Stadt und Landkreis Bamberg treffen Vorbereitungen
Dritte Corona-Welle im Anmarsch
Der gemeinsame Krisenstab von Stadt und Landkreis Bamberg hat in seiner heutigen Sitzung ein Schnelltest-Angebot für Kinder und Jugendliche festgelegt. Stand heute sollen am kommenden Donnerstag rund 44.000 Schnelltests nach Bamberg geliefert werden.
Diese sollen an die Kinderarztpraxen in der Stadt Bamberg ausgeliefert werden, so dass Eltern die Möglichkeit haben, Kinder mit Symptomen wie Husten oder Fieber testen zu lassen. Zudem testet ab sofort die Kinderklinik am Klinikum Bruderwald Kinder und Jugendliche mit Symptomen.
Rückkehr der Grundschulen in der Stadt zum Wechselunterricht
Derzeit wird außerdem an der Galgenfuhr die Einrichtung einer zweiten Teststraße für Schnelltestungen vorbereitet. Wann und in welchem Umfang mit den Schnelltests begonnen werden kann, wird noch gesondert mitgeteilt. Das Testzentrum in Scheßlitz testet ab sofort täglich. Hier gibt es für die Bürgerinnen und Bürger neben den PCR-Tests nun auch das kostenlose Schnelltest-Angebot.
Aufgrund der steigenden Inzidenz in der Stadt Bamberg hat der Krisenstab zudem beschlossen, dass ab dem kommenden Donnerstag die Grundschulen und die Grundschulstufen der Förderschulen wieder in den Wechselunterricht zurückkehren. Hintergrund: Die 7‑Tage Inzidenz in der Stadt Bamberg ist heute auf 73,7 gestiegen, vor einer Woche lag der Wert noch bei 37,5. „Wir sehen in der vorzeitigen Rückkehr in den Wechselunterricht an den Grundschulen die Chance, der steigenden Inzidenzzahlen entgegenzuwirken“, betont die Leiterin des Gesundheitsamts Bamberg Dr. Susanne Paulmann. Außerdem sei auch die Anzahl der Infektionen mit der hochansteckenden Corona-Mutation B.1.1.7 gestiegen, mittlerweile mache der Anteil ca. 40 Prozent der Gesamtinfektionen aus. „Daher müssen wir umso mehr Vorsicht walten lassen“, so Paulmann weiter.
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9. Internationale Wochen gegen Rassismus in Bamberg
„Wer zuschaut oder gar Parteien unterstützt, die Rassismus und Ausgrenzung propagieren, macht sich mitschuldig”
Ab heute bis 28. März veranstalten der Migrantinnen- und Migrantenbeirat (MIB), die Jugendarbeit Bamberg (ja:ba), der Stadtjugendring (SJR), der Jugendmigrationsdienst des SkF, die Medienzentrale der Erzdiözese, die Seniorenbeauftrage der Stadt Bamberg, das Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus und das Bayrische Bündnis für Toleranz sowie der Landkreis Bamberg zum 9. Mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Bamberg. Schirmherren sind Oberbürgermeister Andreas Starke und der Landrat Johann Kalb.
Zusammen mit Vereinen, Organisationen, Institutionen, Schulen und engagierten Ehrenamtlichen wurde ein abwechslungsreiches Programm rund um die Themen Rassismus und Diskriminierung erstellt, das die Auseinandersetzung mit Rassismus und Ausgrenzung im Alltag und in Strukturen einerseits und Vielfalt, Begegnung und Menschwürde sowie Empowerment der vom Rassismus betroffenen Menschen zum Ziel hat.
Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März
Am Freitag, dem 19. März, bieten die Organisierenden einen Online-Projekttag für Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte mit 12 Workshops zu verschiedenen Aspekten der Themen Rassismus und Diskriminierung an. Die Anmeldungen für die 12 Schülerworkshops, die von iSo e.V. und MIB organisiert und von der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ gefördert werden, sind bereits abgeschlossen. Es nehmen rund 230 Schüler*innen teil. Der Lehrerworkshop zum Thema „Demokratischer Umgang mit Populismus und Stammtischparolen“ wurde für alle interessierten pädagogischen Fachkräfte geöffnet. Anmeldungen dafür sind bis 17.03. an jan.ammensdoerfer@iso-ev.de will-kommen.
