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Chemnitz

Bas­ket­ball Bundesliga

BMA365 Bam­berg Bas­kets sie­gen in Chem­nitz und holen den Heim­vor­teil in der 1. Playoff-Runde

Am 31. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga haben die BMA365 Bam­berg Bas­kets bei den NINERS Chem­nitz ihren 21. Sai­son­sieg ein­ge­fah­ren und sich damit das Heim­recht in der ers­ten Play­off-Run­de gesichert!

In der Mes­se Chem­nitz besieg­te die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel am Mon­tag­abend vor 4.166 Zuschau­ern die NINERS Chem­nitz mit 89:62 (43:40) und lie­fer­te dabei eine wei­te­re bären­star­ke Leis­tung ab. Am Ende mach­te ein­mal mehr die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung, die den offen­siv­star­ken Sach­sen nur 62 Zäh­ler gestat­te­te und sie zu ins­ge­samt 25 Ball­ver­lus­ten zwang, den Unter­schied! In der Offen­si­ve besta­chen die BMA365 Bam­berg Bas­kets durch immer wie­der sehens­wer­te Angrif­fe und Team­play. Acht Spie­ler in der Mann­schaft aus Freak City hat­ten am Ende zwi­schen 8 und 12 Punk­ten auf ihrem Konto.


Der Spiel­ver­lauf

Bei­de Teams star­te­ten mit hoher Inten­si­tät ins DYN-Top­spiel des 31. Spiel­tags, wobei die Bam­ber­ger mit dem Drei­er von Kapi­tän Ibi Wat­son beim 5:2 (2.) zunächst etwas vor­leg­ten, ehe es nach vier Zäh­lern in Fol­ge von John New­mann III und sei­nem Alley Oop zum 5:6 (3.) erst­mals so rich­tig laut in der Mes­se Chem­nitz wur­de. Eric Washing­ton leg­te noch einen Drei­er für die Gast­ge­ber oben­drauf, bevor Cobe Wil­liams auf der Gegen­sei­te, eben­falls per Drei­er, die pas­sen­de Ant­wort gab (10:9/4.) und Richard Bal­int nach einem Foul beim Drei­er alle sei­ne drei Frei­wür­fe zum 13:9 traf. Wie schon zuletzt beim Heim­spiel gegen Olden­burg brach­te auch in Chem­nitz die Ein­wechs­lung von Dani­el Kep­pe­l­er und Aus­tin Crow­ley zusätz­li­chen Dampf ins Bam­ber­ger Spiel. Nach vier Kep­pe­l­er-Punk­ten führ­te das Team von Head Coach Anton Gavel mit 17:12 (6.) und über­zeug­te in die­ser Anfangs­pha­se ein­mal wie­der mit bären­star­ker Ver­tei­di­gung. Para­de­bei­spiel war der Angriff der NINERS in der 7. Minu­te, als die BMA365 Bam­berg Bas­kets Kost­ja Mus­hi­di nur einen Not-Drei­er gestat­te­ten und den Rebound mus­ter­gül­tig in einen Schnell­an­griff umwan­del­ten, den Aus­tin Crow­ley eis­kalt abschloss. NINERS Coach Rodri­go Pas­to­re nahm sei­ne ers­te Aus­zeit und bekam hier zudem Unter­stüt­zung von der Hal­len­tech­nik, die beim Stand von 20:12 (7.) den Geist auf­gab und für eine lan­ge Unter­bre­chung sorg­te. Nach knapp einer hal­ben Stun­de Pau­se konn­te es dann aber doch wei­ter­ge­hen (aller­dings ohne rich­ti­ge Anzei­ge­ta­fel und auch ohne wirk­lich sicht­ba­re Spiel­uhr) und die Chem­nit­zer schlu­gen durch Ama­dou Sow und Roman Bedime sofort zu (20:17/8.). Gänz­lich unbe­ein­druckt gaben Moritz Krim­mer und Aus­tin Crow­ley die pas­sen­de Ant­wort (25:17/8.) und beim Stand von 27:20 ging das wahr­schein­lich längs­te ers­te Vier­tel der dies­jäh­ri­gen BBL-Sai­son zu Ende.

