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Bamberg - Page 52

Foto­kam­pa­gne „Wir schen­ken lokal!“

Gewinner:innen freu­en sich über Einkaufsgutscheine

Für sechs Bürger:innen haben die Click & Coll­ect- oder die Click & Meet-Ange­bo­te der Bam­ber­ger Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te jetzt noch mehr Charme: Sie haben näm­lich Ein­kaufs­gut­schei­ne in Höhe von 20 Euro bezie­hungs­wei­se 100 Euro gewon­nen, die die Stadt Bam­berg jetzt aus­ge­ge­ben hat.

Das Los­glück hat ihnen ihre Teil­nah­me an der Foto­kam­pa­gne „Wir schen­ken lokal!“ beschert, die die Stadt Bam­berg in der Vor­weih­nachts­zeit ins Leben geru­fen hat­te, um die Viel­falt der Bam­ber­ger Geschäf­te sicht­bar zu machen: Die Bürger:innen konn­ten sich vor den Geschäf­ten, in denen sie ein Weih­nachts­ge­schenk gekauft haben, foto­gra­fie­ren und ihre Bil­der an die Stadt Bam­berg sen­den, die die­se Fotos auf ihrer Home­page und in den Sozia­len Netz­wer­ken ver­öf­fent­licht hat.

Um der Kam­pa­gne zusätz­li­chen Schwung zu ver­lei­hen, spon­ser­te das Stadt­mar­ke­ting Bam­berg e.V. sechs „City Schexs“, die unter allen Ein­sen­dun­gen aus­ge­lost wer­den soll­ten. Der Lock-Down kurz vor Weih­nach­ten setz­te der Akti­on lei­der vor­zei­tig ein Ende. Und auch die Ver­lo­sung der Ein­kaufs­gut­schei­ne schien in Zei­ten geschlos­se­ner Geschäf­te wenig sinnvoll.

Fotos wei­ter­hin online abrufbar

Jetzt, wo die Bamberger:innen ihre Geschäf­te wie­der unter­stüt­zen kön­nen, wur­den die Ein­kaufs­gut­schei­ne nun end­lich ver­lost: Fünf Bürger:innen dür­fen sich über einen Ein­kaufs­gut­schein in Höhe von 20 Euro freu­en und ein Mal wur­de über Gut­schein über sogar 100 Euro ver­lost. Die­se Gut­schei­ne kön­nen auch ger­ne schnell ein­ge­löst wer­den, denn, so betont Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler, nach wie vor haben „vie­le Betrie­be mit den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie und deren Ein­schrän­kun­gen zu kämp­fen. Des­halb ist und bleibt es umso wich­ti­ger, die Bam­ber­ger Betrie­be auch wei­ter­hin zu unter­stüt­zen und das aktu­el­le ‘Click & Coll­ect´ Ange­bot zu nutzen.“

Bernd Möhr­lein vom Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit hat sechs Bürger:innen glück­lich gemacht, die sich über „City-Schexs“ freu­en dür­fen. Foto: Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit Stadt Bamberg/​Steffen Schützwohl

Die Bil­der sind wei­ter­hin auf der Stadt-Home­page abrufbar.

Solid Bam­berg

Poli­tik an der Wur­zel anpacken

Seit Anfang des Jah­res ist der Kreis der poli­ti­schen Jugend­grup­pen in Bam­berg um eine Orga­ni­sa­ti­on rei­cher: Die Basis­grup­pe der Links­ju­gend Solid, wel­che der Par­tei DIE LINKE nahe­steht, ist am Start. Wir haben uns mit Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va und Piak Mis­te­le unterhalten.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va (22) stu­diert Sozia­le Arbeit und Piak Mis­te­le (19) macht eine Aus­bil­dung zum Hei­ler­zie­hungs­pfle­ger. Die bei­den Solid-Mit­glie­der spre­chen unter ande­rem über die all­ge­mei­ne Aus­gangs­la­ge, was sie in Bay­ern nervt und wel­chen poli­ti­schen Wunsch sie sich erfül­len würden.


War­um braucht es eine Links­ju­gend in Bamberg? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Sie hat ein­fach gefehlt! Nach­dem wir vor zwei Jah­ren bereits einen Ver­such gestar­tet hat­ten, wol­len wir nun jun­ge Men­schen zusam­men­brin­gen. Wer unse­re Wer­te von Anti­fa­schis­mus, Femi­nis­mus sowie Sozia­lis­mus teilt und poli­ti­sches Inter­es­se hat, fin­det bei uns eine Anlauf­stel­le, um die Pro­ble­me unse­rer Zeit ganz­heit­lich anzugehen.


Wie seid ihr zur Grup­pe dazugestoßen? 

Piak Mis­te­le: Für mich war Poli­tik schon immer wich­tig. Ich bin bei Fri­days for Future und der Bam­ber­ger Lin­ken Lis­te aktiv. Frü­her war ich bei der Grü­nen Jugend, wo mir das The­ma Sozia­les aber zu kurz kam.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Ich bin seit mei­ner Jugend an The­men wie Ungleich­heit, Femi­nis­mus, Kapi­ta­lis­mus­kri­tik und Alter­na­ti­ven zum bestehen­den Sys­tem inter­es­siert. Es geht mir um das Bewusst­sein, wie alles zusammenhängt.


Was nervt euch an der aktu­el­len Politik? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: In Bay­ern herrscht gene­rell eine sehr kon­ser­va­ti­ve Art, Poli­tik zu machen. Des­halb ist gute Regie­rungs­kri­tik wich­tig. Nicht nur in Bam­berg gehö­ren Ras­sis­mus und Sexis­mus lei­der zu All­tags­er­fah­run­gen. Da ist Auf­klä­rungs­ar­beit super wichtig!

Piak Mis­te­le: Was mich in Bay­ern nervt? Ganz klar: Zu vie­le Nazis!

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va, Foto: Privat

Wie bewer­tet ihr die Bedin­gun­gen in der Stadt, um als jun­ger Mensch poli­tisch aktiv zu sein?

Piak Mis­te­le: Ich den­ke, die Umstän­de sind recht gut. Vie­le Leu­te sind in ihrer Jugend in zahl­rei­chen Initia­ti­ven enga­giert. Und ich fin­de, dass der gro­ße Kli­ma­streik im Sep­tem­ber 2019 mit 3500 Men­schen gezeigt, wozu die jun­gen Men­schen in der Stadt in der Lage sind.


Apro­pos jun­ge Men­schen: Seht ihr einen Generationenkonflikt? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Nein, fin­de ich nicht. Klar, sind uns ande­re Punk­te wich­tig als der älte­ren Gene­ra­ti­on, aber im End­ef­fekt geht es uns um die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen aller. Auch wenn manch­mal behaup­tet wird, wir könn­ten nicht mit­re­den, weil wir ja noch nicht arbei­ten und Steu­ern zah­len würden.

