Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets siegen in Chemnitz und holen den Heimvorteil in der 1. Playoff-Runde
Am 31. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die BMA365 Bamberg Baskets bei den NINERS Chemnitz ihren 21. Saisonsieg eingefahren und sich damit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde gesichert!
In der Messe Chemnitz besiegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Montagabend vor 4.166 Zuschauern die NINERS Chemnitz mit 89:62 (43:40) und lieferte dabei eine weitere bärenstarke Leistung ab. Am Ende machte einmal mehr die Bamberger Verteidigung, die den offensivstarken Sachsen nur 62 Zähler gestattete und sie zu insgesamt 25 Ballverlusten zwang, den Unterschied! In der Offensive bestachen die BMA365 Bamberg Baskets durch immer wieder sehenswerte Angriffe und Teamplay. Acht Spieler in der Mannschaft aus Freak City hatten am Ende zwischen 8 und 12 Punkten auf ihrem Konto.
Der Spielverlauf
Beide Teams starteten mit hoher Intensität ins DYN-Topspiel des 31. Spieltags, wobei die Bamberger mit dem Dreier von Kapitän Ibi Watson beim 5:2 (2.) zunächst etwas vorlegten, ehe es nach vier Zählern in Folge von John Newmann III und seinem Alley Oop zum 5:6 (3.) erstmals so richtig laut in der Messe Chemnitz wurde. Eric Washington legte noch einen Dreier für die Gastgeber obendrauf, bevor Cobe Williams auf der Gegenseite, ebenfalls per Dreier, die passende Antwort gab (10:9/4.) und Richard Balint nach einem Foul beim Dreier alle seine drei Freiwürfe zum 13:9 traf. Wie schon zuletzt beim Heimspiel gegen Oldenburg brachte auch in Chemnitz die Einwechslung von Daniel Keppeler und Austin Crowley zusätzlichen Dampf ins Bamberger Spiel. Nach vier Keppeler-Punkten führte das Team von Head Coach Anton Gavel mit 17:12 (6.) und überzeugte in dieser Anfangsphase einmal wieder mit bärenstarker Verteidigung. Paradebeispiel war der Angriff der NINERS in der 7. Minute, als die BMA365 Bamberg Baskets Kostja Mushidi nur einen Not-Dreier gestatteten und den Rebound mustergültig in einen Schnellangriff umwandelten, den Austin Crowley eiskalt abschloss. NINERS Coach Rodrigo Pastore nahm seine erste Auszeit und bekam hier zudem Unterstützung von der Hallentechnik, die beim Stand von 20:12 (7.) den Geist aufgab und für eine lange Unterbrechung sorgte. Nach knapp einer halben Stunde Pause konnte es dann aber doch weitergehen (allerdings ohne richtige Anzeigetafel und auch ohne wirklich sichtbare Spieluhr) und die Chemnitzer schlugen durch Amadou Sow und Roman Bedime sofort zu (20:17/8.). Gänzlich unbeeindruckt gaben Moritz Krimmer und Austin Crowley die passende Antwort (25:17/8.) und beim Stand von 27:20 ging das wahrscheinlich längste erste Viertel der diesjährigen BBL-Saison zu Ende.
Wie schon nach der langen Pause im ersten Abschnitt legten die Chemnitzer auch zu Beginn des 2. Viertels mit einem 5:0‑Lauf los (27:25/12.). Nun folgte jedoch das absolute Highlight dieses Spiels! Wieder einmal kamen die Bamberger nach dem Defensiv-Rebound ins Laufen. Austin Crowley dribbelte den Ball nach vorne und bediente Cobe Williams, indem er ihm den Ball links neben dem Ring hochlegte, wo der Bamberger Point Guard plötzlich in der Luft stand und den Ball mit beiden Händen per Alley Oop zum 29:25 (13.) versenkte. Wenig später traf EJ Onu in der Zone gegen Kevin Yebo zum 35:27 (16.) und die Bamberger konnten die Gastgeber erst einmal wieder etwas auf Distanz halten. Abschütteln ließen sich die NINERS aber nicht. Ganz im Gegenteil, denn knapp drei Minuten vor der Pause brachte Kevin Yebo seine Mannschaft wieder auf 37:36 heran. Moritz Krimmer konterte jedoch auf der Gegenseite mit einem Dreier und so lagen die BMA365 Bamberg Baskets auch zur Pause weiterhin in Führung (43:40).
