2. Damen Basketball Bundesliga
Medikamente per Klick Bamberg Baskets schlagen Ulm
Am 5. Spieltag in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga besiegten die Medikamente per Klick Bamberg Baskets die BBU ’01 am Sonntagabend vor rund 400 Zuschauern mit 71:62 (34:33) und durften den zweiten Saisonsieg einfahren.
Auf Seiten der Ulmerinnen punkteten Leni Wilhelm (16) und Anneke Schlüter (14) am besten. Die Statistik auf Bamberger Seite führten Hailey van Roekel mit 20 Punkten und Geburtstagskind Elise Tweedie mit 11 Punkten und 14 Rebounds an. Großen Anteil am Schub im Bamberger Spiel im dritten Viertel, das die Mannschaft von Head Coach Samuel Gloser mit 19:8 für sich entscheiden konnte, hatte Marisa Köhler, die vor allem in den zehn Minuten nach der Pause couragiert aufspielte.
34:33-Halbzeitführung für Bamberg
Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase (4:4/2.) lief Hailey van Roekel im Team der Medikamente per Klick Bamberg Baskets plötzlich heiß. In 2:19 Minuten erzielte sie zwar acht Punkte am Stück, absetzten konnten sich die Bambergerinnen zunächst aber dennoch nicht (12:11/6.), da die Gäste aus Ulm hier gut dagegenhielten. Irgendwie übertrug sich der offensive Touch im Spiel von Hailey van Roekel nun aber auf die Defense ihres Teams, das mit einem 8:1‑Run bis zum Ende des ersten Viertels eine 20:12-Führung herausspielen konnte.
Mit viel Druck auf die Ballführende Spielerin versuchte man den Ulmerinnen das Spiel schwer zu machen, doch nach Dreiern von Leni Wilhelm und Sophie Ouedraogo kamen die Gäste beim 22:19 (12.) wieder in Schlagdistanz. Stephanie Sachnovski konterte zunächst mit einem Dreier zum 25:19, doch wenig später glich Franka Faul mit einem Treffer ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie aus (25:25/15.). Erneut hatte das Team von Samule Gloser die passende Antwort parat und zog auf 34:28 (17.) wieder etwas davon. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann aber nochmals den Ulmerinnen, die sich bis zum Seitenwechsel auf 34:33 wieder herankämpften.
„Letztlich war es ein Arbeitssieg“
Zu Beginn der zweiten Hälfte wollte beiden Mannschaften offensiv zunächst nichts gelingen und so blieben die ersten drei Minuten nach dem Seitenwechsle auf beiden Seiten ohne Punkt. Die Einwechslung von Marisa Köhler sorgte im Spiel der Bambergerinnen aber nun für den bereits angesprochenen Energie-Boost. In gut fünf Minuten legten Alston, Tweedie & Co. einem 17:3‑Run aufs Parkett der Graf-Stauffenberg-Halle und machten aus einem 36:35 (24.) eine 53:38-Führung.
Entschieden war das Spiel jedoch noch lange nicht, denn die Ulmerin spielten sich zu Beginn des Schlussabschnitts wieder auf 53:44 heran. Hailey van Roekel war aber an diesem Abend nicht zu bremsen und nahm das Schicksal ihre Mannschaft nun in den kommenden gut drei Minuten nochmals buchstäblich in die eigene Hand. Mit elf Punkten (darunter 3 Dreier) in diesem 13:2‑Run brachte sie ihre Mannschaft beim 66:47 (34.) vorentscheidend in Führung. Die Ulmerinnen gab aber auch hier noch lange nicht auf, fighteten bis zum Spielende, doch die Medikamente per Klick Bamberg Baskets verstanden es bis zum Ende gut, ihren Gegner auf Distanz zu halten und den sich den Sieg nicht noch einmal streitig machen zu lassen. „Es ist ein wichtiger Sieg für uns, auch wenn es kein schönes Spiel war. Phasenweise haben wir ganz einfach nicht die Energie gebracht, die aber schlicht und ergreifend vonnöten ist. Es war nicht das Spiel, was wir in den letzten beiden Spielen und vor allem auch in Bad Homburg schon gezeigt haben“, so Bambergs Head Coach Samuel Gloser. „Letztlich war es ein Arbeitssieg, bei dem in den wichtigen Momenten unsere Führungsspielerinnen die Verantwortung übernommen haben, aus der Komfort-Zone gegangen sind und den nötigen Schritt nach vorne gemacht haben. Mit diesem Sieg können wir uns in der Tabelle nun wieder etwas nach oben orientieren und werden jetzt im Training daran arbeiten, dass wir gegen Würzburg wieder die Energie von Anfang an ins Spiel bekommen.“ Am kommenden Samstag geht es für die Medikamente per Klick Bamberg Baskets nun zum Frankenderby nach Würzburg. Tip-Off zum Gastspiel bei den QOOL Sharks ist um 17:30 Uhr. Das nächste Heimspiel der Bambergerinnen steigt dann am 15. November. Zu Gast in der Graf-Stauffenberg-Halle hat man dann die BasCts des USC Heidelberg. Tip-Off zu diesem Spiel ist um 18:00 Uhr.
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Dritter Bamberger Saisonsieg
BMA365 Bamberg Baskets gewinnen erneut in Hamburg
Nach dem Sieg im BBL-Pokal haben die BMA365 Bamberg Baskets auch ihre Bundesliga-Partie in Hamburg gewonnen. Am 6. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend bei den Veolia Towers Hamburg mit 101:71 (43:36) und holte sich so ihren dritten Saisonsieg.
3.069 Zuschauer in der Inselpark Arena sahen eine überzeugende Vorstellung des Teams aus Freak City, das alle vier Viertel für sich entscheiden konnte. Den entscheidenden Vorsprung konnten sich die Bamberger im dritten Abschnitt herausspielen. Diesen gewann man mit 30:15 und setzte sich deutlich ab.
Neben Moritz Krimmer und Daniel Keppeler (Fußverletzung) musste Head Coach Anton Gavel ab der 14. Minute auch noch auf Richard Balint verzichten. Beim Zusammenprall mit Zsombor Maronka wurde dem Tschechen ein Stück vom Zahn ausgeschlagen. Zudem erlitt er eine Platzwunde am Kinn.
Wie schon beim Heimsieg gegen Chemnitz punkteten auch diesmal gleich sechs Bamberger Spieler zweistellig. Demarcus Demonia (20) und Ibi Watson (18) führten das Team an. Besondere Erwähnung verdient auch die Leistung von EJ Onu. Der Center steuerte neben seinen 11 Punkten und 7 Rebounds auch 6 geblockte Würfe zum Erfolg bei.
