Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets treffen auf die Niners Chemnitz
Im letzten Heimspiel des Jahres 2024 wollen die Bamberg Baskets an diesem Freitag gegen die Niners Chemnitz nochmals eine starke Leistung aufs Parkett der Brose Arena bringen, um ihre aktuelle Siegesserie weiter auszubauen.
Mit den Niners Chemitz empfängt Bamberg am 13. Spieltag in der Basketball Bundesliga den letztjährigen Playoff-Halbfinalisten und amtierenden FIBA Europe Cup Champion in Freak City. Die Partie morgigen Freitag beginnt um 20 Uhr.
Extrem gefährlicher Gegner
„Nach der Heimniederlage der Chemnitzer gegen Bonn erwarten wir die bestmögliche Version der Niners, die sicherlich dieses Spiel wettmachen wollen“, so Anton Gavel, der Head Coach der Bamberg Baskets . „Wir müssen bereit sein, denn sie werden mit unglaublicher Energie herauskommen und das gilt es für uns von Beginn an zu matchen. Chemnitz spielt aggressiv und variabel. Darauf müssen wir als Team und jeder Spieler auch ganz individuell vorbereitet sein. Offensiv wird die Bewegung des Balles wichtig sein. Selbstverständlich wollen wir die guten Sachen aus dem Heidelberg-Spiel mitnehmen, aber auf der anderen Seite auch die schlechten Dinge aus unserem Spiel entfernen. Chemnitz zählt nach wie vor zu den Top-Mannschaften der Liga.“
Derartig eng in der Tabelle beieinander waren die Teams in der BBL schon lange nicht mehr und so ging es für die Sachsen nach zuletzt zwei Niederlagen erst einmal wieder etwas nach unten. Mit aktuell sechs Siegen und fünf Niederlagen liegt das Team von Trainer Rodrigo Pastore im Moment auf Position neun. Der 65:69-Auswärtsniederlage in Ludwigsburg folgte die bislang wohl bitterste Niederlage der Saison, als man in der Messe Chemnitz auf eigenem Parkett im Weihnachtsspiel von den Telekom Baskets Bonn buchstäblich zerlegt wurde. Angeführt von Darius McGhee (40 Punkte, stellte mit 12 getroffenen Dreiern den Rekord von Hurl Beechum ein) siegten die Rheinländer mit 123:88. Niners-Coach Pastore entschuldigte sich nach dem Spiel bei den Fans für die wohl schlechteste Leistung eines Teams während seiner mittlerweile zehnjährigen Tätigkeit in Chemnitz. Die Bamberg Baskets sollten auf jeden Fall gewarnt sein, denn von den Niners wird eine Reaktion auf diese Heimblamage zu erwarten sein.
79:68-Sieg in Heidelberg
Bamberg Baskets gewinnen beim Tabellenführer
Die Bamberg Baskets haben ihre Siegesserie weiter ausbauen können und das Gastspiel beim Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga in Heidelberg gewonnen. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Im mit 4.410 Zuschauern ausverkauften SNP Dome siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagnachmittag mit 79:68 bei den MLP Academics und holte sich damit den 4. BBL-Sieg der Saison. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Dabei taten sich die Bamberger gegen die Academics zunächst extrem schwer. In der gesamten ersten Halbzeit fand man offensive nicht zu seinem Rhythmus, leistete sich acht Ballverluste und traf nur 32 Prozent der Würfe aus dem Feld. Defensiv hingegen lief es deutlich besser und so konnte man den Heidelbergern auf den Fersen bleiben. Nach der Pause arbeiteten sich Karsten Tadda und Co. dann über die Verteidigung in dieses Spiel hinein und konnten die Partie so letztlich noch zu ihren Gunsten drehen. Mit Ibi Watson (18), Kyle Lofton (13), Ronaldo Segu (13) und KeyShawn Feazell (11) punkteten am Ende vier Bamberger Spieler zweistellig. Bester Werfer der Heidelberger war Ryan Mikesell mit 13 Punkten.
Die Baskets erwischten einen äußerst schlechten Start. Nach nicht einmal einer Minute und zwei erfolgreichen Abschlüssen von Damariae Horne lag man mit 0:4 zurück. Die Baskets wirkten schläfrig, leisteten sich zwei Ballverluste und nach dem Dreier von Ryan Mikesell nahm Head Coach Anton Gavel bereits nach 94 Sekunden seine erste Auszeit. Die zahlreich nach Heidelberg mitgereisten Bamberger Schlachtenbummler mussten bis in die 4. Spielminute warten, ehe Ibi Watson per Dreier die ersten Baskets-Zähler auf die Anzeigentafel brachte (3:9/4.). Nach wie vor aber war man im Umschalten von Angriff auf Verteidigung zu langsam, was die Academics zu einfachen Zählern und ihrer ersten zweistelligen Führung nutzten (3:13/5.). Die Bamberger Würfe wollten nicht fallen und auch an der Freiwurflinie benötigte man fünf Versuche bis zum ersten Treffer. Die Gastgeber behaupteten so ihren Vorsprung (9:19/8.), den Filip Stanić zum Ende des Viertels nochmals etwas eindampfen konnte (15:21).
Wie schon das erste Viertel begannen die Heidelberger auch den zweiten Abschnitt mit einem 7:0‑Run. 4:01 Minuten waren nach dem Korbleger von Mateo Šerić gespielt, als Anton Gavel erneut die Notbremse in Form seiner zweiten Auszeit ziehen musste (15:28). Nun schien Ronaldo Segu im Spiel angekommen zu sein. Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und einem Drei-Punkte-Spiel stellte er auf 20:28 (15.). Doch schon im nächsten Angriff nahm er sich mit einem unsportlichen Foul quasi selbst wieder aus dem Spiel. Kyle Lofton übernahm den Spielaufbau und sein Drei-Punkte-Spiel verkürzte den Rückstand weiter (23:29/17.). Die Heidelberger aber wehrten sich und zogen wieder leicht davon (29:39/19.). Das bessere Ende dieser ersten Halbzeit hatten aber die Bamberger. 35 Sekunden vor der Halbzeitsirene netzte zunächst Moritz Krimmer einen Dreier ein, ehe Karsten Tadda mit all seiner Routine und einem Drei-Punkte-Spiel für den 35:39-Pausenstand sorgte
„Jetzt müssen wir weiter nachlegen“
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Gastgeber zunächst weiter in Führung. Nachdem Ronaldo Segu auf 41:43 (23.) verkürzen konnte, hatte MaCio Teague wenig später per Dreier die Chance, Bamberg erstmals in Führung zu werfen. Sein Versuch verfehlte jedoch den Korb. Eine gewonnene Coaches Challenge (das gegen Moritz Krimmer zunächst als unsportlich gepfiffene Foul wurde heruntergestuft) und einen Dreier von Ibi Watson zum 44:45 (26.) später, hatten die Baskets durch Ronaldo Segu die nächste Möglichkeit zur Führung. Was aber auch ihm hier nicht gelang, schaffte dann Kyle Lofton an der Freiwurflinie (46:45/26.) und sein Team blieb nun weiter am Drücker. Vor allem defensiv stand man im dritten Abschnitt ausgezeichnet und gestattete dem Gegner hier nur elf Punkte, während man selbst 22 Zähler auf das Scoreboard brachte und mit einer 57:50-Führung in den Schlussabschnitt gehen konnte.
