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Bamberg - Page 49

Stadt und Land­kreis Bam­berg tref­fen Vorbereitungen 

Drit­te Coro­na-Wel­le im Anmarsch

Der gemein­sa­me Kri­sen­stab von Stadt und Land­kreis Bam­berg hat in sei­ner heu­ti­gen Sit­zung ein Schnell­test-Ange­bot für Kin­der und Jugend­li­che fest­ge­legt. Stand heu­te sol­len am kom­men­den Don­ners­tag rund 44.000 Schnell­tests nach Bam­berg gelie­fert werden.

Die­se sol­len an die Kin­der­arzt­pra­xen in der Stadt Bam­berg aus­ge­lie­fert wer­den, so dass Eltern die Mög­lich­keit haben, Kin­der mit Sym­pto­men wie Hus­ten oder Fie­ber tes­ten zu las­sen. Zudem tes­tet ab sofort die Kin­der­kli­nik am Kli­ni­kum Bru­der­wald Kin­der und Jugend­li­che mit Symptomen.


Rück­kehr der Grund­schu­len in der Stadt zum Wechselunterricht

Der­zeit wird außer­dem an der Gal­gen­fuhr die Ein­rich­tung einer zwei­ten Test­stra­ße für Schnell­tes­tun­gen vor­be­rei­tet. Wann und in wel­chem Umfang mit den Schnell­tests begon­nen wer­den kann, wird noch geson­dert mit­ge­teilt. Das Test­zen­trum in Scheß­litz tes­tet ab sofort täg­lich. Hier gibt es für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger neben den PCR-Tests nun auch das kos­ten­lo­se Schnelltest-Angebot.

Auf­grund der stei­gen­den Inzi­denz in der Stadt Bam­berg hat der Kri­sen­stab zudem beschlos­sen, dass ab dem kom­men­den Don­ners­tag die Grund­schu­len und die Grund­schul­stu­fen der För­der­schu­len wie­der in den Wech­sel­un­ter­richt zurück­keh­ren. Hin­ter­grund: Die 7‑Tage Inzi­denz in der Stadt Bam­berg ist heu­te auf 73,7 gestie­gen, vor einer Woche lag der Wert noch bei 37,5. „Wir sehen in der vor­zei­ti­gen Rück­kehr in den Wech­sel­un­ter­richt an den Grund­schu­len die Chan­ce, der stei­gen­den Inzi­denz­zah­len ent­ge­gen­zu­wir­ken“, betont die Lei­te­rin des Gesund­heits­amts Bam­berg Dr. Susan­ne Paul­mann. Außer­dem sei auch die Anzahl der Infek­tio­nen mit der hoch­an­ste­cken­den Coro­na-Muta­ti­on B.1.1.7 gestie­gen, mitt­ler­wei­le mache der Anteil ca. 40 Pro­zent der Gesamt­in­fek­tio­nen aus. „Daher müs­sen wir umso mehr Vor­sicht wal­ten las­sen“, so Paul­mann weiter.

9. Inter­na­tio­na­le Wochen gegen Ras­sis­mus in Bamberg

„Wer zuschaut oder gar Par­tei­en unter­stützt, die Ras­sis­mus und Aus­gren­zung pro­pa­gie­ren, macht sich mitschuldig”

Ab heu­te bis 28. März ver­an­stal­ten der Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat (MIB), die Jugend­ar­beit Bam­berg (ja:ba), der Stadt­ju­gend­ring (SJR), der Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst des SkF, die Medi­en­zen­tra­le der Erz­diö­ze­se, die Senio­ren­be­auf­tra­ge der Stadt Bam­berg, das Bam­ber­ger Bünd­nis gegen Rechts­extre­mis­mus und das Bay­ri­sche Bünd­nis für Tole­ranz sowie der Land­kreis Bam­berg zum 9. Mal die Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus in Bam­berg. Schirm­her­ren sind Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und der Land­rat Johann Kalb.

Zusam­men mit Ver­ei­nen, Orga­ni­sa­tio­nen, Insti­tu­tio­nen, Schu­len und enga­gier­ten Ehren­amt­li­chen wur­de ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm rund um die The­men Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung erstellt, das die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ras­sis­mus und Aus­gren­zung im All­tag und in Struk­tu­ren einer­seits und Viel­falt, Begeg­nung und Menschwür­de sowie Empower­ment der vom Ras­sis­mus betrof­fe­nen Men­schen zum Ziel hat.


Kund­ge­bung zum Inter­na­tio­na­len Tag gegen Ras­sis­mus am 21. März

Am Frei­tag, dem 19. März, bie­ten die Orga­ni­sie­ren­den einen Online-Pro­jekt­tag für Schü­le­rin­nen und Schü­ler und ihre Lehr­kräf­te mit 12 Work­shops zu ver­schie­de­nen Aspek­ten der The­men Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung an. Die Anmel­dun­gen für die 12 Schü­ler­work­shops, die von iSo e.V. und MIB orga­ni­siert und von der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie im Rah­men des Bun­des­pro­gram­mes „Demo­kra­tie leben“ geför­dert wer­den, sind bereits abge­schlos­sen. Es neh­men rund 230 Schüler*innen teil. Der Leh­rer­work­shop zum The­ma „Demo­kra­ti­scher Umgang mit Popu­lis­mus und Stamm­tisch­pa­ro­len“ wur­de für alle inter­es­sier­ten päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te geöff­net. Anmel­dun­gen dafür sind bis 17.03. an jan.ammensdoerfer@iso-ev.de will-kommen.

Wich­ti­ger Höhe­punkt der Wochen gegen Ras­sis­mus ist die Akti­on am Sonn­tag, 21. März, dem von den UN aus­ge­ru­fe­nen Inter­na­tio­na­len Tag gegen Ras­sis­mus ab 14.30 Uhr auf dem Max­platz. Dazu sind alle Bamberger*innen ein­ge­la­den, unter den Mot­tos „Ras­sis­mus und Natio­na­lis­mus kom­men mir nicht in die Tüte“ sowie „Soli­da­ri­tät gren­zen­los“ gemein­sam ein Zei­chen gegen ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt zu set­zen. Rede­bei­trä­ge kom­men unter ande­rem von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Land­rat Johann Kalb und Mitra Sha­ri­fi vom Vor­stand des MIB, die auch die Preis­über­ga­be an die Gewinner*innen des Schü­ler-Pla­kat­wett­be­werbs „Alle anders, alle gleich – gemein­sam gegen Ras­sis­mus“ vor­neh­men. Abge­run­det wird das Pro­gramm durch Musik und Poetry.