43:36-Halbzeitführung der Baskets
Never change a running system – getreu diesem Spruch startete Head Coach Anton Gavel erneut mit der aus den bisherigen Spielen bereits bekannten Startformation. Williams, Balint, Watson, Demonia und Onu legten auch gleich wieder richtig gut los und gingen nach gerade einmal einer gespielten Minute durch einen ganz weiten Dreier von Cobe Williams mit 5:0 in Front. Auch Benka Barloschky war sofort im Spiel – den Schiedsrichtern jedoch vielleicht ein wenig zu arg, weshalb der Towers-Coach nach exakt 89 Sekunden ein Technisches Foul angeschrieben bekam. Ibi Watson versenkte den fälligen Freiwurf sowie in den folgenden Angriffen gleich zwei Dreier und so lagen die Bamberger früh zweistellig in Führung (12:2/3.). Die Probleme der Hanseaten wurden nicht geringer, denn Aufbauspieler Leonard Thorpe Jr. war auf einem der Bodenaufkleber weggerutscht und hatte sich hierbei so verletzt, dass er nicht weiterspielen konnte. Unter dem Bamberger Korb räumte nun EJ Onu ordentlich auf (3 Blocks schon in der ersten Hälfte des ersten Viertels) und so blieben die BMA365 Bamberg Baskets weiter vorne (16:6/5.). Dann jedoch kamen die Towers besser ins Spiel und verkürzten dank mehrerer Offensiv-Rebounds den Rückstand (18:14/7.) Die Bamberger aber behaupteten die Führung und gewannen das erste Viertel letztlich mit 24:18.
Das zweite Viertel sollte dann zeigen, warum Head Coach Anton Gavel vor diesem Spiel gewarnt hatte. Zunächst legten EJ Onu und Demarcus Demonia zwar für die Gäste vor (29:21/13.), doch sowohl in der Inselpark Arena als auch bei der DYN-Übertragung war zu spüren, dass die Hanseaten nun immer stärker wurden. Auch die Verletzung von Richard Balint (14.) sowie das dritte Foul gegen Cobe Williams (15.) spielten den Hanseaten in die Karten. Zudem geriet der gesamte Rhythmus des Spiels durch mehrere strittige Schiedsrichter-Entscheidungen etwas ins Stottern, was eher dem Spiel der Hamburger zugutekam (Bamberg am Ende mit 20:2 Fast-Break Punkten). Knapp drei Minuten vor der Halbzeitpause dunkte Zacharie Perrin sein Team auf 34:32 wieder heran und Niklas Wimberg verkürzte per Dreier sogar auf 36:35 (19.), doch Ibi Watson & Co. behielten kühlen Kopf. Mit einem 7:1‑Lauf nahm man nicht nur eine doch ganz ordentliche 43:36-Halbzeitführung mit in die Kabine, sondern dank des Dreiers von Zach Ensminger eben kurz vor Halbzeit auch das Momentum.
„Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht“
So richtig heiß kamen die BMA365 Bamberg Baskets aus der Kabine. Wie schon in der ersten Hälfte spielte man weiter sein Spiel und ließ den Vorsprung aufgrund einer 18:4‑Serie erstmals auf über 20 Zähler anwachsen (61:40/28.). Bis auf 25 Punkte (71:46/30.) konnte man die Führung ausbauen, ehe die Towers zum Ende des dritten Abschnitts nochmals auf 73:51 herankamen.
Zu Beginn des Schlussviertels ließ die Konzentration ein wenig nach. Das Bamberger Teamplay litt und immer wieder traf man schlechte Entscheidungen und nahm schlechte Würfe. Dies schaute sich Anton Gavel jedoch nur zwei Minuten mit an (74:55/32.), ehe er in einer Auszeit sein Team wieder in die Spur brachte. Cobe Williams übernahm und mit zwei Dreiern zum 80:57 (34.) sorgte er für klare Verhältnisse. Von nun an hielten die BMA365 Bamberg Baskets ihren Gegner bis zum Spielende auf Distanz. An der Freiwurflinie erzielte Finn Döntgens mit seinen Zählern sieben und acht in dieser Partie zunächst den 100. Punkt sowie dann auch den 101:71 Endstand.
„Glückwunsch an die Spieler. Ich glaube, es war eine schwierige Partie. Eine Mannschaft, die um den ersten Saisonsieg kämpft, ist immer sehr gefährlich. Das Gute war, dass wir alle vier Viertel gewonnen haben. Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht und konnten daraus auch einfache Punkte in Transition machen, was immer wichtig ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Beide Mannschaften mussten auf Spieler verzichten, an dieser Stelle gute Besserung an LJ Thorpe. Wir mussten auf Richard verzichten. Aber die anderen Spieler haben es sehr gut gemeistert, ihn heute gemeinsam zu ersetzen. Wir sind froh über den Sieg.“
Das nächste Heimspiel steht am kommenden Samstag, 8. November, gegen die SKYLINERS aus Frankfurt auf dem Spielplan. Tip-Off gegen die Hessen in der BROSE ARENA ist um 18:30 Uhr.
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2. Damen Basketball Bundesliga
Medikamente per Klick Bamberg Baskets wollen gegen Ulm nachlegen
Am 5. Spieltag in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga wollen die Medikamente per Klick Bamberg Baskets ihren in den letzten Spielen deutlich erkennbaren Aufwärtstrend weiter fortsetzen und gegen Ulm nachlegen.
Nach dem Erfolg im Heimspiel gegen die Eisvögel des USC Freiburg II und der nur ganz knappen Overtime-Niederlage beim Spitzenreiter der Süd-Gruppe in Bad Homburg hat das Team von Head Coach Samuel Gloser an diesem Spieltag ganz klar den zweiten Heimsieg in Folge im Visier. Auch wenn die Ulmerinnen von BBU ’01 bislang noch kein Spiel gewinnen konnten, wird die Aufgabe am Sonntag um 17:30 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle alles andere als ein Selbstläufer.
Nach dem vierten Spieltag sind die Ulmerinnen das einzige Team, das noch ohne Sieg am Tabellenende steht. Nach der Auftaktniederlage in Würzburg (48:76) unterlag man auch im ersten Heimspiel der neunen Saison in einer absolut verrückten Partie gegen die BasCats aus Heidelberg. Nachdem die Gäste das erste Viertel mit 41:17 gewonnen hatten und auch zur Pause mit 60:25 deutlich in Führung lagen, gestatteten die Ulmerinnen den BasCats in der zweiten Hälfte nur noch 13 Zähler! Da man selbst aber nur 36 Punkte noch auf die Anzeigetafel brachte, kamen die Heidelbergerinnen doch noch siegreich davon. In Dillingen (43:63) und auch am letzten Spieltag gegen Stuttgart (56:81) gab es zwei deutliche Niederlagen für die Mannschaft von Head Coach Dominik Jussel.
„Mit Ulm als Aufsteiger kommt ein Team zu uns, das in dieser Saison noch auf den ersten Saisonsieg wartet. Genau das macht die Aufgabe besonders schwierig, denn sie werden alles hineinwerfen, um endlich zu gewinnen. Wir wissen selbst aus der letzten Saison, wie sich diese Situation anfühlt und wie viel Energie man in jedes Spiel steckt, um den Knoten zu lösen. Wichtig ist, dass Aufbauspiel früh unter Druck zu setzen und den Spielrhythmus vorzugeben“, so Bambergs Head Coach Samuel Gloser. „Für uns gilt es insgesamt, fokussiert zu bleiben, unser Spiel durchzuziehen und auf unsere Stärken zu vertrauen. Wenn wir das schaffen, bin ich überzeugt, dass wir den nächsten wichtigen Sieg einfahren können und einen weiteren Pfeiler in unserer Saisonentwicklung setzten.“
Duell der beiden reboundschwächsten Teams
Mit einem Schnitt von 16,3 Punkten pro Partie ist Anneke Schlüter aktuell die korbgefährlichste Ulmerin. 13 Würfe nimmt sie im Durchschnitt pro Partie aus dem Feld, wobei ihre Versuche aus dem Zwei-Punkt-Bereich mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent das Ziel finden. Ihr Dreier ist in dieser Saison hingegen noch ausbaufähig. Bei bisher 6,3 Versuchen pro Partie ging durchschnittlich nur ein Wurf in den Korb. Dennoch aber führt die 30-Jährige auch in Sachen Effektivität mit einem Wert von 15,0 ihr Team an.