Ronaldo Segu erhöhte den Vorsprung zunächst auf neun Zähler, ehe die nächste Coaches Challenge das Bamberger Spiel ein wenig bremste. Die Entscheidung des unsportlichen Fouls gegen KeyShawn Feazell wurde zwar auch hier herabgestuft, doch plötzlich waren die Heidelberger wieder auf 59:54 dran. Anton Gavels Auszeit kam genau im richtigen Moment, denn mit dem Dreier von Ibi Watson (63:55/34.) konnte man hier die erste Aufholjagd der Gastgeber erst einmal abwehren. Der Spitzenreiter aber zeigte nun, warum er da oben in der Tabelle steht und warf nochmals alles nach vorne. Zwei Dreier von Marcel Keßen glichen die Partie erneut aus (63:63/34.). Die nächste Bamberger Auszeit folgte, doch die Heidelberger zogen dank eines 12:0‑Laufs wieder etwas davon (63:67). Die Halle tobte, doch Karsten Tadda & Co. waren noch lange nicht bezwungen. 2:49 Minuten vor dem Ende versenkte der Kapitän einen ganz wichtigen Dreier (66:67) und leitete damit einen 12:0‑Lauf der Bamberger ein, die das Spiel nervenstark und mit viel Leidenschaft doch noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Schlusspunkt der Partie war der Dreier plus Bonusfreiwurf von Ibi Watson zum 79:68-Endstand.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wir sind enorm glücklich, dass wir hier gewinnen konnten. Wir haben sehr schlecht angefangen und waren direkt 0:9 hinten gelegen“, so Anton Gavel, Head Coach der Bamberg Baskets. „Defensiv war unser Spiel ordentlich und wir haben 39 Punkte bis zur Halbzeit zugelassen. Offensiv aber waren wir einfach schlecht und haben keine guten Entscheidungen getroffen. Mit der Zeit haben wir uns in der zweiten Halbzeit dann aber auch offensiv gesteigert. Das Wichtigste war für uns, dass wir uns nicht aufgegeben haben, als Heidelberg den letzten Run im vierten Viertel hatte. Wir haben weitergespielt, die richtigen Antworten gefunden und Stopps geholt. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Jetzt müssen wir weiter nachlegen.“
Gastspiel beim BBL-Tabellenführer
Bamberg Baskets reisen nach Heidelberg
Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest hat der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga den Bamberg Baskets nochmals ein dickes Paket unter den Christbaum gelegt. Am 12. Spieltag geht es für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntag, 22. Dezember, zum BBL-Tabellenführer nach Heidelberg.
Erst am letzten Spieltag machten die MLP Academics den Sprung auf Platz eins, als sie das Spitzenspiel bei ratiopharm ulm mit 69:67 gewinnen und so ihren vierten Sieg in Serie feiern konnten. Vor allem in der zweiten Halbzeit demonstrierten die Heidelberger in dieser Partie ihre Stärke, als sie den Ulmern nur noch 19 Zähler gestatteten und das Spiel nach einem 15-Punkte-Halbzeitrückstand noch drehten.
So süß der Sieg in Ulm für die Heidelberger war, so bitter war die Niederlage in der Vorwoche, als das Team von Cheftrainer Danny Jansson im Pokal-Viertelfinale mit 85:100 beim SYNTAINICS MBC die Segel streichen musste.
Bamberg Baskets Point Guard Ronaldo Segu erwartet am Sonntag ab 15:00 Uhr im SNP Dome einen extrem harten Kampf, bei dem beide Teams ihre aktuelle Siegesserie – Heidelberg mit vier BBL-Siegen in Serie, Bamberg wettbewerbsübergreifend mit zuletzt vier Siegen in Serie – unbedingt fortführen möchten.
„Das Spiel beim Tabellenführer ist für uns die nächste große Herausforderung. Heidelberg spielt aktuell sehr gut und vor allem aggressiv. Wir wollen am Sonntag an unsere letzten Leistungen anknüpfen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Klar ist, dass wir defensiv eine nahezu perfekte Leistung brauchen werden, um in Heidelberg zu gewinnen. Zudem müssen wir gut auf den Ball aufpassen, da sie sehr aggressiv verteidigen. Insgesamt aber haben wir zuletzt jetzt viele Herausforderungen gemeistert und so bauchen wir uns in keinster Weise verstecken. In der Liga bauchen wir weitere Siege und egal wo und gegen wen wir spielen, werden wir alles daransetzten, erfolgreich zu sein.“
Von Null auf Hundert
Im letzten Jahr noch hauchdünn als Tabellen-Sechszehnter dem Abstieg entkommen, sorgen die Heidelberger in dieser Saison am anderen Ende der Tabelle für Schlagzeilen. Während man in der Vorsaison als Geheimfavorit gehandelt wurde und letztlich enttäuschte, überraschen die Academics in der bisherigen Serie mit aktuelle acht Siegen und nur drei Niederlagen. In eigener Halle besiegte man die Teams aus Vechta, Chemnitz, Hamburg und Rostock. Lediglich gegen Bonn (76:95) und gegen Würzburg (67:72) musste man sich geschlagen geben.
Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets besiegen Bonn
Drei Siege in drei Spielen in drei unterschiedlichen Wettbewerben. Das ist die Bilanz der Bamberg Baskets in der zurückliegenden Woche, die gestern Abend mit dem Erfolg gegen die Telekom Baskets Bonn ihren Abschluss gefunden hat.
In der Reihe der Erfolge mit dem Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen Berlin und dem im ENBL-Spiel in Warschau dürfte der Heimsieg am Samstagabend gegen die Telekom Baskets Bonn wahrscheinlich der wichtigste für das Team von Head Coach Anton Gavel gewesen sein. Schließlich wollten die Bamberger nach zuletzt tollen Leistungen in den anderen Wettbewerben nun auch in der easyCredit BBL wieder einen Erfolg verbuchen, was beim 92:73 (43:39) Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn auch eindrucksvoll gelang.
4.631 Zuschauern in der BROSE ARRENA sahen eine insgesamt überlegene Bamberger Mannschaft, die vor allem an den Brettern mit 54:35 Rebounds dominierte. Auch die Teameffektivität von am Ende 120:76 verdeutlichte eindrucksvoll die Überlegenheit der Bamberger in dieser Partie, welche man hochverdient für sich entscheiden konnte. Die besten Punktesammler des Spiels waren jeweils mit 22 Zählern Ibi Watson auf Bamberger sowie Till Pape auf Bonner Seite.
Nachdem Bonns Point Guard Darius McGhee in bislang nur zwei der neun BBL-Partien der Rheinländer in der Startformation gestanden hatte, entschied sich Bambergs Cheftrainer Anton Gavel dazu, Ronaldo Segu ebenfalls von der Bank kommen zu lassen und das Spiel mit Kyle Lofton in der Starting Five neben MaCio Teague, Ibi Watson, Moritz Krimmer und Filip Stanić zu beginnen. Die ersten Minuten des Spiels konnte man als gegenseitiges Abtasten bezeichnen (4:4/6.), dann aber legten die Bamberger richtig los. Mit der einmal mehr großartigen Unterstützung der Fans stand die Verteidigung nun gut und in der Offensive wurde der freie Mann gesucht und auch gefunden. Das Drei-Punkte-Spiel von KeyShawn Feazell brachte die Hausherren bereits im ersten Abschnitt zweistellig in Führung (17:6/7.) und so musste Bonns Coach Roel Moors seine erste Auszeit nehmen. Bonn zeigte sich danach zwar wieder etwas konzentrierter, doch die Bamberger konnten ihren Vorsprung verteidigen und führten mit 24:14 nach dem ersten Viertel.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Bamberger nochmals einen Gang hoch und starteten mit einem 9:0‑Lauf in die zweiten zehn Minuten (33:14/12.). Wenig später versenkte KeyShawn Feazell einen Dreier und die Bamberger Führung war auf 20 Zähler angewachsen (36:16/13.). Nun aber kam die große Zeit von Till Pape. Der Bonner Power Forward führte sein Team beinahe im Alleingang wieder heran. 14 Punkte erzielte er allein in den letzten sechs Minuten vor dem Seitenwechsel und 39 Sekunden vor Halbzeit waren die Rheinländer auf einmal wieder bis auf zwei Zähler heran (41:39). Ronaldo Segu markierte dann noch den 43:39 Pausenstand.
„Auf diese Leistung können wir sicherlich aufbauen“
Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstanden es die Bamberger, sich die Gäste weiter vom Leib zu halten. Während man in der Verteidigung erneut große Intensität zeigte, hielt unter anderem Kyle Lofton per Korbleger (50:42/22.) und dann per Dreier (55:46/24.) den Vorsprung zunächst konstant. 4:57 Minuten vor Ende des dritten Abschnitts traf mal wieder Till Pape für die Bonner (58:53), ehe nun die wohl stärkste Phase der Bamberger folgte. Die Gäste fanden kein Mittel gegen die unglaubliche Bamberger Defense, die den Bonnern im dritten Abschnitt keine Punkte mehr gestattete. Ein eigener 12:0‑Lauf brachte die Bamberg Baskets mit 70:53 nach 30 Minuten in Führung.
Damit noch nicht genug. Auch im Schlussabschnitt ließen die Bamberger nicht nach und packten nochmals drauf. Der Dreier von MaCio Teague erhöhte den Vorsprung auf 75:53 (32.). Als Filip Stanić mit zwei erfolgreichen Freiwürfen auf 80:57 stellte, stand bei noch 5:55 Minuten Restspielzeit für viele in der BROSE ARENA der Sieger dieser Partie bereits fest, zumal die Mannschaft von Anton Gavel ihr Spiel auch hier weiter konsequent durchzog. Als Ronaldo Segu 2:57 Minuten vor der Schlusssirene beim 87:61 für die höchste Bamberger Führung des Abends sorgte, war die Entscheidung gefallen. Letztlich siegten die Bamberg Baskets hoch verdient und ohne ein einziges Mal in Rückstand gelegen zu haben gegen die Telekom Baskets Bonn mit 92:73 und konnten nach gut dreieinhalb Jahren einmal wieder einen Sieg gegen die Rheinländer feiern.
„Für uns war es unheimlich wichtig, diesen Erfolg zu erreichen. In der Defensive haben wir phasenweise wirklich gut ausgesehen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Ende drittes und Anfang viertes Viertel haben wir ich glaube zehn Stopps in Folge gehabt und so ein Team, das im Schnitt über 80 Punkte erzielt letztlich bei um die 70 gehalten. Auf diese Leistung können wir sicherlich aufbauen, aber es ist auch nur ein Spiel.“
Tabellenschlusslicht mit erstem Saisonsieg
Bamberg Baskets verlieren in Göttingen
Am 10. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Bamberg Baskets am Montagabend ihre dritte Auswärtsniederlage in Serie hinnehmen müssen. Auch im Gastspiel beim Tabellenletzten in Göttingen gab es für die Bamberg Baskets letztlich nichts zu holen. Vor 2.539 Zuschauern unterlagen die Bamberger in der Sparkassen-Arena bei der BG Göttingen mit 88:97 (46:57).
Vor allem in der Defensive hatte man erneut große Probleme. Allein im zweiten Viertel gestattete man den Niedersachsen 36 Zähler und baute den Gegner hier durch eigene Unzulänglichkeiten mit auf.