Wie schon nach der lan­gen Pau­se im ers­ten Abschnitt leg­ten die Chem­nit­zer auch zu Beginn des 2. Vier­tels mit einem 5:0‑Lauf los (27:25/12.). Nun folg­te jedoch das abso­lu­te High­light die­ses Spiels! Wie­der ein­mal kamen die Bam­ber­ger nach dem Defen­siv-Rebound ins Lau­fen. Aus­tin Crow­ley drib­bel­te den Ball nach vor­ne und bedien­te Cobe Wil­liams, indem er ihm den Ball links neben dem Ring hoch­leg­te, wo der Bam­ber­ger Point Guard plötz­lich in der Luft stand und den Ball mit bei­den Hän­den per Alley Oop zum 29:25 (13.) ver­senk­te. Wenig spä­ter traf EJ Onu in der Zone gegen Kevin Yebo zum 35:27 (16.) und die Bam­ber­ger konn­ten die Gast­ge­ber erst ein­mal wie­der etwas auf Distanz hal­ten. Abschüt­teln lie­ßen sich die NINERS aber nicht. Ganz im Gegen­teil, denn knapp drei Minu­ten vor der Pau­se brach­te Kevin Yebo sei­ne Mann­schaft wie­der auf 37:36 her­an. Moritz Krim­mer kon­ter­te jedoch auf der Gegen­sei­te mit einem Drei­er und so lagen die BMA365 Bam­berg Bas­kets auch zur Pau­se wei­ter­hin in Füh­rung (43:40). 


„Das war eine rei­fe Leistung“

Pau­se, die Drit­te: Wie­der star­te­ten die Chem­nit­zer nach der vor­an­ge­gan­ge­nen Unter­bre­chung mit einem 5:0‑Lauf. Das And-One von Kevin Yebo brach­te die Sach­sen nach dem 9:7 in der 4. Minu­te hier wie­der in Füh­rung (43:45/23.). Wer von den 4.166 Zuschau­ern in der Mes­se Chem­nitz nun gedacht hat­te, dass die NINERS das Spiel in den Griff bekom­men wür­den, hat­te sei­ne Rech­nung ohne den Pokal­sie­ger gemacht. Mit einem 13:0‑Run in knapp drei­ein­halb Minu­ten zogen die BMA365 Bam­berg Bas­kets auf 56:45 (26.) davon und zwan­gen Rodri­go Pas­to­re zu sei­ner nächs­ten Aus­zeit. Dies­mal half die Unter­bre­chung den Chem­nit­zern jedoch nicht, denn die Ver­tei­di­gung der Bam­ber­ger konn­te nach die­sem Time­out noch­mals zule­gen. Drei NINERS Ball­ver­lus­te (am Ende ins­ge­samt 25!) waren die Fol­ge, die man in der Offen­si­ve in ein 63:46 (28.) ummün­zen konn­te. 26 Sekun­den vor dem Ende des drit­ten Abschnitts traf Demar­cus Demo­nia für drei Punk­te und sorg­te mit dem 68:50 nach dem drit­ten Vier­tel für die bis dahin höchs­te Füh­rung des Abends. 

Auch im Schluss­ab­schnitt lie­ßen die BMA365 Bam­berg Bas­kets nicht nach. Die Ver­tei­di­gung stand nach wie vor her­vor­ra­gend und so gestat­te­te man den NINERS nur ganz weni­ge freie Abschlüs­se. Offen­siv lief der Ball aus­ge­zeich­net und man bau­te so die Füh­rung wei­ter aus (79:52/34.). Als Dani­el Kep­pe­l­er knapp vier Minu­ten vor dem Ende von der Frei­wurf­li­nie zum 84:55 ein­netz­te, war die Par­tie längst ent­schie­den und bei­de Coa­ches nut­zen so die letz­ten Minu­ten des Spiels, um auch ihren Bank­spie­lern ein­mal etwas mehr Ein­satz­zeit zu geben. Am Ende sieg­ten die Bam­ber­ger sou­ve­rän und völ­lig ver­dient mit 89:62 und prä­sen­tier­ten sich ein­mal mehr als geschlos­se­ne Ein­heit. „Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zum Sieg. Vie­le von ihnen wis­sen viel­leicht gar nicht, wie schwer es sein kann, in Chem­nitz zu gewin­nen. Abge­se­hen von der ers­ten Minu­te direkt nach dem Sei­ten­wech­sel haben wir in der zwei­ten Halb­zeit rich­tig stark ver­tei­digt und nur 22 Punk­te zuge­las­sen“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Offen­siv teil­ten wir gut den Ball und am Ende scor­ten bei uns acht Spie­ler (nahe­zu) zwei­stel­lig. Das war eine rei­fe Leis­tung, vor allem zu Beginn der Par­tie und dann über die nahe­zu kom­plet­te zwei­te Halb­zeit hin­weg. Wir sind sehr glück­lich über die­sen Erfolg und dass wir jetzt mit Heim­vor­teil in die Play­offs gehen.”