Beste Rebounderin im Team von BBU ’01 ist Sandrin Renner. 7,5 abprallende Bälle schnappt sich die 23-Jährige im Schnitt pro Partie. Zudem erzielt sie in den bisherigen vier Spielen 6,5 Punkte und gab 2,0 Assists.
Im Duell der beiden reboundschwächsten Teams (Bamberg: 33,8 /Ulm: 34,3) wird es vor allem darum gehen, eben die Fehlwürfe des Gegners sofort einzusammeln und stets gut auf den Ball achtzugeben. Während die Bambergerinnen mit 9,5 bisher die wenigsten Ballgewinne pro Partie verbuchen konnten (Ulm: 11,8), werfen die Ulmerinnen hingegen den Ball satte 27,5‑mal pro Partie weg (Bamberg: 18,0 Ballverluste pro Spiel) und liegen damit in jener Statistik, die niemand wirklich anführen möchte, an der Spitze.
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Nach dem Pokal gastiert Bamberg erneut in Hamburg
Veolia Towers Hamburg erwarten die BMA365 Bamberg Baskets
38 Tage nachdem man sich in der ersten Runde des BBL-Pokals gegenüberstand, treffen die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Wochenende nun erneut auf die Veolia Towers Hamburg. Wie schon beim Pokalspiel Ende September so haben die Hanseaten auch in der Partie des 6. Spieltags in der easyCredit BBL das Heimrecht auf ihrer Seite.
Für beide Mannschaften ist die kommende Begegnung das mittlerweile fünfte BBL-Match in dieser Saison. Während die Bamberger mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem Konto nach Hamburg reisen, konnten die Norddeutschen bislang noch keines ihrer BBL-Spiele in dieser Saison gewinnen. Tip-Off in der Inselpark Arena zur Partie der BMA365 Bamberg Baskets bei den Veolia Towers Hamburg ist am Samstagabend um 20:00 Uhr.
„Mit dem Spiel in Hamburg steht uns wieder ein sehr schweres Auswärtsspiel bevor. Die Towers stehen noch ohne Sieg und werden daher alles dafür tun, den Knoten platzen zu lassen. Unter diesen Voraussetzungen nochmals gegen dieses EuroCup Team, das Qualität besitzt, zu spielen, ist eine absolut schwierige Aufgabe für uns“, so Anton Gavel. „Gerade auswärts ist es für uns besonders wichtig, in der Defensive eine Leistung aufs Parkett zu bringen, so wie uns das zuletzt gegen Chemnitz über mehrere Viertel gelungen ist. Natürlich hilft es, wenn man vorne ein paar Würfe trifft, aber das ist zweitrangig. Wir müssen versuchen, dem Spiel von Anfang an unseren Stempel aufzudrücken.“
Nach jeweils vier gespielten Partien in der easyCredit Basketball Bundesliga sprechen die Statistiken vor dem Spiel am Samstag in Hamburg eine klare Sprache. In Sachen Punkte, Rebounds, Assists & Co. haben die Bamberger bei den Durchschnittswerten überall die Nase vorne.
Die Wurfquoten hingegen sind in allen Bereichen ziemlich ähnlich. Da die Hanseaten jedoch noch keines ihrer vier BBL-Spiele gewinnen konnten (gegen den MBC, in Chemnitz und München sowie gegen Bonn) spricht die Effektivität ebenfalls deutlich für die BMA365 Bamberg Baskets, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen nach Hamburg reisen.
Die 89:94-Niederlage im Pokal am 24. September gegen Bamberg war die erste Pleite der Hanseaten in dieser Saison. Wettbewerbsübergreifend folgten neun weitere Niederlagen (BBL: 0–4 /EuroCup: 0–5). Eben jenes erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften sprach Hamburgs Head Coach Benka Barloschky im Interview auf der Towers-Homepage nochmals explizit an: „Bamberg hat uns die bisher schmerzhafteste Niederlage zugefügt. Das Aus im Pokal hat unseren gesamten Saisonstart auf den Kopf gestellt. Wir wollen am Samstag über 40 Minuten unseren besten Basketball spielen, um uns dafür zu revanchieren. Und uns damit einen Neustart ermöglichen. In diesem Spiel steckt unglaublich viel – gemeinsam mit unseren Fans im Rücken wollen wir uns den Sieg holen.“
Aufgrund des schwachen Saisonstarts haben die Hamburger bereits nachverpflichtet. Mit Martin Breunig (33 Jahre – C – 2,03 m) kommt ein BBL-erfahrener Big Man an die Elbe. Am Samstag, so die Towers auf ihrer Homepage, wird Breunig jedoch noch nicht im Towers-Trikot auflaufen. Der Zwei-Meter-Mann steht dann nämlich ein letztes Mal für seinen aktuellen Arbeitgeber, den französischen Erstligisten SLUC Nancy im Gastspiel bei SIG Straßburg auf dem Parkett. Ebenfalls nicht mit dabei wird auch Osaro Rich sein. Der Shooting Guard hat sich im Spiel gegen Hapoel Jerusalem eine Fraktur der Speiche im rechten Arm zugezogen.
Carlos Stewart Jr. war beim Pokal-Spiel gegen Bamberg nicht mit von der Partie. Auch in der BBL kam der US-Amerikaner bislang nur in zwei Spielen (21 Punkte gegen den MBC und 13 Punkte in Chemnitz) zum Einsatz. Die beiden anderen Spiele musste der Point Guard als siebter Importspieler zuschauen. Auch am Samstag muss Cheftrainer Benka Barloschky einen seiner Spieler pausieren lassen. Neben Stewart traf es bislang auch den Ungarn Zsombor Maronka (23 Jahre – SF – 2,08 m) schon zweimal. Wieder mit von der Partie wird hingegen Niklas Wimberg (29 Jahre – PF – 2,06 m) sein. Im Pokalspiel war er noch mit einer Fingerverletzung zum Zuschauen verdammt.
Nicht nur unter den Brettern ist der Franzose Zacharie Perrin aktuelle einer der Stärksten im Team der Towers. Mit durchschnittlich 6,3 Rebounds führt er sein Team an. Auch sein Effektivitätswert von 16,0 stellt den Spitzenwert im Team der Hamburger dar.
Neben Perrin stand nur ein weiterer Spieler bislang in allen vier BBL-Partien in der Startformation der Towers. Leonard Thorpe Jr. hat auch im EuroCup alle Spiele für die Hanseaten begonnen. In der BBL verteilt er im Schnitt 6,3 Assists, leistet sich jedoch auch 3,5 Ballverluste pro Partie.
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Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Bamberg Baskets schlagen Chemnitz vor ausverkauftem Haus
Lange hatte Freak City auf das erste Heimspiel der neuen Saison warten müssen, doch das Warten hat sich gelohnt! Vor 5.700 Zuschauern in der BROSE ARENA und damit vor ausverkauftem Haus bezwangen die BMA365 Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag die NINERS Chemnitz mit 96:82 (44:50) und feierten eine gelungene Heimpremiere.
