Bayerisches Landesamt für Statistik
Positive Bilanz im März: Tourismuszahlen in Bayern gestiegen
Das Bayerische Landesamt für Statistik bescheinigt den bayerischen Tourismuszahlen für den zurückliegenden März eine positive Bilanz. Sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die der Übernachtungen stiegen deutlich.
Mit dem März 2023 und den in diesem Monat für den Tourismus gemeldeten rund 2,5 Millionen Gästeankünften, eine Zunahme von 44,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, und knapp 6,4 Millionen Übernachtungen (+25,6 Prozent) sind die bayerischen Tourismuszahlen für das erste Viertel des Jahres 2023 positive. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit.
Der Anteil der Gäste aus dem Inland belief sich im März 2023 auf 79,5 Prozent. 80,7 Prozent der Übernachtungszahlen machten inländische Gäste aus. Die Anteile von Gästen aus dem Ausland beliefen sich auf 20,5 Prozent bei den Gästeankünften, beziehungsweise 19,3 Prozent bei den Übernachtungen.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 kamen etwa 6,7 Millionen Gäste für knapp 17,7 Millionen Übernachtungen in den Freistaat. Somit stiegen die Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte – 54,0 Prozent.
Der Zuwachs bei den Übernachtungen lag in diesem Zeitraum mit 34,3 Prozent nicht ganz so hoch. Die überwiegende Anzahl der Gäste aus dem Ausland kamen im ersten Vierteljahr aus den Niederlanden (rund 194.000), Österreich (rund 168.000), den Vereinigten Staaten (rund 117.000) und der Schweiz (rund 101.000).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten lediglich Campingplätze im März 2023 gesunkene Zahlen (-13,6 Prozent) und Übernachtungen (-18,7 Prozent). Die größte Zunahme von Ankünften und Übernachtungen ist mit 117,4 Prozent beziehungsweise 95,1 Prozent bei Jugendherbergen und Hütten sichtbar. Auch alle anderen Betriebsarten liegen über den Werten des Vorjahres und dies sowohl bei den Gästeankünften, als auch bei den Übernachtungen.
Ein ähnliches Bild zeige sich bei der Auswertung der Tourismuszahlen der Regierungsbezirke. Sowohl im März 2023, als auch im ersten Vierteljahr, lagen alle sieben Regierungsbezirke Bayerns über den Vorjahreswerten. Mittelfranken verzeichnet im Vergleich zu März 2022 die höchsten Zuwächse bei Ankünften (+ 59,1 Prozent) und Übernachtungen (+50,0 Prozent).
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Bayerisches Landesamt für Statistik
Bayerns Bierabsatz 2022 im Bundesvergleich am höchsten
Der Bierabsatz Bayerns lag im Jahr 2022 bei knapp 24 Millionen Hektolitern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, wurde im Freistaat damit mehr Bier verkauft als in den anderen Bundesländern.
23,9 Millionen Hektoliter Bier, so das Bayerische Landesamt für Statistik in einer Mitteilung, wurden 2022 in Bayern verkauft. Das macht den bayerischen Bierabsatz zum größten des Landes. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Verkaufsmenge der bayerischen Brauereien zudem um 2,6 Prozent zu. Auch hatten 41,4 Prozent aller im Jahr 2022 in Deutschland ansässigen Braustätten ihren Sitz in Bayern.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilte, seien 2022 entsprechend 624 Braustätten im Freistaat betrieben worden. Dies stelle allerdings einen Rückgang um elf Brauereien im Vergleich zu 2021 dar.
Der Bierabsatz bayerischer Brauereien 2022 stieg im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 2,6 Prozent auf 23,9 Millionen Hektoliter an. 2021 waren es 23,3 Millionen Hektoliter. Im bundesweiten Vergleich erzielten die bayerischen Brauereien im Jahr 2022 mengenmäßig so zum neunten Mal in Folge den höchsten Bierabsatz. Auf Platz zwei liegt Nordrhein-Westfalen mit 21,8 Millionen Hektoliter.