Bereits am kom­men­den Wochen­en­de steht für die BMA365 Bam­berg Bas­kets die nächs­te Auf­ga­be in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga auf dem Pro­gramm. Im vor­letz­ten Heim­spiel der Haupt­run­de tref­fen sie am Sonn­tag, 3. Mai (Tip-Off: 18:00 Uhr), auf die Veo­lia Towers Ham­burg. Das letz­te Haupt­run­den-Heim­spiel steigt dann am 10. Mai gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn (Tip-Off: 16:30 Uhr). Im Anschluss an die Par­tie gegen die Rhein­län­der sind dann alle ein­ge­la­den, beim Jer­sey Reti­re­ment der Bam­ber­ger Num­mer 9 mit dabei zu sein, wenn Kars­ten Tad­das Tri­kot für immer sei­nen wohl­ver­dien­ten Platz unter dem Hal­len­dach der BROSE ARENA bekom­men wird.

Bas­ket­ball Bundesliga

Bam­berg Bas­kets kön­nen mor­gen die Play­off-Teil­nah­me sicher machen

Mit einem Sieg am 31. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den NINERS Chem­nitz am Mon­tag­abend wäre dem Team von Head Coach Anton Gavel die Play­off-Teil­nah­me sicher und man wür­de im schlech­tes­ten Fall als Fünf­ter in die Post-Sea­son gehen.

Viel fehlt nicht mehr, um einen fes­ten Play­off-Platz sicher zu haben. Der Tabel­len­rech­ner auf der Home­page der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga beschei­nigt den BMA365 Bam­berg Bas­kets in sei­ner Tabel­len­pro­gno­se näm­lich, dass man aktu­ell bei noch vier aus­ste­hen­den Spie­len in der Haupt­run­de die Sai­son schon ein­mal nicht schlech­ter als auf Posi­ti­on 7 abschlie­ßen kann. Mit einem Sieg am Mon­tag­abend wäre dem Team von Head Coach Anton Gavel die Play­off-Teil­nah­me sicher und man wür­de im schlech­tes­ten Fall als Fünf­ter in die Post-Sea­son gehen.


„Zuhau­se haben sie einen klei­nen Lauf”

Die Auf­ga­be für den fina­len Schritt in die Play­offs ist für die Bam­ber­ger aber alles ande­re als ein­fach. Mit dem Gast­spiel bei den NINERS Chem­nitz steht dem Team aus Freak City der Gang zu einer der zuletzt heim­stärks­ten Mann­schaf­ten der Liga bevor, für die es zudem selbst noch um viel geht. Mit einem Sieg wären die Sach­sen auch wei­ter­hin dick im Ren­nen um einen der Play-In-Plät­ze und könn­ten so den Sprung in die Post-Sea­son viel­leicht doch noch schaf­fen. Tip-Off zur Begeg­nung der BMA365 Bam­berg Bas­kets bei den NINERS Chem­nitz ist am Mon­tag­abend um 20:00 Uhr.

„Aus­wärts zu spie­len ist nie ein­fach und in Chem­nitz auf­grund der dor­ti­gen Atmo­sphä­re ganz beson­ders nicht. Die Mann­schaft hat enorm viel offen­si­ves Poten­ti­al. Ihr letz­te Spiel gegen Jena haben sie mit einem Buz­zer-Bea­ter gewon­nen, zuvor haben sie Ulm besiegt“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Zuhau­se haben sie einen klei­nen Lauf und spie­len auch noch um den Ein­zug in die Play-Ins, des­halb ist das für Chem­nitz, wie auch für uns, eine unglaub­lich wich­ti­ge Par­tie. Aus­wärts ist es immer wich­tig, sich auf die Defen­si­ve zu kon­zen­trie­ren. Eigent­lich wie in jedem Spiel wird es auch am Mon­tag unse­re Auf­ga­be und unser Haupt­fo­kus sein, dem Spiel in der Defen­si­ve unse­ren Stem­pel aufzudrücken.“

