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Blue Volleys Gotha

Star­ke Leis­tung bleibt unbelohnt

CERATONIA Vol­leys unter­lie­gen knapp in Gotha

Trotz einer der bes­ten Sai­son­leis­tun­gen muss­ten die CERATONIA Vol­leys die Heim­rei­se aus Gotha ohne Punk­te antreten.

Auch wenn eine Nie­der­la­ge beim amtie­ren­den Meis­ter grund­sätz­lich kei­ne Schan­de ist, hin­ter­lässt der Spiel­ver­lauf bei den Unter­fran­ken einen äußerst bit­te­ren Bei­geschmack. So hat­te man In jedem Satz das Gesche­hen pha­sen­wei­se klar im Griff, schaff­te es jedoch nicht, die Leis­tung kon­se­quent über die vol­le Distanz durch­zu­zie­hen und sich dafür zu belohnen.


Gute Pha­sen, feh­len­de Konsequenz

Elt­mann prä­sen­tier­te sich mutig, spiel­stark und auf Augen­hö­he mit dem Liga­pri­mus. Den­noch reich­ten star­ke Sequen­zen nicht aus, um dem Favo­ri­ten ent­schei­dend weh zu tun. Wie schon mehr­fach in die­ser Sai­son gelang es dem Team von Trai­ner Rakic nicht, in den ent­schei­den­den Momen­ten den letz­ten Schritt zu gehen. Wie auch der Gast­ge­ber bereits sehr fair in sei­nem Nach­be­richt ein­ge­räumt hat­te, hat­te man den Aus­gang des Spiels dabei nicht immer selbst in der Hand. Den­noch muss man sich am Ende die Fra­ge stel­len, wie­so man die zahl­rei­chen Chan­cen nicht nut­zen konn­te und die Mög­lich­keit auf einen Punkt oder gar mehr ein­fach nicht nut­zen konn­te. Für zusätz­li­che Pro­ble­me sorg­ten per­so­nel­le und tak­ti­sche Vari­an­ten auf Sei­ten der Gast­ge­ber. Vor allem Zuspie­ler Kroch­mann und Mit­tel­blo­cker Jas­trow hat­te man in die­ser Form nicht auf dem Zet­tel, was den Elt­man­nern immer wie­der Anpas­sun­gen abver­lang­te und den eige­nen Match­plan die­ses Mal nicht voll­stän­dig auf­ge­hen ließ. Den­noch zeig­te die Leis­tung ein­drucks­voll, dass die CERATONIA Vol­leys dem Meis­ter des ver­gan­ge­nen Jah­res abso­lut eben­bür­tig sind.

Trai­ner Rakic zeig­te sich nach der Par­tie ent­täuscht, aber auch über­zeugt vom Poten­zi­al sei­nes Teams „Mit mehr Selbst­ver­trau­en und einem ande­ren Sai­son­ver­lauf gewin­nen wir die­ses Spiel. So geht es am Ende eben an Gotha. Die­ses Mus­ter zieht sich seit dem zwei­ten Spiel gegen Gra­fing durch – irgend­wie scheint sich im Kopf fest­ge­setzt zu haben, dass wir in den ent­schei­den­den Pha­sen nicht genug an uns glau­ben. Dar­an müs­sen und wer­den wir arbeiten.“


Blick nach vor­ne: Nächs­ter Kra­cher wartet

Trotz der Ent­täu­schung über­wie­gen die posi­ti­ven Erkennt­nis­se. Wäre die­se Leis­tung über die gesam­te Sai­son abruf­bar gewe­sen, wür­de man im Tabel­len­bild deut­lich wei­ter oben ste­hen. Schon am kom­men­den Wochen­en­de war­tet mit Rot­ten­burg das nächs­te Top­team der Liga. Jeder Punkt zählt im Kampf um die Play­off-Plät­ze – umso wich­ti­ger wird es sein, das Gesche­he­ne schnell abzu­schüt­teln und die vie­len guten Aspek­te aus Gotha mit in die nächs­te Auf­ga­be zu nehmen.