Erfolgreichste Werfer auf Seiten der Bamberger waren Brandon Horvath, MaCio Teague und Filip Stanić mit je 13 Punkten. Für die Veilchen der BG Göttingen scorten Jimmy Boeheim und Colin Welp mit je 18 Zählern am besten.
Die Bamberger starteten gut in die Partie und lagen nach nur zwei Minuten und einem Korberfolg von Filip Stanić sowie einem Dreier von Karsten Tadda mit 5:0 in Front. Der Kapitän legte wenig später nochmals von jenseits der 6,75-Meter-Linie nach und die Baskets führten mit 10:6 (5.). Die Göttinger fanden nun aber immer besser ins Spiel und Kostja Mushidi glich die Partie an der Freiwurflinie wieder aus (13:13/7.). Bamberg konterte und der Dreier von einem im ersten Viertel starken MaCio Teague bedeutete das 20:16 (9.). Die Veilchen trafen durch Colin Welp auf der Gegenseite aber ebenfalls für drei und als Jimmy Boeheim seinen eigenen Fehlwurf in den Korb tippte, lagen die Gastgeber erstmals in diesem Spiel in Führung (20:21/10.). Nochmals kam jedoch MaCio Teague. Mit einem Nahdistanzwurf und einem weiteren Dreier schraubte er sein Punktekonto im ersten Abschnitt bereits auf acht Zähler (zudem 3 Rebounds) und holte die Führung wieder zurück (25:21).
Zu Beginn des zweiten Viertels blieben die Bamberger zunächst in Front (30:25/11.). Wie schon im ersten Abschnitt zogen aber auch hier die Göttinger nach und veranlassten Anton Gavel beim 32:32 (13.) zur Auszeit. Die Unterbrechung schien gefruchtet zu haben, denn durch Körbe von Lofton und Watson stand es schnell wieder 36:32. In den beiden nächsten Minuten hatten die Baskets die Chance, ihren Vorsprung weiter auszubauen, doch der Dreier im Schnellangriff von Karsten Tadda verfehlte ebenso sein Ziel, wie der Dunking-Versuch von Ibi Watson. Aus den Fehlern der Bamberger zogen die Göttinger nun spürbar Kraft und drehten auf. Ein 13:3‑Run der Veilchen drehte die Partie in kürzester Zeit erneut und 2:37 Minuten vor der Pause musste Anton Gavel beim 39:45 seine nächste Auszeit nehmen. Die Göttinger aber drückten weiter auf die Tube und gingen nach dem Dreier von Zach Ensminger beim 44:55 (20.) erstmals zweistellig in Führung.
„Jetzt müssen wir gemeinsam aus dieser Misere herauskommen“
Wieder mit der Startformation auf dem Parkett lief es für die Bamberger zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst wieder besser. Ibi Watson verkürzte per Dreier auf 56:61(23.). Doch wie schon im zweiten Viertel ließ die Bamberger Verteidigung dem Gegner zu viele Möglichkeiten, die Tra Holder trotz unsportlichem Fouls von Ronaldo Segu zu einem And-one nutzen konnte und so die Veilchen wieder deutlich in Führung brachte (62:72/26.). Mushidi, Welp und Boeheim legten nochmals nach und so führten die Niedersachsen zum Ende des dritten Viertels deutlich (68:82).
Im Schlussabschnitt verstand es die BG es, die Bamberger auf Distanz zu halten. Als Filip Stanić 4:51 Minuten vor dem Ende zum 78:90 traf, holte BG-Coach Olivier Foucart sein Team nochmals in einer Timeout kurz zusammen, das im Anschluss wieder stark davonzog (80:97/39.) und so letztlich keine Zweifel am ersten Göttinger Saisonsieg mehr ließ. Noch erwähnt sei, dass Ben Diederichs 1:35 Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde und so zu seinem BBL-Debüt kam.
„Ich glaube, das ist jetzt das dritte oder vierte Spiel in Folge, nach dem wir dem gegnerischen Team und dem Trainer zu einem verdienten Sieg gratulieren müssen. Das Spiel war nach dem Ende des zweiten Viertels vorbei“, so das Resüme von Bamberg Baskets-Head Coach Anton Gavel. „Wir haben in den letzten zwölf Angriffen im zweiten Viertel nur einen Stopp generiert. Da hat Göttingen sehr viel Selbstvertrauen getankt, nicht nur weil wir so schlecht waren, sondern weil sie es auch sehr gut gemacht haben. Mal wieder haben wir 97 Punkte kassiert. Normalerweise sollte man, wenn man 88 Punkte in der gegnerischen Halle erzielt, sich mindestens in die Position bringen das Spiel zu gewinnen. Das waren wir ab dem zweiten Viertel aber gar nicht mehr. So werden wir keine Spiele gewinnen. Wir haben das zwar angesprochen, aber anscheinend war das nicht genug. Jetzt müssen wir gemeinsam aus dieser Misere herauskommen.“
BG Göttingen bisher sieglos in der Liga
Bamberg Baskets reisen zum Tabellenletzten
Mit der Partie zwischen Heidelberg und Rostock beginnt am Samstagabend der 10. Spieltag in der Basketball Bundesliga. Alle Fans aus Freak City müssen jedoch bis Montagabend warten, ehe ihre Bamberg Baskets ins Geschehen eingreifen und mit dem Gastspiel bei der BG Göttingen den Spieltag abschließen.
Nach über zwei Wochen ohne Spiel ist die Partie in der Sparkassen Arena für beide Teams eine enorm wichtige, gilt es die aktuelle Niederlagenserie mit einem Sieg zu beenden. Während die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel nach zuletzt knappen Niederlagen in Vechta und in Weißenfels nach Niedersachsen reist, haben die Veilchen in der bisherigen BBL-Saison noch überhaupt kein Erfolgserlebnis verbuchen können.