Nach fünf Aus­wärts­spie­len (inklu­si­ve des Pokal­spiels in der ers­ten Run­de in Ham­burg) war die Par­tie gegen Chem­nitz das ers­te Heim­spiel die­ser Sai­son für die BMA365 Bam­berg Bas­kets. In der aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA leg­ten die Bam­ber­ger rich­tig stark los und erspiel­ten sich bereits im ers­ten Abschnitt eine deut­li­che Füh­rung (20:4/7.). Die Chem­nit­zer aber dreh­ten das Spiel bis zur Pau­se. Nach dem Sei­ten­wech­sel kamen die Gast­ge­ber dann jedoch erneut ins Lau­fen, zogen wie­der davon (78:59/32.) und lie­ßen sich den Sieg im ers­ten Heim­spiel der Sai­son nicht mehr neh­men. Die bes­ten Wer­fer der Par­tie waren die Chem­nit­zer Ama­dou Sow mit 23 und Corey Davis mit 19 Punk­ten. Für Bam­berg tra­fen am Ende sechs Spie­ler zwei­stel­lig. Ibi Wat­son und Richard Bal­int waren mit je 18 Zäh­lern die Besten.

In eige­ner Hal­le sind die Chem­nit­zer in die­ser Sai­son eine ande­re Mann­schaft. Wäh­rend man in frem­der Hal­le nur vier von 15 Spie­len gewin­nen konn­te, sind es in der hei­mi­schen Mes­se-Hal­le bereits 10 Sie­ge. In den letz­ten 6 Par­tien ver­ließ man sogar fünf-mal das Feld als Sie­ger. Ledig­lich gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn muss­te man sich knapp geschla­gen geben

Mit nur 32,6 Ver­su­chen neh­men die Chem­nit­zer im Schnitt die wenigs­ten Ver­su­che aus dem 2‑Punk­te-Bereich. Unse­re BMA365 Bam­berg Bas­kets ste­hen hier bei durch­schnitt­lich 34,2 Ver­su­chen (Rang 16 in der BBL). Statt­des­sen ver­su­chen es die NINERS sehr oft aus der Distanz. Ihre 31,8 Ver­su­che von jen­seits der 6,75-Meter-Linie sind der zweit­bes­te Wert in der easy­Cre­dit BBL. Auch hier ist Bam­bergs Team ähn­lich unter­wegs. Wat­son, Demo­nia & Co. ver­su­chen es pro Par­tie im Schnitt 30,4‑mal aus der Distanz.

Bei­de Teams ver­fü­gen über sehr gute Quo­ten aus dem Feld. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets haben über die Sai­son gese­hen aktu­ell zwar über­all knapp die Nase vor­ne, aber ähn­lich wie die Olden­bur­ger im letz­ten Spiel ver­fü­gen auch die NINERS über eine Rei­he an exzel­len­ten Ein­zel­spie­lern, die jeder­zeit heiß lau­fen kön­nen. Nach dem FC Bay­ern Mün­chen (18,3) sind die Chem­nit­zer übri­gens das Team, das pro Spiel die wenigs­ten Fouls begeht (20,7).

Das Team von Head Coach Rodri­go Pas­to­re hat sich im Sai­son­ver­lauf häu­fig ver­wan­delt. Bereits nach 4 Spie­len ver­ließ Gavin Schil­ling die NINERS und wech­sel­te nach Lud­wigs­burg. Eben­falls nur 4 Spie­le dau­er­te das Enga­ge­ment von Rob­bie Beran Jr. in Chem­nitz. Der Power For­ward wur­de bis Sai­son­ende aus­ge­lie­hen und spielt aktu­ell in Por­tu­gal für den FC Por­to. Neu ins Team hol­ten sich die Chem­nit­zer um Weih­nach­ten den Deutsch-Ame­ri­ka­ner Jor­dan Scha­kel. Der Small For­ward kam aus Bel­gi­en von Filou Oos­ten­de. Zum Jah­res­en­de wur­de dann jedoch Ty Bre­wer von den Rus­sen aus Kasan aus sei­nem Ver­trag her­aus­ge­kauft. Für ihn kehr­te mit Aher Uguak ein Alt­be­kann­ter nach Chem­nitz zurück. Der Kana­di­er, der bereits die drei zurück­lie­gen­den Spiel­zei­ten für die Sach­sen auf­lief, kam Mit­te Janu­ar und hat bis­lang 13 Spie­le in der Sai­son für die NINERS absol­viert. Mit Eric Washing­ton kam ein wei­te­rer Bekann­ter dann Ende Janu­ar zurück zu den NINERS. Der Point Guard hat­te in der Sai­son 2021/​/​22 schon ein­mal für die Chem­nit­zer gespielt. Die aktu­el­le Serie hat­te der 32-Jäh­ri­ge in Jena begon­nen, ehe er nach 14 Spie­len für Sci­ence City nun in Chem­nitz aufläuft.

