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Bezirk Oberfranken - Page 3

Bezirk Ober­fran­ken

Bezirks-Haus­halt ver­ab­schie­det: Bezirks­um­la­ge bleibt gleich

Ober­fran­kens Bezirks­tag hat am Mitt­woch den Haus­halt für das kom­men­de Jahr ver­ab­schie­det. Das Haus­halts­vo­lu­men beläuft sich auf knapp 475 Mil­lio­nen Euro und liegt damit rund 25 Mil­lio­nen Euro über dem des Vor­jah­res. Die Bezirks­um­la­ge bleibt bei 17,5 Hebesatzpunkten.

„Mit dem Haus­halt wol­len wir ein Zei­chen der Sta­bi­li­tät und Kon­ti­nui­tät set­zen“, sag­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm in sei­ner Haus­halts­re­de. Wie der Bezirk Ober­fran­ken mit­teil­te, behält er im ach­ten Jahr in Fol­ge den Hebe­satz der Bezirks­um­la­ge, die die neun Land­krei­se und vier kreis­frei­en Städ­te an den Bezirk über­wei­sen, von 17,5 Pro­zent­punk­ten bei. Damit wird Ober­fran­ken vor­aus­sicht­lich wie­der den nied­rigs­ten Hebe­satz unter den baye­ri­schen Bezir­ken haben.

„Mit dem Haus­halt für 2023 kom­men wir den Kom­mu­nen in Ober­fran­ken auch im nächs­ten Jahr so weit ent­ge­gen, wie es mög­lich und ver­tret­bar ist“, sag­te Schramm.

Mög­lich wer­de die erneut nied­ri­ge Bezirks­um­la­ge trotz stei­gen­der Aus­ga­ben im sozia­len Bereich von rund 18,1 Mil­lio­nen Euro vor allem wegen zwei Ent­wick­lun­gen. Zum einen gab der Bezirk an, von höhe­ren Aus­gleichs­leis­tun­gen der Frei­staats Bay­ern in Höhe von rund 10 Mil­lio­nen Euro zu pro­fi­tie­ren. Zum ande­ren sei die die Umla­ge­kraft in Ober­fran­ken um durch­schnitt­lich 3,5 Pro­zent angestiegen.

Bei gleich­blei­ben­dem Hebe­satz wer­de der Bezirk 2023 so etwa 9,2 Mil­lio­nen Euro mehr, ins­ge­samt etwa 269,55 Mil­lio­nen Euro an Bezirks­um­la­ge ein­neh­men. „Unser Dank gilt des­halb auch der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, die neben der Erhö­hung der Mit­tel für den Finanz­aus­gleich auch die Gewer­be­steu­er­ver­lus­te der Kom­mu­nen teil­wei­se aus­gleicht“, sag­te der Bezirkstagspräsident.

Alle Frak­tio­nen im Bezirks­tag stimm­ten dem Haus­halts­ent­wurf zu und begrüß­ten die kon­stant nied­ri­ge Bezirks­um­la­ge. In ihren Wort­bei­trä­gen beton­ten die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den, dass sie trotz der enor­men Kos­ten­stei­ge­run­gen im Bau- und Ener­gie­sek­tor und einem zu erwar­ten­den Defi­zit beim Kom­mu­nal­un­ter­neh­men „Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken“ hin­ter den geplan­ten Inves­ti­tio­nen im Kli­nik­be­reich in den kom­men­den Jah­ren stünden.

Der Bezirks­tag von Ober­fran­ken hat­te 2019 ein gro­ßes Inves­ti­tons­pro­gramm in Höhe von 540 Mil­lio­nen Euro für die Bezirks­kli­ni­ken in Ober­fran­ken beschlos­sen. Gro­ße Bau­maß­nah­men sind unter ande­rem der Kli­nik­neu­bau in Kut­zen­berg und der Neu­bau der Kin­der- und Jugend­psych­ia­trie in Bay­reuth. Auch an den Stand­or­ten Rehau und Hoch­stadt am Main sind Um- und Neu­bau­maß­nah­men vorgesehen.