Piak Mis­te­le: Es wird dann behaup­tet, die Jugend motzt nur rum, aber wir strei­ten für eine bes­se­re Welt und eine ech­te Veränderung. 


Wenn ihr einen poli­ti­schen Wunsch für die­ses Jahr frei­hät­tet, wel­chen wür­det ihr in Bam­berg erfül­len wollen? 

Piak Mis­te­le: Aus­rei­chend Sozi­al­woh­nun­gen für alle, die sich die Mie­ten nicht leis­ten kön­nen und dass Bam­berg nach­hal­ti­ger wird.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Mehr Platz für Kul­tur­räu­me und die que­e­re Sze­ne. Und einen Abbau von Vor­ur­tei­len gegen­über Geflüchteten.


Wei­te­re Informationen 

http://linksjugendsolidbamberg.blogsport.de/

„Teu­rer Wohn­raum mitverantwortlich“ 

40.000 Men­schen pen­deln zum Arbei­ten von außer­halb nach Bamberg

Wenn Lebens­zeit im Stau ver­lo­ren geht: Auch in Zei­ten von Lock­down und Home­of­fice bleibt die Zahl der Pend­ler in Bam­berg auf einem hohen Level. Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen rund 40.000 Men­schen zum Arbei­ten regel­mä­ßig von außer­halb in die Stadt. Dar­auf macht die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf­merk­sam. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf eine Sta­tis­tik der Bun­des­agen­tur für Arbeit. Dem­nach stieg die Zahl der soge­nann­ten Ein­pend­ler nach Bam­berg um 6,7 Pro­zent im Ver­gleich zum Vorjahr.

Zu den Haupt­ur­sa­chen für die anhal­tend gro­ßen Pen­del­strö­me zählt nach Ein­schät­zung der IG BAU Ober­fran­ken der teu­re Wohn­raum in den Städ­ten. „Nach jah­re­lan­gen Miet­stei­ge­run­gen kön­nen sich vie­le Beschäf­tig­te das Leben am Arbeits­ort nicht mehr leis­ten. Ihnen bleibt als Alter­na­ti­ve oft nur stun­den­lan­ge Fah­re­rei mit dem Auto oder der Bahn“, so Bezirks­vor­sit­zen­der Gerald Nick­las. In der Bau­bran­che sei­en wei­te Anfahrts­we­ge beson­ders ver­brei­tet. Es dür­fe aber nicht sein, dass Bau­ar­bei­ter, die in den Bal­lungs­räu­men Woh­nun­gen bau­ten, sich die­se selbst nicht mehr leis­ten könnten.


Nicht nur eine sozia­le, son­dern auch eine öko­lo­gi­sche Frage

Die IG BAU for­dert des­halb mehr Anstren­gun­gen bei der Schaf­fung bezahl­ba­ren Wohn­raums. „Deut­lich mehr Woh­nun­gen, die sich in den Städ­ten auch Gering- und Nor­mal­ver­die­ner leis­ten kön­nen, sind ein ent­schei­den­der Bei­trag, um die Pend­ler-Zah­len zu ver­rin­gern“, sagt Nick­las. Dafür müs­se die Poli­tik kla­re Vor­ga­ben machen, etwa indem kom­mu­na­le Grund­stü­cke nicht an den Meist­bie­ten­den ver­kauft wür­den, son­dern an Bau­her­ren, die sich zu bezahl­ba­ren Mie­ten ver­pflich­te­ten. Beim sozia­len Woh­nungs­bau müss­ten die staat­li­chen För­der­mit­tel mas­siv auf­ge­stockt wer­den und ein­mal gebau­te Sozi­al­woh­nun­gen dau­er­haft preis­ge­bun­den bleiben.

Dass Men­schen in der Nähe ihres Arbeits­plat­zes woh­nen kön­nen, sei nicht nur eine sozia­le, son­dern auch eine öko­lo­gi­sche Fra­ge: „Weni­ger Pen­de­lei bedeu­tet für die Betrof­fe­nen mehr Zeit für die Fami­lie, Freun­de und Hob­bys. Gleich­zei­tig kann ein erheb­li­cher Teil der CO2-Emis­sio­nen im Ver­kehrs­sek­tor ein­ge­spart wer­den“, so Nick­las weiter. 

Nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur ver­lie­ßen im ver­gan­ge­nen Jahr bun­des­weit vier von zehn sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten auf dem Weg zur Arbeit die Gren­zen ihrer Stadt oder ihres Land­krei­ses. Damit erreich­te die Zahl der Fern-Pend­ler trotz Pan­de­mie einen Höchst­stand von 13 Millionen.

Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hallstadt 

Baye­ri­sches Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Bay­ern Inno­va­tiv unter­stüt­zen Trans­for­ma­ti­on in der Auto­mo­bil­re­gi­on Bamberg

Das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Bay­ern Inno­va­tiv unter­stüt­zen die Trans­for­ma­ti­on in der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer-Regi­on Bam­berg. Im neu­en Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt sol­len Unter­neh­men, Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Start-ups zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­wach­sen. Der neue Tech­no­lo­gie­trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ger hat sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men, wor­über sich auch Land­rat Johann Kalb für den Land­kreis Bam­berg und Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder sei­tens der Stadt Hall­stadt freuen.

Der neue Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­ger soll vor Ort das Kon­zept des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Parks wei­ter­ent­wi­ckeln, Netz­werk­struk­tu­ren auf­bau­en und hin­sicht­lich ver­schie­de­ner För­de­run­gen beraten.

Die Auto­mo­bil­bran­che ist gemes­sen am Umsatz der mit Abstand bedeu­tends­te Indus­trie­zweig in Deutsch­land. Gleich­zei­tig ist es genau die Indus­trie, die sich inmit­ten des Kli­ma­wan­dels und der Gesund­heits­kri­se in einer weit­rei­chen­den Trans­for­ma­ti­on befin­det. So auch in der tra­di­ti­ons­rei­chen Auto­mo­bil­re­gi­on Bam­berg in Ober­fran­ken. Auf dem ehe­ma­li­gen Gelän­de des Miche­lin-Rei­fen­werks soll des­halb ein „Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt“ ent­ste­hen. Das Pro­jekt soll Unter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen zusam­men­füh­ren, die den Wan­del aktiv ange­hen wol­len. „Wir wol­len zum Leucht­turm­pro­jekt für den her­bei­ge­sehn­ten Struk­tur­wan­del wer­den. Das rund 88.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Gelän­de, auf dem bis Ende 2020 Auto­rei­fen gefer­tigt wur­den, bie­tet eine per­fek­te Infra­struk­tur, um gemein­sam wich­ti­ge Inno­va­ti­ons­fel­der zu bear­bei­ten und zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­zu­wach­sen“, so Peter Kel­ler, der das Pro­jekt lei­tet. Das 2020 gemein­sam von Miche­lin, dem Land­kreis Bam­berg und der Stadt Hall­stadt gestar­te­te Pro­jekt soll in den nächs­ten bei­den Jah­ren umge­setzt wer­den und neue Geschäfts­fel­der am Stand­ort ansiedeln.