„Wir wol­len die Bemü­hun­gen der Schu­len und der Zivil­ge­sell­schaft stär­ken und bedan­ken uns für die Bei­trä­ge der enga­gier­ten Schu­len, Initia­ti­ven und Insti­tu­tio­nen in Stadt und Land­kreis. Wenn sich ras­sis­ti­sche Denk­wei­sen und Hand­lun­gen bis zu Ter­ror wie ein gefähr­li­ches Virus aus­brei­ten, dann sind nicht nur jüdi­sche und mus­li­mi­sche oder schwar­ze Men­schen bedroht, son­dern die Demo­kra­tie ins­ge­samt, weil jedes Mal die Wür­de des Men­schen und die See­le des fried­li­chen Zusam­men­le­bens ver­letzt wer­den. Wer zuschaut oder gar Par­tei­en unter­stützt, die Ras­sis­mus und Aus­gren­zung pro­pa­gie­ren, macht sich mit­schul­dig“, so Mitra Sha­ri­fi und Mar­co Depiet­ri, Vor­sit­zen­de des MIB.

Der Kampf gegen Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Des­halb laden der Migrant*innenbeirat der Stadt Bam­berg und sei­ne Koope­ra­ti­ons­part­ner alle Bamberger*innen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund herz­lich ein, sich an den Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus zu betei­li­gen, um sich mit einem wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen, Gesicht zu zei­gen und Far­be zu beken­nen.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und das voll­stän­di­ge Pro­gramm­heft sind zu fin­den unter http://www.mib.stadt.bamberg.de

Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg 2021

Sti­pen­dia­tin Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath im Interview

Das Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg geht 2021 an Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath. Zusam­men mit ihrem cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve betreibt sie zeit­ge­nös­si­schen Tanz. Das Kol­lek­tiv aus Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen arbei­tet dar­an, die­ser in Bam­berg noch wenig bekann­ten Kunst­rich­tung mehr Auf­merk­sam­keit zu ver­schaf­fen. Ent­spre­chend kommt das Sti­pen­di­um sehr gele­gen. Im jähr­li­chen Wech­sel wird es von Stadt und Land­kreis Bam­berg aus­ge­schrie­ben und 2021 zum sieb­ten Mal ver­ge­ben. Für das mit 9.000 Euro dotier­te Sti­pen­di­um 2021 hat­ten sich drei­zehn Kunst­schaf­fen­de beworben.

Die Jury besteht aus Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar, Land­rat Johann Kalb, Olga See­ha­fer (Kunst­sti­pen­dia­tin 2020), Vie­ra Janá­re­ko­vá (E.T.A.-Hoffmann-Preisträgerin 2020) und Nina Lorenz (Thea­ter im Gärt­ner­vier­tel). Ein­stim­mig fiel die Ent­schei­dung für Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath aus. „Sie ist eine Sti­pen­dia­tin, die ganz neu­es Ter­rain betritt und Außer­ge­wöhn­li­ches wagt”, fass­te Ulri­ke Sie­ben­haar die Brgrün­dung der Jury zusam­men, „Zeit­ge­nös­si­scher Tanz ist in Bam­berg eine unter­re­prä­sen­tier­te Kunst­form. Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath setzt sich mit ihrem inter­na­tio­na­len Netz­werk und ihren eige­nen Pro­jekt­an­sät­zen für die Eta­blie­rung einer neu­en Tanz­sze­ne in Bam­berg ein.” Wir haben mit Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath gesprochen.


Frau Kne­fel­kamp-Sto­rath, wie haben Sie auf den Erhalt des Sti­pen­di­ums reagiert?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ich war ganz über­rascht, weil ich mich schon ein paar Mal ohne Erfolg bewor­ben hat­te. Der Anruf aus dem Rat­haus hat mich dann rich­tig erwischt. Ich hat­te gera­de mei­ne klei­ne Toch­ter zum Schla­fen hin­ge­legt und mich so laut über das Sti­pen­di­um gefreut, dass sie sofort wie­der auf­ge­wacht ist. Im einen Arm hat­te ich das schrei­en­de Kind, am Ohr das Tele­fon. Auf jeden Fall ist das Sti­pen­di­um eine gro­ße Ehre für mich und gera­de in die­sen Zei­ten auch ein klei­nes Rettungsboot.

Ich fin­de es ein­fach sehr gut, dass Bam­berg sich traut, die Kunst­form des zeit­ge­nös­si­schen Tan­zes zu unter­stüt­zen, die hier noch nicht viel Unter­stüt­zung bekom­men hat. Das stärkt mich in mei­ner Moti­va­ti­on wei­ter­zu­ma­chen. Aber obwohl da mein Name drauf­steht, bin ich natür­lich nicht allei­ne, son­dern habe unglaub­li­che Unter­stüt­zung durch mei­ne Fami­lie und Freun­de. Und bei cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve habe ich ein tol­les Team mit Lau­ra Saum­we­ber, mit der ich das Kol­lek­tiv gegrün­det habe, und Gud­run Lan­ge, Lau­ra Scha­back­er, Katha­ri­na Mül­lerschön und der TANZWERKSTATT. Und gemein­sam mit Caro­la Streib als Unter­stüt­zung pla­nen wir vom 16. bis 18. Juli etwas ganz beson­de­res. Also save the date!

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath ist Kunst­sti­pen­dia­tin 2021. Foto: The­re­sa Friedrich

Stand es zuletzt um die Moti­va­ti­on nicht gut?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Letz­tes Jahr hat der künst­le­ri­sche Arbeits­kreis FRANZ Kaf­kA sein Ende bekannt­ge­ge­ben, unter ande­rem aus man­geln­der Unter­stüt­zung sei­tens der Stadt. Der Ver­ein hat so viel Ener­gie und Arbeit inves­tiert, aber die Stadt hat nicht an ihn geglaubt. Die­ses Gefühl, dass die Stadt nicht hin­ter Kaf­kA steht, hat mich trau­rig gemacht. Sol­che Ent­wick­lun­gen kön­nen uns alle tref­fen. Das Sti­pen­di­um war mir dar­um auch inso­fern wich­tig, dass es mir gezeigt hat, dass die Stadt mich auf dem Schirm hat.