Inter­na­tio­na­le Musikbegegnungsstätte

Haus Mar­teau wird 40

Seit 40 Jah­ren betreibt der Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken in Lich­ten­berg, nord­öst­lich von Kro­nach gele­gen, die Inter­na­tio­na­le Musik­be­geg­nungs­stät­te Haus Mar­teau. Am letz­ten Wochen­en­de wur­de das Jubi­lä­um mit einem Kon­zert gefeiert.

„Es brauch­te Mut, hier, einen Stein­wurf ent­fernt von der dama­li­gen Gren­ze, die Deutsch­land teil­te, in der Abge­le­gen­heit eines Fran­ken­wald-Städt­chens eine Inter­na­tio­na­le Musik­be­geg­nungs­stät­te zu grün­den. Heu­te, vier Jahr­zehn­te spä­ter, hat sich Haus Mar­teau als Grö­ße in der über­re­gio­na­len – wenn nicht gar inter­na­tio­na­len – Kul­tur­sze­ne eta­bliert“, zitiert eine Mit­tei­lung des Bezirks Ober­fran­ken Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. Der Erfolg des Hau­ses fuße zudem auf der Mischung aus his­to­ri­schem Ambi­en­te, welt­be­kann­ten Dozen­ten und hoch begab­ten Musi­ke­rin­nen und Musi­kern aus aller Welt.

Wun­der­kind Hen­ri Marteau

Hen­ri Mar­teau (1874 bis 1934) galt als Gei­gen-Wun­der­kind. Höhe­punkt sei­ner musi­ka­li­schen und päd­ago­gi­schen Lauf­bahn war die Beru­fung zum Vio­lin­pro­fes­sor an der Hoch­schu­le für Musik in Ber­lin 1908.

1913 ließ er sich die Vil­la am Orts­rand von Lich­ten­berg als Som­mer­haus erbau­en. Der 1. Welt­krieg brems­te Mar­te­aus Kar­rie­re aller­dings abrupt. Als Deutsch­fran­zo­se sah er sich in Deutsch­land natio­na­lis­ti­schen Anfein­dun­gen aus­ge­setzt, wäh­rend er in Frank­reich als Deut­scher galt. Er wur­de mehr­fach interniert.

Nach Ende des Krie­ges konn­te er nicht mehr an sei­ne frü­he­ren Erfol­ge anknüp­fen. Die Lich­ten­ber­ger Vil­la wur­de zum Haupt­wohn­sitz sei­ner Fami­lie. Bis zu sei­nem Tod im Jahr 1934 unter­rich­te­te Mar­teau dort Schü­le­rIn­nen aus aller Welt.

Unter­ir­di­scher Unter­richts- und Konzertsaal

1980 beschloss der Bezirks­tag von Ober­fran­ken, das Anwe­sen Mar­te­aus zu kau­fen, um dort eine Inter­na­tio­na­le Musik­be­geg­nungs­stät­te zu schaf­fen. Am 22. Okto­ber 1982 wur­de sie im Bei­sein des dama­li­gen baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­ters Hans Mai­er eröff­net. Seit­dem bie­tet der Bezirk Ober­fran­ken dort jähr­lich etwa 40 mehr­tä­gi­ge Meis­ter­kur­se für Orches­ter­in­stru­men­te, Gesang und Kla­vier an.

Die­se Meis­ter­kur­se enden jeweils, wie zu Mar­te­aus Zei­ten, mit einem öffent­li­chen Abschluss­kon­zert. So spie­len in Lich­ten­berg regel­mä­ßig Pro­fi­nach­wuchs­mu­si­ke­rin­nen und ‑musi­ker.

Im Jahr 2016 erwei­ter­te der Bezirk das Haus Mar­teau und inves­tier­te 5,2 Mil­lio­nen Euro. Seit Som­mer 2021 fin­den die Kon­zer­te unter der künst­le­ri­schen Lei­tung von Chris­toph Adt in einem unter­ir­di­schen Unter­richts- und Kon­zert­saal statt.

Die Fei­er­lich­kei­ten zum 40-jäh­ri­gen Bestehen von Haus Mar­teau began­nen bereits am 14. Okto­ber im Rah­men von „Ober­fran­ken leuch­tet – in Lich­ten­berg“ mit Kon­zer­ten und Füh­run­gen durch das Haus. Den Abschluss bil­de­te nun ein Fest­kon­zert des Gold­mund Quar­tetts mit Flo­ri­an Schötz, Pin­chas Adt, Chris­toph Van­do­ry und Rapha­el Para­to­re. Auf dem Pro­gramm stand unter ande­rem die bekann­tes­te Kom­po­si­ti­on von Hen­ri Mar­teau, sein Klarinettenquintett.