Ers­tes Bam­ber­ger Heim­spiel der aktu­el­len BBL-Saison

Bam­berg Bas­kets schla­gen Chem­nitz vor aus­ver­kauf­tem Haus

Lan­ge hat­te Freak City auf das ers­te Heim­spiel der neu­en Sai­son war­ten müs­sen, doch das War­ten hat sich gelohnt! Vor 5.700 Zuschau­ern in der BROSE ARENA und damit vor aus­ver­kauf­tem Haus bezwan­gen die BMA365 Bam­berg Bas­kets am Sonn­tag­nach­mit­tag die NINERS Chem­nitz mit 96:82 (44:50) und fei­er­ten eine gelun­ge­ne Heimpremiere.

Nach einem ful­mi­nan­ten Start der Bam­ber­ger in die Par­tie kamen die Gäs­te im wei­te­ren Ver­lauf der ers­ten Halb­zeit immer bes­ser ins Spiel und konn­ten den bereits 16 Punk­te betra­gen­den Rück­stand sogar in eine Pau­sen­füh­rung umwan­deln. Nach dem Sei­ten­wech­sel spiel­ten sich die Bam­ber­ger dann jedoch in einen Rausch, gewan­nen den drit­ten Abschnitt mit 28:9 und erspiel­ten sich Anfang des Schluss­ab­schnitts einen 19-Punk­te-Vor­sprung, den man sich nicht mehr neh­men ließ. 

Auf Sei­ten der NINERS, bei denen Kevin Yebo, Kaza Kaja­mi-Kea­ne und John New­man III fehl­ten, gefie­len der US-Ame­ri­ka­ner Corey Davis (19 Punk­te, 12 Assists) sowie der Mali­er Ama­dou Sow (23 Punk­te, 11 Rebounds), die bei­de ein Dou­ble Dou­ble auf­leg­ten. Im Team von Head Coach Anton Gavel, das ohne Moritz Krim­mer und Dani­el Kep­pe­l­er aus­kom­men muss­te, punk­te­ten sechs Spie­ler zwei­stel­lig. Die bei­den Bes­ten waren Kapi­tän Ibi Wat­son und Richard Bal­int mit je 18 Zäh­lern. Der Tsche­che kam zudem auf sechs Ball­ge­win­ne und lag in sei­nem Team in Sachen Effek­ti­vi­tät klar an der Spitze.


Nach schnel­ler 16-Punk­te-Füh­rung geht Bam­berg mit Rück­stand in die Halbzeit

Auch im ers­ten Heim­spiel ver­trau­te Head Coach Anton Gavel auf die Start­for­ma­ti­on, mit der er die bereits vor­an­ge­gan­ge­nen fünf Aus­wärts­spie­le begon­nen hat­te (Wil­liams, Bal­int, Wat­son, Demo­nia, Onu). Nach einer kur­zen Anlauf­pha­se (4:4/3.) leg­ten die Bam­ber­ger dann rich­tig los. Ange­zün­det von der unglaub­li­chen Atmo­sphä­re in der mit 5.700 Zuschau­ern aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA sprüh­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets vor Spiel­lau­ne. In der Ver­tei­di­gung stand man sta­bil und in der Offen­si­ve fie­len die Wür­fe. Dem Alley-Oop von Demar­cus Demo­nia (12:4/5.) folg­te eine Chem­nit­zer Aus­zeit, die nach Drei­ern von Demo­nia und Bal­int zum 20:4 (7.) jedoch erst ein­mal ver­pufft war. Nun aber fin­gen sich die NINERS und ange­führt von Cory Davis und Ama­dou Sow spiel­te man sich bis zum Ende des ers­ten Abschnitts wie­der her­an (26:19).