Das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um beglei­tet das Pro­jekt seit Beginn an. Wirt­schafts­mi­nis­ter Hubert Aiwan­ger: „Hier in der Regi­on Bam­berg haben wir jetzt die gro­ße Chan­ce für einen umfas­sen­den Tech­no­lo­gie­trans­fer. Das bedeu­tet die kon­kre­te Mög­lich­keit, dass die gan­ze Regi­on ihr wirt­schaft­li­ches Pro­fil schärft und Unter­neh­men ihre Geschäfts­mo­del­le stär­ken und aus­bau­en kön­nen. Das sichert bestehen­de Arbeits­plät­ze und schafft lang­fris­tig auch neue. Ich bin sehr zuver­sicht­lich, dass der Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park den gesam­ten Stand­ort fit für die Zukunft macht. Wir haben des­halb alle regio­na­len Part­ner von Beginn an bei die­sem Pro­zess unter­stützt. Ich bedan­ke mich aus­drück­lich bei allen für ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment und kann ver­si­chern, dass sie auch künf­tig jeder­zeit Hil­fe aus dem Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um erwar­ten können.“


Bay­ern Inno­va­tiv stellt Transformationsmanager

Bay­ern Inno­va­tiv unter­stützt aktiv den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in der tra­di­ti­ons­rei­chen Auto­mo­bil­re­gi­on Bam­berg mit sei­nen pro­fes­sio­nel­len Ange­bo­ten rund um das Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment – von der Pro­dukt­idee bis zur Markt­ein­füh­rung. Ab sofort steht allen inter­es­sier­ten Fir­men und Insti­tu­ten vor Ort ein erfah­re­ner Inno­va­ti­ons­ma­na­ger der Bay­ern Inno­va­tiv GmbH als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Chris­toph Hei­nen, Mana­ger im Spe­zia­li­sie­rungs­feld Mobi­li­tät, bie­tet allen Inter­es­sen­ten den direk­ten Zugang zum Bay­ern Inno­va­tiv-Eco­sys­tem rund um For­schung, Tech­no­lo­gie­trans­fer, Inno­va­ti­on und För­der­pro­gram­me. Im Fokus steht der Auf­bau von Netz­wer­ken zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft unter Ein­bin­dung baye­ri­scher und natio­na­ler Initia­ti­ven und die Koope­ra­ti­ons­ver­mitt­lung geeig­ne­ter Part­ner. Eben­so unter­stützt Chris­toph Hei­nen bei der Iden­ti­fi­zie­rung geeig­ne­ter Koope­ra­ti­ons­pro­jek­te und bei der Ein­bin­dung wei­te­rer regio­na­ler und über­re­gio­na­ler Initia­ti­ven. Als För­der­lot­se navi­giert er außer­dem zu tech­no­lo­gie­ori­en­tier­ten För­der­pro­gram­men des Frei­staats, des Bun­des und der Euro­päi­schen Uni­on und beglei­tet bei Bedarf auch in der Antragsphase.

„Um Inno­va­tio­nen vor­an­zu­brin­gen, wird es immer wich­ti­ger, über den Rand der eige­nen Bran­che zu bli­cken. Unse­re Netz­wer­ke füh­ren des­we­gen bewusst Exper­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen zusam­men“, so Dr. Rai­ner Seß­ner, Geschäfts­füh­rer der Bay­ern Inno­va­tiv GmbH. „Unser Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­ger wird den Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt mit dem baye­ri­schen Inno­va­tions-Eco­sys­tem ver­bin­den und wich­ti­ge Impul­se für eine erfolg­rei­che Trans­for­ma­ti­on des Auto­mo­bil­stand­orts Bam­berg geben.“

„Wir freu­en uns sehr über die Unter­stüt­zung durch Herrn Hei­nen. Wir haben in den letz­ten 18 Mona­ten gemein­sam mit dem Land­kreis Bam­berg und der Stadt Hall­stadt eine sehr gute Basis für unser Kon­zept zur Revi­ta­li­sie­rung des Stand­or­tes und zum Auf­bau des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt vor­be­rei­ten kön­nen. Die Unter­stüt­zung des Frei­staats Bay­ern und Bay­ern inno­va­tiv und des Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­gers ist der nächs­te wich­ti­ge Schritt Rich­tung Ziel: den Struk­tur­wan­del in unse­rer Regi­on auf die Stra­ße brin­gen. Wir freu­en uns auf die Zusam­men­ar­beit“, sagt Chris­ti­an Metz­ger, Stand­ort­lei­ter Miche­lin Hallstadt.


Land­rat Johann Kalb bekräf­tigt: „Wir arbei­ten mit Hoch­druck gemein­sam an der kon­zep­tio­nel­len Umset­zung des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt. Das Pro­jekt wird ein Schlüs­sel für die Trans­for­ma­ti­on der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer in der Regi­on wer­den. Umso mehr freu­en wir uns, dass uns das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und die Bay­ern Inno­va­tiv GmbH hier unter­stüt­zen. Mit Herrn Hei­nen als Tech­no­lo­gie­trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ger vor Ort ist der ers­te wich­ti­ge Schritt zur Rea­li­sie­rung getan.“

„Für den Wirt­schafts­stand­ort Hall­stadt ist die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des Miche­lin-Gelän­des und die Ansied­lung des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Parks von gro­ßer Bedeu­tung. Wir freu­en uns, dass Chris­toph Hei­nen von Bay­ern Inno­va­tiv uns künf­tig unter­stüt­zen wird. Zusam­men mit Miche­lin und dem Land­kreis haben wir bereits ers­te gute Kon­zep­te erar­bei­tet, die nun in die Umset­zung gehen“, ergänzt Hall­stadts Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder.


Über den Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hallstadt

Auf dem Gelän­de des Miche­lin-Stand­orts Hall­stadt bie­tet sich die ein­ma­li­ge Chan­ce, alle ambi­tio­nier­ten Akteu­re der Regi­on unter einem gemein­sa­men Dach inter­dis­zi­pli­när zusam­men­zu­brin­gen. Im ange­dach­ten Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt sol­len füh­ren­de For­schungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men der Auto­mo­bil­zu­lie­fer­indus­trie und aus dem Bereich Cle­an­tech zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­wach­sen. Zusam­men mit wei­te­ren Schnitt­stel­len-Part­nern kön­nen sie die Inno­va­ti­ons­fel­der aktiv bear­bei­ten, die die Regi­on dau­er­haft stär­ken wer­den: neue Mobi­li­täts­kon­zep­te, Antriebs­sys­te­me und grü­ne Spit­zen­tech­no­lo­gien. Das Pro­jekt befin­det sich aktu­ell in der Kon­zep­ti­ons­pha­se – eine gro­ße Chan­ce für alle inter­es­sier­ten Part­ner, sich mit ihren The­men- und Tech­no­lo­gie­fel­dern rund um Mobi­li­tät von Mor­gen und Cle­an­tech ein­zu­brin­gen, Pro­to­ty­pen zu bau­en und die­se zur Markt­rei­fe zu entwickeln.