CERATONIA Vol­leys rei­sen als Außen­sei­ter nach Gotha

Elt­mann zu Gast beim amtie­ren­den Meister

Nach dem erfolg­rei­chen Heim­spiel­wo­chen­en­de war­tet auf die CERATONIA Vol­leys am kom­men­den Spiel­tag die wohl schwie­rigs­te Auf­ga­be der lau­fen­den Sai­son. Mit dem Aus­wärts­spiel beim amtie­ren­den Meis­ter aus Gotha trifft das Team von Trai­ner Rakic auf den aktu­el­len Ligaprimus.

Auch wenn die Favo­ri­ten­rol­le klar ver­teilt ist, wol­len die Unter­fran­ken ihre Außen­sei­ter­chan­ce nut­zen und wei­te­re wich­ti­ge Punk­te im Kampf um die Play­off-Plät­ze sammeln.

Nicht ganz opti­mal gestal­tet sich die per­so­nel­le Situa­ti­on vor der Begeg­nung. Hin­ter dem Ein­satz von Zuspie­ler Jason Lieb steht wei­ter­hin ein Fra­ge­zei­chen, nach­dem er zuletzt ver­let­zungs­be­dingt pas­sen muss­te und noch nicht bei hun­dert Pro­zent ist. Für den Fall der Fäl­le ist man in Elt­mann jedoch bes­tens vor­be­rei­tet: Bru­no Simu­nic hat sei­ne Auf­ga­be zuletzt mit Bra­vour gelöst und ein­drucks­voll bewie­sen, dass er Lieb mehr als eben­bür­tig ver­tre­ten kann. Unab­hän­gig von der per­so­nel­len Situa­ti­on zeigt sich Trai­ner Rakic gewohnt opti­mis­tisch: „Wir haben einen brei­ten Kader und kön­nen zum Glück auf jeder Posi­ti­on wech­seln. Wich­tig ist, dass wir uns gegen­sei­tig ver­trau­en und uns im Trai­ning voll rein­hau­en. Ein gesun­der Kon­kur­renz­kampf sorgt dafür, dass jeder an sei­ne Gren­zen gehen muss, wenn er am Wochen­en­de auf dem Feld ste­hen möch­te“, so Rakic nach dem Trai­ning am Dienstag.


Favo­rit, aber nicht unverwundbar

Gotha prä­sen­tiert sich bis­lang äußerst kon­stant, hat in die­ser Sai­son jedoch auch gezeigt, dass der Meis­ter durch­aus ver­wund­bar ist. Nie­der­la­gen gegen Krif­tel, Gra­fing und Fried­richs­ha­fen ver­deut­li­chen, dass mit der rich­ti­gen tak­ti­schen Aus­rich­tung, einem muti­gen Auf­tritt und an einem guten Tag durch­aus etwas Zähl­ba­res mög­lich ist. Genau dar­an wol­len die CERATONIA Vol­leys anknüp­fen. „Wir wer­den uns die Spie­le natür­lich genau anschau­en, um das Team best­mög­lich auf Gotha ein­zu­stel­len. Die rich­ti­ge Tak­tik allein wird uns nicht hel­fen – wir benö­ti­gen einen abso­lu­ten Sah­n­etag, um dort zu bestehen. Trotz­dem wer­de ich ver­su­chen, die weni­gen Schwach­stel­len zu iden­ti­fi­zie­ren und an das Team wei­ter­zu­ge­ben“, erklärt Chef­scout Tho­mas Wüstner.

Anschluss wah­ren im Kampf um die Playoffs

Der Spiel­tag gewinnt zusätz­li­che Bedeu­tung, da die direk­te Kon­kur­renz im Tabel­len­um­feld auf dem Papier eher leich­te­re Auf­ga­ben vor sich hat. Um den Anschluss im Ren­nen um die Play­offs nicht zu ver­lie­ren, wer­den die CERATONIA Vol­leys daher alles in die Waag­scha­le wer­fen, um jeden Punkt kämp­fen und ver­su­chen, dem Meis­ter das Leben so schwer wie mög­lich zu machen. „Am meis­ten freue ich mich natür­lich dar­auf, mei­nen Freund Ben wie­der­zu­se­hen. Es ist schön zu sehen, dass er in Gotha ange­kom­men ist und dort so erfolg­reich ist – auch wenn ich mir natür­lich gewünscht hät­te, wir hät­ten die­se Erfol­ge gemein­sam in Elt­mann gefei­ert“, so Tobi­as Wer­ner, der sich beson­ders auf das Duell mit sei­nem ehe­ma­li­gen Team­kol­le­gen freut.