Den zum Schluss des ers­ten Vier­tels gewon­ne­nen Schwung konn­ten die Sach­sen auch ins zwei­te Vier­tel mit­neh­men. Nike Sim­ban­de ver­kürz­te den Rück­stand wei­ter (31:27/13.) wor­auf nun Anton Gavel mit einer Aus­zeit reagier­te. Richard Bal­int erhöh­te den Vor­sprung direkt nach der Unter­bre­chung per Drei­er wie­der auf 34:27, doch das Spiel der Chem­nit­zer, auch da Cobe Wil­liams auf­grund sei­nes drit­ten Fouls (12.) auf die Bank muss­te, zeig­te sich nun struk­tu­rier­ter und vor allem effek­ti­ver. Auch die Wür­fe aus der Distanz fie­len nun bei den Gäs­ten und nach­dem Corey Davis zunächst erneut aus­ge­gli­chen hat­te (34:34/15.), warf Rob­bie Beran Jr. per Drei­er die NINERS wie­der in Front (35:37/16.). Die Leich­tig­keit des Bam­ber­ger Spiels aus dem ers­ten Vier­tel war ver­schwun­den und die Gäs­te bau­ten ihren Vor­sprung bis auf 42:50 (19.) aus. Gepusht von den eige­nen Fans krem­pel­ten Ibi Wat­son & Co. die Ärmel hoch, kämpf­ten und blie­ben dran. Beim Stand von 44:50 ging es in die Halbzeitpause.


„Wir haben den Plan gut umgesetzt“

In der Kabi­ne schie­nen sich die Bam­ber­ger in der Pau­se noch­mals rich­tig heiß gemacht zu haben, denn wie schon zu Beginn des Spiels dreh­te man wie­der rich­tig stark auf. 83 Sekun­den waren nach dem Sei­ten­wech­sel gera­de ein­mal gespielt, da hat­te man sich die Füh­rung zurück­er­obert (51:50). Die Are­na koch­te und das Team ließ sich von der Wel­le von den Zuschau­er­rän­gen tra­gen. Ein 13:2‑Run zu Beginn der zwei­ten Hälf­te bedeu­te­te eine 57:52-Führung (25.). Und die BMA365 Bam­berg Bas­kets blie­ben wei­ter gif­tig in der Ver­tei­di­gung, for­cier­ten Ball­ver­lus­te der NINERS und bau­ten ihren Vor­sprung durch den Korb von Aus­tin Crow­ley erneut in den zwei­stel­li­gen Bereich aus (70:59/30.) Ibi Wat­son pack­te noch zwei Zäh­ler zum 72:59-Zwischenstand vor den letz­ten zehn Minu­ten drauf.

Hoch kon­zen­triert began­nen die Bam­ber­ger auch den Schluss­ab­schnitt. Ein Korb­er­folg von Patrick Heck­mann sowie ein Drei­er von Zach Ens­min­ger bedeu­te­ten einen 5:0‑Start (77:58/31.) und zogen die nächs­te Chem­nit­zer Aus­zeit nach sich. Die Sach­sen erhöh­ten in der Ver­tei­di­gung nun den Druck und kamen so bis auf 82:69 (35.) noch­mals her­an. Kalt­schnäu­zig hiel­ten die Bam­ber­ger jedoch ihren Vor­sprung auch wei­ter­hin im zwei­stel­li­gen Bereich und als Demar­cus Demo­nia knapp zwei Minu­ten vor dem Ende des Spiels ein hohes Anspiel von Richard Bal­int per Alley-Oop zum 91:73 im Chem­nit­zer Korb ver­senk­te, war die Ent­schei­dung gefal­len. Am Ende sieg­ten die BMA365 Bam­berg Bas­kets dank einer lei­den­schaft­li­chen Team­leis­tung abso­lut ver­dient mit 96:82 und konn­te damit gleich im ers­ten Heim­spiel der neu­en Sai­son den ers­ten Heim­sieg feiern.

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler. Es war wich­tig für uns, das ers­te Spiel erfolg­reich zu gestal­ten. Der Start in bei­de Halb­zei­ten war schon sehr gut, vor allem in der Defen­si­ve. Wir haben den Plan, an dem die Spie­ler die gesam­te Woche über gear­bei­tet haben, gut umge­setzt“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „96 Punk­te zei­gen natür­lich auch, dass vie­le gute her­aus­ge­spiel­te Wür­fe gefal­len sind. Den­noch hat­ten wir vie­le ein­fa­che, die wir lie­gen haben las­sen. Jeder, der heu­te auf dem Feld war, hat sei­nen Teil dazu bei­getra­gen, was wich­tig war, weil Dani­el Kep­pe­l­er nicht spie­len konn­te und wir daher auch die Rota­ti­on etwas ver­än­dern mussten.“

Ers­tes Bam­ber­ger Heim­spiel der aktu­el­len BBL-Saison

Wie­der ein Kri­mi? BMA365 Bam­berg Bas­kets emp­fan­gen Chemnitz

Für Span­nung soll­te gesorgt sein, wenn die BMA365 Bam­berg Bas­kets an die­sem Sonn­tag in ihrem ers­ten Heim­spiel der neu­en Sai­son in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die NINERS aus Chem­nitz empfangen.