Wichtiger Höhepunkt der Wochen gegen Rassismus ist die Aktion am Sonntag, 21. März, dem von den UN ausgerufenen Internationalen Tag gegen Rassismus ab 14.30 Uhr auf dem Maxplatz. Dazu sind alle Bamberger*innen eingeladen, unter den Mottos „Rassismus und Nationalismus kommen mir nicht in die Tüte“ sowie „Solidarität grenzenlos“ gemeinsam ein Zeichen gegen rassistische Diskriminierung und Gewalt zu setzen. Redebeiträge kommen unter anderem von Oberbürgermeister Andreas Starke, Landrat Johann Kalb und Mitra Sharifi vom Vorstand des MIB, die auch die Preisübergabe an die Gewinner*innen des Schüler-Plakatwettbewerbs „Alle anders, alle gleich – gemeinsam gegen Rassismus“ vornehmen. Abgerundet wird das Programm durch Musik und Poetry.
„Wir wollen die Bemühungen der Schulen und der Zivilgesellschaft stärken und bedanken uns für die Beiträge der engagierten Schulen, Initiativen und Institutionen in Stadt und Landkreis. Wenn sich rassistische Denkweisen und Handlungen bis zu Terror wie ein gefährliches Virus ausbreiten, dann sind nicht nur jüdische und muslimische oder schwarze Menschen bedroht, sondern die Demokratie insgesamt, weil jedes Mal die Würde des Menschen und die Seele des friedlichen Zusammenlebens verletzt werden. Wer zuschaut oder gar Parteien unterstützt, die Rassismus und Ausgrenzung propagieren, macht sich mitschuldig“, so Mitra Sharifi und Marco Depietri, Vorsitzende des MIB.
Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb laden der Migrant*innenbeirat der Stadt Bamberg und seine Kooperationspartner alle Bamberger*innen mit und ohne Migrationshintergrund herzlich ein, sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus zu beteiligen, um sich mit einem wichtigen gesellschaftlichen Thema auseinanderzusetzen, Gesicht zu zeigen und Farbe zu bekennen.
Weitere Informationen und das vollständige Programmheft sind zu finden unter http://www.mib.stadt.bamberg.de
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Kunststipendium Bamberg 2021
Stipendiatin Johanna Knefelkamp-Storath im Interview
Das Kunststipendium Bamberg geht 2021 an Johanna Knefelkamp-Storath. Zusammen mit ihrem contweedancecollective betreibt sie zeitgenössischen Tanz. Das Kollektiv aus Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen arbeitet daran, dieser in Bamberg noch wenig bekannten Kunstrichtung mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Entsprechend kommt das Stipendium sehr gelegen. Im jährlichen Wechsel wird es von Stadt und Landkreis Bamberg ausgeschrieben und 2021 zum siebten Mal vergeben. Für das mit 9.000 Euro dotierte Stipendium 2021 hatten sich dreizehn Kunstschaffende beworben.
Die Jury besteht aus Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar, Landrat Johann Kalb, Olga Seehafer (Kunststipendiatin 2020), Viera Janáreková (E.T.A.-Hoffmann-Preisträgerin 2020) und Nina Lorenz (Theater im Gärtnerviertel). Einstimmig fiel die Entscheidung für Johanna Knefelkamp-Storath aus. „Sie ist eine Stipendiatin, die ganz neues Terrain betritt und Außergewöhnliches wagt”, fasste Ulrike Siebenhaar die Brgründung der Jury zusammen, „Zeitgenössischer Tanz ist in Bamberg eine unterrepräsentierte Kunstform. Johanna Knefelkamp-Storath setzt sich mit ihrem internationalen Netzwerk und ihren eigenen Projektansätzen für die Etablierung einer neuen Tanzszene in Bamberg ein.” Wir haben mit Johanna Knefelkamp-Storath gesprochen.
Frau Knefelkamp-Storath, wie haben Sie auf den Erhalt des Stipendiums reagiert?
Johanna Knefelkamp-Storath: Ich war ganz überrascht, weil ich mich schon ein paar Mal ohne Erfolg beworben hatte. Der Anruf aus dem Rathaus hat mich dann richtig erwischt. Ich hatte gerade meine kleine Tochter zum Schlafen hingelegt und mich so laut über das Stipendium gefreut, dass sie sofort wieder aufgewacht ist. Im einen Arm hatte ich das schreiende Kind, am Ohr das Telefon. Auf jeden Fall ist das Stipendium eine große Ehre für mich und gerade in diesen Zeiten auch ein kleines Rettungsboot.
Ich finde es einfach sehr gut, dass Bamberg sich traut, die Kunstform des zeitgenössischen Tanzes zu unterstützen, die hier noch nicht viel Unterstützung bekommen hat. Das stärkt mich in meiner Motivation weiterzumachen. Aber obwohl da mein Name draufsteht, bin ich natürlich nicht alleine, sondern habe unglaubliche Unterstützung durch meine Familie und Freunde. Und bei contweedancecollective habe ich ein tolles Team mit Laura Saumweber, mit der ich das Kollektiv gegründet habe, und Gudrun Lange, Laura Schabacker, Katharina Müllerschön und der TANZWERKSTATT. Und gemeinsam mit Carola Streib als Unterstützung planen wir vom 16. bis 18. Juli etwas ganz besonderes. Also save the date!