Trübt es ein wenig die Freu­de, dass die Stadt, von der man ein Kul­tur-Sti­pen­di­um erhält, nicht immer hin­ter ihrer Kul­tur steht?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Das kann man ja im Prin­zip jeder Kom­mu­ne vor­wer­fen. Gro­ße Insti­tu­tio­nen wer­den immer geför­dert, klei­ne wer­den eher benutzt, um sich Kul­tur­stadt nen­nen zu kön­nen. Aber ich füh­le mich nicht schlecht, weil ich das Sti­pen­di­um bekom­men habe. Ich freue mich, dass zumin­dest irgend­was geför­dert wird.


War­um hat­ten Sie sich um das Sti­pen­di­um beworben?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ich hat­te mich schon zum vier­ten Mal bewor­ben, jedes Mal aus dem­sel­ben Grund: Ich hof­fe durch das Sti­pen­di­um, den zeit­ge­nös­si­schen Tanz in Bam­berg bekann­ter zu machen und mehr Auf­merk­sam­keit für ihn zu bekommen.


Was müss­te gesche­hen, um die Bekannt­heit des zeit­ge­nös­si­schen Tan­zes in Bam­berg zu steigern?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: An ers­ter Stel­le wür­de ich tat­säch­lich mehr Auf­merk­sam­keit von Pres­se­stel­len nen­nen. Das jun­ge Publi­kum kennt uns. Aber die etwas älte­re Gene­ra­ti­on, die die in Bam­berg noch Zei­tung liest, ist schwe­rer zu errei­chen. Denen wür­de ich total ger­ne zei­gen, was zeit­ge­nös­si­scher Tanz ist. Dazu wür­de es viel­leicht auch hel­fen, wenn die poli­ti­sche Pro­mi­nenz eine Auf­füh­rung von unse­rem Kol­lek­tiv, dem cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve, besu­chen würden.


Ver­leiht das Sti­pen­di­um eine gewich­ti­ge­re Stim­me in der Bam­ber­ger Kulturszene?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ja. Ich ste­he schon mit dem Kul­tur­amt in Kon­takt, um zu bespre­chen, was man aus dem Sti­pen­di­um alles raus­ho­len könn­te. Es kom­men von der Stadt Ideen, wo, an wel­chen Tagen, zu wel­chen Ver­an­stal­tun­gen Tanz ein­ge­setzt wer­den könn­te. Ich bekom­me also schon nach kur­zer Zeit Anfragen.


Sie pla­nen der­zeit eine Solo­vor­stel­lung. Dar­in ver­su­chen Sie das Medi­um Video in den zeit­ge­nös­si­schen Tanz zu inte­grie­ren. Wie gehen die bei­den Aus­drucks­for­men zusammen?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Coro­na hat mir klar gemacht, dass ich zur­zeit nicht in einer gro­ßen Grup­pe tan­zen kann und will. So kam mei­ne Über­le­gung auf, allein, bezie­hungs­wei­se mit mir selbst, zu tan­zen, indem ich zu Video-Auf­nah­men von mir beim Tan­zen tan­ze. Ich möch­te damit das The­ma “Iden­ti­tät” unter­su­chen und ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wie Video-Ele­men­te ein­ge­setzt wer­den kön­nen, um Emo­tio­nen oder Per­spek­ti­ven, die der Tanz schon zeigt, zu erwei­tern oder zu ver­tie­fen. Kann ein Video ein tan­zen­der Gegen­part sein? Gemein­sam mit dem Kame­ra­mann Micha­el Mir­wald und den Musi­kern Simon Manz und Max Kraus von Nomanz­land wer­de ich an einer Solo­vor­stel­lung bas­teln. Die Pre­mie­re ist für den Som­mer geplant.


Wei­te­re Informationen:

https://www.contweedancecollective.com/

Audio-Walk

Stadt­füh­rung ein­mal anders

Jugend­li­che drü­cken sich krea­tiv über Kör­per, Kame­ra und Mikro­fon aus, so das Ziel des Pro­jekts „ETA: Zeig dei­ne Stadt“, das vom ETA Hoff­mann Thea­ter, dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und der inno­va­ti­ven Sozi­al­ar­beit (iSo) e.V. für Jugend­li­che zwi­schen 13 und 18 Jah­ren ange­bo­ten wird.

Gemein­sam mit den Teil­neh­men­den wer­den Orte der Stadt Bam­berg erkun­det, die für jun­ge Men­schen beson­ders wich­tig sind. Es wird her­aus­ge­fun­den, wel­che Geschich­te die Orte haben und die­se künst­le­risch mit dem All­tag von heu­te ver­knüpft. Dafür wer­den Kennt­nis­se der Ton- und Video­tech­nik, der Per­for­mance- und Thea­ter­kunst sowie des digi­ta­len Gestal­tens eines Web­auf­tritts ver­mit­telt.
Die Teil­neh­men­den kön­nen jeden Bereich aus­pro­bie­ren und selbst ent­schei­den, in wel­cher Art und Wei­se sie sich krea­tiv aus­drü­cken wol­len. Ziel des Pro­jekts ist, einen Audio-Walk zu ent­wi­ckeln, das heißt eine Stadt­füh­rung mit Audio-Gui­de, der alle Ergeb­nis­se ein­fasst und vor Publi­kum prä­sen­tiert wird.

Das Pro­jekt star­tet am Mon­tag, 29. März, um 10 Uhr. Ob der Start per­sön­lich oder online statt­fin­den kann, wird noch bekannt­ge­ge­ben. Die Tref­fen fin­den dann wöchent­lich don­ners­tags von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Inten­siv­pro­ben sind in den Oster- und Pfingst­fe­ri­en ange­setzt. Die Teil­nah­me ist kostenfrei.

Das Pro­jekt wird geför­dert durch „Zur Büh­ne“, das För­der­pro­gramm des Deut­schen Büh­nen­ver­eins im Rah­men von „Kul­tur macht stark. Bünd­nis­se für Bildung“.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind erhält­lich und eine Anmel­dung mög­lich bei Thea­ter­päd­ago­gin Saskia Zink unter saskia.zink@theater.bamberg.de oder unter 0951873028.