Nach einem fulminanten Start der Bamberger in die Partie kamen die Gäste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und konnten den bereits 16 Punkte betragenden Rückstand sogar in eine Pausenführung umwandeln. Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Bamberger dann jedoch in einen Rausch, gewannen den dritten Abschnitt mit 28:9 und erspielten sich Anfang des Schlussabschnitts einen 19-Punkte-Vorsprung, den man sich nicht mehr nehmen ließ.
Auf Seiten der NINERS, bei denen Kevin Yebo, Kaza Kajami-Keane und John Newman III fehlten, gefielen der US-Amerikaner Corey Davis (19 Punkte, 12 Assists) sowie der Malier Amadou Sow (23 Punkte, 11 Rebounds), die beide ein Double Double auflegten. Im Team von Head Coach Anton Gavel, das ohne Moritz Krimmer und Daniel Keppeler auskommen musste, punkteten sechs Spieler zweistellig. Die beiden Besten waren Kapitän Ibi Watson und Richard Balint mit je 18 Zählern. Der Tscheche kam zudem auf sechs Ballgewinne und lag in seinem Team in Sachen Effektivität klar an der Spitze.
Nach schneller 16-Punkte-Führung geht Bamberg mit Rückstand in die Halbzeit
Auch im ersten Heimspiel vertraute Head Coach Anton Gavel auf die Startformation, mit der er die bereits vorangegangenen fünf Auswärtsspiele begonnen hatte (Williams, Balint, Watson, Demonia, Onu). Nach einer kurzen Anlaufphase (4:4/3.) legten die Bamberger dann richtig los. Angezündet von der unglaublichen Atmosphäre in der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften BROSE ARENA sprühten die BMA365 Bamberg Baskets vor Spiellaune. In der Verteidigung stand man stabil und in der Offensive fielen die Würfe. Dem Alley-Oop von Demarcus Demonia (12:4/5.) folgte eine Chemnitzer Auszeit, die nach Dreiern von Demonia und Balint zum 20:4 (7.) jedoch erst einmal verpufft war. Nun aber fingen sich die NINERS und angeführt von Cory Davis und Amadou Sow spielte man sich bis zum Ende des ersten Abschnitts wieder heran (26:19).
Den zum Schluss des ersten Viertels gewonnenen Schwung konnten die Sachsen auch ins zweite Viertel mitnehmen. Nike Simbande verkürzte den Rückstand weiter (31:27/13.) worauf nun Anton Gavel mit einer Auszeit reagierte. Richard Balint erhöhte den Vorsprung direkt nach der Unterbrechung per Dreier wieder auf 34:27, doch das Spiel der Chemnitzer, auch da Cobe Williams aufgrund seines dritten Fouls (12.) auf die Bank musste, zeigte sich nun strukturierter und vor allem effektiver. Auch die Würfe aus der Distanz fielen nun bei den Gästen und nachdem Corey Davis zunächst erneut ausgeglichen hatte (34:34/15.), warf Robbie Beran Jr. per Dreier die NINERS wieder in Front (35:37/16.). Die Leichtigkeit des Bamberger Spiels aus dem ersten Viertel war verschwunden und die Gäste bauten ihren Vorsprung bis auf 42:50 (19.) aus. Gepusht von den eigenen Fans krempelten Ibi Watson & Co. die Ärmel hoch, kämpften und blieben dran. Beim Stand von 44:50 ging es in die Halbzeitpause.
„Wir haben den Plan gut umgesetzt“
In der Kabine schienen sich die Bamberger in der Pause nochmals richtig heiß gemacht zu haben, denn wie schon zu Beginn des Spiels drehte man wieder richtig stark auf. 83 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gerade einmal gespielt, da hatte man sich die Führung zurückerobert (51:50). Die Arena kochte und das Team ließ sich von der Welle von den Zuschauerrängen tragen. Ein 13:2‑Run zu Beginn der zweiten Hälfte bedeutete eine 57:52-Führung (25.). Und die BMA365 Bamberg Baskets blieben weiter giftig in der Verteidigung, forcierten Ballverluste der NINERS und bauten ihren Vorsprung durch den Korb von Austin Crowley erneut in den zweistelligen Bereich aus (70:59/30.) Ibi Watson packte noch zwei Zähler zum 72:59-Zwischenstand vor den letzten zehn Minuten drauf.
Hoch konzentriert begannen die Bamberger auch den Schlussabschnitt. Ein Korberfolg von Patrick Heckmann sowie ein Dreier von Zach Ensminger bedeuteten einen 5:0‑Start (77:58/31.) und zogen die nächste Chemnitzer Auszeit nach sich. Die Sachsen erhöhten in der Verteidigung nun den Druck und kamen so bis auf 82:69 (35.) nochmals heran. Kaltschnäuzig hielten die Bamberger jedoch ihren Vorsprung auch weiterhin im zweistelligen Bereich und als Demarcus Demonia knapp zwei Minuten vor dem Ende des Spiels ein hohes Anspiel von Richard Balint per Alley-Oop zum 91:73 im Chemnitzer Korb versenkte, war die Entscheidung gefallen. Am Ende siegten die BMA365 Bamberg Baskets dank einer leidenschaftlichen Teamleistung absolut verdient mit 96:82 und konnte damit gleich im ersten Heimspiel der neuen Saison den ersten Heimsieg feiern.
„Glückwunsch an unsere Spieler. Es war wichtig für uns, das erste Spiel erfolgreich zu gestalten. Der Start in beide Halbzeiten war schon sehr gut, vor allem in der Defensive. Wir haben den Plan, an dem die Spieler die gesamte Woche über gearbeitet haben, gut umgesetzt“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „96 Punkte zeigen natürlich auch, dass viele gute herausgespielte Würfe gefallen sind. Dennoch hatten wir viele einfache, die wir liegen haben lassen. Jeder, der heute auf dem Feld war, hat seinen Teil dazu beigetragen, was wichtig war, weil Daniel Keppeler nicht spielen konnte und wir daher auch die Rotation etwas verändern mussten.“
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Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Wieder ein Krimi? BMA365 Bamberg Baskets empfangen Chemnitz
Für Spannung sollte gesorgt sein, wenn die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Sonntag in ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga die NINERS aus Chemnitz empfangen.
Jeweils nur mit einem einzigen Punkt Unterschied (81:80 in Bamberg – 98:99 n.V. in Chemnitz) endeten die Begegnungen in der Vorsaison, wobei jeweils das Heimteam das bessere Ende für sich hatte. Tip-Off zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Serie ist am Sonntag um 15:00 Uhr.
„Die Spieler haben jetzt schon lange darauf hin gefiebert, endlich ein Heimspiel zu haben und die Atmosphäre in der Arena auch das erste Mal zu erleben. Chemnitz ist eine EuroCup-Mannschaft, die sich unglaublich gut verstärkt hat und mit Yebo, Mushidi und jetzt auch noch Neuzugang Gavin Schilling auch auf den deutschen Positionen sehr gefährliche Spieler hat“, so Head Coach Anton Gavel. „Sie sind super athletisch und offensiv momentan die beste Mannschaft in der BBL. Wenn wir mit ihnen in einen offensiven Schlagabtausch gehen, dann wird das für uns ein langer Abend werden. Insofern muss unsere Defensive auf dem Punkt sein, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Aber noch einmal wir freuen uns wirklich alle sehr, in Freak City zum ersten Mal vor unseren eigenen Fans spielen zu können!“
Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen werden die Sachsen mit ordentlich Wut im Bauch nach Bamberg kommen. Nachdem die NINERS im BBL-Pokal am vergangenen Wochenende im Gastspiel bei RASTA Vechta im Achtelfinale ausgeschieden waren (86:89), unterlagen die Chemnitzer auch am Mittwochabend im EuroCup. Gegen die London Lions zog man in der Messe Chemnitz am Ende hauchdünn mit 67:68 den Kürzeren, nachdem der letzte Wurf des Spiels von der Mittellinie von Kostia Mushidi nicht in den Korb ging.