„700 Mal im Monat wird einem ver­zwei­fel­ten Men­schen geholfen“ 

Kri­sen­dienst Ober­fran­ken fei­ert Jubiläum

Ein Jahr Voll­be­trieb des Kri­sen­diens­tes in Ober­fran­ken – seit dem 1. Juli 2021 errei­chen Men­schen in see­li­schen Not­la­gen unter der Num­mer 0800–6553000 beim Kri­sen­dienst rund um die Uhr einen Ansprech­part­ner. Beim Bezirk Ober­fran­ken, der den Dienst im Jahr 2021 auf­ge­baut hat, zog man im Rah­men einer Fei­er­stun­de Bilanz.

„Mitt­ler­wei­le ver­zeich­nen wir rund 700 Anru­fe im Monat“, so Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. „Das zeigt, wie wich­tig die Ein­rich­tung des Kri­sen­diens­tes war und wie wich­tig es ist, die­ses Ange­bot zu stär­ken und aus­zu­bau­en!“ Zu die­sem Zweck unter­zeich­ne­ten der Bezirk Ober­fran­ken, das Poli­zei­prä­si­di­um Ober­fran­ken und die betei­lig­ten Trä­ger der Frei­en und Öffent­li­chen Wohl­fahrts­pfle­ge eine Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung, die die Zusam­men­ar­beit wei­ter festigt.

Der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken wur­de vom Bezirk Ober­fran­ken auf Grund­la­ge des Baye­ri­schen Psy­chisch-Kran­ken-Hil­fe-Geset­zes auf­ge­baut und wei­ter­ent­wi­ckelt. Rund 2 Mil­lio­nen Euro nimmt der Bezirk dafür im Jahr in die Hand. Er arbei­tet eng mit Trä­gern der Frei­en und Pri­va­ten Wohl­fahrts­pfle­ge zusam­men: Betrei­ber der Leit­stel­le in Bay­reuth ist Dr. Loew Sozia­le Dienst­leis­tun­gen. Die Teams, die in beson­ders her­aus­for­dern­den Fäl­len zu den Men­schen fah­ren, wer­den von den Sozi­al­psych­ia­tri­schen Diens­ten in Ober­fran­ken gestellt. An den Aben­den, Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen über­neh­men dies die AWF-Kräf­te unter Lei­tung der Dia­ko­nie Hoch­fran­ken. Damit hat Ober­fran­ken eine bay­ern­weit ein­zig­ar­ti­ge trä­ger­über­grei­fen­de Struk­tur für den Betrieb des Kri­sen­diens­tes geschaf­fen. „Wir alle bil­den zusam­men ein sta­bi­les Netz­werk, um Men­schen in see­li­schen Kri­sen auf­zu­fan­gen!“ stell­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm fest.

„Die Band­brei­te der Anlie­gen und Pro­ble­me ist sehr groß“

Wie umfang­reich das Hilfs­an­ge­bot des Kri­sen­diens­tes bereits ange­nom­men wird, ver­deut­lich­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm in sei­ner Rede: „Allein im Mai wur­de der Kri­sen­dienst 768 Mal kon­tak­tiert. Unab­hän­gig davon, wie schwer jeder ein­zel­ne Hil­fe­ruf wog: 768 Mal blieb ein Mensch nicht allein mit sei­nen Pro­ble­men, blieb nicht sich selbst über­las­sen, son­dern hat Hil­fe gefun­den.“ Wie der Bezirks­tags­prä­si­dent beton­te, wögen psy­chi­sche Belas­tun­gen in Fol­ge von Erkran­kun­gen nicht sel­ten schwe­rer als die eigent­li­che kör­per­li­che Erkran­kung: „Wer sich dann nicht selbst aus einer Kri­se befrei­en kann, der wird vom Kri­sen­dienst Ober­fran­ken aufgefangen.“

