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Bamberg - Page 3

Natur­schutz­be­hör­den bit­ten Bür­ger­schaft um Mit­hil­fe bei der Erfas­sung von Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichenbock

Gesucht: Sel­te­ne Groß­kä­fer im Bam­ber­ger Stadtgebiet

Der Gro­ße Eichen­bock, der Ere­mit und der Hirsch­kä­fer zäh­len zu den sel­tens­ten und am stärks­ten gefähr­de­ten Käfer­ar­ten Euro­pas. Alle drei Arten ste­hen unter stren­gem Schutz. Gleich­zei­tig gilt das Bam­ber­ger Stadt­ge­biet als eines ihrer bedeu­tends­ten Vor­kom­mens­ge­bie­te. Des­halb wer­den in die­sem Som­mer die aktu­el­len Bestän­de der sel­te­nen Groß­kä­fer in Bam­berg, ins­be­son­de­re im Bam­ber­ger Hain, erfasst, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Um die wis­sen­schaft­li­chen Erhe­bun­gen zu ergän­zen, bit­ten die Natur­schutz­be­hör­den der Regie­rung von Ober­fran­ken und der Stadt Bam­berg die Bevöl­ke­rung um Unter­stüt­zung. Wer bis Ende August 2026 einen Gro­ßen Eichen­bock, Ere­mi­ten oder Hirsch­kä­fer ent­deckt, kann sei­ne Beob­ach­tung mit Stand­ort­an­ga­be und mög­lichst aus­sa­ge­kräf­ti­gem Foto per E‑Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de mel­den. Ein Foto­be­leg ist wich­tig, damit die Arten zuver­läs­sig bestimmt wer­den können.

„Alte Bäu­me sind wah­re Schatz­kam­mern der Arten­viel­falt. Dass mit Hirsch­kä­fer, Ere­mit und Gro­ßem Eichen­bock gleich drei euro­pa­weit geschütz­te Käfer­ar­ten in Bam­berg vor­kom­men, zeigt, wie wert­voll unse­re grü­nen Lebens­räu­me sind“, sagt Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Mit jeder gemel­de­ten Sich­tung hel­fen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dabei, mehr über die Bestän­de die­ser fas­zi­nie­ren­den Tie­re zu erfah­ren und ihren Lebens­raum bes­ser zu schüt­zen. Ich lade des­halb alle ein, in die­sem Som­mer mit offe­nen Augen durch den Hain und unse­re Parks zu gehen – viel­leicht gelingt dem ein oder der ande­ren ja sogar die Ent­de­ckung eines Ere­mi­ten. Das wäre ein ech­ter Glücks­fall für den Artenschutz.“


Wo die Käfer zu fin­den sind

Die Käfer hal­ten sich meist an oder in der Nähe alter Bäu­me auf, ins­be­son­de­re an Eichen. Im Bam­ber­ger Hain wur­den bis­lang die meis­ten Nach­wei­se im Bereich der Bug­er Spit­ze sowie rund um den Musik­pa­vil­lon erbracht. Dort ste­hen zahl­rei­che alte Eichen, die den sel­te­nen Arten idea­le Lebens­be­din­gun­gen bieten.


So las­sen sich die Arten unterscheiden

Der Hirsch­kä­fer ist vor allem durch die gro­ßen, geweih­ar­ti­gen Ober­kie­fer der Männ­chen bekannt. Die Weib­chen besit­zen die­se nicht und wir­ken deut­lich kompakter.

Beim Gro­ßen Eichen­bock sind die Geschlech­ter eben­falls gut zu unter­schei­den: Die Anten­nen der Männ­chen sind län­ger als ihr Kör­per, wäh­rend die Anten­nen der Weib­chen deut­lich kür­zer ausfallen.

Beson­ders sel­ten ist der Ere­mit. Der Käfer lebt ver­bor­gen in mulm­ge­füll­ten Baum­höh­len (Mulm: feuch­tes, zer­setz­tes Holz) und ver­lässt die­se nur sel­ten. Anders als der Gro­ße Eichen­bock besie­delt er nicht nur Eichen, son­dern auch ande­re alte Bäu­me wie Lin­den oder Obst­bäu­me. Die Männ­chen ver­strö­men einen cha­rak­te­ris­ti­schen apri­ko­sen­ähn­li­chen Duft, um Weib­chen anzu­lo­cken. Wer einen Ere­mi­ten ent­deckt, kann sich daher beson­ders glück­lich schätzen.

Alle drei Käfer­ar­ten ste­hen unter stren­gem Schutz. Die Tie­re dür­fen weder gefan­gen noch mit­ge­nom­men wer­den. Für die Kar­tie­rung wer­den aus­schließ­lich Beob­ach­tun­gen mit Foto und Stand­ort­an­ga­be benötigt.

Kar­tie­rung lie­fert Grund­la­ge für künf­ti­ge Schutzmaßnahmen

Mit der Kar­tie­rung der sel­te­nen Groß­kä­fer wur­de ein bio­lo­gi­sches Fach­in­sti­tut beauf­tragt. Die Mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung ergän­zen die­se Unter­su­chun­gen und flie­ßen in die Aus­wer­tung ein. So tra­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unmit­tel­bar dazu bei, ein mög­lichst voll­stän­di­ges Bild zu erhalten.

Die Kar­tie­rung wird aus Mit­teln des Frei­staats Bay­ern und der Euro­päi­schen Uni­on finan­ziert. Die Ergeb­nis­se bil­den die Grund­la­ge für geziel­te Schutz- und Ent­wick­lungs­maß­nah­men, um die Lebens­räu­me der sel­te­nen Käfer­ar­ten lang­fris­tig zu erhal­ten und zu verbessern.

„Bam­berg Nix“ erst­mals im Endspiel

Sieb­ter Pfingst­cup­ti­tel für „Just do it“

Ein Tur­nier der Super­la­ti­ve ging am Pfingst­sonn­tag mit dem span­nen­den Fina­le zwi­schen dem Seri­en­sie­ger „Just do it“ und dem Her­aus­for­de­rer „Bam­berg Nix“ zu Ende. Der 48. Pfingst­cup in Bamberg.