75,8 Prozent der bayerischen Bierproduktion wurden 2022 unterdessen innerhalb des Bundesgebiets verkauft. Gegenüber 2021 bedeutet das eine Zunahme um 3,7 Prozent. Bayerns Bierabsatz ins Ausland war 2022 bei einer Exportquote von 24 Prozent verglichen mit dem Vorjahr hingegen leicht rückläufig (Exportquote in 2021: 24,8 Prozent). Gut 3,4 Millionen Hektoliter Bier wurden im Jahr 2022 in die anderen Länder der Europäischen Union und 2,4 Millionen Hektoliter in Drittländer verkauft.
Saisonal betrachtet verzeichnete das Landesamt den höchsten Bierabsatz in den Sommermonaten Juni (2,4 Millionen Hektoliter), Juli (2,3 Millionen Hektoliter) und August (2,4 Millionen Hektoliter).
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Bayerisches Landesamt für Statistik
Bayerns Schafbestand 2022 rückläufig
Laut Bayerischem Landesamt für Statistik ist Bayerns Schafbestand rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank seine Zahl um 1,9 Prozent.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, beläuft sich nach den endgültigen Ergebnissen einer Erhebung über Bayerns Schafbestand die Zahl der Schafe im Freistaat auf 254.300 Tiere. Das seien 4.800 (-1,9 Prozent) weniger als im Jahr zuvor.
Zum weitaus größten Teil handelt es sich dabei um weibliche Schafe zur Zucht (180.400 Tiere) sowie um Lämmer und Jungschafe unter einem Jahr (66.000 Tiere). Auf die weiblichen Schafe zur Zucht entfällt dabei mehr als die Hälfte (-2.800 Tiere) des Rückgangs beim Schafbestand insgesamt.
Außerdem zählte das Landesamt 2.000 schafhaltende Betrieb, rund 200 weniger als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt hält jeder dieser Betriebe 127 Tiere – sieben mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schafe je Betrieb schwankte in den vergangenen zehn Jahren in einem vergleichsweise engen Bereich zwischen rund 120 (in den Jahren 2013, 2015 und 2021) und 134 Tieren (im Jahr 2018). Ein in anderen Bereichen der Landwirtschaft herrschender Trend zu größeren Herden zeige sich in der Schafhaltung somit nicht.
Auch wenn sich in der Bestandserhebung leichte Schwankungen in den Tierbeständen zeigen, nimmt der Schafbestand in Bayern seit Jahren tendenziell ab. So wurden im Jahr 2012 noch 2.400 Schafhaltungen mit insgesamt 286.500 Tieren gezählt. Seitdem ist der Schafbestand in Bayern um 11,2 Prozent gesunken.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilte, exportierte Bayern 2022 706 Tonnen Schafwolle im Wert von gut 2,1 Millionen Euro. Die wichtigsten Ausfuhrländer sind Belgien, Österreich und Polen. Im Gegenzug importierte Bayern 1.600 Tonnen Schafwolle mit einem Wert von 3,9 Millionen Euro. Die wichtigsten Einfuhrländer sind Frankreich, Belgien, Griechenland, die Schweiz, Neuseeland und das Vereinigte Königreich. In den letzten zehn Jahren ist die aus Bayern ausgeführte Menge an Schafwolle um weit mehr als das Doppelte gestiegen. Die importierte Menge nahm hingegen um 14 Prozent ab.
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Stand von vor der Pandemie übertroffen
Rekordbeschäftigung in Bayern 2022
Wie das Bayerische Landesamts für Statistik mitteilte, herrschte im Jahr 2022 mit mehr als 7,79 Millionen Erwerbstätigen Rekordbeschäftigung in Bayern. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 wurde übertroffen.
Im Jahr 2022 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten in Bayern gegenüber dem Vorjahr um etwa 105.000 Personen auf mehr als 7,79 Millionen Erwerbstätige. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik aufgrund erster Zahlen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ mitteilte, übertrifft diese Rekordbeschäftigung den Wert von 7,73 Millionen Erwerbstätigen aus den Zeiten vor der Pandemie im Jahr 2019. Noch nie gingen mehr Menschen in Bayern einer Beschäftigung nach als im abgelaufenen Jahr.