In der Leit­stel­le in Bay­reuth lau­fen alle Anru­fe bei der Not­fall­num­mer 0800–6553000 zusam­men. Hier ste­hen qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te für ein Gespräch zur Ver­fü­gung. „Der Kri­sen­dienst bie­tet ein nied­rig­schwel­li­ges, frei­wil­li­ges, regio­na­les und vor allem auch anony­mes Ange­bot“, erklä­ren der Ver­ant­wort­li­che für die Leit­stel­le, Klaus Mei­er­hö­fer, und Gebiets­ko­or­di­na­tor Mar­tin Schus­ter. Die kon­kre­ten Hilfs­maß­nah­men sei­en dabei sehr unter­schied­lich: „Jedes Mal, wenn das Tele­fon klin­gelt, erwar­tet einen gewis­ser­ma­ßen eine Wun­der­tü­te: Die Band­brei­te der Anlie­gen und Pro­ble­me ist sehr groß, von ein­fa­chem Rede­be­darf bei all­täg­li­chen Sor­gen bis hin zu wirk­lich exis­ten­zi­el­len Kri­sen“, so Mei­er­hö­fer. Mar­tin Schus­ter wag­te auch einen Blick in die Zukunft: „Neben der anhal­ten­den Coro­na-Pan­de­mie wird die Situa­ti­on der Geflüch­te­ten, ins­be­son­de­re aus der Ukrai­ne, eine zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­rung sein. Auch die­sen Men­schen muss unser Hilfs­an­ge­bot bekannt gemacht wer­den. Der Kri­sen­dienst lebt davon, dass er bekannt ist und noch bekann­ter wird.“

Der Vize­prä­si­dent der ober­frän­ki­schen Poli­zei, Armin Schmel­zer, bestä­tig­te aus Sicht der Poli­zei den gro­ßen Wert der bis­he­ri­gen Zusam­men­ar­beit: „Die Zahl der gemein­sa­men Ein­sät­ze ist beacht­lich, vie­le Kri­sen kön­nen in Zusam­men­ar­beit mit Leit­stel­le und Kri­sen­dienst wort­wört­lich ‚auf dem kur­zen Dienst­weg‘ erle­digt wer­den“, so Schmel­zer. Um Ver­ständ­nis bat er dafür, dass der Kri­sen­dienst nicht immer zum Ein­satz kom­men kön­ne: „Bei einer aku­ten Not­la­ge sind wir lei­der auf­grund des unmit­tel­ba­ren Hand­lungs­be­darfs auf poli­zei­li­che Mit­tel beschränkt. Nicht zuletzt sehen wir uns auch schwie­ri­ge­ren gesell­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen aus­ge­setzt: Die sprich­wört­li­che Zünd­schnur wird bei vie­len Men­schen lei­der schein­bar immer kürzer.“

Klaus Mei­er­hö­fer vom Kri­sen­dienst hob die gro­ße Bedeu­tung der Ein­bin­dung der Poli­zei her­vor: „Die Poli­zei ist eine der wich­tigs­ten öffent­li­chen Instan­zen, um schnell qua­li­fi­zier­te Kri­sen­hil­fe anzu­bah­nen“, heißt es dazu in der Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung, die im Rah­men der Fei­er­stun­de unter­zeich­net wur­de. Kon­kret bedeu­tet dies, dass die Poli­zei bei einem Ein­satz, mit Zustim­mung des Betrof­fe­nen, den Kri­sen­dienst ver­stän­digt. Die­ser kann im bes­ten Fall dees­ka­lie­rend wir­ken und eine Zwangs­un­ter­brin­gung verhindern.

Dia­lekt ist Muttersprache! 

Ober­frän­ki­sches Wort des Jah­res 2022

Auch wenn die Ober­frän­kin­nen und Ober­fran­ken die „Stan­dard­spra­che“ beherr­schen, ist ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on doch in ers­ter Linie von ihrer leben­di­gen und viel­sei­ti­gen Mund­art geprägt. Pas­send zum „Inter­na­tio­na­len Tag der Mut­ter­spra­che“, der am 21. Febru­ar seit 2000 jähr­lich began­gen wird, sind des­halb alle auf­ge­ru­fen, ein Dia­lekt­wort ein­zu­rei­chen, das ihrer Mei­nung nach das Poten­ti­al hat, zum „Ober­frän­ki­schen Wort des Jah­res 2022“ gekürt zu werden.