Vor etwa 250 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern schenk­ten sich bei­de Teams bei die­sem hart umkämpf­ten Fina­le nichts, so dass bis kurz vor Schluss nicht abzu­se­hen war, wer das bes­se­re Ende für sich behal­ten soll­te. Die etwas grö­ße­re Erfah­rung gab am Ende gegen­über der jugend­li­chen Unbe­küm­mert­heit am Ende wohl den Aus­schlag und sicher­te „Just do it“ deren sieb­ten Turniererfolg.

In der anschlie­ßen­den Sie­ger­eh­rung wür­dig­te SJR-Geschäfts­füh­rer Richard Röckel­ein nicht nur die außer­ge­wöhn­li­chen Leis­tun­gen der Bes­ten, son­dern er hob vor allem ein Team her­vor, das auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se den Geist des Pfingst­cups lebt. Trotz wie­der­hol­ter ent­täu­schen­der Plat­zie­run­gen am Ende des Klas­se­ments las­sen es sich die „Mon­tags­play­er“ nicht neh­men, Jahr für Jahr das Teil­neh­mer­feld zu kom­plet­tie­ren und mit gro­ßer Freu­de am Pfingst­cup teilzunehmen.

Ihr Lohn war unter fre­ne­ti­schem Applaus der Fair­ness­po­kal, den die drit­te Bür­ger­meis­te­rin Eva Jutz­ler mit einem gro­ßen Schmun­zeln über­reich­te. In ihrem kur­zen Gruß­wort lob­te sie nicht nur die betei­lig­ten Spieler:innen sowie die vie­len anwe­sen­den Kin­der, Eltern und Groß­el­tern. Sie hob vor allem die groß­ar­ti­ge Leis­tung und das vor­bild­li­che Zusam­men­spiel der betei­lig­ten Orga­ni­sa­to­ren her­vor. Seit 48 Jah­ren orga­ni­sie­ren der Stadt­ju­gend­ring Bam­berg, ver­tre­ten durch ihre ehren­amt­li­che Vor­sit­zen­de Michae­la Rüg­hei­mer, und die TSG 05 Bam­berg mit ihrem lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den Harald Kobold die­ses Frei­zeit­tur­nier und ‑ver­gnü­gen, das in Deutsch­land sei­nes­glei­chen sucht. Gemein­sam mit der Johan­ni­ter­ju­gend, der Jugend­feu­er­wehr und der Mäd­chen­fuß­ball-Abtei­lung der TSG sor­gen sie dafür, dass sich die Teams gut auf­ge­ho­ben, gut ver­pflegt und mög­lichst ver­let­zungs­frei durch das Tur­nier bewe­gen konnten.

Dem sport­li­chen Lei­ter der TSG Wolf­gang Fran­ke gelang das Kunst­stück, den Spiel­plan trotz zwei­er kurz­fris­ti­ger Absa­gen rei­bungs­los zu gestal­ten. Dass es auch Ent­täu­schun­gen bei Mann­schaf­ten gab, die sich den Tur­nier­sieg fest zum Ziel gesetzt hat­ten, zeigt das Bei­spiel von „Ren­ners Räu­bers“, die uner­war­tet als Grup­pen­zwei­te auf­grund einer Son­der­ta­bel­le aus dem Titel­ren­nen aus­schie­den. Ihnen wie so vie­len ande­ren bleibt nichts ande­res übrig, als es im nächs­ten Jahr erneut zu ver­su­chen, die Vor­herr­schaft von „Just do it“ und „Toon Squad“ zu brechen.

Der Blick auf den Ver­lauf des Final­spiels lässt auf wei­te­re zukünf­ti­ge High­lights hof­fen: Die „Bam­berg Nix“, die erst­mals in einem End­spiel stan­den, began­nen ner­vös, leich­te Korb­le­ger wur­den ver­ge­ben. Star­ke defen­si­ve Leis­tun­gen auf bei­den Sei­ten erschwer­ten wei­ter­hin die Abschlüs­se und so dau­er­te es eine Wei­le, bis das Scoring in Gang kam. Nach fünf gespiel­ten Minu­ten stand es erst 11:9. Dann zog „Just do it“ vor­über­ge­hend etwas davon. Halb­zeit­stand war 22:17 für „Just do it“. Doch die „Bam­berg Nix“ lie­ßen sich nicht abschüt­teln und stan­den wie­der­holt dicht vor einer Wen­de. Beim 38:35 und auch 40:38 hät­te das Spiel kip­pen kön­nen. Aber letzt­lich war es die gro­ße End­spiel­erfah­rung von „Just do it“, die den 54:48 Final­sieg sicherte.

Das klei­ne Fina­le, um Platz drei und vier, gewann das Team „Toon Squad“ gegen „Flower Power“.

Ins­ge­samt befan­den sich mehr als 500 begeis­ter­te Spie­le­rin­nen und Spie­ler in 39 Teams auf dem Par­kett, die bei der 48. Auf­la­ge des Tur­niers um den Sieg und Punk­te kämpf­ten. Und die meis­ten von Ihnen wer­den auf­grund der tol­len Stim­mung auch im kom­men­den Jahr wie­der mit von der Par­tie sein.