Coro­na

Stadt­spit­ze bit­tet um Vor­sicht und Rück­sicht – gera­de bei herr­li­chem Wetter

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp bit­ten auf­grund der anstei­gen­den Coro­na­in­fek­tio­nen in der Stadt Bam­berg um Ein­hal­tung der Coronaregeln.

Die Coro­na-Pan­de­mie hat Deutsch­land und die Welt wei­ter­hin fest im Griff: Die Zahl der Anste­ckun­gen mit dem Virus steigt fast über­all wie­der an – auch in Bam­berg nimmt das aktu­el­le Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu. Ursa­che dafür ist die bri­ti­sche Mutan­te B1.1.7, die inzwi­schen mehr als 60 Pro­zent aller Coro­na­in­fek­tio­nen in der Stadt aus­macht. Die 7‑Ta­ge-Inzi­denz ist inzwi­schen auf 161,6 ange­stie­gen, vor einer Woche lag die­se noch bei 60,7.


„Wir müs­sen lei­der noch ein­mal die Zäh­ne zusammenbeißen“ 

Nach­dem die Stadt an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen (27. bis 29. März) die Inzi­denz von 100 über­schrit­ten hat­te, hat die Stadt Bam­berg die „Not­brem­se“ gezo­gen. Das bedeu­tet, dass ab dem heu­ti­gen Mitt­woch, den 31. März, 0.00 Uhr, „schär­fe­re“ Rege­lun­gen nach der Zwölf­ten Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (12. BayIfSMV) gel­ten. Um die Pan­de­mie ein­zu­däm­men, bit­tet die Stadt­spit­ze die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dar­um, die­se Rege­lun­gen ein­zu­hal­ten. Vor allem appel­lie­ren sie, auf grö­ße­re Ansamm­lun­gen, teil­wei­se ohne Mas­ke, an belieb­ten Orten, wie bei­spiels­wei­se der Unte­ren Brü­cke oder der Ket­ten­brü­cke zu ver­zich­ten. „Wir wis­sen, dass das herr­li­che Wet­ter gera­de mehr als ver­lo­ckend ist, und uns ist auch klar, dass die Men­schen nach einem Jahr Pan­de­mie das Bedürf­nis haben, sich drau­ßen mit Freun­den auf ein Bier zu tref­fen. Aber wenn wir die Drit­te Wel­le bre­chen und damit mehr Aus­sicht auf Nor­ma­li­tät haben wol­len, dann müs­sen wir jetzt lei­der alle gemein­sam noch ein­mal die Zäh­ne zusam­men­bei­ßen“, beto­nen OB Star­ke und Bür­ger­meis­ter Glüsen­kamp. Sie appel­lie­ren an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, sich wei­ter­hin an den durch die Coro­na-Pan­de­mie vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­ab­stand von 1,50 Meter, die Kon­takt­be­schrän­kun­gen, die Mas­ken­pflicht sowie die all­ge­mei­nen Hygie­ne­re­geln zu halten.

Die Stadt­spit­ze erin­nert dar­an, dass ins­be­son­de­re auf den zen­tra­len Begeg­nungs­flä­chen in der Innen­stadt Mas­ken­pflicht herrscht und dort auch der Kon­sum von Alko­hol unter­sagt ist. Die jeweils kon­kret betrof­fe­nen Ört­lich­kei­ten sind von der Stadt Bam­berg zuletzt mit All­ge­mein­ver­fü­gung vom 26. März 2021 fest­ge­setzt worden.

Die Poli­zei wird die Ein­hal­tung des Infek­ti­ons­schut­zes, ins­be­son­de­re wegen des aktu­ell stark gestie­ge­nen Inzi­denz­wer­tes in Bam­berg, mit geziel­ten Kon­trol­len überprüfen.

Zehn Jah­re Kesselhaus

Belieb­ter Aus­stel­lungs­ort für die Kulturszene

In die­sem Jahr fei­ert das Kes­sel­haus sei­nen zehn­ten Geburts­tag als Aus­stel­lungs­ort, den es mit einer Open-Air-Aus­stel­lung begeht!

Zehn Jah­re ist es her, als sich im Früh­jahr 2011 ein klei­nes Häuf­lein Akti­vis­ten vom Kunst­ver­ein, dem BBK Ober­fran­ken, dem Archi­tek­tur­treff Bam­berg und dem dama­li­gen Bau­re­fe­ren­ten der Stadt, Micha­el Ilk, mit eige­ner Hän­de Arbeit dar­an­mach­ten, den brach lie­gen­den Indus­trie­raum im Kes­sel­haus auf­zu­räu­men. Und bei­na­he 40 Aus­stel­lun­gen und Events bewei­sen seit­her die Rich­tig­keit des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments für die­sen Ort mit sei­nen 225 Qua­drat­me­tern Flä­che, sie­ben Metern Höhe, durch­gän­gig ori­gi­na­len Ober­flä­chen und sei­ner zen­tra­len Lage am Lein­ritt als Aus­stel­lungs- und Ver­an­stal­tungs­flä­che. Denn: Das „Kes­sel­haus“ – bis 1984 genutz­te ehe­ma­li­ge Ener­gie­zen­tra­le des „Alten Kran­ken­hau­ses“ mit Kran­ken­haus­wä­sche­rei und Patho­lo­gie ¬–, am west­li­chen „Ein­gangs­tor“ zu Alt­stadt und Welt­erbe Bam­bergs gele­gen, birgt ein außer­or­dent­li­ches Poten­zi­al als leben­di­ger Kul­tur­ort. Es strahlt vor allem wegen der beson­de­ren funk­tio­na­len Archi­tek­tur der frü­hen 60er Jah­re und dem in Bam­berg sel­te­nen indus­tri­el­len Cha­rak­ter einen außer­ge­wöhn­li­chen Charme aus.


„Was mir zum Kes­sel­haus einfällt“

In die­sem Jahr fei­ert das Kes­sel­haus nun sei­nen zehn­ten Geburts­tag als Aus­stel­lungs­ort. Aber wie begeht man einen run­den Geburts­tag in Zei­ten von Coro­na? Ganz ein­fach: mit einer Open-Air-Ausstellung!