„Das war eine reife Leistung“
Pause, die Dritte: Wieder starteten die Chemnitzer nach der vorangegangenen Unterbrechung mit einem 5:0‑Lauf. Das And-One von Kevin Yebo brachte die Sachsen nach dem 9:7 in der 4. Minute hier wieder in Führung (43:45/23.). Wer von den 4.166 Zuschauern in der Messe Chemnitz nun gedacht hatte, dass die NINERS das Spiel in den Griff bekommen würden, hatte seine Rechnung ohne den Pokalsieger gemacht. Mit einem 13:0‑Run in knapp dreieinhalb Minuten zogen die BMA365 Bamberg Baskets auf 56:45 (26.) davon und zwangen Rodrigo Pastore zu seiner nächsten Auszeit. Diesmal half die Unterbrechung den Chemnitzern jedoch nicht, denn die Verteidigung der Bamberger konnte nach diesem Timeout nochmals zulegen. Drei NINERS Ballverluste (am Ende insgesamt 25!) waren die Folge, die man in der Offensive in ein 63:46 (28.) ummünzen konnte. 26 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts traf Demarcus Demonia für drei Punkte und sorgte mit dem 68:50 nach dem dritten Viertel für die bis dahin höchste Führung des Abends.
Auch im Schlussabschnitt ließen die BMA365 Bamberg Baskets nicht nach. Die Verteidigung stand nach wie vor hervorragend und so gestattete man den NINERS nur ganz wenige freie Abschlüsse. Offensiv lief der Ball ausgezeichnet und man baute so die Führung weiter aus (79:52/34.). Als Daniel Keppeler knapp vier Minuten vor dem Ende von der Freiwurflinie zum 84:55 einnetzte, war die Partie längst entschieden und beide Coaches nutzen so die letzten Minuten des Spiels, um auch ihren Bankspielern einmal etwas mehr Einsatzzeit zu geben. Am Ende siegten die Bamberger souverän und völlig verdient mit 89:62 und präsentierten sich einmal mehr als geschlossene Einheit. „Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Viele von ihnen wissen vielleicht gar nicht, wie schwer es sein kann, in Chemnitz zu gewinnen. Abgesehen von der ersten Minute direkt nach dem Seitenwechsel haben wir in der zweiten Halbzeit richtig stark verteidigt und nur 22 Punkte zugelassen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Offensiv teilten wir gut den Ball und am Ende scorten bei uns acht Spieler (nahezu) zweistellig. Das war eine reife Leistung, vor allem zu Beginn der Partie und dann über die nahezu komplette zweite Halbzeit hinweg. Wir sind sehr glücklich über diesen Erfolg und dass wir jetzt mit Heimvorteil in die Playoffs gehen.”
Bereits am kommenden Wochenende steht für die BMA365 Bamberg Baskets die nächste Aufgabe in der easyCredit Basketball Bundesliga auf dem Programm. Im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde treffen sie am Sonntag, 3. Mai (Tip-Off: 18:00 Uhr), auf die Veolia Towers Hamburg. Das letzte Hauptrunden-Heimspiel steigt dann am 10. Mai gegen die Telekom Baskets Bonn (Tip-Off: 16:30 Uhr). Im Anschluss an die Partie gegen die Rheinländer sind dann alle eingeladen, beim Jersey Retirement der Bamberger Nummer 9 mit dabei zu sein, wenn Karsten Taddas Trikot für immer seinen wohlverdienten Platz unter dem Hallendach der BROSE ARENA bekommen wird.