„Ganz klar ist dieses Spiel für beide Mannschaften extrem wichtig. Wir konnten in der vergangenen Woche viel und hart arbeiten“, so Anton Gavel, der Head Coach der Bamberg Baskets. „Natürlich konnte das Göttingen auch und so können uns viele neue Sachen am Montag erwarten. Für uns war es wichtig, dass wir uns auf uns konzentriert haben und verschiedene Sachen auch einmal etwas detaillierter angehen und auch umsetzten konnten. In dieser Partie geht es um sehr viel und es ist für uns enorm wichtig, mit diesem Spiel wieder zurück in die Spur zu kommen.“
Noch ohne BBL-Saisonsieg
Alle ihre bisherigen sieben Bundesliga-Partien haben die Göttinger verloren. In eigener Halle zog man bisher gegen Frankfurt (72:100), den FC Bayern (81:95) und gegen Heidelberg (73:95) den Kürzeren. Auch auswärts setzte es in Rostock (74:102), Ludwigsburg (62:91), Chemnitz (88:96) und in Ulm (70:109) teils deftige Niederlagen. Fasst man die Ergebnisse der Veilchen zusammen, stehen durchschnittlich 74,3 selbst erzielten Punkten aktuell 98,3 kassierte Zähler gegenüber.
Was in der BBL noch nicht gelingen wollte, klappte im BBL-Pokal hingegen bereits zwei Mal. Nachdem die Veilchen in der ersten Runde des Cup-Wettbewerbs beim ProA-Ligisten in Hagen mit 83:80 gewinnen konnten, setzte sich das Team von Cheftrainer Olivier Foucart auch im Achtelfinale gegen die FIT/ONE Würzburg Baskets durch. Mit 86:78 warf man die Unterfranken aus dem Pokal und zeigte nicht nur hier, worauf sich jeder in Göttingen einzustellen hat. Der Kampf der Veilchen bis zur letzten Sekunde des Spiels wurde in dieser Partie Mitte Oktober belohnt. Mit 29:19 gewann die BG damals das letzte Spielviertel und zog so ins Pokal-Viertelfinale ein, wo man nun am 7. Dezember in eigener Halle im Duell mit den SKYLINERS aus Frankfurt um den Einzug ins BBL-Pokal Top Four spielen wird.
Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets: Schwacher Start kostet das Spiel in Weißenfels
Die Bamberg Baskets haben ihr Auswärtsspiel am 9. Spieltag der Basketball-Bundesliga verloren. In Weißenfels unterlagen die Bamberger am Samstagabend (16. November) beim Syntainics MBC mit 94:99. Vor allem die mangelhaften Leistungen der Anfangsphase machten es Bamberg schwer, das Spiel für sich zu gestalten.
Die Niederlage gegen die Syntainics MBC aus Weißenfels ist die fünfte Saisonniederlage der Bamberg Baskets. Die Mannschaft von Trainer Gavel belegt nun Tabellenplatz 14, kurz vor den Abstiegsplätzen.
Den besseren Start in die Partie hatte der MBC. Nach etwas mehr als vier Minuten konnte sich Syntainics bereits leicht absetzen und Anton Gavel nahm die erste Auszeit (4:11, 5. Minute). Doch auch im Anschluss fanden die Baskets nicht zu ihrem Spiel. Vor allem in der Defensive haperte es, was die Weißenfelser Wölfe bereits im ersten Abschnitt und einer 14:28-Führung nutzten.
Auch zu Beginn des zweiten Viertels gaben die Gastgeber Gas und bauten ihren Vorsprung zur höchsten Führung des Abends aus. Der zweite Dreier von Spencer Reaves (der fünfte Dreier des MBC bei acht Versuchen) bedeutete das 19:37 (14. Minute). Auf Bamberger Seite war bis hierher nur einer der acht versuchten Distanzwürfe im Netz gelandet. Wie dominant Weißenfels bis hierher spielte, verdeutlicht die Effektivität beider Teams zu diesem Zeitpunkt. Diese sprach mit 14:50 klar gegen Bamberg.
Nun aber begann sich das Team von Anton Gavel in die Partie hineinzuarbeiten. KeyShawn Feazells Dunk verkürzte den Rückstand auf 35:45 (19. Minute). MaCio Teagues Dreier brachte die Bamberger 64 Sekunden vor der Halbzeit beim 38:47 noch näher heran.
Den letzten Angriff des zweiten Viertels nutzte der MBC jedoch nochmals zu vier weiteren Punkten. So ging es beim Stand von 39:54 in die Pause.
Selbst ein Loch gegraben
Am Abstand zwischen beiden Mannschaften tat sich in der zweiten Hälfte zunächst wenig. Über 43:59 (22. Minute), 46:64 (24. Minute) und 57:71 (27. Minute) verstanden es die Hausherren geschickt, die Bamberger auf Distanz zu halten. Zum Ende des Viertels aber wurden die Baskets stärker.
86 Sekunden vor Ende des Abschnitts drückte MaCio Teague den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich (63:71, 29. Minute). Karsten Tadda mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und Kyle Lofton per Sprungwurf sorgten für den 67:73-Zwischenstand nach 30 Minuten.
Die Bamberger waren in dieser Phase jetzt klar am Drücker. In der Verteidigung gestattete man den Wölfen nichts. Und mit einem 7:0‑Start ins Schlussviertel ging man bei noch zu spielenden 7:18 Minuten durch einen Korb von Filip Stanić beim 74:73 erstmals in Führung.
Die Wölfe waren hier kurzzeitig völlig von der Rolle und so musste Coach Gailitis eine Auszeit nehmen. Eine, die sich jedoch auszahlte. Denn nur gut 30 Sekunden später holt Ty Brewer die Führung per Dreier wieder zurück.
Das Spiel blieb zunächst knapp, doch die Aufholjagd hatte den Bambergern viel Kraft gekostet. Drei Ballverluste innerhalb von nur 34 Sekunden sowie ein unsportliches Foul gegen Ibi Watson ließen Weißenfels bei noch 4:11 Minuten wieder auf 78:87 entwischen.
Bamberg versuchte noch einmal alles und kam in der Tat bei noch 55 Sekunden Restspielzeit auf 90:93 heran. Ein Dreier von Michael Devoe im Gegenangriff zum 90:96 bedeutete dann jedoch die Entscheidung zugunsten des MBC.
