ein Drit­tel höher“, kom­men­tiert vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Dass die Prei­se nicht noch höher lie­gen, lie­ge auch an der aktu­ell schwa­chen welt­wirt­schaft­li­chen Gesamt­leis­tung, geprägt durch geo­po­li­ti­sche Unsi­cher­hei­ten. Umso wich­ti­ger sei es, die struk­tu­rel­len Schwä­chen hier am Stand­ort schnell in den Griff zu bekom­men und lang­fris­tig die Roh­stoff­si­cher­heit zu kon­kur­renz­fä­hi­gen Prei­sen sicherzustellen.

Neben den Prei­sen für Indus­trie­me­tal­le (+0,9 Pro­zent) und Edel­me­tal­le (+2,9 Pro­zent) stie­gen im Mai ins­be­son­de­re die Prei­se für Sel­te­ne Erden (+8 Pro­zent) im Ver­gleich zum Vor­mo­nat April deut­lich an. „Die Preis­an­stie­ge bei den Sel­te­nen Erden ste­chen im Mai her­vor. Für ein­zel­ne Sel­te­ne Erden lag das Plus bei bis zu 18,9 Pro­zent. Ver­ant­wort­lich für die­se Ent­wick­lung ist der Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na, infol­ge­des­sen die chi­ne­si­sche Regie­rung Export­kon­trol­len für vie­le wich­ti­ge Sel­te­ne Erden und Magne­te ein­ge­führt hat. Neben den Prei­sen für Sel­te­ne Erden wur­den aber auch die für die baye­ri­sche Wirt­schaft wich­ti­gen Indus­trie­me­tal­le Kup­fer und Alu­mi­ni­um im Mai um 3,5 und 2,6 Pro­zent teu­rer. Bei den Edel­me­tal­len ver­zeich­ne­te Pal­la­di­um mit sechs Pro­zent das stär­ke Preis­wachs­tum, aber auch Gold wur­de um 2,9 Pro­zent teu­rer. Ein kla­res Zei­chen für die unsi­che­re geo­po­li­ti­sche Lage. Der Preis für Roh­öl sank im Mai gegen­über dem Vor­mo­nat hin­ge­gen um 5,2 Pro­zent“, so Brossardt.

Die vor­lie­gen­den Zah­len unter­strei­chen die For­de­rung der vbw, zeit­nah Maß­nah­men zur Stär­kung der Roh­stoff­si­cher­heit zu imple­men­tie­ren. Der Indus­trie­stand­ort Bay­ern sei auf die siche­re Roh­stoff­ver­füg­bar­keit zu bezahl­ba­ren Prei­sen ange­wie­sen, um inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hig blei­ben zu kön­nen. „Das Bekennt­nis im Koali­ti­ons­ver­trag zu einer Erleich­te­rung der hei­mi­schen Roh­stoff­ge­win­nung ist ein posi­ti­ves Zei­chen in die rich­ti­ge Rich­tung. Eben­falls spie­len Han­dels- und Roh­stoff­part­ner­schaf­ten eine essen­zi­el­le Rol­le in der lang­fris­ti­gen Sen­kung der Roh­stoff­prei­se“, sagt Bros­sardt abschließend.

In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bayern.

Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.

Die vbw-Stu­die Roh­stoff­si­tua­ti­on der baye­ri­schen Wirt­schaft ist hier zu finden.

vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Schwä­cheln­de Nach­fra­ge lässt Roh­stoff­prei­se einbrechen

Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im April 2025 gegen­über dem Vor­mo­nat um 7,3 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Bei den Prei­sen für die ein­zel­nen Roh­stoff­grup­pen sieht die vbw ein gemisch­tes Bild.

„Wir sehen im April eine spür­ba­re Ent­las­tung bei den Roh­stoff­prei­sen. Gleich­zei­tig ist es noch zu früh, um Ent­war­nung zu geben: Gegen­über dem Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 liegt unser Roh­stoff­preis­in­dex immer noch um gut ein Drit­tel höher“, so vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Zudem las­se sich der Rück­gang der Roh­stoff­kos­ten vor allem auf die Fol­ge einer schwä­cheln­den welt­wirt­schaft­li­chen Gesamt­leis­tung zurück­füh­ren, die durch die mas­si­ven geo­po­li­ti­schen Unsi­cher­hei­ten her­vor­ge­ru­fen wird. „Tat­sa­che ist: Wir müs­sen unab­hän­gig vom Welt­ge­sche­hen unse­re struk­tu­rel­len Stand­ort­schwä­chen in den Griff bekom­men, um das Ruder auch hier vor Ort lang­fris­tig herumzureißen.“

Bei den Prei­sen für die ein­zel­nen Roh­stoff­grup­pen sieht die vbw ein gemisch­tes Bild. Bei den Indus­trie­me­tal­len zei­ge sich ein Rück­gang um durch­schnitt­lich 6,9 Pro­zent. Vor allem die für die baye­ri­sche Wirt­schaft sehr wich­ti­gen Prei­se für die Indus­trie­me­tal­le Alu­mi­ni­um, Kup­fer und Stahl­schrott sei­en zwi­schen drei und zehn Pro­zent gesun­ken. Die Prei­se für Chrom und Titan sei­en dage­gen um bis zu 13 Pro­zent in die Höhe geschos­sen. „Bei den sel­te­nen Erden sehen wir – ent­ge­gen dem all­ge­mei­nen Trend – einen leich­ten Anstieg der Prei­se um 0,5 Pro­zent. Das lag vor allem an Preis­stei­ge­run­gen bei Ter­bi­um, Yttri­um und Gado­li­ni­um. Dane­ben wur­de auch die Grup­pe der Edel­me­tal­le um durch­schnitt­lich 2,6 Pro­zent teu­rer. Auf­fäl­lig ist vor allem der Kos­ten­an­stieg für Gold um rund acht Pro­zent. Das ver­deut­licht noch ein­mal die vola­ti­le Welt­wirt­schafts­la­ge“, so Brossardt.