Die Entwicklung in Bayern ähnelte dabei aber sehr stark derjenigen in Deutschland insgesamt. Die Zunahme der Zahl Erwerbstätiger gegenüber dem Vorjahr lag dort mit 1,3 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie in Bayern. Und auch der Wert aus dem Jahr 2019 wurde deutschlandweit 2019 übertroffen.
Besonders deutlich stieg laut Landesamt die Beschäftigung in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit 3,4 Prozent beziehungsweise 2,1 Prozent. Dort wurden die Zahlen aus dem Jahr 2019 mit 4,3 Prozent beziehungsweise 1,9 Prozent klar übertroffen.
Die großen Flächenländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Baden-Württemberg lagen 2022 im Vorjahresvergleich in etwa im bundesweiten Durchschnitt. Der Stand von 2019 wurde aber auch dort wieder durchgängig überboten.
Unterdurchschnittlich verlief die Entwicklung der Beschäftigung im Saarland sowie in einigen ostdeutschen Ländern. Sie bleiben bislang auch hinter dem im Jahr 2019 erreichten Beschäftigungsstand zurück.
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Vor allem Energieimporte belasten Außenhandelsbilanz
Außenhandelsdefizit für Bayern im Jahr 2022
Das Bayerische Landesamt für Statistik hat die Außenhandelszahlen Bayerns veröffentlicht. Demnach hat der Freistaat von Januar bis November 2022 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum exportiert. Trotzdem ergab sich ein Außenhandelsdefizit.
Um 13,6 Prozent, auf eine Summe von 197,8 Milliarden Euro, ist laut Bayerischem Landesamt für Statistik Bayerns Außenhandel gewachsen. „Diese Steigerung“, sagt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, „ist jedoch zu großen Teilen inflationsbedingt. Die Weltkonjunktur entwickelt sich weiter schwach und das drückt auf die Nachfrage nach Produkten aus dem Freistaat.“
Nichtsdestotrotz legte der Wert der Ausfuhren im Zeitraum von Januar bis November in allen drei zentralen Märkten für bayerische Produkte zu. Der Handel mit dem europäischen Markt wuchs um 11,7 Prozent, der mit den USA um 25,9 Prozent und der mit China um 5 Prozent.
Aber: „Auch diese Zuwächse müssen wir vor dem Hintergrund der Inflation sehen. Zwar profitiert der Handel mit den USA vom schwachen Euro, aber die Entwicklung in China bereitet uns große Sorge. Die strenge Null-Covid-Politik drückte lange auf die Konjunktur Chinas. Aber seit der Lockerung der Maßnahmen erlebt China eine massive Corona-Welle. Damit drohen erneute Belastungen in den Lieferketten und negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Produkten aus Bayern.“
Da der Wert der Importe nach Bayern zwischen Januar und November 2022 jedoch um 19,3 Prozent auf 229,5 Milliarden Euro ebenfalls zunahm, ergab sich ein Außenhandelsdefizit von 31,7 Milliarden Euro. „Verantwortlich dafür sind vor allem die hohen Ausgaben für Energieimporte. Von Januar bis November hat Bayern in Summe 17,2 Milliarden Euro für Erdöl- und Erdgasimporte ausgegeben. Das entspricht einer Steigerung um 53,4 Prozent gegenüber 2021. Zusätzlich haben sich zahlreiche weitere Vorleistungsgüter massiv verteuert. Diese Kosten können die Betriebe nicht oder nicht im vollen Umfang an ihre Kunden auf den Weltmärkten weitergeben.“
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Mikrozensus 2021
In Bayern lebt im Jahr 2021 jeder Fünfte in Einpersonenhaushalt
Nach den Ergebnissen der statistischen Erhebung des Mikrozensus 2021 leben in Bayern rund 13 Millionen Personen in etwa 6,3 Millionen Privathaushalten. Den größten Anteil davon hatte 2021 mit etwa 40 Prozent der Einpersonenhaushalt.