Anton Gavel sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns, wie in vielen Spielen vorher, ein Loch gegraben, aus dem es unfassbar schwer war, wieder herauszukommen. Wir lagen teilweise mit 18 Punkten hinten. Wir haben den besten Weißenfelser Schützen zu viele Dreier erlaubt, insgesamt über 60 Prozent, und wir waren nicht physisch genug. Das war nun das zweite Spiel in der BBL, in dem wir um die 100 Punkte bekommen haben. Wir waren am Anfang der Saison defensiv einigermaßen gut dagestanden, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Trotzdem haben wir es wieder mal geschafft, ins Spiel zurückzukommen. Aber wenn man jedes Mal einem Rückstand hinterherlaufen muss, gewinnt man kein Spiel.“
Basketball-Bundesliga
Aufregung um Bamberger Niederlage gegen Rasta Vechta
Am Freitag (8. November) mussten sich die Bamberg Baskets am 8. Spieltag der Basketball-Bundesliga Rasta Vechta geschlagen geben. Als einen Grund für die Niederlage machte Bamberg eine Schiedsrichterentscheidung aus dem dritten Viertel aus.
Auch Stunden nach Spielende dürfte der Blutdruck der Bamberger Basketballfans noch über dem Normalwert gelegen haben. Verantwortlich dafür wäre eine Spielsituation aus der 27. Minute der Auswärtspartie gegen Rasta Vechta, wie die Baskets mitteilen. So habe eine Schiedsrichterentscheidung einen wesentlichen Einfluss auf die 101:98-Niederlage Bambergs gehabt.
Spielverlauf
Die Bamberger wollten der Energie der Vechtaer gleich zu Beginn des Spiels etwas entgegensetzen, was der Mannschaft zunächst auch gelang. Nach einem Dreier von Ibi Watson lag die Mannschaft nach nur drei Minuten bereits mit 9:2 in Führung. Erneut war es der US-Amerikaner, der beim 15:5 mit seinen Zählern sechs und sieben für die erste zweistellige Bamberger Führung sorgte (5. Minute).
Doch plötzlich drehte sich das Spiel. Rasta kam nun immer besser ins Laufen und nach einem 12:4‑Run waren die Gastgeber 93 Sekunden vor Ende des ersten Viertels wieder auf 19:17 herangekommen. Mike Bothwell sorgte mit seinem Drive zum Ende des Abschnitts dann sogar für die Führung der Hausherren. Auf Bamberger Seite kam in diesem ersten Viertel auch Adrian Petković zum Einsatz und so zu seinem Bundesliga-Debüt.
Mit Joschka Ferner lief bei Rasta Vechta gleich zu Beginn des zweiten Viertels ein weiterer Spieler heiß. Vier Dreier netzte Vechtas Kapitän in nur 3:15 Minuten ein. So warf er sein Team noch etwas deutlicher in Front (27:34/14. Minute).
Die Bamberger aber schlugen prompt zurück und waren nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von MaCio Teague beim 34:35 (15. Minute) wieder dran. Mit seinem zehnten Punkt sorget Filip Stanić beim 45:44 (19. Minute) sogar für die erneute Bamberger Führung. Diese luchste Brandon Randolph den Bamberger Gästen aber nochmals ab (48:50 Minute). Den Schlusspunkt unter diese erste Halbzeit setzte dann jedoch MaCio Teague, der tief aus der eigenen Hälfte per Dreier mit der Sirene noch die Bamberger Halbzeitführung erzielte (51:50).
Aufreger der Partie
Zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Bamberg Baskets erneut die stärkere Mannschaft und erspielten sich beim 63:57 (23. Minute) einen kleinen Vorsprung. Vechta blieb aber dran und ein Dreier von Johann Grünloh bedeutete in der 25. Minute den erneuten Ausgleich (63:63). Beide Teams lagen nun gleichauf, ehe es 3:03 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels beim 70:70 zum Aufreger der Partie kam.
Was war geschehen? Ronaldo Segu und Vechtas Brandon Randolph waren unter dem Bamberger Korb aneinandergeraten. KeyShawn Feazell eilte seinem bis dahin mit 19 Punkten und zehn Assists überragenden Point Guard Segu zu Hilfe und versuchte zu schlichten. Auch Vechtas Coach Martin Schiller betrat das Spielfeld und „rammelte bewusst mit Segu zusammen“, so Schiedsrichter Robert Lottermoser während der Videobegutachtung der Szene. „Was Schiller hier macht, ist nicht deeskalierend, im Gegenteil“, so Lottermoser weiter.
Doch während Segu für seine Reaktion auf die Provokationen von Randolph und Schiller mit zwei Technischen Fouls bestraft und damit disqualifiziert wurde, kam Randolph mit seiner Provokation und einem Schubser nur mit einem Technischen Foul davon.
Vor allem die Schiedsrichterentscheidung gegen Segu betrachteten die Baskets und der Kommentator der Spielübertragung, Stefan Koch, als nicht gerechtfertigt. Trotzdem mussten die Baskets nun ohne ihren Spielmacher auskommen und schienen dadurch aus der Bahn geworfen. Nach dem Dreier von Kyle Lofton zum Ende des dritten Abschnitts lag man mit 78:81 aber noch gut im Rennen.
Bamberg kommt nochmals ran
Wie schon zu Beginn des zweiten Viertels starteten die Vechtaer auch in den Schlussabschnitt mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen (78:87/32. Minute). Bambergs Coach Anton Gavel nahm eine Auszeit, doch gegen die Dreier der Gastgeber fand man an kein Gegenmittel. So zogen die Hausherren immer weiter davon.
5:29 Minuten vor dem Ende schien die Partie für Bamberg beim 82:98 gelaufen. Die Baskets bäumten sich aber nochmal auf und kamen zurück. Nach einem 16:1‑Lauf verkürzte man fünf Sekunden vor dem Ende auf 98:99.
Tyger Campbell bewies für Vechta aber Nervenstärke und verwandelte nach einem Foul zwei Freiwürfe. 4,8 Sekunden blieben Bamberg noch, um in die Verlängerung zu kommen – doch der letzte Wurf von KeyShawn Feazell ging daneben. Rasta Vechta gewann mit 101:98.
Am Ende des Spiels hatte Bamberg mehr Rebounds und weniger Ballverluste als der Gegner produziert und war die effektivere Mannschaft. Die hervorragende Dreipunktequote von 19 Treffern bei 33 Versuchen war jedoch letztlich der gewinnbringende Faktor für Rasta Vechta.