Jeweils nur mit einem ein­zi­gen Punkt Unter­schied (81:80 in Bam­berg – 98:99 n.V. in Chem­nitz) ende­ten die Begeg­nun­gen in der Vor­sai­son, wobei jeweils das Heim­team das bes­se­re Ende für sich hat­te. Tip-Off zum ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen in die­ser Serie ist am Sonn­tag um 15:00 Uhr.

„Die Spie­ler haben jetzt schon lan­ge dar­auf hin gefie­bert, end­lich ein Heim­spiel zu haben und die Atmo­sphä­re in der Are­na auch das ers­te Mal zu erle­ben. Chem­nitz ist eine Euro­Cup-Mann­schaft, die sich unglaub­lich gut ver­stärkt hat und mit Yebo, Mus­hi­di und jetzt auch noch Neu­zu­gang Gavin Schil­ling auch auf den deut­schen Posi­tio­nen sehr gefähr­li­che Spie­ler hat“, so Head Coach Anton Gavel. „Sie sind super ath­le­tisch und offen­siv momen­tan die bes­te Mann­schaft in der BBL. Wenn wir mit ihnen in einen offen­si­ven Schlag­ab­tausch gehen, dann wird das für uns ein lan­ger Abend wer­den. Inso­fern muss unse­re Defen­si­ve auf dem Punkt sein, um sie nicht ins Spiel kom­men zu las­sen. Aber noch ein­mal wir freu­en uns wirk­lich alle sehr, in Freak City zum ers­ten Mal vor unse­ren eige­nen Fans spie­len zu können!“

Nach zuletzt zwei knap­pen Nie­der­la­gen wer­den die Sach­sen mit ordent­lich Wut im Bauch nach Bam­berg kom­men. Nach­dem die NINERS im BBL-Pokal am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de im Gast­spiel bei RASTA Vech­ta im Ach­tel­fi­na­le aus­ge­schie­den waren (86:89), unter­la­gen die Chem­nit­zer auch am Mitt­woch­abend im Euro­Cup. Gegen die Lon­don Lions zog man in der Mes­se Chem­nitz am Ende hauch­dünn mit 67:68 den Kür­ze­ren, nach­dem der letz­te Wurf des Spiels von der Mit­tel­li­nie von Kos­tia Mus­hi­di nicht in den Korb ging.

Liga, Pokal und Euro­Cup … der Tanz auf drei Hoch­zei­ten bescher­te den Chem­nit­zern im Okto­ber eine gan­ze Men­ge an Spie­len. Das Match in Freak City wird für die NINERS die bereits neun­te Par­tie im Okto­ber sein. Wäh­rend die Mann­schaft von Head Coach Rodri­go Pas­to­re im BBL-Pokal-Ach­tel­fi­na­le die Segel strei­chen muss­te und auch im Euro­Cup von bis­her vier Spie­len nur eines gewin­nen konn­te, sind die Sach­sen in der easy­Cre­dit BBL wie schon im Vor­jahr wie­der ganz stark unter­wegs. Nach vier Spie­len haben die NINERS drei Sie­ge auf ihrem Kon­to und ste­hen in der Tabel­le auf Posi­ti­on sechs.

Wäh­rend das BBL-Auf­takt­match der NINERS in Ulm mit 81:94 ver­lo­ren ging, konn­ten Kevin Yebo & Co. die nächs­ten drei BBL-Par­tien gewin­nen. Dem Heim­sieg gegen die Veo­lia Towers Ham­burg (102:78) folg­te ein 90:83-Auswärtserfolg in Hei­del­berg. Den drit­ten Sieg in Serie hol­ten sich die NINERS auf eige­nem Par­kett mit 111:88 gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg.

So wirk­lich vie­le Spie­ler aus der Vor­sai­son sind Coach Pas­to­re nicht geblie­ben. Kevin Yebo (29 Jah­re – PF – 2,07 m), der wäh­rend der Vor­sai­son vom FC Bay­ern zurück nach Chem­nitz gewech­selt war, ist der ein­zi­ge ver­blie­be­ne Leis­tungs­trä­ger im Team. Mit Lans­dow­ne, Gar­rett, Uguak, Rich­ter, Bai­ley, Gily­ard, Nkam­houa, Jef­fer­son und Nico­las Tisch­ler gab es etli­che Abgän­ge. Nach wie vor zum Kader zäh­len die Nach­wuchs­spie­ler Roman Bedime (23 Jah­re – PF – 2,03 m) und Luca Kel­lig (19 Jah­re – SG – 1,92 m).