Fach­leu­te aus ganz Euro­pa dis­ku­tier­ten in Bam­berg über den Schutz des UNESCO-Welt­erbes vor den Klimafolgen

Bam­berg als inter­na­tio­na­ler Vor­rei­ter im kli­ma­re­si­li­en­ten Welterbe-Management

Das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg blickt auf eine erfolg­rei­che und inten­si­ve Woche zurück. Im April war Bam­berg Gast­ge­ber des ers­ten „Urban Living Labs” der EU-geför­der­ten COST-Action Go2CHANGE – und damit Schau­platz eines inter­na­tio­na­len Fach­aus­tau­sches zum The­ma Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung und Resi­li­enz in UNESCO-Welt­erbe­stät­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Über 30 inter­na­tio­na­le Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler sowie Fach­leu­te – dar­un­ter Exper­ten von ICOMOS Inter­na­tio­nal, His­to­ric Eng­land, der Poly­tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Tori­no, der Tech­nisch-Natur­wis­sen­schaft­li­chen Uni­ver­si­tät Nor­we­gens, der Uni­ver­si­tät Lei­ces­ter – kamen in Bam­berg zusam­men, um gemein­sam mit loka­len Akteu­ren kon­kre­te Stra­te­gien für Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung und Resi­li­enz im Welt­erbe zu erar­bei­ten. Die Rele­vanz des The­mas unter­streicht auch der UNESCO-Akti­ons­plan für das Welt­erbe in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka, der Resi­li­en­z­den­ken, Kata­stro­phen­ri­si­ko­ma­nage­ment sowie Kli­ma­schutz und Kli­ma­an­pas­sung als stra­te­gi­sche Zie­le für ein zukunfts­fä­hi­ges Welt­erbe-Manage­ment defi­niert. Mit der Aus­rich­tung der Trai­ning School über­nimmt Bam­berg eine Vor­rei­ter­rol­le und bringt sich aktiv in die inter­na­tio­na­le Dis­kus­si­on zur Zukunfts­fä­hig­keit von Welt­erbe­stät­ten ein.


Welt­erbe schüt­zen – und selbst zum Kli­ma­schutz beitragen

Im Mit­tel­punkt der Trai­ning School stand eine dop­pel­te Fra­ge­stel­lung: Wie lässt sich das UNESCO-Welt­erbe wirk­sam vor den Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels schüt­zen (wie zum Bei­spiel vor extre­mer Hit­ze, Stark­nie­der­schlä­ge, erhöh­te Ver­duns­tung oder lang­hal­ten­den sta­gnie­ren­den Wet­ter­la­gen) und wel­chen eige­nen Bei­trag kann das Welt­erbe selbst zum Kli­ma­schutz leisten?

Das Pro­gramm der ein­wö­chi­gen Trai­ning School ver­band wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch mit pra­xis­na­her Anwen­dung. Fach­vor­trä­ge und Dis­kus­sio­nen wid­me­ten sich zen­tra­len The­men wie Kli­ma­ri­si­ken und Welt­erbe-vul­nerabi­li­tä­ten, natur­ba­sier­ten Lösun­gen, der ener­ge­ti­schen Sanie­rung his­to­ri­scher Gebäu­de sowie Fra­gen zu Gover­nan­ce, Betei­li­gung und Kli­ma­ge­rech­tig­keit. In täg­li­chen Nach­mit­tags­ses­si­ons des „Urban Lab Bam­berg” über­tru­gen inter­dis­zi­pli­nä­re Arbeits­grup­pen das erar­bei­te­te Wis­sen direkt auf die Situa­ti­on in Bam­berg, im Dia­log mit loka­len Akteu­ren aus Stadt­ver­wal­tung, Bam­ber­ger Kli­ma­bei­rat, Uni­ver­si­tät Bam­berg und Erz­bis­tum. Im Fokus stan­den dabei die Berg‑, Insel- und Gärt­ner­stadt mit ihren spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen und Poten­zia­len im Umgang mit dem Kli­ma­wan­del. Auch Exkur­sio­nen und Orts­be­ge­hun­gen bil­de­ten einen wich­ti­gen Bestand­teil der Trai­ning School. Den Abschluss bil­de­ten öffent­li­che Prä­sen­ta­tio­nen der Grup­pen­er­geb­nis­se und eine Zer­ti­fi­kats­ver­lei­hung im Zen­trum Welt­erbe Bamberg.


Inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung und loka­le Wirkung

Die Bedeu­tung der Ver­an­stal­tung spie­gelt sich auch in der hoch­ran­gi­gen Betei­li­gung wider: Frie­de­ri­ke Han­sell, Focal Point für Welt­erbe im Aus­wär­ti­gen Amt, unter­strich mit ihrer Teil­nah­me den natio­na­len Stel­len­wert des Pro­jekts und Bam­bergs Rol­le als Modell­stand­ort für kli­ma­re­si­li­enz-ori­en­tier­tes Welt­erbe-Manage­ment in Deutschland.

Die Erkennt­nis­se der Trai­ning School sol­len lang­fris­tig in die Fort­schrei­bung des Welt­erbe-Manage­ment­plans für die „Alt­stadt von Bam­berg“ ein­flie­ßen. Ziel ist es, loka­le Kli­ma­ri­si­ken sys­te­ma­tisch zu ana­ly­sie­ren, kon­kre­te Maß­nah­men zu ent­wi­ckeln und die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ver­wal­tung, Wis­sen­schaft, Fach­be­hör­den und Zivil­ge­sell­schaft wei­ter zu stärken.


Wei­te­re Termine

Das Pro­jekt geht wei­ter: Ein inter­na­tio­na­ler Exper­ten­work­shop fin­det vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in Bam­berg statt. Die Gesamt­ergeb­nis­se wer­den im Rah­men einer Abschluss- und Dis­se­mi­na­ti­ons­ver­an­stal­tung am 16. Okto­ber 2026 vorgestellt.

Bam­berg Ser­vice setzt auf moder­ne Tech­no­lo­gie für eine kli­ma­fit­te und res­sour­cen­scho­nen­de Bewässerung

Smar­te Sen­so­ren für star­ke Bäume

Hit­ze und lan­ge Tro­cken­pe­ri­oden machen den Bäu­men im Bam­ber­ger Stadt­ge­biet zuneh­mend zu schaf­fen. Um ins­be­son­de­re jun­ge Stadt­bäu­me fit für den Som­mer zu machen, setzt die Abtei­lung Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe bei Bam­berg Ser­vice künf­tig auf digi­ta­le Unter­stüt­zung, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Mit moderns­ter Sen­sor­tech­nik wird das Gie­ßen jetzt „smart“.