„Wir in Ober­fran­ken reden ger­ne so, wie uns der Schna­bel gewach­sen ist. Dabei berei­chert uns der Dia­lekt, indem er das Gemein­te oft­mals prä­zi­ser, emo­tio­na­ler, bild­li­cher und ori­gi­nell beschreibt. Wie viel­sei­tig die ober­frän­ki­sche Mund­art sein kann, zeigt sich in den bis­her über 2000 Ein­sen­dun­gen zum Ober­frän­ki­schen Wort des Jah­res. Nun sind wir wie­der auf der Suche nach einem Favo­ri­ten, jeder kann sich betei­li­gen!“, lädt Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm zum Mit­ma­chen ein.

„Regio­na­le Iden­ti­tät und Stolz auf die eige­ne Heimat“

Der Gedenk­tag „Inter­na­tio­na­ler Tag der Mut­ter­spra­che“ wur­de ins Leben geru­fen, um die sprach­li­che, aber auch die kul­tu­rel­le Viel­falt zu erhal­ten und zu för­dern. Die­se Auf­ga­be hat sich auch der Bezirk Ober­fran­ken auf die Fah­nen geschrie­ben. Durch Aktio­nen wie die jähr­li­che Suche nach einem Dia­lekt­wort möch­te er das ober­frän­ki­sche Kul­tur­gut pfle­gen und vermitteln.

Den ers­ten Auf­ruf star­te­te die Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken zusam­men mit dem Ober­frän­ki­schen Bau­ern­hof­mu­se­um Klein­los­nitz und dem Medi­en­part­ner extra-radio im Jahr 2015. Seit­dem wur­den die Wör­ter Erpfl (2021), Freg­ger (2020), Stern­laschmei­ßer (2019), der­schwit­zen (2018), urigeln (2017), a weng weng (2016) und Wisch­käst­la (2015) auserwählt.

„Mit der jähr­li­chen Suche nach einem Dia­lekt­wort möch­ten wir die gesam­te Bevöl­ke­rung – ob alt oder jung – ermun­tern, sich mit viel Spaß und Freu­de mit den Dia­lek­ten in Ober­fran­ken zu beschäf­ti­gen“, erklärt Bar­ba­ra Chris­toph, die Lei­te­rin der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks. „Mit der Mund­art offen­bart sich die regio­na­le Iden­ti­tät und mit ihr der Stolz auf die eige­ne Heimat.“

Vor­schlä­ge für das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res 2022 kön­nen auf der Home­page des Bezirks Ober­fran­ken ein­ge­reicht oder per Mail an kulturservicestelle@bezirk-oberfranken.de geschickt wer­den. Im Spät­som­mer kürt eine Jury aus allen Ein­sen­dun­gen den Sieger.

ETA Hoff­mann Theater

Der Vor­hang wird sich wie­der öffnen

Vor­be­halt­lich einer behörd­li­chen Geneh­mi­gung plant das ETA Hoff­mann Thea­ter die Wie­der­auf­nah­me des Spiel­be­triebs für den 19. Mai. Die Ver­ant­wort­li­chen dür­fen sich auch über die Nach­richt freu­en, dass der Bezirk Ober­fran­ken die För­de­rung des ETA Hoff­mann Thea­ters auch im Jahr 2021 fortsetzt.

Um wei­ter­hin ein erfolg­rei­ches Thea­ter mit über­re­gio­na­ler Aus­strah­lung für die Stadt und die Regi­on bie­ten zu kön­nen, benö­tigt das ETA Hoff­mann Thea­ter hilf­rei­che För­der­gel­der. Dazu gehört die jähr­li­che Zuwen­dung durch den Bezirk Ober­fran­ken. Für das Jahr 2021 wur­de eine För­der­sum­me in Höhe von 125.000 Euro gewährt.