Stand es zuletzt um die Motivation nicht gut?
Johanna Knefelkamp-Storath: Letztes Jahr hat der künstlerische Arbeitskreis FRANZ KafkA sein Ende bekanntgegeben, unter anderem aus mangelnder Unterstützung seitens der Stadt. Der Verein hat so viel Energie und Arbeit investiert, aber die Stadt hat nicht an ihn geglaubt. Dieses Gefühl, dass die Stadt nicht hinter KafkA steht, hat mich traurig gemacht. Solche Entwicklungen können uns alle treffen. Das Stipendium war mir darum auch insofern wichtig, dass es mir gezeigt hat, dass die Stadt mich auf dem Schirm hat.
Trübt es ein wenig die Freude, dass die Stadt, von der man ein Kultur-Stipendium erhält, nicht immer hinter ihrer Kultur steht?
Johanna Knefelkamp-Storath: Das kann man ja im Prinzip jeder Kommune vorwerfen. Große Institutionen werden immer gefördert, kleine werden eher benutzt, um sich Kulturstadt nennen zu können. Aber ich fühle mich nicht schlecht, weil ich das Stipendium bekommen habe. Ich freue mich, dass zumindest irgendwas gefördert wird.
Warum hatten Sie sich um das Stipendium beworben?
Johanna Knefelkamp-Storath: Ich hatte mich schon zum vierten Mal beworben, jedes Mal aus demselben Grund: Ich hoffe durch das Stipendium, den zeitgenössischen Tanz in Bamberg bekannter zu machen und mehr Aufmerksamkeit für ihn zu bekommen.
Was müsste geschehen, um die Bekanntheit des zeitgenössischen Tanzes in Bamberg zu steigern?
Johanna Knefelkamp-Storath: An erster Stelle würde ich tatsächlich mehr Aufmerksamkeit von Pressestellen nennen. Das junge Publikum kennt uns. Aber die etwas ältere Generation, die die in Bamberg noch Zeitung liest, ist schwerer zu erreichen. Denen würde ich total gerne zeigen, was zeitgenössischer Tanz ist. Dazu würde es vielleicht auch helfen, wenn die politische Prominenz eine Aufführung von unserem Kollektiv, dem contweedancecollective, besuchen würden.
Verleiht das Stipendium eine gewichtigere Stimme in der Bamberger Kulturszene?
Johanna Knefelkamp-Storath: Ja. Ich stehe schon mit dem Kulturamt in Kontakt, um zu besprechen, was man aus dem Stipendium alles rausholen könnte. Es kommen von der Stadt Ideen, wo, an welchen Tagen, zu welchen Veranstaltungen Tanz eingesetzt werden könnte. Ich bekomme also schon nach kurzer Zeit Anfragen.
Sie planen derzeit eine Solovorstellung. Darin versuchen Sie das Medium Video in den zeitgenössischen Tanz zu integrieren. Wie gehen die beiden Ausdrucksformen zusammen?
Johanna Knefelkamp-Storath: Corona hat mir klar gemacht, dass ich zurzeit nicht in einer großen Gruppe tanzen kann und will. So kam meine Überlegung auf, allein, beziehungsweise mit mir selbst, zu tanzen, indem ich zu Video-Aufnahmen von mir beim Tanzen tanze. Ich möchte damit das Thema “Identität” untersuchen und versuchen herauszufinden, wie Video-Elemente eingesetzt werden können, um Emotionen oder Perspektiven, die der Tanz schon zeigt, zu erweitern oder zu vertiefen. Kann ein Video ein tanzender Gegenpart sein? Gemeinsam mit dem Kameramann Michael Mirwald und den Musikern Simon Manz und Max Kraus von Nomanzland werde ich an einer Solovorstellung basteln. Die Premiere ist für den Sommer geplant.
Weitere Informationen:
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Audio-Walk
Stadtführung einmal anders
Jugendliche drücken sich kreativ über Körper, Kamera und Mikrofon aus, so das Ziel des Projekts „ETA: Zeig deine Stadt“, das vom ETA Hoffmann Theater, dem Zentrum Welterbe Bamberg und der innovativen Sozialarbeit (iSo) e.V. für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren angeboten wird.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden Orte der Stadt Bamberg erkundet, die für junge Menschen besonders wichtig sind. Es wird herausgefunden, welche Geschichte die Orte haben und diese künstlerisch mit dem Alltag von heute verknüpft. Dafür werden Kenntnisse der Ton- und Videotechnik, der Performance- und Theaterkunst sowie des digitalen Gestaltens eines Webauftritts vermittelt.