Die Idee dazu ist bereits im ers­ten Lock­down und dem damit erzwun­ge­nen Still­stand für die Kul­tur ent­stan­den. Bam­ber­ger Künstler:innen aus den Rei­hen des BBK Ober­fran­ken haben zum Pla­kat­wett­be­werb ein­ge­la­den, um das Kes­sel­haus mate­ri­ell zu unter­stüt­zen und damit für die Zukunft als Kul­tur­stand­ort zu sichern. Die Auf­ga­be bestand in der Gestal­tung eines Pla­ka­tes zum The­ma „Was mir zum Kes­sel­haus ein­fällt“, das als Ban­ner an der EG-Fas­sa­de des Kes­sel­hau­ses zum Lein­ritt open-air aus­ge­stellt wer­den soll. Ein beglei­ten­der eige­ner QR-Code erlaubt es allen Inter­es­sen­ten, sich auf der Web­site des Ver­eins ein­zu­klin­ken, um Nähe­res zu den Ent­wür­fen zu erfah­ren. Her­aus­ge­kom­men ist eine kun­ter­bun­te Mischung uto­pi­scher Vor­stel­lun­gen, augen­zwin­kern­de bis ernst­haf­te Anstö­ße an die Stadt Bam­berg bis hin zu ziem­lich kon­kret for­mu­lier­ten Vor­stel­lun­gen, die seit Anfang Febru­ar 2021 nun am vor­ge­se­he­nen Ort aus­ge­stellt sind.

Im Ein­zel­nen fin­det man nun eine Idee von Ger­hard Hagen, in einer Qua­si-Kari­ka­tur Bam­berg dar­auf auf­merk­sam zu machen, dass die Rea­li­sie­rung einer Kunst­hal­le ana­log zur Lan­dung auf dem Mond eigent­lich nur einen „klei­nen“ Schritt dar­stel­len würde.

Peter Schop­pel hat ein Modell ent­wor­fen, das zeigt, wie ein auf­ge­wer­te­tes Kes­sel­haus aus­se­hen könn­te. Höchst rea­lis­tisch visua­li­siert Tho­mas Michel einen erfolg­ten Umbau des Kes­sel­hau­ses unter Wah­rung sei­ner prä­gnan­ten Gestalt und ent­wirft sehr reiz­vol­le Auf­ent­halts­qua­li­tä­ten im Außen­be­reich. Nina Gross folgt mit einer bun­ten Phan­ta­sie­an­sicht eines veri­ta­blen Aus­stel­lungs­hau­ses, die gleich­falls Wert auf Auf­ent­halts­qua­li­tä­ten als Anzie­hungs­punkt für Publi­kum legt: der Park­platz ist einer Wie­se gewi­chen und das Dach des Kes­sel­hau­ses begrünt. Chris­tia­ne Toe­we wie­der­um schafft einen wuch­ti­gen Archi­tek­tur­kör­per, um ihn dann mit kräf­ti­gen rot-wei­ßen Bän­de­run­gen zu ver­se­hen, ähn­lich dem berühm­ten Leucht­turm „Roter Sand“ in der Weser­mün­dung – ein Welt­kul­tur­er­be übri­gens –, um dem unschwer erkenn­ba­ren Kes­sel­haus einen pro­gram­ma­ti­schen Leucht­turm­cha­rak­ter zu ver­lei­hen. Dag­mar Ohrn­dorf nimmt in ihrem Ban­ner Bezug auf die Akti­vi­tä­ten der Ver­gan­gen­heit und hat aus Frag­men­ten alter Aus­stel­lungs­pla­ka­te ein neu­es tän­ze­ri­sches Gesamt­bild kom­po­niert. Ger­hard Schlöt­zer, neben sei­nen foto­gra­fi­schen Fähig­kei­ten ein lei­den­schaft­li­cher und begab­ter Zeich­ner, prä­sen­tiert den Betrachter:innen mit peni­blen Blei­stifts­stri­chen sei­ne leicht nach­voll­zieh­ba­re Visi­on des Kes­sel­hau­ses mit auf­ge­setz­tem Dach­cafè und der zu einem Kiosk umfunk­tio­nier­ten Tra­fo­sta­ti­on an der Nord­spit­ze des Are­als inmit­ten einer publi­kums­freund­li­chen Frei­flä­che. David Grimm schließ­lich sieht das Kes­sel­haus als Funk­sta­ti­on, als geer­de­te Basis für inter­pla­ne­ta­ren Aus­tausch, als ein Labor für Rele­vanz, Funk­ti­on und Ver­ant­wor­tung von Kunst und Kul­tur im 21. Jahrhundert.

Stadt­wärts been­den die Open-Air-Aus­stel­lung zwei archi­tek­ten­ba­sier­te und com­pu­ter­gra­fisch auf­be­rei­te­te Ide­al­an­sich­ten eines umge­bau­ten Kes­sel­hau­ses, ein­mal das Inne­re des Shed­dach­be­reichs als veri­ta­ble Kunst­hal­le und zum ande­ren die Gesamt­schau des Kes­sel­hau­ses als Kunst­ort samt auto­frei­em Lein­ritt und Frei­trep­pen­an­la­ge am Fluss mit zuvor unge­ahn­ten Aufenthaltsqualitäten.

Allen aus­ge­stell­ten Künst­lern gemein ist ihre klar aus­ge­drück­te Hoff­nung auf eine kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Kes­sel­hau­ses als Kul­tur­ort. Denn nir­gends sonst fin­det sich in die­ser Stadt ein ande­rer, bes­ser geeig­ne­ter Ort als die­se städ­te­bau­lich irgend­wie ver­kann­te Bra­che am äußers­ten Wes­t­en­de des Sand­vier­tels – und dies nur den sprich­wört­li­chen Stein­wurf von St. Micha­el entfernt!

Ter­mi­ne sind online buchbar 

Schnell­test­zen­trum am ZOB eröffnet

Das Coro­na-Schnell­test­zen­trum am Zen­tra­len Omni­bus­bahn­hof in Bam­berg hat ges­tern sei­nen Betrieb auf­ge­nom­men. Es befin­det sich im ehe­ma­li­gen Info­point der Stadt­wer­ke Bam­berg in der Pro­me­na­den­stra­ße 6a und ist zen­tra­le Anlauf­stel­le für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die einen kos­ten­lo­sen Coro­na-Schnell­test durch­füh­ren las­sen wollen.

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke sag­te beim Orts­ter­min: „Dank die­ser Ein­rich­tung erhö­hen wir die Kapa­zi­tä­ten für Schnell­tests in der Stadt Bam­berg deut­lich. Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind ein­ge­la­den, sich tes­ten zu las­sen.“ Jonas Glüsen­kamp, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter, wies dar­auf hin, dass die Test­stel­le auch über die Oster­fei­er­ta­ge und für Kin­der ab drei Jah­ren geöff­net ist, ver­bun­den mit dem Appell: „Bit­te kom­men Sie nur, wenn Sie sym­ptom­frei sind. Wer Sym­pto­me an sich beob­ach­tet, wen­det sich bit­te zuerst an den Arzt oder Kinderarzt.“

Das Schnell­test­zen­trum Bam­berg am ZOB wird betrie­ben von der HTK Hygie­ne Tech­no­lo­gie Kom­pe­tenz­zen­trum GmbH, einem Teil der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Für den Stand­ort am ZOB wird noch zusätz­li­ches medi­zi­ni­sches Per­so­nal gesucht, nament­lich: Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (m/​w/​d), Arzt­hel­fer (m/​w/​d) und Kran­ken­pfle­ger (m/​w/​d). Bewer­bun­gen kön­nen über das Job­por­tal der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ein­ge­reicht wer­den: https://www.sozialstiftung-bamberg.de/klinikum-bamberg/stellenangebote/

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die erst nach 15 Uhr einen Schnell­test durch­füh­ren las­sen kön­nen, wen­den sich an die Abstrich­stel­le an der Gal­gen­fuhr (Am Sen­del­bach 15). Die­se ist von Mon­tag bis Sams­tag von 15 bis 19 Uhr geöff­net sowie von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag, täg­lich von 15 Uhr bis 19 Uhr. Eine Anmel­dung ist nicht nötig.