Liga, Pokal und EuroCup … der Tanz auf drei Hochzeiten bescherte den Chemnitzern im Oktober eine ganze Menge an Spielen. Das Match in Freak City wird für die NINERS die bereits neunte Partie im Oktober sein. Während die Mannschaft von Head Coach Rodrigo Pastore im BBL-Pokal-Achtelfinale die Segel streichen musste und auch im EuroCup von bisher vier Spielen nur eines gewinnen konnte, sind die Sachsen in der easyCredit BBL wie schon im Vorjahr wieder ganz stark unterwegs. Nach vier Spielen haben die NINERS drei Siege auf ihrem Konto und stehen in der Tabelle auf Position sechs.
Während das BBL-Auftaktmatch der NINERS in Ulm mit 81:94 verloren ging, konnten Kevin Yebo & Co. die nächsten drei BBL-Partien gewinnen. Dem Heimsieg gegen die Veolia Towers Hamburg (102:78) folgte ein 90:83-Auswärtserfolg in Heidelberg. Den dritten Sieg in Serie holten sich die NINERS auf eigenem Parkett mit 111:88 gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg.
So wirklich viele Spieler aus der Vorsaison sind Coach Pastore nicht geblieben. Kevin Yebo (29 Jahre – PF – 2,07 m), der während der Vorsaison vom FC Bayern zurück nach Chemnitz gewechselt war, ist der einzige verbliebene Leistungsträger im Team. Mit Lansdowne, Garrett, Uguak, Richter, Bailey, Gilyard, Nkamhoua, Jefferson und Nicolas Tischler gab es etliche Abgänge. Nach wie vor zum Kader zählen die Nachwuchsspieler Roman Bedime (23 Jahre – PF – 2,03 m) und Luca Kellig (19 Jahre – SG – 1,92 m).
Die Neuen in Chemnitz bringen viel Erfahrung mit in die diesjährige Kulturhauptstadt Europas. Der kanadische Rückkehrer Kaza Kajami-Keane (31 Jahre – PG – 1,85 m) zählte schon beim Gewinn des FIBA Europe Cups der NINERS 2024 zum Kader und war ebenso schon in der BBL aktiv wie Kostja Mushidi (27 Jahre – SF – 1,95 m, spielte bereits in Göttingen, Braunschweig und beim MBC), der US-Amerikaner Ty Brewer (25 Jahre – SF – 2,01 m, kam vom SYNTAINICS MBC) und Gavin Schilling (29 Jahre – C – 2,06 m, insgesamt 156 BBL Spiele für Ulm, München und Braunschweig). Ebenfalls neu ist der aus Straßburg gekommene Malier Amadou Sow (26 Jahre – C – 2,06 m). Neben dem Westafrikaner vertrauen die Chemnitzer auf die US-Amerikaner Nike Sibande (26 Jahre – SG – 1,93 m, kam aus der Türkei von Darüssafaka), Corey Davis (28 Jahre – PG – 1,85 m, spielte zuletzt in Italien für Vanoli Cremona) sowie die zuletzt für die Kortrijk Spurs in Belgien aktiven John Newman III (26 Jahre – SG – 1,96 m) und Robbie Beran Jr.(25 Jahre – PF – 2,04 m).
Als absoluter Glücksgriff hat sich bisher der bulgarische Nationalspieler Yordan Minchev (27 Jahre – PF – 2,05 m) herausgestellt. Der 27-Jährige führt mit einem Effektivitätswert von 19,8 sein Team an (4. in der BBL). Mit durchschnittlich 14,0 Punkten pro Spiel ist er einer von insgesamt sechs Chemnitzern mit zweistelligem Punkteschnitt. Zudem greift Minchev pro Partie 9,0 Rebounds ab und führt damit die gesamte BBL an. Der im bulgarischen Sliven geborene Minchev spielte in der Vorsaison in Belgien bei Spirou Basket Charleroi, wo er Mannschaftskamerad von Cobe Williams war.
Seit 2006 ist der Argentinier als Trainer aktiv. Seine Profikarriere startete Rodrigo Pastore als Spieler und zwar in Deutschland. Nach einem kurzen Gastspiel in der 2. Liga bei der TG Landshut, spielte er von 1996 bis 1998 in Bayreuth. Nach weiteren Stationen in Italien, Deutschland und der Schweiz wurde er zunächst 2006 Spielertrainer bei SAV Vacallo Basket, ehe er sich ab der Saison 2008 //2009 voll aufs Coachen konzentrierte. Seit 2015 ist Rodrigo Pastore nun in Chemnitz tätig und geht damit in dieser Saison in seine 11. Spielzeit mit den Sachsen.
Nach dem Zusammenschluss der beiden Vereine BG Chemnitz und Lok Chemnitz entstand im Jahr 1999 der BV Chemnitz 99. Schnell entwickelte sich aus dem Gründungsjahr des Vereins der Spitzname des Herren-Teams, der auch bei der Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in die NINERS Chemnitz GmbH Verwendung fand. Seit der Saison 2020//21 gehören die NINERS zur BBL und haben mit dem ChemCats zudem auch eine Damenmannschaft im Spielbetreib, die in der Nordgruppe der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga an den Start geht.
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2. Damen Basketball Bundesliga
In der Overtime ging den Medikamente per Klick Bamberg Baskets die Luft aus
Sie waren so nahe dran in ihrem Auswärtsspiel am 4. Spieltag in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga ihren nächsten Sieg zu landen. Bei den ungeschlagenen Falcons in Bad Homburg spielte die Mannschaft von Head Coach Samuel Gloser extrem stark mit und musste sich erst nach Verlängerung mit 67:75 (36:40, 66:66) geschlagen geben.
Nachdem man im ersten Abschnitt bereits mit zehn Punkten in Rückstand gelegen hatte, kämpften sich die Bambergerinnen zurück in die Partie. 100 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit lag man mit vier Zählern in Führung und hatte den Ball, doch die Bad Homburgerinnen glichen nochmals aus. Elise Tweedie hätte in der letzten Sekunde noch für ein Happy End sorgen können, doch ihr Sprungwurf ging daneben und das Spiel somit in die Extraspielzeit, in der Gastgeberinnen mit 9:1 den eindeutig längeren Atem hatten und sich den Sieg holten.
Die Medikamente per Klick Bamberg Baskets dominierten mit 54:42 Rebounds zwar die Bretter, doch 29 Bamberger Ballverluste (Bad Homburg 15) waren am Ende einfach zu viel. Hailey van Roekel (20) und Faith Alston (19) waren Bambergs beste Werferinnen. Bei den Bad Homburgerinnen führte Claire Signatovich (16) ein Quintett an Spielerinnen an, in dem alle zweistellig scorten.
Der Spielverlauf
Die Gastgeberinnen erwischten den deutlich besseren Start. Schnell fanden die bis dato noch ungeschlagenen Falcons ihren Rhythmus und lagen nach gut vier Minuten bereits deutlich in Front. Nun aber kamen auch die Medikamente per Klick Bamberg Baskets besser in Tritt und beim 9:13 (7.) wieder heran. Knapp eine Minute war im ersten Viertel noch zu spielen (14:18/10.), als die Falcons noch einmal zuschlagen und ihre Führung doch noch in den zweistelligen Bereich schrauben konnten (14:24).