Die Teilnehmenden können jeden Bereich ausprobieren und selbst entscheiden, in welcher Art und Weise sie sich kreativ ausdrücken wollen. Ziel des Projekts ist, einen Audio-Walk zu entwickeln, das heißt eine Stadtführung mit Audio-Guide, der alle Ergebnisse einfasst und vor Publikum präsentiert wird.
Das Projekt startet am Montag, 29. März, um 10 Uhr. Ob der Start persönlich oder online stattfinden kann, wird noch bekanntgegeben. Die Treffen finden dann wöchentlich donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Intensivproben sind in den Oster- und Pfingstferien angesetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Projekt wird gefördert durch „Zur Bühne“, das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.
Weitere Informationen sind erhältlich und eine Anmeldung möglich bei Theaterpädagogin Saskia Zink unter saskia.zink@theater.bamberg.de oder unter 0951⁄873028.
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Auszeichnung
Universität Bamberg erhält Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg darf nun das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ tragen. Das Qualitätssiegel wird seit 2006 an gemeinnützige Einrichtungen, Selbstständige und Netzwerke verliehen, die sich besonders in der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern einsetzen und eine Transformation in der Gesellschaft aktiv mitgestalten.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit auf diese Weise gewürdigt werden und wir nun das Qualitätssiegel für unsere Aktivitäten in der Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit tragen dürfen“, sagt Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser, die die Steuerungsgruppe leitet. „Die Universität hat eine gesellschaftliche Verantwortung, wenn es darum geht, Bildungsprozesse zu gestalten, die die Gesellschaft und die Wirtschaft hin zu einer Kultur der Nachhaltigkeit führen.“ Mit Projekten wie dem „UniGardening“ oder „UniBienen“ wirkt die Universität auch in die Gesellschaft hinein. Über den Lehrbienenstand der Didaktik der Naturwissenschaften werden Studierende dabei fachlich und didaktisch zum Aufbau und Führen einer Schulimkerei ausgebildet und dauerhaft für die Imkerei begeistert.
Der „UrbanGardening“-Demonstrationsgarten steht allen Interessierten offen
Die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit an der Universität Bamberg koordiniert seit 2016 verschiedene Arbeitsgruppen zu Nachhaltigkeitsinitiativen. Momentan vertreten 16 Personen die Bereiche Studium, Forschung, Lehre und Verwaltung. Eine der Arbeitsgruppen ist für das „UniGardening“ verantwortlich. Das Projekt ermöglicht es allen Universitätsangehörigen, Gemüse und Kräuter auf dem Universitätsgelände zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten. Brachliegende Flächen werden dabei nach nachhaltigen Gesichtspunkten begrünt.
„UniGardening bietet einen ökologischen Gestaltungsraum mitten auf dem Unigelände“, sagt Dr. Yelva Larsen, Mitarbeiterin an der Professur für Didaktik der Naturwissenschaften. Sie betreut das Projekt gemeinsam mit Dr. Annamaria Pfeffer, ehemalige Mitarbeiterin an der Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Angewandte Wirtschaftsforschung. Es vernetzt die Universität mit Initiativen der Stadt, die Nachhaltigkeit als übergeordnetes Ziel ihrer Aktivitäten betrachten. Dazu gehörten etwa die Vereine Transition Bamberg und Bamberger Sortengarten – Grünes Erbe Bamberg. „In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg und der Essbaren Stadt Bamberg wird seit dem Frühjahr 2020 am Schillerplatz 15 ein „UrbanGardening“ Demonstrationsgarten für Oberfranken angelegt, der nicht nur den Universitätsangehörigen, sondern allen Interessierten offensteht“, freut sich Yelva Larsen.
Universität darf das Siegel bis Dezember 2023 tragen
„Insgesamt tut sich an der Universität sehr viel im Bereich Nachhaltigkeit“, betont Dagmar Steuer-Flieser. „Zum Beispiel nutzen wir Strom aus regenerativen Energien, setzen E‑Autos sowie Dienstfahrräder ein und haben seit einiger Zeit ein neues Mülltrennungssystem. Zahlreiche Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekte und studentische Initiativen, die Nachhaltigkeit thematisieren, finden bereits statt.“ Die Universität darf das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ nun für drei Jahre tragen. Anschließend durchläuft sie eine Rezertifizierung. Das Qualitätssiegel wird vom sogenannten Kernteam verliehen und weiterentwickelt. Im Kernteam sind der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz in Bayern, die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bayern, das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) /Bayerische Forstverwaltung und das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vertreten. Das Qualitätssiegel wird getragen vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.