Anton Gavel kam nach dem Spiel jedoch auch noch einmal auf die Disqualifizierung von Segu zu sprechen. „Ich glaube, dass ich bei der Szene im 3. Viertel einen besseren Job machen muss, um die Situation zu schlichten. Ich wusste nicht, dass man, wenn man als Coach aufs Feld läuft, nur ein Technisches Foul bekommt. Deswegen muss ich da einen besseren Job machen, damit so eine Situation auf jeden Fall nicht noch einmal vorkommt und sich unsere Mannschaft am Riemen reißt und einen kühlen Kopf bewahrt. Die Szene hat sicherlich Einfluss aufs Spiel gehabt. Aber ich glaube, dass wir im 3. Viertel defensiv keinen guten Job gemacht haben. Vechta hat viele Dreier, mit denen wir vielleicht nicht so gerechnet haben, getroffen. Erst gegen Ende des Spiels haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und defensiv mehr Stabilität gehabt. Das war letztlich aber nicht genug.“
Basketball-Bundesliga
Siegesserie der Bamberg Baskets reißt gegen Rostock Seawolves
Die Bamberg Baskets haben ihre aktuelle Siegesserie nicht fortführen können. Nach zuletzt vier gewonnenen Spielen in Folge unterlag die Mannschaft gestern den Rostock Seawolves verdient.
75:89 hieß es am Ende in der Basketball-Bundesliga-Partie der Bamberg Baskets gegen die Rostock Seawolves. Vor 4.781 Zuschauer:innen riss damit gestern Nachmittag (20. Oktober) die wettbewerbsübergreifende Siegesserie der Bamberger. Außerdem müssen die Baskets weiter auf den ersten BBL-Heimsieg der Saison warten.
Die Tatsache, dass den Rostockern 15 Tage zur Vorbereitung auf das Spiel gegen Bamberg zur Verfügung gestanden hatten, man selbst nach dem ENBL-Spiel am Mittwoch in Bristol hingegen nur zwei Trainingseinheiten absolvieren konnte, ließ Bambergs Coach Anton Gavel nach dem Spiel im Interview nicht als Ausrede gelten. „Wir haben im zweiten Viertel in fast sechs Minuten nur zwei Punkte erzielt, weil jeder versucht hat, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. So gewinnt man kein Spiel“, analysierte Gavel eine Ursache für die Niederlage.
Auf Seiten der Bamberger konnten lediglich Filip Stanić mit zehn Punkten und neun Rebounds sowie Moritz Krimmer mit 17 Zählern und der besten Effektivität aller Spieler auf dem Parkett (24) überzeugen. Bei den Rostockern scorten D’Shawn Schwartz (25) und Bryce Hamilton (24) am besten.
Der Spielverlauf
Aufgrund der Verletzung von Aigars Skele musste Rostocks Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz seine Startformation erstmals in dieser Saison umstellen. Die Bamberg Baskets hingegen begannen wie zuletzt bei den Siegen im Pokal gegen Ulm und in der ENBL in Bristol und mit ordentlich Druck in der Verteidigung.
Bereits in den ersten 90 Sekunden hatte man den Gästen zweimal innerhalb der ihnen zur Verfügung stehenden 24 Sekunden Angriffszeit keinen Abschluss zugelassen. Offensiv forcierte die Mannschaft von Anton Gavel das Spiel immer wieder in die Zone, wo man unter dem Korb Filip Stanić suchte und auch fand. Beim 6:2 (4. Minute) hatte der Bamberger Centerspieler alle Zähler seines Teams erzielt.
Die Rostocker lebten in diesem ersten Abschnitt von ihren Individualisten. Vor allem Schwartz, Amaize und Hamilton hielten die Seawolves im Spiel (19:14, 8. Minute). Da die Bamberger einfach zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten, konnten die Gäste nach dem Dunk von Godwin Omenaka 43 Sekunden vor Ende des Viertels wieder in Führung gehen (21:22). MaCio Teague konterte auf der Gegenseite allerdings nochmals mit einem 3‑Punkte-Spiel. So lagen die Hausherren nach zehn Minuten mit 24:22 vorne.
Die ersten beiden Minuten des zweiten Viertels gab es auf beiden Seiten keine Punkte. Bereits vier Minuten waren vergangen, als erneut Bryce Hamilton mit einer Einzelaktion für die Seawolves traf. Sein Dreier brachte Rostock wieder in Führung (26:29/14. Minute) und zog eine Bamberger Auszeit nach sich.
Hatten die Baskets bis hierhin in 5:52 Minuten nur zwei Punkte auf die Anzeigentafel gebracht, waren es in den folgenden 88 Sekunden nur sieben Punkte. Alle diese Zähler markierte Moritz Krimmer, der so seine Farben mit 33:29 (18. Minute) wieder nach vorne warf.
Die Rostocker Distanzwerfer waren allerdings ihrerseits treffsicher. Sieben ihrer zwölf Dreipunktewürfe in der ersten Halbzeit fanden das Ziel wie auch der Buzzer Beater von Bryce Hamilton zum 36:40 Halbzeitstand.
„So gewinnt man ganz einfach kein Spiel“
Den Schwung zum Ende der ersten Halbzeit nahmen die Rostocker nahtlos in die zweite Halbzeit mit. Nach einem 7:0‑Lauf lagen die Baskets erstmals zweistellig zurück (36:47, 23. Minute). Auch die nächste Auszeit brachte nicht die gewünschte Struktur ins Bamberger Offensiv-Spiel. Immer wieder versuchte man es in der Offensive auf eigene Faust, was den Seawolves in dieser Phase jedoch in die Hände spielte.
Neben Hamilton und Amaize lief nun auch noch D’Shawn Schwartz bei den Gästen richtig heiß. Sein Dreier zum 45:63 aus Bamberger Sicht, bedeutete die höchste Gästeführung des Nachmittags. Die Baskets stemmten sich nochmals dagegen und erneut war es Moritz Krimmer, der mit zwei weiteren Dreiern zum Ende des dritten Abschnitts seine Mannschaft wieder auf 56:66 heranbrachte.
Die Rostocker präsentierten sich jedoch wenig beeindruckt und zogen zu Beginn des Schlussabschnitts wieder davon (62:78, 35. Minute). Die Partie war aber noch immer nicht entschieden, denn sieben Punkte in Folge von KeyShawn Feazell sowie ein Korbleger von Kyle Lofton brachten die Bamberger 2:41 Minuten vor dem Ende wieder auf 71:80 heran.