Außer­dem bie­ten mitt­ler­wei­le zahl­rei­che Apo­the­ken in Bam­berg kos­ten­lo­se Schnell­tests an. Aktua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen hier­zu sind unter ande­rem auf der Inter­net­sei­te der Stadt Bam­berg zu finden.

Das Ange­bot wird künf­tig noch ergänzt durch ein mobi­les Schnell­test­zen­trum: Ab Don­ners­tag, dem 15. April, wird ein Omni­bus der Stadt­wer­ke Bam­berg ver­schie­de­ne Sta­tio­nen in den Stadt­tei­len anfah­ren. Infor­ma­tio­nen hier­zu wer­den noch bekannt gegeben.


Schnell­test­zen­trum Bam­berg
Pro­me­na­de­stra­ße 6a, Bamberg

Mon­tag bis Sams­tag: 9 – 15 Uhr
Von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag täg­lich von 9 bis 15 Uhr geöffnet

Anmel­dung unter: https://corona-schnelltest-bamberg.de/

Coro­na

„Not­brem­se“ gilt ab dem 31. März in Bamberg

Am heu­ti­gen Mon­tag hat die Stadt Bam­berg den drit­ten Tag in Fol­ge eine 7‑Ta­ges-Inzi­denz über 100 erreicht. Die Stadt Bam­berg weist dar­auf hin, dass des­halb ab Mitt­woch, dem 31. März, um 00:00 Uhr, wie­der stren­ge­re Regeln und die Aus­gangs­sper­re von 22 bis 5 Uhr gelten.

Der 7‑Ta­ge-Inzi­denz-Wert für die Stadt Bam­berg hat am Sams­tag, den 27. (113,7), Sonn­tag, den 28. (138,3) und Mon­tag, den 29. März (137,0) jeweils einen Wert von 100 über­schrit­ten. Damit ist der Wert von 100 den drit­ten Tag in Fol­ge über­schrit­ten. Die Stadt Bam­berg hat dies heu­te auch in einem Son­der­amts­blatt kom­mu­ni­ziert. Ab Mitt­woch, den 31. März, 0.00 Uhr, gel­ten dann die „schär­fe­ren“ Rege­lun­gen nach der 12. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men-Ver­ord­nung (12. BayIfSMV).


Stär­ke­re Kontaktbeschränkungen

Man darf nur noch zu maxi­mal einer Per­son Kon­takt haben, die nicht dem eige­nen Haus­halt ange­hört. Die zu die­sen Haus­stän­den gehö­ren­den Kin­der unter 14 Jah­ren blei­ben für die Gesamt­zahl außer Betracht. Ehe­gat­ten, Lebens­part­ner und Part­ner einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft gel­ten jeweils als ein Haus­stand, auch wenn sie kei­nen gemein­sa­men Wohn­sitz haben.

Zuläs­sig ist fer­ner die wech­sel­sei­ti­ge, unent­gelt­li­che, nicht geschäfts­mä­ßi­ge Beauf­sich­ti­gung von Kin­dern unter 14 Jah­ren in fes­ten, fami­li­är oder nach­bar­schaft­lich orga­ni­sier­ten Betreu­ungs­ge­mein­schaf­ten, wenn sie Kin­der aus höchs­tens zwei Haus­stän­den umfasst.


Gel­tung einer nächt­li­chen Aus­gangs­sper­re von 22 bis 5 Uhr:

Von 22 bis 5 Uhr ist der Auf­ent­halt außer­halb einer Woh­nung unter­sagt. Eine Aus­nah­me gilt nur, wenn ein trif­ti­ger Grund nach § 26 der 12. BayIfSMV vorliegt.


Ein­schrän­kun­gen beim Einzelhandel:

Gene­rell ist die Öff­nung von Laden­ge­schäf­ten mit Kun­den­ver­kehr unter­sagt. Die Abho­lung vor­be­stell­ter Waren (sog. Click & Coll­ect) bleibt möglich.

Für Kun­din­nen und Kun­den gilt eine FFP2-Mas­ken­pflicht, das Per­so­nal trägt eine Mund-Nasen-Bede­ckung. Die Geschäf­te tra­gen dafür Sor­ge, dass Ansamm­lun­gen von Kun­den ver­mie­den wer­den, zum Bei­spiel durch gestaf­fel­te Zeit­fens­ter. Waren zur Abho­lung dür­fen nur an einem ent­spre­chen­den Schal­ter oder außer­halb des Laden­ge­schäfts plat­ziert wer­den. Ver­kaufs­räu­me dür­fen nicht für die Kund­schaft geöff­net werden.


Fol­gen­de Läden dür­fen aktu­ell unab­hän­gig vom Inzi­denz­wert geöff­net bleiben:

  • Abga­be von Spei­sen und Geträn­ken zum Mitnehmen
  • Apo­the­ken
  • Baby­fach­märk­te
  • Ban­ken und Sparkassen
  • Bau­märk­te
  • Baum­schu­len
  • Blu­men­fach­ge­schäf­te
  • Buch­hand­lun­gen
  • Büche­rei­en
  • Dro­ge­rien
  • E‑Zi­ga­ret­ten-Fach­ge­schäf­te
  • Fahr­rad­werk­stät­ten
  • Fahr­schu­len
  • Filia­len des Brief- und Versandhandels
  • Fri­seu­re
  • Gar­ten­märk­te
  • Gärt­ne­rei­en
  • Geträn­ke­märk­te
  • Groß­han­del
  • Hör­ge­rä­te­akus­ti­ker
  • Jagd­be­darf
  • Kfz-Werk­stät­ten
  • Kos­me­tik­be­trie­be
  • Lebens­mit­tel­han­del inklu­si­ve Direktvermarktung
  • Lie­fer­diens­te
  • nicht­me­di­zi­ni­sche Fuß‑, Hand‑, Nagel- und Gesichtspflege
  • Opti­ker
  • Pfand­leih­häu­ser
  • Reform­häu­ser
  • Rei­ni­gun­gen und Waschsalons
  • Sani­täts­häu­ser
  • Schlüs­sel­dienst
  • Tabak­lä­den
  • Tankstellen,Tankstellenshops
  • Tier­be­darf und Fut­ter­mit­tel, Tierpflege
  • Ver­kauf von Pres­se­ar­ti­keln (Zei­tun­gen, Zeitschriften)
  • Ver­si­che­rungs­bü­ros
  • Wert­stoff­hö­fe
  • sons­ti­ge für die täg­li­che Ver­sor­gung unver­zicht­ba­re Ladengeschäfte

Ein­ge­schränk­te Sportausübung:

Zuläs­sig ist nur kon­takt­frei­er Sport unter frei­em Him­mel und unter Beach­tung der Kon­takt­be­schrän­kung. Die Aus­übung von Mann­schafts­sport ist untersagt.