Weitere Informationen zur Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit sind zu finden unter
https://www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/steuerungsgruppe/
Weitere Informationen zu den Projekten „UniGardening“ und „UniBienen“ sind zu finden unter
https://www.uni-bamberg.de/unigardening/
und
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Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs digital
Die beste Vorleserin Bambergs ist Sophia Holland
In ganz und gar ungewohnter Weise führte die Stadtbücherei Bamberg den diesjährigen Stadtentscheid des 62. bundesweiten Vorlesewettbewerbes durch. Digital fand die Auswahl in dieser Runde statt, für die sich die Schulsiegerinnen und Schulsieger qualifiziert hatten.
Konnten die Schüler und Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe ihre Lesefertigkeit bei der ersten Stufe des Wettbewerbes im Herbst noch meist analog, also in der Schule und vor der Klasse, unter Beweis stellen, so ging es für die Schulsieger und Schulsiegerinnen in der nächsten Ebene gänzlich digital weiter. Sophia Holland vom Franz-Ludwig-Gymnasium und die fünf weiteren Schulsieger der Bamberger Gymnasien mussten Ihre Vorlesebeiträge zuhause – nur mit Eltern und Geschwistern als Publikum – als Video aufnehmen und auf dem bundesweiten Portal hochladen.
Für die fünfköpfige Jury in der unter anderem Ulrike Siebenhaar das Kulturreferat und Susanne Rebscher die Gilde der Autoren vertrat, galt es dann Anfang März, die Vorleseclips der sechs Schulsieger nach den Kriterien Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl zu bewerten. Bei den durchweg hervorragenden Lesebeiträgen fiel es der Jury nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen, doch lag Sophia Holland bei der Bewertung nach Punkten eine Nase lang vorn.
Ein für den Wettbewerb geeignetes Buch zu finden, war für Sophia, die auch gerne Harry Potter liest, kein Problem. Mit dem Titel „Als wir fast mutig waren“ von Jen White entschied sie sich für einen spannenden Jugendroman über zwei Mädchen, die sich – von ihrem Vater an eine Tankstelle ausgesetzt – alleine durchschlagen müssen. Den passenden Roman für den Bezirksentscheid Oberfranken hat Sophia auch schon gelesen. Welchen, das verrät sie noch nicht. Und für uns Bamberger heißt es nun: Daumen drücken!
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Dr. Klaus Weiner im Interview
„AstraZeneca ist hochwirksam“
Seit zwei Monaten ist Dr. Klaus Weiner Ärztlicher Leiter am Impfzentrum Bamberg in der Brose-Arena. Im Interview mit der Stadt Bamberg beantwortet er die wichtigsten Fragen zum AstraZeneca-Impfstoff.
Sehr geehrter Herr Dr. Weiner, wirkt AstraZeneca besser oder schlechter als andere Impfstoffe?
Dr. Klaus Weiner: Alle zugelassenen Impfstoffe sind hochwirksam und sicher, AstraZeneca macht da keine Ausnahme. Die Zulassungsstudien deuten zunächst auf eine 70%ige Wirksamkeit hin. Dies schien, gemessen an 95% bei BionTech und 94% bei Moderna, zunächst einmal niedriger und somit „schlechter“ wirksam. Nach millionenfacher Verimpfung in Großbritannien zeichnet sich jedoch ein anderes Wirksamkeitsprofil ab: Das Risiko für einen Klinikaufenthalt wird laut einer schottischen Studie bereits nach Verabreichung der ersten Impfdosis um 94% reduziert. Bei BionTech sind es „nur“ 85%. Daraus ist ersichtlich, dass man sich bei der Beurteilung von „besser oder schlechter“ nicht nur auf eine Zahl verlassen sollte. Abschließende Daten liegen leider naturgemäß noch nicht vor.
Wie verhält es sich mit Impfreaktionen und Nebenwirkungen?
Dr. Klaus Weiner: Impfreaktionen sind bei AstraZeneca etwas häufiger, zumal bei jüngeren Personen das Immunsystem noch stärker reagiert als bei älteren Menschen. Eine Reaktion auf die Impfung ist zwar unerwünscht, spricht aber für eine gute Immunantwort und ist harmlos.
Vielleicht noch eine Unterscheidung zur Klärung: Unspezifische Symptome nach einer Impfung wie leichtes Fieber, Gliederschmerzen, oder Kopfschmerzen sind keine Nebenwirkung einer Impfung, sondern eine Impfreaktion. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Nebenwirkungen sind schwere und anhaltende Impfkomplikationen oder ‑schäden.
Warum steht der Impfstoff in der Kritik?