Ins­ge­samt 35 Boden­feuch­te­sen­so­ren wur­den an aus­ge­wähl­ten Stand­or­ten im gesam­ten Stadt­ge­biet instal­liert. Sie mes­sen die Boden­feuch­tig­keit nicht nur an der Ober­flä­che, son­dern in drei ver­schie­de­nen Tie­fen pro Stand­ort. Zusätz­lich erfas­sen sie die Boden­tem­pe­ra­tur. Ergänzt wird das Sys­tem durch sechs soge­nann­te Den­d­ro­me­ter – hoch­prä­zi­se Mess­ge­rä­te, die das Wachs­tum sowie mini­ma­le Deh­nungs­ver­hal­ten der Baum­stäm­me minu­ten­ge­nau aufzeichnen.

Die Boden­feuch­te zählt zu den wich­tigs­ten Fak­to­ren für gesun­des Pflan­zen­wachs­tum. Anhal­ten­de Tro­cken­heit bedeu­tet für Stadt­bäu­me erheb­li­chen Stress, schwächt ihre Vita­li­tät und macht sie anfäl­li­ger für Krank­hei­ten und Schädlinge.

Mit den neu­en Mess­da­ten kön­nen die Stadt­gärt­ner künf­tig noch geziel­ter pla­nen, wel­cher Baum wann und wie viel Was­ser benö­tigt. Ziel ist eine bedarfs­ge­rech­te und res­sour­cen­scho­nen­de Bewäs­se­rung, von der ins­be­son­de­re jun­ge Bäu­me pro­fi­tie­ren. Was­ser als wert­vol­le Res­sour­ce soll dadurch effi­zi­ent und nach­hal­tig ein­ge­setzt werden.

In Kom­bi­na­ti­on mit einer vor­aus­schau­en­den Aus­wahl viel­fäl­ti­ger und kli­ma­ro­bus­ter Baum­ar­ten sowie einer opti­ma­len Pfle­ge trägt die neue Tech­nik dazu bei, den Anwachs­er­folg der Stadt­bäu­me lang­fris­tig zu sichern. So bleibt Bam­berg auch künf­tig von vita­len, gesun­den und ver­kehrs­si­che­ren Bäu­men geprägt.

Ermög­licht wur­de das Pro­jekt durch die Unter­stüt­zung des Bam­ber­ger Smart-City-Pro­jekts BaK­IM (Baum­KI­Mensch). Das Vor­ha­ben zeigt bei­spiel­haft, wie moder­ne Tech­no­lo­gie kon­kret zum Umwelt- und Kli­ma­schutz bei­trägt und gleich­zei­tig den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern direkt zugutekommt.

Ist Ver­bot einer kom­mu­na­len Über­nach­tungs­steu­er verfassungsgemäß?

Stadt Bam­berg betei­ligt sich an Verfassungsbeschwerde

Die Stadt Bam­berg betei­ligt sich an einer Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­be­schwer­de der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Ziel ist eine grund­sätz­li­che und abschlie­ßen­de Klä­rung, ob der Frei­staat Bay­ern Kom­mu­nen die Erhe­bung einer Über­nach­tungs­steu­er recht­lich unter­sa­gen darf, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Es geht aus­drück­lich nicht dar­um, dass die Stadt Bam­berg jetzt die Ein­füh­rung einer Über­nach­tungs­steu­er vor­an­trei­ben möch­te“, erklärt Finanz­re­fe­rent Bert­ram Felix. „Zunächst muss geklärt wer­den, ob der Frei­staat mit sei­nem Ein­griff in die kom­mu­na­len Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten über­haupt im Ein­klang mit der im Grund­ge­setz garan­tier­ten kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung han­delt.“ Dafür hat Felix auch die Rücken­de­ckung des Finanz­se­nats, der die Betei­li­gung an der Beschwer­de vor eini­gen Wochen beschlos­sen hat.

Hin­ter­grund ist eine Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs vom 14. Novem­ber 2025. Die­ser hat­te eine Kla­ge gegen ein vom Frei­staat Bay­ern ein­ge­führ­tes Ver­bot einer kom­mu­na­len Über­nach­tungs­steu­er zurück­ge­wie­sen. Der Frei­staat hat­te die­ses Ver­bot zuvor im Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ver­an­kert und damit den Kom­mu­nen die Mög­lich­keit genom­men, selbst über die Ein­füh­rung einer sol­chen Abga­be zu entscheiden.

Für die Stadt Bam­berg steht daher zunächst die grund­sätz­li­che Fra­ge im Mit­tel­punkt, ob ein sol­cher Ein­griff in die kom­mu­na­le Finanz- und Selbst­ver­wal­tungs­ho­heit zuläs­sig ist. Erst wenn hier­zu Rechts­si­cher­heit besteht, kann über die Fra­ge dis­ku­tiert wer­den, ob und in wel­cher Form die Stadt von einem sol­chen Instru­ment Gebrauch machen sollte.

„Es geht um eine grund­le­gen­de ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­ge: Wie weit reicht die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung – und wo darf der Frei­staat Gren­zen set­zen? Die­se Fra­ge soll­te abschlie­ßend geklärt wer­den“, meint Bert­ram Felix.


Drei Städ­te zie­hen an einem Strang

Mit der gemein­sa­men Beschwer­de ver­fol­gen die betei­lig­ten Städ­te – neben Mün­chen und Bam­berg auch Günz­burg – das Ziel, ihre Inter­es­sen gebün­delt vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu ver­tre­ten. Die vor­aus­sicht­li­chen Gesamt­kos­ten des Ver­fah­rens lie­gen zwi­schen 52.000 und 65.000 Euro und wer­den unter den betei­lig­ten Kom­mu­nen ent­spre­chend ihrer Ein­woh­ner­zahl auf­ge­teilt. Für die Stadt Bam­berg ent­ste­hen dabei nach aktu­el­ler Schät­zung Kos­ten in Höhe von rund 3.000 Euro.