Ein­schrän­kun­gen bei außer­schu­li­scher Bil­dung und Musikschulen

Ange­bo­te der beruf­li­chen Aus‑, Fort‑, und Wei­ter­bil­dung sind in Prä­senz­form unter­sagt. Davon aus­ge­nom­men sind Ers­te-Hil­fe-Kur­se und die Aus­bil­dung von ehren­amt­li­chen Ange­hö­ri­gen der Feu­er­wehr, des Ret­tungs­diens­tes und des Tech­ni­schen Hilfs­werks. Unter­sagt sind wei­ter­hin Ange­bo­te der Erwach­se­nen­bil­dung nach dem Baye­ri­schen Erwach­se­nen­bil­dungs­ge­setz und ver­gleich­ba­re Ange­bo­te ande­rer Trä­ger sowie außer­schu­li­sche Bil­dungs­an­ge­bo­te. Instru­men­tal- und Gesangs­un­ter­richt in Prä­senz­form ist untersagt.


Schlie­ßung von Kulturstätten:

Neben Thea­tern, Kon­zert­hal­len, Büh­nen, Kinos und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen sind nun auch Muse­en, Aus­stel­lun­gen, Gedenk­stät­ten und ver­gleich­ba­re Kul­tur­stät­ten geschlos­sen. Büche­rei­en und Archi­ve blei­ben geöffnet.


Mas­ken­pflicht und Alko­hol­kon­sum­ver­bot unab­hän­gig vom Inzidenzwert

Im öffent­li­chen Raum gel­ten unab­hän­gig vom Inzi­denz­wert nach wie vor die Coro­na-Schutz­maß­nah­men. Dazu zäh­len auch die Mas­ken­pflicht und das Alko­hol­kon­sum­ver­bot in der Innen­stadt. Hier bit­tet die Stadt Bam­berg mit Blick auf das Infek­ti­ons­ge­sche­hen und den stei­gen­den Anteil an Coro­na-Muta­tio­nen drin­gend, sich ins­be­son­de­re auch bei schö­nem Wet­ter im Bereich der Obe­ren und Unte­ren Brü­cke und der Ket­ten­brü­cke an die Abstands­re­geln und die Mas­ken­pflicht zu halten.

Das Pro­jekt „Neu­ge­stal­tung Trop­pau­platz“ geht in die zwei­te Runde

Ein neu­er Baum für den Troppauplatz

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de mit der Neu­ge­stal­tung des Trop­pau­plat­zes begon­nen und der Schul­brun­nen der Hei­del­steig­schu­le errich­tet, groß­zü­gig unter­stützt von der Denk-Mal-Stif­tung und der Stif­tung Welt­kul­tur­er­be Bam­berg. Umrahmt wird der Brun­nen von Sitz­ge­le­gen­hei­ten. Ab jetzt steht neben den Sitz­ge­le­gen­hei­ten ein neu­er Baum.

Der Brun­nen am Trop­pau­platz ist der fünf­te Trink­was­ser­brun­nen in Bam­berg, an dem die Bür­ger im Som­mer kos­ten­los fri­sches Trink­was­ser zap­fen kön­nen. Die gestal­te­ri­schen Arbei­ten der Brun­nen­steh­le über­nahm der Bam­ber­ger Künst­ler Tho­mas Gröh­ling in Zusam­men­ar­beit mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Hei­del­steig­schu­le. Bei der Umset­zung unter­stützt wur­den Sie vom Ent­sor­gungs- und Bau­be­trieb der Stadt, dem Gar­ten- und Fried­hofs­amt der Stadt und den Stadt­wer­ken Bam­berg, die auch künf­tig den Trink­was­ser­brun­nen betreuen.

Ab jetzt steht ein neu­er Baum neben den Sitz­ge­le­gen­hei­ten rund um den Brun­nen, der für die nöti­ge Beschat­tung im Som­mer sor­gen soll. Die­se nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Bele­bung des Trop­pau­plat­zes wur­de maß­geb­lich vom Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost unter­stützt, der den neu­en Blau­glo­cken­baum gespen­det hat. „Der Bür­ger­ver­ein Bam­berg-Ost freut sich, dass es mit dem Glo­cken­baum zu einer wei­te­ren Ver­schö­ne­rung des Trop­pau­plat­zes gekom­men ist“, erklär­te Heinz Kunt­ke, Vor­sit­zen­der des Bür­ger­ver­eins Bam­berg-Ost e.V.

Audio­rund­gang mit dem TiG

W:ORTE: Fla­nie­ren mit Lite­ra­tur und Musik im Ohr

Das Thea­ter im Gärt­ner­vier­tel (TiG) bie­tet ab dem heu­ti­gen Sams­tag den kul­tu­rel­len Audio­rund­gang „W:ORTE“ durch das Gärt­ner­vier­tel an. Per App kann man sich unter­wegs lite­ra­ri­sche Tex­te, Gedich­te und Musik – ein­ge­spro­chen und ein­ge­spielt von Mit­glie­dern des Ensem­bles – anhö­ren. Die Stra­ßen wer­den zum Kunst­ort. TiG-Che­fin Nina Lorenz hat mit dem Web­echo einen Aus­blick unternommen.

Frau Lorenz, wie sind Sie auf die Idee zum lite­ra­ri­schen Wort­weg gekommen?

Nina Lorenz: Die ers­te Idee kam von Lena Kalt und Lina Hof­mann, bei­de Kos­tüm- und Büh­nen­bild­ne­rin­nen beim TiG, und sah so aus, Schau­fens­ter­in­stal­la­tio­nen anzu­bie­ten und dazu eine Füh­rung oder einen Audio­gui­de zu gestal­ten. Die­se Idee hat mich fas­zi­niert und dar­auf auf­bau­end haben wir sie gemein­sam wei­ter ent­wi­ckelt. Als klar war, dass Olga See­ha­fer und Jakob Fischer die musi­ka­li­sche Gesamt­kom­po­si­ti­on über­neh­men, ein Groß­teil des Schau­spiel­ensem­bles die Tex­te ein­spricht und wir die­se gemein­sam mit Ton­in­ge­nieur Michel Spek auf­neh­men kön­nen, war der Audio­weg gebo­ren. Den schö­nen Titel W:ORTE hat Wer­ner Lorenz entwickelt.