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Basketball Bundesliga
Bamberg Baskets können morgen die Playoff-Teilnahme sicher machen
Mit einem Sieg am 31. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bei den NINERS Chemnitz am Montagabend wäre dem Team von Head Coach Anton Gavel die Playoff-Teilnahme sicher und man würde im schlechtesten Fall als Fünfter in die Post-Season gehen.
Viel fehlt nicht mehr, um einen festen Playoff-Platz sicher zu haben. Der Tabellenrechner auf der Homepage der easyCredit Basketball Bundesliga bescheinigt den BMA365 Bamberg Baskets in seiner Tabellenprognose nämlich, dass man aktuell bei noch vier ausstehenden Spielen in der Hauptrunde die Saison schon einmal nicht schlechter als auf Position 7 abschließen kann. Mit einem Sieg am Montagabend wäre dem Team von Head Coach Anton Gavel die Playoff-Teilnahme sicher und man würde im schlechtesten Fall als Fünfter in die Post-Season gehen.
„Zuhause haben sie einen kleinen Lauf”
Die Aufgabe für den finalen Schritt in die Playoffs ist für die Bamberger aber alles andere als einfach. Mit dem Gastspiel bei den NINERS Chemnitz steht dem Team aus Freak City der Gang zu einer der zuletzt heimstärksten Mannschaften der Liga bevor, für die es zudem selbst noch um viel geht. Mit einem Sieg wären die Sachsen auch weiterhin dick im Rennen um einen der Play-In-Plätze und könnten so den Sprung in die Post-Season vielleicht doch noch schaffen. Tip-Off zur Begegnung der BMA365 Bamberg Baskets bei den NINERS Chemnitz ist am Montagabend um 20:00 Uhr.
„Auswärts zu spielen ist nie einfach und in Chemnitz aufgrund der dortigen Atmosphäre ganz besonders nicht. Die Mannschaft hat enorm viel offensives Potential. Ihr letzte Spiel gegen Jena haben sie mit einem Buzzer-Beater gewonnen, zuvor haben sie Ulm besiegt“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Zuhause haben sie einen kleinen Lauf und spielen auch noch um den Einzug in die Play-Ins, deshalb ist das für Chemnitz, wie auch für uns, eine unglaublich wichtige Partie. Auswärts ist es immer wichtig, sich auf die Defensive zu konzentrieren. Eigentlich wie in jedem Spiel wird es auch am Montag unsere Aufgabe und unser Hauptfokus sein, dem Spiel in der Defensive unseren Stempel aufzudrücken.“
Nach fünf Auswärtsspielen (inklusive des Pokalspiels in der ersten Runde in Hamburg) war die Partie gegen Chemnitz das erste Heimspiel dieser Saison für die BMA365 Bamberg Baskets. In der ausverkauften BROSE ARENA legten die Bamberger richtig stark los und erspielten sich bereits im ersten Abschnitt eine deutliche Führung (20:4/7.). Die Chemnitzer aber drehten das Spiel bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber dann jedoch erneut ins Laufen, zogen wieder davon (78:59/32.) und ließen sich den Sieg im ersten Heimspiel der Saison nicht mehr nehmen. Die besten Werfer der Partie waren die Chemnitzer Amadou Sow mit 23 und Corey Davis mit 19 Punkten. Für Bamberg trafen am Ende sechs Spieler zweistellig. Ibi Watson und Richard Balint waren mit je 18 Zählern die Besten.
In eigener Halle sind die Chemnitzer in dieser Saison eine andere Mannschaft. Während man in fremder Halle nur vier von 15 Spielen gewinnen konnte, sind es in der heimischen Messe-Halle bereits 10 Siege. In den letzten 6 Partien verließ man sogar fünf-mal das Feld als Sieger. Lediglich gegen die Telekom Baskets Bonn musste man sich knapp geschlagen geben
Mit nur 32,6 Versuchen nehmen die Chemnitzer im Schnitt die wenigsten Versuche aus dem 2‑Punkte-Bereich. Unsere BMA365 Bamberg Baskets stehen hier bei durchschnittlich 34,2 Versuchen (Rang 16 in der BBL). Stattdessen versuchen es die NINERS sehr oft aus der Distanz. Ihre 31,8 Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie sind der zweitbeste Wert in der easyCredit BBL. Auch hier ist Bambergs Team ähnlich unterwegs. Watson, Demonia & Co. versuchen es pro Partie im Schnitt 30,4‑mal aus der Distanz.