Hailey van Roekel eröffnete den zweiten Abschnitt mit zwei erfolgreichen Dreiern und Bamberg war auf 20:24 (12.) wieder dran. Nun übernahm Faith Alston und packte ihr Team auf ihre Schultern. 13 Punkte erzielte die US-Amerikanerin am Stück im zweiten Viertel und beim 33:36 (18.) war die Partie völlig offen. Beim Stand von 36:40 wurden die Seiten gewechselt.
Den ersten Korb der zweiten Hälfte erzielten zwar die Gastgeberinnen (36:42), doch ein 70-Run des Teams von Head Coach Samuel Gloser drehte die Partie (43:42/24.). Beide Teams nun Kopf an Kopf. Mit einem Drei-Punkte-Spiel sorgte Sarah Spiegel zum Ende des dritten Viertels für eine hauchdünne Bamberger Führung (54:53).
Im Schlussabschnitt legten zunächst die Bambergerinnen vor und dr Jumpshot von Faith Alston bedeutete das 58:53 (34.). Die Falcons schlugen zurück (605937.), doch eine weitere Minute später bei noch 305 Minuten Restspielzeit traf erneut Hailey van Roekel zum 66:59. Den Medikamente per Klick Bamberg Baskets wollte bis zur Schlusssirene allerdings kein weiterer Punkt gelingen und so konnten die Bad Homburgerinnen 8 Sekunden vor dem Ende doch noch ausgleichen. Der letzte Wurf von Elise Tweedie verfehlte das Ziel und die Partie ging in die Verlängerung.
Hier hatten die Falcons nun das Momentum auf ihrer Seite. Isabel Gregor versenkte zwei Korbleger und brachte ihr Team auf die Siegerstraße. Mit 1:9 gaben die Bambergerinnen die Overtime ab und unterlagen trotz starker Leistung und großem Kampf mit 67:75 nach Verlängerung.
„Ich bin sehr stolz, dass wir Bad Homburg heute über 45 Minuten einen starken Kampf geliefert haben. Wir haben ihre Energie van Anfang an gematcht und auf Augenhöhe agiert. Letztendlich haben die Falcons in der Verlängerung die entscheidenden Plays gemacht, was aber die Leistung unseres Teams nicht schmälern soll“, resümierte Bambergs Head Coach Samuel Gloser. „Wir haben gegen den Tabellenführer ein super Spiel gemacht und die Sachen, die wir uns vorgenommen hatten, gut umgesetzt. Man hat gesehen, was für ein Potential in diesem Kader steckt, dass wir gegen die Spitzenmannschaften der Liga und so auch um die Playoffs mitspielen können.“
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BBL-Pokal
BMA365 Bamberg Baskets siegen beim MBC und stehen im Pokal-Viertelfinale
Die BMA365 Bamberg Baskets haben die Runde der letzten acht Teams im BBL-Pokal erreicht. Im Achtelfinale siegte das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend beim SYNTAINICS MBC mit 105:78 (50:46) und warf so den Titelverteidiger aus dem Rennen.
Vor 1.750 Zuschauern in der Stadthalle in Weißenfels gaben die Bamberger dem Spiel im dritten Viertel die entscheidende Wendung. Mit 33:16 gewann man den dritten Abschnitt, zog somit auf über 20 Punkte davon und fügte den Sachsen-Anhaltern am Ende die erste Niederlage der neuen Saison zu.
Überragender Akteur auf Seiten des MBC war Charles Callison mit 29 Punkten. Topscorer der Bamberger war Cobe Williams mit 22 Punkten. Auch Mannschaftskapitän Ibi Watson (19p./7r./5a.), Zach Ensminger (9p./7r./5a.) und Richard Balint (9p./6a.) wussten zu überzeugen.
Auf wen die BMA365 Bamberg Baskets im Pokal-Viertelfinale nun treffen werden, entscheidet sich am Montagabend, wenn im Nachgang der Partie zwischen München und Braunschweig die nächste Pokal-Runde ausgelost werden wird.
Beide Mannschaften kamen gut in dieses Pokalspiel und es entwickelte sich schnell ein offener Schlagabtausch (7:7/4.). Während Marcus Foster und Charles Callison (je 5 Punkte) die Wölfe führten (9:10/6.), waren es bei den BMA365 Bamberg Baskets vor allem Ibi Watson und Zach Ensminger, die den Takt vorgaben. Absetzten aber konnte sich im ersten Abschnitt keines der beiden Teams und so endete das erste Viertel mit 18:18 unentschieden.
Im zweiten Viertel ging es dann buchstäblich hin und her. Zunächst legten die Bamberger vor (23:18/12.), doch keine Minute später lagen die Gastgeber wieder in Front (23:26/13.). Das Team von Anton Gavel ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Auch das dritte Foul gegen EJ Onu hatte keine Auswirkungen, da Finn Döntgens seine Sache richtig gut machte. Gleich im ersten Angriff nach seiner Einwechslung vollendete er nach Anspiel von Ibi Watson und setzte damit den Startpunkt für einen Bamberger 10:0‑Run (35:27/16.). Die Wölfe aber hatten ja einen Charles Callison in ihren Reihen. Der US-amerikanische Point Guard versenkte zwei Dreier und führte mit insgesamt 20 Zählern in der ersten Halbzeit sein Team wieder heran (37:37/17.). Ibi Watson antwortete ebenfalls mit einem Dreier und die Bamberger behielten bis zur Pause stets knapp die Nase vorne. Den 50:46-Halbzeitstand erzielte erneut Ibi Watson per Dreier. Sein Wurf von jenseits der 6,75-Meter-Linie schlug mit der Halbzeitsirene im Wölfe-Korb ein und sorgte nochmals für ordentlich Stimmung im bestens gefüllten Gäste-Block hinter der Bamberger Mannschaftsbank.
„Das ist ein Spiel, auf dem wir aufbauen müssen“
Wie die Feuerwehr kamen die Bamberger dann aus der Halbzeitpause. 2:12 Minuten waren in der zweiten Hälfte gerade einmal gespielt, als die BMA365 Bamberg Baskets nach einem 11:0‑Start ins dritte Viertel mit 61:46 (23.) in Führung gingen. Wölfe-Coach Marco Ramondino ließ das Spiel aber dennoch erst einmal weiterlaufen und erst gut zwei Minuten später holte er sein Team zur Auszeit vom Parkett. Die Bamberger lagen zu diesem Zeitpunkt mit 71:52 voraus (25.) und trafen auch weiterhin ausgezeichnet aus der Distanz. Richard Balint und Cobe Williams waren nicht zu bremsen und nach dem Korb von EJ Onu betrug der Vorsprung kurz vor Ende des dritten Viertels bereits satte 23 Punkte (83:60).