Fast jede fünfte Person lebt in Bayern in einem Einpersonenhaushalt. Das hat das Bayerische Landesamt für Statistik mitgeteilt. Unter den 6,3 Millionen privaten Haushalten in Bayern hat der Einpersonenhaushalt mit 40 Prozent somit den größten Anteil. Zweipersonenhaushalte machen 33 Prozent aller Haushalte aus, Dreipersonenhaushalte 12 Prozent und Vierpersonenhaushalte 11 Prozent. Haushalte mit fünf oder mehr Personen sind mit nur vier Prozent deutlich seltener. Überdurchschnittlich hoch ist die Zunahme bei den Einpersonenhaushalten. Ihre Anzahl hat sich gegenüber 2001 um mehr als ein Viertel erhöht (28 Prozent).
Vor allem Seniorinnen und Senioren und jüngere Personen leben in Einpersonenhaushalten
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilte, leben in den Einpersonenhaushalten vor allem Senioren und jüngere Personen. Rund 42 Prozent der Alleinlebenden haben bereits das 60. Lebensjahr erreicht oder sind älter. Der jüngeren Generation der 20- bis unter 35-Jährigen gehören 26 Prozent der Einpersonenhaushalte an.
Vor allem Männer leben im jüngeren Alter in einem Einpersonenhaushalt. In der Altersgruppe der 20 bis unter 35-Jährigen liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte unter den Männern mit 30 Prozent um acht Prozentpunkte höher als in der vergleichbaren Gruppe der Frauen. Umgekehrt zeigt sich das Bild in der Altersgruppe der über 60-jährigen. Hier liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte in der Gruppe der Frauen mit 39 Prozent deutlich über dem Wert in der Gruppe der Männer (21 Prozent).
In Großstädten ist der Anteil der Einpersonenhaushalte besonders hoch
Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist vor allem in den bayerischen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern besonders hoch. Hier besteht rund jeder zweite Haushalt (51 Prozent) aus nur einer Person. Im Vergleich dazu ist in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern nur etwa jeder dritte Haushalt ein Einpersonenhaushalt (32 Prozent). Hier beträgt die durchschnittliche Haushaltsgröße 2,23 Personen. In den Städten mit 100.000 oder mehr Einwohnern leben weniger als zwei Personen in einem Haushalt zusammen (1,83).
Älter werdende Gesellschaft
Anzahl Pflegebedürftige in Bayern gestiegen
Mehr als eine halbe Millionen Menschen erhielten am Jahresende 2021 in Bayern Leistungen der Pflegeversicherung. Damit gibt es im Freistaat 17,5 Prozent mehr Pflegebedürftige als seit der letzten Erhebung im Jahr 2019. Seit 2001 hat sich die Zahl sogar nahezu verdoppelt (2001: 299.090). Die Gründe dafür hängen mit gesellschaftlichen Entwicklungen zusammen.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik am 28. Oktober mitteilte, waren Ende 2021 578.147 Menschen in Bayern pflegebedürftig. Das seien 17,5 Prozent mehr Pflegebedürftige als seit der letzten Erhebung im Jahr 2019.
Etwa 81,4 Prozent (470.682 Personen) der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre alt oder älter, 336.857 Menschen beziehungsweise 58,3 Prozent 80 Jahre oder älter. Mit 358.590 Leistungsempfängerinnen waren mehr als die Hälfte (52,0 Prozent) der Pflegebedürftigen weiblich. 219.557 Männer (48,0 Prozent) erhielten Pflegeleistungen.
Am Jahresende 2021 nahmen 123.401 Menschen die Unterstützung ambulanter Pflege- und Betreuungsdienste in Anspruch. 109.988 Menschen wurden vollstationär in einem Pflegeheim betreut. Diese Anzahl ist im Vergleich zu 2019 um rund 4,5 Prozent zurückgegangen. Die Anzahl der ambulant Versorgten stieg hingegen um 5,1 Prozent und die Anzahl der Pflegegeldempfänger um 33,0 Prozent.