Beide Teams verfügen über sehr gute Quoten aus dem Feld. Die BMA365 Bamberg Baskets haben über die Saison gesehen aktuell zwar überall knapp die Nase vorne, aber ähnlich wie die Oldenburger im letzten Spiel verfügen auch die NINERS über eine Reihe an exzellenten Einzelspielern, die jederzeit heiß laufen können. Nach dem FC Bayern München (18,3) sind die Chemnitzer übrigens das Team, das pro Spiel die wenigsten Fouls begeht (20,7).
Das Team von Head Coach Rodrigo Pastore hat sich im Saisonverlauf häufig verwandelt. Bereits nach 4 Spielen verließ Gavin Schilling die NINERS und wechselte nach Ludwigsburg. Ebenfalls nur 4 Spiele dauerte das Engagement von Robbie Beran Jr. in Chemnitz. Der Power Forward wurde bis Saisonende ausgeliehen und spielt aktuell in Portugal für den FC Porto. Neu ins Team holten sich die Chemnitzer um Weihnachten den Deutsch-Amerikaner Jordan Schakel. Der Small Forward kam aus Belgien von Filou Oostende. Zum Jahresende wurde dann jedoch Ty Brewer von den Russen aus Kasan aus seinem Vertrag herausgekauft. Für ihn kehrte mit Aher Uguak ein Altbekannter nach Chemnitz zurück. Der Kanadier, der bereits die drei zurückliegenden Spielzeiten für die Sachsen auflief, kam Mitte Januar und hat bislang 13 Spiele in der Saison für die NINERS absolviert. Mit Eric Washington kam ein weiterer Bekannter dann Ende Januar zurück zu den NINERS. Der Point Guard hatte in der Saison 2021//22 schon einmal für die Chemnitzer gespielt. Die aktuelle Serie hatte der 32-Jährige in Jena begonnen, ehe er nach 14 Spielen für Science City nun in Chemnitz aufläuft.
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Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Bamberg Baskets schlagen Chemnitz vor ausverkauftem Haus
Lange hatte Freak City auf das erste Heimspiel der neuen Saison warten müssen, doch das Warten hat sich gelohnt! Vor 5.700 Zuschauern in der BROSE ARENA und damit vor ausverkauftem Haus bezwangen die BMA365 Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag die NINERS Chemnitz mit 96:82 (44:50) und feierten eine gelungene Heimpremiere.
Nach einem fulminanten Start der Bamberger in die Partie kamen die Gäste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und konnten den bereits 16 Punkte betragenden Rückstand sogar in eine Pausenführung umwandeln. Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Bamberger dann jedoch in einen Rausch, gewannen den dritten Abschnitt mit 28:9 und erspielten sich Anfang des Schlussabschnitts einen 19-Punkte-Vorsprung, den man sich nicht mehr nehmen ließ.
Auf Seiten der NINERS, bei denen Kevin Yebo, Kaza Kajami-Keane und John Newman III fehlten, gefielen der US-Amerikaner Corey Davis (19 Punkte, 12 Assists) sowie der Malier Amadou Sow (23 Punkte, 11 Rebounds), die beide ein Double Double auflegten. Im Team von Head Coach Anton Gavel, das ohne Moritz Krimmer und Daniel Keppeler auskommen musste, punkteten sechs Spieler zweistellig. Die beiden Besten waren Kapitän Ibi Watson und Richard Balint mit je 18 Zählern. Der Tscheche kam zudem auf sechs Ballgewinne und lag in seinem Team in Sachen Effektivität klar an der Spitze.