Auch im Schlussabschnitt ließen die Bamberger nicht mehr locker. Austin Crowley traf von der Freiwurf-Linie und sorgte beim 89:62 (32.) für die höchste Führung des Abends. Wie schon das gesamte Spiel über lief der Ball auf Bamberger Seite immer wieder geduldig durch die eignen Reihen und man erspielte sich so gute Abschlüsse, die letztlich zu einem deutlich und absolut verdienten 105:78-Erfolg beim MBC führten. 25 Assists bei nur zehn Ballverlusten waren der Beweis für das hervorragende Teamplay der BMA365 Bamberg Baskets, das sich auch in den starken Wurfquoten widerspiegelte. Ibi Watson blieb bis zum Ende komplett ohne Fehlwurf. Cobe Williams traf alle seine sechs Dreipunktewürfe. Mit seinem Dreier zum 101:74 (38.) sorgte Adrian Petković dafür, dass letztlich alle 11 Bamberger Spieler Punkte zum 105:78-Erfolg beigetragen hatten.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Einzug ins Viertelfinale. Ich glaube, wir haben teilweise defensiv gut ausgesehen – zum Beispiel im dritten Viertel oder auch in Phasen der ersten Halbzeit. Dort konnten wir uns auch einfache Punkte erarbeiten. Klar hilft es, wenn man Würfe trifft. Vor allem in der zweiten Halbzeit sind uns schwierige Würfe gut gelungen. Charles Callison haben wir leider nicht unter Kontrolle bekommen, aber ich glaube, wir haben trotzdem gut gereboundet und 25 Assists für uns sprechen Bände. Unsere Ballbewegung war auch gut. Das ist ein Spiel, auf dem wir aufbauen müssen“, resümierte Bambergs Head Coach Anton Gavel.
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2. Damen Basketball Bundesliga
Medikamente per Klick Bamberg Baskets zu Gast in Bad Homburg
Für die Medikamente per Klick Bamberg Baskets geht es am morgigen Sonntag zu den Falcons nach Bad Homburg, die ihre bisherigen drei Saisonspiele allesamt gewinnen konnten und so gemeinsam mit den USC BasCats Heidelberg noch ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen.
Allein beim Blick auf die Tabelle wird einem klar, dass der nächste Spieltag in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga eine wahrlich schwere Aufgabe für die Medikamente per Klick Bamberg Baskets bereithält. Spielbeginn zur Partie des 4. Spieltages zwischen den Falcons und den Bambergerinnen im PRIMODEUS Park in Bad Homburg ist am morgigen Sonntag um 16:30 Uhr.
Nach einem doch recht schwierigen Saisonstart, vor allem, da in den Trainingseinheiten infolge von Verletzungen eigentlich nie wirklich mit der kompletten Mannschaft gearbeitet werden konnte, hat sich die Situation für Head Coach Samuel Gloser in den letzten Tagen nun doch deutlich verbessert. Die Integration von Faith Alston und Elise Tweedie schreitet voran und so konnte man am letzten Wochenende mit dem Heimsieg gegen Freiburg auch die ersten Punkte einfahren.
Bereits drei Siege hat Bambergs kommender Gegner schon auf die Habenseite bringen können. Dem Auftaktsieg in Mainz (64:57) ließ man einen 82:66-Heimsieg gegen die Eisvögel des USC Freiburg 2 folgen. Am vergangenen Wochenende siegte die Mannschaft von Cheftrainer Jay Brown dann auch im Spitzenspiel bei den VIMODROM Baskets Jena dank einer grandiosen ersten Halbzeit (41:19) mit 80:69.
„Mit Bad Homburg wartet auf uns ein sehr starkes Team, das wie schon in der vergangenen Saison zu den Top-Mannschaften der Liga zählt. Sie stehen aktuell bei 3:0 Siegen und haben gezeigt, dass sie sowohl offensiv als auch defensiv schon sehr stabil wirken“, sagt Bambergs Head Coach Samuel Gloser. „Für uns gilt es, von Beginn an mutig zu sein und mit hoher Intensität aufzutreten. Wir müssen in den ersten Minuten mit guter Energie ins Spiel starten, um die Intensität von Bad Homburg sofort zu matchen. Entscheidend wird sein, über die gesamten 40 Minuten unsere Defense konstant zu halten, besonders beim Rebounding und in der Verteidigung des Inside Games. Dort haben die Falcons sich mit zwei neuen Import-Spielerinnen (Signatovich & Kenefick) verstärkt. Wenn wir geschlossen als Team auftreten und unseren Gameplan diszipliniert verfolgen, können wir uns gute Chancen erarbeiten.“
Die produktivste Spielerin im Team der Falcons ist Isabel Gregor (#4). Die 24-Jährige erzielte in den bisherigen Partien im Schnitt 16,0 Punkte, holte 5,3 Rebounds und gab 4,0 Assists und hat einen Effektivitätswert von 25. Besonders beachtlich ist auch die Zahl ihrer durchschnittlichen Ballgewinne. 6,0 Steals pro Partie stehen aktuell in ihrer Statistik. Beim Spiel in Jena holte sie alleine neun der insgesamt 20 Falcons-Ballgewinne. Mit fast 31 Minuten bekommt sie zudem auch die meiste Spielzeit im Team.
Beste Rebounderin bei den Falcons ist Claire Signatovich (#13). Die 24-jährige Kanadierin greift sich pro Spiel im Schnitt 6,7 Rebounds. Zudem trug sie zu den drei Siegen durchschnittlich 11,0 Punkte bei.
Eine weitere wichtige Säule im Spiel der Falcons ist US-Amerikanerin Maghan Kenefick (#32) Die 24-Jährige steuert pro Spiel im Schnitt 13,7 Punkte und 5,0 Rebounds bei und drückte mit 4,3 Dreiern bisher am häufigsten im Team von hinter der 6,75-Meter-Linie ab. Ihre Trefferquote mit einem erfolgreichen Wurf bei 13 Versuchen ist mit 7,7 Prozent jedoch noch ausbaufähig.
Insgesamt waren die Dreier bislang noch nicht die große Stärke der Bad Homburgerinnen. Nur 17 ihrer insgesamt 74 Versuche fanden das Ziel (23,0%). Auf Bamberger Seite waren es hingegen 30 Treffer bei 86 Versuchen (34,9%). Wie in den Spielen zuvor wird es im Gastspiel in Bad Homburg wieder auf das Rebounding ankommen. Hier haben die Bad Homburgerinnen mit im Schnitt 38 eingesammelten Abprallern (Bamberg: 27) im Vergleich deutlich die Nase vorne.
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BBL-Pokal
Diesmal kreuzen sich die Wege schon im Achtelfinale
Nachdem man sich in der Vorsaison im Finale des BBL-Pokals gegenüberstand, treffen der SYNTAINICS MBC und die BMA365 Bamberg Baskets in diesem Jahr bereits im Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs aufeinander.
Wie schon beim Endspiel im Februar haben auch diesmal die Wölfe in der Stadthalle Weißenfels Heimrecht. Tip-Off zur Neuauflage ist am Samstagabend um 20:00 Uhr. „Wir reisen zu einer in zwei Wettbewerben bislang noch ungeschlagenen Mannschaft, die im Moment mit unglaublich viel Selbstvertrauen spielt. Was sie auszeichnet, ist ihre Defensive. Hier sind sie aktuell die zweitbeste Mannschaft der gesamten Liga. Auch offensiv wissen sie, wo ihre Stärken liegen“, weiß Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Bei solchen Do-or-die-Spielen ist es enorm wichtig, mit breiter Brust aufzutreten. Auch weil es die Neuauflage des Endspiels und noch dazu am gleichen Ort ist, haben wir uns definitiv vorgenommen, vieles besser zu machen als beim letzten Spiel in München.“
In ihrem Erstrunden-Match konnten die BMA365 Bamberg Baskets in Hamburg bei den Veolia Towers gewinnen. Angeführt von Cobe Williams (25 Punkte) siegte man mit 94:89 und zog so in die nächste Runde ein, für die jene Reise nach Weißenfels bereits vorher feststand. Nachdem der MBC die Vorsaison auf Tabellenposition acht abgeschlossen hatte, steigen die Wölfe erst jetzt im Achtelfinale in den Pokalwettbewerb ein. Für die Sieger der Achtelfinal-Partien geht es am 15. und 16. November mit dem Viertelfinale weiter. Wer es dann mit wem zu tun bekommt, wird im Anschluss an die Partie des FC Bayern München Basketball gegen die Basketball Löwen Braunschweig am Montagabend ausgelost.