Stadt stellt 150.000 Euro für Bür­ger­pro­jek­te bereit

Unter­stüt­zungs­fonds: Noch bis 7. Juni kön­nen Mit­tel bean­tragt werden

Die Stadt Bam­berg hat auch 2026 ihre Unter­stüt­zungs­fonds zur För­de­rung bür­ger­schaft­li­cher Pro­jek­te auf­ge­legt. Dafür ste­hen ins­ge­samt 150.000 Euro zur Ver­fü­gung, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Dazu sind bereits etli­che Anträ­ge ein­ge­gan­gen. Es kön­nen aber noch bis Sonn­tag, 7. Juni, für alle drei Berei­che Mit­tel bean­tragt wer­den. Geför­dert wer­den Pro­jek­te in den Berei­chen „Schu­le, Hort, Kitas und Büche­rei­en“, „Zusam­men­halt in der Stadt und für Ver­ei­ne“ sowie „Mobi­li­tät, Kli­ma und Umwelt“. Ziel der Unter­stüt­zungs­fonds ist es, Initia­ti­ven zu ermög­li­chen, die einen posi­ti­ven Bei­trag für das Zusam­men­le­ben in Bam­berg leis­ten und mög­lichst vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zugutekommen.

Infos zu den För­der­be­rei­chen, den Richt­li­ni­en sowie zur Antrag­stel­lung sind unter www.stadt.bamberg.de/unterstuetzungsfonds ver­füg­bar. Die Antrag­stel­lung ist bequem online mög­lich. Über die ein­ge­gan­ge­nen Anträ­ge ent­schei­det im Herbst der zustän­di­ge Fach­se­nat des Stadt­ra­tes. Jedes bewil­lig­te Pro­jekt kann mit bis zu 3.000 Euro geför­dert wer­den. Der Umset­zungs­zeit­raum beträgt ein Jahr und beginnt am 1. Okto­ber 2026. Die Stadt Bam­berg lädt alle Inter­es­sier­ten herz­lich ein, ihre Ideen ein­zu­brin­gen und die­se attrak­ti­ve För­der­mög­lich­keit zu nutzen.

„Ein wun­der­ba­rer Zwischenstand“

Dia­ko­nie-Kita Fried­rich Ober­lin fei­er­te in Bam­berg 50-jäh­ri­ges Jubiläum

„50 Jah­re Kita Fried­rich Ober­lin sind kein Abschluss, son­dern ein wun­der­ba­rer Zwi­schen­stand!“ Mit die­sen Wor­ten beschloss Ein­rich­tungs­lei­te­rin Hei­di Zil­lig den offi­zi­el­len Teil der Jubi­lä­ums­fei­er in der Bam­ber­ger Dia­ko­nie-Kita Fried­rich Ober­lin. Mit vie­len Gäs­ten und neu­em Kon­zept fei­er­te die Dia­ko­nie-Kita Fried­rich Ober­lin in Bam­berg ihr 50-jäh­ri­ges Jubiläum.

Mit einem bun­ten Got­tes­dienst hat­ten die Kita-Kin­der und Dia­ko­nie-Mit­ar­bei­ten­den gemein­sam mit Pfar­re­rin Doro­thea Münch von der Erlö­ser­kir­che das Fest im Mai 2026 eröff­net: „Alle in die­ser Kita erfah­ren, dass sie sich in ihrer Unter­schied­lich­keit ergän­zen und in ihrer Viel­falt respek­tie­ren“, so Pfar­re­rin Doro­thea Münch. Das sei ein guter Boden für Ver­trau­en und neue Impul­se, wie zum Bei­spiel das offe­ne Kon­zept, das seit Beginn die­ses Jah­res in der Ober­lin-Kita umge­setzt wer­de: „ein Kon­zept, das so viel Rück­sicht auf die per­sön­li­che Ent­wick­lung jedes ein­zel­nen Kin­des nimmt, aber auch die Gemein­sam­kei­ten erfahr­bar wer­den lässt“. Ste­fa­nie Rop­pelt, zustän­di­ge Abtei­lungs­lei­te­rin bei der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim, begrüß­te nicht nur die Fest­gäs­te. Sie dank­te allen Partner_​innen, Förder_​innen und den Ein­rich­tungs­lei­tun­gen, ins­be­son­de­re Petra Beck, die 36 Jah­re lang als Lei­te­rin die Ober­lin-Kita wesent­lich mit­ge­prägt hat­te und per­sön­lich zum Jubi­lä­um gekom­men war. „Kin­der brau­chen kei­ne per­fek­ten Ein­rich­tun­gen – sie brau­chen ver­läss­li­che Erwach­se­ne, die ihnen Sicher­heit geben, sie stär­ken und ihnen mit Auf­merk­sam­keit begeg­nen, und ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen“, so Ste­fa­nie Rop­pelt. „Ich wün­sche mir des­halb, dass die Bedeu­tung früh­kind­li­cher Bil­dung, Betreu­ung und Erzie­hung künf­tig die Unter­stüt­zung und Wert­schät­zung bekommt, die sie ver­dient – gesell­schaft­lich, poli­tisch und ganz prak­tisch im All­tag.“ Ver­bun­den mit einem gro­ßen Dank an Hei­di Zil­lig, ihr Team und die Ober­lin-Fami­li­en schloss sie wei­te­re Wün­sche an: „Ich wün­sche der Kita Fried­rich Ober­lin für die Zukunft, dass sie wei­ter­hin ein leben­di­ger Ort bleibt: Ein Ort der Viel­falt. Ein Ort der Gebor­gen­heit. Ein Ort, an dem Kin­der mutig wer­den dür­fen. Ein Ort, an dem Neu­es wach­sen kann. Und ich wün­sche allen, die hier ein- und aus­ge­hen, dass sie auch in Zukunft immer wie­der erfah­ren: Viel­falt ist kei­ne Her­aus­for­de­rung, die wir bewäl­ti­gen müs­sen. Viel­falt ist ein Geschenk, das unser Leben rei­cher macht.“


Von der Kaser­ne bis zum offe­nen Konzept

Dass Viel­falt eine gro­ße Stär­ke sei, hät­ten die Kin­der und das Ober­lin-Team beein­dru­ckend gezeigt, bestä­tig­te auch Eva Jutz­ler. Sie hat­te beim Jubi­lä­ums­fest ihren ers­ten offi­zi­el­len Ein­satz als Bam­bergs 3. Bür­ger­meis­te­rin und über­brach­te die Glück­wün­sche des Ober­bür­ger­meis­ters und der Stadt Bam­berg: „Sie leis­ten hier sehr wich­ti­ge Arbeit und machen die Dia­ko­nie-Kita durch das, was sie den Kin­dern vor­le­ben, zu einem Ort der Demo­kra­tie.“ Das neue offe­ne Kon­zept ermög­li­che es den Kin­dern, die eige­ne Wirk­sam­keit zu erfah­ren, und ver­wirk­li­che eine ganz­heit­li­che Päd­ago­gik ganz im Sin­ne des Namens­ge­bers der Kita Fried­rich Oberlin.