Nach schneller 16-Punkte-Führung geht Bamberg mit Rückstand in die Halbzeit
Auch im ersten Heimspiel vertraute Head Coach Anton Gavel auf die Startformation, mit der er die bereits vorangegangenen fünf Auswärtsspiele begonnen hatte (Williams, Balint, Watson, Demonia, Onu). Nach einer kurzen Anlaufphase (4:4/3.) legten die Bamberger dann richtig los. Angezündet von der unglaublichen Atmosphäre in der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften BROSE ARENA sprühten die BMA365 Bamberg Baskets vor Spiellaune. In der Verteidigung stand man stabil und in der Offensive fielen die Würfe. Dem Alley-Oop von Demarcus Demonia (12:4/5.) folgte eine Chemnitzer Auszeit, die nach Dreiern von Demonia und Balint zum 20:4 (7.) jedoch erst einmal verpufft war. Nun aber fingen sich die NINERS und angeführt von Cory Davis und Amadou Sow spielte man sich bis zum Ende des ersten Abschnitts wieder heran (26:19).
Den zum Schluss des ersten Viertels gewonnenen Schwung konnten die Sachsen auch ins zweite Viertel mitnehmen. Nike Simbande verkürzte den Rückstand weiter (31:27/13.) worauf nun Anton Gavel mit einer Auszeit reagierte. Richard Balint erhöhte den Vorsprung direkt nach der Unterbrechung per Dreier wieder auf 34:27, doch das Spiel der Chemnitzer, auch da Cobe Williams aufgrund seines dritten Fouls (12.) auf die Bank musste, zeigte sich nun strukturierter und vor allem effektiver. Auch die Würfe aus der Distanz fielen nun bei den Gästen und nachdem Corey Davis zunächst erneut ausgeglichen hatte (34:34/15.), warf Robbie Beran Jr. per Dreier die NINERS wieder in Front (35:37/16.). Die Leichtigkeit des Bamberger Spiels aus dem ersten Viertel war verschwunden und die Gäste bauten ihren Vorsprung bis auf 42:50 (19.) aus. Gepusht von den eigenen Fans krempelten Ibi Watson & Co. die Ärmel hoch, kämpften und blieben dran. Beim Stand von 44:50 ging es in die Halbzeitpause.
„Wir haben den Plan gut umgesetzt“
In der Kabine schienen sich die Bamberger in der Pause nochmals richtig heiß gemacht zu haben, denn wie schon zu Beginn des Spiels drehte man wieder richtig stark auf. 83 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gerade einmal gespielt, da hatte man sich die Führung zurückerobert (51:50). Die Arena kochte und das Team ließ sich von der Welle von den Zuschauerrängen tragen. Ein 13:2‑Run zu Beginn der zweiten Hälfte bedeutete eine 57:52-Führung (25.). Und die BMA365 Bamberg Baskets blieben weiter giftig in der Verteidigung, forcierten Ballverluste der NINERS und bauten ihren Vorsprung durch den Korb von Austin Crowley erneut in den zweistelligen Bereich aus (70:59/30.) Ibi Watson packte noch zwei Zähler zum 72:59-Zwischenstand vor den letzten zehn Minuten drauf.
Hoch konzentriert begannen die Bamberger auch den Schlussabschnitt. Ein Korberfolg von Patrick Heckmann sowie ein Dreier von Zach Ensminger bedeuteten einen 5:0‑Start (77:58/31.) und zogen die nächste Chemnitzer Auszeit nach sich. Die Sachsen erhöhten in der Verteidigung nun den Druck und kamen so bis auf 82:69 (35.) nochmals heran. Kaltschnäuzig hielten die Bamberger jedoch ihren Vorsprung auch weiterhin im zweistelligen Bereich und als Demarcus Demonia knapp zwei Minuten vor dem Ende des Spiels ein hohes Anspiel von Richard Balint per Alley-Oop zum 91:73 im Chemnitzer Korb versenkte, war die Entscheidung gefallen. Am Ende siegten die BMA365 Bamberg Baskets dank einer leidenschaftlichen Teamleistung absolut verdient mit 96:82 und konnte damit gleich im ersten Heimspiel der neuen Saison den ersten Heimsieg feiern.