Bayernweit waren durchschnittlich 44 von 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern pflegebedürftig. Diese Quote war in Oberbayern mit 35 am niedrigsten. Am höchsten war sie mit 58 Pflegebedürftigen pro 1.000 in Oberfranken. Auf Kreisebene verzeichnete das Landesamt für Statistik die geringsten Quoten in den Landkreisen Erding und Freising mit 29. Die höchsten Quoten mit 76 beziehungsweise 79 Pflegebedürftigen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner stammen aus dem dem Landkreis Kronach und der Stadt Passau.
Die Anstieg der bayerischen Zahlen der Pflegebedürftigen folgt dabei einem deutschlandweiten Trend. Auch bundesweit hat sich ihre Zahl seit 2001 verdoppelt. Befanden sich Anfang des Jahrtausends noch etwa 2 Millionen Menschen in Pflege, waren es 20 Jahre später etwa 4,1 Millionen.
Den hauptsächlichen Grund für die Zunahme Pflegebedürftiger macht das Statistische Bundesamt in einer immer älter werdenden Gesellschaft und einer stetig wachsenden Zahl älterer Menschen in Folge besser werdender medizinischer Versorgung aus.
Bayerisches Landesamt für Statistik
Verarbeitendes Gewerbe Bayerns über Vorjahresniveau
Das verarbeitende Gewerbe Bayerns hat im August 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Umsatzzuwachs verzeichnet. Auch die Auslandsumsätze nahmen im selben Zeitraum zu. Das Bayerische Landesamts für Statistik gab auch den Grund für den Zuwachs an.
Nachdem sich die bayerische Wirtschaft insgesamt im ersten Halbjahr zu erholen begann, wächst nun auch einer ihrer Zweige. So hat das verarbeitende Gewerbe Bayerns im August 2022 ein deutliches Umsatzplus von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbucht. Das sind rund 32,5 Milliarden Euro wie das Bayerische Landesamts für Statistik bekanntgab.
Der Zuwachs sei allerdings zu einem wesentlichen Teil auf stark gestiegene Preise zurückzuführen, so dass die positive Entwicklung überzeichnet wird. Außerdem umfasse das verarbeitende Gewerbe hierbei auch immer den Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden.
Laut Landesamt für Statistik entfielen von den 32,5 Milliarden Euro Gesamtumsatz 18,5 Milliarden Euro auf Umsätze mit dem Ausland (+25,4 Prozent). Etwa 5,7 Milliarden Euro kämen durch Umsätze mit den Ländern der Eurozone (+24,7 Prozent) zustande. Die Anteile der Auslandsumsätze und der Umsätze mit den Eurozonenländern am Gesamtumsatz betragen 56,8 beziehungsweise 17,4 Prozent. Im August 2021 waren es 55,0 sowie 17,0 Prozent.
Die Nachfrage nach Gütern aus dem verarbeitenden Gewerbe Bayerns ging im August gegenüber dem Vorjahresmonat indes um 1,1 Prozent zurück. Die Bestelleingänge aus dem Inland verringerten sich dabei um 10,8 Prozent, die aus dem Ausland stiegen dagegen um 4,4 Prozent.
Der Personalstand des verarbeitenden Gewerbes lag Ende August 2022 bei 1,181 Millionen Beschäftigten. Das waren etwa 14.600 Personen beziehungsweise 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
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Bayerisches Landesamt für Statistik
Bayerische Wirtschaft erholt sich weiter
Die bayerische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2022 weiter erholt. Das gab das Bayerische Landesamt für Statistik bekannt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg preisbereinigt um 2,9 Prozent. Damit liegt Bayern etwa gleichauf mit dem deutschlandweiten Zuwachs in Höhe von 2,8 Prozent.
Trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekrieges konnte die bayerische Wirtschaft im ersten Halbjahr 2022 eine Zunahme ihrer Leistung verzeichnen. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Demnach hat sich das Bruttoinlandsprodukt von Bayerns Wirtschaft im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 preisbereinigt um 2,9 Prozent erhöht. Damit falle der Zuwachs in etwa gleich hoch aus wie in Deutschland insgesamt.
Die höchsten Zuwächse verzeichnen Rheinland-Pfalz (+6,4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (+5,2 Prozent) und Bremen (+5,0 Prozent). Insgesamt ist das Wachstum der Wirtschaft in den ostdeutschen Ländern mit 3,4 Prozent höher als in den Westdeutschen mit 2,7 Prozent (jeweils ohne Berlin). Die Unterschiede in den Ländern folgt aus deren unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen.
Wie das Landesamt aber auch angibt, handelt es sich bei den Länderergebnissen um eine erste vorläufige Berechnung. Es sei zu beachten, dass die den Berechnungen zugrunde liegende Datenbasis drei Monate nach Ende des Berichtszeitraums noch nicht vollständig vorhanden ist. Darum erwartet das Landesamt Änderungen der Wachstumsraten zu späteren Rechenständen.
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Bayerisches Landesamt für Statistik
Immer mehr E‑Bikes in Bayern
Für das Jahr 2021 hat das Bayerische Landesamt für Statistik einen Anstieg an Haushalten mit E‑Bikes um fast zwei Drittel seit 2019 verzeichnet. Gleichzeitig veröffentlichte das Amt Zahlen über die Häufigkeit herkömmlicher Fahrräder und von Unfällen mit Elektrofahrrädern.
Immer mehr bayerische Haushalte besitzen Elektrofahrräder, sogenannte E‑Bikes. Während die Zahl der Haushalte mit mindestens einem Fahrrad ohne Elektroantrieb und mindestens einem Pkw zwischen 2019 und 2021 eher stagnierte, nahm die Zahl der Haushalte mit E‑Bikes rasant zu. Rund 929.000, also etwa 16 Prozent, der bayerischen Haushalte besaßen im Jahr 2021 mindestens ein E‑Bike. Das waren 364.000 mehr als noch im Jahr 2019, als etwa jeder zehnte Haushalt (565.000 Haushalte) ein Elektrofahrrad hatte. Dies gab das Bayerische Landesamt für Statistik bekannt.
Auch der Anteil an Haushalten mit Krafträdern, also Motorrädern, Mofas, Rollern und führerscheinpflichtige E‑Bikes, sei zwischen 2019 und 2021 deutlich angestiegen. Hier verzeichnet das Landesamt einen Zuwachs von 15 Prozent auf 19 Prozent.
Die Zahl der Haushalte, die mindestens ein Fahrrad ohne Elektroantrieb ihr Eigen nennen, blieb im selben Zeitraum bei etwa 80 Prozent bis 82 Prozent eher konstant. Das gilt auch für die Zahl der Haushalte mit Pkw, dies lag 2021 bei ungefähr 83 Prozent.
Dass E‑Bikes herkömmlicher Fahrräder in bayerischen Haushalten aber etwa ersetzen würden, kann das Landesamts für Statistik allerdings nicht bestätigen. Auf 100 Haushalte kamen im Jahr 2021 etwa 23 Elektrofahrräder und 199 Fahrräder ohne Elektroantrieb. Zwischen 2019 und 2021 kamen pro 100 Haushalte durchschnittlich neben zehn E‑Bikes jedoch auch neun Fahrräder ohne Elektroantrieb dazu.
Mit der Zunahme E‑Bike-Verbreitung verunglückten allerdings auch immer mehr Menschen mit einem Elektrofahrrad. Im Jahr 2021 registrierte das Landesamt 3.146 Menschen, die mit einem E‑Bike bei einem Straßenverkehrsunfall starben oder sich verletzten. Das sei mehr als jemals zuvor und gegenüber dem Jahr 2019 eine Steigerung um 62 Prozent. Mehr als zwei Drittel der getöteten E‑Bike-FahrerInnen im Jahr 2021 war im Seniorenalter.