Die vbw for­dert des­halb die rasche Umset­zung von Maß­nah­men zur Stär­kung der Roh­stoff­si­cher­heit. „Wir set­zen gro­ße Hoff­nung in den schwarz-roten Koali­ti­ons­ver­trag. Ins­ge­samt brau­chen wir ein Update für unse­ren Stand­ort: Die von der neu­en Bun­des­re­gie­rung ein­ge­lei­te­te Wirt­schafts­wen­de muss schnell voll­zo­gen wer­den. Nur so wird unser Stand­ort wie­der attrak­tiv. Zudem unter­stüt­zen wir im Ein­zel­nen die Ver­ein­ba­run­gen zur Stär­kung der Roh­stoff­si­cher­heit: Neben neu­en Han­dels- und Roh­stoff­part­ner­schaf­ten sehen wir auch das Bekennt­nis zu einer Erleich­te­rung der hei­mi­schen Roh­stoff­ge­win­nung als posi­ti­ves Zei­chen. Wich­tig bleibt aber die schnel­le Umset­zung“, erläu­tert Bros­sardt abschließend.

In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bay­ern. Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.

Die vbw-Stu­die Roh­stoff­si­tua­ti­on der baye­ri­schen Wirt­schaft ist hier zu finden.

vbw-State­ment zum baye­ri­schen Außenhandel

Baye­ri­sche Ein- und Aus­fuh­ren sin­ken sieb­ten Monat in Folge

Die baye­ri­schen Aus­fuh­ren gin­gen im Febru­ar 2025 um 4,7 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat auf ins­ge­samt 19,1 Mil­li­ar­den Euro zurück. Die Ein­fuh­ren san­ken um 7,2 Pro­zent auf nur noch 17,9 Mil­li­ar­den Euro. Die heu­te vom Lan­des­amt für Sta­tis­tik ver­öf­fent­lich­ten Zah­len bezeich­net die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. als extrem beunruhigend.

„Sowohl die baye­ri­schen Expor­te als auch Impor­te ver­har­ren im Febru­ar wei­ter­hin tief im Minus. Klar ist: Wir befin­den uns mit­ten in einer tie­fen Kon­junk­tur- und vor allem Struk­tur­kri­se. Umso mehr ist daher die Eini­gung auf einen Koali­ti­ons­ver­trag eine gute Nach­richt. Sie ebnet den Weg für eine hand­lungs­fä­hi­ge Bun­des­re­gie­rung. Es ist zu hof­fen, dass durch den Koali­ti­ons­ver­trag wachs­tums­för­dern­de und stand­ort­si­chern­de Impul­se gesetzt wer­den – und zwar zügig. Wir brau­chen jetzt einen ech­ten wirt­schaft­li­chen Auf­bruch“, so vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Bei den größ­ten baye­ri­schen Absatz­märk­ten zeigt sich die dras­ti­sche Lage ganz beson­ders. „Bei unse­rem wich­tigs­ten Export­markt, den USA, sind sowohl die Expor­te als auch die Impor­te im Sink­flug – und das sogar noch vor Inkraft­tre­ten der neu­en Zöl­le. Im Febru­ar san­ken die Aus­fuh­ren in die USA dem­nach um fast 10 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat. Die Ein­fuh­ren aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten lagen sogar um rund ein Vier­tel nied­ri­ger. Die radi­ka­le Zoll­po­li­tik von Donald Trump stellt für die baye­ri­sche Wirt­schaft eine fun­da­men­ta­le Her­aus­for­de­rung dar. Fast 13 Pro­zent der baye­ri­schen Expor­te gehen in die USA. Noch dra­ma­ti­scher ent­wi­ckelt sich zugleich unser Chi­na­ge­schäft: Die Aus­fuh­ren in das Reich der Mit­te gin­gen im Febru­ar um gan­ze 31,5 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr zurück. Eben­so sehen wir Ein­bu­ßen beim Export nach Öster­reich, Frank­reich, Ita­li­en und in das Ver­ei­nig­te König­reich. Nur in weni­ge wich­ti­ge Export­märk­te konn­ten die Aus­fuh­ren gestei­gert wer­den. Polen ist eine sol­che posi­ti­ve Aus­nah­me“, erklärt Brossardt.

Ein ähn­li­ches Bild ergibt sich für die ein­zel­nen Waren­grup­pen. „Wich­tigs­te Export­gü­ter im Febru­ar 2025 waren Pkw und Wohn­mo­bi­le mit einem Export­vo­lu­men von rund 3,7 Mil­li­ar­den Euro. Danach folg­ten Maschi­nen, Gerä­te zur Elek­tri­zi­täts­er­zeu­gung und ‑ver­tei­lung, Kfz-Tei­le sowie Phar­ma­zeu­ti­sche Erzeug­nis­se. Außer bei den phar­ma­zeu­ti­schen Erzeug­nis­sen gab es bei allen genann­ten Waren­grup­pen Export­rück­gän­ge von bis zu 12,3 Pro­zent. Fakt ist: Die neu­en außen­wirt­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten stel­len die baye­ri­sche Wirt­schaft auf eine har­te Bewäh­rungs­pro­be. Die Auf­ga­ben, vor denen wir ste­hen, sind groß, kurz‑, aber auch lang­fris­tig. Gleich­zei­tig stimmt uns der Koali­ti­ons­ver­trag hoff­nungs­voll. Es muss jetzt schnell gehan­delt wer­den“, so Brossardt.