Aus­zeich­nung

Uni­ver­si­tät Bam­berg erhält Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“

Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg darf nun das Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“ tra­gen. Das Qua­li­täts­sie­gel wird seit 2006 an gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen, Selbst­stän­di­ge und Netz­wer­ke ver­lie­hen, die sich beson­ders in der Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung in Bay­ern ein­set­zen und eine Trans­for­ma­ti­on in der Gesell­schaft aktiv mitgestalten.

„Wir freu­en uns sehr, dass unse­re Anstren­gun­gen im Bereich der Nach­hal­tig­keit auf die­se Wei­se gewür­digt wer­den und wir nun das Qua­li­täts­sie­gel für unse­re Akti­vi­tä­ten in der Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit tra­gen dür­fen“, sagt Kanz­le­rin Dr. Dag­mar Steu­er-Flie­ser, die die Steue­rungs­grup­pe lei­tet. „Die Uni­ver­si­tät hat eine gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung, wenn es dar­um geht, Bil­dungs­pro­zes­se zu gestal­ten, die die Gesell­schaft und die Wirt­schaft hin zu einer Kul­tur der Nach­hal­tig­keit füh­ren.“ Mit Pro­jek­ten wie dem „Uni­Gar­dening“ oder „Uni­Bie­nen“ wirkt die Uni­ver­si­tät auch in die Gesell­schaft hin­ein. Über den Lehr­bi­e­nen­stand der Didak­tik der Natur­wis­sen­schaf­ten wer­den Stu­die­ren­de dabei fach­lich und didak­tisch zum Auf­bau und Füh­ren einer Schu­lim­ke­rei aus­ge­bil­det und dau­er­haft für die Imke­rei begeistert.


Der „UrbanGardening“-Demonstrationsgarten steht allen Inter­es­sier­ten offen

Die Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit an der Uni­ver­si­tät Bam­berg koor­di­niert seit 2016 ver­schie­de­ne Arbeits­grup­pen zu Nach­hal­tig­keits­in­itia­ti­ven. Momen­tan ver­tre­ten 16 Per­so­nen die Berei­che Stu­di­um, For­schung, Leh­re und Ver­wal­tung. Eine der Arbeits­grup­pen ist für das „Uni­Gar­dening“ ver­ant­wort­lich. Das Pro­jekt ermög­licht es allen Uni­ver­si­täts­an­ge­hö­ri­gen, Gemü­se und Kräu­ter auf dem Uni­ver­si­täts­ge­län­de zu pflan­zen, zu pfle­gen und zu ern­ten. Brach­lie­gen­de Flä­chen wer­den dabei nach nach­hal­ti­gen Gesichts­punk­ten begrünt.

Das Pro­jekt „Uni­Gar­dening“ bie­tet einen öko­lo­gi­schen Gestal­tungs­raum auf dem Uni­ver­si­täts­ge­län­de. Foto: René Paetow 

„Uni­Gar­dening bie­tet einen öko­lo­gi­schen Gestal­tungs­raum mit­ten auf dem Unige­län­de“, sagt Dr. Yel­va Lar­sen, Mit­ar­bei­te­rin an der Pro­fes­sur für Didak­tik der Natur­wis­sen­schaf­ten. Sie betreut das Pro­jekt gemein­sam mit Dr. Anna­ma­ria Pfef­fer, ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­te­rin an der Pro­fes­sur für Volks­wirt­schafts­leh­re, insb. Ange­wand­te Wirt­schafts­for­schung. Es ver­netzt die Uni­ver­si­tät mit Initia­ti­ven der Stadt, die Nach­hal­tig­keit als über­ge­ord­ne­tes Ziel ihrer Akti­vi­tä­ten betrach­ten. Dazu gehör­ten etwa die Ver­ei­ne Tran­si­ti­on Bam­berg und Bam­ber­ger Sor­ten­gar­ten – Grü­nes Erbe Bam­berg. „In Zusam­men­ar­beit mit dem Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten Bam­berg und der Ess­ba­ren Stadt Bam­berg wird seit dem Früh­jahr 2020 am Schil­ler­platz 15 ein „Urban­Gar­dening“ Demons­tra­ti­ons­gar­ten für Ober­fran­ken ange­legt, der nicht nur den Uni­ver­si­täts­an­ge­hö­ri­gen, son­dern allen Inter­es­sier­ten offen­steht“, freut sich Yel­va Larsen.


Uni­ver­si­tät darf das Sie­gel bis Dezem­ber 2023 tragen

„Ins­ge­samt tut sich an der Uni­ver­si­tät sehr viel im Bereich Nach­hal­tig­keit“, betont Dag­mar Steu­er-Flie­ser. „Zum Bei­spiel nut­zen wir Strom aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien, set­zen E‑Autos sowie Dienst­fahr­rä­der ein und haben seit eini­ger Zeit ein neu­es Müll­tren­nungs­sys­tem. Zahl­rei­che Lehr­ver­an­stal­tun­gen, For­schungs­pro­jek­te und stu­den­ti­sche Initia­ti­ven, die Nach­hal­tig­keit the­ma­ti­sie­ren, fin­den bereits statt.“ Die Uni­ver­si­tät darf das Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“ nun für drei Jah­re tra­gen. Anschlie­ßend durch­läuft sie eine Rezer­ti­fi­zie­rung. Das Qua­li­täts­sie­gel wird vom soge­nann­ten Kern­team ver­lie­hen und wei­ter­ent­wi­ckelt. Im Kern­team sind der Lan­des­bund für Vogel­schutz, der Bund Natur­schutz in Bay­ern, die Arbeits­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­bil­dung Bay­ern, das Staats­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten (StM­ELF) /​Baye­ri­sche Forst­ver­wal­tung und das Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz ver­tre­ten. Das Qua­li­täts­sie­gel wird getra­gen vom Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Verbraucherschutz.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit sind zu fin­den unter

https://www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/steuerungsgruppe/


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­jek­ten „Uni­Gar­dening“ und „Uni­Bie­nen“ sind zu fin­den unter

https://www.uni-bamberg.de/unigardening/

und

https://www.uni-bamberg.de/nawididaktik/unibiene/

Stadt­ent­scheid des Vor­le­se­wett­be­werbs digital

Die bes­te Vor­le­se­rin Bam­bergs ist Sophia Holland

In ganz und gar unge­wohn­ter Wei­se führ­te die Stadt­bü­che­rei Bam­berg den dies­jäh­ri­gen Stadt­ent­scheid des 62. bun­des­wei­ten Vor­le­se­wett­be­wer­bes durch. Digi­tal fand die Aus­wahl in die­ser Run­de statt, für die sich die Schul­sie­ge­rin­nen und Schul­sie­ger qua­li­fi­ziert hatten.