Die Neu­en in Chem­nitz brin­gen viel Erfah­rung mit in die dies­jäh­ri­ge Kul­tur­haupt­stadt Euro­pas. Der kana­di­sche Rück­keh­rer Kaza Kaja­mi-Kea­ne (31 Jah­re – PG – 1,85 m) zähl­te schon beim Gewinn des FIBA Euro­pe Cups der NINERS 2024 zum Kader und war eben­so schon in der BBL aktiv wie Kost­ja Mus­hi­di (27 Jah­re – SF – 1,95 m, spiel­te bereits in Göt­tin­gen, Braun­schweig und beim MBC), der US-Ame­ri­ka­ner Ty Bre­wer (25 Jah­re – SF – 2,01 m, kam vom SYNTAINICS MBC) und Gavin Schil­ling (29 Jah­re – C – 2,06 m, ins­ge­samt 156 BBL Spie­le für Ulm, Mün­chen und Braun­schweig). Eben­falls neu ist der aus Straß­burg gekom­me­ne Mali­er Ama­dou Sow (26 Jah­re – C – 2,06 m). Neben dem West­afri­ka­ner ver­trau­en die Chem­nit­zer auf die US-Ame­ri­ka­ner Nike Siban­de (26 Jah­re – SG – 1,93 m, kam aus der Tür­kei von Darüss­a­fa­ka), Corey Davis (28 Jah­re – PG – 1,85 m, spiel­te zuletzt in Ita­li­en für Vano­li Cre­mo­na) sowie die zuletzt für die Kor­tri­jk Spurs in Bel­gi­en akti­ven John New­man III (26 Jah­re – SG – 1,96 m) und Rob­bie Beran Jr.(25 Jah­re – PF – 2,04 m).

Als abso­lu­ter Glücks­griff hat sich bis­her der bul­ga­ri­sche Natio­nal­spie­ler Yor­dan Min­chev (27 Jah­re – PF – 2,05 m) her­aus­ge­stellt. Der 27-Jäh­ri­ge führt mit einem Effek­ti­vi­täts­wert von 19,8 sein Team an (4. in der BBL). Mit durch­schnitt­lich 14,0 Punk­ten pro Spiel ist er einer von ins­ge­samt sechs Chem­nit­zern mit zwei­stel­li­gem Punk­te­schnitt. Zudem greift Min­chev pro Par­tie 9,0 Rebounds ab und führt damit die gesam­te BBL an. Der im bul­ga­ri­schen Sliven gebo­re­ne Min­chev spiel­te in der Vor­sai­son in Bel­gi­en bei Spi­rou Bas­ket Char­le­roi, wo er Mann­schafts­ka­me­rad von Cobe Wil­liams war.

Seit 2006 ist der Argen­ti­ni­er als Trai­ner aktiv. Sei­ne Pro­fi­kar­rie­re star­te­te Rodri­go Pas­to­re als Spie­ler und zwar in Deutsch­land. Nach einem kur­zen Gast­spiel in der 2. Liga bei der TG Lands­hut, spiel­te er von 1996 bis 1998 in Bay­reuth. Nach wei­te­ren Sta­tio­nen in Ita­li­en, Deutsch­land und der Schweiz wur­de er zunächst 2006 Spie­ler­trai­ner bei SAV Vacal­lo Bas­ket, ehe er sich ab der Sai­son 2008 /​/​2009 voll aufs Coa­chen kon­zen­trier­te. Seit 2015 ist Rodri­go Pas­to­re nun in Chem­nitz tätig und geht damit in die­ser Sai­son in sei­ne 11. Spiel­zeit mit den Sachsen.

Nach dem Zusam­men­schluss der bei­den Ver­ei­ne BG Chem­nitz und Lok Chem­nitz ent­stand im Jahr 1999 der BV Chem­nitz 99. Schnell ent­wi­ckel­te sich aus dem Grün­dungs­jahr des Ver­eins der Spitz­na­me des Her­ren-Teams, der auch bei der Aus­glie­de­rung des wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trie­bes in die NINERS Chem­nitz GmbH Ver­wen­dung fand. Seit der Sai­son 2020/​/​21 gehö­ren die NINERS zur BBL und haben mit dem Chem­Cats zudem auch eine Damen­mann­schaft im Spiel­be­treib, die in der Nord­grup­pe der Toyo­ta 2. Damen Bas­ket­ball Bun­des­li­ga an den Start geht.