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Bürokratieabbau

vbw-Kon­gress „Moder­ner Staat und Bürokratieabbau“

vbw for­dert Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten in 2026

Auf einem Kon­gress der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. dis­ku­tier­ten Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft über den Fort­schritt der Bun­des­re­gie­rung bei Dere­gu­lie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Dabei for­der­te der vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer den Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten im Jahr 2026.

„Die über­bor­den­de Büro­kra­tie hängt unse­ren Unter­neh­men wie ein Mühl­stein um den Hals. Sie schränkt ihre inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit stark ein“, beton­te vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Der Staat müs­se sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.

Die vbw begrüßt, dass die Dring­lich­keit die­ses zen­tra­len Anlie­gens der Wirt­schaft inzwi­schen auch in Ber­lin ver­stan­den ist und sich das neu ein­ge­rich­te­te Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung auf die The­men kon­zen­triert. Bros­sardt erklär­te: „Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ hat die schwarz-rote Koali­ti­on ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg gebracht. Aber wir brau­chen wei­te­re Initia­ti­ven, um unse­re Unter­neh­men nach­hal­tig zu ent­las­ten und unse­ren Stand­ort wie­der attrak­tiv für Inves­ti­tio­nen zu machen.“

Wich­tig ist laut dem vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer aber vor allem, dass beim Büro­kra­tie­ab­bau jetzt schnell auch wirk­lich spür­ba­re Ent­las­tun­gen ein­tre­ten. Als kurz­fris­ti­ge Hand­lungs­fel­der nann­te er die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung, ein wir­kungs­vol­les Sofort­pro­gramm zur Redu­zie­rung von Doku­men­ta­ti­ons- und Mel­de­pflich­ten sowie ein Mora­to­ri­um für Sta­tis­tik­pflich­ten. „Bis Ende 2026 müs­sen min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten abge­baut sein“, for­dert Brossardt.

Dar­über hin­aus mach­te er klar, dass es nicht nur dar­um gehe, bestehen­de Büro­kra­tie abzu­bau­en. Genau­so wich­tig sei es, bei künf­ti­gen Geset­zen so wenig neue Büro­kra­tie auf­zu­bau­en wie mög­lich. „Neue Vor­ga­ben für die Wirt­schaft müs­sen viel kri­ti­scher als in der Ver­gan­gen­heit auf Sinn­haf­tig­keit und Umsetz­bar­keit hin­ter­fragt und dazu kon­se­quent Pra­xis- und Digi­tal­ch­ecks für jedes neue Geset­zes­vor­ha­ben eta­bliert werden.“

Zur Unter­stüt­zung des Handwerks

Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken for­dert Bürokratieabbau

Um das ober­frän­ki­sche Hand­werk zu ent­las­ten, for­dert die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken Büro­kra­tie­ab­bau. Die Pro­ble­me, die die Bran­che durch Büro­kra­tie­be­las­tung erfah­re, sei­en gravierend.

In einer Mit­tei­lung vom 6. Juni for­dert die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken mehr Büro­kra­tie­ab­bau. Ange­sichts der her­aus­for­dern­den Zei­ten, in denen sich das Hand­werk befän­de, sei eine Ver­ein­fa­chung der Ver­wal­tungs­pro­zes­se uner­läss­lich, um die Zukunfts­fä­hig­keit der Bran­che und ein effi­zi­en­tes Arbei­ten sicher­zu­stel­len. Das Hand­werk in Ober­fran­ken ste­he vor erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, die nicht nur durch den Fach­kräf­te­man­gel, son­dern auch durch eine über­bor­den­de Büro­kra­tie ver­schärft würden.

Täg­lich müs­sen sich Hand­werks­be­trie­be, so die HWK wei­ter, mit einem unver­hält­nis­mä­ßi­gen Ver­wal­tungs­auf­wand aus­ein­an­der­set­zen. Die­ser bin­de Zeit, Geld sowie Res­sour­cen und beein­träch­ti­ge Inno­va­ti­ons­kraft und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken for­der­te dar­um von der Poli­tik ein ent­schlos­se­nes Han­deln, um die Büro­kra­tie­be­las­tung im Hand­werk zu redu­zie­ren. Dazu sei eine umfas­sen­de Über­prü­fung und Ent­schla­ckung der bestehen­den Vor­schrif­ten und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren nötig. Auch müss­ten Geset­ze adres­sa­ten­ge­recht for­mu­liert und gestal­tet sein. Dies wür­de zu einer bes­se­ren Ver­ständ­lich­keit Vor­schrif­ten führen.

„Das Hand­werk ist das Rück­grat unse­rer regio­na­len Wirt­schaft“, sag­te Mat­thi­as Graß­mann, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken. „Es schafft Arbeits­plät­ze und trägt zur Sta­bi­li­tät unse­rer Gemein­den bei. Doch die zuneh­men­de Büro­kra­tie stellt eine erheb­li­che Belas­tung für unse­re Hand­werks­be­trie­be dar.“