Konn­ten die Schü­ler und Schü­le­rin­nen der sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe ihre Lese­fer­tig­keit bei der ers­ten Stu­fe des Wett­be­wer­bes im Herbst noch meist ana­log, also in der Schu­le und vor der Klas­se, unter Beweis stel­len, so ging es für die Schul­sie­ger und Schul­sie­ge­rin­nen in der nächs­ten Ebe­ne gänz­lich digi­tal wei­ter. Sophia Hol­land vom Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um und die fünf wei­te­ren Schul­sie­ger der Bam­ber­ger Gym­na­si­en muss­ten Ihre Vor­le­se­bei­trä­ge zuhau­se – nur mit Eltern und Geschwis­tern als Publi­kum – als Video auf­neh­men und auf dem bun­des­wei­ten Por­tal hochladen.

Für die fünf­köp­fi­ge Jury in der unter ande­rem Ulri­ke Sie­ben­haar das Kul­tur­re­fe­rat und Susan­ne Reb­scher die Gil­de der Autoren ver­trat, galt es dann Anfang März, die Vor­le­seclips der sechs Schul­sie­ger nach den Kri­te­ri­en Lese­tech­nik, Inter­pre­ta­ti­on und Text­stel­len­aus­wahl zu bewer­ten. Bei den durch­weg her­vor­ra­gen­den Lese­bei­trä­gen fiel es der Jury nicht leicht, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, doch lag Sophia Hol­land bei der Bewer­tung nach Punk­ten eine Nase lang vorn.

Ein für den Wett­be­werb geeig­ne­tes Buch zu fin­den, war für Sophia, die auch ger­ne Har­ry Pot­ter liest, kein Pro­blem. Mit dem Titel „Als wir fast mutig waren“ von Jen White ent­schied sie sich für einen span­nen­den Jugend­ro­man über zwei Mäd­chen, die sich – von ihrem Vater an eine Tank­stel­le aus­ge­setzt – allei­ne durch­schla­gen müs­sen. Den pas­sen­den Roman für den Bezirks­ent­scheid Ober­fran­ken hat Sophia auch schon gele­sen. Wel­chen, das ver­rät sie noch nicht. Und für uns Bam­ber­ger heißt es nun: Dau­men drücken!

Dr. Klaus Wei­ner im Interview

„Astra­Ze­ne­ca ist hochwirksam“

Seit zwei Mona­ten ist Dr. Klaus Wei­ner Ärzt­li­cher Lei­ter am Impf­zen­trum Bam­berg in der Bro­se-Are­na. Im Inter­view mit der Stadt Bam­berg beant­wor­tet er die wich­tigs­ten Fra­gen zum AstraZeneca-Impfstoff. 

Sehr geehr­ter Herr Dr. Wei­ner, wirkt Astra­Ze­ne­ca bes­ser oder schlech­ter als ande­re Impfstoffe?

Dr. Klaus Wei­ner: Alle zuge­las­se­nen Impf­stof­fe sind hoch­wirk­sam und sicher, Astra­Ze­ne­ca macht da kei­ne Aus­nah­me. Die Zulas­sungs­stu­di­en deu­ten zunächst auf eine 70%ige Wirk­sam­keit hin. Dies schien, gemes­sen an 95% bei BionTech und 94% bei Moder­na, zunächst ein­mal nied­ri­ger und somit „schlech­ter“ wirk­sam. Nach mil­lio­nen­fa­cher Ver­imp­fung in Groß­bri­tan­ni­en zeich­net sich jedoch ein ande­res Wirk­sam­keits­pro­fil ab: Das Risi­ko für einen Kli­nik­auf­ent­halt wird laut einer schot­ti­schen Stu­die bereits nach Ver­ab­rei­chung der ers­ten Impf­do­sis um 94% redu­ziert. Bei BionTech sind es „nur“ 85%. Dar­aus ist ersicht­lich, dass man sich bei der Beur­tei­lung von „bes­ser oder schlech­ter“ nicht nur auf eine Zahl ver­las­sen soll­te. Abschlie­ßen­de Daten lie­gen lei­der natur­ge­mäß noch nicht vor.


Wie ver­hält es sich mit Impf­re­ak­tio­nen und Nebenwirkungen?

Dr. Klaus Wei­ner: Impf­re­ak­tio­nen sind bei Astra­Ze­ne­ca etwas häu­fi­ger, zumal bei jün­ge­ren Per­so­nen das Immun­sys­tem noch stär­ker reagiert als bei älte­ren Men­schen. Eine Reak­ti­on auf die Imp­fung ist zwar uner­wünscht, spricht aber für eine gute Immun­ant­wort und ist harmlos. 

Viel­leicht noch eine Unter­schei­dung zur Klä­rung: Unspe­zi­fi­sche Sym­pto­me nach einer Imp­fung wie leich­tes Fie­ber, Glie­der­schmer­zen, oder Kopf­schmer­zen sind kei­ne Neben­wir­kung einer Imp­fung, son­dern eine Impf­re­ak­ti­on. Die­se Reak­tio­nen sind Aus­druck der erwünsch­ten Aus­ein­an­der­set­zung des Immun­sys­tems mit dem Impf­stoff und klin­gen in der Regel nach weni­gen Tagen kom­plett ab. Neben­wir­kun­gen sind schwe­re und anhal­ten­de Impf­kom­pli­ka­tio­nen oder ‑schä­den.

Dr. Klaus Wei­ner, Foto: privat

War­um steht der Impf­stoff in der Kritik?