„Glückwunsch an unsere Spieler. Es war wichtig für uns, das erste Spiel erfolgreich zu gestalten. Der Start in beide Halbzeiten war schon sehr gut, vor allem in der Defensive. Wir haben den Plan, an dem die Spieler die gesamte Woche über gearbeitet haben, gut umgesetzt“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „96 Punkte zeigen natürlich auch, dass viele gute herausgespielte Würfe gefallen sind. Dennoch hatten wir viele einfache, die wir liegen haben lassen. Jeder, der heute auf dem Feld war, hat seinen Teil dazu beigetragen, was wichtig war, weil Daniel Keppeler nicht spielen konnte und wir daher auch die Rotation etwas verändern mussten.“
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Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Wieder ein Krimi? BMA365 Bamberg Baskets empfangen Chemnitz
Für Spannung sollte gesorgt sein, wenn die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Sonntag in ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga die NINERS aus Chemnitz empfangen.
Jeweils nur mit einem einzigen Punkt Unterschied (81:80 in Bamberg – 98:99 n.V. in Chemnitz) endeten die Begegnungen in der Vorsaison, wobei jeweils das Heimteam das bessere Ende für sich hatte. Tip-Off zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Serie ist am Sonntag um 15:00 Uhr.
„Die Spieler haben jetzt schon lange darauf hin gefiebert, endlich ein Heimspiel zu haben und die Atmosphäre in der Arena auch das erste Mal zu erleben. Chemnitz ist eine EuroCup-Mannschaft, die sich unglaublich gut verstärkt hat und mit Yebo, Mushidi und jetzt auch noch Neuzugang Gavin Schilling auch auf den deutschen Positionen sehr gefährliche Spieler hat“, so Head Coach Anton Gavel. „Sie sind super athletisch und offensiv momentan die beste Mannschaft in der BBL. Wenn wir mit ihnen in einen offensiven Schlagabtausch gehen, dann wird das für uns ein langer Abend werden. Insofern muss unsere Defensive auf dem Punkt sein, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Aber noch einmal wir freuen uns wirklich alle sehr, in Freak City zum ersten Mal vor unseren eigenen Fans spielen zu können!“
Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen werden die Sachsen mit ordentlich Wut im Bauch nach Bamberg kommen. Nachdem die NINERS im BBL-Pokal am vergangenen Wochenende im Gastspiel bei RASTA Vechta im Achtelfinale ausgeschieden waren (86:89), unterlagen die Chemnitzer auch am Mittwochabend im EuroCup. Gegen die London Lions zog man in der Messe Chemnitz am Ende hauchdünn mit 67:68 den Kürzeren, nachdem der letzte Wurf des Spiels von der Mittellinie von Kostia Mushidi nicht in den Korb ging.
Liga, Pokal und EuroCup … der Tanz auf drei Hochzeiten bescherte den Chemnitzern im Oktober eine ganze Menge an Spielen. Das Match in Freak City wird für die NINERS die bereits neunte Partie im Oktober sein. Während die Mannschaft von Head Coach Rodrigo Pastore im BBL-Pokal-Achtelfinale die Segel streichen musste und auch im EuroCup von bisher vier Spielen nur eines gewinnen konnte, sind die Sachsen in der easyCredit BBL wie schon im Vorjahr wieder ganz stark unterwegs. Nach vier Spielen haben die NINERS drei Siege auf ihrem Konto und stehen in der Tabelle auf Position sechs.
Während das BBL-Auftaktmatch der NINERS in Ulm mit 81:94 verloren ging, konnten Kevin Yebo & Co. die nächsten drei BBL-Partien gewinnen. Dem Heimsieg gegen die Veolia Towers Hamburg (102:78) folgte ein 90:83-Auswärtserfolg in Heidelberg. Den dritten Sieg in Serie holten sich die NINERS auf eigenem Parkett mit 111:88 gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg.