Dr. Klaus Weiner: Der Hauptgrund dürfte sein, dass die Zulassung in Deutschland durch die verantwortlichen Stellen zunächst nur für 18- bis 65-Jährige erfolgte und die Begründung nur schlecht erklärt wurde. Nämlich: In den zur Zulassung führenden Studien war nur die angesprochene Altersgruppe vertreten, es lagen also keinerlei Daten für Ältere und Jüngere vor. Folgerichtig erfolgte die Zulassung nur für den getesteten Personenkreis. Dies unterstreicht nur den hohen Sicherheitsstandard, auf den wir in Deutschland zurecht stolz sein können. Aufgrund neuer, aktueller Datenerhebung ist die Altersbeschränkung für über 65-Jährige bereits aufgehoben. Weitere Gründe für den Vorbehalt gegen diesen Impfstoff liegen wohl in dem schwierigen, für einen Laien schwer nachvollziehbaren Wirksamkeitsnachweis, wie oben beschrieben.
Gibt es Studien, die beweisen, dass AstraZeneca besser als sein Ruf ist?
Dr. Klaus Weiner: Eine von schottischen Universitäten für die schottischen Gesundheitsbehörden erstellte Studie wurde jüngst veröffentlicht (Preprint im LANCET, Universität Edinburgh: „Effectiveness of First Dose of Covid-19 Vaccines Against Hospital Admissions in Scotland: National Prospective Cohort Study of 5.4 Million People“). Eine weitere englische Studie („Public Health England“), kommt zu folgendem Ergebnis: Ältere (Priorisierungsstufe 1 entsprechend) haben bei BionTech und AstraZeneca einen vergleichbaren Schutz. Die Zweitimpfung mit AstraZeneca erfolgt im Übrigen nach vier bis zwölf Wochen.
Wie verhält es sich mit der Ansteckungsgefahr für andere nach einer Impfung mit AstraZeneca?
Dr. Klaus Weiner: Noch gibt es dazu keine belastbaren Daten, diese müssen in weiteren Studien erhoben werden. Dafür reicht der seit Impfbeginn verstrichene Zeitrahmen nicht aus.
Was sagen Sie Menschen, die den Impfstoff ablehnen?
Dr. Klaus Weiner: AstraZeneca ist kein Impfstoff „zweiter Klasse“, er ist hoch wirksam und sicher.
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24 Millionen Euro: Rekord-Förderbescheid des Bundes überreicht
Letzter Bauabschnitt für das Sanierungsprojekt Michaelsberg in den Startlöchern
Das Großprojekt „Gesamtsanierung des Klosters St. Michael“ startet im Mai in die letzte Runde. Wie die Stadt Bamberg mitteilt, steht dank der großzügigen Förderung durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Höhe von 24 Millionen Euro der abschließende und größte Bauabschnitt nun in den Startlöchern.
Bis 2030 soll die gesamte Klosteranlage nachhaltig und umfassend saniert sein. Als großes Zwischenziel wird nach heutiger Planung die Wiedereröffnung der Kirche Ende 2025 anvisiert, damit sie für Hochzeiten wieder genutzt werden kann. Der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz überbrachte am heutigen Mittwoch, 10. März, bei einem Besuch auf dem Michaelsberg den Zuwendungsbescheid des Bundes in Höhe von bis zu 24 Millionen Euro an Oberbürgermeister Andreas Starke, Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und den Finanz- und Stiftungsreferenten Bertram Felix.
Im November 2018 hatte der SPD-Abgeordnete Andreas Schwarz seine Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss überzeugen können, diese hohe Investition in die Klosteranlage zu beschließen. „Der Michelsberg ist einer meiner Lieblingsplätze in Bamberg. Dieses eindrucksvolle Ensemble aus Kirche und Klosteranlage ist von fast überall in der Stadt zu sehen. Umso mehr freut es mich, dass mit der großzügigen Förderung die Flickschusterei an der Klosteranlage beendet werden konnte und St. Michael bald im neuen, alten Glanz erstrahlen wird“, so Schwarz.
„Das ist ein sehr glücklicher Tag für die Stadt Bamberg“, freute sich Oberbürgermeister Andreas Starke über den Fördermittelbescheid und dankte besonders MdB Andreas Schwarz und „allen Mitstreitern, die im Bundestag daran mitgewirkt haben, dass dieser Rekord-Förderbescheid nach Bamberg gekommen ist.“
Wie geht es nun weiter?