Dr. Klaus Wei­ner: Der Haupt­grund dürf­te sein, dass die Zulas­sung in Deutsch­land durch die ver­ant­wort­li­chen Stel­len zunächst nur für 18- bis 65-Jäh­ri­ge erfolg­te und die Begrün­dung nur schlecht erklärt wur­de. Näm­lich: In den zur Zulas­sung füh­ren­den Stu­di­en war nur die ange­spro­che­ne Alters­grup­pe ver­tre­ten, es lagen also kei­ner­lei Daten für Älte­re und Jün­ge­re vor. Fol­ge­rich­tig erfolg­te die Zulas­sung nur für den getes­te­ten Per­so­nen­kreis. Dies unter­streicht nur den hohen Sicher­heits­stan­dard, auf den wir in Deutsch­land zurecht stolz sein kön­nen. Auf­grund neu­er, aktu­el­ler Daten­er­he­bung ist die Alters­be­schrän­kung für über 65-Jäh­ri­ge bereits auf­ge­ho­ben. Wei­te­re Grün­de für den Vor­be­halt gegen die­sen Impf­stoff lie­gen wohl in dem schwie­ri­gen, für einen Lai­en schwer nach­voll­zieh­ba­ren Wirk­sam­keits­nach­weis, wie oben beschrieben.


Gibt es Stu­di­en, die bewei­sen, dass Astra­Ze­ne­ca bes­ser als sein Ruf ist?

Dr. Klaus Wei­ner: Eine von schot­ti­schen Uni­ver­si­tä­ten für die schot­ti­schen Gesund­heits­be­hör­den erstell­te Stu­die wur­de jüngst ver­öf­fent­licht (Pre­print im LANCET, Uni­ver­si­tät Edin­burgh: „Effec­ti­ve­ness of First Dose of Covid-19 Vac­ci­nes Against Hos­pi­tal Admis­si­ons in Scot­land: Natio­nal Pro­s­pec­ti­ve Cohort Stu­dy of 5.4 Mil­li­on Peo­p­le“). Eine wei­te­re eng­li­sche Stu­die („Public Health Eng­land“), kommt zu fol­gen­dem Ergeb­nis: Älte­re (Prio­ri­sie­rungs­stu­fe 1 ent­spre­chend) haben bei BionTech und Astra­Ze­ne­ca einen ver­gleich­ba­ren Schutz. Die Zweit­imp­fung mit Astra­Ze­ne­ca erfolgt im Übri­gen nach vier bis zwölf Wochen.


Wie ver­hält es sich mit der Anste­ckungs­ge­fahr für ande­re nach einer Imp­fung mit AstraZeneca?

Dr. Klaus Wei­ner: Noch gibt es dazu kei­ne belast­ba­ren Daten, die­se müs­sen in wei­te­ren Stu­di­en erho­ben wer­den. Dafür reicht der seit Impf­be­ginn ver­stri­che­ne Zeit­rah­men nicht aus.


Was sagen Sie Men­schen, die den Impf­stoff ablehnen?

Dr. Klaus Wei­ner: Astra­Ze­ne­ca ist kein Impf­stoff „zwei­ter Klas­se“, er ist hoch wirk­sam und sicher.

24 Mil­lio­nen Euro: Rekord-För­der­be­scheid des Bun­des überreicht 

Letz­ter Bau­ab­schnitt für das Sanie­rungs­pro­jekt Micha­els­berg in den Startlöchern

Das Groß­pro­jekt „Gesamt­sa­nie­rung des Klos­ters St. Micha­el“ star­tet im Mai in die letz­te Run­de. Wie die Stadt Bam­berg mit­teilt, steht dank der groß­zü­gi­gen För­de­rung durch Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Moni­ka Grüt­ters in Höhe von 24 Mil­lio­nen Euro der abschlie­ßen­de und größ­te Bau­ab­schnitt nun in den Startlöchern.

Bis 2030 soll die gesam­te Klos­ter­an­la­ge nach­hal­tig und umfas­send saniert sein. Als gro­ßes Zwi­schen­ziel wird nach heu­ti­ger Pla­nung die Wie­der­eröff­nung der Kir­che Ende 2025 anvi­siert, damit sie für Hoch­zei­ten wie­der genutzt wer­den kann. Der Bam­berg-Forch­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz über­brach­te am heu­ti­gen Mitt­woch, 10. März, bei einem Besuch auf dem Micha­els­berg den Zuwen­dungs­be­scheid des Bun­des in Höhe von bis zu 24 Mil­lio­nen Euro an Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp und den Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix.

Im Novem­ber 2018 hat­te der SPD-Abge­ord­ne­te Andre­as Schwarz sei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Haus­halts­aus­schuss über­zeu­gen kön­nen, die­se hohe Inves­ti­ti­on in die Klos­ter­an­la­ge zu beschlie­ßen. „Der Michels­berg ist einer mei­ner Lieb­lings­plät­ze in Bam­berg. Die­ses ein­drucks­vol­le Ensem­ble aus Kir­che und Klos­ter­an­la­ge ist von fast über­all in der Stadt zu sehen. Umso mehr freut es mich, dass mit der groß­zü­gi­gen För­de­rung die Flick­schus­te­rei an der Klos­ter­an­la­ge been­det wer­den konn­te und St. Micha­el bald im neu­en, alten Glanz erstrah­len wird“, so Schwarz.

Der Kreuz-Altar ist einer der Pre­zio­sen, die in den kom­men­den Jah­ren sorg­fäl­tig saniert und auf Hoch­glanz gebracht werden

„Das ist ein sehr glück­li­cher Tag für die Stadt Bam­berg“, freu­te sich Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke über den För­der­mit­tel­be­scheid und dank­te beson­ders MdB Andre­as Schwarz und „allen Mit­strei­tern, die im Bun­des­tag dar­an mit­ge­wirkt haben, dass die­ser Rekord-För­der­be­scheid nach Bam­berg gekom­men ist.“


Wie geht es nun weiter?