Aus der Erlö­ser­kir­chen­ge­mein­de gab es noch einen Geburts­tags­gruß des Kir­chen­vor­stands, der der Dia­ko­nie-Kita ein Expe­ri­men­tier­spiel schenk­te. Außer­dem schau­ten Micki und Mau­si, die bei­den Kir­chen­mäu­se vor­bei, und erzähl­ten den Kita-Kin­dern über die enge Ver­bin­dung zwi­schen der Kita und der Kir­chen­ge­mein­de. Ein vom Kita-Team zusam­men­ge­stell­ter Film erzähl­te den Kin­dern über die Geschich­te der Kita: von den Anfän­gen in der Ula­nen­ka­ser­ne in den 50er Jah­ren, über den Kin­der­gar­ten-Bau in der Hans-Böck­ler-Stra­ße 1976, die Erwei­te­rung um eine Krip­pen­grup­pe 2011, bis zum Umbau mit Aus­weich-Kita im Con­tai­ner von 2015 und Ein­zug ins sanier­te Gebäu­de 2016 bis zur Umge­stal­tung im Rah­men des neu­en offe­nen Kon­zepts 2026.

Hei­di Zil­lig schließ­lich bedank­te sich noch bei den Kolleg_​innen aus dem Senio­ren­zen­trum Wil­helm Löhe, die auf Initia­ti­ve der Bewohner_​innenfürsprecherin Moni­ka Lang einen Früh­lings­ba­sar orga­ni­siert und den Erlös der Kita gespen­det hat­ten. Davon waren – auch mit Unter­stüt­zung des Trä­gers – für alle Kin­der Jubi­lä­ums-T-Shirts ange­schafft wor­den, die das Fest noch bun­ter mach­ten. Sie dank­te allen Koope­ra­ti­ons­part­nern, der Stadt Bam­berg mit dem Stadt­ju­gend­amt, den Kita-Fami­li­en, dem Eltern­bei­rat, der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim, den Ein­rich­tungs­lei­tungs-Kol­le­g_in­nen und ihrem „wun­der­ba­ren Team“: „Wenn man 50 wird, darf man ruhig ein biss­chen stolz sein,“ so Hei­di Zil­lig. „Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt!“

Voll­sper­rung von Pfings­ten bis Mit­te Juli erforderlich

Tor­schus­ter-Kreu­zung wird neu gepflastert

Die Kreu­zung Jakobs­platz – Michels­ber­ger Stra­ße – Sutte/​Maternstraße, kurz „Tor­schus­ter“, wird ab Diens­tag, 26. Mai, für vor­aus­sicht­lich acht Wochen voll gesperrt, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Grund ist die Wie­der­her­stel­lung der stark geschä­dig­ten Stra­ßen­ober­flä­chen im Zusam­men­hang mit dem Groß­pro­jekt “Was­ser 2025“ in den Stra­ßen­zü­gen Sut­te und Michels­berg. Zusätz­lich fin­den Lei­tungs­ar­bei­ten der Stadt­wer­ke Bam­berg und von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men statt.

Da im Bereich der Tor­schus­ter-Kreu­zung der Pflas­ter­be­lag auch Schwer­last­ver­kehr tra­gen muss, muss das Pflas­ter auf Beton ver­legt wer­den. Die­ser hat eine Aus­här­tungs­zeit von vier Wochen, bis er für Ver­kehrs­be­las­tun­gen frei­ge­ge­ben wer­den kann. Dies erklärt zum einen die ver­meint­lich lan­ge Bau­zeit und beant­wor­tet zugleich die Fra­ge, war­um eine Voll­sper­rung erfor­der­lich ist. Denn wür­de man zuerst nur einen Teil­be­reich pflas­tern, könn­te die­ser Bereich nicht bereits für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wer­den. Daher wird die gesam­te Flä­che „in einem Zug“ wiederhergestellt.

Die gute Nach­richt: Die Erreich­bar­keit aller Pri­vat­an­we­sen und öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen ist gewähr­leis­tet, auch wenn teil­wei­se grö­ße­re Umwe­ge in Kauf genom­men wer­den müs­sen. Der Beginn der Arbei­ten wur­de zudem bewusst in den Zeit­raum der deut­lich ver­kehrsär­me­ren Pfingst­fe­ri­en gelegt. Eine Aus­füh­rung in den Som­mer­fe­ri­en ist wegen der Sand­ker­wa nicht möglich.


Bau­feld

Wäh­rend der Bau­maß­nah­me am „Tor­schus­ter“ ist die Erreich­bar­keit von Jakobs­berg und St.-Getreu-Straße mit den hier ange­sie­del­ten öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Kli­ni­kum Michels­berg, Alten­hei­me, Musik­schu­le etc. nur über Münch­ner Ring – Wil­densorg – Wil­densor­ger Stra­ße – Am Bund­le­shof – St.-Getreu-Straße gege­ben. Eine groß­räu­mi­ge Umlei­tung ist ausgeschildert.