In der anschließenden Verteidigungssequenz hatten die Hausherren dann Pech. Zunächst übersahen die Schiedsrichter ein klares Offensiv-Foul von Godwin Omenaka. Anstelle mit Ballbesitz den Rückstand weiter verkürzen zu können, nutzte Schwartz diese Situation für die Gäste per Dreier zum 71:83. Mit einem weiteren Dreier besiegelte Elias Baggette im folgenden Angriff endgültig einen letztlich verdienten Rostocker Sieg.
Kritisch der eigenen Mannschaft gegenüber sagte Anton Gavel nach dem Spiel: „Ich gratuliere Rostock zu einem absolut verdienten Sieg. Sie waren heute deutlich physischer und haben es geschafft, uns aus jedem Play herauszunehmen. Bis auf das erste Viertel haben wir es immer wieder mit 1‑gegen‑4 oder auch 1‑gegen‑5 Aktionen versucht und so gewinnt man ganz einfach kein Spiel. Bislang ist es uns in dieser Saison noch nicht gelungen, einmal konstant zu spielen. Wir haben immer wieder diese Ups and Downs und dann sind die Läufe des Gegners einfach auch zu groß, um sich davon nochmals zu erholen. Daran müssen wir arbeiten.“
Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets besiegen MLP Academics Heidelberg
Im ersten Spiel ohne Oren Amiel haben die Bamberg Baskets ihr Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg gewonnen und damit ihren achten Saisonsieg eingefahren. Nach einer nervösen ersten Halbzeit fing sich die Mannschaft.
Beiden Teams war in der Anfangsphase die Bedeutung dieser Partie des 21. Spieltags der Basketball-Bundesliga deutlich anzumerken. Die MLP Academics Heidelberg brauchten einen Sieg, da sie von den letzten zehn Spielen nur eines gewinnen konnten. Und die Leistung der Bamberg Baskets stand aus dem Grund besonders im Fokus, da im Vorfeld aufgrund schwankender Leistungen, so die Begründung der Geschäftsführung, Trainer Oren Amiel entlassen worden war. Gestern (13. Februar) leitete Arne Woltmann, vorher Assistenztrainer, das Spiel für Bamberg.
Vor etwa 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauern benötigten die Heidelberger vier Wurfversuche, um ihre ersten Punkte der Partie zu erzielen, und die Baskets leisteten sich in den ersten eineinhalb Sekunden des Spiels zwei Ballverluste.
Adrian Nelson, der wie in den letzten Spielen gemeinsam mit Johnson, Copeland, Wohlrath und Stanić die Startformation bildete, erzielte mit seinen beiden Zählern von der Freiwurflinie das 6:5 (3. Minute). Die Heidelberger Gäste suchten in der Offensive immer wieder mit Erfolg Elijah Childs, der mit seinem Korberfolg einen 13:2‑Run der Academics zum 18:8 (7. Minute) abschloss. Die Baskets aber arbeiteten sich in die Partie hinein und kämpften sich bis zum Ende des Viertels wieder bis auf 17:23 heran.
Fünf schnelle Punkte von Marcel Keßen zu Beginn des zweiten Viertels ließen die Heidelberger erneut zweistellig in Führung gehen (28:17, 11. Minute). Doch auch diesmal blieben die Baskets dran und verkürzten durch den Dreier von EJ Onu erneut bis auf 29:32 (14. Minute).
Das MLP-Team von Coach Ingo Freyer lief nun aber ein Spieler richtig heiß. Jeffrey Carroll traf in etwas mehr als zwei Minuten seine Dreier zwei, drei und vier. Bei noch 4:31 Minuten Restspielzeit in der ersten Hälfte lagen die Academics wieder mit 43:35 in Front.
Wie schon im ersten Viertel war es auch diesmal ein Dreier von Bambergs Kapitän Karsten Tadda, der seiner Mannschaft Schwung gab. 66 Sekunden vor dem Gang in die Halbzeitpause glich Trey Woodbury per Dreier zum 45:45 wieder aus. Die Heidelberger aber konterten nochmals und durch Körbe von Abu Kigab und Bennet Hundt nahmen sie eine 49:45-Führung mit in die Kabine.
Bamberg nutzt die Chancen besser
Mit Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den Bambergern, die Intensität in ihrem Spiel zu erhöhen. In der Verteidigung agierte die Mannschaft entschlossener und drehte den 47:50-Rückstand in fünf Minuten in eine Elf-Punkte-Führung (66:55, 16. Minute). Vor allem Malik Johnson, der allein neun Punkte im dritten Viertel sammelte, nahm nun immer häufiger die Zügel in die Hand. Knapp eine Minute vor Ende des dritten Abschnitts lagen die Baskets mit 76:58 vorne. Mit einem Dreier beendete Heidelbergs Bennet Hundt den Bamberger Lauf jedoch und sorgte für den 76:61-Zwischenstand nach dem dritten Viertel.
Der Schlussabschnitt begann mit je zwei Dreiern auf beiden Seiten. Während Jeffery Carroll für die MLP Academics Heidelberg seinen mittlerweile sechsten und siebten Dreier einnetzte, hielt für die Baskets Kevin Wohlrath mit zwei Distanzwürfen dagegen (83:67, 32. Minuten).
Nach einer Auszeit von Arne Woltmann kam der große Auftritt von Malik Johnson. Hatte er im Spiel seines Teams bis zu diesem Zeitpunkt schon sehr ordentlich Regie geführt, übernahm er nun im Alleingang. In gerade einmal 35 Sekunden markierte er acht Punkte und sorgte beim 91:69 (34. Minute) für die Vorentscheidung. Heidelberg punktete zwar weiterhin, aufgrund einer starken zweiten Halbzeit stand am Ende aber ein verdienter 98:83-Erfolg für die Bamberg Baskets.
Arne Woltmann sagte nach dem Spiel: „Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, in der wir viele Fehler gemacht haben und auch viele deren Würfe nicht gut verteidigt haben, konnten wir es den Heidelbergern in der zweiten Halbzeit deutlich schwieriger machen. Wir waren dann auch ohne Ball viel aktiver, haben so immer wieder die Hand in die Pässe der Heidelberger bekommen und konnten dann auch etwas schneller spielen, was uns ein paar leichte Punkte gebracht hat. Insgesamt haben wir in der zweiten Halbzeit in der Offensive besser unsere Chancen genutzt und zudem die Ballverluste reduziert, was letztlich ausschlaggebend für den Sieg war.“