Seit 2009 werden Maßnahmen zu einer konzeptionellen Gesamtinstandsetzung des einzigartigen Klosterareals auf dem Michaelsberg geplant und in Abhängigkeit einzelner Finanzierungs- und Zuschussmaßnahmen Zug um Zug umgesetzt. Nach der umfassenden statischen Instandsetzung der Kirche konnten dank einer separaten großzügigen Finanzierung der Oberfrankenstiftung die sehr aufwändig zu verstellenden Gerüste und die zentrale Baulogistik bestehen bleiben. Damit konnte in den vergangenen zwei Jahren akribisch gearbeitet und geplant werden. Umfangreiche Voruntersuchungen und Konzeptionsmuster wurden erstellt, damit es nun im Mai, 1000 Jahre nach der ersten Kirchenweihe, mit der eigentlichen Kirchensanierung losgehen kann.
Begonnen wird mit den Natursteinarbeiten an den Türmen der Abteikirche. Nach und nach werden alle Fassaden mit Fenstern instandgesetzt und der gesamte Innenraum mit Raumschale, Ausstattung, Technik und Orgel überarbeitet. Gleichzeitig werden Maßnahmen in der gesamten Klosteranlage konzipiert. Tragwerke müssen untersucht, Schäden kartiert und Sanierungskonzepte erarbeitet werden. Nicht nur an den vielen Gebäuden der Klosteranlage, sondern auch an Wegen, Brunnen, Pavillons, Gartenanlagen und der gesamten Entwässerung besteht Handlungsbedarf, wie zuletzt der Kanaleinbruch auf dem Klosterplateau gezeigt hat.
Alle Maßnahmen erfolgen während des laufenden Betriebes in der Klosteranlage, was ein hohes Maß an Abstimmung sowie eine sehr gut organisierte Baustellenlogistik erfordert. In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und allen Zuschussgebern wird jede Einzelmaßnahme dieser Großbaustelle diskutiert, abgestimmt und durchgeführt. Die tätigen Firmen werden in aufwendigen Ausschreibungsverfahren nach Wirtschaftlichkeit, Qualität und Leistungsfähigkeit ausgesucht.
Jedoch gilt für die Kirche wie auch für alle Sanierungsbereiche des Klosters: Die qualitativ hochwertige, nachhaltige Sanierung steht an oberster Stelle, nicht die Geschwindigkeit der Bauabwicklung.
Hier geht es zum Bautagebuch St. Michael:
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Patriarchat solidarisch überwinden
Weltfrauentag bringt in Bamberg 300 Menschen für weitreichende Forderungen auf die Straße
Es ist frisch an diesem Spätnachmittag. Kinder tanzen mit ihren Eltern zur Musik. Menschen jeden Alters stehen mit Abstand, Maske und Schildern da. Flotter Punk schallt über den vollen Maxplatz. Gut 300 Leute sind am Montag gekommen, um in Bamberg der Kundgebung des Feministischen Bündnisses 8. März zu lauschen.
Die Tradition des Weltfrauentags oder auch Frauenkampftag ist nun gut 100 Jahre alt und hat in den vergangenen Jahren in vielen Städten der Bundesrepublik und darüber hinaus wieder Aufwind bekommen. Das spürt man auch in den Redebeiträgen. So sehen sich die Aktivistinnen in der Tradition der ersten Frauenbewegung, welche damals das Frauenwahlrecht erkämpfte. „Wir wollen uns gemeinsam emanzipieren und das Muster das Konkurrenzdenkens solidarisch überwinden“, bekräftigt die Aktivistin Hannah. Auch heutzutage stehen noch immer zahlreiche Forderungen auf dem Katalog der Feministinnen: Neben gleichem Lohn für gleiche Arbeit, dem Ende jeglicher Gewalt gegen Frauen und dem Ende der Diskriminierung steht gerade die Sorgearbeit – auch Carearbeit genannt – wie Kinderbetreuung, Pflege oder Arbeit im Haushalt im Fokus.
„Carearbeit steht am Anfang und um Ende des Lebens. Es sind die Tätigkeiten, welche unser Leben menschlich machen“, betont eine junge Mutter in ihrer Rede. Dabei dürfe diese Sorgearbeit nicht allein auf dem Rücken von FLINT-Personen ausgetragen werden. FLINT steht dabei für Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nicht-Binäre und Transpersonen. „Unbezahlte Carearbeit muss sichtbar, anerkannt und bezahlt werden!“, fordert sie. Wenn alle Eltern einen Tag streiken würden, stände das System still. In Zeiten von Corona sind diese Forderungen aktuelle denn je.