Seit 2009 wer­den Maß­nah­men zu einer kon­zep­tio­nel­len Gesamt­in­stand­set­zung des ein­zig­ar­ti­gen Klos­ter­are­als auf dem Micha­els­berg geplant und in Abhän­gig­keit ein­zel­ner Finan­zie­rungs- und Zuschuss­maß­nah­men Zug um Zug umge­setzt. Nach der umfas­sen­den sta­ti­schen Instand­set­zung der Kir­che konn­ten dank einer sepa­ra­ten groß­zü­gi­gen Finan­zie­rung der Ober­fran­ken­stif­tung die sehr auf­wän­dig zu ver­stel­len­den Gerüs­te und die zen­tra­le Bau­lo­gis­tik bestehen blei­ben. Damit konn­te in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren akri­bisch gear­bei­tet und geplant wer­den. Umfang­rei­che Vor­un­ter­su­chun­gen und Kon­zep­ti­ons­mus­ter wur­den erstellt, damit es nun im Mai, 1000 Jah­re nach der ers­ten Kir­chen­wei­he, mit der eigent­li­chen Kir­chen­sa­nie­rung los­ge­hen kann.
Begon­nen wird mit den Natur­stein­ar­bei­ten an den Tür­men der Abtei­kir­che. Nach und nach wer­den alle Fas­sa­den mit Fens­tern instand­ge­setzt und der gesam­te Innen­raum mit Raum­scha­le, Aus­stat­tung, Tech­nik und Orgel über­ar­bei­tet. Gleich­zei­tig wer­den Maß­nah­men in der gesam­ten Klos­ter­an­la­ge kon­zi­piert. Trag­wer­ke müs­sen unter­sucht, Schä­den kar­tiert und Sanie­rungs­kon­zep­te erar­bei­tet wer­den. Nicht nur an den vie­len Gebäu­den der Klos­ter­an­la­ge, son­dern auch an Wegen, Brun­nen, Pavil­lons, Gar­ten­an­la­gen und der gesam­ten Ent­wäs­se­rung besteht Hand­lungs­be­darf, wie zuletzt der Kanal­ein­bruch auf dem Klos­ter­pla­teau gezeigt hat.

Alle Maß­nah­men erfol­gen wäh­rend des lau­fen­den Betrie­bes in der Klos­ter­an­la­ge, was ein hohes Maß an Abstim­mung sowie eine sehr gut orga­ni­sier­te Bau­stel­len­lo­gis­tik erfor­dert. In enger Zusam­men­ar­beit mit der Denk­mal­pfle­ge und allen Zuschuss­ge­bern wird jede Ein­zel­maß­nah­me die­ser Groß­bau­stel­le dis­ku­tiert, abge­stimmt und durch­ge­führt. Die täti­gen Fir­men wer­den in auf­wen­di­gen Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren nach Wirt­schaft­lich­keit, Qua­li­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit aus­ge­sucht.
Jedoch gilt für die Kir­che wie auch für alle Sanie­rungs­be­rei­che des Klos­ters: Die qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, nach­hal­ti­ge Sanie­rung steht an obers­ter Stel­le, nicht die Geschwin­dig­keit der Bauabwicklung.

Hier geht es zum Bau­ta­ge­buch St. Michael:

https://stiftung-weltkulturerbe.de/

Patri­ar­chat soli­da­risch überwinden

Welt­frau­en­tag bringt in Bam­berg 300 Men­schen für weit­rei­chen­de For­de­run­gen auf die Straße

Es ist frisch an die­sem Spät­nach­mit­tag. Kin­der tan­zen mit ihren Eltern zur Musik. Men­schen jeden Alters ste­hen mit Abstand, Mas­ke und Schil­dern da. Flot­ter Punk schallt über den vol­len Max­platz. Gut 300 Leu­te sind am Mon­tag gekom­men, um in Bam­berg der Kund­ge­bung des Femi­nis­ti­schen Bünd­nis­ses 8. März zu lauschen.

Die Tra­di­ti­on des Welt­frau­en­tags oder auch Frau­en­kampf­tag ist nun gut 100 Jah­re alt und hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in vie­len Städ­ten der Bun­des­re­pu­blik und dar­über hin­aus wie­der Auf­wind bekom­men. Das spürt man auch in den Rede­bei­trä­gen. So sehen sich die Akti­vis­tin­nen in der Tra­di­ti­on der ers­ten Frau­en­be­we­gung, wel­che damals das Frau­en­wahl­recht erkämpf­te. „Wir wol­len uns gemein­sam eman­zi­pie­ren und das Mus­ter das Kon­kur­renz­den­kens soli­da­risch über­win­den“, bekräf­tigt die Akti­vis­tin Han­nah. Auch heut­zu­ta­ge ste­hen noch immer zahl­rei­che For­de­run­gen auf dem Kata­log der Femi­nis­tin­nen: Neben glei­chem Lohn für glei­che Arbeit, dem Ende jeg­li­cher Gewalt gegen Frau­en und dem Ende der Dis­kri­mi­nie­rung steht gera­de die Sor­ge­ar­beit – auch Care­ar­beit genannt – wie Kin­der­be­treu­ung, Pfle­ge oder Arbeit im Haus­halt im Fokus. 

„Care­ar­beit steht am Anfang und um Ende des Lebens. Es sind die Tätig­kei­ten, wel­che unser Leben mensch­lich machen“, betont eine jun­ge Mut­ter in ihrer Rede. Dabei dür­fe die­se Sor­ge­ar­beit nicht allein auf dem Rücken von FLINT-Per­so­nen aus­ge­tra­gen wer­den. FLINT steht dabei für Frau­en, Les­ben, Inter­se­xu­el­le, Nicht-Binä­re und Trans­per­so­nen. „Unbe­zahl­te Care­ar­beit muss sicht­bar, aner­kannt und bezahlt wer­den!“, for­dert sie. Wenn alle Eltern einen Tag strei­ken wür­den, stän­de das Sys­tem still. In Zei­ten von Coro­na sind die­se For­de­run­gen aktu­el­le denn je.