Wäh­rend der Dau­er der Arbei­ten mit anschlie­ßen­der Aus­här­te­zei­ten gel­ten­den fol­gen­de Verkehrsregelungen:

- alle zufüh­ren­den Stra­ßen zur Kreu­zung „Tor­schus­ter“ – Obe­re Karo­li­nen­stra­ße, Michelsberg/​Michels­ber­ger Stra­ße, Jakobs­berg und Mate­rn­stra­ße – sind Sackgassen

- der Anlie­ger­ver­kehr ist jeweils bis zur Bau­stel­le mög­lich, die Erreich­bar­keit aller Anwe­sen ist gewähr­leis­tet, dies gilt auch für die Müllentsorgung

- die Ein­bahn­re­ge­lung Michels­berg und Michels­ber­ger Stra­ße ist auf­ge­ho­ben, die Stra­ße wird zur Sack­gas­se mit Gegen­ver­kehr für Anwoh­ner bzw. die hier vor­han­de­nen Ein­rich­tun­gen (Auf­see­sia­num und Kin­der­gar­ten St. Michael)

- für Anwoh­ner der Mate­rn­stra­ße (Ein­bahn­stra­ße) ist die Wei­ter­fahrt über die Sut­te mög­lich (Ring­ver­bin­dung unter­halb der Bau­stel­le Torschuster)

- für Fuß­gän­ger ist die Bau­stel­le am „Tor­schus­ter“ auf einer Sei­te passierbar

- Rad­ver­kehr kann den Tor­schus­ter über Auf­seß­stra­ße – Michels­berg – Storch­s­gas­se umfah­ren. Rad­ver­kehr kann den Tor­schus­ter berg­aufärts über Auf­seß­stra­ße – Michels­berg – Storch­s­gas­se umfah­ren. Stadt­ein­wärts ist eine Umfah­rung über Jakobs­platz (Rück­sei­te) – Sut­te – Dom­grund möglich.


Stadt­bus mit Sonderfahrplan

Von der Sper­rung sind auch die Stadt­bus­se der Stadt­wer­ke Bam­berg betrof­fen. Die Linie 910 wird groß­räu­mig umge­lei­tet und in zwei Lini­en­äs­te auf­ge­teilt: Rich­tung Michels­berg und zurück ver­kehrt die Linie über den Münch­ner Ring und Wil­densorg. Bei die­sen Fahr­ten ent­fal­len die Hal­te­stel­len „Lan­ge Stra­ße“ bis „Jakobs­platz“ bzw. „Jakobs­platz“ bis „Schön­leins­platz“. Zusätz­lich wer­den Mon­tag bis Sams­tag Fahr­ten bis Dom­platz und zurück angeboten.

Wäh­rend der Bau­maß­nah­me gilt ein Son­der­fahr­plan, der kurz vor Bau­be­ginn unter www.stadtwerke-bamberg.de/bus sowie über die Online­aus­kunft und die VGN-App „Fahr­plan und Tickets“ abruf­bar ist. Die Fahr­plä­ne hän­gen außer­dem kurz vor Bau­be­ginn an allen Hal­te­stel­len der Linie 910 aus.

Pilot­pro­jekt zwi­schen Eichen­dorff-Gym­na­si­um und Rup­p­recht­schu­le startet

Elft­kläss­le­rin­nen als Men­to­rin­nen von Grundschulkindern

Was pas­siert, wenn Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen jün­ge­re Kin­der wöchent­lich beglei­ten – frei­wil­lig, ver­läss­lich und auf Augen­hö­he? Am Eichen­dorff-Gym­na­si­um Bam­berg ist die Ant­wort seit die­sem Schul­jahr kei­ne Theo­rie mehr: Dank des bun­des­wei­ten Men­to­ring­pro­gramms „Balu und Du“ beglei­ten Jugend­li­che der 11. Jahr­gangs­stu­fe als „Balus“ jün­ge­re Kin­der der Rup­p­recht­schu­le, die „Mog­lis“, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die jün­ge­ren Kin­der pro­fi­tie­ren dabei von ver­läss­li­chen Bezugs­per­so­nen zusätz­lich zur Fami­lie und erle­ben regel­mä­ßi­ge Tref­fen, die ihnen Sta­bi­li­tät, Zuge­wandt­heit und neue Erfah­run­gen schen­ken. „Die­ses Pro­jekt zeigt, was mög­lich ist, wenn Schü­le­rin­nen ech­te Ver­ant­wor­tung über­neh­men dür­fen. Wir sind stolz auf das, was hier ent­stan­den ist“, sagt Ans­gar Lenn­artz, Schul­lei­ter des EG. Wis­sen­schaft­li­che Begleit­stu­di­en bele­gen: Kin­der, die an „Balu und Du“ teil­neh­men, sind selbst­si­che­rer, füh­len sich in der Schu­le woh­ler und ent­wi­ckeln ein stär­ke­res Zuge­hö­rig­keits­ge­fühl. Gleich­zei­tig wach­sen die Balus: Sie über­neh­men Ver­ant­wor­tung, stär­ken ihre sozia­len Kom­pe­ten­zen und erle­ben, wie viel Wir­kung per­sön­li­ches Enga­ge­ment ent­fal­ten kann. „Bei Balu und Du geht es dar­um, zu sehen, wie ein Kind sich Schritt für Schritt öff­net und immer muti­ger wird. Man merkt mit der Zeit, wie eine ver­trau­ens­vol­le Ver­bin­dung ent­steht“, erzählt zum Bei­spiel „Balu“ Mira aus der 11. Klas­se. Eine neun­jäh­ri­ge Grund­schü­le­rin, eine „Mog­li“, macht ihrer „Balu“ wohl das größ­te Kom­pli­ment: „Ich wünsch­te, du wärst mei­ne gro­ße Schwester!“


Bam­berg als Pilot­stand­ort: Zwei Schu­len, eine Idee

Das Eichen­dorff-Gym­na­si­um hat das Pro­gramm in Koope­ra­ti­on mit der Rup­p­recht­schu­le Bam­berg ein­ge­führt. Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen des EG über­neh­men die Balu-Rol­le und wer­den dabei von ihrer Leh­re­rin und Pro­jekt­lei­te­rin Kat­rin Kai­ser sowie den Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin­nen der Rup­p­recht­schu­le, Lena Hecht-Wie­chert und Tat­ja­na Djuka­no­vic, päd­ago­gisch und fach­lich beglei­tet. Der Bam­ber­ger Psy­cho­lo­ge Dr. Micha­el Svi­tak hat als Mul­ti­pli­ka­tor das Kon­zept von „Balu und Du e.V.“ nach Bam­berg getra­gen und die Imple­men­tie­rung am Eichen­dorff-Gym­na­si­um unter­stützt. Bam­bergs aktu­el­ler Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent, Jonas Glüsen­kamp, ist beein­druckt von der Pro­fes­sio­na­li­tät des Pro­jekts. „Alle Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wer­den bes­tens fach­lich beglei­tet. Balu und Du trägt dazu bei, dass die jün­ge­ren Mit­glie­der unse­rer Stadt­ge­sell­schaft sich zusam­men­tun und gemein­sam durch berei­chern­de Erfah­run­gen wachsen.“

Der Pilot star­te­te im Schul­jahr 2025/​/​26 mit rund elf Balu-Mog­li-Tan­dems, die sich seit Okto­ber 2025 regel­mä­ßig tref­fen. Die Auf­takt­ver­an­stal­tung im April mar­kier­te nun den offi­zi­el­len öffent­li­chen Abschluss der ers­ten Pha­se – und den Start­schuss für die Weiterentwicklung.