Natürlich geht der Blick in nahezu allen Vorberichten auf dieses Achtelfinale zurück auf den 16. Februar und das Pokal-Endspiel der Vorsaison. Mit 87:97 hatten die Bamberger damals das Nachsehen gegen den MBC, der in eigener Halle seinen ersten nationalen Titelgewinn feiern konnte. Auch in dieser Saison standen sich beide Mannschaften schon einmal gegenüber, und zwar im jeweils ersten Vorbereitungsspiel. In der SWH.arena in Halle siegte die Mannschaft von Anton Gavel damals mühelos, jedoch fehlten auf beiden Seiten etliche Spieler. Während die Weißenfelser ohne Spencer Reaves, Khyri Thomas, Stephon Jelks und Bazoumana Koné (sein Vertrag beim MBC wurde aufgelöst und erst vor wenigen Tagen für ihn der finnische Nationalspieler Perttu Blomgren nachverpflichtet) auskommen mussten, fehlten auf Bamberger Seite vor rund zwei Monaten EJ Onu, Richard Balint und Moritz Krimmer.
Ausgezeichnet ist der MBC in die neue Spielzeit gestartet. Nach vier Spieltagen stehen die Weißenfelser noch ungeschlagen an der Tabellenspitze. Dem 93:85-Auswärtserfolg in Hamburg ließ man einen 84:77-Heimsieg gegen Bonn folgen. Auch bei RASTA Vechta konnte man sich mit 96:83 durchsetzen. Für das bisher wohl dickste Ausrufezeichen sorgten die Wölfe dann am letzten Spieltag, als sie in eigener Halle auch den Vizemeister aus Ulm bezwingen konnte. Planinic, Foster, Thomas, Welp und Callison punkteten beim 75:71-Erfolg allesamt zweistellig.
Die Rolle von John Bryant (38 Jahre – C – 2,11 m) ist unter Head Coach Marco Ramondino kleiner geworden. Der BBL-MVP der Jahre 2012 und 2013 wurde bislang nur in zwei Spielen eingesetzt (8:17 Minuten Einsatzzeit). Hier aber lieferte der in Kalifornien geborene Deutsch-Amerikaner nicht zuletzt aufgrund seines unglaublich weichen Handgelenkes sowie seiner Erfahrung aus mittlerweile 531 Bundesliga-Spielen konstant ab.
Auch einen in Bamberg noch bestens bekannten Spieler haben die Weißenfelser in Sachsen-Anhalt halten können. Spencer Reaves (29 Jahre – SG – 1,91 m), in der Saison 2022//23 in Freak City aktiv, komplettiert neben Callison, Bryant und Routinier Akeem Vargas (35 Jahre – SF – 1,92 m) das Quartett der Leitwölfe, die das Team anführen sollen.
MBC seit 2017 wieder in der BBL
Nach den Abgängen vieler Leistungsträger aus der Vorsaison, wie Michael Devoe (jetzt Türk Telekom), Martin Breunig (jetzt SLUC Nancy Basket), Ty Brewer (jetzt NINERS Chemnitz) und Tyren Johnson (jetzt Dorados de Chihuahua), wurde in Weißenfels neu besetzt. Unter den Körben hat man sich mit Jure Planinic (25 Jahre – C – 2,06 m) verstärkt. Der Kroate kam aus Bulgarien von Meister Rilski Sportist Samokov und unterschrieb beim MBC einen Zweijahresvertrag.
Ebenfalls neu im Team ist Khyri Thomas (29 Jahre – SG – 1,91 m). Der athletische US-Amerikaner ist ein absoluter Allrounder und besticht in der BBL mit seinen aktuellen Statistiken: 12,5 Punkte, 5,8 Rebounds, 5,5 Assists bei einer Effektivität von 17,8.
Mit Collin Welp (26 Jahre – PF – 2,06 m) haben die Wölfe ihre deutsche Rotation verstärkt. Nach Würzburg und Göttingen ist der MBC bereits seine dritte Station in der BBL, wo er sich mit im Schnitt 11,3 Punkten und 5,8 Rebounds ganz offensichtlich bereits pudelwohl fühlt. Neben Rückkehrer Stephon Jelks (29 Jahre – PF – 1,98 m), Kresimir Nikić(26 Jahre – C – 2,13 m) und RJ Gunn (26 Jahre – PF – 2,01 m) ist auch Perttu Blomgren (24 Jahre – PG – 1,95 m) neu im Team. Der Finne kam erst kürzlich nach Weißenfels und könnte am Samstag gegen die BMA365 Bamberg Baskets sein Debut geben. Dann müsste jedoch ein anderer Spieler ohne deutschen Pass aussetzen, denn aktuell hat der MBC derer sieben im Kader.
Alles hat seine zwei Seiten, so auch der Erfolg. Nach dem Pokalsieg und der Playoff-Qualifikation der Wölfe in der letzten Saison, ploppten nicht nur die Spieler auf dem Radar anderer Mannschaften in Europa auf. So ging es dem MBC auch mit Head Coach Janis Gailitis, der infolge einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag den Club in Richtung Frankreich zu SIG Strasbourg verlassen hat. Ersatz für den Letten kam aus Italien mit dem 42-jährigen Marco Ramondino. Vor seinem Engagement in Weißenfels coachte er den italienischen Erstligisten Givova Basket Scafati. Bereits seit mehreren Jahren war er auch für den italienischen Verband als Assistenz- und Head Coach der U16‑, U18‑, U20- und A2-Nationalmannschaft tätig. Seit Anfang Oktober ist Ramondino nun Assistant Coach der italienischen A‑Nationalmannschaft um Cheftrainer Luca Banchi. „Die Berufung zum Assistenztrainer der Nationalmannschaft empfinde ich als große Auszeichnung und Ehre. Ich bin Luca Banchi und dem Verband dankbar, dass sie mich auserwählt haben. So wirklich kann ich es noch gar nicht realisieren“, sagte Ramondino zu seiner Berufung.
Der MBC, also der Mitteldeutsche Basketball Club, geht seit 2019 als SYNTAINICS MBC in der BBL an den Start. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der ProA stieg man 2017 erneut in die BBL auf und spielt seither im Oberhaus. In dieser Saison gehen die Wölfe auch international an den Start und spielen in der European North Basketball League. Auch hier konnte man sich bislang schadlos halten und gewann in eigner Halle sein bisher einziges Spiel mit 84:57 gegen die Esten von Tal Tech aus Tallinn. Seit der Saison 2022//23 und dem Zusammenschluss mit dem Damen-Bundesligisten SV Halle hat der MBC auch eine Damenmannschaft, die seit dieser Spielzeit nun auch – wie die Herren – unter dem Namen SYNTAINICS MBC am Spielbetrieb teilnimmt.