„Wütend, dass der Schwan­ger­schafts­ab­bruch immer noch in wei­ten Tei­len straf­bar ist“ 

Apro­pos Arbeits­aus­stand: „Ein gemein­sa­mer Streik kann Staat und Wirt­schaft zu Zuge­ständ­nis­sen zwin­gen!“, ruft eine Gewerk­schaf­te­rin in ihrer Rede. Das erfor­de­re eine Soli­da­ri­sie­rung aller Geschlech­ter am Arbeits­platz. Die Unter­drü­ckung der Frau sei inte­gra­ler Bestand­teil des Kapi­ta­lis­mus, da er auf kos­ten­lo­se Sor­ge­ar­beit durch die Frau­en ange­wie­sen sei. So for­dert sie unter ande­rem einen Aus­bau des staat­li­chen Gesund­heits­we­sens und den kos­ten­lo­sen Zugang zu allen For­men von Betreu­ungs­an­ge­bo­ten sowie höhe­re Besteue­run­gen von Spit­zen­ver­die­nern und Unter­neh­men zur Finan­zie­rung. „Lasst uns Sor­ge­ar­beit für alle Betei­lig­ten qua­li­ta­tiv bes­ser machen!“

Stich­wort Qua­li­tät: Die lässt sehr zu wün­schen übrig, wenn es um den Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen geht. „Ich bin wütend, dass der Schwan­ger­schafts­ab­bruch immer noch in wei­ten Tei­len straf­bar ist“, betont die Akti­vis­tin Lena. Dass selbst die Infor­ma­tio­nen dazu ein­ge­schränkt sind, gehe in Deutsch­land auf die Ein­füh­rung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten zurück. Inter­na­tio­nal sind die Gesetz­ge­bun­gen noch strik­ter: „Die Hälf­te der Abtrei­bun­gen pas­siert ille­gal und die­se Men­schen müs­sen sich dadurch einem erheb­li­chen gesund­heit­li­chen Risi­ko aus­set­zen.“ Ihre Kon­se­quenz für die BRD lau­tet: Eine Abschaf­fung der Para­gra­fen 218 und 219a des Straf­ge­setz­bu­ches sowie der Aus­bau der Pra­xen, wel­che Abbrü­che durch­füh­ren kön­nen sowie die vol­le Kos­ten­über­nah­me. Es brau­che aber auch inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät mit den Frau­en­be­we­gun­gen in ande­ren Ländern.

In Sachen Soli­da­ri­tät betont die Red­ne­rin Lea: „Femi­nis­mus muss sich immer mit ver­schie­de­nen For­men von Dis­kri­mi­nie­rung aus­ein­an­der­set­zen.“ Inter­sek­tio­na­li­tät befas­se sich mit Mehr­fach­dis­kri­mi­nie­run­gen. Die Akti­vis­tin ist Teil der Grup­pe Share Your Sto­ry, wel­che auf Insta­gram ver­schie­de­ne Erfah­run­gen von Dis­kri­mi­nie­rung Betrof­fe­nen sam­melt und ver­öf­fent­licht. Mit Blick auf die Schick­sa­le von Frau­en und Trans­per­so­nen im Bam­ber­ger Anker­zen­trum for­dert sie, Alli­an­zen zu bil­den und ihrer Stim­me Gewicht zu verleihen.

Für Leo­nie, Vor­sit­zen­de des AStA Bam­berg e.V., ist klar: „Der femi­nis­ti­sche Kampf­tag ist für mich ein Tag der Dank­bar­keit, für das was wir bereits erreicht haben.“ Der*die Aktivist*in ord­net sich selbst als nicht-binär ein und betont, dass der struk­tu­rel­le Frau­en­hass des Patri­ar­chats sich gegen alle rich­te, die nicht in das Bild des hete­ro­se­xu­el­len cis-Man­nes pas­sen. Des­halb ist ein­deu­tig: „Unse­re Soli­da­ri­tät kann struk­tu­rel­le und natio­na­le Gren­zen sprengen!“

Stadt und Land­kreis Bam­berg im Inzi­denz­be­reich unter 50

Ein­zel­han­del kann die kom­plet­te Woche öffnen

Das Robert-Koch-Insti­tut weist für den heu­ti­gen Diens­tag 7‑Ta­ges-Inzi­den­zen von 37,5 für die Stadt Bam­berg und für den Land­kreis Bam­berg von 46,9 aus. Des­halb darf der Ein­zel­han­del in Stadt und Land­kreis Bam­berg die gesam­te Woche geöff­net blei­ben. Dar­auf weist das Land­rats­amt Bam­berg hin.

Seit ges­tern dür­fen die Geschäf­te in Stadt und Land­kreis Bam­berg wie­der öff­nen, nach­dem der Frei­staat Bay­ern am Sonn­tag für bei­de Kreis­ver­wal­tun­gen die für Locke­run­gen rele­van­ten Inzi­denz­wer­te von unter 50 fest­ge­stellt hat.

Erlaubt sind ein Kun­de pro 10 Qua­drat­me­tern bis 800 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che, bei grö­ße­ren Ver­kaufs­flä­chen ein Kun­de pro 20 Qua­drat­me­ter. Unter glei­chen Vor­aus­set­zun­gen kön­nen Büche­rei­en, Archi­ve und Biblio­the­ken wie­der geöff­net werden.

Die am heu­ti­gen Diens­tag für aus­ge­wie­se­nen 7‑Ta­ges-Inzi­den­zen des Robert-Koch-Insti­tuts lie­gen bei 37,5 für die Stadt und 46,9 für den Land­kreis Bamberg.

„Damit ist gesi­chert, dass der Ein­zel­han­del für die kom­plet­te Woche bis ein-schließ­lich Sams­tag öff­nen kann“, so Land­rat Johann Kalb am Diens­tag­mor­gen. Land­kreis und Stadt Bam­berg haben ges­tern ver­ein­bart, dass sie ihren Spiel­raum, den sie als Kreis­ver­wal­tun­gen haben, nut­zen wol­len. Die Öff­nung wird also erst am zwei­ten Tag nach einer even­tu­el­len drei­tä­gig durch­ge­hen­den Über­schrei­tung des Inzi­denz­wer­tes von 50 wie­der zurück­ge­nom­men. „Bit­te hal­ten Sie sich wei­ter­hin an Abstand, Mas­ken und gül­ti­ge Kon­takt­be­gren­zun­gen, damit wir die­se Ent­wick­lung auch im Inter­es­se unse­res Ein­zel­han­dels nicht gefähr­den“, so der Land­rat. Glei­ches gel­te für Muse­en et cete­ra und kon­takt­lo­sen Sport.

Nied­ri­ge Inzi­denz­wer­te sind auch für wei­te­re Öff­nun­gen zum Bei­spiel in der Gas­tro­no­mie wichtig.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter

https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/

https://corona.rki.de

https://www.stadt.bamberg.de/

1 47 48 49 50 51 56