Von der Idee zum P‑Seminar: Die Baghira-Erweiterung

Beim Bam­ber­ger sozia­len Hacka­thon „Mach halt!“ erar­bei­te­te Pro­jekt­lei­te­rin Kat­rin Kai­ser gemein­sam mit zwei Teil­neh­mern eine Wei­ter­ent­wick­lung: die soge­nann­te Bag­hi­ra-Erwei­te­rung. Inspi­riert von der Figur des schlau­en Pan­thers aus dem Dschun­gel­buch sol­len künf­tig Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Ober­stu­fe nicht nur als Men­to­ren fun­gie­ren, son­dern als Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che. Sie akqui­rie­ren Spon­so­ren, orga­ni­sie­ren Ver­an­stal­tun­gen und ver­tre­ten das Pro­jekt nach außen. Ab dem kom­men­den Schul­jahr wird das Kon­zept am Eichen­dorff-Gym­na­si­um im zwei­ten P‑Se­mi­nar-Durch­gang umge­setzt. Das Modell ist von Anfang an als über­trag­ba­res For­mat für ande­re Schu­len gedacht. „Für mich als Leh­re­rin ist die Umset­zung und Wei­ter­ent­wick­lung der Men­to­ring-Idee von Balu und Du ein wert­vol­les und wir­kungs­vol­les Lern- und Hand­lungs­feld“, so Pro­jekt­lei­te­rin Kat­rin Kai­ser. Sie bedank­te sich bei allen Spon­so­ren, die das Pilot­pro­jekt unter­stüt­zen. Bam­bergs Schul­re­fe­ren­tin, Gabrie­le Kepic, greift den Gedan­ken zur Nach­ah­mung auf: „Es wäre in der Tat schön, wenn auch wei­te­re Schu­len sich für die­ses Tan­dem-Pro­jekt begeis­tern würden.“

Feu­er­wehr Bam­berg stellt Wei­chen für die Zukunft

Alex­an­der Wil­helm zum neu­en Stadt­brand­rat gewählt

Die Feu­er­wehr Bam­berg hat einen neu­en Stadt­brand­rat gewählt: Alex­an­der Wil­helm wird ab dem 22. August 2026 die Lei­tung der Feu­er­wehr Bam­berg über­neh­men. Er folgt auf Flo­ri­an Kai­ser, des­sen Amts­zeit nach sechs Jah­ren endet.

Die Wahl des Kom­man­dan­ten bezie­hungs­wei­se Stadt­brand­rats fin­det gemäß dem Baye­ri­schen Feu­er­wehr­ge­setz tur­nus­mä­ßig alle sechs Jah­re statt. Neben dem bis­he­ri­gen Amts­in­ha­ber Flo­ri­an Kai­ser kan­di­dier­te auch Alex­an­der Wil­helm, bis­lang Stadt-Jugend­feu­er­wehr­wart der Feu­er­wehr Bamberg.

Zur Wahl­ver­samm­lung in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le Bam­berg kamen rund 250 Mit­glie­der der Feu­er­wehr Bam­berg zusam­men. Wahl­be­rech­tigt waren ins­ge­samt 380 akti­ve Feu­er­wehr­dienst­leis­ten­de, Mit­ar­bei­ten­de der Stän­di­gen Wache sowie Feu­er­wehr­an­wär­te­rin­nen und Feu­er­wehr­an­wär­ter ab 16 Jahren.

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er begrüß­te neben den Mit­glie­dern der Feu­er­wehr auch Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp, den Refe­ren­ten für öffent­li­che Sicher­heit, Recht und Ord­nung Chris­ti­an Hin­ter­stein, Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te sowie Ehren­gäs­te des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des Bam­berg. In sei­ner Anspra­che hob er die Bedeu­tung des Amtes für die Welt­erbe­stadt Bam­berg hervor.

Bei­de Kan­di­da­ten wur­den von Mit­glie­dern ver­schie­de­ner Lösch­grup­pen vor­ge­schla­gen und vor­ge­stellt, bevor die gehei­me Wahl unter Auf­sicht eines Wahl­aus­schus­ses durch­ge­führt wur­de. Nach der Aus­zäh­lung stand das Ergeb­nis fest: Der neue Stadt­brand­rat heißt Alex­an­der Wil­helm. Unter gro­ßem Applaus bedank­te er sich für das Ver­trau­en und blick­te auf die kom­men­den Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen der Feu­er­wehr Bamberg.

Bis zur offi­zi­el­len Amts­über­ga­be im August 2026 bleibt Flo­ri­an Kai­ser wei­ter­hin im Amt. Mit sei­nem Namen ver­bin­den sich zahl­rei­che wich­ti­ge Ent­wick­lun­gen inner­halb der Feu­er­wehr Bam­berg: die Moder­ni­sie­rung des Fuhr­parks, neue Struk­tu­ren zur Auf­ga­ben­ver­tei­lung, die voll­stän­di­ge Erneue­rung der Schutz­klei­dung, zusätz­li­che Füh­rungs­stel­len sowie die Ansied­lung der Brand­übungs­an­la­ge des Frei­staats Bay­ern in Bam­berg. Vie­le wei­te­re Pro­jek­te wur­den in sei­ner Amts­zeit ange­sto­ßen und erfolg­reich umgesetzt.

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