„Ich freue mich über die hilf­rei­che Unter­stüt­zung durch den ober­frän­ki­schen Bezirk und dan­ke allen, die dem ETA Hoff­mann Thea­ter in schwie­ri­gen Zei­ten die Treue hal­ten“, reagiert Inten­dan­tin Sibyl­le Broll-Pape auf den Förderbescheid.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke erhielt den För­der­be­trag aus den Hän­den des Bezirks­tags­prä­si­den­ten Hen­ry Schramm. Dabei beton­te der OB: „Unser Thea­ter ist eine wich­ti­ge Säu­le im Kul­tur­le­ben unse­rer Stadt. Davon pro­fi­tiert die gesam­te Region.“

„Mit dem Zuschuss drü­cken wir unse­re Unter­stüt­zung in die­ser unwirk­li­chen und schwie­ri­gen Zeit des Thea­ters aus. Hof­fent­lich kön­nen wir bald wie­der das groß­ar­ti­ge Kul­tur­pro­gramm des Stadt­thea­ters wie gewohnt genie­ßen“, sag­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm (li.) über­gab den Scheck über den För­der­be­trag an Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. Foto: Bezirk Oberfranken/​Florian Bergmann

Öff­nung, solan­ge die Inzi­denz sta­bil unter 100 liegt

Das ETA Hoff­mann Thea­ter infor­mier­te heu­te neben der geplan­ten Wie­der­auf­nah­me des Spiel­be­triebs über sämt­li­che dann ange­dach­ten Auf­füh­run­gen im Mai. Am 19 Mai wird Roland Schim­mel­p­fen­nigs „Der Riss durch die Welt“ um 19 Uhr Pre­mie­re auf der Gro­ßen Büh­ne feiern.

Am 20. Mai folgt die deutsch­spra­chi­ge Erst­auf­füh­rung von Mark Ravenhills „Der Stock“ um 19 Uhr auf der Stu­dio­büh­ne. Alle wei­te­ren Vor­stel­lun­gen im Mai begin­nen eben­falls jeweils um 19 Uhr. Der Neu­start wird durch den ange­kün­dig­ten nächs­ten Öff­nungs­schritt durch die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung mög­lich. Die nied­ri­gen Inzi­denz­wer­te für Bam­berg bedeu­ten eine Öff­nung, solan­ge die Inzi­denz sta­bil unter 100 liegt (in Bam­berg liegt der Wert am 6. Mai bei knapp über 50). Der Vor­stel­lungs­be­trieb beginnt dabei unter Ein­hal­tung aller gel­ten­den Schutz- und Hygie­ne­be­stim­mun­gen. Der Vor­ver­kauf für alle Vor­stel­lun­gen im Mai beginnt am 11. Mai. Die Thea­ter­kas­se öff­net ab dem 11. Mai diens­tags bis sams­tags von 11 bis 14 Uhr sowie zusätz­lich mitt­wochs von 16 bis 18 Uhr.


Die Mai-Ter­mi­ne im ETA Hoff­mann Thea­ter (alle Vor­stel­lun­gen begin­nen um 19:00 Uhr)

Mitt­woch, 19. Mai, Gro­ße Büh­ne, Roland Schim­mel­p­fen­nig – „Der Riss durch die Welt“

Don­ners­tag, 20. Mai, Stu­dio, Mark Ravenhill –- „Der Stock“

Frei­tag, 21. Mai, Gro­ße Büh­ne, Roland Schim­mel­p­fen­nig – „Der Riss durch die Welt“

Sams­tag, 22. Mai, Gro­ße Büh­ne, Roland Schim­mel­p­fen­nig – „Der Riss durch die Welt“

Diens­tag, 25. Mai, Gro­ße Büh­ne, Roland Schim­mel­p­fen­nig – „Der Riss durch die Welt“

Mitt­woch, 26. Mai, Stu­dio, Mark Ravenhill – „Der Stock“

Don­ners­tag, 27. Mai, Stu­dio, Mark Ravenhill –- „Der Stock“

Sams­tag, 29. Mai, Gro­ße Büh­ne, Anton Tschechow – „Der Kirschgarten“

Sonn­tag, 30. Mai, Gro­ße Büh­ne, Anton Tschechow – „Der Kirschgarten“


Über even­tu­el­le Ände­run­gen auf­grund mög­li­cher neu­er Coro­na-Bestim­mun­gen infor­miert das Thea­ter regel­mä­ßig über sei­ne Home­page https://theater.bamberg.de/ oder an der Thea­ter­kas­se unter der Tele­fon­num­mer 0951 /​/​87–3030.