Sie beschrei­ben “W:ORTE” als Kunst­pro­jekt. Um was geht es genau?

Nina Lorenz: Es geht um das Öff­nen der Sin­ne – Hören, Sehen, Rie­chen, Füh­len.
Um das Gehen – in Bewe­gung kom­men, sich die eige­ne Stadt erge­hen, sie wahr­neh­men aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve, die durch Wor­te und Töne, durch Lite­ra­tur und Musik ange­rei­chert wird.
Es geht auch dar­um, sich ein­zu­las­sen auf den Sound der Stadt – um viel­leicht ein Teil der Stadt zu wer­den, gelei­tet von der Kunst. Mit dem TiG-Ensem­ble im Ohr ent­ste­hen die Bil­der nicht nur auf den Stra­ßen, son­dern auch im Kopf.


Wodurch unter­schei­det sich der Rund­gang von tou­ris­ti­schen Rundgängen?

Nina Lorenz: Wir bie­ten kei­ne klas­si­sche Stadt­füh­rung zu den Sehens­wür­dig­kei­ten Bam­bergs an, son­dern gehen eher unbe­kann­te­re Wege und bele­ben die­se mit Wort und Musik. Wir blei­ben dem TiG-Prin­zip treu, das bedeu­tet, wir erschlie­ßen mit jedem neu­en Pro­jekt neue Orte, las­sen uns von ihnen inspi­rie­ren und ver­wan­deln all­täg­li­che Orte in Thea­ter­stät­ten. In die­sem Fall wird das Gärt­ner­vier­tel ins­ge­samt und wer­den die Wege dar­in zu einem Kunstort.


Wie vie­le und wel­che Sta­tio­nen hat der Weg?

Nina Lorenz: Der Weg hat ins­ge­samt 19 Sta­tio­nen, umfasst etwa andert­halb Stun­den oder 6000 Schrit­te durchs Gärt­ner­vier­tel. Die Tex­te wer­den ent­we­der an den Sta­tio­nen direkt gehört und man ver­weilt dabei vor Gebäu­den, Geschäf­ten, Spiel­plät­zen, Brü­cken, oder wer­den wäh­rend des Gehens erleb­bar gemacht. Man kann jeder­zeit den Rund­gang unter­bre­chen und wie­der auf­neh­men, wie es für den eige­nen Geh­rhyth­mus am bes­ten ist. Start­punkt ist das TiG-Büro in der Joseph­stra­ße 7.


Bit­te nen­nen Sie drei Bei­spie­le, was es wo zu hören bezie­hungs­wei­se zu sehen gibt?

Nina Lorenz: Zu sehen gibt es immer was – die Stadt bil­det den Rah­men dazu. Eben­so gibt es von Lena Kalt und Lin­da Hof­mann gestal­te­te Schau­fens­ter­in­stal­la­tio­nen. Zu hören gibt es zum Bei­spiel auf der Luit­pold­stra­ße einen Mono­log aus „Anna Kare­ni­na“ von Leo Tol­stoi, als sich Anna auf dem Weg zum Bahn­hof befin­det. An der Lan­des­jus­tiz­kas­se Bam­berg ist Kaf­ka zu erle­ben und an der Gärt­ne­rei Nie­der­mai­er ein Erleb­nis­be­richt von Micha­el Nie­der­mai­er über den Ver­such der Stadt Bam­berg, 1970 eine mehr­spu­ri­ge Schnell­stra­ße durch das Gärt­ner­vier­tel zu bau­en und wie die Gärt­ner dies sei­ner­zeit ver­hin­dert haben. Zwi­schen­drin gibt es einen Song von „Be an Ani­mal“ von und mit Olga See­ha­fer und Jakob Fischer und vie­les mehr.


Unter­wegs gibt es auch Schau­fens­ter-Instal­la­tio­nen. Was erwar­tet das Publi­kum hierbei?

Nina Lorenz: Die Instal­la­tio­nen unter­stüt­zen die Geschich­ten, die an die­ser Stel­le erzählt wer­den und kön­nen im bes­ten Fal­le die Fan­ta­sie anregen.


Folgt “W:ORTE” wie ein Thea­ter­stück einer Hand­lung oder einem Spannungsbogen?

Nina Lorenz: Der Span­nungs­bo­gen ent­steht durch die Musik und durch die dra­ma­tur­gi­sche Durch­mi­schung von lite­ra­ri­schen Tex­ten, Gedich­ten, O‑Tönen von Bam­ber­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­gern und Musik. Im klas­si­schen Sin­ne eine durch­ge­hen­de Hand­lung ist nicht vor­han­den. Jeder lite­ra­ri­scher Bei­trag ist in sich abge­schlos­sen. Den­noch ergibt alles in allem in Kom­bi­na­ti­on mit der Musik einen Span­nungs­bo­gen und eine Dar­stel­lung von Leben in sei­nen unter­schied­li­chen Facetten.


Vor der Teil­nah­me an “W:ORTE” muss man die App Hearo­ny­mus her­un­ter­la­den. Sie ist genau wie die Teil­nah­me kos­ten­frei. Die Finan­zie­rung soll durch Spen­den gesi­chert wer­den. Wie­so set­zen Sie auf Frei­wil­lig­keit anstatt auf fest­ge­leg­te Preise?

Nina Lorenz: Da es zur Zeit kei­nen Vor­ver­kauf bei den Vor­ver­kaufs­stel­len gibt, uns die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten eines online Kar­ten­ver­kau­fes nicht zur Ver­fü­gung ste­hen, haben wir uns für die Finan­zie­rung auf Spen­den­ba­sis nach dem Pay-as-you-wish-Ver­fah­ren ent­schie­den. Wir sind außer­or­dent­lich froh über die Unter­stüt­zung von „Hearo­ny­mus Audio­gui­de“, die es uns ermög­licht hat, den Audio­weg über eine pro­fes­sio­nel­le App anzubieten.


Wann ist “W:ORTE” für Sie ein Erfolg?

Nina Lorenz: Sobald die ers­ten Zuhörer*innen mit dem TiG-Ensem­ble im Ohr durch die Stra­ßen zie­hen – schon ab da ist es ein Erfolg für uns. Die Zuschauer*innen kön­nen nicht zu uns ins Thea­ter kom­men, aber wir kön­nen zu ihnen kom­men – und wenn wir es schaf­fen, mit die­sem Audio­weg den Kon­takt zu hal­ten und zu zei­gen, dass wir auch in der Pan­de­mie wei­ter­hin für da sind, machen wir das Kunst­er­leb­nis auch in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten mög­lich. Unser Publi­kum kann trotz Kri­se unse­re Schauspieler*innen hören und füh­len. Das allein ist ein Riesenerfolg.

Wei­te­re Informationen:

https://tig-bamberg.de/

1 50 51 52 53 54 61