„Wütend, dass der Schwangerschaftsabbruch immer noch in weiten Teilen strafbar ist“
Apropos Arbeitsausstand: „Ein gemeinsamer Streik kann Staat und Wirtschaft zu Zugeständnissen zwingen!“, ruft eine Gewerkschafterin in ihrer Rede. Das erfordere eine Solidarisierung aller Geschlechter am Arbeitsplatz. Die Unterdrückung der Frau sei integraler Bestandteil des Kapitalismus, da er auf kostenlose Sorgearbeit durch die Frauen angewiesen sei. So fordert sie unter anderem einen Ausbau des staatlichen Gesundheitswesens und den kostenlosen Zugang zu allen Formen von Betreuungsangeboten sowie höhere Besteuerungen von Spitzenverdienern und Unternehmen zur Finanzierung. „Lasst uns Sorgearbeit für alle Beteiligten qualitativ besser machen!“
Stichwort Qualität: Die lässt sehr zu wünschen übrig, wenn es um den Zugang zu Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen geht. „Ich bin wütend, dass der Schwangerschaftsabbruch immer noch in weiten Teilen strafbar ist“, betont die Aktivistin Lena. Dass selbst die Informationen dazu eingeschränkt sind, gehe in Deutschland auf die Einführung durch die Nationalsozialisten zurück. International sind die Gesetzgebungen noch strikter: „Die Hälfte der Abtreibungen passiert illegal und diese Menschen müssen sich dadurch einem erheblichen gesundheitlichen Risiko aussetzen.“ Ihre Konsequenz für die BRD lautet: Eine Abschaffung der Paragrafen 218 und 219a des Strafgesetzbuches sowie der Ausbau der Praxen, welche Abbrüche durchführen können sowie die volle Kostenübernahme. Es brauche aber auch internationale Solidarität mit den Frauenbewegungen in anderen Ländern.
In Sachen Solidarität betont die Rednerin Lea: „Feminismus muss sich immer mit verschiedenen Formen von Diskriminierung auseinandersetzen.“ Intersektionalität befasse sich mit Mehrfachdiskriminierungen. Die Aktivistin ist Teil der Gruppe Share Your Story, welche auf Instagram verschiedene Erfahrungen von Diskriminierung Betroffenen sammelt und veröffentlicht. Mit Blick auf die Schicksale von Frauen und Transpersonen im Bamberger Ankerzentrum fordert sie, Allianzen zu bilden und ihrer Stimme Gewicht zu verleihen.
Für Leonie, Vorsitzende des AStA Bamberg e.V., ist klar: „Der feministische Kampftag ist für mich ein Tag der Dankbarkeit, für das was wir bereits erreicht haben.“ Der*die Aktivist*in ordnet sich selbst als nicht-binär ein und betont, dass der strukturelle Frauenhass des Patriarchats sich gegen alle richte, die nicht in das Bild des heterosexuellen cis-Mannes passen. Deshalb ist eindeutig: „Unsere Solidarität kann strukturelle und nationale Grenzen sprengen!“
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Stadt und Landkreis Bamberg im Inzidenzbereich unter 50
Einzelhandel kann die komplette Woche öffnen
Das Robert-Koch-Institut weist für den heutigen Dienstag 7‑Tages-Inzidenzen von 37,5 für die Stadt Bamberg und für den Landkreis Bamberg von 46,9 aus. Deshalb darf der Einzelhandel in Stadt und Landkreis Bamberg die gesamte Woche geöffnet bleiben. Darauf weist das Landratsamt Bamberg hin.
Seit gestern dürfen die Geschäfte in Stadt und Landkreis Bamberg wieder öffnen, nachdem der Freistaat Bayern am Sonntag für beide Kreisverwaltungen die für Lockerungen relevanten Inzidenzwerte von unter 50 festgestellt hat.
Erlaubt sind ein Kunde pro 10 Quadratmetern bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, bei größeren Verkaufsflächen ein Kunde pro 20 Quadratmeter. Unter gleichen Voraussetzungen können Büchereien, Archive und Bibliotheken wieder geöffnet werden.
Die am heutigen Dienstag für ausgewiesenen 7‑Tages-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts liegen bei 37,5 für die Stadt und 46,9 für den Landkreis Bamberg.
„Damit ist gesichert, dass der Einzelhandel für die komplette Woche bis ein-schließlich Samstag öffnen kann“, so Landrat Johann Kalb am Dienstagmorgen. Landkreis und Stadt Bamberg haben gestern vereinbart, dass sie ihren Spielraum, den sie als Kreisverwaltungen haben, nutzen wollen. Die Öffnung wird also erst am zweiten Tag nach einer eventuellen dreitägig durchgehenden Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 wieder zurückgenommen. „Bitte halten Sie sich weiterhin an Abstand, Masken und gültige Kontaktbegrenzungen, damit wir diese Entwicklung auch im Interesse unseres Einzelhandels nicht gefährden“, so der Landrat. Gleiches gelte für Museen et cetera und kontaktlosen Sport.
Niedrige Inzidenzwerte sind auch für weitere Öffnungen zum Beispiel in der Gastronomie wichtig.