So wirklich viele Spieler aus der Vorsaison sind Coach Pastore nicht geblieben. Kevin Yebo (29 Jahre – PF – 2,07 m), der während der Vorsaison vom FC Bayern zurück nach Chemnitz gewechselt war, ist der einzige verbliebene Leistungsträger im Team. Mit Lansdowne, Garrett, Uguak, Richter, Bailey, Gilyard, Nkamhoua, Jefferson und Nicolas Tischler gab es etliche Abgänge. Nach wie vor zum Kader zählen die Nachwuchsspieler Roman Bedime (23 Jahre – PF – 2,03 m) und Luca Kellig (19 Jahre – SG – 1,92 m).
Die Neuen in Chemnitz bringen viel Erfahrung mit in die diesjährige Kulturhauptstadt Europas. Der kanadische Rückkehrer Kaza Kajami-Keane (31 Jahre – PG – 1,85 m) zählte schon beim Gewinn des FIBA Europe Cups der NINERS 2024 zum Kader und war ebenso schon in der BBL aktiv wie Kostja Mushidi (27 Jahre – SF – 1,95 m, spielte bereits in Göttingen, Braunschweig und beim MBC), der US-Amerikaner Ty Brewer (25 Jahre – SF – 2,01 m, kam vom SYNTAINICS MBC) und Gavin Schilling (29 Jahre – C – 2,06 m, insgesamt 156 BBL Spiele für Ulm, München und Braunschweig). Ebenfalls neu ist der aus Straßburg gekommene Malier Amadou Sow (26 Jahre – C – 2,06 m). Neben dem Westafrikaner vertrauen die Chemnitzer auf die US-Amerikaner Nike Sibande (26 Jahre – SG – 1,93 m, kam aus der Türkei von Darüssafaka), Corey Davis (28 Jahre – PG – 1,85 m, spielte zuletzt in Italien für Vanoli Cremona) sowie die zuletzt für die Kortrijk Spurs in Belgien aktiven John Newman III (26 Jahre – SG – 1,96 m) und Robbie Beran Jr.(25 Jahre – PF – 2,04 m).
Als absoluter Glücksgriff hat sich bisher der bulgarische Nationalspieler Yordan Minchev (27 Jahre – PF – 2,05 m) herausgestellt. Der 27-Jährige führt mit einem Effektivitätswert von 19,8 sein Team an (4. in der BBL). Mit durchschnittlich 14,0 Punkten pro Spiel ist er einer von insgesamt sechs Chemnitzern mit zweistelligem Punkteschnitt. Zudem greift Minchev pro Partie 9,0 Rebounds ab und führt damit die gesamte BBL an. Der im bulgarischen Sliven geborene Minchev spielte in der Vorsaison in Belgien bei Spirou Basket Charleroi, wo er Mannschaftskamerad von Cobe Williams war.
Seit 2006 ist der Argentinier als Trainer aktiv. Seine Profikarriere startete Rodrigo Pastore als Spieler und zwar in Deutschland. Nach einem kurzen Gastspiel in der 2. Liga bei der TG Landshut, spielte er von 1996 bis 1998 in Bayreuth. Nach weiteren Stationen in Italien, Deutschland und der Schweiz wurde er zunächst 2006 Spielertrainer bei SAV Vacallo Basket, ehe er sich ab der Saison 2008 //2009 voll aufs Coachen konzentrierte. Seit 2015 ist Rodrigo Pastore nun in Chemnitz tätig und geht damit in dieser Saison in seine 11. Spielzeit mit den Sachsen.
Nach dem Zusammenschluss der beiden Vereine BG Chemnitz und Lok Chemnitz entstand im Jahr 1999 der BV Chemnitz 99. Schnell entwickelte sich aus dem Gründungsjahr des Vereins der Spitzname des Herren-Teams, der auch bei der Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in die NINERS Chemnitz GmbH Verwendung fand. Seit der Saison 2020//21 gehören die NINERS zur BBL und haben mit dem ChemCats zudem auch eine Damenmannschaft im Spielbetreib, die in der Nordgruppe der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga an den Start geht.