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Baudenkmal

Ein­satz für Erhalt zahl­rei­cher Bau­denk­mä­ler wird in Mün­chen gewürdigt

OB Star­ke wird mit dem Denk­mal­schutz-Oscar geehrt

Es ist eine hohe Aus­zeich­nung für Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke wegen „sei­nes hohen Enga­ge­ments für Denk­mal­schutz und Denk­mal­pfle­ge in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg“, wie der baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kunst, Mar­kus Blu­me, betont. OB Star­ke wur­de am Diens­tag mit der Denk­mal­schutz­me­dail­le 2025 in der „Alten Mün­ze“ in Mün­chen aus­ge­zeich­net, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Mit die­sem ange­se­he­nen Preis wird sein „lang­jäh­ri­ger und her­aus­ra­gen­der Ein­satz für den Erhalt von Bau­denk­mä­lern in Bam­berg gewür­digt“, so die Laudatio.

Seit 2006 setzt sich Andre­as Star­ke als Ober­bür­ger­meis­ter von Bam­berg dafür ein, dass das UNESCO-Welt­erbe auch für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen erleb­bar bleibt. Er sorg­te für die Instand­set­zung von „stadt­bild­prä­gen­den Gebäu­den über Bür­ger­häu­ser und Schul­bau­ten bis hin zu kirch­li­chen und pri­va­ten Denk­mä­lern“, wie Blu­me in der Lau­da­tio her­aus­stell­te. Ein Mei­len­stein von Star­kes Enga­ge­ments war die Grün­dung eines städ­ti­schen Immo­bi­li­en­ma­nage­ments, das qua­li­täts­vol­le und lang­fris­tig trag­fä­hi­ge Sanie­run­gen ermög­lich­te. Des­we­gen bedank­te sich Star­ke vor allem beim Immo­bi­li­en- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix, der „zusam­men mit sei­nem Team her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen für den Denk­mal­schutz und das Welt­erbe erbringt“.

„Der Schutz unse­rer his­to­ri­schen Bau­sub­stanz ist kein Selbst­zweck. Er sichert Iden­ti­tät, stif­tet Gemein­sinn und stärkt die Attrak­ti­vi­tät unse­rer Stadt für zukünf­ti­ge Gene­ra­tio­nen“, erklär­te Andre­as Star­ke anläss­lich der Aus­zeich­nung mit dem „Denk­mal­schutz-Oscar“.


Micha­els­berg im Mittelpunkt

Das Stadt­ober­haupt setz­te dabei auf offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und Bür­ger­be­tei­li­gung, was zur brei­ten Akzep­tanz der Bau­maß­nah­men in der Bevöl­ke­rung bei­trug. Zu den zen­tra­len Pro­jek­ten gehö­ren die Instand­set­zung des Kom­ple­xes rund um die ehe­ma­li­ge Abtei­kir­che St. Micha­el, dar­un­ter der Wirt­schafts­hof, der Stifts­la­den und die Kon­vent­fas­sa­den (abge­schlos­sen), die Restau­rie­rung des Kir­chen­in­ne­ren (aktu­ell in Aus­füh­rung) sowie die geplan­te Instand­set­zung der Abtei und Gar­ten­an­la­gen. Auch Minis­ter Blu­me erin­ner­te sich bei dem Fest­akt schmun­zelnd an einem Besuch am Micha­els­berg, bei dem es gemein­sam mit Star­ke im Bau­lift hoch hin­aus­ging: „Da haben Sie mich auch an mei­ne per­sön­li­chen Gren­zen gebracht.“

Außer­dem enga­gier­te sich Star­ke für den Ankauf des rui­nier­ten Bau­denk­mals Obe­re Sand­stra­ße 20. Hier gelang es, ein Siche­rungs- und Nut­zungs­kon­zept zu ent­wi­ckeln, das eine nach­hal­ti­ge und dem Bau­denk­mal ange­mes­se­ne Misch­nut­zung mit Kul­tur und Gas­tro­no­mie ermög­li­chen wird. Wei­te­re wich­ti­ge Pro­jek­te waren die Sanie­rung von Schloss Gey­ers­wörth sowie der Wie­der­auf­bau der Unte­ren Müh­len, in denen das Welt­erbe-Besuchs­zen­trum sei­ne Hei­mat gefun­den hat.


Beein­dru­cken­de Bilanz

Ins­ge­samt ver­zeich­net die Stadt wäh­rend der Amts­zeit des Ober­bür­ger­meis­ters eine beein­dru­cken­de Sanie­rungs­bi­lanz: 25 Pro­jek­te sind abge­schlos­sen, zehn befin­den sich der­zeit in Aus­füh­rung und 15 wei­te­re sind in der Pla­nung. Die erstaun­li­chen Zah­len in finan­zi­el­ler Hin­sicht: Gut 260 Mil­lio­nen Euro wur­den in die­sem Zeit­raum inves­tiert, wobei fast 199 Mil­lio­nen Euro davon durch För­der­mit­tel finan­ziert wurden.

Die Jury wür­dig­te dar­über hin­aus Star­kes Impul­se über die Gren­zen Bam­bergs hin­aus: Durch sein inter­kom­mu­na­les Enga­ge­ment habe er auch die För­der­be­din­gun­gen für kom­mu­na­le Denk­mal­pfle­ge auf Lan­des­ebe­ne posi­tiv beein­flusst, zum Bei­spiel durch sein Wir­ken in der Ober­fran­ken­stif­tung oder im Ver­tei­ler­aus­schuss für den Entschädigungsfonds.


Eine Gemein­schafts­auf­ga­be

„Die­se Aus­zeich­nung neh­me ich nicht per­sön­lich. Sie gehört zual­lerst den vie­len Men­schen in der Stadt­ver­wal­tung, in den Ver­ei­nen und in der Bür­ger­schaft, die sich tag­täg­lich für unser kul­tu­rel­les Erbe ein­set­zen“, so Star­ke. „Denk­mal­pfle­ge ist eine Gemein­schafts­auf­ga­be und wird in Bam­berg mit gro­ßer Lei­den­schaft gelebt.“

Mit der Denk­mal­schutz­me­dail­le ehrt das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst in Zusam­men­ar­beit mit dem Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge ein­mal im Jahr Per­sön­lich­kei­ten und Kom­mu­nen, die sich in beson­de­rem Maße um die Pfle­ge, den Erhalt und die Ver­mitt­lung bau­kul­tu­rel­len Erbes in Bay­ern ver­dient gemacht haben. Sie gilt als höchs­te Aus­zeich­nung des Frei­staats Bay­ern auf die­sem Gebiet.